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Verwaltungsbehörden 02.03.1993 92.300
2. März 1993Deutsch10 min
Source admin.ch
Initiative du canton du Valais 54 2 mars 1993 Bis anhin gab es keine vertragliche Grundlage für den Rechtshilfeverkehr zwischen der Schweiz und Australien. Die Rechtshilfe in Strafsachen regelte sich nach dem jeweiligen innerstaatlichen Recht, womit für die Schweiz das Bundesgesetz über die internationale Rechtshilfe in Strafsachen zur Anwendung kommt. Der vorliegende Vertrag lehnt sich eng an das Europäische Uebereinkommen über die Rechtshilfe in Strafsachen, das Bundesgesetz über internationale Rechtshilfe in Strafsachen und den Staatsvertrag zwischen der Schweiz und den USA über gegenseitige Rechtshilfe in Strafsachen an. Aus Rücksicht auf die angelsächsische Rechtstradition Australiens wurde jedoch ein unabhängiger Vertrag erarbeitet, der den praktischen Erfordernissen der gegenseitigen Rechtshilfe zu genügen vermag. Erwägungen der Kommission Die Kommission für Rechtsfragen des Nationalrates hat sich an ihrer Sitzung vom 18. Januar 1993 mit dieser Vorlage befasst Sie hält dazu folgendes fest: Angesichts der stark gewachsenen internationalen Kriminalität, bedingt durch die Zunahme der Mobilität und des technischen Fortschritts auf allen Gebieten, vermag die geltende Situation nicht zu befriedigen. Ein gegenseitiger Rechtshilfevertrag in Strafsachen entspricht der Politik der Schweiz, einen verstärkten Beitrag zur Bekämpfung und Verfolgung der internationalen Kriminalität zu leisten. Der vorliegende Rechtshilfevertrag in Strafsachen mit Australien steht schliesslich in keinem Widerspruch zum geltenden schweizerischen Recht, dessen wichtigste Grundsätze beachtet werden. M. Engler présente au nom de la commission le rapport écrit suivant: Le traité signé le 25 novembre 1991 règle les modalités de l'entraide judiciaire en matière pénale entre la Suisse et l'Australie et entend renforcer la coopération des deux pays dans la poursuite et la répression des activités criminelles. Jusqu'ici, l'entraide judiciaire entre la Suisse et l'Australie ne reposait sur aucune base contractuelle. L'entraide judiciaire en matière pénale se fondait sur la législation interne de chaque Etat, la Suisse appliquant la loi fédérale sur l'entraide internationale en matière pénale. Le présent traité s'inspire fortement de la Convention européenne d'entraide internationale en matière pénale, de la loi fédérale sur l'entraide judiciaire en matière pénale et du Traité entre la Confédération Suisse et les Etats-Unis d'Amérique sur l'entraide judiciaire en matière pénale. Eu égard à la tradition juridique anglo-saxonne de l'Australie, un traité séparé a cependant été élaboré, afin de satisfaire aux exigences pratiques de rapports mutuels en matière d'entraide judiciaire. Considérations de la commission La Commission des affaires juridiques du Conseil national a traité cet objet le 18 janvier 1993. Elle a fait les constatations suivantes: Compte tenu de l'augmentation importante des actes de criminalité internationale, favorisée par la mobilité accrue et le progrès techniques réalisés dans tous les secteurs, la situation actuelle n'est plus satisfaisante. Un traité sur l'assistance judiciaire réciproque en matière pénale correspond donc aux objectifs politiques de la Suisse, qui entend renforcer sa contribution à la lutte contre la criminalité internationale et à sa répression. Enfin, le présent Traité sur l'entraide judiciaire en matière pénale conclu avec l'Australie n'est en rien contraire au droit suisse en vigueur, dont les principes essentiels sont respectés. Antrag der Kommission Die Kommission beantragt einstimmig, den Bundesrat zur Ratifikation des Rechtshilfevertrages in Strafsachen mit Australien zu ermächtigen. Proposition de la commission La commission propose à l'unanimité d'habiliter le Conseil fédéral à ratifier le Traité entre la Suisse et l'Australie sur l'entraide judiciaire en matière pénale. Eintreten wird ohne Gegenantrag beschlossen L'entrée en matière est décidée sans opposition Detailberatung - Discussion par articles Titel und Ingress, Art. 1,2 Antrag der Kommission Zustimmung zum Beschluss des Ständerates Titre et préambule, art. 1,2 Proposition de la commission Adhérer à la décision du Conseil des Etats Angenommen -Adopté Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble Für Annahme des Entwurfes 105 Stimmen Dagegen 3 Stimmen An den Bundesrat-Au Conseil fédéral #ST# 92.300 Standesinitiative Wallis Koordination und Beschleunigung von Projektbewilligungsverfahren Initiative du canton du Valais Coordination et accélération des procédures d'autorisation de projets Beschluss des Ständerates vom 10. Dezember 1992 Décision du Conseil des Etats du 10 décembre 1992 Kategorie V, Art 68 GRN - Catégorie V, art. 68 RCN Wortlaut der Initiative vom 18. Juni 1992 Gestützt auf Artikel 93 Absatz 2 der Bundesverfassung beantragt der Stand Wallis den eidgenössischen Räten, die Gesetzgebung auf eidgenössischer Ebene derart anzupassen, dass - in Berücksichtigung der grundlegenden Volksrechte -:
Erwägungen
1.
