91-3176
Verwaltungsbehörden 28.11.1991 91.3176
28. November 1991Deutsch12 min
Source admin.ch
Postulat Simmen 978 28 novembre 1991 M. Felber, conseiller fédéral: Vous l'imaginez, si c'est le chef du Département des affaires étrangères qui répond à ce postulat, c'est essentiellement à cause de cette dimension importante que constitue le phénomène des migrations. Les migrations internationales constituent, en effet, un des problèmes qu'il s'agira absolument de résoudre au cours de la décennie à venir. La Suisse, à l'image d'autres pays, se trouve confrontée aujourd'hui à un défi important Nous avons en notre possession un rapport du groupe de réflexion interdépartemental, qui a été constitué par le Conseil fédéral, pour la politique des années 90 en matière d'asile et de réfugiés, ainsi que le rapportdu Conseil fédéral surla politiqueà l'égard des étrangers et des réfugiés, que vous venez de citer, Monsieur Bühler. Cesdeuxtextesontdéjàexprimélebesoin de fixer les objectifs nationauxde la politique de migration. L'élaboration d'une véritable politique de migration résulte surtout des principes directeurs en matière de politique nationale, que le Conseil fédéral avait formulés dans son rapport. A la suite de la Conférence de Vienne sur les migrations Est-Ouest, conférence tenue au mois de janvier de cette année, et compte tenu des efforts menés au niveau international, destinés à maîtriser les migrations Nord-Sud - il y a bel et bien ces deux types de migrations, mais plutôt dans le sens Sud-Nord l'idée d'une convention internationale sur les migrations est apparue entre les Etats. Les conditions pour une telle convention sont le développement et la conceptualisation de politiques de migrations, valables pourtous les pays industrialisés. La mise sur pied en Suisse d'une politique nationale de migration devrait, en plus de la politique en matière d'asile et de réfugiés et de celle menée à l'égard des étrangers, inclure la politique démographique, la politique de développement et la politique des investissements. Des efforts importants seront dès lors nécessaires pour maîtriser ces problèmes. Il appartiendra au Conseil fédéral de définir les objectifs de cette politique en matière de migration et de les soumettre à l'opinion publique. Le nombre et la composition des flux migratoires sont des questions politiques légitimes qui doivent être discutées dans le cadre d'un programme et d'un processus de décisions démocratique. Les décisions prises dans ce domaine doivent pouvoir bénéficier également d'un appui populaire, sinon elles se heurteront à une incompréhension. Pour ces raisons, la Conseil fédéral est prêt à accepter le postulat de M. Bühler Robert Ueberwiesen - Transmis #ST# 91.3176 Postulat Simmen Förderung der beruflichen Ausbildung für Angehörige der ehemaligen Oststaaten Aide à la formation professionnelle des ressortissants des pays de l'ancien bloc de l'Est Wortlaut des Postulates vom 11. Juni 1991 Angesichts der Umwälzungen in Osteuropa und der notwendigen Neustrukturierung der dortigen Wirtschaft steht auch die Schweiz vor einer grossen Herausforderung. Sie könnte zur Förderung der beruflichen Ausbildung in den Oststaaten einen wesentlichen Beitrag leisten, sei es vor Ort oder hier in der Schweiz. Die gewerbliche Struktur der Schweiz - mehr als
Erwägungen
80.
