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Entscheid

92-3495

Verwaltungsbehörden 19.03.1993 92.3495

19. März 1993Deutsch13 min

Source admin.ch

Erwägungen

1.

Für die Begründung des Rekurses des Eidgenössischen Departements des Innern (EDI) gegen die Waldrodung dienten folgende Studien als Grundlage: - Arlettaz R. et al., Actes du 30e Colloque interrégional d'ornithologie Porrentruy, Nov. 1990; - Arlettaz R., Nos Oiseaux 40:321-343,1990; - Expertise der Pronai AG 1991.

2.

Neben der Zwergohreule sind weitere Tier- und Pflanzenarten betroffen. Insbesondere bietet dieses Gebiet Lebensraum für 50 geschützte Tierarten, darunter Heckenbrüter und Nutzer von Hochstammobstbäumen, national bedrohte Schmetterlingsarten, weitere Insekten, Reptilien und Amphibien. Die durch das Golfprojekt betroffene Tier- und Pflanzenwelt ist gemäss allen Gutachtern ausgesprochen reich. Solche traditionell genutzte, mit Magerrasen durchsetzte Heckenlandschaften sind heute selten geworden.

3.

Die Bedingung für den Rückzug des Rekurses des EDI lautet: «Nous sommes prêts à retirer ce recours à la condition que le plan de protection du hibou moyen duc et d'autres valeurs naturelles de la région dont fait état le point 3 de la décision attaquée soit convaincant et qu'il forme partie intégrante de la décision.»

4.

Der erwähnte Schutzplan sollte das Ueberleben der Zwergohreule auf lange Sicht ermöglichen.

5.

Für die Landschaft weniger problematische Projekte wurden in letzter Zeit schon bewilligt, so zum Beispiel in Sidersder «Golf de la Brèche», der übrigens ein positives Beispiel für die Umwandlung einer früher intensiv genutzten Landschaft darstellt. In diesem Sinne könnte eine kantonale Planung für die Errichtung von Golfplätzen, verbunden mit einer Erhebung über die Auswirkungen auf Natur und Landschaft, die Wahl von Standorten ermöglichen, die mit dem Natur- und Landschaftsschutz in Einklang stünden. Im Koordinationsblatt D. 3/1 Golfplätze, Stand 21. Februar 1991, des Richtplanes des Kantons Wallis sind die für die Schaffung von Golfplätzen zu beachtenden Grundsätze sowie das Vorgehen festgehalten. Erklärung des Interpellanten: befriedigt Déclaration de l'interpellateur: satisfait #ST# 92.3495 Interpellation Keller Rudolf Leistungs- und Personalabbau bei der Suva CNA. Diminution des prestations et suppression d'emplois Wortlaut der Interpellation vom 8. Dezember 1992 Die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva) soll von den heute 1920 beschäftigten Personen in nächster Zeit

200.

Personaleinheiten abbauen. Damit will die Suva nach ihren eigenen Aussagen 65 Millionen Franken oder 23 Prozent Verwaltungskosten einsparen und künftig wirtschaftlicher arbeiten. Fragen an den Bundesrat:

1.

Kann dieser Personalabbau ohne Entlassungen vorgenommen werden?

2.

In welchen Gebieten ergeben sich infolge dieses Personalabbaus Leistungs- oder Angebotsreduktionen?

3.

Welche Auswirkungen haben allfällige Leistungs- und Angebotsreduktionen auf die Versicherten?

4.

Welche Auswirkungen haben allfällige Leistungs- und Angebotsreduktionen auf die anderen Versicherungsanbieter?

5.

Sind zur Durchführung der Suva-Massnahmen allenfalls Aenderungen gesetzlicher Bestimmungen notwendig? Wenn ja, welche? Texfe de l'interpellation du 8 décembre 1992 La Caisse nationale suisse d'assurance en cas d'accidents (CNA), qui emploie actuellement 1920 personnes, aurait l'intention de supprimer prochainement 200 emplois. Selon ses dires, elle entend ainsi économiser 65 millions de francs, soit

23.

pour cent de ses frais administratifs, pour travailler d'une manière plus rentable.

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Interpellation Caspar-Mutter 598 N 19 mars 1993 Voici les questions que j'adresse au Conseil fédéral:

1.

Cette suppression d'emplois peut-elle se faire sans licenciements?

