91-313
Verwaltungsbehörden 30.11.1992 91.313
30. November 1992Deutsch11 min
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30. November 1992 2295 Standesinitiative Bern. Biologischer Landbau Bis anhin wurde Paniermehl bei der Ausfuhr je nach Aufmachung infolge der Anwendung verschiedener Standardrezepturen unterschiedlich belastet. Paniermehl in Detail-Aufmachung unterlag infolge seiner Einreihung im Gebrauchszolltarif 1986 in einer Residualposition einer etwa 40 Prozent zu niedrigen Einfuhrbelastung im Vergleich zu der korrekten Belastung von Paniermehl in Engros-Aufmachung. Diese Tatsache widerspricht dem Sinn und Zweck des Gesetzes, wonach in verarbeiteten Landwirtschaftsprodukten das Rohstoffhandicap auszugleichen ist, und führte zudem zu Marktstörungen. Der Bundesrat beschloss deshalb am 13. Mai 1992, Paniermehl ohne Rücksicht auf dessen Aufmachung ab 1. Juli 1992 dergleichen Importbelastung zu unterstellen. M. Rychen présente au nom de la commission le rapport écrit suivant: Selon l'article 9 premier alinéa de la loi du 9 octobre 1986 sur le tarif des douanes et l'article premier 3e alinéa de la loi fédérale du 13 décembre 1974 sur l'importation et l'exportation de produits agricoles transformés, le Conseil fédéral est tenu de présenter chaque semestre un rapport sur les mesures prises en exécution des compétences prévues dans les lois susmentionnées. L'Assemblée fédérale décide du maintien de ces mesures. Mesures fondées sur la loi sur le tarif des douanes. Le 18 juin 1992, le Conseil fédéral a décidé de mettre provisoirement en vigueur, dès le 1er juillet 1992, les taux des droits de douane résultant de l'Accord de libre-échange entre les pays de l'AELE et la République federative tchèque et slovaque (RFTS) et de l'échange de lettres entre la Suisse et la RFTS concernant l'arrangement bilatéral sur le commerce des produits agricoles. L'accord lui-même a déjà été approuvé par les Chambres fédérales au cours de la session d'automne 1992. Mesures fondées sur la loi fédérale sur l'importation et l'exportation de produits agricoles transformés. L'importation de la chapelure était soumise auparavant à des charges différentes selon le conditionnement Suite au classement de la chapelure conditionnée pour la vente au détail dans le tarif d'usage 1986 sous une position résiduelle, la charge à l'importation était d'environ de 40 pour cent trop basse par rapport à celle correcte pour la chapelure en gros. Cet état de fait va à rencontre du sens et du but de la loi citée en exergue, laquelle vise la compensation du handicap pour les matières agricoles de base incorporées dans les produits agricoles transformés, et causait de plus des dérangements du marché. Le 13 mai 1992, le Conseil fédéral a décidé d'uniformiser, dès le 1er juillet 1992, la charge d'importation pour la chapelure, sans égard à son conditionnement. Antrag der Kommission Die einstimmige Kommission beantragt Ihnen, auf die Vorlage einzutreten und dem Bundesbeschluss über die Genehmigung von zolltarifarischen Massnahmen zuzustimmen. Proposition de la commission La commission à l'unanimité vous propose d'entrer en matière et d'approuver l'arrêté fédéral portant approbation de mesures touchant le tarif des douanes. Eintreten wird ohne Gegenantrag beschlossen Le conseil décide sans opposition d'entrer en matière Detailberatung - Discussion par articles Titel und Ingress, Art. 1,2 Antrag der Kommission Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates Titre et préambule, art. 1,2 Proposition de la commission Adhérer au projet du Conseil fédéral Angenommen -Adopté Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble Für Annahme des Entwurfes 88 Stimmen (Einstimmigkeit) An den Ständerat - Au Conseil des Etats #ST# 91.313 Standesinitiative Bern Förderung des biologischen (ökologischen) Landbaus Initiative du canton de Berne Encouragement de l'agriculture biologique (écologique) Beschluss des Ständerates vom 12. Juni 1992 Décision du Conseil des Etats du 12 juin 1992 Kategorie V, Art. 68GRN-Catégorie V, art. 68 RCN Wortlaut der Initiative vom 6. Dezember 1991 Die Bundesversammlung wird eingeladen, das Landwirtschaftsgesetz dahingehend zu ergänzen, dass die freiwillige Umstellung landwirtschaftlicher Betriebe auf biologischen (ökologischen) Landbau gefördert werden kann und nicht zu Einkommenseinbussen führt. Dies soll insbesondere erreicht werden durch den Schutz von dessen pflanzlichen und tierischen Produkten über die gesetzliche Anerkennung der Bezeichnung «aus biologischem Anbau» und der Knospen-Kollektivmarke des VSBLO. Texte de l'initiative du 6 décembre 1991 L'Assemblée fédérale est chargée de modifier la loi sur l'agriculture afin d'encourager la conversion volontaire d'exploitations agricoles à l'agriculture biologique (écologique). Les agriculteurs concernés ne devront pas subir de pertes de revenus. Il conviendrait notamment de protéger les produits biologiques d'origine végétale et animale par une reconnaissance légale de la mention «En provenance de cultures biologiques» et du label «Bourgeon» de l'AGPBS. Herr Matthey unterbreitet im Namen der Kommission den folgenden schriftlichen Bericht: Gestützt auf Artikel 44 des Réglementes des Nationalrates unterbreiten wir Ihnen den Bericht der Kommission, die beauftragt war, zur Standesinitiative des Kantons Bern, die am 6. Dezember 1991 eingereicht worden war, Stellung zu nehmen. Die Initiative verlangt eine Aenderung des Landwirtschaftsgesetzes, um die freiwillige Umstellung landwirtschaftlicher Betriebe auf biologischen (ökologischen) Landbau zu fördern, sowie den Schutz von dessen pflanzlichen und tierischen Produkten über die gesetzliche Anerkennung der Bezeichnung «aus biologischem Anbau».
