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Entscheid

91-3178

Verwaltungsbehörden 07.06.1993 91.3178

7. Juni 1993Deutsch14 min

Source admin.ch

Erwägungen

25.

et 26 février 1993 et a procédé à l'audition d'experts à ce sujet. L'accord vise à contenir l'avance des migrations à l'intérieur de l'Europe, à garantir que chaque demande d'asile soit examinée par un Etat et que les requérants ne soient pas refoulés d'un Etat à l'autre. L'impossibilité de déposer plusieurs demandes d'asile permet en outre de décharger les instances compétentes sans pour autant porter atteinte au statut juridique du requérant. L'accord représente une étape vers une diminution des abus en matière de recours au droit d'asile. Pour les raisons exposées ci-dessus, la majorité de la commission propose de transmettre la motion et de soutenir le Conseil fédéral dans ses intentions, déjà exprimées, de ratifier l'accord dans les plus brefs délais. La minorité de la commission propose de transformer la motion en postulat. La transmission d'un postulat signalerait que l'on n'est en principe pas opposé à l'accord. Cependant, de trop nombreuses questions restent en suspens pour prendre position de manière définie. Parmi ces questions se trouvent notamment les effets de l'accord sur la souveraineté de la Suisse, le manque de garanties relatives à la création d'une autorité de surveillance supranationale, le problème de l'adoption de l'accord par le Parlement et celui de la possibilité de déposer un référendum. L'accord prévoit l'échange de données personnelles, ce qui pose nécessairement des problèmes au niveau de la protection des données. La commission a par conséquent décidé de transmettre un postulat (93.3042) invitant le Conseil fédéral à préparer toutes les modifications de la législation, en particulier dans le domaine de la protection des données, exigées par la ratification de l'accord. Antrag der Kommission Die Kommission beantragt mit 10 zu 3 Stimmen bei 9 Enthaltungen, das Postulat 93.3042 zu überweisen. Mit 14 zu 7 Stimmen bei 2 Enthaltungen beantragt sie: Mehrheit Ueberweisung der Motion 91.3178 Minderheit (Fankhauser, Borei François, Caspar-Mutter, Eggenberger, Gross Andreas, Meier Samuel, Tschäppät Alexander) Ueberweisung der Motion 91.3178 als Postulat Proposition de la commission La commission propose, par 10 voix contre 3 et avec 9 abstentions, de transmettre le postulat 93.3042. Par 14 voix contre 7 et avec 2 abstentions, elle propose: Majorité Transmettre la motion 91.3178 Minorité (Fankhauser, Borei François, Caspar-Hutter, Eggenberger, Gross Andreas, Meier Samuel, Tschäppät Alexander) Transmettre la motion 91.3178 comme postulat M. Borei François, rapporteur: Je reviendrai sur un point de détail. La motion a été acceptée par le Conseil fédéral lors du débat au Conseil des Etats déjà. Votre commission vous recommande également de l'accepter. La minorité Fankhauser s'inquiète au sujet d'un certain nombre de points et propose donc de la transformer en postulat. Parmi les sujets d'inquiétude de la minorité figure la question de savoir si le Parlement débattra ou non de la ratification de cet accord. Je peux rassurer la minorité sur ce point Le Conseil fédéral accepte la motion. Il a toujours été très rigoureux dans le domaine des motions: lorsqu'il s'agit du domaine législatif délégué au Conseil fédéral, ce dernier a toujours refusé la forme de la motion disant que ce domaine était de sa compétence, qu'un postulat pouvait lui être éventuellement proposé, mais qu'il n'était pas question d'accepter la forme de la motion. Dès lors que le Conseil fédéral accepte la motion, c'est qu'implicitement il accepte que ce ne soit pas du domaine législatif délégué, et que le Parlement aura donc à traiter de la ratification de cet accord. Frau Fankhauser, Sprecherin der Minderheit: Das Uebereinkommen zum Erstasylabkommen beinhaltet sehr