92-444
Verwaltungsbehörden 03.02.1995 92.444
3. Februar 1995Deutsch28 min
Source admin.ch
Initiative parlementaire. Bàie-Campagne 330 N 3 février 1995 #ST# Zwölfte Sitzung - Douzième séance Freitag, 3. Februar 1995, Vormittag Vendredi 3 février 1995, matin
Erwägungen
08.00
h Vorsitz - Présidence: Frey Claude (R, NE) Le président: C'est aujourd'hui un jour particulier pour notre collègue Herbert Maeder, parce qu'il fête ses 65 ans. Bon anniversaire, cher collègue! (Applaudissements) #ST# 94.429 Parlamentarische Initiative (Buro-NR) Geschäftsreglement des Nationalrates. Änderung Initiative parlementaire (Bureau-CN) Règlement du Conseil national. Modification Zweite Lesung - Deuxième lecture Siehe Seite 302 hiervor - Voir page 302 ci-devant Titel und Ingress, Ziff. l, II Antrag des Büros Festhalten Titre et préambule, eh. I, II Proposition du Bureau Maintenir Angenommen -Adopté Namentliche Gesamtabstimmung Vote sur l'ensemble, par appel nominal (Ref.: 1228) Für Annahme des Entwurfes stimmen -Acceptent le projet: Aguet, Aregger, Aubry, Baumann Stephanie, Baumberger, Bäumlin, Bezzola, Binder, Bircher Peter, Blocher, Bodenmann, Borei François, Borer Roland, Bürgi, Camponovo, Caspar-Mutter, Columberg, Comby, Danuser, Darbellay, de Dardel, Deiss, Dettling, Dreher, Dünki, Duvoisin, Eggenberger, Fankhauser, Fehr, Frey Walter, Fritschi Oscar, Früh, Gadient, Goll, Gonseth, Graber, Gross Andreas, Gysin, Hari, Heberlein, Herczog, Hess Peter, Iten Joseph, Jäggi Paul, Jeanprêtre, Jenni Peter, Jöri, Keller Anton, Keller Rudolf, Kern, Kühne, Lepori Bonetti, Leuba, Leuenberger Ernst, Maeder, Maspoli, Maurer, Meier Hans, Miesch, Misteli, Müller, Neuenschwander, Oehler, Perey, Raggenbass, Ruckstuhl, Rutishauser, Rychen, Sandoz, Schenk, Scherrer Werner, Scheurer Rémy, Schmid Peter, Schnider, Seiler Hanspeter, Singeisen, Stalder, Stamm Judith, Stamm Luzi, Steffen, Steinegger, Steinemann, Steiner Rudolf, Thür, Tschopp, Tschuppert Karl, Vetterli, Vollmer, Weder Hansjürg, Wittenwiler, Zbinden, Zisyadis, Zwygart (93) Dagegen stimmen - Rejettent le projet: Schmidhalter O) Stimmen nicht-Ne votent pas: Allenspach, Bär, Baumann Ruedi, Béguelin, Berger, Bischof, Blatter, Bonny, Borradori, Bortoluzzi, Brügger Cyrill, Brunner Christiane, Bugnon, Bühlmann, Bührer Gerald, Bundi, Caccia, Carobbio, Cavedini Adriano, Chevallaz, Cincera, Cornaz, Couchepin, David, Diener, Dormann, Ducret, Eggly, Engler, Epiney, Eymann Christoph, Fasel, von Feiten, Fischer-Hägglingen, Fischer-Seengen, Fischer-Sursee, Friderici Charles, Giezendanner, Giger, Gobet, Grendelmeier, Gros Jean-Michel, Grossenbacher, Haering Binder, Hafner Ursula, Hämmerle, Hegetschweiler, Hess Otto, Hildbrand, Hollenstein, Hubacher, Jaeger, Ledergerber, Leemann, Leu Josef, Leuenberger Moritz, Loeb François, Maître, Mamie, Marti Werner, Matthey, Mauch Rolf, Mauch Ursula, Meier Samuel, Meyer Theo, Moser, Mühlemann, Nabholz, Narbel, Nebiker, Ostermann, Philipona, Pidoux, Pini, Poncet, Rechsteiner, Reimann Maximilian, Robert, Rohrbasser, Ruf, Ruffy, Savary, Scherrer Jürg, Schmid Samuel, Schmied Walter, Schweingruber, Segmüller, Seiler Rolf, Sieber, Spielmann, Spoerry, Steiger Hans, Strahm Rudolf, Stucky, Suter, Theubet, Tschäppät Alexander, Wanner, Weyeneth, Wick, Wiederkehr, Wyss William, Ziegler Jean, Züger, Zwahlen (105) Präsident, stimmt nicht-Président, ne vote pas: Frey Claude (1) #ST# 92.444 Parlamentarische Initiative (Gysin) Vollkanton Basel-Landschaft Initiative