2.

Quels seront les secteurs touchés par une éventuelle diminution des prestations et de l'offre si ces emplois sont supprimés?

3.

Quelles seront les répercussions d'une éventuelle diminution des prestations et de l'offre sur les assurés?

4.

Quelles seront les répercussions d'une éventuelle diminution des prestations et de l'offre sur les autres assureurs?

5. Les mesures prévues par la CNA nécessitent-elles la modification d'actes législatifs? Si oui, de quels actes? Mitunterzeichner-Cosignataires: Bischof, Borradori, Maspoli, Ruf, Stalder, Steffen (6) Schriftliche Begründung - Développement par écrit Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 3. Februar 1993 Rapport écrit du Conseil fédéral du 3 février 1993 Nach der geltenden gesetzlichen Regelung untersteht die Suva hinsichtlich ihrer Geschäftsführung in erster Linie der Aufsicht des paritätisch zusammengesetzten Suva-Verwaltungsrates, in dem auch Parlamentarier und Vertreter des Bundes einsitzen. Der Bundesrat übt lediglich die Oberaufsicht aus (Art 61 Abs. 3 UVG). Demnach ist die Suva in ihrer Geschäftsführung weitgehend autonom. Die vom Interpellanten gestellten Fragen beantwortet die Suva auf unsere Aufforderung hin dahin gehend, dass der angezeigte Personalabbau ohne Entlassungen und ohne Leistungsabbau gegenüber den Versicherten erfolgen könne. Ebenfalls keine Auswirkungen seien auf andere Versicherungsanbieter zu erwarten. Im Rahmen des Projektes «Aktiv» würden vor allem Vorschläge realisiert, die eine Reduktion der internen Dienstleistungen beträfen, wie mehrfache Kontrollen von Arbeitsvorgängen, Führen einlässlicher Protokolle über interne Arbeitssitzungen und Führen interner Statistiken. Ganz generell solle auf das bloss Wünschbare, aber für eine effiziente Leistungserbringung nicht Notwendige verzichtet werden. Im übrigen würden als Folge der Rezession die Zahl der gemeldeten Unfälle und damit ein Teil des Geschäftsvolumens zurückgehen. Wir sind der Auffassung, dass zur Durchführung der Suva-Massnahmen keine gesetzlichen Bestimmungen geändert werden müssen. Insbesondere bestehen keine Anhaltspunkte, dass infolge des Personalabbaus bei der Suva der einheitliche und kundenfreundliche Vollzug der gesetzlichen Bestimmungen des UVG nicht mehr gewährleistet werden könnte. Erklärung des Interpellanten: teilweise befriedigt Déclaration de l'interpellateur: partiellement satisfait #ST# 92.3422 Interpellation Caspar-Mutter Frauen- und Mädchenverstümmelung Mutilations sexuelles pratiquées sur des femmes et des fillettes Wortlaut der Interpellation vom 7. Oktober 1992 Mädchen und Frauen gewisser Kulturen haben die systematische Verstümmelung und Amputation ihrer Geschlechtsorgane mit schrecklichen gesundheitlichen und traumatisierenden Folgen zu erdulden. Angehörige dieser Kulte leben auch in der Schweiz. Ich bitte den Bundesrat um die Beantwortung folgender Fragen: - Kennt der Bundesrat das Ausmass und die Handhabung der Klitorisbeschneidungen in der Schweiz? - Ist der Bundesrat gewillt, eine Meldepflicht für Aerzte und Spitäler einzuführen, um so ein realistisches Bild über das Ausmass zu bekommen? -Wie gewichtet der Bundesrat diese Verletzungen und Verstümmelungen strafrechtlich? - Ist der Bundesrat bereit, sich international dafür einzusetzen, dass diese Kulte unter Strafandrohung nicht mehr vollzogen werden dürfen? - Ist der Bundesrat bereit, Frauen und Mädchen, die sich dieserTorturzu entziehen versuchen, angemessene Hilfe zukommen zu lassen, zum Beispiel durch Anerkennung dieser Verletzung der körperlichen Integrität als Folter oder Bedrohung von Leib und Leben? Texte de l'interpellation du 7 octobre 1992 Les femmes et les fillettes de certaines cultures sont systématiquement victimes de mutilations et d'amputations de leurs organes sexuels, ce qui a des conséquences traumatisantes et désastreuses pour leur santé. La Suisse compte également des adeptes de ces rites. Je prie donc le Conseil fédéral de répondre aux questions suivantes: -Connaît-il le nombre d'excisions pratiquées en Suisse et sait-il dans quelles conditions elles sont faites? - Est-il disposé à obliger les médecins et les hôpitaux à déclarer ces pratiques afin qu'on puisse se faire une idée réaliste de l'ampleur du phénomène? - Comment considère-t-il ces blessures et amputations du point de vue du droit pénal? - Est-il prêt à s'engager sur le plan international afin que ces rites ne puissent plus être pratiqués, sous peine de sanctions pénales? - Est-il disposé àfournir une aide adéquate aux femmes et aux fillettes cherchant à échapper à cette torture, par exemple en reconnaissant que cette violation de l'intégrité corporelle constitue une torture ou une mise en danger de la vie et de l'intégrité corporelle? Mitunterzeichner - Cosignataires: Aguet, Bäumlin, Béguelin, Bodenmann, Brügger Cyrill, Bundi, Carobbio, Danuser, Eggenberger, Fankhauser, von Feiten, Goll, Gross Andreas, Haering Binder, Hämmerle, Herczog, Jeanprêtre, Ledergerber, Leemann, Leuenberger Ernst, Steiger, Strahm Rudolf (22) Schriftliche Begründung - Développement par écrit Die Urheberin verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 1. März 1993 Rapport écrit du Conseil fédéral du 1er mars 1993