eine schnellere Durchführung der Bewilligungsverfahren ermöglicht wird, vor allem durch die Ausschaltung von Doppelspurigkeiten auf allen Stufen der öffentlichen Hand;
2.
den Entscheidungsinstanzen Behandlungsfristen angesetzt werden;
3.
die Integration von Spezialbewilligungen in ein einziges oder koordiniertes Verfahren möglich wird;
4.
die finanzielle Verantwortlichkeit derjenigen geregelt wird, welche mutwillig Einsprachen erheben und die Verfahren in die Länge ziehen. Texte de l'initiative du 18 juin 1992 Basé sur l'article 93 alinéa 2 de la Constitution fédérale, l'Etat du Valais demande aux Chambres fédérales d'adapter la législation au niveau fédéral de telle façon que -tenant compte des droits fondamentaux du peuple:
1.
une exécution plus rapide des procédures d'autorisation soit rendue possible, essentiellement par l'élimination de doubles voies sur tous les niveaux des collectivités publiques;
2.
l'on impose des délais de traitement aux instances de décision;
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2.
März 1993 N 55 Standesinitiative Wallis
3.
l'on intègre les autorisations spéciales dans une seule procédure coordonnée;
4.
l'on règle la responsabilité financière de ceux qui forment des recours téméraires et prolongent les procédures. Frau Misteli unterbreitet im Namen der Kommission den folgenden schriftlichen Bericht: Am 28. Januar 1992 verabschiedete der Grosse Rat des Kantons Wallis mit 88 zu 12 Stimmen (bei 3 Enthaltungen) eine Standesinitiative. Der Staatsrat des Kantons Wallis überwies am 1. Mai 1992 die Initiative an die eidgenössischen Räte. Die Standesinitiative wurde im Grossen Rat des Kanton Wallis wie folgt begründet: «Die Erfahrungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass das Plangenehmigungs- und Projektbewilligungsverfahren, namentlich im Bereiche der übergeordneten Infrastruktur und von Grossprojekten nationaler Bedeutung, den heutigen Erfordernissen nicht mehr genügt und zu rasch anwachsenden Konflikten zwischen den verantwortlichen Bauherren, namentlich der Öffentlichkeit, und den verschiedenen verantwortlichen Instanzen und beschwerdeberechtigten Interessierten und Organisationen führt Die Bewilligungsverfahren sind heute äusserst schwerfällig und unnötig vielen Einsprachemöglichkeiten ausgesetzt Die wirtschaftlichen und finanziellen Konsequenzen sind nicht mehr zu verantworten und verlangen eine rasch wirksame Korrektur. Auch eine langfristig wirksame Berücksichtigung der Natur- und Umweltanliegen kann mit einfacheren Verfahrensregeln gesichert werden. Zudem fehlt im Verfahren heute der Schutz des Bauherrn durch eine im gegebenen Fall durch den mutwilligen Einsprecher zu übernehmende finanzielle Verantwortung.» Mit Schreiben vom 11. Juni 1992 teilte die Regierung des Kantons Graubünden mit, dass die Standesinitiative des Kantons Wallis durch den Grossen Rat und die Regierung des Kantons Graubünden unterstützt werde. Entgegen dem Antrag des Bundesrates, der eine Umwandlung in ein Postulat beantragte, hat der Ständerat am 10. Dezember 1992 mit 16 zu 12 Stimmen eine Motion überwiesen, welche die Forderungen der Standesinitiative Wallis übernimmt Erwägungen der Kommission Die Kommission für öffentliche Bauten hat die Standesinitiative und die Motion des Ständerates am 11. Februar 1993 beraten. Sie stellt fest, dass das mit der Standesinitiative angestrebte Ziel, nämlich die Verbesserung des Plangenehmigungsverfahrens für Grossprojekte von nationaler Bedeutung, berechtigt ist Es war auch schon Gegenstand von verschiedenen bereits überwiesenen parlamentarischen Vorstössen: z. B. Postulat der Verkehrskommission 89.698 (Vorhaben der öffentlichen Hand. Vollzug), Postulat Portmann 90.585 (Bewilligungsverfahren für Bauten und Anlagen von regionaler und nationaler Bedeutung), Postulat Ständerat Delalay 91.3168 (Vereinfachung der Bewilligungsverfahren bei öffentlichen und privaten Bauten). Im Bereich der Bahnen wurden mit dem Bundesbeschluss vom 21. Juni 1991 über das Plangenehmigungsverfahren für Eisenbahn-Grossprojekte die Anliegen der Standesinitiative und der Motion des Ständerates teilweise verwirklicht. In verschiedenen Bereichen der Bundesgesetzgebung besteht aber noch ein