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Entscheid

92-3090

Verwaltungsbehörden 19.06.1992 92.3090

19. Juni 1992Deutsch10 min

Source admin.ch

Erwägungen

1.

die Verschärfung der Emissionsgrenzwerte für Kohlenmonoxid, Kohlenwasserstoffe und Stickoxid sowie die Gewährleistung ihrer Einhaltung auch ausserhalb von Prüfbedingungen;

2.

die Gestaltung der Prüfung in einer Weise, welche die Dauerbelastung der emissionsrelevanten Bauteile und Einstellungen besser erfasst;

3.

die konsequente Bevorzugung verbrauchsarmer Fahrzeuge bei der fiskalischen Belastung und bei ändern Anordnungen, um auf diesem Weg auch den Ausstoss von Kohlendioxid zu senken. Texte du postulat du 20 mars 1992 Le Conseil fédéral est invité à examiner comment franchir un nouveau pas dans la réduction des émissions de gaz d'échappement des véhicules à moteur, afin de compenser au moins l'accroissement de la pollution atmosphérique due au nombre toujours plus grand de véhicules par l'application des nouvelles connaissances techniques. Il faut notamment, aux niveaux national et international:

1.

abaisser les valeurs limites des émissions de monoxyde de carbone, d'hydrocarbures et d'oxydes d'azote et faire en sorte qu'elles soient respectées même en dehors des contrôles;

2.

concevoir les contrôles dételle sorte que la pollution permanente inhérente aux éléments de construction et aux réglages soit enregistrée plus précisément;

3.

imposer moins lourdement les véhicules consommant peu de carburant et les favoriser également par d'autres dispositions, afin de réduire aussi de cette façon les émissions de dioxyde de carbone. Mitunterzeichner-Cosignataires: Comby, Tschopp, Wanner (3) Schriftliche Begründung - Développement par écrit

1.

Die heute geltenden schweizerischen Emissionsgrenzwerte für Personenwagen sind am 1. Oktober 1987, also vor über viereinhalb Jahren, in Kraft getreten. Seither hat auf dem Gebiete der Begrenzung der Autoschadstoffe eine intensive technische Entwicklung stattgefunden. Nach den Feststellungen des Leiters des Institutes für Energietechnik an der ETH Zürich sind schon heute Autokatalysatoren mit einer die geltenden Grenzwertvorschriften weit unterlaufenden Leistung in Gebrauch.

2.

Der Staat Kalifornien hat im Oktober 1990 ein Massnahmenpaket beschlossen, das bis zum Jahre 2003 eine markante schrittweise Verschärfung der heutigen Autoschadstoffgrenzwerte vorsieht, welche im wesentlichen mit den schweizerischen übereinstimmen. Bis zum Jahre 2000 soll beispielsweise der Stickoxidausstoss der Personenwagen auf etwa einen Fünftel des heute geltenden Grenzwertes reduziert werden.

3.

Auch auf anderen Gebieten ist weltweit eine intensive Forschungs- und Entwicklungsarbeit zur Verbesserung der Schadstoffsituation im Strassenverkehr im Gange, zum Beispiel im Bereiche der Lastwagen, Elektromobile, Hybridautos usw. Diese Entwicklungstätigkeit muss durch staatliche Massnahmen kanalisiert und mit Zielfristen konkretisiert werden, wie das in Kalifornien und in den Vereinigten Staaten insgesamt geschehen ist

4.

