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Entscheid

92-3104

Verwaltungsbehörden 19.06.1992 92.3104

19. Juni 1992Deutsch16 min

Source admin.ch

Erwägungen

1.

Ergebnisse Berechnungen ergeben (siehe Tabelle 1), dass - immer in runden Zahlen ausgedrückt-die Bundesleistungen im Talgebiet in der Höhe von 40 000 Franken je Betrieb, oder von

32.

Prozent, bezogen auf das Betriebseinkommen, oder von 2200 Franken, bezogen auf die Hektare landwirtschaftliche Nutzfläche, liegen. Entsprechende Werte für das Berggebiet lauten 40 000 Franken je Betrieb, 49 Prozent, bezogen auf das Betriebseinkommen, oder 2100 Franken je Hektare landwirtschaftliche Nutzfläche. In absoluter Höhe fliessen grösseren Betrieben erheblich grössere Beträge zu als kleinen Betrieben. Beispielsweise liegen bei den kombinierten Talbetrieben die jährlichen Bundesleistungen je Betrieb in der Gruppe bis

10.

ha bei 26 000 Franken, in der Gruppe von 20 bis 50 ha bei

57.

000 Franken. Aehnliche Feststellungen gelten für das Berggebiet Bei den kombinierten Bergbetrieben bis 10 ha betragen die Bundesleistungen je Betrieb 28 000 Franken, bei den Betrieben mit 20 bis 50 ha 50 000 Franken. Stark abgeschwächt, aber in der Tendenz immer noch eher zugunsten der grösseren Betriebe, fällt auch der Vergleich der Bundesleistungen bezogen auf das Betriebseinkommen aus. Dass verschiedene agrarpolitische Massnahmen zugunsten kleiner Betriebe trotzdem Wirkung zeigen, geht aus dem Vergleich der Bundesleistungen bezogen auf eine Hektare landwirtschaftliche Nutzfläche hervor. Deutlich sichtbar ist in Tabelle 1 auch die enorme Bedeutung der Direktzahlung für standortbenachteiligte Betriebe.

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19.

Juni 1992 N 1237 Interpellation Strahm Rudolf Tabelle 1: Bundesleistungen 1990 -geschätzte Auswirkungen auf die Buchhaltungsbetriebe 1990 Betriebsgruppe Talgebiet Ackerbaubetriebe < 10ha 10-20 ha 20-50 ha Komb. Betriebe < 10ha 10-20 ha 20-50 ha Rindviehhaltungsbetriebe < 10ha 10-20 ha 20-50 ha Tier. Veredlung Sonderkulturen Talgebiet alle Berggebiet Milchproduktion < 10ha 10-20 ha 20-50 ha Komb. Betriebe < 10ha 10-20 ha 20-50 ha Aufzuchtbetriebe < 10ha 10-20 ha 20-50 ha Jura alle Tier. Veredlung Sonderkulturen Berggebiet alle Total Anzahl Betriebe 8 442 408 23 366 140 52 310 65 360 143 2317 41 80 14 71 308 147 12 74 91 140 93 8

1.

079 3396 Landw. Nutzfläche ha 8,84 15,92 27,65 8,99 14,98 26,12 8,17 14,52 25,25 16,07 14,88 18,22 8,41 14,28 24,91 8,43 14,59 26,19 8,78 15,97 27,39 27,69 16,21 6,58 18,53 18,32 Betriebseinkommen* Fr. 62966 102452 146716 72495 103265 150712 69619 106641 148582 146274 164471 124611 57513 75739 106102 56803 74731

101.

644 49638 63248 79168 94775 97951

121.

003 81298 110850 Bundesleistungen je Betrieb Total Fr.

21.

046 35614 54112 26098 37387 56576 24424 37729 52760 32363 29383 39896 25992 36718

51.

454 28274 36291 49627 27115 34920 42890 53047 36861

11.

809 39820 39872 davon Direktzahlungen Fr. 5318 5177 8488 6230 7239 10557 5890 5436 7095 7500 3566 6788

11.

749 16280 27272 14065 15225 19465 19816 23545 24827 24273 19241 4914 18704 10574 in % des Betriebseinkommens 33,42 34,76 36,88 36,00 36,20 37,54 35,08 35,38 35,51 22,12 17,87 32,02 45,19 48,48 48,49 49,77 48,56 48,82 54,63 55,21 54,18 55,97 37,63 9,76 48,98 35,97 je ha landw. Nutzfläche Fr. 2381 2237

1.

957 2903 2496 2166 2990 2598 2089 2014

1.

975 2190 3091 2571 2066 3354 2487

1.

895 3088 2187 1566

1.

916 2274

1.

795 2149 2176 * Betrjebseinkqmmen: Differenz zwischen Rohertrag und den Sachkosten. Es ist der vom Betrieb erwirtschaftete Jahresüberschuss, der als Entschädigung für die im Betrieb von familieneigenen und -fremden Personen geleistete Arbeit, ferner als Entschädigung für das im Betrieb eingesetzte eigene und fremde Kapital sowie für gepachtete Liegenschaften zur Verfügung steht.

