92-3223
Verwaltungsbehörden 09.10.1992 92.3223
9. Oktober 1992Deutsch17 min
Source admin.ch
Postulat Bircher Silvio 2172 N 9 octobre 1992 ziale e dei patrizi biaschesi, all'attenzione del Consiglio federale e delle Camere federali, affinchè la preziosa Sala d'onore della storia politica, culturale e religiosa che distinse la Casa del Cavaliere G. B. Pellanda, oggi, per volere anche della Confederazione, ritorni ad occupare la sua sede originale. Il postulante, Sindaco di Biasca, fa dunque, vivo l'affidamento a Codesto Alto Consiglio federale, per l'accettazione di questo postulato. Se accolto e attuato, come sento di poter esserne ottimisticamente convinto, l'Autorità federale farebbe allora il più bel dono morale e culturale al Comune e alla gente di Biasca prima dello scadere dell'anno commemorativo del 700° della loro «Carta della libertà» ossequiando, nel contempo, il loro autentico glorioso efierissimo motto: «Fidelis Comunitas Biascae, praesidium libertatis nostrae». Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 31. August 1992 Dichiarazione scritta del Consiglio federale del 31 agosto 1992 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 31 août 1992 II Consiglio federale è disposto ad accogliere il postulato. Ueberwiesen - Transmis #ST# 92.3191 Postulat Hafner Ursula Ausreichende Unfallversicherung in Sonderfällen Assurance-accidents des écoliers et étudiants. Calcul de la rente Wortlaut des Postulates vom 3. Juni 1992 Aufgrund der geltenden Verordnung über die Unfallversicherung (UW) wird für die Bemessung einer Rente der Lohn, den Schülerinnen und Schüler oder Studentinnen und Studenten als Ferienaushilfen verdienen, nicht auf das ganze Jahr umgerechnet Dies kann insbesondere bei Betriebsunfällen, die zu Invalidität führen, unglaublich hart sein. Der Bundesrat wird gebeten, die UW so anzupassen, dass für unregelmässig Beschäftigte, insbesondere für Werkstudentinnen und Werkstudenten sowie Schülerinnen und Schüler, eine ausreichende Versicherung besteht Texte du postulat du 3 juin 1992 L'ordonnance sur l'assurance-accidents actuellement en vigueur ne calcule pas la rente sur la base d'une année de salaire pour les écoliers et les étudiants qui travaillent pendant leurs vacances. Cette situation peut être cause de grandes rigueurs, notamment lorsque des accidents de travail provoquent l'invalidité. Le Conseil fédéral est prié de modifier l'ordonnance sur l'assurance-accidents de manière à garantir une assurance suffisante aux personnes ayant une activité rémunérée irrégulière, tels que les écoliers et les étudiants. Mitunterzeichner - Cosignataires: Bäumlin, Bircher Silvio, Bühlmann, Bundi, Caspar-Hutter, Danuser, Dünki, Eggenberger, Fankhauser, von Feiten, Goll, Gross Andreas, Haering Binder, Hämmerle, Herczog, Jeanprêtre, Jöri, Ledergerber, Leemann, Leuenberger Ernst, Mauch Ursula, Meyer Theo, Rechsteiner, Steiger, Tschäppät Alexander, Vollmer, Züger (27) Schriftliche Begründung - Développement par écrit Das Eidgenössische Versicherungsgericht (EVG) hatte kürzlich den Fall eines Studenten zu beurteilen, welcher bei einem Ferienjob schwer verunfallte und während seines ganzen Lebens invalid sein wird. Die Suva sprach ihm für seine hundertprozentige Invalidität eine monatliche Rente von 198 Franken zu. Das kantonale Versicherungsgericht hiess eine Beschwerde gegen die Bemessung der Rente gut und entschied, das während der vier Wochen erzielte Einkommen sei auf ein Jahr umzulegen und die Invalidenrente entsprechend anzusetzen. Das EVG bestätigte hingegen den Entscheid der Suva und schrieb in seinem Urteil vom 10. März 1992, es sei nicht Sache des Richters, die in Gesetz und Verordnung getroffene Regelung über den versicherten Verdienst mit einer auf Werkstudenten zugeschnittenen Sonderregel zu ergänzen; es obliege vielmehr dem Verordnungs- beziehungsweise dem Gesetzgeber, befriedigende Lösungen zu erarbeiten und Mängel der heutigen Regelung für verschiedene Versicherungskategorien zu beseitigen. Ich bitte den Bundesrat, diese Mängel möglichst rasch zu beheben. Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 19. August 1992 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 19 août 1992 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. Ueberwiesen - Transmis #ST# 92.3223 Postulat Bircher Silvio Leistungspflicht der obligatorischen Unfallversicherung bei Selbsttötung und Suizidversuch Prestations de l'assurance-accidents obligatoire en cas de suicide ou de tentative de suicide Wortlaut des Postulates vom 12. Juni 1992 Der Bundesrat wird eingeladen, Artikel 48 UW dahin zu ändern, dass Artikel 37 Absatz 1 UVG bei Selbsttötung und Suizidversuch keine Anwendung findet, wenn der Versicherte zur Zeit der Tat nur teilweise urteilsfähig war. Texte du postulat du 12 juin 1992 Le Conseil fédéral est invité à modifier l'article 48, OLAA, de façon à ce que l'article 37,1 er alinéa, LAA, ne soit pas applicable en cas de suicide ou de tentative de suicide si, au moment où il a agi, l'assuré n'était que partiellement capable de discernement Mitunterzeichner - Cosignataires: Bäumlin, Béguelin, Bodenmann, Bundi, Caspar-Hutter, Danuser, Eggenberger, Fankhauser, von Feiten, Goll, Gross Andréas, Haering Binder, Haller, Hämmerle, Herczog, Jeanprêtre, Jöri, Ledergerber, Leemann, Leuenberger Ernst, Leuenberger Moritz, Marti Werner, Matthey, Meyer Theo, Rechsteiner, Ruffy, Steiger, Strahm Rudolf, Vollmer (29) Schriftliche Begründung - Développement par écrit In der Schweiz nehmen sich jährlich etwa 1500 Menschen das Leben. Davon stehen ungefähr drei Viertel im erwerbstätigen Alter. Das sind rund zwei Prozent der Sterbefälle und rund ein Drittel mehr, als jährlich dem Strassenverkehr zum Opfer fallen. Dazu kommt die statistisch nicht erfasste, aber zweifellos höhere Zahl der Suizidversuche. Die sozialversicherungsrechtliche Situation dieser bedauernswerten Menschen und ihrer Angehörigen ist prekär, weil die obligatorischen Unfallversicherungen nur leistungspflichtig sind, wenn der Suizi-- 1 of 3 -9. Oktober 1992 N 2173 Postulat Bonny dent in einer psychiatrischen Klinik hospitalisiert war. Die allermeisten Selbsttötungen und Versuche dazu geschehen aber ausserhalb von Kliniken und im Zustand verminderter Urteilsfähigkeit (vorab im Zustand depressiver Verzweiflung). Da die Leistungen der AHV und der beruflichen Vorsorge in vielen Fällen nicht zu verhindern vermögen, dass die Angehörigen von «Selbstmördern» Sozialhilfe beanspruchen müssen, und die Krankenkassen ihre Leistungen für die oft sehr schweren gesundheitlichen Folgen von Suizidversuchen kürzen können, ist eine Verbesserung des unfallversicherungsrechtlichen Versicherungsschutzes dringend geboten. Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 19. August 1992 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 19 août 1992 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. Ueberwiesen - Transmis #ST# 92.3242 Postulat Jori Aenderung der Strahlenschutzverordnung Protection contre les radiations. Révision de l'ordonnance Wortlaut des Postulates vom 17. Juni 1992 Ich bitte den Bundesrat, bei der Revision der Strahlenschutzverordnung der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) weiterhin das Recht einzuräumen, eine Personendosimetriestellezu betreiben. Texte du postulat du 17 juin 1992 Je prie le Conseil fédéral, dans le cadre de la révision de l'ordonnance concernant la protection contre les radiations, de réaffirmer le droit - reconnu à la Caisse nationale suisse d'assurance en cas d'accidents (CNA) - d'exploiter un service de dosimetrie individuelle. Mitunterzeichner - Cosignataires: Bär, Blatter, Bühlmann, Bundi, Caspar-Mutter, Dormann, Eggenberger, Gross Andreas, Haering Binder, Hafner Ursula, Hämmerle, Iten Joseph, Jeanprêtre, Ledergerber, Leemann, Meyer Theo, Schnider, Stamm Judith, Stucky, Tschäppät Alexander, Tschuppert Karl, Vollmer, Züger (23) Schriftliche Begründung - Développement par écrit Seit 1985 wurde mit drei parlamentarischen Vorstössen versucht, die Dosimetriestelle der Suva aufzuheben. Als