Neue Schadstoffgrenzwerte für die verschiedenen Autokategorien können nicht kurzfristig eingeführt werden. Sie verlangen eine sorgfältige Vorbereitung und Uebergangsfristen für die produzierende Industrie. Das hat sich neuerdings am Beispiel der neuen Schadstoffgrenzwerte für Feuerungen erwiesen. Wegen dieses unvermeidbaren Zeitfaktors ist es unerlässlich, dass der Bundesrat und die verantwortlichen Bundesämter sofort und mit bewusster Planung energische Schritte für die nächste fällige Runde verschärfter technischer Massnahmen zur zusätzlichen Begrenzung der Autoschadstoffe einleiten. Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 6. Mai 1992 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 6 mai 1992 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. Präsident: Der Vorstoss wird von Herrn Scherrer Jürg bekämpft Die Diskussion wird verschoben. Verschoben - Renvoyé #ST# 92.3090 Postulat Wyss Schweizerische Friedenssicherungspolitik Aménagement de la politique de paix Wortlaut des Postulates vom 12. März 1992 Der Bundesrat wird eingeladen, gestützt auf den Sicherheitsbericht 90 sowie auf das Armeeleitbild 95 bei allen konkreten Möglichkeiten der Friedenssicherung und -förderung das Hauptgewicht nicht bloss auf die Beteiligung friedenserhaltender Uno-Aktionen zu legen, sondern folgende weitere Massnahmen zu ergreifen: a den Bereich der Guten Dienste in Form von Ueberwachungsaufgaben verschiedenster Art näher ins Auge zu fassen, zum Beispiel Verifikation von Rüstungsbegrenzungs- und Abrüstungsabkommen, Vertrauens- und Sicherheitsbildung sowie von Waffenvernichtungs-Beschlüssen und Waffenstillstands-vereinbarungen gemäss Wiener Dokument 1990; b. im Hinblick auf solche Verifikationsaufgaben die entsprechenden technologischen Aspekte zu untersuchen und mit der einschlägigen schweizerischen High-Tech-Industrie abzuklären, was die Schweiz instrumental hierfür zur Disposition stellen könnte (Inspektionsluftfahrzeuge, Apparaturen in Satelliten); c. zu prüfen, ob die schweizerischen Rüstungsbetriebe - im Zuge der gemäss Leitbild 95 vorgesehenen Produktionseinschränkungen - teilweise für derartige andere Funktionen eingesetzt werden könnten; d. das EDA und das EMD zu beauftragen, in optimaler Zusammenarbeit die entsprechenden Kooperationsmöglichkeiten vorab im europäischen Rahmen KSZE (insbesondere dessen Konfliktverhütungszentrum in Wien) -abzuklären und die hierfür notwendigen Kontakte auszubauen; e. ob der kürzlich festgelegte Kredit des EMD von 3,6 Millio-- 1 of 3 -Postulat Wanner 1216 N 19 juin 1992 nen Franken «für sicherheitspolitische Forschung» teilweise für diese Verifikationsstudien verwendet werden könnte oder ob nicht innerhalb des EMD-Budgets ein spezieller Kredit für Verifikationsaufgaben bereitgestellt werden müsste; f. und schliesslich, wie die Schweiz auch ideenmässig zur sicherheitspolitischen Ausgestaltung der «europäischen Architektur» ihren Beitrag leisten könnte. Texfe du postulat du 12 mars 1992 En se fondant sur le Rapport 90 sur la politique de sécurité et sur le plan directeur «Armée 95», le Conseil fédéral est invité, chaque fois qu'il pourra contribuer à préserver et à promouvoir la paix, à ne pas mettre uniquement l'accent sur la participation aux actions de maintien de la paix de l'ONU, mais à prendre les mesures suivantes: a accorder plus d'importance au domaine des bons offices en effectuant des tâches de contrôle en tout genre, notamment en vérifiant l'application des mesures de confiance et de sécurité, des accords de désarmement ou de limitation des armements, des décisions portant sur la destruction d'armes et des accords de cessez-le feu, conformément au Document de Vienne de 1990; b. examiner les aspects technologiques en rapport avec ces tâches de vérification et déterminer, conjointement avec l'industrie suisse en matière de technologies de pointe, le matériel que la Suisse pourrait fournir (aéronefs destinés à des missions d'inspection, équipement pour des satellites); c. examiner si les entreprises d'armements suisses, compte tenu des limitations de production décidées dans le cadre du plan directeur «Armée 95», pourraient en partie effectuer d'autres tâches de ce type; d. charger le DFAE et le DMF non seulement d'examiner les possibilités de coopérer en la matière de façon optimale -tout d'abord dans le cadre européen de la CSCE (et notamment de son centre de prévention des conflits à Vienne) - mais aussi de développer les contacts nécessaires à cet effet; e. déterminer si le crédit de 3,6 millions de francs, débloqué récemment par le DMF en faveur de la recherche en matière de politique de sécurité, pourrait être consacré en partie à ces études sur la vérification, ou si un crédit spécial, inclus dans le budget du DMF, devrait être consacré aux tâches de vérification; f. déterminer comment la Suisse pourrait contribuer, en apportant ses propres idées, à forger une politique de sécurité dans le cadre de l'architecture européenne. Mitunterzeichner - Cosignataires: Bundi, Cavadini Adriano, Cincera, Columberg, David, Eggly, Eymann Christoph, Frey Claude, Heberlein, Meyer Theo, Nebiker, Segmüller, Stucky, Zölch (14) Schriftliche Begründung - Développement par écrit Zu Beginn der achtziger Jahre hat sich die Schweiz zunehmend mit der Aktivierung ihrer Friedenspolitik befasst EDA und EMD teilten sich, ihren Kompetenzen gemäss, in diese Aufgabe. 