92-3155
Verwaltungsbehörden 09.10.1992 92.3155
9. Oktober 1992Deutsch5 min
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Postulat Pini 2170 N 9 octobre 1992 Aufgabe der Oberaufsicht hat indessen in beiden Fällen der Bundesrat wahrzunehmen. Somit sind die Befugnisse von Bundesversammlung und Bundesrat klar umschrieben und aufgeteilt, so dass das Problem der Gewaltentrennung bei der Wahl eines Parlamentariers in die Verwaltungsräte der beiden genannten Institutionen nur noch in abgeschwächter Form besteht Weiter wird die Gefahr von Interessenkonflikten durch zwei Bestimmungen des Parlamentsrechts entschärft: -Artikel 3bis Absatz 1 Buchstabe b des Geschäftsverkehrsgesetzes (SR 171.11): Offenlegung der Interessenbindungen; -Artikel 14 des Geschäftsreglements des Nationalrates (SR 171.13): Unvereinbarkeit von Mitgliedschaft in Kommissionen und Verwaltungsräten (Wahlbehörde Bundesrat) mit der Zugehörigkeit zu parlamentarischen Kontrollkommissionen. Trotzdem hat sich der Bundesrat bei der Wahl von Parlamentariern in die Verwaltungsräte der erwähnten Institutionen stets grosse Zurückhaltung auferlegt Der Bundesrat ist dennoch bereit, bei einer Revision dergenannten gesetzlichen Grundlagen, aber auch bei ähnlichen staatlichen oder halbstaatlichen Institutionen, bei denen dem Parlament eine unmittelbare Prüfungspflicht zukommt, abklären zu lassen, ob die Möglichkeit, Parlamentarier in Aufsichtskommissionen oder Verwaltungsräte zu wählen, eventuell eingeschränkt werden müsste (in Anlehnung an Art 18 des Bundesgesetzes über die politischen Rechte; Unvereinbarkeitsbestimmung; SR 161.1). Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzuwandeln. Ueberwiesen als Postulat - Transmis comme postulat #ST# 92.3155 Postulat Zisyadis Verzicht auf Bestrafung der Volkszählungsverweigerer Réfracta i res au rencensement fédéral. Arrêt des condamnations Wortlaut des Postulates vom 20. März 1992 Die eidgenössische Volkszählung 1990 wurde in zahlreichen Kantonen durch Antwortverweigerungen beeinträchtigt, die wahrscheinlich mit der Angst vieler Bürger vor einer Fichierung verbunden war. Je nach Kanton sind den Verweigerern gegenüber sehr unterschiedliche Haltungen eingenommen worden: Hier wurde verurteilt, dort füllten die lokalen Behörden die Erhebungsformulare selber aus. Angesichts der Ungleichheit in der Behandlung der Boykotteure der Volkszählung 1990 wird der Bundesrat ersucht, bei den Kantonen einen allgemeinen Verzicht auf ihre Bestrafung zu fordern. Texte du postulat du 20 mars 1992 Le rencensement fédéral 1990 a été perturbé dans de nombreux cantons par des refus de répondre, liés vraisemblablement à des craintes en rapport avec un fichage des citoyens. Selon les cantons, des attitudes très diverses sont apparues à l'égard des réfractaires: ici des condamnations, là des remplissages de feuilles de recensement par les autorités locales elles-mêmes. Au vu de la diversité de traitement infligé aux réfractaires, le Conseil fédéral est invité à demander aux cantons un arrêt des condamnations des réfractaires au recensement fédéral 1990. Mitunterzeichner-Cosignataires: Goll, Spielmann (2) Schriftliche Begründung - Développement par écrit L'auteur renonce au développement et demande une réponse écrite. Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 15. Juni 1992 Rapport écrit du Conseil fédéral du 15 juin 1992 Le Conseil fédéral n'est pas habilité à demander un arrêt des condamnations des réfractaires au recensement fédéral de la population. C'est l'article 3c de la loi fédérale sur le recensement fédéral de la population (RS 431.112), ajouté sur la base de l'arrêté du 23 juin 1988 de l'Assemblée fédérale, qui fixe la manière de procéder en cas de violation de l'obligation de fournir des renseignements. La loi stipule que les personnes qui violent intentionnellement l'obligation de renseigner sont passibles d'une amende de 3000 francs au plus. Elle dit expressément que la poursuite des infractions incombe aux cantons. Seule une amnistie ou une abolition - que les deux Chambres peuvent autoriser en vertu du 7e alinéa de l'article 85 de la Constitution fédérale- permettrait de renoncer d'une manière générale à condamner les réfractaires au recensement fédéral de la population. Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Le Conseil fédéral propose de rejeter le postulat Abgelehnt-Rejeté #ST# 92.3170 Postulat Pini
Erwägungen
700.
Jahre Freiheits-Charta von Biasca. Rückführung aus dem Landesmuseum in Zürich Postulato Pini 700° della «Carta della libertà» di Biasca. Destinazione Sala d'onore Casa Cavaliere G. B. Pellanda Postulat Pini 700e anniversaire de la Charte de franchise de la commune de Biasca. Restauration de la Salle d'honneur de la maison du chevalier Pellanda Wortlaut des Postulates vom 1. Juni 1992 Die Innenausstattung des Empfangs- und Ehrensaals aus dem Patrizierhaus des Giovanni Battista Pellanda (16. Jh.) in Biasca (TI) befindet sich mit allen Einrichtungsgegenständen in einem Depot des Landesmuseums in Zürich und ist somit für das Publikum nicht zugänglich. Der Bundesrat wird ersucht, schnell abzuklären, ob es möglich ist, diese Innenausstattung, die im Besitz des Bundes ist, an ihren ursprünglichen Platz im Haus des Cavaliere Pellanda, das heute unter Denkmalschutz steht, zurückzuführen. Es wäre wünschbar, wenn dies noch in diesem Jahr geschehen könnte, weil Biasca 1992
700.
Jahre Freiheits-Charta von Biasca feiert Die Gemeinde Biasca hat mit Unterstützung des Kantons und des Bundes das Haus des Cavaliere Pellanda von 1976 bis 1988 restauriert Mit diesem Postulat möchte ich dem Bundesrat deutlich machen, wie gross die Erwartung der Bevölkerung, der Gemeindebehörde und der Burgergemeinde ist, dass aus Anlass der Gedenkfeier zur Freiheits-Charta dieses wertvolle Zeugnis der Geschichte (der drei oberen Tessinertäler) noch dieses Jahr nach Biasca zurückkommt -- 1 of 2 -Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Postulat Zisyadis Verzicht auf Bestrafung der Volkszählungsverweigerer Postulat Zisyadis Réfractaires au rencensement fédéral. Arrêt des condamnations In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1992 Année Anno Band V Volume Volume Session Herbstsession Session Session d'automne Sessione Sessione autunnale Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 17 Séance Seduta Geschäftsnummer 92.3155 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 09.10.1992 - 08:00 Date Data Seite 2170-2170 Page Pagina Ref. No 20 021 687 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.
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