parlementaire (Gysin) Baie-Campagne. Canton à part entière Kategorie IV, Art 68 GRN - Catégorie IV, art. 68 RCN Wortlaut der Initiative vom 14. Dezember 1992 Gestützt auf Artikel 21 bis des Geschäftsverkehrsgesetzes und Artikel 27 des Geschäftsreglementes des Nationalrates reiche ich folgende Initiative ein: Die Artikel 1 und 80 der Bundesverfassung werden dahin abgeändert, dass der Kanton Basel-Landschaft ein Vollkanton wird. Texte de l'initiative du 14 décembre 1992 Me fondant sur l'article 21 bis de la loi sur les rapports entre les conseils et sur l'article 27 du règlement du Conseil national, je dépose l'initiative suivante: Les articles 1er et 80 de la Constitution fédérale seront modifiés de façon à faire de Baie-Campagne un canton à part entière. Mitunterzeichner - Cosignataires: Bischof, Borradori, Chevallaz, Couchepin, Deiss, Eggly, Fankhauser, Frey Claude, Friderici, Gonseth, Gros Jean-Michel, Guinand, Heberlein, Hegetschweiler, Keller Rudolf, Leuba, Loeb François, Mamie, Maspoli, Meyer Theo, Miesch, Mühlemann, Narbel, Nebiker, Pidoux, Poncet, Reimann Maximilian, Savary, Scheurer Rémy, Stalder, Stamm Luzi, Steffen, Tschopp (33) Heberlein Trix (R, ZH) unterbreitet im Namen der Staatspolitischen Kommission (SPK) den folgenden schriftlichen Bericht: Wir unterbreiten Ihnen gemäss Artikel 21 ter des Geschäftsverkehrsgesetzes den Bericht der vorprüfenden Kommission über die von Nationalrat Gysin am 14. Dezember 1992 eingereichte parlamentarische Initiative.
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3.
Februar 1995 N 331 Parlamentarische Initiative. Vollkanton Basel-Landschaft Die Initiative verlangt, dass der Kanton Basel-Landschaft durch eine Änderung der Artikel 1 und 80 der Bundesverfassung zu einem Vollkanton wird. Die Kommission hat am 29. Oktober 1993 den Initianten sowie einen Vertreter der Regierung des Kantons Basel-Landschaft angehört. Erwägungen der Kommission Beurteilung des Regelungsbedarfes Die Mehrheit der Kommission betrachtet das Anliegen des Initianten und des Kantons als berechtigt. Der schweizerische Bundesstaat beruht auf dem Grundsatz der Gleichberechtigung aller Kantone, unabhängig von ihrer Grosse und Bevölkerungszahl. In Abweichung von diesem Grundsatz besitzen die sechs Halbkantone nur eine halbe Standesstimme bei Verfassungsänderungen (Art. 123 Abs. 2 BV) und nur eine Stimme im Ständerat (Art. 80 BV). Dieser Status der Halbkantone hat verschiedenartige historische Gründe; eine Überprüfung des Status hat von der Frage auszugehen, ob diese Gründe im jeweiligen Fall heute immer noch vorliegen. Der historische Grund für den Status von Basel-Landschaft als Halbkanton war die Aussicht auf eine mögliche Wiedervereinigung der beiden Basel nach ihrer Trennung im Jahre 1833. Diese Frage der Wiedervereinigung hat die beiden Basel während Jahrzehnten intensiv beschäftigt Heute kann diese Frage als definitiv beantwortet gelten: Die Wiedervereinigung steht nicht mehr zur Diskussion. Damit liegt auch der Grund nicht mehr vor, warum die Tagsatzung bei der Teilung des Kantons Basel im Jahre 1833 die beiden neu entstandenen Bundesglieder in den Status von Halbkantonen gesetzt hat Die Kommissionsmehrheit sieht in der Aufwertung der beiden Basel zu Vollkantonen keine Gefährdung des föderalistischen Gleichgewichts der Schweiz. Die beiden Basel gehören zwar zur Deutschschweiz; in politischer und kultureller Hinsicht verbindet sie aber manches mit der Westschweiz. Ausserdem