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Entscheid

92-3498

Verwaltungsbehörden 17.12.1993 92.3498

17. Dezember 1993Deutsch13 min

Source admin.ch

Erwägungen

1.

Wie rasch gedenkt er die Vorarbeiten für die Totalrevision abzuschliessen und dem Parlament eine Botschaft zu unterbreiten?

2.

Ist der Bundesrat gewillt, die Entwürfe und Vorleistungen der Expertenkommission 1977 sowie der Professoren Kölz und Müller von 1990 als Grundlage für die inhaltlichen Aenderungen zu berücksichtigen?

3.

Ist der Bundesrat bereit, in der revidierten Verfassung eine neue Konzeption der schweizerischen Aussenpolitik zu verankern, die nebst der Unabhängigkeit auch den Frieden, die Menschenrechte, die Solidarität und die Wohlfahrt als Ziele aufweist, wie sie sinngemäss in einer Motion der Aussenpolitischen Kommission des Nationalrates verlangt wurde?

4.

Gedenkt der Bundesrat den Revisionsentwurf mitsamt den vorgesehenen Varianten rein verwaltungsintern oder allenfalls durch eine aus Parlamentariern, Bundesbeamten und externen Fachleuten zusammengesetzte Arbeitsgruppe vorbereiten zu lassen? Texte de l'interpellation du 9 décembre 1992 En juin 1987, les Chambres fédérales ont adopté un arrêté chargeant le Conseil fédéral d'entreprendre une révision totale de la constitution. Il s'agissait d'unifier la langue du droit constitutionnel écrit et non écrit, de rendre ce dernier compréhensible, de l'ordonner de manière systématique, mais aussi d'en modifier le contenu et d'élaborer des variantes en vue de la discussion. Plusieurs motions consacrées à ce sujet ont été déposées au Conseil national en mars 1990; elles ont été examinées en octobre 1991 avant d'être transmises sous laforme de postulats. Dans le programme delà législature 1991 -1995, le Conseil fédéral a promis de continuer à faire avancer les travaux préparatoires en vue d'une révision totale de la constitution, mais aussi de soumettre au Parlement un projet et un message. S'agissant de la date, il a précisé qu'il fallait tenir compte des conditions générales de la politique européenne et de la politique financière. Dans son rapport de gestion 1991, il a réaffirmé qu'il présenterait un projet après la votation sur l'EEE. La décision sur l'EEE vient de tomber. Il convient d'agir malgré le vote négatif. Voici les questions que nous adressons au Conseil fédéral:

1.

Quand pense-t-il avoir terminé les travaux préliminaires en vue de la révision totale de la constitution et présenter un message au Parlement?

2.

Est-il disposé à se fonder sur les projets et les travaux de la commission d'experts de 1977 et sur ceux des professeurs Kölz et Müller de 1990 pour procéder aux révisions touchant le fond?

3.

Est-il prêt à inscrire dans la version révisée de la constitution une nouvelle définition de la politique étrangère suisse qui, outre l'indépendance, aurait pour buts la paix, les droits de l'homme, la solidarité et le bien-être, comme l'a réclamé une motion déposée par la Commission de politique extérieure du Conseil national?

