92-3431
Verwaltungsbehörden 18.12.1992 92.3431
18. Dezember 1992Deutsch11 min
Source admin.ch
Motion Cavadini Adriano 2746 N 18 décembre 1992 serzinsen könnten zu einem Produktionsrückgang führen. Ausserdem kann nicht davon ausgegangen werden, dass die Erhöhung der Kosten der Energie, die mit Wasserkraft gewonnen wird, beim Konsumenten automatisch zum Sparen führt. Der Konsumentenpreisindex ist für die Begründung einer Erhöhung der Wasserzinsen wenig geeignet. Ein dafür geeigneter Index müsste zahlreichen Faktoren Rechnung tragen (Produktionskosten, Stromverkaufspreis, Preis anderer Energieträger usw.), deren ausgewogenes Verhältnis schwer zu definieren ist. Die Wasserzinsen sind nicht die einzigen Leistungen, die den Beliehenen auferlegt werden. Bei zu hohen Abgaben könnten deshalb Betriebe, die grosse Energiemengen benötigen, welche sie selber produzieren, einen Transfer ihrer Tätigkeiten ins Ausland in Betracht ziehen. Die Anpassung der Obergrenze für den Wasserzins könnte rascher über den Gesetzesweg erfolgen, wenn der Bundesrat befugt wäre, den in Artikel 49 des WRG festgelegten Betrag periodisch anzugleichen. Obwohl diese Lösung 1985 vom Parlament abgelehnt wurde, kann sie heute einer erneuten Prüfung unterzogen werden. Der Bundesrat erklärt sich bereit, die Frage einer Erhöhung des höchstzulässigen Wasserzinses zu überprüfen und beantragt, die Motion in ein Postulat umzuwandeln.
Erwägungen
2.
Aufhebung des eidgenössischen Wasserzinsmaximums Die im ersten Abschnitt aufgeführten Argumente gelten auch für die Aufhebung des Wasserzinsmaximums. Die Frage der Aufhebung wurde bereits 1985 anlässlich der Revision des WRG sowie durch das 1990 angenommene Postulat Aliesch aufgeworfen. Die Idee istfolglich nicht neu. Obwohl bestimmte Konsequenzen dieser Aufhebung einleuchtend erscheinen (Freiheit der Kantone, unterschiedliche Wasserzinssätze), können andere Folgen in ihren konkreten Auswirkungen schwer eingeschätzt werden. Das Fehlen eines bundesrechtlichen Wasserzinsmaximums würde dem Willen des Verfassungsgebers widersprechen. 1975 hat er es als notwendig erachtet, Grenzen für die Erhebung von Wasserzinsen festzusetzen, um die steuerlichen Interessen der Kantone mit der Förderung der Nutzung der Wasserkraft miteinander in Einklang zu bringen. Eine Aufhebung würde eine Abänderung des Artikels 24bis Absatz 3 der Bundesverfassung bedingen. Es ist wenig wahrscheinlich, dass die angestrebte Deregulierung ihr Ziel erreichen würde. Die Kantone benötigen aufgrund des Legalitätsprinzips eine gesetzliche Grundlage zur Festlegung der Höhe der Wasserzinsen, das heisst, dass sie legiferieren müssten. Eine Deregulierung auf Bundesebene würde durch Regulierungen der Kantone ersetzt Das Gesetz von Angebot und Nachfrage kommt im Bereich der Wasserkraft kaum zum Tragen, solange die verleihenden Kantone und Gemeinden dafür ein Monopol besitzen. Das Programm «Energie 2000» strebt bis ins Jahr 2000 eine Erhöhung um 5 Prozent der Energieerzeugung durch Wasserkraft an. Der Bund setzt sich im Rahmen dieses Programms für die Entwicklung günstiger Bedingungen für die Produktionssteigerung ein. Die Aufhebung des Wasserzinsmaximums könnte die gewünschte Entwicklung gefährden. In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, dass einige Kantone (beispielsweise BE, LU, SO, SG) den Wasserzinsfür Kleinkraftwerke aufgehoben oder reduziert