darf nicht übersehen werden, dass die Romandie durch die Schaffung des Kantons Jura im Jahre 1979 eine zusätzliche Standesstimme und zwei zusätzliche Sitze im Ständerat erhalten hat Die Kommissionsminderheit wendet sich vor allem gegen die quantitative Betrachtungsweise, welche der Begründung der Initiative zugrunde liege. Die überproportionale Zunahme der Bevölkerung von Basel-Landschaft rechtfertige keine Aufwertung zum Vollkanton. Mit derselben Argumentation könnte sonst verlangt werden, dass z. B. Zürich eine doppelte Standesstimme erhielte oder dass Uri zum Halbkanton degradiert würde. Der Grundsatz der Gleichberechtigung aller Stände als Grundpfeiler des schweizerischen Bundesstaates würde in Frage gestellt Dieser Grundsatz würde jedenfalls verlangen, dass alle sechs Halbkantone gleich behandelt werden. Eine Aufwertung aller sechs Halbkantone zu Vollkantonen würde aber das sprachliche, kulturelle und politische Gleichgewicht der Schweiz erheblich stören. Weiteres Vorgehen Gemäss Artikel 21ter GVG hat die Kommission insbesondere zu berichten über allfällige bisherige Arbeiten von Parlament und Verwaltung zum aufgeworfenen Thema, über Zeitplan und Aufwand der parlamentarischen Arbeit und über die Möglichkeit, das angestrebte Ziel mit einem an den Bundesrat gerichteten Vorstoss zu erreichen. Seit dem Jahre 1987, als der Ständerat einer parlamentarischen Initiative Miville für eine Umwandlung des Kantons Basel-Stadt in einen Vollkanton (83.226) keine Folge leistete, wurde das Thema von Parlament und Verwaltung nicht mehr behandelt In den Jahren 1978 bis 1981 setzten sich Parlament und Verwaltung im Rahmen der Behandlung einer parlamentarischen Initiative Allgöwer (77.222) sehr eingehend mit der Problematik auseinander (Vernehmlassungsverfahren, Expertenanhörungen, zwei sehr ausführliche Debatten im Plenum des Nationalrates). Folgt der Rat dem Antrag der Kommission, so wird diese beider Ausarbeitung einer Vorlage auf diese Materialien zurückgreifen können. Namentlich wird in diesem Rahmen auch der Status der übrigen Halbkantone erneut zu überprüfen sein. Es kann erwartet werden, dass die Kommission innert der durch das Geschäftsverkehrsgesetz gesetzten Frist von zwei Jahren dem Rat Bericht und Anträge wird unterbreiten können. Grundsätzlich würde auch die Möglichkeit bestehen, mit einer Motion den Bundesrat mit einem Auftrag im Sinne der Initiative zu betrauen; das Instrument der parlamentarischen Initiative gewährt demgegenüber den Vorteil, dass die Leitung des eingeleiteten Rechtsetzungsverfahrens beim Parlament verbleibt, indem eine parlamentarische Kommission Aufträge erteilen und den Zeitplan bestimmen kann. Heberlein Trix (R, ZH) présente au nom de la Commission des institutions politiques (CIP) le rapport écrit suivant: En vertu de l'article 21ter de la loi sur les rapports entre les conseils, nous vous soumettons le rapport de la commission chargée de l'examen préalable de l'initiative parlementaire déposée le 14 décembre 1992 par le conseiller national Gysin. Cette initiative demande une modification de l'article 1 er et de l'article 80 de la Constitution fédérale afin de conférer à Baie-Campagne un statut de canton à part entière. La commission a entendu l'auteur de l'initiative ainsi qu'un représentant du gouvernement du canton de Baie-Campagne le