Prozent Klein- und Mittelbetriebe -, zusammen mit einem sehr gut ausgebauten Netz von Berufsschulen, prädestiniert unser Land dazu, Ausbildungsplätze anzubieten. Hierfür ist eine Anpassung der administrativen Regelungen für Ausbildungs- und Austauschprogramme in folgender Richtung nötig: - Es sollen gezielt Förderungsmassnahmen wie zeitlich befristete Lehrstellen und Plätze an Berufsschulen im landwirtschaftlichen, gewerblichen, handwerklichen, industriellen und Dienstleistungssektor vorgesehen werden. - Bei der Dauer der Ausbildung sollten grundsätzlich die Anforderungen des Ausbildungsprogrammes berücksichtigt werden. -Gleich wie auf universitärer Ebene sollen Auszubildende auch in den oben erwähnten Sektoren nicht dem Ausländerkontingent unterstellt werden. - Es soll sichergestellt werden, dass der Ausbildungsaufenthalt nicht zweckentfremdet verwendet wird. - Es soll ein Fonds geschaffen werden, der rasch und unbürokratisch private Initiativen in obigem Sinn fördert - Für Schulen und Lehranstalten, die Ausbildungsplätze anbieten, sollen Mittel bereitgestellt werden. Texte du postulat du 11 juin 1991 Confrontée aux bouleversements qui se produisent en Europe orientale et à la nécessité de restructurer l'économie des pays concernés, la Suisse se voit placée devant une lourde tâche, comme d'autres Etats aussi. Elle pourrait fournir une contribution importante au développement de la formation professionnelle dans les pays de l'Est soit là-bas, soit ici même. La structure économique de la Suisse - où plus de 80 pour cent des entreprises sont de petite ou moyenne envergure - et son excellent réseau d'écoles professionnelles permettent à notre pays de dispenser l'enseignement nécessaire. Il convient à cet effet de modifier les réglementations administratives relatives aux programmes de formation et d'échange dans le sens suivant: - On prendra des mesures d'encouragement bien ciblées telles que la mise à disposition, à titre temporaire, de places pour l'apprentissage et la formation dans les écoles professionnelles (économie rurale, arts et métiers, industrie, secteur tertiaire). - En principe, la durée de la formation sera fixée compte tenu des exigences du programme d'enseignement - Comme c'est le cas dans les universités, les élèves des secteurs susmentionnés ne seront pas imputés au contingent des étrangers. - Il faudra veiller à ce que le séjour ne soit pas utilisé abusivement à d'autres fins que la formation. - On créera un fonds permettant de soutenir rapidement, et sans complications bureaucratiques, les initiatives privées allant dans le sens indiqué. - On mettra des fonds à la disposition des écoles et autres établissements d'enseignement qui prennent des élèves à ce titre. Mitunterzeichner-Cosignataires: Cottier, Gadient, Huber, Jelmini, Meier Josi, Miville, Onken, Reichmuth, Rhinow, Schiesser, Schmid Carlo (11) Frau Simmen: Noch ist es gar nicht lange her, dass wir alle mit grosser Freude, ja mit Euphorie, die Befreiung der Staaten des europäischen Ostens vom jahrzehntelangen Joch der kommunistischen Unterdrückung gefeiert haben. Noch immer sind wir für diese welthistorische Entwicklung dankbar, nicht zuletzt auch deswegen, weil sich Europa so nach jahrzehntelanger künstlicher Trennung wieder einer Einheit nähert. Doch längst haben uns auch die Sorgen eingeholt. Sorgen, die daraus erwachsen, dass Freiheit allein noch nicht genügt, um ein Leben zu führen, das auch nur den minimalsten Anforderungen an Sicherheit und Wohlergehen entspricht. Das kommunistische System hat in der Wirtschaft und der Oekologie Missstände hinterlassen, von denen wir heute noch keine Ahnung haben, wie sie je behoben werden können. Die Probleme, mit denen sich diese Staaten konfrontiert sehen, sind ungeheuerlich gross, und es hängt von ihrer baldigen Bewältigung oder mindestens von einer markanten Verbesserung der