haben. Die Aufhebung des bundesrechtlichen Höchstwertes könnte ausserdem im Hinblick auf bestehende Konzessionen zu Problemen führen, insbesondere bei den Bundeskonzessionen, die mit der Zustimmung ausländischer Staaten verliehen wurden. Die Höhe des Wasserzinses kann nicht ohne die Zustimmung dieser Staaten verändert werden. Bei allen Konzessionen ist zudem auf das Prinzip von Treu und Glauben hinzuweisen, das eingehalten werden muss. Schliesslich würde die Aufhebung des Wasserzinsmaximums neue Fragen im Zusammenhang mit der sich zurzeit in Ausarbeitung befindenden Verordnung über die Ausrichtung von Ausgleichsbeträgen für Einbussen bei Verzicht auf Wasserkraftnutzung aufwerfen. Trotz zahlreicher Argumente, die gegen ein Fallenlassen der bundesrechtlichen Grenzen für die Wasserzinsen sprechen, ist sich der Bundesrat jedoch der finanziellen Schwierigkeiten bewusst, mit denen Kantone und Gemeinden zu kämpfen haben. Auch aus Solidaritätsgründen gegenüber den Wasserherkunftsgebieten erklärt er sich deshalb bereit, die Frage des Motionärs zu prüfen, und beantragt die Umwandlung in ein Postulat. Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzuwandeln. Ueberwiesen als Postulat - Transmis comme postulat #ST# 92.3431 Motion Cavadini Adriano Alpentransit durch den Gotthard. Linienführung Lugano-Grenze Mozione Cavadini Adriano Alptransit del Gottardo. Definire il tracciato da Lugano al Confine con l'Italia Motion Cavadini Adriano Transit à travers le Gothard. Tracé entre Lugano et la frontière italienne Wortlaut der Motion vom 8. Oktober 1992 Der Bundesrat wird eingeladen:
1.
die Kontakte mit den italienischen Behörden zu intensivieren, um a festzulegen, auf welchen Linien (Chiasso-Mailand und/ oder Tessin-Luino) der Verkehr von der künftigen Gotthard-Transversale her weitergeführt wird; b. zu prüfen, ob die gewählten italienischen Linienführungen in der Lage sind, den stärker gewordenen Verkehr zu bewältigen, und, wenn nicht, sicherzustellen, dass Italien rechtzeitig die entsprechenden Investitionen und Anpassungen vornimmt;
2.
mit Italien die Untersuchungen und die Projektierung der Eisenbahnlinie Lugano-Grenze weiter voranzutreiben, weil erst nach deren Festlegung die Projekte der Linienführung Bellinzona-Lugano und des künftigen Bahnhofs Lugano genau umschrieben werden können;
3.
dem Parlament nötigenfalls einen Kreditbeschluss für die Projektierung der Linie Lugano-Chiasso und eventuell Tessin-Luino, wie in Punkt 2 dargelegt, vorzulegen. Testo de//a mozione dell'8 ottobre 1992 II Consiglio federale è invitato a:
1.
Intensificare i contatti con le Autorità italiane per: a stabilire su quali linee (Chiasso-Milano, e/o Ticino-Luino) awiare il traffico in provenienza dalla futura trasversale ferroviaria del Gottardo; b. Verificare se le linee italiane scelte sono sufficienti per sostenere il maggior traffico e in caso negativo per accertarsi che l'Italia proweda per tempo ai relativi investimenti e adattamenti.
2.
Continuare con gli studi e con la progettazione della linea ferroviaria Lugano-Confine con l'Italia, la cui soluzione è indispensabile per poter definire i progetti nel tratto Bellinzona-Lugano e quelli della futura stazione di Lugano.
3.
Sottoporre al Parlamento, se necessario, la richiesta di credito per studiare la progettazione dei tratti Lugano-Chiasso ed eventualmente Ticino-Luino, come indicato al punto 2.