Erwägungen
1.
Zusammenfassung der Beratungen des Grossen Rates des Kantons Bern Die Mitglieder des Grossen Rates des Kantons Bern haben die Standesinitiative unterstützt. Sie sind der Meinung, dass der biologische Landbau anerkannt und gefördert werden soll. Es sei dies bereits in verschiedenen europäischen Ländern der Fall und die EG sei daran, eine Verordnung in diesem Bereich zu erlassen. In der Schweiz ist auf Bundesebene ein entsprechendes Projekt aus dem Jahre 1985, das von einer Expertenkommission ausgearbeitet worden war, toter Buchstabe geblieben. Die Mitglieder des Berner Grossen Rates unterstreichen, dass ihr Kanton als erster Beiträge zur Förderung der Umstellung auf biologischen Landbau eingeführt hat. Sie sind auch der -- 1 of 3 -Initiative du canton de Berne. Agriculture biologique 2296 N 30 novembre 1992 Meinung, dass die Produkte aus biologischem Landbau geschützt werden sollen und die Verbraucher zu informieren sind. Im März 1991 ist eine Petition mit 44 000 Unterschriften eingereicht worden. Die Regierung des Kantons Bern war gegen die Einreichung dieser Standesinitiative. Sie ist der Meinung, es sei nicht angebracht, einseitig eine bestimmte Form landwirtschaftlicher Produktion zu unterstützen. Anderseits sind auf Bundesebene bereits mehrere Arbeiten im Gang, die es lediglich noch weiterzuverfolgen und zu konkretisieren gilt. Artikel 31 b des Landwirtschaftsgesetzes, mit dem umweltgerechte Formen der Nutzung und Produktion gefördert werden, ist ein Beispiel dafür.
2.
Stand der Arbeiten in der Bundesversammlung und der Verwaltung zum gleichen Gegenstand Seit 1984 sind rund zehn parlamentarische Vorstösse im genannten Bereich eingereicht worden. Zuletzt war dies die Motion Dormann (90.486) vom 23. März 1990, die der Standesinitiative des Kantons Bern sehr nahe kommt Sie ist als Postulat überwiesen worden, denn der Bundesrat hat am 29. August 1990 im Nationalrat darauf hingewiesen, dass dieses Thema im Bericht der Expertenkommission, die sich mit den Direktzahlungen an die Landwirtschaft befasst, berücksichtigt werde.
3.
Aufwand und Zeitplan der parlamentarischen Arbeiten Der Ständerat hat in der Sommersession 1992 beschlossen, dieser Standesinitiative keine Folge zu geben. Gibt der Nationalrat dem zweiten Absatz der Initiative Folge, so bedeutet dies, dass der Bundesrat beauftragt wird, eine in diese Richtung gehende Vorlage auszuarbeiten. Erwägungen der Kommission Nach Auffassung der Mehrheit der Kommission muss dem ersten Absatz der Initiative keine Folge gegeben werden, weil das Ziel mit dem Geschäft 92.010- Landwirtschaftsgesetz. Revision (Art 31 b, Beschluss der Räte vom 9. Oktober 1992) schon erreicht wurde. Sie ist aber der Meinung, dass dem zweiten Absatz Folge gegeben werden muss und die biologischen Produkte durch die gesetzliche Anerkennung geschützt werden müssen. In der EG ist eine diesbezügliche Verordnung erlassen worden; es ist wünschbar, dass die Schweiz dieser Richtung folgt Die Minderheit der Kommission, die sich dem zweiten Absatz widersetzt, ist einesteils der Auffassung, dass heute auf dem Markt genügend Möglichkeiten vorhanden sind, um eine biologische Produktion abzusetzen. Andernteils ist es unrichtig, die biologische Landwirtschaft zu unterstützen, ohne zum Beispiel auch die Integrierte Produktion zu berücksichtigen. M. Matthey présente au nom de la commission le rapport écrit suivant: Nous vous soumettons, conformément à l'article 44 du règlement du Conseil national, le rapport de la commission chargée de donner un préavis sur l'initiative du canton de Berne déposée le 6 décembre 1991. Cette initiative exige que l'on modifie la loi sur l'agriculture afin d'encourager la conversion volontaire d'exploitations agricoles à l'agriculture biologique (écologique) et demande également que l'on protège les produits biologiques d'origine végétale et animale par un label.
