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Entscheid

92-418

Verwaltungsbehörden 31.07.1995 92.418

31. Juli 1995Deutsch25 min

Source admin.ch

Erwägungen

0.

Stimmen, dem Rat zu beantragen, der parlamentarischen Initiative Guinand Folge zu geben. Der Nationalrat stimmte diesem Antrag am 19. März 1993 diskussionslos zu. Am 9. Mai 1994 befasste sich die Kommission für Rechtsfragen erneut mit der parlamentarischen Initiative und verabschiedete die Ihnen heute unterbreitete Gesetzesänderung mit 16 zu 0 Stimmen. Worum geht es? Nach Artikel 505 Absatz 1 des ZGB ist das eigenhändige Testament «vom Erblasser von Anfang bis zu Ende mit Einschluss der Angabe von Ort, Jahr, Monat und Tag der Errichtung von Hand niederzuschreiben sowie mit seiner Unterschrift zu versehen». Leidet diese letztwillige Verfügung an einem Formmangel, so kann sie auf Klage hin gemäss Artikel 520 Absatz 1 ZGB für ungültig erklärt werden. Die parlamentarische Initiative verlangt nun zum einen, auf das Formerfordernis der Ortsangabe zu verzichten. Zum zweiten will sie Artikel 520 ZGB folgendermassen ergänzen: Wenn sich der Formmangel auf die Angabe von Jahr, Monat und Tag bezieht, soll die Verfügung nur dann für ungültig erklärt werden, wenn diese Angaben über die Wahrung der Form hinaus für die Verfügung von Bedeutung sind. Die beiden Anliegen der parlamentarischen Initiative wurden von der Kommission unterschiedlich beurteilt Bezüglich des Formerfordernisses der richtigen Ortsangabe konnten sich die Kommission und auch der Bundesrat in seiner Stellungnahme zur Initiative dem Anliegen anschliessen. Nachdem selbst das Bundesgericht seine Praxis bezüglich der Richtigkeit der Ortsangabe gelockert hatte, indem es die Angabe des Wohnortes statt des Aufenthaltsortes Spital als Errichtungsort nicht als Formmangel anerkannt hatte, rechtfertigt sich ein vollständiges Weglassen dieses Formerfordernisses. Für die Feststellung der Echtheit der letztwilligen Verfügung und die Bestimmung des anwendbaren Rechts rechtfertigt sich die Beibehaltung der Ortsangabe nicht. Die Kommission beantragt Ihnen daher, auf dieses Formerfordernis ganz zu verzichten und Artikel 505 Absatz 1 ZGB in diesem Sinne abzuändern. Die Mängel, welche die parlamentarische Initiative in bezug auf das Datum der Testamentserrichtung aufzeigt, sind dagegen differenzierter zu beurteilen. Richtig ist, dass dem Willen des Erblassers besser Rechnung getragen werden soll, als dies heute oft der Fall ist Das formelle Erfordernis des Datums bezweckt die Verwirklichung des Willens des Erblassers und nicht dessen Vereitelung. Die heutige Rechtsprechung ist inkonsequent: Zum einen bewirkt ein vollständiges, aber unrichtiges Datum nicht unbedingt die Ungültigkeit, während beim unvollständigen aber richtigen Datum das Gegenteil gilt Die vom Initianten vorgeschlagene Neuformulierung erachtete die Kommission jedoch als zu vage, da die Fälle, in denen eine letztwillige Verfügung trotz Formmangel nicht für ungültig erklärtwerden soll, darin nicht konkret umschrieben werden. Daher erarbeitete die Kommission in Zusammenarbeit mit dem EJPD einen Gegenentwurf für einen neuen Artikel 520a ZGB. Darin sollen alle Fälle mangelhafter Datierung erfasst werden, nämlich fehlendes Datum, von einem Dritten geschriebenes Datum, unvollständiges und unrichtiges Datum. Die Vermutung der Richtigkeit und damit der Gültigkeit des Testaments gilt nur für das Datum, das vom Erblasser eigenhändig geschrieben wurde. Nur wenn das Datum für die Beurteilung der Verfügungsfähigkeit, aber auch der Reihenfolge von mehreren Testamenten oder einer anderen, den Bestand der Verfügung betreffende Frage notwendig ist, kann die bezüglich Datum fehlerhafte Verfügung als ungültig erklärt werden. Klar ist durch das Anfügen eines neuen Artikels mit eigenem Marginale, dass sich die Neuregelung nur auf das eigenhändige Testament bezieht und nicht auch auf öffentlich beurkundete Testamente. Hier ist dem Antrag Sandoz entgegenzuhalten, dass sich die Kommission ganz bewusst nur auf die Neuregelung des eigenhändigen Testaments beschränken wollte. Zusammenfassend ersucht Sie die Kommission für Rechtsfragen einstimmig, Artikel 505 Absatz 1 ZGB im Sinne der parla-- 1 of 5 -31. Januar 1995 N 205 Parlamentarische Initiative. Eigenhändiges Testament mentarischen Initiative Guinand zu revidieren, weil die Angabe des Erstellungsorts für die Gültigkeit des Testaments nicht nötig ist. Bezüglich Artikel 520 Absatz 1 ZGB empfiehlt die Kommission, die parlamentarische Initiative abzulehnen und dem Gegenentwurf zuzustimmen, der in dieselbe Richtung zielt. Poncet Charles (L, GE), rapporteur: Le 1er juin 1992, M. Guinand, préoccupé par une jurisprudence du Tribunal fédéral devenue relativement incohérente sur ce sujet, déposait une initiative parlementaire visant à préciser et à modifier le texte des articles 505 alinéa 1 er et 520 alinéa 1 er du Code civil. Il s'agissait, pour la première de ces dispositions, de décider qu'en matière de testament olographe, donc de testament écrit de sa propre main par le testataire, à l'avenir, le lieu d'établissement du testament ne serait plus une condition de sa validité. Il s'agissait, d'autre part, de prévoir que, lorsqu'une disposition à cause de mort était affectée par une date inexacte ou incomplète, il n'y aurait pas lieu à annulation du testament lorsque la date inexacte ou incomplète ne jouait pas de rôle pour des questions de droit matériel, par exemple, pour établir la priorité entre plusieurs dispositions testamentaires ou pour établir la capacité de tester de l'auteur du testament. Le 18 janvier 1993, la commission du Conseil national a procédé à l'examen préalable de l'initiative parlementaire Guinand; le Conseil national l'a fait le 19 mars 1993, et il a été décidé de donner suite à l'initiative, de sorte que la Commission des affaires juridiques a examiné le fond en date du 10 mai 1994.

