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Verwaltungsbehörden 09.10.1992 92.3220
9. Oktober 1992Deutsch10 min
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9. Oktober 1992 N 2189 Interpellation Bühler Simeon Aufgrund der dargelegten Annahmen führen die Berechnungen über die Steuerbelastung gemäss geltendem Recht (Warenumsatzsteuer und direkte Bundessteuer) und Volksinitiative (Mehrwertsteuer mit kompensatorischem Normalsatz von 10,6 Prozent) zu folgenden Ergebnissen (alle Beträge in Franken): Bruttoeinkommen 20000 30000 40000 50000 60000 70000 80000 90000 100000 150000 200000 300000 500000 Warenumsatzsteuer 256 384 512 605 738 868 984 1071 1370 2055 2740 4110 6850 Direkte Bundessteuer 0 0 84 196 439 750 1141 1619 2207 7452 13302 25639 50326 Total heute 256 384 596 801 1177 1618 2125 2690 3577 9507 16042 29749 57176 Mehrwertsteuer 826 1239 1652 1885 2214 2583 2880 3276 3860 5790 7720 11580 19300 Mehr- (+) oder Minder- (-) belastung + 570 + 855 + 1056 + 1084 + 1037 + 965 + 755 + 586 + 283 - 3717 - 8322 -18169 -37876 Die Tabelle zeigt, dass die Volksinitiative eindeutig zu einer starken Entlastung hoher Einkommen führt, während sich bei kleinen und mittleren Einkommen Mehrbelastungen ergeben. Die Umverteilungswirkung der Initiative dürfte wegen der vereinfachenden Annahmen, die insbesondere die höhere Sparquote der Haushalte mit sehr hohen Einkommen vernachlässigen, in der Tabelle tendenziell sogar etwas unterschätzt sein. Die starke Wirkung erklärt sich mit der starken Progression der direkten Bundessteuer, welche dazu führt, dass sich aus der Summe von Warenumsatzsteuer und direkter Bundessteuer heute eine eindeutig progressive Steuerbelastung ergibt Bei der Abschaffung dieser beiden Steuern und der Einführung einer Mehrwertsteuer als Kompensationsmassnahme ändert sich das Bild radikal: In den Grundzügen kann die am Einkommen gemessene Steuerbelastung dann als proportional bezeichnet werden. Der Schnittpunkt, wo sich weder eine Mehr- noch eine Minderbelastung ergibt, liegt übrigens bei einem Bruttoeinkommen von 105 000 bis 110 000 Franken. Daraus lässt sich aufgrund der Statistik der direkten Bundessteuer ableiten, dass durch die Volksinitiative nur 8 bis 9 Prozent aller steuerpflichtigen natürlichen Personen in den Genuss von Minderbelastungen kämen, während 90 Prozent mehr belastet würden. Präsident: Der Interpellant ist von der Antwort des Bundesrates befriedigt #ST# 92.3195 Interpellation Pini Investitionshilfe für Berggebiete. Wiederäufnung des Fonds Interpellanza Pini Crediti LIM. Rinnovo fondo Interpellation Pini Aide aux investissements dans les régions de montagne. Réapprovisionnement du fonds Wortlaut der Interpellation vom 3. Juni 1992 Ich bitte die zuständigen Bundesbehörden um Auskunft darüber, in welchem Umfang gegenwärtig Mittel aus dem IHG-Fonds zur Verfügung stehen. Diese Frage stellt sich in Anbetracht der Tatsache, dass z. B. in meinem Kanton (Tessin) die Beitragszusicherungen für IHG-Hilfe bis zu Beginn dieses Jahres nicht den verfügbaren Mitteln aus dem IHG-Fonds entsprechen, da dieser nicht mehr geäufnet worden ist Wo stehen wir heute? Testo dell'interpellanza del 3 giugno 1992 Chiedo all'autorità federale competente di informare in merito alle attuali disponiblità del fondo LIM, considerato, ad esempio, che nel mio Cantone (Ticino) fino all'inizio del corrente anno i preawisi di contributo federale LIM non corrispondevano alla relativa disponibilità finanziaria federale, non essendo stato rinnovato il fondo. A che punto siamo? Texte de l'interpellation du 3 juin 1992 Je prie l'autorité fédérale responsable d'informer sur les liquidités du fonds d'aide aux investissements dans les régions de montagne, compte tenu du fait que, par exemple, dans mon canton, le Tessin, les préavis de contributions fédérales au titre de la LIM formulés jusqu'au début de cette année, ne correspondent pas aux liquidités financières, étant donné que le fonds n'a pas été renouvelé. Où en sommes-nous? Mitunterzeichner-Cofirmatari-Cosignataires: Keine - Nessuno - Aucun Schriftliche Begründung - Motivazione scritta Développement par écrit L'autore rinuncia alla motivazione