Argumente werden angebliche Wettbewerbsvorteile gegenüber der Privatwirtschaft und rechtliche Bedenken bezüglich der Doppelfunktion der Suva als Kontrollinstanz und Durchführerin der Personendosimetrie ins Feld geführt. Die oben erwähnten rechtlichen Bedenken sind in einer Stellungnahme des Bundesamtes für Justiz ausgeräumt worden. Es muss festgehalten werden, dass die Suva als Betreiberin einer Dosimetriestelle sich nicht selber kontrolliert Firmen, die in Konkurrenz zur Suva Personendosimetrie betreiben, werden vom Bundesamt für Gesundheitswesen kontrolliert Der Suva sind unter anderem in der Personendosimetrie wichtige Aufgaben bei der Aufsicht der Einhaltung der Vorschriften übertragen. Bei Ueberschreitung von Grenzwerten müssen Massnahmen verfügt werden. Die Suva ist somit Trägerin hoheitlicher Funktionen. Es muss in diesem Zusammenhang grundsätzlich die Frage gestellt werden, ob solche Ueberwachungsaufgaben an Private übertragen werden sollten. In allen Staaten Europas wird jedenfalls der sensible Bereich des Strahlenschutzes ausschliesslich vom Staat durchgeführt Eine Lösung im Bereich der Personendosimetrie ohne Beteiligung der Suva würde einen Sonderfall darstellen. Die Suva betreibt seit 1975 eine eigene Dosimetriestelle. Es wurden neue Arbeitsplätze geschaffen, die bei einer Aufhebung der Dosimetrie gefährdet wären. Es wurden 1,2 Millionen Franken in einen Bereich investiert, immer in der Annahme, dass diese hoheitliche Tätigkeit bei der Suva bleibt Zusammenfassend kann gesagt werden, dass der Suva die eigene Dosimetriestelle belassen werden sollte. Bei einer Aufhebung der Stelle besteht die Gefahr einer faktischen Monopolstellung durch eine einzige Firma im sensiblen Bereich des Strahlenschutzes. Da die Suva weiterhin weniger gewinnträchtige Aufgaben des Strahlenschutzes wahrzunehmen hat, ist sie zur Erhaltung des Know-how auf eine Dosimetriestelle angewiesen. Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 31. August 1992 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 31 août 1992 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. Ueberwiesen - Transmis #ST# 92.3205 Postulat Bonny Weitere Käufe von F/A-18 durch Drittländer Achat du F/A-18 par d'autres pays Wortlaut des Postulates vom 9. Juni 1992 Der Bundesrat wird eingeladen, die nötigen Vorkehren zu prüfen und zu treffen, damit allfällige Anschaffungen von F/A-18Flugzeugen durch Drittländer (z. B. Kuwait 2. Serie, weitere Länder, welche zurzeit dieses Flugzeug evaluieren) im gleichen Produktionslos sich auf unsere Beschaffungskosten reduzierend auswirken. Texte du postulat du 9 juin 1992 Le Conseil fédéral est invité à étudier et à prendre les mesures permettant de réduire nos coûts d'acquisition de l'avion de combat F/A-18 par des achats éventuels d'appareils de même type et de la même série de production auxquels procéderaient des pays tiers (par exemple le Koweït pour une deuxième série, et d'autres pays qui évaluent actuellement cet avion). Mitunterzeichner - Cosignataires: Keine - Aucun Schriftliche Begründung - Développement par écrit Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 19. August 1992 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 19 août 1992 Der Bundesrat beantragt, das Postulat anzunehmen. Ueberwiesen - Transmis -- 2 of 3 -Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Postulat Bircher Silvio Leistungspflicht der obligatorischen Unfallversicherung bei Selbsttötung und Suizidversuch Postulat Bircher Silvio Prestations de l'assurance-accidents obligatoire en cas de suicide ou de tentative de suicide In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1992 Année Anno Band V Volume Volume Session Herbstsession Session Session d'automne Sessione Sessione autunnale Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 17 Séance Seduta Geschäftsnummer 92.3223 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 09.10.1992 - 08:00 Date Data Seite 2172-2173 Page Pagina Ref. No 20 021 690 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.
