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Verwaltungsbehörden 20.03.1992 91.3428
20. März 1992Deutsch10 min
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20. März 1992 N 639 Interpellation Theubet insbesondere auch ans PSI, werden die Kenntnisse auf dem neuesten Stand von Wissenschaft und Technik gehalten. Was den zukünftigen Bedarf anbetrifft, gilt es festzuhalten, dass aufgrund vermehrter Altersrücktritte in den kommenden zehn Jahren im Nuklearbereich in der Schweiz mit einer gewissen personellen Ablösung zu rechnen ist. In diesem Sinne ist der Nachwuchsbedarf mittelfristig zunehmend. Unter der Annahme, dass sich die genannten Interessenten zusätzlich zu den schweizerischen auch weiterhin auf ausländische Fachkräfte und Institutionen abstützen können, sieht der Bundesrat aus heutiger Sicht auch in der Zukunft keinen Mangelan Personal im Nuklearbereich für die Bewältigung anstehender Aufgaben. Eine gute Mischung von schweizerischen und ausländischen Fachleuten ist für den internationalen Erfahrungsaustausch wichtig und erwünscht; sie gibt für unser Land zu keinen Bedenken Anlass. Diese Ausführungen lassen sich - wenn auch nur aufgrund von Schätzungen - mit Zahlen belegen: Im Bereich der Kerntechnik sind in der Schweiz etwa 200 Akademiker beschäftigt. Unter der Annahme, dass die Beschäftigungsdauer rund
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Jahre beträgt, benötigt man 10 Hochschulabsolventen jährlich. Falls die Hälfte aus den genannten Gründen im Ausland rekrutiert wird, genügen die unter Frage 2 aufgeführten Absolventenzahlen für den Restbedarf. Aehnliches ergibt sich für die rund 250 im Fachbereich beschäftigten HTL-Absolventen. Unter gleichen Annahmen wie für die Akademiker beträgt der jährliche Bedarf 10 bis 15 ausgebildete Spezialisten. Dafür würde die Zahl der in der Schweiz ausgebildeten Studenten gemäss Frage 2 ebenfalls genügen.
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Zur Verstärkung der Nachwuchsförderung hat das PSI in den letzten drei Jahren die Zusammenarbeit mit den Hochschulen im Bereich Kerntechnik ausgebaut Mit der Aufrechterhaltung bestehender und Schaffung neuer attraktiver Forschungsprogramme und Forschungseinrichtungen, die sowohl Zukunfts- als auch Gegenwartsbezug aufweisen, wird versucht, vermehrt Studenten anzuziehen und diese für die Ergreifung einer Laufbahn auf dem Gebiet der Kerntechnik zu motivieren. Der Bundesrat teilt die Meinung des Interpellanten, wonach der Nachwuchsförderung eine wichtige Rolle zukommt, damit der heutige Bestand an Fachleuten auch in der Zukunft für die Schweiz erhalten werden kann. Auch für den Fall eines Ausstiegs aus der Kernenergie müsste über die kommenden Jahrzehnte zur Lösung kerntechnischer Aufgaben der Grossteil des heutigen Bestandes erhalten werden können. Der Bundesrat wird sich dafür einsetzen, dass das Angebot an Ausbildungsmöglichkeiten auch in den kommenden Jahren im bisherigen Umfang aufrechterhalten werden kann. Der Bundesrat wird die Kantone dazu ermuntern, an ihren HTL die Förderung dieses Gebietes in der bisherigen Weise beizubehalten, und er wird darüber hinaus versuchen, die Energiewirtschaft zur Unterstützung dieses Förderungskonzeptes gewinnen zu können. Präsident: Der Interpellant ist von der Antwort des Bundesrates teilweise befriedigt. #ST# 91.3428 Interpellation Theubet Invalidenversicherung. Grosszügigere Réglemente Assurance-invalidité. Assouplissement du Règlement (RAI) Wortlaut der Interpellation vom 13. Dezember 1991 Das Bundesgesetz über die Invalidenversicherung (IVG) sieht in Artikel 73 vor, dass die Versicherung Beiträge an die Errichtung von öffentlichen Anstalten und Werkstätten gewährt, die in «wesentlichem Umfang» Eingliederungsmassnahmen durchführen. Artikel 100 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IW) bestimmt, dass die geschützte Werkstätte «dauernd überwiegend Invalide» beschäftigen muss; diese Formulierung wird in Ziffer 1 des Rundschreibens des Bundesamtes für Sozialversicherung (BSV) über die Betriebsbeiträge an Werkstätten für die Dauerbeschäftigung Invalider wiederaufgenommen. Das Gesetz ist also weniger streng als die zwei anderen Texte. Nun erweist es sich aberinderPraxisalssehrpositiv, Strukturen anzubieten, die es erlauben, unter dem gleichen Dach geschützte Werkstätten und Werkstätten für die Beschäftigung