Le Conseil fédéral a pris position sur l'initiative parlementaire Guinand; il s'est déclaré favorable à la modification de l'article 505 alinéa 1er du Code civil, c'est-à-dire à la suppression de l'exigence du lieu d'établissement comme condition de validité dans le testament olographe. En revanche, le Conseil fédéral se déclarait opposé à la modification de l'article 520 alinéa 1 er du Code civil, retenant que cette disposition, modifiée comme le proposait l'initiative, s'appliquerait alors non seulement au testament olographe, mais encore au testament public et au pacte successoral, ce qui pouvait poser des questions délicates dont l'examen devait être renvoyé à une date ultérieure. La Commission des affaires juridiques s'est ralliée partiellement à cette manière de voir. Elle a donc adopté un article 520a (nouveau) du Code civil qui s'appliquera - lorsque nous l'aurons adopté - uniquement au testament olographe. On peut être à cet égard d'un autre avis et souhaiter que la disposition de l'article 520a alinéa 1 er soit au contraire applicable au testament public également Tel est d'ailleurs le sens de la proposition Sandoz - bien entendu olographe! -, qui sera peut-être discutée tout à l'heure ou qui, si par impossible elle était retirée, ne manquerait pas de retenir l'attention du Conseil des Etats, lors d'un second examen de ce texte. La conclusion à laquelle nous sommes arrivés est donc de limiter le bénéfice de l'article 520a (nouveau) au testament olographe, en prévoyant ceci: «Lorsque l'indication de l'année, du mois ou du jour de l'établissement d'un testament olographe fait défaut ou est inexacte et qu'il est impossible de déterminer d'une autre manière les données temporelles requises en l'espèce, le testament peut être annulé si la date est nécessaire pour juger de la capacité de tester de l'auteur de l'acte, de la priorité entre plusieurs dispositions successives ou de toute autre question relative à l'existence de la disposition pour cause de mort» Sur cette question de savoir s'il y avait lieu d'introduire une modification uniquement pour le testament olographe, la commission afait droit à la suggestion du Conseil fédéral, se réservant de revenir dans un second temps, éventuellement, sur la question de savoir si la même disposition doit être applicable en matière de testament public et, ce qui serait encore plus délicat, en matière de pacte successoral. Voilà les raisons pour lesquelles je vous propose de vous rallier aux conclusions de votre commission, qui approuve l'article 505 alinéa 1 er tel que proposé par M. Guinand et qui, pour l'article 520a (nouveau), vous propose une formulation légèrement modifiée. Koller Arnold, Bundesrat: Die Rechtslage in bezug auf das eigenhändige Testament präsentiert sich, kurz zusammengefasst, heute folgendermassen: Das Bundesgericht erachtet ein Testament dann als gültig, wenn die falsche Orts- oder Datumsangabe auf einem Testament für den Inhalt und die Auslegung des Testamentes ohne jegliche Bedeutung ist. Das gleiche gilt in den Augen des Bundesgerichts nun allerdings nicht, wenn die Angabe eines Orts oder eines Datums fehlen. Der Wortlaut von Artikel 505 Absatz 1 ZGB steht demnach der Auffassung des Bundesgerichts entgegen. Das Bundesgericht hat denn auch klargemacht, dass hier der Gesetzgeber aktiv werden müsse, wenn man sich mit dieser doch etwas widersprüchlich anmutenden Rechtslage nicht abfinden wolle. Der Bundesrat hat zum Änderungsentwurf Ihrer Kommission bereits schriftlich Stellung genommen. Wir sind mit Ihrer Kommission der Meinung, dass hier angesichts der genannten bundesgerichtlichen Rechtsprechung tatsächlich Handlungsbedarf ausgewiesen ist. Wir sind auch mit der von Ihrer Kommission präsentierten Lösung einverstanden, die - wie zu Recht gesagt worden ist - vom ursprünglichen Entwurf Ihres früheren Mitglieds, Herrn Staatsrat Guinands, leicht abweicht. Mit der vorgeschlagenen Änderung und Ergänzung des ZGB ist folgendes klar:

Le Conseil fédéral a pris position sur l'initiative parlementaire Guinand; il s'est déclaré favorable à la modification de l'article 505 alinéa 1er du Code civil, c'est-à-dire à la suppression de l'exigence du lieu d'établissement comme condition de validité dans le testament olographe. En revanche, le Conseil fédéral se déclarait opposé à la modification de l'article 520 alinéa 1 er du Code civil, retenant que cette disposition, modifiée comme le proposait l'initiative, s'appliquerait alors non seulement au testament olographe, mais encore au testament public et au pacte successoral, ce qui pouvait poser des questions délicates dont l'examen devait être renvoyé à une date ultérieure. La Commission des affaires juridiques s'est ralliée partiellement à cette manière de voir. Elle a donc adopté un article 520a (nouveau) du Code civil qui s'appliquera - lorsque nous l'aurons adopté - uniquement au testament olographe. On peut être à cet égard d'un autre avis et souhaiter que la disposition de l'article 520a alinéa 1 er soit au contraire applicable au testament public également Tel est d'ailleurs le sens de la proposition Sandoz - bien entendu olographe! -, qui sera peut-être discutée tout à l'heure ou qui, si par impossible elle était retirée, ne manquerait pas de retenir l'attention du Conseil des Etats, lors d'un second examen de ce texte. La conclusion à laquelle nous sommes arrivés est donc de limiter le bénéfice de l'article 520a (nouveau) au testament olographe, en prévoyant ceci: «Lorsque l'indication de l'année, du mois ou du jour de l'établissement d'un testament olographe fait défaut ou est inexacte et qu'il est impossible de déterminer d'une autre manière les données temporelles requises en l'espèce, le testament peut être annulé si la date est nécessaire pour juger de la capacité de tester de l'auteur de l'acte, de la priorité entre plusieurs dispositions successives ou de toute autre question relative à l'existence de la disposition pour cause de mort» Sur cette question de savoir s'il y avait lieu d'introduire une modification uniquement pour le testament olographe, la commission afait droit à la suggestion du Conseil fédéral, se réservant de revenir dans un second temps, éventuellement, sur la question de savoir si la même disposition doit être applicable en matière de testament public et, ce qui serait encore plus délicat, en matière de pacte successoral. Voilà les raisons pour lesquelles je vous propose de vous rallier aux conclusions de votre commission, qui approuve l'article 505 alinéa 1 er tel que proposé par M. Guinand et qui, pour l'article 520a (nouveau), vous propose une formulation légèrement modifiée. Koller Arnold, Bundesrat: Die Rechtslage in bezug auf das eigenhändige Testament präsentiert sich, kurz zusammengefasst, heute folgendermassen: Das Bundesgericht erachtet ein Testament dann als gültig, wenn die falsche Orts- oder Datumsangabe auf einem Testament für den Inhalt und die Auslegung des Testamentes ohne jegliche Bedeutung ist. Das gleiche gilt in den Augen des Bundesgerichts nun allerdings nicht, wenn die Angabe eines Orts oder eines Datums fehlen. Der Wortlaut von Artikel 505 Absatz 1 ZGB steht demnach der Auffassung des Bundesgerichts entgegen. Das Bundesgericht hat denn auch klargemacht, dass hier der Gesetzgeber aktiv werden müsse, wenn man sich mit dieser doch etwas widersprüchlich anmutenden Rechtslage nicht abfinden wolle. Der Bundesrat hat zum Änderungsentwurf Ihrer Kommission bereits schriftlich Stellung genommen. Wir sind mit Ihrer Kommission der Meinung, dass hier angesichts der genannten bundesgerichtlichen Rechtsprechung tatsächlich Handlungsbedarf ausgewiesen ist. Wir sind auch mit der von Ihrer Kommission präsentierten Lösung einverstanden, die - wie zu Recht gesagt worden ist - vom ursprünglichen Entwurf Ihres früheren Mitglieds, Herrn Staatsrat Guinands, leicht abweicht. Mit der vorgeschlagenen Änderung und Ergänzung des ZGB ist folgendes klar:

1. Auf dem eigenhändigen Testament braucht künftig der Errichtungsort nicht mehr zu figurieren. Die Angabe des Orts ist entbehrlich, hat sie in der Vergangenheit doch höchstens in internationalen Verhältnissen in bezug auf das anwendbare Recht eine Rolle gespielt. Heute geschieht beim eigenhändigen Testament die Anknüpfung aber bereits nicht mehr zwingend gestützt auf den im Testament genannten Ort Möglich ist es beispielsweise auch heute schon, alternativ auf das Recht des Wohnsitzes des Testators abzustellen. Ich verweise auf die einschlägige Haager Konvention vom 5. Oktober 1961. Das Testament bleibt damit auch ohne Angabe des Orts gültig. Mit dem Verzicht auf die Angabe des Errichtungsorts erübrigt es sich, darüber zu streiten, unter welchen Voraussetzungen eine falsche Ortsangabe zur Ungültigkeit des Testaments führen kann. Dies wird künftig - wenn dieser Entwurf Ihrer Kommission Gesetz wird - zu Recht nie mehr der Fall sein. Damit ist endlich sichergestellt, dass eine falsche und eine fehlerhafte Ortsangabe künftig gleich behandelt werden.

2. Etwas komplizierter gestaltet sich die Rechtslage im Zusammenhang mit dem vorgeschlagenen Artikel 520a. Mit dieser Bestimmung soll erreicht werden, dass die Verletzung von Formvorschriften nicht unverhältnismässig rigorose Sanktionen nach sich zieht; vielmehr müssen diese mit Blick auf den letzten Willen des Erblassers und auf die konkrete Interessenlage in jedem Fall als sachgerecht erscheinen. Konkret wird daher vorgeschlagen, dass eine mangelhafte Datumsangabe nur noch dann die Ungültigkeit des eigenhändigen Testaments zur Folge hat, wenn das Vorhandensein eines korrekten Datums von materiellrechtlicher Bedeutung ist Zunächst möchte ich betonen, dass der Bundesrat auch gegen diese Lösung keine Einwände geltend macht. Damit scheint tatsächlich ein vernünftiger Interessenausgleich erreicht zu sein. Wann ist nun die Angabe des Datums auch in Zukunft noch nötig, weil ihm eine materiellrechtliche Bedeutung zukommt? Dies ist beispielsweise dann der Fall, wenn streitig ist, ob der Testator zur Zeit der Testamentserrichtung Urteils- und damit verfügungsfähig war. In diesem Fall werden die gesetzlichen Erben auch in Zukunft durch das Formerfordernis des Datums geschützt. Sein Fehlen bewirkt die Ungültigkeit des Testaments, was auf dem Klageweg geltend gemacht werden kann. Allerdings können die testamentarisch Begünstigten auch in diesem Fall den Beweis antreten, dass das Testament tatsächlich zu einem Zeitpunkt errichtet worden ist, in dem der Erblasser urteilsfähig war. Als Beweismittel steht ihnen in diesem Fall aber nicht die Angabe des Datums auf dem Testament zur Verfügung. Eine ausgewogenere Interessenabwägung, als sie die Kommission in Artikel 520a vorgenommen hat, kann man sich eigentlich kaum vorstellen. Es wird weder der Schutz der gesetzlichen Erben noch jener der vom Testator Bedachten verabsolutiert. Die von Ihrer Kommission vorgeschlagene Lösung - dies sei abschliessend betont - wird vermutlich nichts daran ändern, -- 2 of 5 -Initiative parlementaire. Testament olographe 206 N 31 janvier 1995 dass auch in Zukunft die allermeisten Testamente datiert sein werden, und zwar in einer korrekten Art und Weise. Artikel 