1.
Résumé des délibérations du Grand Conseil bernois Les députés du Grand Conseil bernois ayant soutenu l'initiative cantonale sont d'avis qu'il faut reconnaître et encourager la culture biologique. C'est déjà le cas dans divers pays européens et la CE est en train d'édicter une ordonnance à ce sujet. En Suisse, au niveau fédéral, un projet datant de 1985 élaboré par une commission d'experts est resté lettre morte. Les députés bernois relèvent que leur canton a été le premierà introduire des contributions de reconversion encourageant la culture biologique. Ils estiment également que les produits de culture biologique doivent être protégés et qu'il faut informer les consommateurs. En mars 1991, une pétition accompagnée de 44 000 signatures a été déposée. Le gouvernement bernois s'est opposé au dépôt de cette initiative cantonale. Il estime qu'il n'est pas judicieux de soutenir unilatéralement une forme déterminée de production agricole. D'autre part, au niveau de la Confédération, divers travaux ont déjà été entrepris qui ne demandent qu'à être poursuivis et concrétisés. L'article 31 b de la loi sur l'agriculture qui encourage des formes d'exploitation et de production respectueuses de l'environnement en est l'exemple.
2.
Etat des travaux sur le même objet dans l'Assemblée fédérale et dans l'administration De 1984 à nos jours, une dizaine d'interventions parlementaires touchant à ce domaine ont été déposées. La dernière en date est la motion Dormann (90.486) du 23 mars 1990 qui est tout à fait similaire à l'initiative du canton de Berne. Elle a été transmise comme postulat, car le Conseil fédéral a mentionné au Conseil national, le 29 août 1990, la prise en considération de ce thème dans le rapport de la commission d'experts étudiant le problème des paiements directs à l'agriculture.
3.
Ampleur et calendrier des travaux parlementaires Le Conseil des Etats a décidé durant la session d'été 1992 de ne pas donner suite à cette initiative cantonale. Si le Conseil national donne suite au deuxième paragraphe de l'initiative, cela signifie que le Conseil fédéral est chargé de présenter un projet allant dans ce sens. Considérations de la commission Selon la majorité de la commission, il ne faut pas donner suite au premier paragraphe de cette initiative, car le but visé est déjà atteint par la révision de la loi sur l'agriculture (92.010) loi sur l'agriculture. Modification, article 31 b, décision des conseils du 9 octobre 1992. Elle estime par contre qu'il faut donner suite au deuxième paragraphe et, par là même, protéger les produits biologiques par une reconnaissance légale. Une ordonnance de la CE a été édictée à ce sujet et il est donc souhaitable que la Confédération suive la même voie. La minorité de la commission qui s'oppose au deuxième paragraphe est d'avis, d'une part, qu'il existe aujourd'hui suffisamment de possibilités sur le marché permettant l'écoulement d'une production biologique et, d'autre part, qu'il est malvenu de soutenir unilatéralement l'agriculture biologique et de ne pas prendre en compte, par exemple, la production intégrée. Antrag der Kommission Die Kommission schlägt mit 7 gegen 5 Stimmen vor, dem ersten Absatz der Initiative keine Folge zu geben. Mit 7 gegen 7 Stimmen und mit dem Stichentscheid des Präsidenten schlägt sie vor, dem zweiten Absatz der Initiative Folge zu geben. Proposition de la commission La commission propose par 7 voix contre 5 de ne pas donner suite au premier paragraphe de l'initiative. Par 7 voix contre 7 et la voix prépondérante du président, elle propose de donner suite au deuxième paragraphe de l'initiative. Angenommen -Adopté An den Ständerat-Au Conseil des Etats Schluss der Sitzung um 19.40 Uhr La séance est levée à 19 h 40 -- 2 of 3 -Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Standesinitiative Bern Förderung des biologischen (ökologischen) Landbaus Initiative du canton de Berne Encouragement de l'agriculture biologique (écologique) In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1992 Année Anno Band VI Volume Volume Session Wintersession Session Session d'hiver Sessione Sessione invernale Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 01 Séance Seduta Geschäftsnummer 91.313 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 30.11.1992 - 14:30 Date Data Seite 2295-2296 Page Pagina Ref. No 20 022 017 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.
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