2.

Methodische Aspekte - Grenzen der Aussage Bundesleistungen lassen sich nicht immer ohne Gebrauch behelfsmässiger Verteilungsschlüssel bestimmten Betriebsgruppen zuteilen. Nur Direktzahlungen sind in den Buchhaltungsabschlüssen als separate Positionen ausgewiesen. Bei allen ändern Positionen müssen die Beträge als Anteil der Sektorwerte bestimmt werden. Zum Beispiel ist beim Raps aufgrund der Statistiken lediglich bekannt, dass der Bund 199042,6 Millionen Franken Verwertungskosten aufgewendet hat Welche Summen im Mittel den verschiedenen Buchhaltungstestbetriebsgruppen anfallen, muss geschätzt werden. Die meisten aufschlüsselungsbedürftigen Positionen - so auch im Falle des oben erwähnten Rapsbeispiels-sind Preisstützungen für bestimmte Produkte und tragen in den Abschlüssen der Buchhaltungsbetriebe als höherer Rohertrag zu einem besseren Betriebsergebnis bei. Gestützt auf diesen Sachverhalt konnten bis auf zwei unbedeutende Ausnahmen die indirekten Bundesleistungen anhand der Verhältnisse von erzieltem Rohertrag in den Buchhaltungstestbetrieben zum Endrohertrag des ganzen Sektors geschätzt werden. Am Rapsbeispiel verdeutlicht, erzielten die 442 mittelgrossen Ackerbaubetriebe einen Rapsrohertrag von insgesamt 1,2 Millionen Franken. Der Endrohertrag, also das Sektorergebnis, beträgt 88,5 Millionen Franken. Die Gruppe «mittelgrosse Ackerbaubetriebe» erwirtschafteten somit knapp 1,35 Prozent des ganzen Ertrages und beanspruchten, linear übertragen, somit rund 575 000 Franken Rapssubventionen oder, durch die Anzahl Betriebe geteilt, rund 1300 Franken je Betrieb. Diese Aufschlüsselungspraxis ist einfach und führt bei nicht allzu hohen Präzisionsansprüchen zu einer guten Schätzung. Das gewisse Ungenauigkeiten jedoch in den Werten enthalten sind, lässt sich nicht in Abrede stellen. Die Summe aller Roherträge entspricht definitionsgemäss nicht exakt dem Endrohertrag, und sehr differenzierte Beitragsleistungen bei einigen -- 3 of 5 -Interpellation Steinemann 1238 N 19 juin 1992 Produkten führen zu leichten Verzerrungen bei linearer Uebertragung. Ferner hängt das Ergebnis stark von den einbezogenen Bundesleistungen ab. Als Ausgangsbasis für Tabelle 1 dienten

2.