520a bedeutet vor diesem Hintergrund einen nur sehr geringfügigen Verlust an Rechtssicherheit, der heute mit einem allzustarken Beharren auf der Einhaltung von strengen Formvorschriften erkauft werden muss. Der Moment ist für den Gesetzgeber zweifellos gekommen, die Rechtsprechung von einem Teil ihrer Verantwortung für den sinnvollen Umgang mit Formvorschriften zu entlasten. In diesem Sinne beantragt Ihnen der Bundesrat, dem Entwurf Ihrer Kommission zuzustimmen. Eintreten wird ohne Gegenantrag beschlossen L'entrée en matière est décidée sans opposition Detailberatung - Discussion par articles Titel und Ingress; Ziff. l Einleitung; Art. 505 Abs. 1; 520 Randtitel Antrag der Kommission Zustimmung zum Entwurf der Kommission Titre et préambule; eh. l introduction; art. 505 al. 1; 520 titre marginal Proposition de la commission Adhérer au projet de la commission Angenommen -Adopté Art. 520a (neu) Antrag der Kommission Zustimmung zum Entwurf der Kommission Antrag Sandoz Fehlt die Angabe von Jahr, Monat und Tag der Errichtung einer Verfügung, so kann die Verfügung nur dann wegen Formmangels für ungültig erklärt werden, wenn das Datum für die Gültigkeit der Verfügung von Todes wegen erforderlich ist Art. 520a (nouveau) Proposition de la commission Adhérer au projet de la commission Proposition Sandoz Lorsque l'indication de l'année, du mois ou du jour de l'établissement d'une disposition fait défaut.... la disposition ne peut être annulée pour vice de forme que si la date est nécessaire.... relative à la validité de la disposition pour cause demorl Développement par écrit En ce qui concerne le titre: il semble regrettable de limiter les exceptions concernant l'annulation pour vice de la date au testament olographe. Toutes les dispositions à cause de mort doivent comporter une date (cf art 500 al. 3,507 al. 1,512 al. 1 CC) et si l'erreur est plus probable en cas de testament olographe que dans les autres cas, il n'en serait pas moins infondé de traiter différemment ces erreurs selon l'acte entaché. La proposition de notre collègue Guinand, à l'article 520, concernait d'ailleurs bien toutes les dispositions à cause de mort, même si, encore une fois, les risques d'erreur sont moindres dans les autres actes. Si le changement du titre est accepté, il implique le remplacement, dans le corps de l'article, des termes «testament olographe» par «disposition» pour rester fidèle à la formule de l'article 520 alinéa 1 CC. En ce qui concerne, dans le corps de l'article 520a, les modifications autres que le remplacement des termes de «testament olographe»: il n'est pas possible de recourir à une action en annulation pour vice de forme pour contester «l'existence» d'une disposition à cause de mort, comme le propose le texte de la commission. En effet, si c'est l'existence de l'acte qui est litigieuse, on est en présence d'une action en constatation, qui n'est soumise à aucun délai, qui est ouverte à «tout intéressé» et qui peut utiliser le vice de date comme moyen de preuve. Il serait en effet aberrant de demander l'annulation d'un acte inexistant Le vice de la date doit, pour justifier une action en annulation, entacher la validité de l'acte pour un motif autre que le pur vice de