5. Les mesures prévues par la CNA nécessitent-elles la modification d'actes législatifs? Si oui, de quels actes? Mitunterzeichner-Cosignataires: Bischof, Borradori, Maspoli, Ruf, Stalder, Steffen (6) Schriftliche Begründung - Développement par écrit Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 3. Februar 1993 Rapport écrit du Conseil fédéral du 3 février 1993 Nach der geltenden gesetzlichen Regelung untersteht die Suva hinsichtlich ihrer Geschäftsführung in erster Linie der Aufsicht des paritätisch zusammengesetzten Suva-Verwaltungsrates, in dem auch Parlamentarier und Vertreter des Bundes einsitzen. Der Bundesrat übt lediglich die Oberaufsicht aus (Art 61 Abs. 3 UVG). Demnach ist die Suva in ihrer Geschäftsführung weitgehend autonom. Die vom Interpellanten gestellten Fragen beantwortet die Suva auf unsere Aufforderung hin dahin gehend, dass der angezeigte Personalabbau ohne Entlassungen und ohne Leistungsabbau gegenüber den Versicherten erfolgen könne. Ebenfalls keine Auswirkungen seien auf andere Versicherungsanbieter zu erwarten. Im Rahmen des Projektes «Aktiv» würden vor allem Vorschläge realisiert, die eine Reduktion der internen Dienstleistungen beträfen, wie mehrfache Kontrollen von Arbeitsvorgängen, Führen einlässlicher Protokolle über interne Arbeitssitzungen und Führen interner Statistiken. Ganz generell solle auf das bloss Wünschbare, aber für eine effiziente Leistungserbringung nicht Notwendige verzichtet werden. Im übrigen würden als Folge der Rezession die Zahl der gemeldeten Unfälle und damit ein Teil des Geschäftsvolumens zurückgehen. Wir sind der Auffassung, dass zur Durchführung der Suva-Massnahmen keine gesetzlichen Bestimmungen geändert werden müssen. Insbesondere bestehen keine Anhaltspunkte, dass infolge des Personalabbaus bei der Suva der einheitliche und kundenfreundliche Vollzug der gesetzlichen Bestimmungen des UVG nicht mehr gewährleistet werden könnte. Erklärung des Interpellanten: teilweise befriedigt Déclaration de l'interpellateur: partiellement satisfait #ST# 92.3422 Interpellation Caspar-Mutter Frauen- und Mädchenverstümmelung Mutilations sexuelles pratiquées sur des femmes et des fillettes Wortlaut der Interpellation vom 7. Oktober 1992 Mädchen und Frauen gewisser Kulturen haben die systematische Verstümmelung und Amputation ihrer Geschlechtsorgane mit schrecklichen gesundheitlichen und traumatisierenden Folgen zu erdulden. Angehörige dieser Kulte leben auch in der Schweiz. Ich bitte den Bundesrat um die Beantwortung folgender Fragen: - Kennt der Bundesrat das Ausmass und die Handhabung der Klitorisbeschneidungen in der Schweiz? - Ist der Bundesrat gewillt, eine Meldepflicht für Aerzte und Spitäler einzuführen, um so ein realistisches Bild über das Ausmass zu bekommen? -Wie gewichtet der Bundesrat diese Verletzungen und Verstümmelungen strafrechtlich? - Ist der Bundesrat bereit, sich international dafür einzusetzen, dass diese Kulte unter Strafandrohung nicht mehr vollzogen werden dürfen? - Ist der Bundesrat bereit, Frauen und Mädchen, die sich dieserTorturzu entziehen versuchen, angemessene Hilfe zukommen zu lassen, zum Beispiel durch Anerkennung dieser Verletzung der körperlichen Integrität als Folter oder Bedrohung von Leib und Leben? Texte de l'interpellation du 7 octobre 1992 Les femmes et les fillettes de certaines cultures sont systématiquement victimes de mutilations et d'amputations de leurs organes sexuels, ce qui a des conséquences traumatisantes et désastreuses pour leur santé. La Suisse compte également des adeptes de ces rites. Je prie donc le Conseil fédéral de répondre aux questions suivantes: -Connaît-il le nombre d'excisions pratiquées en Suisse et sait-il dans quelles conditions elles sont faites? - Est-il disposé à obliger les médecins et les hôpitaux à déclarer ces pratiques afin qu'on puisse se faire une idée réaliste de l'ampleur du phénomène? - Comment considère-t-il ces blessures et amputations du point de vue du droit pénal? - Est-il prêt à s'engager sur le plan international afin que ces rites ne puissent plus être pratiqués, sous peine de sanctions pénales? - Est-il disposé àfournir une aide adéquate aux femmes et aux fillettes cherchant à échapper à cette torture, par exemple en reconnaissant que cette violation de l'intégrité corporelle constitue une torture ou une mise en danger de la vie et de l'intégrité corporelle? Mitunterzeichner - Cosignataires: Aguet, Bäumlin, Béguelin, Bodenmann, Brügger Cyrill, Bundi, Carobbio, Danuser, Eggenberger, Fankhauser, von Feiten, Goll, Gross Andreas, Haering Binder, Hämmerle, Herczog, Jeanprêtre, Ledergerber, Leemann, Leuenberger Ernst, Steiger, Strahm Rudolf (22) Schriftliche Begründung - Développement par écrit Die Urheberin verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 1. März 1993 Rapport écrit du Conseil fédéral du 1er mars 1993