e desidera una risposta scritta Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 31. August 1992 Risposta scritta del Consiglio federale del 31 agosto 1992 Rapport écrit du Conseil fédéral du 31 août 1992 Dal 1975 al 1991, il fondo d'aiuto agli investimenti è stato incrementato di 784 milioni di franchi con mezzi provenienti dal budget Nello stesso periodo, sono rifluiti nel fondo 189 milioni di franchi provenienti da ammortamenti. Per l'anno 1992, l'importo del budget è stato fissato a 68 milioni di franchi. Il piano di finanziamento per il periodo 19931995, prevede un versamento annuo al fondo di 50,4 milioni di franchi. Unitamente ai presumibili rimborsi, alle 54 regioni LIM della Svizzera potranno essere assegnati sotto forma di mutui i seguenti importi: 1992: 80 milioni di franchi (di cui 6,4 milioni per le regioni del Canton Ticino), 1993: 85 milioni di franchi; 1994: 85 milioni di franchi. Präsident: Der Interpellant ist von der Antwort des Bundesrates teilweise befriedigt #ST# 92.3220 Interpellation Bühler Simeon Preiszusammenbruch auf dem Fleischmarkt Chute des prix sur le marché de la viande Wortlaut der Interpellation vom 12. Juni 1992 Für viele Bauern, die keine Milch in Verkehr bringen, sondern die Milch über die Kälber-und Jungstiermast verwerten, ist der katastrophale Preiszusammenbruch auf dem Fleischmarkt zur Existenzfrage geworden. Der durchschnittliche Kilopreis ist zum Beispiel bei Jungstieren von über 7 Franken auf -- 1 of 3 -Interpellation Bühler Simeon 2190 N 9 octobre 1992
Erwägungen
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Franken oder um etwa 40 Prozent gefallen. Weil das Angebot insbesondere der Jungstiere (Fresser) sich infolge der natürlichen Bedingungen auf eine kurze Zeit (April bis Juni) erstreckt, kann der Markt in dieser Zeit nicht das ganze Angebot aufnehmen. Bisher hat die GSF mit Unterstützung des Bundes durch die Einlagerung das Angebot auf das ganze Jahr verteilt Damit konnten Preiszusammenbrüche im diesjährigen Ausmass vermieden werden. In diesem Zusammenhang stelle ich dem Bundesrat folgende Fragen:
1.
Warum hat der Bundesrat dieses Jahr der GSF keine Einlagerungen zugestanden, obwohl damit der gewaltige Preissturz hätte vermieden werden können?
2.
Ist sich der Bundesrat bewusst, dass bei ständig steigenden Kosten dieser Preiszusammenbruch bei den Fleischproduzenten die Existenz vieler Bauernbetriebe, die keine Milch abliefern, bedroht?
3.
Bei den Betrieben, die keine Milch in Verkehr bringen, handelt es sich im Berggebiet um solche, die unsere abgelegensten Gebiete besiedeln und bewirtschaften. Durch die Existenzgefährdung dieser Betriebe wird gleichzeitig die Besiedlung und Pflege weiter Teile des Berggebietes bedroht Was gedenkt der Bundesrat zu unternehmen, damit diese wichtige, multifunktionale Aufgabe weiterhin von diesen Betrieben erfüllt werden kann? Texte afe l'interpellation du 12 juin 1992 Pour maints paysans qui ne mettent pas de lait dans le commerce parce qu'ils l'utilisent pour l'engraissement de veaux et de taurillons, l'effondrement catastrophique des prix sur le marché de la viande a pris des proportions telles que leur existence est menacée. Le prix moyen au kilo pour les taurillons, par exemple, qui était au-dessus de 7 francs, est tombé à 4 francs 50, soit une chute de près de 40 pour cent Comme l'offre de taurillons (broutards) se concentre sur une brève période (avril à juin), elle ne peut être complètement absorbée par le marché. Jusqu'ici, la Coopérative pour l'approvisionnement en bétail de boucherie et en viande (CBV), avec le soutien de la Confédération, avait pu répartir la production sur toute l'année en recourant à l'entreposage. On avait pu ainsi éviter un effondrement des prix tel que celui survenu cette année. A ce propos, je prie le Conseil fédéral de répondre aux questions suivantes:
1.
Pourquoi n'a-t-il pas autorisé la CBV à recourir cette année encore à l'entreposage, ce qui aurait permis d'éviter la brutale chute des prix?
2.
Est-il conscient qu'avec la hausse croissante des coûts, cet effondrement des prix de la viande menace l'existence de nombreux paysans ne livrant pas de lait?
3.