148 244 000 Franken Bundessubventionen. Im Vergleich zu den 2425080000 Franken Subventionen, ausgewiesen in den Statistischen Erhebungen und Schätzungen, fehlen mangels geeigneter Aufschlüsselungskriterien die Positionen «Bodenverbesserungen», «Bau- und Siedlungswesen», «Investitionskredite», «Familienzulagen» und «Verschiedene». Zu dieser Differenz trägt auch eine Kürzung der Bundesleistungen zur Verbilligung von Brotgetreide um 33 Millionen Franken (Verwertungsbeitrag der Produzenten) bei. Bei der Subventionsposition «Milch» sind die 51 Millionen Franken Kostenanteile der Milchproduzenten abgezogen worden. Präsident: Der Interpellant ist von der Antwort des Bundesrates befriedigt #ST# 92.3028 Interpellation Aubry Neue Linienführung der Transjurane Nouveau tracé de la Transjurane Wortlaut der Interpellation vom 31. Januar 1992 Ist der Bundesrat bereit, abklären zu lassen, ob für die N 16 zwischen Tavannes und Moutier eine neue Linienführung möglich ist? Texte de l'interpellation du 31 janvier 1992 Le Conseil fédéral veut-il faire étudier la possibilité d'un nouveau tracé de la N 16 entre Tavannes et Moutier? Mitunterzeichner - Cosignataires: Keine - Aucun Schriftliche Begründung - Développement par écrit Le tracé de la Transjurane à travers la vallée de Tavannes est actuellement à l'étude. Il est prévu la construction de ce tronçon de route du côté sud de la vallée, à l'envers, c'est-à-dire à l'ombre la plupart du temps, d'où un sérieux danger de gel en hiver. Cette zone humide est en outre sillonnée de très nombreux captages d'eau potable pour la majorité des communes de la vallée, d'où un risque de pollution. En plus, il est de notoriété publique que le sol, gorgé d'eau, est instable et sujet à des glissements de terrain difficilement enrayables dès qu'ils sont déclenchés. Pour toutes ces raisons primordiales, il paraîtrait approprié d'étudier un tracé le long du versant nord de la vallée, versant dont la nature du terrain est stable. Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 8. April 1992 Rapport écrit du Conseil fédéral du 8 avril 1992 Lorsqu'il a fallu planifier cette section de la Transjurane, le gouvernement bernois a opté pour un tracé longeant le versant sud de la vallée; il nous a soumis pour approbation un projet général élaboré sur la base de ce choix Le projet est pour l'instant en consultation dans les offices fédéraux Ensuite, nous déciderons d'une approbation, en nous préoccupant également des questions soulevées dans l'interpellation. Toutefois, nous tenons à souligner que nous penchons également pour une réalisation sur le versant sud. Lors de l'élaboration du projet général du tronçon reliant La Heutte à Tavannes, les études ont porté non seulement sur cette section, mais également sur les variantes nord et sud; amenées au même niveau de projet, les trois solutions ont été comparées selon tous les critères déterminants. A l'époque, on s'est largement intéressé aux données climatologiques, géologiques, géotechniques et de gestion de l'eau ainsi qu'au problème des captages. Sur la base de ces travaux d'envergure, nous nous sommes implicitement prononcés pour prolonger la N 16 sur le versant sud, lorsque nous avons approuvé en 1989 le tronçon de raccordement entre La Heutte et Tavannes. Compte tenu du contexte et des études qui se sont poursuivies depuis, nous ne voyons pas la nécessité de modifier notre choix Präsident: Die Interpellantin ist von der Antwort des Bundesrates teilweise befriedigt #ST# 92.3056 Interpellation Steinemann Instrumentenlandesystem in Altenrhein Aérodrome d'Altenrhein. Système d'atterrissage aux instruments Wortlaut der Interpellation vom 3. März 1992 Das millionenteure ILS (Instrumentenlandesystem) ist zurzeit nur beschränkt für den Linienflug Altenrhein-Wien freigegeben. Weder in Notfällen noch für Ambulanzflüge darf das ILS benutzt werden, obwohl der tägliche Betrieb sehr viel Geld kostet Eine gänzliche Freigabe - auch für den übrigen gewerblichen und privaten Betrieb - ist die einzige vernünftige Lösung. Dafür setzt sich bei Bundesrat Ogi auch der vorarlbergische Landeshauptmann, Dr. Purtschner, persönlich ein. Doch nun soll durch eine unnötige und kostspielige UVP-aufgezwungen durch die Flugplatzgegner - der Vollbetrieb des ILS wiederum um Jahre verzögert werden. Die dadurch entstehenden Kosten (inkl. Betriebsverlusten) liegen bei zwei Millionen Franken. Ich frage den Bundesrat an:

1.

Sind die Anliegen vieler tausend Ostschweizer Bürger sowie diejenigen von Industrie und Gewerbe für den Bundesrat nicht relevant, um endlich die Freigabe des installierten ILS zuzulassen, ohne vorherige, sinnlose und teure UVP?

2.

Ist sich der Bundesrat darüber im klaren, dass Menschenleben aufs Spiel gesetzt werden, wenn das vorhandene Sicherheitssystem nicht einmal für Notfälle benutzt werden darf?

3.

Weiss das BAZL überhaupt, was in Altenrhein bezüglich Ambulanzflügen zurzeit gilt, nachdem widersprüchliche Angaben für solche Flüge bestehen?

4.

Ist der Bundesrat nicht auch der Meinung, dass die Bestimmungen über das Lärmkorsett in der Zusatzvereinbarung über den Flugplatz Altenrhein im Staatsvertrag mit Oesterreich zu eng gefasst sind und besonders die Schweiz benachteiligen? Texte de l'interpellation du 3 mars 1992 A l'heure actuelle, le système d'atterrissage aux instruments (ILS) de cet aérodrome, système qui a coûté des millions, ne peut être utilisé que de façon limitée, à savoir pour le vol de ligne Altenrhein-Vienne. Il ne peut être utilisé ni en cas d'urgence, ni pour les vols sanitaires, quoique son exploitation quotidienne soit très onéreuse. La seule solution raisonnable consisterait à autoriser son utilisation pour tous les vols, donc aussi pour les autres vols commerciaux et l'aviation privée. Le «Landeshauptmann» du Vorarlberg, M. Purtschner, a d'ailleurs fait des démarches personnelles à ce propos auprès de M. Ogi, conseiller fédéral.

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Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Interpellation Strahm Rudolf Bundessubventionen für die Landwirtschaftsbetriebe Interpellation Strahm Subventions fédérales aux exploitations agricoles In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1992 Année Anno Band III Volume Volume Session Sommersession Session Session d'été Sessione Sessione estiva Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 16 Séance Seduta Geschäftsnummer 92.3104 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 19.06.1992 - 08:00 Date Data Seite 1235-1238 Page Pagina Ref. No 20 021 320 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.

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