Arbeitsloser zusammenzufassen. In den kleineren Kantonen, in denen es nur eine beschränkte Zahl von betroffenen Personen gibt, ist eine solche Lösung überdies wirtschaftlich interessant. Ist der Bundesrat bereit, seine Weisungen und die des BSV im Sinne einer Lockerung zu ändern, die es erlauben würde, geschützte Werkstätten und Werkstätten für die Beschäftigung Arbeitsloser zusammenzufassen? Texte de l'interpellation du 13 décembre 1991 La LAI prévoit en son article 73 que l'assurance alloue des subventions pour la construction d'établissements et d'ateliers publics qui appliquent des mesures de réadaptation «dans une proportion importante». L'article 100 RAI précise que l'atelier protégé doit occuper «à demeure et en majorité des invalides», notion qui est reprise au chiffre 1, de la circulaire de l'OFAS sur les subventions aux frais d'exploitation des ateliers d'occupation permanente pour invalides. La loi est donc moins rigide que les deux autres textes. Or, en pratique, il s'avère très positif d'offrir une structure pouvant réunir ateliers protégés et ateliers d'occupation de chômeurs sous le même toit Dans les petits cantons, où les personnes concernées sont en nombre limité, une telle possibilité est en outre économiquement intéressante. Le Conseil fédéral est-il disposé à modifier ses directives et celles de l'OFAS dans le sens d'un assouplissement permettant la réunion des ateliers protégés et des ateliers d'occupation de chômeurs? Mitunterzeichner - Cosignataires: Cotti, Darbellay, Deiss, Ducret, Epiney, Gobet, Zwahlen (7) Schriftliche Begründung - Développement par écrit L'auteur renonce au développement et demande une réponse écrite. Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 27. Januar 1992 Rapport écrit du Conseil fédéral du 27 janvier 1992 Un atelier peut, sans autre, accueillir aussi bien des invalides que des chômeurs. Toutefois, pour être admis comme atelier pour invalides au sens de l'article 100 RAI et bénéficier des subventions de l'Ai, il doit, comme le précise le règlement, avoir un taux de participation dû à l'invalidité égal ou supérieur à 50 pour cent. Nous précisons également que l'OFAS ne subventionne que les cas Al.
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Interpellation Aubry 640 N 20 mars 1992 Nous n'envisageons pas de changement pour cette disposition actuellement en vigueur. Un atelier occupant en majorité des chômeurs ne pourrait pas être considéré comme un établissement pour invalides. En effet, un atelier subventionné par l'OFAS exige une structure et une mise en place d'activités spécialement conçues pour les invalides, c'est-à-dire pour des personnes qui ne peuvent ni exercer une activité lucrative dans des conditions normales, ni être réadaptées sur le plan professionnel. Präsident: Der Interpellant ist von der Antwort des Bundesrates teilweise befriedigt #ST# 91.3310 Interpellation Aubry Finanzierung obszöner und sadomasochistischer Broschüren durch den Bund Brochure obscène et sado-masochiste financée par la Confédération Wortlaut der Interpellation vom 25. September 1991 Unter dem Vorwand der Aids-Prävention hat die Aids-Hilfe Schweiz eine aufwendige Broschüre veröffentlicht, die sadomasochistische und perverse Praktiken zeigt. Unter dem Titel «Safer Sex für Ledermänner» werden in dieser Broschüre äusserst obszöne Ausdrücke verwendet und Photographien von sexuellen Perversionen bis zur Sodomie gezeigt Diese Broschüre wurde ursprünglich von der Gruppe «Loge 70» publiziert und war für Homosexuelle gedacht Sie wurde von der Aids-Hilfe Schweiz übernommen und vom Bundesamt für Gesundheitswesen finanziert. Sie ist sogar für Jugendzentren, Berufsschulen usw. bestimmt. Bei dieser Broschüre handelt es sich nicht um eine Informationsschrift über Aids, sondern um eine Anstiftung zu sexueller Perversion. Sie verführt zur Unzucht, ist unsittlich, pervers und moralisch verwerflich. Angesichts der Tatsache, dass 19901,7 Millionen Franken an die Aids-Hilfe Schweiz bezahlt worden sind und dass 1991 dafür 1,9 Millionen Franken vorgesehen sind, fordere ich den Bundesrat auf:
1.
diese Vereinigung besser zu kontrollieren, um künftig solche Publikationen, welche die Moral verletzen, zu verhindern;
2.
sowohl die französische wie die deutsche Ausgabe der Broschüre «Safer Sex für Ledermänner» unverzüglich einzuziehen und zu vernichten;
3.
