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Entscheid

92-061

Verwaltungsbehörden 02.12.1992 92.061

2. Dezember 1992Deutsch10 min

Source admin.ch

Erwägungen

1.

Der Uebergang von den bisherigen Agrarsubventionen zu einem System von Direktzahlungen ist durch Bundesbeschluss zu regeln.

2.

Der Bundesbeschluss regelt diesen Uebergang nach folgenden Grundsätzen: a Preis- und Abnahmegarantien, Importbeschränkungen und produktionsabhängige Subventionen zugunsten der Landwirtschaft werden fortschreitend reduziert; b. Direktzahlungen sind vor allem durch Mittel, die durch Massnahmen gemäss Buchstabe a freiwerden, zu finanzieren; c. das Total der Direktzahlungen kann real nur als Kompensation für Massnahmen gemäss Buchstabe a erhöht werden. Unter Vorbehalt von Buchstabe d gilt, dass die Erhöhungen der Direktzahlungen die Einsparungen durch Massnahmen nach Buchstabe a nicht überschreiten dürfen; d. wenn die Abschaffung protektionistischer Massnahmen keine Einsparungen für die Eidgenossenschaft zur Folge hat, kann die Gesamtsumme der Direktzahlungen, sofern dies nötig und im Vergleich zu nichtlandwirtschaftlichen Sektoren vertretbar ist, zulasten der allgemeinen Bundeskasse erhöht werden.

3.

Der Bundesbeschluss umfasst einerseits die Massnahmen gemäss Ziffer 2 Buchstabe a und den Zeitpunkt ihres Inkrafttretens und andererseits die entsprechenden Gesamtsummen, die für Direktzahlungen aufgewendet werden dürfen. Texte de la motion du 11 juin 1992 Le Conseil fédéral est chargé de transmettre aux Chambres un projet de réforme de la politique agricole, qui réglemente le passage du système interventionniste actuel à une solution prévoyant des paiements directs conformément aux articles 31 a et 31 b de la loi sur l'agriculture. Ce projet doit tenir compte des principes suivants:

1.

Le passage du système actuel, basé sur des subventions en faveur de l'agriculture, au système des paiements directs doit être réglé par un arrêté fédéral.

2.

Ledit arrêté fédéral réglera cette transition en fonction des principes suivants: a les prix garantis et les quantités dont la prise en charge est assurée, les restrictions du volume des importations et les subventions en faveur de l'agriculture calculées en fonction de la production seront réduits progressivement; b. les paiements directs seront essentiellement financés par les moyens libérés grâce aux mesures prévues à la lettre a; c. le montant total des paiements directs ne pourra être augmenté, en termes réels, que pour compenser des mesures prévues à la lettre a Sous réserve de la lettre d, cette augmentation ne dépassera pas les économies réalisées grâce à des mesures prévues à la lettre a; d. au cas où la suppression de certaines mesures protectionnistes n'entraînerait pas d'économies pour la Confédération, le montant total des paiements directs pourra être augmenté par le biais des ressources générales de la Confédération, dans la mesure où cela s'avère nécessaire et acceptable visà-vis des autres secteurs de l'économie.

3.

L'arrêté fédéral mentionnera d'une part les mesures prévues au chiffre 2 lettre a, et la date de leur entrée en vigueur et, d'autre part, les montants totaux qui pourront être affectés aux paiements directs. Mitunterzeichner- Cosignataires: Keine - Aucun Frau Weber Monika: Wir haben heute zwei verschiedene Systeme der Landwirtschaftspolitik nebeneinander: einerseits die traditionellen Instrumente der garantierten Preise, der Anbauprämien, der Produktesubventionen, der Importbeschränkungen, also jene Massnahmen, die produktebezogen sind; andererseits die Direktzahlungen, die entweder der Abgeltung ökologischer Leistungen oder aber der allgemeinen Einkommenssicherung dienen. Dazwischen gibt es Mischformen wie z. B. die Tierhalterbeiträge. Es besteht weitgehend Einigkeit darüber, dass die Zukunft den Direktzahlungen gehört Sie haben einen besseren Wirkungsgrad als die Produktesubventionen. Mit den gleichen volkswirtschaftlichen Kosten können höhere bäuerliche Einkommen ermöglicht werden. Sie bringen einen Abbau der Regelungsdichte und mehr Markt Der Bauer wird wieder mehr zum Unternehmer, was er heute nicht ist. Mit Direktzahlungen kommen wir auch auf dem internationalen Parkett besser zurecht als mit der traditionellen Agrarpolitik. Mit anderen Worten: Wir wollen von der alten Agrarpolitik zur neuen Agrarpolitik gelangen. Ausgangspunkt und Ziel der Reise sind bekannt, wir wissen aber nicht, wo der Weg genau durchführt und welches Marschtempo eingehalten werden soll. Mit der Motion verlange ich, dass der Bundesrat klarmacht, wo diese Reise durchgeht und wie lange sie dauern soll. Der Bundesrat muss festlegen, welche Preisgarantien, welche Importbeschränkungen, welche produktebezogenen Subventionen abgebaut werden sollen. Er muss sagen, welche Direktzahlungen an ihre Stelle treten sollen. Aus der Sicht der Konsumenten und der Steuerzahler machen wir gewissermassen einen Handel mit der Landwirtschaft Wir kaufen ihr mit den Direktzahlungen die alte, verfehlte Agrarpolitik mit ihren Ueberschüssen, ihrer Umweltbelastung, ihren Nachteilen für unsere Aussenwirtschaftspolitik ab. Wie bei jedem Handel wollen wir wissen, was wir kaufen und dafür bezahlen müssen. Dies liegt letztlich im Interesse beider Partner. Ein dauerhafter Solidaritätspakt zwischen bäuerlicher und nichtbäuerlicher Bevölkerung kann nur zustande kommen, wenn die Bedingungen klar sind. Klarheit schafft Vertrauen, und das brauchen wir dringend. Wie soll nun ein solcher Pakt aussehen? Die alten Subventionen werden fortschreitend in Direktzahlungen umgewandelt Davon profitieren auch die Bauern, denn von einem Franken Direktzahlungen verbleibt ihnen mehr Einkommen als von einem Franken Subventionen. Diese Umwandlung ist für den Bundeshaushalt kostenneutral. Die Direktzahlungen dürfen aber real nicht stärker anwachsen, als die alten Subventionen abnehmen.

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