1982 wurde als Konsultativorgan zwischen den beiden Departementen die «Arbeitsgruppe Gute Dienste in internationaler Friedenssicherung» (AGIF) ins Leben gerufen, die auf diesem neuen Gebiet ideengebend und zwischen den Bundesstellen koordinierend zu wirken versuchte. Ein wichtiger Sektor im Rahmen dieses Tätigkeitsfeldes beinhaltete bereits bei der Gründung dieses Gremiums - Aufgaben der Ueberwachung im Bereich Rüstungskontrolle, Abrüstung und vertrauensbildende Massnahmen usw. Die AGIF wurde aufgelöst, nachdem in beiden Departementen spezielle Dienste für diese Probleme geschaffen worden waren. International gesehen ist seit dem Zusammenbruch der Supermacht UdSSR die Abrüstung eine der grossen Hoffnungen unserer Zeit. Die Bedingungen hierfür haben sich deutlich verbessert. Gleichzeitig ist indes klar geworden, dass bei all den im Gang befindlichen Abrüstungsvorgängen eine zuverlässige Kontrolle, d. h. die «Verifikation», unerlässlich ist - geradezu den Schlüssel zu weiteren erfolgversprechenden Friedenssicherungs-Massnahmen dieser Art darstellt Verifikation ist also nicht Selbstzweck, sondern eher Mittel zum Zweck, nämlich einer glaubhaften, bestandhaltenden Abrüstung. Sie kann auch mithelfen, in Gang gesetzte Prozesse der Vertrauensbildung flankierend zu unterstützen und ihren Erfolg zu sichern. Dazu bedarf es technologischer Unterstützung. Die Schweiz kann im High-Tech-Bereich einen wesentlichen Beitrag leisten. Dadurch würde sie ihre traditionelle Rolle als neutrale Vermittlerin und Anbieterin Guter Dienste auf technologischem Gebiet untermauern und zugleich in eine zukunftsweisende Sparte vordringen. Die schweizerischen Anstrengungen zur Teilnahme an friedenserhaltenden Massnahmen der Uno sind an sich zweifellos begrüssenswert Beispielsweise ist die Blauhelmbotschaft eine solche Initiative. Im erweiterten europäischen Feld hingegen (KSZE) hätte die Schweiz quasi legitim die Chance, aktiver aufzutreten, indem sie für den Ausbau des Konfliktverhütungszentrums Wien zu einer Verifikationsagentur eintritt («Kooperative Verifikation»). Damit würde sie zusätzlich noch ein Zeichen ihrer «Europafähigkeit» setzen. Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 13. Mai 1992 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 13 mai 1992 Der Bundesrat beantragt, das Postulat anzunehmen. Ueberwiesen - Transmis #ST# 91.3304 Postulat Wanner Paritätslohnanspruch in der Landwirtschaft. Bewertung der Frauenarbeit Rétribution équitable comparable dans l'agriculture. Evaluation du travail féminin Wortlaut des Postulates vom 19. September 1991 Der Bundesrat wird beauftragt, die Verordnung über den Paritätslohnanspruch der Landwirtschaft in dem Sinne zu ändern, dass die Bewertung der Frauenarbeit mit jener der Männer gleichgesetzt wird. Texte du postulat du 19 septembre 1991 Le Conseil fédéral est invité à modifier la législation sur la rétribution équitable comparable dans l'agriculture de sorte que le travail des femmes soit mis sur un pied d'égalité avec celui des hommes. Mitunterzeichner-Cosignataires: Nussbaumer 0) Schriftliche Begründung - Développement par écrit Bis heute wird beim Einkommensanspruch der Landwirtschaft die Frauenarbeit mit 80 Prozent jener der Männer berechnet Diese geltende Regelung widerspricht dem Grundsatz gleicher Lohn für gleiche Arbeit In diesem Sinne lässt sie sich nicht mehr aufrechterhalten. Die Bäuerinnen leisten zunehmend hochqualifizierte Arbeiten im Bereich der Betriebsführung und der Betriebskontrolle. Dazu kommt vielfach anspruchsvolle Handarbeit im Dienste der Qualitätsproduktion. Aus diesen Gründen und nicht zuletzt im Interesse unserer bäuerlichen Familienbetriebe drängt sich diese Gleichstellung auf.

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Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Postulat Wyss Schweizerische Friedenssicherungspolitik Postulat Wyss Aménagement de la politique de paix In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1992 Année Anno Band III Volume Volume Session Sommersession Session Session d'été Sessione Sessione estiva Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 16 Séance Seduta Geschäftsnummer 92.3090 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 19.06.1992 - 08:00 Date Data Seite 1215-1216 Page Pagina Ref. No 20 021 297 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.

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