den Vertreter des Bundesamtes für Gesundheitswesen aus dem Ausschuss der Aids-Hilfe Schweiz zurückzuziehen und der Aids-Hilfe Schweiz die Subventionen zu entziehen. Kinder, Jugendliche und Frauen können durch solche Publikationen, deren Inhalt weit über die an Kiosken erhältlichen pornographischen Zeitschriften hinausgeht, ernsthaft geschädigt werden. Texte de l'interpellation du 25 septembre 1991 Sous le couvert de prévention contre le sida, l'Aide suisse contre le sida a publié une brochure luxueuse démontrant des pratiques sado-masochistes et obscènes. Sous le titre «Sexe plus sûr pour hommes de cuir», la brochure emploie un langage extrêmement ordurier et des photographies de perversion sexuelle qui vont jusqu'à la sodomie. Cette brochure, initialement publiée par le groupe «Loge 70» et destinée aux homosexuels, a été reprise par l'Aide suisse au sida et financée par l'Office fédéral de la santé. Elle est même destinée aux maisons de jeunes, aux écoles professionnelles, etc. Ce n'est pas une brochure destinée à l'information sur le sida, mais à une incitation à la perversion sexuelle. Elle incite à la débauche, est vicieuse et perverse et moralement inadmissible. Lorsqu'on sait qu'en 1990,1,7 million de francs ont été versés à l'Aide suisse contre le sida, qu'en 1991,1,9 million sont prévus, je prie le Conseil fédéral:
1.
de contrôler cet organe afin que de telles publications, qui portent atteinte à la morale n'existent plus,
2.
de retirer immédiatement et de détruire cette brochure «Sexe plus sûr pour hommes de cuir» publiée en allemand et en français,
3.
de ne plus permettre au représentant de l'Office fédéral de la santé de siéger dans le Comité Aide suisse contre le sida et de lui retirer ses subventions. Des enfants et des adolescents, des femmes peuvent être gravement perturbés par de telles publications qui dépassent largement les revues pornographiques publiées dans des kiosques. Mitunterzeichner - Cosignataires: Antille, Bezzola, Bühler Simeon, Burckhardt, Büttiker, Cavadini Adriano, Cincera, Couchepin, Coutau, Daepp, Dubois, Eggly, EppenbergerSusi, Etique, Fäh, Fischer-Seengen, Frey Claude, Frey Walter, Friderici Charles, Graf, Guinand, Hari, Heberlein, Jeanneret, Kohler, Leuba, Loeb François, Loretan, Martin Paul-René, Massy, Mauch Rolf, Müller-Meilen, Neuenschwander, Perey, Petitpierre, Philipona, Reimann Maximilian, Revaclier, Ruf, Rutishauser, Rychen, Sager, Savary-Vaud, Seiler Hanspeter, Spalti, Steffen, Steinegger, Tschuppert, Weber-Schwyz, Wyss, Zölch, Zwingli (52) Schriftliche Begründung - Développement par écrit L'auteur renonce au développement et demande une réponse écrite. Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 26. Februar 1992 Rapport écrit du Conseil fédéral du 26 février 1992 Le Conseil fédéral n'entend pas relâcher ses efforts pour lutter contre le sida L'Office fédéral de la santé publique (OFSP) n'étant pas en mesure d'effectuer lui-même tous les travaux de prévention, des mandats sont confiés à des tiers pour les actions s'adressant à des groupes spécifiques. L'Association suisse contre le sida (ASS) est l'un de ces mandataires qui, pour accomplir son travail, doit recourir à des brochures d'information spécifiques aux groupes visés. Le contenu des brochures financées par la Confédération doit se limiter aux informations nécessaires à la prévention. Le Conseil fédéral est lui aussi de l'avis que le contenu de la brochure Safer Sex Hard va au-delà des buts de la prévention du sida Aussi l'Association suisse contre le sida a-t-elle reçu l'ordre de cesser immédiatement sa distribution. L'OFSP a saisi le stock des brochures et les a fait détruire. A l'avenir, avant d'accorder une aide financière pour des brochures de prévention, l'OFSP consultera un organisme indépendant Le Conseil fédéral examinera de quelle façon on peut assurer la pluralité souhaitée dans la prévention, tout en rendant encore plus effectif le contrôle des fonds investis. A cette occasion, il examinera également l'opportunité pour l'OFSP d'avoir un représentant au comité de l'Association suisse contre le sida Präsident: Die Interpellantin ist von der Antwort des Bundesrates teilweise befriedigt -- 2 of 3 -Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Interpellation Theubet Invalidenversicherung. Grosszügigere Réglemente Interpellation Theubet Assurance-invalidité. Assouplissement du Règlement (RAI) In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1992 Année Anno Band II Volume Volume Session Frühjahrssession Session Session de printemps Sessione Sessione primaverile Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 12 Séance Seduta Geschäftsnummer 91.3428 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 20.03.1992 - 08:00 Date Data Seite 639-640 Page Pagina Ref. No 20 021 080 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.
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