forme que l'on veut précisément éviter de sanctionner comme tel. Sandoz Suzette (L, VD): Je voulais informer que je retire ma proposition. Le but est d'attirer l'attention du Conseil des Etats sur un point qui devrait être repris. Le rapporteur a eu la gentillesse de dire qu'en effet, on pouvait attirer l'attention du Conseil des Etats. En outre, je voudrais simplement vous dire que le texte que vous avez reçu ne correspond pas à ma version française et que la traduction allemande en est de surcroît catastrophique. Ne pensez pas que je sois à l'origine du très mauvais texte que vous avez reçu. Angenommen gemäss Antrag der Kommission Adopté selon la proposition de la commission Ziff. Il Antrag der Kommission Zustimmung zum Entwurf der Kommission Ch.ll Proposition de la commission Adhérer au projet de la commission Angenommen -Adopté Namentliche Gesamtabstimmung Vote sur l'ensemble, par appel nominal Für Annahme des Entwurfes stimmen -Acceptent le projet: Aguet, Allenspach, Bär, Baumann Stephanie, Baumberger, Bäumlin, Bezzola, Bircher Peter, Bischof, Bonny, Bortoluzzi, Brügger Cyrill, Bührer Gerold, Bundi, Bürgi, Camponovo, Carobbio, Chevallaz, Cincera, Cornaz, Couchepin, Danuser, Darbellay, Deiss, Dettling, Dormann, Dreher, Ducret, Duvoisin, Eggenberger, Eggly, Epiney, Eymann Christoph, Fankhauser, Fehr, von Feiten, Fischer-Seengen, Fritschi Oscar, Früh, Gadient, Giezendanner, Gobet, Gros Jean-Michel, Grossenbacher, Hafner Ursula, Hämmerle, Hari, Heberlein, Hollenstein, Hubacher, Iten Joseph, Jäggi Paul, Jeanprêtre, Jenni Peter, Keller Anton, Keller Rudolf, Kühne, Leemann, Leu Josef, Leuba, Leuenberger Moritz, Maeder, Marti Werner, Mauch Ursula, Meier Hans, Misteli, Marbel, Nebiker, Neuenschwander, Oehler, Ostermann, Perey, Philipona, Poncet, Rechsteiner, Reimann Maximilian, Ruckstuhl, Ruf, Rutishauser, Rychen, Savary, Schenk, Scherrer Jürg, Schmid Peter, Schmidhalter, Schmied Walter, Schnider, Schweingruber, Seiler Hanspeter, Seiler Rolf, Sieber, Singeisen, Spielmann, Stalder, Stamm Luzi, Steffen, Steiger Hans, Steinegger, Steinemann, Steiner Rudolf, Strahm Rudolf, Stucky, Suter, Theubet, Thür, Tschopp, Vetterli, Vollmer, Weder Hansjürg, Wick, Wittenwiler, Zisyadis, Züger, Zwahlen, Zwygart (115) Der Stimme enthalten sich-S'abstiennent: Aubry, Sandoz (2) Aregger, Baumann Ruedi, Béguelin, Berger, Binder, Blatter, Blocher, Bodenmann, Borei François, Borer Roland, Borradori, Brunner Christiane, Bugnon, Bühlmann, Caccia, Caspar-Hutter, Cavadini Adriano, Columberg, Comby, de Dardel, David, Diener, Dünki, Engler, Fasel, Fischer-Hägglingen, Fischer-Sursee, Frey Walter, Friderici Charles, Giger, Goll, Gonseth, Graber, Grendelmeier, Gross Andreas, Gysin, Haering Binder, Hegetschweiler, Herczog, Hess Otto, Hess Peter, Hildbrand, Jaeger, Jori, Kern, Ledergerber, Lepori Bonetti, Leuenberger Ernst, Loeb François, Maître, Mamie, Maspoli, Matthey, Mauch Rolf, Maurer, Meier Samuel, Meyer Theo, Miesch, Moser, Mühlemann, Müller, Nabholz, Pidoux, Pini, Raggenbass, Robert, Rohrbasser, Ruffy, Scherrer Werner, Scheurer Rémy, Schmid Samuel, Segmüller, Spoerry, Stamm Judith, Tschäppät Alexander, Tschuppert Karl, Wanner, Weyeneth, Wiederkehr, Wyss William, Zbinden, Ziegler Jean (82)