problematische Bestimmungen und ist aus unserer Sicht nur unter ganz bestimmten Bedingungen akzeptabel. Die Chancen auf Asylerteilung müssen bestehen bleiben und dürfen nicht geschmälert werden. Ich möchte doch zuerst vom Bundesrat hören, dass dieses Erstasylabkommen tatsächlich ein Staatsvertrag ist und dem Parlament unterbreitet wird. Ich habe gehört, was uns Herr Borei François gesagt hat. Aber es war in der Kommission nicht klar, wie weit wir noch die Kompetenz haben, darüber endgültig zu entscheiden. Die Bedingungen, die wir erfüllt haben wollen, bevor wir uns definitiv für dieses Erstasylabkommen entscheiden können, sind folgende: Erste Bedingung: Die Frage des Datenschutzes. Die Kommission hat in ihrer Mehrheit bereits erkannt und mit einem Postulat illustriert, dass die Datenschutzbestimmungen intern, also für die Schweiz, noch verbessert werden müssen. Die aktuelle, erneuerte Gesetzgebung genügt nicht; es wird ein internationales Zusatzabkommen notwendig sein. Die Datenschutzbestimmungen, wie sie jetzt zwischen den Staaten bestehen, sind zu unsicher. Die Daten dürfen nur von den Asylbehörden mit Entscheidfunktion und nicht von Polizeiorganen benützt werden. Zweite Bedingung: Der Minimalstandard für die Anwendung. Es geht um die Rückweisung durch die Schweiz in das Erst-- 2 of 4 -7. Juni 1993 N 1047 Asylpolitik. Initiativen und persönliche Vorstösse asylland. Hier trägt die Schweiz eine grosse Verantwortung. Es muss absolut sichergestellt werden, dass im entsprechenden Land ein Asylverfahren besteht. Dieses Asylverfahren hat den Conclusions des Exekutivkomitees des UNHCR zu entsprechen. Dritte Bedingung: Die Zusammenarbeit mit dem UNHCR muss sichergestellt werden. Vierte Bedingung: Die parlamentarische Kontrolle. Nachträgliche Aenderungen des Abkommens müssen dem Parlament vorgelegt werden, weil bestimmte sogenannte Conclusions faktisch den Stellenwert von neuen Staatsverträgen haben. Fünfte Bedingung: Eine oberste Gerichtsinstanz. Es muss und dafür muss sich die Schweiz einsetzen - ein supranationales Konsultativ- und Entscheidungsgremium geschaffen werden, das bezüglich der materiellen Anwendung der Genfer Flüchtlingskonvention und bezüglich der Schutzgewährung für Gewaltflüchtlinge konsultiert werden kann; es soll auch Streitfragen zwischen den Staaten im Zusammenhang mit der Zuständigkeit entscheiden. Die bisherige Entwicklung der Verschärfung des Asylrechts im europäischen Raum kann nicht widerspruchslos hingenommen werden. Das Gebot des Schutzes darf nicht der Verführung zur Abschottung unterliegen. Deshalb, und weil wir noch mitreden wollen, bitte ich Sie, den Vorstoss anstatt als Motion in der Form des Postulats zu überweisen. Bundesrat Koller: Ich möchte einfach noch einmal versuchen, hier klar zu machen, was für ein eminentes Interesse die Schweiz hat, ein solches Parallelabkommen zur Dubliner Konvention, also zum Erstasylabkommen, mit den EG-Staaten abzuschliessen. Was wird die Folge sein, wenn uns das nicht gelingt? Dann werden all jene, die in einem EG-Land ein Asylgesuch gestellt haben und dort abgewiesen worden sind, ihr Glück in der Schweiz versuchen. In einem anderen EG-Land können sie das ja nicht mehr, weil das Erstasylabkommen eben ein für alle Mal die Zuständigkeit des ersten Landes festhält, mit der Folge, dass es in einem zweiten Land, das die Dubliner Konvention unterzeichnet hat, überhaupt kein Asylverfahren mehr gibt Wenn wir nun als einziges Land im Herzen Europas da nicht mitmachen könnten, würde die Schweiz selbstverständlich zum Eldorado für untergetauchte Asylbewerber in den EG-Ländern; die Folgen können Sie sich etwa vorstellen. Das ist der Grund, weshalb ich seit einigen Jahren mit unendlicher Geduld und Beharrlichkeit an die Türe der EG klopfe, mit der Bitte, uns wirklich Gelegenheit zu geben, diesem Erstasylabkommen auch beizutreten. Frau Fankhauser, es ist ganz klar: Dieses Erstasylabkommen wird vor das Parlament kommen. Sie werden also alle Gelegenheit haben, zu diesem Erstasylabkommen Stellung zu nehmen. Wir werden uns auch um ein ausreichendes Datenschutzrecht bemühen. Ich glaube - entschuldigen Sie diesen Ausdruck -, wir sehen uns bei Philipp! wieder. Aber das ist wirklich kein Grund, um dieses unheimlich wichtige Erstasylabkommen jetzt nicht mit der EG abzuschliessen. Ich möchte Sie daher um Ueberweisung als Motion bitten. Motion 91.3178 Abstimmung - Vote Für den Antrag der Mehrheit 74 Stimmen Für den Antrag der Minderheit 36 Stimmen Postulat 93.3042 Ueberwiesen - Transmis 24-N #ST# 92.3049 Motion des Ständerates (Simmen) Migrationsgesetz Motion du Conseil des Etats (Simmen) Loi sur les migrations Wortlaut der Motion vom 7. Oktober 1992 Der Bundesrat wird beauftragt, rasch ein Migrationsgesetz auszuarbeiten, das die Grundlage darstellen soll für den Umgang mit Problemen, wie sie aus der weltweiten Völkerwanderung auch für die Schweiz entstehen. Texfe de la motion du 7 octobre 1992 Le Conseil fédéral est chargé de présenter aux Chambres, dans un proche délai, un projet de loi qui constituera la base permettant de mieux faire face aux problèmes que posent à la Suisse, comme à d'autres Etats, les vastes migrations de population. 93.3043 Postulat SPK-NR 92.3049 Leitlinien für ein Migrationsgesetz Postulat CIP-CN 92.3049 Lignes directrices pour une loi sur les migrations Wortlaut des Postulates vom 25. Februar 1993 Der Bundesrat wird beauftragt, ein Migrationsgesetz auszuarbeiten, das die Zielsetzung und Grenzen der Einwanderungspolitik enthält, eine umfassende Integrationspolitik umschreibt, die Grundlage bildet für die Förderung der Reintegration und einen Beitrag liefert für die Beseitigung der Ursachen von Wanderungsbewegungen. Texte du postulat du 25 février 1993 Le Conseil fédéral est chargé d'élaborer une loi sur les migrations, qui contient les buts et les limites de la politique d'immigration, une description exhaustive de la politique d'intégration, qui constitue la base d'une politique de réintégration et qui apporte une contribution à la suppression des causes des mouvements migratoires. Frau Zölch unterbreitet im Namen der Kommission den folgenden schriftlichen Bericht: Die Staatspolitische Kommission des Nationalrates behandelte die Motion (92.3049, Migrationsgesetz) an ihrer Sitzung vom 25.726. Februar 1993 und führte zu diesem Thema Anhörungen mit Experten durch. Die Kommission kam zu folgenden Schlüssen: Die schweizerische Ausländer- und Asylpolitik bedarf heute einer gründlichen Anpassung. Die bestehenden Regelungen genügen nicht mehr, um auf die Herausforderungen eines wachsenden Migrationsdruckes zu antworten. Mit der Ueberweisung der Motion will die Kommissionsmehrheit ein Zeichen setzen und dem Willen Ausdruck geben, dass sie eine Neukonzeption der Ausländer- und Asylpolitik befürwortet. Die Kommissionsmehrheit ist sich bewusst, dass die Lösung von komplexen Problemen nicht rasch erfolgen kann, sondern langwierige Gesetzgebungsarbeiten erfordert. Dies ist mit ein Grund, weshalb man bereits heute einen verbindlichen -- 3 of 4 -Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Motion des Ständerates (Huber) Beitritt der Schweiz zum europäischen Erstasylabkommen Motion du Conseil des Etats (Huber) Adhésion de la Suisse à l'Accord européen sur les pays de premier asile In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1993 Année Anno Band III Volume Volume Session Sommersession Session Session d'été Sessione Sessione estiva Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 06 Séance Seduta Geschäftsnummer 91.3178 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 07.06.1993 - 14:30 Date Data Seite 1045-1047 Page Pagina Ref. No 20 022 792 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.

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