Postulat Bircher Silvio 2172 N 9 octobre 1992 ziale e dei patrizi biaschesi, all'attenzione del Consiglio federale e delle Camere federali, affinchè la preziosa Sala d'onore della storia politica, culturale e religiosa che distinse la Casa del Cavaliere G. B. Pellanda, oggi, per volere anche della Confederazione, ritorni ad occupare la sua sede originale. Il postulante, Sindaco di Biasca, fa dunque, vivo l'affidamento a Codesto Alto Consiglio federale, per l'accettazione di questo postulato. Se accolto e attuato, come sento di poter esserne ottimisticamente convinto, l'Autorità federale farebbe allora il più bel dono morale e culturale al Comune e alla gente di Biasca prima dello scadere dell'anno commemorativo del 700° della loro «Carta della libertà» ossequiando, nel contempo, il loro autentico glorioso efierissimo motto: «Fidelis Comunitas Biascae, praesidium libertatis nostrae». Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 31. August 1992 Dichiarazione scritta del Consiglio federale del 31 agosto 1992 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 31 août 1992 II Consiglio federale è disposto ad accogliere il postulato. Ueberwiesen - Transmis #ST# 92.3191 Postulat Hafner Ursula Ausreichende Unfallversicherung in Sonderfällen Assurance-accidents des écoliers et étudiants. Calcul de la rente Wortlaut des Postulates vom 3. Juni 1992 Aufgrund der geltenden Verordnung über die Unfallversicherung (UW) wird für die Bemessung einer Rente der Lohn, den Schülerinnen und Schüler oder Studentinnen und Studenten als Ferienaushilfen verdienen, nicht auf das ganze Jahr umgerechnet Dies kann insbesondere bei Betriebsunfällen, die zu Invalidität führen, unglaublich hart sein. Der Bundesrat wird gebeten, die UW so anzupassen, dass für unregelmässig Beschäftigte, insbesondere für Werkstudentinnen und Werkstudenten sowie Schülerinnen und Schüler, eine ausreichende Versicherung besteht Texte du postulat du 3 juin 1992 L'ordonnance sur l'assurance-accidents actuellement en vigueur ne calcule pas la rente sur la base d'une année de salaire pour les écoliers et les étudiants qui travaillent pendant leurs vacances. Cette situation peut être cause de grandes rigueurs, notamment lorsque des accidents de travail provoquent l'invalidité. Le Conseil fédéral est prié de modifier l'ordonnance sur l'assurance-accidents de manière à garantir une assurance suffisante aux personnes ayant une activité rémunérée irrégulière, tels que les écoliers et les étudiants. Mitunterzeichner - Cosignataires: Bäumlin, Bircher Silvio, Bühlmann, Bundi, Caspar-Hutter, Danuser, Dünki, Eggenberger, Fankhauser, von Feiten, Goll, Gross Andreas, Haering Binder, Hämmerle, Herczog, Jeanprêtre, Jöri, Ledergerber, Leemann, Leuenberger Ernst, Mauch Ursula, Meyer Theo, Rechsteiner, Steiger, Tschäppät Alexander, Vollmer, Züger (27) Schriftliche Begründung - Développement par écrit Das Eidgenössische Versicherungsgericht (EVG) hatte kürzlich den Fall eines Studenten zu beurteilen, welcher bei einem Ferienjob schwer verunfallte und während seines ganzen Lebens invalid sein wird. Die Suva sprach ihm für seine hundertprozentige Invalidität eine monatliche Rente von 198 Franken zu. Das kantonale Versicherungsgericht hiess eine Beschwerde gegen die Bemessung der Rente gut und entschied, das während der vier Wochen erzielte Einkommen sei auf ein Jahr umzulegen und die Invalidenrente entsprechend anzusetzen. Das EVG bestätigte hingegen den Entscheid der Suva und schrieb in seinem Urteil vom 10. März 1992, es sei nicht Sache des Richters, die in Gesetz und Verordnung getroffene Regelung über den versicherten Verdienst mit einer auf Werkstudenten zugeschnittenen Sonderregel zu ergänzen; es obliege vielmehr dem Verordnungs- beziehungsweise dem Gesetzgeber, befriedigende Lösungen zu erarbeiten und Mängel der heutigen Regelung für verschiedene Versicherungskategorien zu beseitigen. Ich bitte den Bundesrat, diese Mängel möglichst rasch zu beheben. Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 19. August 1992 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 19 août 1992 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. Ueberwiesen - Transmis #ST# 92.3223 Postulat Bircher Silvio Leistungspflicht der obligatorischen Unfallversicherung bei Selbsttötung und Suizidversuch Prestations de l'assurance-accidents obligatoire en cas de suicide ou de tentative de suicide Wortlaut des Postulates vom 12. Juni 1992 Der Bundesrat wird eingeladen, Artikel 48 UW dahin zu ändern, dass Artikel 37 Absatz 1 UVG bei Selbsttötung und Suizidversuch keine Anwendung findet, wenn der Versicherte zur Zeit der Tat nur teilweise urteilsfähig war. Texte du postulat du 12 juin 1992 Le Conseil fédéral est invité à modifier l'article 48, OLAA, de façon à ce que l'article 37,1 er alinéa, LAA, ne soit pas applicable en cas de suicide ou de tentative de suicide si, au moment où il a agi, l'assuré n'était que partiellement capable de discernement Mitunterzeichner - Cosignataires: Bäumlin, Béguelin, Bodenmann, Bundi, Caspar-Hutter, Danuser, Eggenberger, Fankhauser, von Feiten, Goll, Gross Andréas, Haering Binder, Haller, Hämmerle, Herczog, Jeanprêtre, Jöri, Ledergerber, Leemann, Leuenberger Ernst, Leuenberger Moritz, Marti Werner, Matthey, Meyer Theo, Rechsteiner, Ruffy, Steiger, Strahm Rudolf, Vollmer (29) Schriftliche Begründung - Développement par écrit In der Schweiz nehmen sich jährlich etwa 1500 Menschen das Leben. Davon stehen ungefähr drei Viertel im erwerbstätigen Alter. Das sind rund zwei Prozent der Sterbefälle und rund ein Drittel mehr, als jährlich dem Strassenverkehr zum Opfer fallen. Dazu kommt die statistisch nicht erfasste, aber zweifellos höhere Zahl der Suizidversuche. Die sozialversicherungsrechtliche Situation dieser bedauernswerten Menschen und ihrer Angehörigen ist prekär, weil die obligatorischen Unfallversicherungen nur leistungspflichtig sind, wenn der Suizi-- 1 of 3 -9. Oktober 1992 N 2173 Postulat Bonny dent in einer psychiatrischen Klinik hospitalisiert war. Die allermeisten Selbsttötungen und Versuche dazu geschehen aber ausserhalb von Kliniken und im Zustand verminderter Urteilsfähigkeit (vorab im Zustand depressiver Verzweiflung). Da die Leistungen der AHV und der beruflichen Vorsorge in vielen Fällen nicht zu verhindern vermögen, dass die Angehörigen von «Selbstmördern» Sozialhilfe beanspruchen müssen, und die Krankenkassen ihre Leistungen für die oft sehr schweren gesundheitlichen Folgen von Suizidversuchen kürzen können, ist eine Verbesserung des unfallversicherungsrechtlichen Versicherungsschutzes dringend geboten. Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 19. August 1992 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 19 août 1992 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. Ueberwiesen - Transmis #ST# 92.3242 Postulat Jori Aenderung der Strahlenschutzverordnung Protection contre les radiations. Révision de l'ordonnance Wortlaut des Postulates vom 17. Juni 1992 Ich bitte den Bundesrat, bei der Revision der Strahlenschutzverordnung der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) weiterhin das Recht einzuräumen, eine Personendosimetriestellezu betreiben. Texte du postulat du 17 juin 1992 Je prie le Conseil fédéral, dans le cadre de la révision de l'ordonnance concernant la protection contre les radiations, de réaffirmer le droit - reconnu à la Caisse nationale suisse d'assurance en cas d'accidents (CNA) - d'exploiter un service de dosimetrie individuelle. Mitunterzeichner - Cosignataires: Bär, Blatter, Bühlmann, Bundi, Caspar-Mutter, Dormann, Eggenberger, Gross Andreas, Haering Binder, Hafner Ursula, Hämmerle, Iten Joseph, Jeanprêtre, Ledergerber, Leemann, Meyer Theo, Schnider, Stamm Judith, Stucky, Tschäppät Alexander, Tschuppert Karl, Vollmer, Züger (23) Schriftliche Begründung - Développement par écrit Seit 1985 wurde mit drei parlamentarischen Vorstössen versucht, die Dosimetriestelle der Suva aufzuheben. Als Argumente werden angebliche Wettbewerbsvorteile gegenüber der Privatwirtschaft