Zustände ab, ob die neuen Demokratien Bestand haben werden. Alle westeuropäischen Staaten sind zur Hilfe aufgerufen, auch die Schweiz, und wir tun auch im eigenen Interesse gut -- 1 of 3 -28. November 1991 979 Motion Zimmerli daran, uns bei dieser Hilfe sehr zu engagieren, denn die isolationistischen Tendenzen, die sich bei uns abzeichnen, schaden unserem Ansehen in der Staatengemeinschaft. Die Hilfe muss kurz-, mittel- und langfristig erfolgen. Von den verschiedensten Möglichkeiten zur Zusammenarbeit möchte ich hier nur eine, eine langfristige, erwähnen. Es ist die Förderung der beruflichen Ausbildung. Unser schweizerisches Ausbildungssystem geniesstzu Recht einen sehr guten Ruf im In- und Ausland. Die Berufslehre mit ihrer Verbindung von Theorie und Praxis ist bestens geeignet, in konzentrierter Form fachliches und betriebliches Wissen zu vermitteln. Das ist genau das, was Berufsleute in den osteuropäischen Staaten vor allem brauchen. Gewerbliche und landwirtschaftliche Klein- und Mittelbetriebe gehören in der Schweiz zu den tragenden Säulen der Wirtschaft, machen siedoch 80 Prozent aller Betriebe aus. Solche Betriebe sind auch in Osteuropa zum Aufbau neuer Wirtschaftsstrukturen nötig. Die Schweiz kann zur Bildung der neuen Generation von Verantwortlichen und Inhabern solcher Betriebe ihren Beitrag leisten. Grundlage der Ausbildung, die den zukünftigen Unternehmern vermittelt werden soll, ist das schweizerische System der Berufslehre. Allerdings sollten die Absolventen nicht Schulabgänger sein, denn diese wären zu jung, sondern junge Frauen und Männer zwischen 20 und 40 oder 50 Jahren. Im Unterschied zu den Mittelschülern und Studenten ist der Aufenthalt von Berufsleuten jedoch mit mehr administrativen Hindernissen gespickt. Ich ersuche den Bundesrat daher, die gesetzlichen und administrativen Bestimmungen im folgenden Sinne anzupassen: Es sollen gezielt Förderungsmassnahmen wie zeitlich befristete Lehrstellen und Plätze an Berufsschulen im landwirtschaftlichen, gewerblichen, handwerklichen, industriellen und Dienstleistungssektor vorgesehen werden. Bei der Dauer der Ausbildung sollten grundsätzlich die Anforderungen desAusbildungsprogrammes berücksichtigt werden. Es ist nicht sinnvoll, dass z. B. landwirtschaftliche Berufsschüler, also junge Leute aus osteuropäischen Staaten, nur während dreier Monate hierher kommen. Das mag für eine gewerbliche Ausbildung einigermassen reichen. In der Landwirtschaft aber sollte sich diese Ausbildung über zumindest ein Jahr erstrecken können. Ferner sollen, gleich wie auf universitärer Ebene, auch in den oben erwähnten Sektoren Auszubildende nicht dem Ausländerkontingent zugeordnet werden. Es soll auch sichergestellt werden, dass der Ausbildungsaufenthalt nicht zweckentfremdet wird, dass also solche Auszubildende in der Schweiz nicht einfach als Arbeitskräfte verwendet werden. Es soll ferner ein Fonds geschaffen werden, der rasch und unbürokratisch private Initiativen auf diesem Gebiete, die glücklicherweise recht zahlreich sind, fördern könnte. Zum Schluss: Schulen und Lehranstalten, die Ausbildungsplätze anbieten, sollen Mittel erhalten, damit sie diese Ausbildungsplätze weiterhin bereitstellen können. Ich bitte Sie, geschätzte Kolleginnen und Kollegen, das Postulat zu überweisen, und den Bundesrat, es anzunehmen. M. Felber, conseiller fédéral: L'importance qui a été donnée aux mesures de formation et de perfectionnement professionnels en faveur des ressortissants des pays d'Europe centrale et l'ancien bloc de l'Est est en fait clairement démontrée par le budget que nous avons attribué à cette tranche-là de notre effort, et qui s'est élevé à 22,5 millions de francs. C'est le cas de la coopération technique établie entre la Suisse et la Pologne, la Hongrie et la République federative tchèque et slovaque. Le premier crédit-cadre est totalement engagé - celui de
250.