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18.
Dezember 1992 N 2747 Motion Zisyadis Texte de la motion du 8 octobre 1992 Le Conseil fédéral est chargé de:
1.
multiplier les contacts avec les autorités italiennes afin de a déterminer par quelle ligne (Chiasso-Milan et/ou Tessin-Luino) le trafic en provenance de la future transversale du Gothard sera acheminé; b. vérifier si les lignes italiennes choisies sont suffisantes pour supporter le trafic accru, et dans le cas contraire s'assurer que l'Italie effectuera à temps les investissements et les travaux nécessaires;
2.
poursuivre les études concernant la liaison ferroviaire entre Lugano et la frontière italienne, qui sont un préalable à la définition des projets de tronçon Bellinzone-Lugano et de la future gare de Lugano;
3.
soumettre au Parlement si besoin est la demande de crédit pour l'étude du projet de tronçon Lugano-Chiasso et le cas échéant du tronçon Tessin-Luino, déjà mentionné au chiffre 2. Mitunterzeichner-Cofirmatari-Cosignataires: Borradori, Caccia, Carobbio, Cotti, Pini (5) Schriftliche Begründung - Motivazione scritta Développement par écrit Dopo la votazione del 27 settembre 1992, si passa ora alla fase della progettazione delle trasversali ferroviarie alpine. Per il Goliardo è importante intensificare i contatti con l'Italia per avere la garanzia che, una volta terminati i lavori sul tratto svizzero, anche le linee italiane abbiano una sufficiente capacità di trasporto per fronteggiare l'aumento di traffico. Anche l'Italia deve agire con tempestività e solo un lavoro comune e coordinato può consentire di individuare il tracciato migliore nell'interesse delle due Nazioni. Questa esigenza di lavorare di comune accordo con l'Italia si manifestò chiaramente durante i lavori commissionali e parlamentari. Si tratta poi di definire l'ultimo tratto sul territorio svizzero che, secondo la variante scelta, potrà misurare da un minimo di 12 a un massimo di 30 chilometri e di stabilire la sua naturale continuazione in Italia Un recente studio effettuato dall'INFRAS di Zurigo ha indicato che la soluzione a sud di Lugano dovrà essere cercata in un corridoio centrale. La zona scelta porrà problemi per l'elevata densificazione di abitazioni e per la difficile configurazione del territorio (attraversamento del lago per esempio). E' perciò indispensabile che il tracciato venga ora scelto in forma definitiva, attraverso un approfondito esame e un indispensabile coinvolgimento del Cantone e dei Comuni. Questa esigenza è tanto più importante se si considera che nessun tracciato fino a Lugano potrà essere deciso senza sapere quale sarà la futura linea (o le future linee) di uscita verso l'Italia Un'esigenza ancora più evidente perché da questa scelta dipenderà anche la stazione di Lugano, i cui progetti definitivi sono da tempo sempre stati rinviati perché non si sapeva cosa sarebbe capitato con l'AIptransit. Senza quindi conoscere il tracciato fino al confine, non si potrà nemmeno avviare la progettazione definitiva della stazione di Lugano né si potranno migliorare i collegamenti con Milano, riducendo sensibilmente i tempi di percorrenza. La mozione chiede di affrontare subito questi problemi e se necessario chiedere al Parlamento il relativo credito. Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 11. November 1992 Risposta scritta del Consiglio federale dell'11 novembre 1992 Rapport écrit du Conseil fédéral du 11 novembre 1992 L'articolo 5 capoverso 1 del decreto federale concernente la costruzione di una ferrovia transalpina (decreto sul transito alpino) prevede la costruzione di una nuova linea da Arth-Goldau a Lugano. Il capoverso 2 dello stesso articolo obbliga la Confederazione a concepire la nuova linea in modo da permettere un'eventuale estensione all'area di Luino. A questo proposito vi sono diverse possibilità, a seconda che il raccordo all'area di Luino-Ponte Tresa passi attraverso il Gambarogno o attraverso la Val Vedeggio. Queste