Handlungsbedarf. Die Verwaltungskontrolle des Bundesrates (VKB) hat dem Seminar für öffentliches Recht der Universität Bern (Abteilung Prof. Zimmerli) den Auftrag erteilt, eine Machbarkeitsstudie «Verbesserung der Koordination der Entscheidverfahren für bodenbezogene Grossprojekte» auszuarbeiten. Mit der Motion des Ständerates soll der Bundesrat beauftragt werden, die notwendigen Gesetzesrevisionen zu unterbreiten. Die Kommission muss aber darauf hinweisen, dass die Standesinitiative, wie aus der Begründung hervorgeht, nicht die kantonale Gesetzgebung betrifft. Mme Misteli présente au nom de la commission le rapport écrit suivant: Le 28 janvier 1992, le Grand Conseil du canton du Valais a, par 88 voix contre 12 (3 abstentions) adopté une initiative du canton. Le Conseil d'Etat du Valais a transmis, le 1er mai 1992, l'initiative aux Chambres fédérales avec le développement suivant: «Les expériences des dernières années ont démontré que la procédure d'autorisation de planifications et de projets, notamment dans le domaine de l'infrastructure supérieure et de grands projets d'importance nationale ne suffit plus aux exigences actuelles et mène à des conflits croissant rapidement entre les maîtres d'oeuvre responsables, notamment les collectivités publiques et les diverses instances responsables ainsi que les intéressés et organisations ayant un droit de recours. Les procédures d'autorisation sont actuellement excessivement lourdes et exposées à un grand nombre de possibilités de recours inutiles. Les conséquences économiques et financières ne peuvent plus être assumées et demandent une correction rapide et efficace. Une prise en considération efficace à long terme des problèmes de la nature et de l'environnement peut également être assurée par des règles de procédure simplifiées. De plus, il manque actuellement dans la procédure une protection du maître de l'oeuvre contre une responsabilité financière, le cas échéant, à assumer par un recourant téméraire.» Par une lettre du 11 juin 1992, le gouvernement du canton des Grisons a fait part de sa décision ainsi que de celle du Grand Conseil de soutenir l'initiative du canton du Valais. Contre l'avis du Conseil fédéral, qui proposait la transformation de l'initiative en un postulat, le Conseil des Etats a décidé, le 10 décembre 1992, par 16 voix contre 12 de transmettre une motion qui reprend les principales exigences de l'initiative du canton du Valais. Considérations de la commission La commission des constructions publiques a traité l'initiative du canton du Valais le 11 février 1993. Elle constaté que le but visé par l'initiative, soit l'amélioration de la procédure d'adoption des plans de grands projets d'importance nationale, se justifie. Cela a déjà fait l'objet de diverses interventions parlementaires qui ont été transmises par exemple: postulat de la commission des transports 89.698 (Grands projets d'infrastructure des pouvoirs publics. Réalisation), postulat Portmann 90.585 (Constructions et installations d'importance nationale. Procédure d'autorisation), postulat Delalay 91.3168 (Simplification des procédures). Dans le domaine des chemins de fer, l'arrêté fédéral du 21 juin 1991 concernant la procédure d'adoption des plans des grands projets de chemin de fer remplit partiellement les exigences de l'initiative du canton du Valais et de la motion de la Commission des constructions publiques du Conseil des Etats. Dans divers domaines de la législation, il existe encore une marge de manoeuvre appréciable. L'organe de contrôle administratif du Conseil fédéral a confié un mandat au séminaire de droit public de l'Université de Berne (Division du prof. Zimmerli) sous la forme d'une étude de faisabilité portant sur «L'amélioration de la coordination en matière de procédure décisionnelle pour les grands projets en rapport avec le sol». La motion de la Commission des constructions publiques du Conseil des Etats demande au Conseil fédéral d'entreprendre les révisions législatives nécessaires. Mais la commission tient à préciser, comme cela ressort du développement, que l'initiative du canton ne concerne pas la législation cantonale.
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