millions de francs - et il a permis cette première réalisation. A l'aide de ces moyens, le Conseil fédéral a mis en oeuvre des projets pour améliorer les connaissances et le savoir-faire descadres inférieurs et moyens - c'est bien là le problème - ainsi que de certains spécialistes dans le secteur public, dans le secteur social et dans l'économie. Nous avons ainsi des projets de formation-perfectionnement pour les administrations locales, pour les services de l'emploi, pour les cadres bancaires et des entreprises du secteur privé, ainsi que des projets dans le domaine du tourisme, qui ont pu être mis sur pied dans ces trois pays. Un projet ayant un caractère pilote et portant sur la création d'un centre de formation professionnelle intégrée à été réalisé en Hongrie avec l'appui de l'OFIAMT. Dans tous ces projets, nous cherchons à atteindre un effet multiplicateur qui vise surtout à former des formateurs et pas seulement des employés et des ouvriers. Il faut remarquer que le processus de transformation de l'économie dans ces pays est caractérisé par la privatisation, par la nationalisation, par l'élimination des activités non productives, la dénationalisation, et cela donne lieu à une augmentation du chômage qui, évidemment, s'accompagne d'un mécontentement de plus en plus sensible, qui pourrait porter préjudice à ces jeunes démocraties et provoquer d'éventuels courants migratoires que nous ne voulons pas favoriser. Une Conférence des ministres européens du travail a eu lieu à Prague au mois d'avril de cette année. Elle a analysé ces dangers, elle a recommandé à tous les Etats occidentaux de démontrer leur solidarité à l'égard des pays d'Europe de l'Est en les aidant à résoudre leurs gros problèmes liés au marché du travail. La Suisse a indiqué qu'elle était prête à fournir un effort en offrant des stages de formation et de perfectionnement professionnel en Suisse. Le 26 juin de cette année, le Conseil fédéral a mis en consultation un projet de changement de la réglementation des travailleurs étrangers, cela pour permettre précisément à ceux d'Europe de l'Est de pouvoir réaliser des stages d'une durée plus longue que celle qui était accordée et pouvant aller jusqu'à dix-huit mois, c'est-à-dire pratiquement la moitié d'un apprentissage complet Un projet pilote de ce genre qui prévoit l'accueil de stagiaires tchécoslovaques pour une durée plus courte de quatre mois - c'est une tentative - a été mis sur pied à Zurich avec l'aide du Gewerbeverband der Stadt Zürich. Nous aimerions à l'avenir pouvoir développer des projets de ce type comme complément aux projets de formation dans les pays eux-mêmes. Nous considérons donc les propositions du postulat de Mme Simmen comme des éléments pour le développement de notre coopération dans ce domaine avec les pays d'Europe centrale, et nous sommes d'accord et prêts à accepter ce postulat pour pouvoir le mettre en oeuvre avec l'utilisation du deuxième crédit. Ueberwiesen - Transmis #ST# 91.3279 Motion Zimmerli Neuformulierung der Ziele und Mittel der schweizerischen Aussenpolitik Reformulation des objectifs de la politique étrangère de la Suisse et des moyens dont elle disposera Wortlaut der Motion vom 16. September 1991 Der Bundesrat wird beauftragt, den eidgenössischen Räten eine Vorlage zur Neufassung, eventuell Ergänzung von Artikel 2 der Bundesverfassung zu unterbreiten. Darin sollen insbesondere die Ziele und Mittel einer neuen schweizerischen Aussenpolitik formuliert werden. Insbesondere sind dabei folgende Ziele zu berücksichtigen: -Wahrung einer zeitgemässen Unabhängigkeit der Schweiz (Souveränität im Sinne der Anerkennung der Schweiz als eigenständiges, formell gleichberechtigtes Mitglied der Staatenwelt; Selbstbestimmung im Sinne des autonomen Entscheids der Schweiz über ihre Mitwirkung an internationalen Integrationsbestrebungen; internationale Mitbestimmung; Wahrung der Sicherheitsinteressen unseres Landes); -Anerkennung der Friedensförderung als eigenständiges Ziel der Aussenpolitik;
-- 2 of 3 --
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Postulat Simmen Förderung der beruflichen Ausbildung für Angehörige der ehemaligen Oststaaten Postulat Simmen Aide à la formation professionnelle des ressortissants des pays de l'ancien bloc de l'Est In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1991 Année Anno Band V Volume Volume Session Wintersession Session Session d'hiver Sessione Sessione invernale Rat Ständerat Conseil Conseil des Etats Consiglio Consiglio degli Stati Sitzung 04 Séance Seduta Geschäftsnummer 91.3176 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 28.11.1991 - 08:00 Date Data Seite 978-979 Page Pagina Ref. No 20 020 822 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.
-- 3 of 3 --