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Entscheid

92-3229

Verwaltungsbehörden 09.10.1992 92.3229

9. Oktober 1992Deutsch6 min

Source admin.ch

Erwägungen

1.

L'actuel droit de bail est récent Entré en vigueur le 1er juillet 1990, il est le résultat de plusieurs années de délibérations intensives et de compromis. La disposition que le motionnaire propose à la modification a déjà fait l'objet de discussions.

2.

L'examen de cette question mérite cependant d'être poursuivi en prenant les éléments suivants en considération: la sécurité du droit; les possibilités qu'offre aujourd'hui déjà l'article 257d CO; l'intérêt légitime du bailleur qui ne doit pas être placé dans une position plus défavorable que d'autres créanciers; l'adjonction éventuelle d'une «clause sociale» aux contrats-cadres de baux à loyer qui tiendrait compte de tels cas.

3.

La Commission d'étude «loyer libre», récemment instituée, examinera la modification que demande la motion. En conséquence, le Conseil fédéral propose de recevoir l'intervention sous la forme du postulat Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Le Conseil fédéral propose de transformer la motion en postulat Präsident: Der Vorstoss wird von den Herren Leuba und Hegetschweiler bekämpft Die Diskussion wird verschoben. Verschoben - Renvoyé #ST# 92.3229 Motion Weder Hansjürg Verbot der Haltung von Nutztieren im Dämmerlicht oder ohne Tageslicht Interdiction de garder des animaux de rente dans l'obscurité ou la pénombre Wortlaut der Motion vom 16. Juni 1992 Der Bundesrat wird beauftragt, durch Aenderung der Tierschutzverordnung die Haltung von Nutztieren im Dämmerlicht oder ohne Tageslicht zu verbieten. In Ställen, in denen sich die Tiere dauernd oder vorwiegend aufhalten, soll Tageslicht vorgeschrieben werden, wobei die Fensterglasfläche mindestens einen Zehntel der Bodenfläche betragen soll. Texte de la motion du 16 juin 1992 Le Conseil fédéral est chargé de modifier l'ordonnance sur la protection des animaux de sorte à interdire la détention d'animaux de rente dans la pénombre ou sans lumière du jour. Les étables et poulaillers où l'on garde temporairement ou en permanence des animaux de rente doivent être éclairés par la lumière du jour, la surface de fenêtre vitrée devant être d'au moins un dixième de la surface du sol. Mitunterzeichner-Cosignataires: Bär, Bäumlin, Bischof, Bühlmann, Danuser, Diener, Dünki, Gonseth, Hafner Rudolf, Jaeger, Keller Rudolf, Maeder, Meier Hans, Sieber, Stalder, Thür, Zwygart (17) Schriftliche Begründung - Développement par écrit Die Beleuchtungsvorschrift gemäss heutiger Tierschutzverordnung ist insbesondere in der Geflügelhaltung ungenügend. Vorgeschrieben sind 5 Lux, was ein düsteres Dämmerlicht bedeutet (Kelleratmosphäre). Diese Vorschrift hat nach Beobachtung des Vereins gegen Tierfabriken (VgT) dazu geführt, dass bei Neubauten oft ganz «legal» nur sehr kleine Fensterschlitze erstellt werden und bei bestehenden Bauten die Fensterflächen bis auf kleine Spalte abgedunkelt werden. Der Zweck dieser Massnahme ist verwerflich, nämlich das Halten von Geflügel in maximaler, tierquälerischer Dichte. Das Abdunkeln dient dazu, die bei solchen Ueberbelegungen natürlicherweise auftretenden Aggressionen (Kannibalismus) dadurch zu dämpfen, dass den Tieren im Halbdunkeln die visuelle Orientierung erschwert wird. Es ist unwürdig, Tiere ein Leben lang so zu halten. Solche Tierhalter verdienen keinen Schutz durch large Tierschutzvorschriften. Wie wichtig ausreichendes Tageslicht für Hühner ist, geht aus der Dissertation von H. U. Huber hervor, welche 1987 an der ETH Zürich ausgearbeitet wurde. Auf Seite 118 heisst es über die heute vorgeschriebenen 5 Lux: «Diese physiologischen und ethologischen Befunde widersprechen damit der schweizerischen Tierschutzverordnung, wo es in Artikel 1 heisst: <Tiere sind so zu halten, dass ihre Körperfunktionen und ihr Verhalten nicht gestört werden und ihre Anpassungsfähigkeit nicht überfordert wird.»> Im Widerspruch zu diesem Grundsatz erlaubt die Tierschutzverordnung dann konkret die Dämmerlichthaltung bei 5 Lux. Das verletzt den im Tierschutzgesetz formulierten Auftrag. Mit dieser Motion soll der Bundesrat verbindlich verpflichtet werden, bei der bevorstehenden Revision der Tierschutzverordnung die Beleuchtungs- und Tageslichtvorschriften zu verbessern. Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 16. September 1992 Rapport écrit du Conseil fédéral du 16 septembre 1992 Das Ergebnis der Vernehmlassung von 1980 zur Tierschutzverordnung (TSchV) machte deutlich, dass die Lichtintensität in Ställen nicht allein von den Fensterflächen, sondern von weiteren Faktoren wie z B. der räumlichen Anordnung der Fenster, deren Lichtdurchlässigkeit und der Lichtexposition abhängig ist Der Bundesrat hat u. a deshalb davon abgesehen, minimale für Tageslicht durchlässige Fensterflächen für Ställe vorzuschreiben. Er hat dafür in Artikel 14 der TSchV ein allgemeines Verbot der dauernden Dunkelhaltung ausgesprochen und tagsüber eine Beleuchtungsstärke von mindestens

15.

Lux (für Hausgeflügel 5 Lux) vorgeschrieben. Das Licht musswenn möglich natürliches Tageslicht sein. Diese Vorschrift wird seit längerem bemängelt Sie soll anlässlich einer Revision der TSchV überarbeitet werden. Insbesondere wird die minimale Beleuchtungsstärke überprüft werden müssen; auch eine präzise Umschreibung der Ausnahmefälle, in welchen auf natürliches Tageslicht zugunsten von Kunstlicht verzichtet werden darf, drängt sich auf. Die neuen Verordnungsbestimmungen über Fensterflächen und Tageslichtbeleuchtung sollten aber nicht festgelegt werden vor Abschluss weiterer wissenschaftlicher Vorarbeiten, die im Auftrag des Bundesamtes fürVeterinärwesen derzeitdurchgeführt werden, und ohne eine breite Anhörung der interessierten Kreise, wie sie Artikel 3 Absatz 3 des Tierschutzgesetzes vorschreibt Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzuwandeln. Ueberwiesen als Postulat - Transmis comme postulat -- 1 of 2 -Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Motion Weder Hansjürg Verbot der Haltung von Nutztieren im Dämmerlicht oder ohne Tageslicht Motion Weder Hansjürg Interdiction de garder des animaux de rente dans l'obscurité ou la pénombre In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1992 Année Anno Band V Volume Volume Session Herbstsession Session Session d'automne Sessione Sessione autunnale Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 17 Séance Seduta Geschäftsnummer 92.3229 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 09.10.1992 - 08:00 Date Data Seite 2167-2167 Page Pagina Ref. No 20 021 683 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.

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