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31. Januar 1995 N 207 Motion Urek-NR Präsident, stimmt nicht-Président, ne vote pas: Frey Claude (1) An den Ständerat-Au Conseil des Etats #ST# 93.3534 Motion Urek-NR Verminderung des Benzinverbrauchs bei Motorfahrzeugen Motion Ceate-CN Réduction de la consommation d'essence des véhicules à moteur Wortlaut der Motion vom 8. November 1993 Der Bundesrat wird eingeladen, die im Energienutzungsbeschluss vorgesehene Verminderung des Benzinverbrauchs bei Motorfahrzeugen (Flottenverbrauchssenkung bei Personenwagen) so rasch wie möglich in die Tat umzusetzen. Texte de la motion du 8 novembre 1993 Le Conseil fédéral est invité à mettre en oeuvre le plus vite possible la réduction de la consommation d'essence des véhicules à moteur (baisse de la consommation du parc automobile privé) prévue dans l'arrêté sur l'utilisation de l'énergie. Schriftliche Begründung Die Urheber verzichten auf eine Begründung und wünschen eine schriftliche Antwort. Développement par écrit Les auteurs renoncent au développement et demandent une réponse écrite. Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 2. Februar 1994

1. Nach Artikels des Energienutzungsbeschlusses vom 14. Dezember 1990 (ENB; SR 730.0) kann der Bundesrat einerseits Vorschriften über das energietechnische Prüfverfahren und andererseits Anforderungen für die Zulassung von serienmässig hergestellten Fahrzeugen erlassen. In der Botschaft zum Energienutzungsbeschluss vom 21. Dezember 1988 (BBI 1989 l 497; Sonderdruck S. 13) hat der Bundesrat das beabsichtigte Vorgehen für Energieverbrauchsvorschriften skizziert. In einer ersten Stufe soll der Bundesrat nach Anhörung der Wirtschaft die Verbrauchszielwerte festlegen. Falls diese Zielwerte nicht erreicht werden, kann der Bundesrat in einer zweiten Stufe, ebenfalls nach Anhörung der Wirtschaft, Zulassungsbeschränkungen einführen. Die geplante Verordnung über die Absenkung des spezifischen Treibstoffverbrauchs von Motorfahrzeugen soll sich auf die erste Stufe beschränken. Der Bundesrat hat in verschiedenen parlamentarischen Vorstössen (Postulat der Urek-SR vom 9. Juni 1993, Motion Gonseth vom 18. Juni 1993, Empfehlung Frick vom 17. Juni 1993) sowie mit dem Beschluss vom 21. April 1993 im Rahmen der Luftreinhalte-Massnahmen den Erlass einer solchen Verordnung für 1995 angekündigt. Die Verordnung soll auf dem Prüfverfahren für Abgas- und Verbrauchsmessungen basieren, welches die EU 1995 einführen will. Die Verordnung könnte aus heutiger Sicht 1995 in Kraft treten. Der Bundesrat wird sich auch weiterhin für eine international harmonisierte Lösung einsetzen.

2. Die Motion kann aus rechtlichen Gründen nicht als solche entgegengenommen werden. Der Erlass von Verbrauchsreduktionsvorschriften für Motorfahrzeuge fällt nach Artikel 3 des Energienutzungsbeschlusses vom 14. Dezember 1990 (ENB; SR 730.0) in die Zuständigkeit des Bundesrates. Wo der Gesetzgeber den Bundesrat zur Rechtsetzung ermächtigt, also im delegierten Rechtsetzungsbereich, können dem Bundesrat auf dem Wege einer Motion nicht verbindliche Rechtsetzungsaufträge erteilt werden. Rapport écrit du Conseil fédéral du 2 février 1994