4. Pense-t-il confier la révision de la constitution et l'élaboration des variantes prévues à la seule administration fédérale ou à un groupe de travail composé de parlementaires, de fonctionnaires fédéraux et d'experts externes? Sprecher-Porte-parole: Bundi Schriftliche Begründung Die Urheber verzichten auf eine Begründung und wünschen eine schriftliche Antwort Développement par écrit Les auteurs renoncent au développement et demandent une réponse écrite. Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 29. November 1993 Die Bundesversammlung hat mit Bundesbeschluss vom 3. Juni 1987 die Totalrevision der Bundesverfassung beschlossen und den Bundesrat beauftragt, ihr einen Verfassungsentwurf zu unterbreiten, der das Verfassungsrecht nachführt; inhaltliche Aenderungen oder institutionelle Neuerungen seien in der Form von Varianten zur Diskussion zu stellen. Wie der Bundesrat begründeten auch die eidgenössischen Räte die Notwendigkeit einer Totalrevision der Bundesverfassung damit, dass die geltende Bundesverfassung formale und inhaltliche Mängel aufweise, die gesamthaft und kohärent nur mit einer Totalrevision der Bundesverfassung behoben werden könnten. Angesichts der neuen Herausforderungen durch die europäische Integration drängte sich eine Koordination der beiden Vorhaben auf. Der Bundesrat hat in seinen Stellungnahmen vom 17. September 1990 zu den Motionen Nabholz (90.503), der sozialdemokratischen Fraktion (90.440) und der grünen Fraktion (90.450) sowie in seiner Legislaturplanung 1991-1995 (BB11992 II11-200) folgendes Vorgehen festgelegt: Zuerst soll das EWR-Abkommen genehmigt und sollen die notwendig damit verbundenen Aenderungen der schweizerischen Rechtsordnung vollzogen werden; nach einem positiven Entscheid könnte der Bundesrat eine europagerechte Vorlage für eine neue Bundesverfassung unterbreiten. Das gleiche Vorgehen wäre zu wählen, wenn anstelle des EWR-Abkommens ein Beitritt zur EG erwogen würde. Der Bundesrat hat die Auswirkungen des EWR-Rechts auf die schweizerische Rechtsordnung geprüft und die notwendigen Rechtsänderungen dem Souverän zusammen mit dem EWR-Abkommen unterbreitet Nach dem negativen Ausgang der EWR-Abstimmung ist die Totalrevision der Bundesverfassung zwar nicht mehr auf einen konkreten Integrationsschritt -- 1 of 3 -17. Dezember 1993 N 2585 Interpellation Bäumlin abzustimmen, doch hält der Bundesrat eine Ueberprüfung des schweizerischen Verfassungsrechts auf die veränderten nationalen, aber auch internationalen Anforderungen weiterhin für sinnvoll: Oeffnung nach aussen - Reformen im Innern. Die Totalrevision der Bundesverfassung wird die Gelegenheit bieten, das Verfassungsrecht der Wirklichkeit anzupassen, eine verständliche und systematisch strukturierte, zeitgerechte und für die Zukunft offene Bundesverfassung zu schaffen; die einzelnen Verfassungsbestimmungen und die staatlichen Institutionen auf die neuen nationalen und internationalen Anforderungen abzustimmen, den Gesamtzusammenhang und die Querbezüge zu beachten, die Mängel der geltenden Bundesverfassung zu beheben und Reformen kohärent zu verwirklichen. Der Bundesrat nimmt zu den einzelnen Fragen wie folgt Stellung:

4. Pense-t-il confier la révision de la constitution et l'élaboration des variantes prévues à la seule administration fédérale ou à un groupe de travail composé de parlementaires, de fonctionnaires fédéraux et d'experts externes? Sprecher-Porte-parole: Bundi Schriftliche Begründung Die Urheber verzichten auf eine Begründung und wünschen eine schriftliche Antwort Développement par écrit Les auteurs renoncent au développement et demandent une réponse écrite. Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 29. November 1993 Die Bundesversammlung hat mit Bundesbeschluss vom 3. Juni 1987 die Totalrevision der Bundesverfassung beschlossen und den Bundesrat beauftragt, ihr einen Verfassungsentwurf zu unterbreiten, der das Verfassungsrecht nachführt; inhaltliche Aenderungen oder institutionelle Neuerungen seien in der Form von Varianten zur Diskussion zu stellen. Wie der Bundesrat begründeten auch die eidgenössischen Räte die Notwendigkeit einer Totalrevision der Bundesverfassung damit, dass die geltende Bundesverfassung formale und inhaltliche Mängel aufweise, die gesamthaft und kohärent nur mit einer Totalrevision der Bundesverfassung behoben werden könnten. Angesichts der neuen Herausforderungen durch die europäische Integration drängte sich eine Koordination der beiden Vorhaben auf. Der Bundesrat hat in seinen Stellungnahmen vom 17. September 1990 zu den Motionen Nabholz (90.503), der sozialdemokratischen Fraktion (90.440) und der grünen Fraktion (90.450) sowie in seiner Legislaturplanung 1991-1995 (BB11992 II11-200) folgendes Vorgehen festgelegt: Zuerst soll das EWR-Abkommen genehmigt und sollen die notwendig damit verbundenen Aenderungen der schweizerischen Rechtsordnung vollzogen werden; nach einem positiven Entscheid könnte der Bundesrat eine europagerechte Vorlage für eine neue Bundesverfassung unterbreiten. Das gleiche Vorgehen wäre zu wählen, wenn anstelle des EWR-Abkommens ein Beitritt zur EG erwogen würde. Der Bundesrat hat die Auswirkungen des EWR-Rechts auf die schweizerische Rechtsordnung geprüft und die notwendigen Rechtsänderungen dem Souverän zusammen mit dem EWR-Abkommen unterbreitet Nach dem negativen Ausgang der EWR-Abstimmung ist die Totalrevision der Bundesverfassung zwar nicht mehr auf einen konkreten Integrationsschritt -- 1 of 3 -17. Dezember 1993 N 2585 Interpellation Bäumlin abzustimmen, doch hält der Bundesrat eine Ueberprüfung des schweizerischen Verfassungsrechts auf die veränderten nationalen, aber auch internationalen Anforderungen weiterhin für sinnvoll: Oeffnung nach aussen - Reformen im Innern. Die Totalrevision der Bundesverfassung wird die Gelegenheit bieten, das Verfassungsrecht der Wirklichkeit anzupassen, eine verständliche und systematisch strukturierte, zeitgerechte und für die Zukunft offene Bundesverfassung zu schaffen; die einzelnen Verfassungsbestimmungen und die staatlichen Institutionen auf die neuen nationalen und internationalen Anforderungen abzustimmen, den Gesamtzusammenhang und die Querbezüge zu beachten, die Mängel der geltenden Bundesverfassung zu beheben und Reformen kohärent zu verwirklichen. Der Bundesrat nimmt zu den einzelnen Fragen wie folgt Stellung:

1. Der Bundesrat gedenkt, bis 1995 einen Entwurf (mit Varianten) zu einer neuen Bundesverfassung zu erarbeiten.

2. Der Bundesrat beabsichtigt, inhaltliche Neuerungen und institutionelle Reformen in Form von Varianten zum geltenden Verfassungsrecht zur Diskussion zu stellen; er wird dabei berücksichtigen: die Ergebnisse der Arbeitsgruppe Wahlen, der Expertenkommission Furgler, der Vernehmlassung, der Verfassungsrevisionen in den Kantonen und des wissenschaftlichen Schrifttums.

3. Der Bundesrat wird die Frage von aussenpolitischen Zielbestimmungen prüfen; im übrigen verweisen wir auf unsere schriftliche Stellungnahme zur Motion der Kommission für auswärtige Angelegenheiten (91.3035) vom 23. Januar 1991 (AB 1991 N 1610-1612).

4. Der Bundesrat gedenkt, die Vorlage unter Beizug von externen Experten im normalen Verfahren zu erarbeiten, wobei für deren Behandlung durch das Parlament eine frühzeitige Abstimmung erfolgen soll. Rapport écrit du Conseil fédéral du 29 novembre 1993 Par arrêté fédéral du 3 juin 1987, l'Assemblée fédérale a décidé la révision totale de la Constitution fédérale et a chargé le Conseil fédéral de lui soumettre un projet de mise à jour du droit constitutionnel; des propositions de modifications matérielles et d'innovations institutionnelles devaient être présentées sous forme de variantes en vue de la discussion. A l'instar du Conseil fédéral, les Chambres fédérales justifient la nécessité d'une révision totale de la Constitution fédérale par le fait que la constitution en vigueur présente des défauts formels et matériels auxquels seule une révision totale serait susceptible de remédier. Eu égard aux nouveaux défis liés à l'intégration européenne, une coordination des deux projets s'avère indispensable. Dans sa réponse du 17 septembre 1990 aux motions Nabholz (90.503), du groupe socialiste (90.440) et du groupe écologiste (90.450), ainsi que dans le programme de la législature 1991-1995 (FF 1992II11-201), le Conseil fédéral afixé la procédure suivante: il faut d'abord que l'Accord EEE soit approuvé et que les modifications de l'ordre juridique suisse qui en découlent soient réalisées; en cas de décision positive, le Conseil fédéral pourrait présenter un projet de nouvelle constitution eurocompatible. La même démarche serait applicable si une adhésion à la CE était envisagée en lieu et place de l'Accord EEE. Le Conseil fédéral a analysé les effets du droit de l'EEE sur l'ordre juridique suisse et a soumis les modifications nécessaires au souverain, en même temps que l'Accord EEE. Vu l'issue négative de la votation sur l'EEE, il n'est certes plus indispensable de coordonner la révision totale de la Constitution fédérale avec une étape concrète du processus d'intégration; néanmoins, le Conseil fédéral estime toujours judicieux de réexaminer le droit constitutionnel suisse en tenant compte de la transformation des exigences posées au plan national, mais aussi au niveau international: ouverture sur l'extérieur- réformes à l'intérieur. La révision totale de la Constitution fédérale offrira l'occasion d'adapter le droit constitutionnel à la réalité contemporaine, de rédiger un texte de la constitution structuré de manière systématique, intelligible, moderne et ouvert sur l'avenir, d'harmoniser les diverses dispositions constitutionnelles et les institutions étatiques avec les nouvelles exigences nationales et internationales, de tenir compte du contexte global et des interdépendances, d'éliminer les défauts de la Constitution fédérale en vigueur et de réaliser des réformes de façon cohérente. Le Conseil fédéral répond comme suit aux diverses questions:

1. Le Conseil fédéral envisage l'élaboration d'un projet de nouvelle Constitution fédérale (assorti de variantes) d'ici 1995.

2. Le Conseil fédéral a l'intention de mettre en discussion des innovations matérielles et des réformes institutionnelles sous forme de variantes au droit constitutionnel en vigueur; à cet effet, il tiendra compte des résultats du groupe de travail Wahlen, de la commission d'experts Furgler, de la procédure de consultation, des révisions constitutionnelles cantonales et de la doctrine.

3. Le Conseil fédéral examinera la question d'une définition des objectifs de la politique étrangère; nous nous référons par ailleurs aux termes de notre réponse écrite à la motion de la Commission de politique extérieure (91.3035) du 23 janvier 1991 (BO1991 N 1610-1612).

4. Le Conseil fédéral envisage d'élaborer le projet selon la procédure ordinaire et avec le concours d'experts extérieurs à l'administration. Il conviendra cependant de procéder à temps à l'harmonisation du projet, en prévision de son examen par le Parlement. Präsidentin: Die Interpellanten sind von der Antwort des Bundesrates teilweise befriedigt und verlangen Diskussion. Abstimmung - Vote Für den Antrag auf Diskussion Dagegen Verschoben - Renvoyé offensichtliche Mehrheit Minderheit #ST# 93.3512 Interpellation Bäumlin Bage (Bundesamt für geistiges Eigentum). Privatisierung Ofpi (Office fédéral de la propriété intellectuelle). Privatisation Wortlaut der Interpellation vom 8. Oktober 1993 Im Vorschlag des Bundesrates zur Umwandlung des Bage in ein Sige (Schweizerisches Institut für geistiges Eigentum) steht zu lesen, dass das neue Schweizerische Institut für geistiges Eigentum bei der Erfüllung seiner Aufgaben weisungsgebunden sei. Ich bitte den Bundesrat, in diesem Zusammenhang die folgenden Fragen zu beantworten:

1. Wie verhalten sich Weisungsgebundenheit und Zuständigkeit des Instituts bei der Vorbereitung und beim Vollzug (!) von Erlassen über die Erfindungspatente sowie auf dem ganzen Gebiet des geistigen Eigentums?

2. Wer erlässt die angesprochenen Weisungen, und welches Verhältnis haben diese zum geltenden Recht (PatG)?

3. Wer berät letztlich wen in Fragen der nationalen und internationalen Rechtsetzung auf dem Gebiet des geistigen Eigentums, und welche Kompetenzen bleiben der Legislative bei diesem Rechtsetzungsprozess noch übrig? Zu erinnern ist dabei an die «Ausschaltung» der früheren PatG-Revisionskommission bis zum Zeitpunkt eines «Nachvollzugs» der international vereinbarten Abmachungen im Bereich des geistigen Eigentums (EG-Richtlinien, Uruguay-Runde des Gatt).

4. Hat sich das Sige an die bestehende schweizerische Gesetzgebung zu halten, wenn es mit der europäischen Patent-

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Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Interpellation der sozialdemokratischen Fraktion Totalrevision der Bundesverfassung Interpellation du groupe socialiste Révision totale de la constitution In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1993 Année Anno Band V Volume Volume Session Wintersession Session Session d'hiver Sessione Sessione invernale Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 15 Séance Seduta Geschäftsnummer 92.3498 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 17.12.1993 - 08:00 Date Data Seite 2584-2585 Page Pagina Ref. No 20 023 574 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.

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