91-3249
Verwaltungsbehörden 04.10.1991 91.3249
4. Oktober 1991Deutsch5 min
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4. Oktober 1991 1989 Postulat Schnider Texte du postulat du 21 juin 1991 Le Conseil fédéral est invité à tenir compte de manière appropriée des agriculteurs travaillant la terre à titre accessoire lorsqu'on application des nouveaux articles 31 a et 31 b de la loi sur l'agriculture il introduira les paiements directs. Il veillera de même à ne pas pénaliser les agriculteurs de montagne par rapport à ceux de la plaine à qui les paiements directs vont être étendus. Mitunterzeichner - Cosignataires: Blatter, Bürgi, Columberg, Keller, Kühne, Ruckstuhl, Schnider (7) Schriftliche Begründung - Développement par écrit Im Berggebiet und insbesondere in allen Randgebieten wird der Sektor Landwirtschaft zum grössten Teil durch die Nebenerwerbslandwirtschaft abgedeckt. Grösstenteils handelt es sich um Kleintierhalter, d. h. Halter von Schafen und Ziegen. Diese Nebenerwerbslandwirte sind für die Berg- und Randregionen aus verschiedenen Gesichtspunkten gesehen von einer entscheidenden Bedeutung. Ohne Nebenerwerbsbewirtschaftung würden viele Randgebiete nicht mehr landwirtschaftlich genutzt. Diese Nutzung ist für die Erhaltung einer gepflegten Landschaft und zum Schutz gegen Naturgewalten von grösster Bedeutung. Alle diese Nebenerwerbslandwirte und hierbei vor allem die Kleinviehhalter (Schafe und Ziegen) erbringen durch ihre nebenberufliche Tätigkeit eine Leistung, die durch den Staat als gemeinwirtschaftliche Aufgabe zu entschädigen ist. Mit der Förderung der Nebenerwerbslandwirte kann man die Abwanderung aus den Berggebieten stoppen oder wenigstens massgeblich verhindern. Insbesondere sollen durch die Direktzahlungen das Berggebiet und die Randregionen gegenüber dem Talgebiet bessergestellt werden. Neben den Kriterien der Fläche sind die Standortnachteile mit erschwerten Produktionsbedingungen, aber auch der Einkommensrückstand beim Paritätslohn in den regionalpolitisch benachteiligten Regionen zu berücksichtigen. Die SAB (Schweizerische Arbeitsgemeinschaft für die Berggebiete) warnt davor, kleine Betriebe, insbesondere im Berggebiet, von den Unterstützungsmassnahmen auszuschliessen. Der Trend in der neuen Agrarpolitik ist unverkennbar, Kleinbetrieben keine Bundesmittel zukommen zu lassen und diese als zukünftige Aufstockungsflächen für grössere Bauern vorzusehen. Diese Betriebe erbringen gemeinwirtschaftliche Leistungen wie Erhaltung der Kulturlandschaft und der dezentralen Besiedlung im gleichen Masse wie grössere Betriebe, und sie sollen auch dafür entschädigt werden. Der Versuch der Ausgrenzung könnte dazu führen, dass das Parlament die Mittel für eine neue Agrarpolitik zugunsten der grossen Betriebe nicht bewilligen würde. Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 28. August 1991 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 28 août 1991 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. Ueberwiesen - Transmis #ST# 91.3249 Postulat Schnider Kosten beitrage an Viehhalter im Berggebiet und in der voralpinen Hügelzone Contributions aux frais des détenteurs de bétail de la région de montagne et de la région préalpine des collines Wortlaut des Postulates vom 21. Juni 1991 Der Bundesrat wird eingeladen, die Alpung bei der Berücksichtigung der Rauhfuttergrundlage stärker zu gewichten, und zwar wie folgt: Rindvieh, Kleinvieh und Pferde: 60 bis 90 Tage Alpung 25 Prozent; 91 bis 120 Tage Alpung 35 Prozent; über 120 Tage Alpung 45 Prozent. Zudem wird der Bundesrat ersucht zu prüfen, die Milchschafe in bezug auf die Beitragshöhe den Milchziegen gleichzustellen. Texfe du postulat du 21 juin 1991 Le Conseil fédéral est invité, en tenant compte de la base fourragère, à augmenter la pondération du temps d'alpage comme il suit: Bovins, ovins, caprins et équidés: de 60 à 90 jours d'alpage
Erwägungen
25.
pour cent; de 91 à 120 jours 35 pour cent; plus de 120 jours
45.
pour cent. En outre, il est prié d'examiner la possibilité d'assimiler les brebis laitières aux chèvres soumises au contrôle laitier en matière d'octroi des contributions. Mitunterzeichner - Cosignataires: Aregger, Blatter, Bonny, Bundi, Bürgi, Columberg, Dietrich, Engler, EppenbergerSusi, Fäh, Mari, Hildbrand, Hösli, Jung, Kühne, Müller-Wiliberg, Nussbaumer, Ruckstuhl, Schmidhalter, Schwab, Seiler Rolf, Steinegger.Tschuppert, Wanner (24) Schriftliche Begründung - Développement par écrit Kostenbeiträge werden heute nur für Tiere ausgerichtet, für die eine angemessene Rauhfuttergrundlage vorhanden ist. Werden Tiere gealpt, vermindert sich die minimale landwirtschaftliche Nutzfläche je GVE nach der geltenden Verordnung wie folgt: a. Rindvieh und Tiere der Pferdegattung: 60 bis 90 Tage Alpung 25 Prozent; 91 und mehr Tage Alpung 35 Prozent. b. Ziegen und Schafe: 60 bis 90 Tage Alpung 25 Prozent; 91 bis 120 Tage Alpung 30 Prozent; über 120 Tage Alpung
40.
Prozent. Durch diese heutige Regelung werden vor allem Rindviehhalter mit einer langen Alpdauer (z. B. 150 Tage) benachteiligt, indem die Kostenbeiträge wegen ungenügender Rauhfuttergrundlagen gekürzt werden. Diese Kürzung ist ungerechtfertigt, weil diese Landwirte durch die lange Alpzeit auf dem Stammbetrieb mit einer niedrigeren Rauhfuttergrundlage auskommen. Die Milchschafe sind den Milchziegen gleichzustellen, da der Aufwand für die Haltung der Milchziegen wie der Milchschafe gleich gross ist. Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 28. August 1991 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 28 août 1991 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. Ueberwiesen - Transmis -- 1 of 2 -Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Postulat Schnider Kostenbeiträge an Viehhalter im Berggebiet und in der voralpinen Hügelzone Postulat Schnider Contributions aux frais des détenteurs de bétail de la région de montagne et de la région préalpine des collines In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1991 Année Anno Band IV Volume Volume Session Herbstsession Session Session d'automne Sessione Sessione autunnale Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 16 Séance Seduta Geschäftsnummer 91.3249 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 04.10.1991 - 08:00 Date Data Seite 1989-1989 Page Pagina Ref. No 20 020 430 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.
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