und rechtliche Bedenken bezüglich der Doppelfunktion der Suva als Kontrollinstanz und Durchführerin der Personendosimetrie ins Feld geführt. Die oben erwähnten rechtlichen Bedenken sind in einer Stellungnahme des Bundesamtes für Justiz ausgeräumt worden. Es muss festgehalten werden, dass die Suva als Betreiberin einer Dosimetriestelle sich nicht selber kontrolliert Firmen, die in Konkurrenz zur Suva Personendosimetrie betreiben, werden vom Bundesamt für Gesundheitswesen kontrolliert Der Suva sind unter anderem in der Personendosimetrie wichtige Aufgaben bei der Aufsicht der Einhaltung der Vorschriften übertragen. Bei Ueberschreitung von Grenzwerten müssen Massnahmen verfügt werden. Die Suva ist somit Trägerin hoheitlicher Funktionen. Es muss in diesem Zusammenhang grundsätzlich die Frage gestellt werden, ob solche Ueberwachungsaufgaben an Private übertragen werden sollten. In allen Staaten Europas wird jedenfalls der sensible Bereich des Strahlenschutzes ausschliesslich vom Staat durchgeführt Eine Lösung im Bereich der Personendosimetrie ohne Beteiligung der Suva würde einen Sonderfall darstellen. Die Suva betreibt seit 1975 eine eigene Dosimetriestelle. Es wurden neue Arbeitsplätze geschaffen, die bei einer Aufhebung der Dosimetrie gefährdet wären. Es wurden 1,2 Millionen Franken in einen Bereich investiert, immer in der Annahme, dass diese hoheitliche Tätigkeit bei der Suva bleibt Zusammenfassend kann gesagt werden, dass der Suva die eigene Dosimetriestelle belassen werden sollte. Bei einer Aufhebung der Stelle besteht die Gefahr einer faktischen Monopolstellung durch eine einzige Firma im sensiblen Bereich des Strahlenschutzes. Da die Suva weiterhin weniger gewinnträchtige Aufgaben des Strahlenschutzes wahrzunehmen hat, ist sie zur Erhaltung des Know-how auf eine Dosimetriestelle angewiesen. Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 31. August 1992 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 31 août 1992 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. Ueberwiesen - Transmis #ST# 92.3205 Postulat Bonny Weitere Käufe von F/A-18 durch Drittländer Achat du F/A-18 par d'autres pays Wortlaut des Postulates vom 9. Juni 1992 Der Bundesrat wird eingeladen, die nötigen Vorkehren zu prüfen und zu treffen, damit allfällige Anschaffungen von F/A-18Flugzeugen durch Drittländer (z. B. Kuwait 2. Serie, weitere Länder, welche zurzeit dieses Flugzeug evaluieren) im gleichen Produktionslos sich auf unsere Beschaffungskosten reduzierend auswirken. Texte du postulat du 9 juin 1992 Le Conseil fédéral est invité à étudier et à prendre les mesures permettant de réduire nos coûts d'acquisition de l'avion de combat F/A-18 par des achats éventuels d'appareils de même type et de la même série de production auxquels procéderaient des pays tiers (par exemple le Koweït pour une deuxième série, et d'autres pays qui évaluent actuellement cet avion). Mitunterzeichner - Cosignataires: Keine - Aucun Schriftliche Begründung - Développement par écrit Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 19. August 1992 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 19 août 1992 Der Bundesrat beantragt, das Postulat anzunehmen. Ueberwiesen - Transmis -- 2 of 3 -Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Postulat Bircher Silvio Leistungspflicht der obligatorischen Unfallversicherung bei Selbsttötung und Suizidversuch Postulat Bircher Silvio Prestations de l'assurance-accidents obligatoire en cas de suicide ou de tentative de suicide In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1992 Année Anno Band V Volume Volume Session Herbstsession Session Session d'automne Sessione Sessione autunnale Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 17 Séance Seduta Geschäftsnummer 92.3223 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 09.10.1992 - 08:00 Date Data Seite 2172-2173 Page Pagina Ref. No 20 021 690 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.
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