1. Selon l'article 3 de l'arrêté du 14 décembre 1990 sur l'énergie (AE, RS 730.0), le Conseil fédéral peut édicter, d'une part, des prescriptions sur la procédure d'expertise et poser, d'autre part, des exigences applicables aux véhicules fabriqués en série. Dans le message du 21 décembre 1988 (FF 1989 I 485; tiré à part p. 13) relatif à l'arrêté sur l'énergie, le Conseil fédéral a esquissé la procédure envisagée pour édicter des prescriptions sur l'utilisation de l'énergie. Dans une première étape, le Conseil fédéral devrait fixer, après consultation des milieux économiques, les valeurs cibles de consommation. Au cas où ces dernières ne seraient pas atteintes, le Conseil fédéral peut, dans une deuxième étape, adopter des restrictions à l'admission, également après consultation des milieux économiques concernés. L'ordonnance prévue sur la réduction de la consommation spécifique de carburant par les véhicules automobiles devrait se limiter à la première étape. Le Conseil fédéral a annoncé la mise en vigueur d'une telle ordonnance pour 1995 dans sa réponse à diverses interventions parlementaires (postulat de la Ceate-CE du 9 juin 1993, motion Gonseth du 17 juin 1993, recommandation Frick du

18 juin 1993), ainsi que dans l'arrêté du 21 avril 1993 dans le cadre des mesures de lutte contre la pollution de l'air. L'ordonnance devrait se fonder sur la procédure d'expertise relative aux mesures des gaz d'échappement et de la consommation, que l'Union européenne (UE) entend introduire en 1995. On estime actuellement qu'elle pourrait entrer en vigueur en 1995. A l'avenir, le Conseil fédéral s'efforcera aussi de trouver une solution en harmonie avec les normes internationales.

2. Pour des raisons juridiques, la motion ne peut être acceptée en tant que telle. Selon l'article 3 de l'arrêté du 14 décembre 1990 sur l'énergie (AE, RS 730.0), il incombe au Conseil fédéral d'édicter des prescriptions sur la réduction de la consommation des véhicules automobiles. Dans les domaines où le législateur habilite le Conseil fédéral à légiférer, c'est-à-dire dans le domaine législatif délégué, il n'est pas possible d'obliger, par voie de motion, la Confédération à faire usage de sa compétence. Schriftliche Erklärung des Bundesrates Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzuwandeln. Déclaration écrite du Conseil fédéral Le Conseil fédéral propose de transformer la motion en postulat. Strahm Rudolf (S, BE), Berichterstatter: Ich präsentiere Ihnen im Namen der Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie diese Motion, die den Energieverbrauch von Motorfahrzeugen senken und den Bundesrat dazu bewegen möchte, diese Senkung des Energieverbrauchs durchzuziehen. Die Kommission hat beschlossen, an der Motion festzuhalten, obschon der Bundesrat diesen Vorstoss in ein Postulat umwandeln möchte. Es geht um folgendes: Aufgrund von Artikel 3 des Energienutzungsbeschlusses von 1990 ist es nicht nur möglich, sondern auch in zwingender Form vorgesehen, dass der Bundesrat Typenprüfungen und Verbrauchsstandards zur schrittweisen Senkung des Energieverbrauchs bei Motorfahrzeugen einführt; dies in Analogie zu den bereits beschlossenen und eingeleiteten Massnahmen beim Energieverbrauch von Elektrogeräten im Haushalt. Es geht um die Senkung des Flottenverbrauchs von Motorfahrzeugen. Was ist der Flottenverbrauch? Der Flottenverbrauch ist der gewogene Durchschnitt der spezifischen Treibstoffverbräuche aller Fahrzeugtypen eines Herstellers. Dasheisstz. B. bei der Marke VW, dass der Flottenver-- 4 of 5 -Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Parlamentarische Initiative (Guinand) Form des eigenhändigen Testaments Initiative parlementaire (Guinand) Forme du testament olographe In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1995 Année Anno Band I Volume Volume Session Januarsession Session Session de janvier Sessione Sessione di gennaio Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 07 Séance Seduta Geschäftsnummer 92.418 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 31.07.1995 - 08:00 Date Data Seite 204-207 Page Pagina Ref. No 20 025 258 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.

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