Les exploitations qui ne mettent pas de lait dans le commerce se situent en zone de montagne. Elles occupent et exploitent donc des régions qui sont parmi les plus reculées de notre pays. La mise en péril de ces exploitations menace ainsi le peuplement et l'entretien de vastes régions de montagne. Que pense entreprendre le Conseil fédéral pour que ces exploitations puissent continuer à remplir leurs nombreuses et importantes fonctions? Mitunterzeichner - Cosignataires: Bezzola, Binder, Bürgi, Columberg, Hämmerle, Hari, Hess Otto, Maurer, Müller, Rutishauser, Schnider, Schwab, Wittenwiler (13) Schriftliche Begründung-Développement par écrit Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 31. August 1992 Rapport écrit du Conseil fédéral du 31 août 1992 Zur Milderung der Trockenheitsschäden hat der Bundesrat im Herbst 1991 16 Millionen Franken à fonds perdu für den Schlachtviehmarkt zur Verfügung gestellt Dadurch konnten etwa 4000 Tonnen Fleisch von grossem Schlachtvieh eingelagert werden. Die Mehrschlachtungen 1991 von 45 000 Stück Rindvieh gegenüber dem Vorjahr Hessen den Selbstversorgungsgrad beim Rindfleisch auf 97,2 Prozent und beim Kalbfleisch auf 100,4 Prozent ansteigen. In der Folge gingen die Importabgaben auf Fleisch noch weiter zurück, und es standen somit weniger Mittel für die saisonale Ueberschussverwertung bei Fleisch für 1992 zur Verfügung. Der in der Interpellation angesprochene Preisrückgang ist vor allem auf ein überhöhtes Angebot zurückzuführen. Zu den Fragen im einzelnen:
1.
Die 1992 verfügbaren Mittel aus dem Rückstellungsfonds Fleisch werden vollumfänglich zur Entlastung des Kälber- und Fressermarktes eingesetzt So auch in der freiwilligen Einlagerungsaktion 1992, in welcher vom 2. AprilbislO. Juli1992total
225.
Tonnen Kalb- und 278 Tonnen Fresserfleisch eingelagert wurden. Die dadurch entstehenden Kosten werden etwa 2 Millionen Franken betragen. Da die Lagerhaltung aus den Ueberschussverwertungen der Jahre 1990 und 1991 weitere 7 Millionen Franken bis Ende Jahr kosten wird, müssen die Verwertungsmassnahmen für Kalb- und Fresserfleisch im erwähnten Rahmen gehalten werden, und für zusätzliche Massnahmen beim grossen Schlachtvieh bleiben keine Mittel mehr. Am 1. Januar 1992 betrugen die beitragspflichtigen Lagermengen noch etwa 4000 Tonnen Bank- und Verarbeitungsvieh sowie etwa 1000 Tonnen Kalb- und Fresserfleisch.
2.
Der Bundesrat ist sich der Folgen der ständig steigenden Kosten und der erfolgten Preisrückgänge auf dem Schlachtviehmarkt bewusst Er weiss indessen auch, dass bessere Preise und somit auch höhere Einkommen erst wieder nach einer Reduktion des Angebotes möglich sein werden. Die Entwicklung des Schlachtviehmarktes für Grossvieh in den letzten fünf Jahren hat die Bedeutung der oberen Produktionslimiten in der Schlachtviehordnung im Interesse der Landwirtschaft eindrücklich bestätigt Ein Rückgang des Inlandanteils im Rindfleischsektor auf 90 Prozent würde einen entsprechenden Anstieg der Preise und der Einkommen bewirken. Die dadurch ermöglichten Mehrimporte würden den Rückstellungsfonds äufnen, so dass bei saisonalen Ueberschüssen beim Grossvieh wieder Verwertungsmassnahmen möglich wären.
3.
Die Verwendung von Vollmilch zur Aufzucht und Mast von Kälbern sowie die Ammen- und Mutterkuhhaltung stellen für abgelegene Höfe im Berggebiet und in Randregionen vielfach die einzige Alternative zur Verkehrsmilchproduktion dar. Der Bund fördert diese Produktionsalternativen seit 1970 mit den Beiträgen an Kuhhalter ohne Verkehrsmilchproduktion. Von rund zehn Prozent der im Jahre 1990 gezählten
792.
340 Kühe wird keine Milch abgeliefert Sie wird auf dem Hof direkt über die Kälbermast oder Aufzucht verwertet Der Milchmarkt wird dadurch um schätzungsweise 310 Millionen Kilogramm entlastet Im Beitragsjahr 1989/90 kamen 10 487 Betriebe mit insgesamt
67.
072 beitragsberechtigten Kühen in den Genuss der Beiträge. Die Gesamtkosten betrugen 118 Millionen Franken und gingen zu Lasten der Milchrechnung. Die Gewährung dieser Beiträge - eine unter verschiedenen Massnahmen des Bundes zugunsten der Berglandwirtschaft - zeigt die anerkannte Bedeutung dieser Regionen sowie den Willen zur Erhaltung der ihnen angemessenen Bewirtschaftung und Pflege. Präsident: Der Interpellant ist von der Antwort des Bundesrates nicht befriedigt -- 2 of 3 -Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Interpellation Bühler Simeon Preiszusammenbruch auf dem Fleischmarkt Interpellation Bühler Simeon Chute des prix sur le marché de la viande In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1992 Année Anno Band V Volume Volume Session Herbstsession Session Session d'automne Sessione Sessione autunnale Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 17 Séance Seduta Geschäftsnummer 92.3220 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 09.10.1992 - 08:00 Date Data Seite 2189-2190 Page Pagina Ref. No 20 021 711 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.
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