varianti influiscono essenzialmente sulla progettazione del tratto Bellinzona-Lugano previsto nell'ambito della NTFA. L'articolo 5 capoverso 2 può essere applicato unicamente se è appurata la possibilità di estendere in futuro la nuova tratta verso l'Italia. Il Consiglio federale non può approvare nessun progetto preliminare (art. 11 decreto sul transito alpino) che non tenga conto dell'esigenza di cui all'articolo 5 capoverso 2. Per questo motivo, il proseguimento della nuova tratta fino al confine con l'Italia è oggetto di studi approfonditi. Questi studi sono condotti in stretta collaborazione con le Ferrovie dello Stato italiane al fine di poter garantire i necessari raccordi alla frontiera I crediti per l'approntamento di detti studi possono essere stanziati, fino a nuovo ordine, nel quadro dei crediti d'impegno previsti per la realizzazione del progetto di NTFA L'applicazione dell'articolo 5 capoverso 2 coincide con gli obiettivi della mozione Cavadini Adriano ed è già stata avviata Pertanto, non vi è nessun impedimento di tipo materiale ad accettare la mozione. Poiché però l'intervento fa riferimento a un campo la cui applicazione è già stata affidata al Consiglio federale, la mozione tocca la sua sfera di competenza. L'intervento non può perciò venire accettato per ragioni formali. Schriftliche Erklärung des Bundesrates Dichiarazione scritta del Consiglio federale Déclaration écrite du Conseil fédéral II Consiglio federale chiede di trasformare la mozione in postulato. Ueberwiesen als Postulat - Transmis comme postulat #ST# 92.3394 Motion Zisyadis Entschädigungsgesetz. Sozial ausgerichtete Aenderung Loi sur les indemnités parlementaires. Modification d'inspiration sociale Wortlaut der Motion vom 28. September 1992 Ich ersuche das Büro des Rates, eine Aenderung des Entschädigungsgesetzes vorzubereiten. Im Laufe der jüngsten Abstimmungskampagne haben die Parlamentarier zu den Entschädigungen ganz unterschiedlich Stellung genommen. Für sie handelt es sich dabei offensichtlich um eine variable Grosse. Für die einen sind diese Entschädigungen unverzichtbar, für die anderen sind sie lediglich ein Zustupf, eine Art Taschengeld. In Anbetracht dieser Situation schlage ich vor, eine neue Definition der Entschädigung einzuführen. Dabei ist die festgestellte Diskrepanz zu berücksichtigen und ein Ausgleich zwischen den Parlamentariern einzuführen, so dass eine minimale Gleichheit sichergestellt wird. Texte de la motion du 28 septembre 1992 Je demande au Bureau du conseil d'engager une modification de la loi sur les indemnités parlementaires. Suite aux multiples arguments développés au cours de la récente campagne de votation, il est apparu que pour certains parlementaires, les indemnités représentaient une part très variable, allant de la ressource indispensable à un simple complément, sous forme d'argent de poche. Face à cette situation, je propose d'établir une nouvelle définition des indemnités, tenant compte de ces disparités et introduisant une péréquation entre les parlementaires, pour assurer un minimum d'égalité.
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Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Motion Cavadini Adriano Alpentransit durch den Gotthard. Linienführung Lugano-Grenze Motion Cavadini Adriano Transit à travers le Gothard. Tracé entre Lugano et la frontière italienne Mozione Cavadini Adriano Alptransit del Gottardo. Definire il tracciato da Lugano al Confine con l'Italia In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1992 Année Anno Band VI Volume Volume Session Wintersession Session Session d'hiver Sessione Sessione invernale Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 15 Séance Seduta Geschäftsnummer 92.3431 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 18.12.1992 - 08:00 Date Data Seite 2746-2747 Page Pagina Ref. No 20 022 111 -- 3 of 4 -Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.
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