1. Laut einer zurzeit laufenden Erhebung des Instituts für Ethnologie der Universität Bern wurden in den letzten Jahren die öffentlichen Spitäler der Schweiz in rund 80 Fällen mit der Behandlung beschnittener Frauen konfrontiert Es handelte sich dabei vor allem um Asylsuchende aus den Ländern Somalia, Aethiopien und Sudan. Die Betroffenen suchen ärztliche Hilfe wegen verschiedenen Problemen im Zusammenhang mit Schwangerschaft und Geburt einerseits und mit Infektionen anderseits. Von aktuellen, in der Schweiz durchgeführten Beschneidungen ist aufgrund derselben Erhebungen nichts bekannt.

2. Eine Meldepflicht für Aerzte und Spitäler über festgestellte, bereits im Ursprungsland erfolgte Verstümmelung bringt in Ergänzung zum bestehenden Datenmaterial keine wesentliche Verbesserung der Kenntnisse über diesen in weiten Teilen Afrikas praktizierten Brauch. Aus diesem Grunde sieht der Bundesrat für die Einführung einer Meldepflicht, wofür eine spezielle gesetzliche Grundlage geschaffen werden müsste, keinen Handlungsbedarf.

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Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Interpellation Keller Rudolf Leistungs- und Personalabbau bei der Suva Interpellation Keller Rudolf CNA. Diminution des prestations et suppression d'emplois In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1993 Année Anno Band I Volume Volume Session Frühjahrssession Session Session de printemps Sessione Sessione primaverile Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 16 Séance Seduta Geschäftsnummer 92.3495 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 19.03.1993 - 08:00 Date Data Seite 597-598 Page Pagina Ref. No 20 022 466 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.

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