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octobre 1993. Considérations de la commission Evaluation de la nécessité de légiférer La majorité de la commission reconnaît le bien-fondé de la requête de l'auteur de l'initiative et du canton de Baie-Campagne. L'Etat fédératif suisse est régi par le principe de l'égalité des droits des cantons, indépendamment de leur taille et de leur population. Par dérogation à ce principe, les six demi-cantons ne disposent que d'une demi-voix en cas de modifications de la constitution (art. 123 al. 2 est) et que d'une voix au Conseil des Etats (art. 80 est). Diverses raisons historiques ont présidé à la création des demi-cantons. Le réexamen du statut de demi-cantons implique une analyse de cas en cas afin de déterminer sa justification. C'est ainsi que le demi-canton de Baie-Campagne a été créé dans la perspective d'une éventuelle réunification des deux Baie à la suite de leur séparation en 1833, question que les deux demi-cantons ont étudié en détail pendant des décennies. Le problème semble réglé à l'heure actuelle: la possibilité d'une réunification a été définitivement écartée. En conséquence, le statut de demi-canton attribué par la Diète fédérale aux deux Baie lors de la division du canton en 1833 n'a plus de raison d'être. D'après la majorité de la commission, l'accès des deux Baie à un statut de canton à part entière ne menacerait en rien l'équilibre fédéraliste de la Suisse. Ces deux demi-cantons font certes partie de la Suisse alémanique, mais ils présentent de nombreuses affinités culturelles et politiques avec la Romandie. Il ne faut pas oublier au demeurant que la création du canton du Jura en 1979 a apporté à la Suisse romande une voix de canton en plus ainsi que deux sièges supplémentaires au Conseil des Etats. La minorité de la commission s'oppose avant tout aux arguments démographiques invoqués dans le développement de l'initiative. D'après elle, l'augmentation considérable de la population de Baie-Campagne ne justifie aucunement l'obtention d'un statut de canton à part entière. En effet, selon le même raisonnement, on pourrait exiger que Zurich jouisse d'une double voix de canton ou que Uri soit dégradé au rang de demi-canton. De telles considérations remettraient en question le principe de l'égalité des droits des cantons qui constitue l'un des fondements de l'Etat fédératif suisse. Ce même principe exige de plus que les six demi-cantons soient traités sur un pied d'égalité. Cependant, si ceux-ci devaient bénéficier d'un statut de canton à part entière, l'équilibre linguistique, culturel et politique de la Suisse s'en trouverait considérablement modifié. Suite de la procédure Aux termes de l'article 21terLREC, la commission est tenue de rendre compte en particulier des point suivants: les éventuels travaux conduits par le Parlement et par l'administration sur le -- 2 of 6 -Initiative parlementaire. Bàie-Campagne 332 N 3 février 1995 même objet, l'ampleur et le calendrier du travail parlementaire qu'imposerait l'initiative, la possibilité d'atteindre le but visé par le dépôt d'une intervention à l'adresse du Conseil fédéral. Après le refus par le Conseil des Etats, en 1987, de donner suite à l'initiative parlementaire Miville demandant la conversion de Baie en un canton à part entière (83.226), ce thème n'a plus été abordé. Au cours des années 1978 à 1981, le Parlement et l'administration se sont à nouveau penchés sur la question dans le cadre de l'examen d'une initiative parlementaire Allgöwer (77.222) (procédure de consultation, auditions d'experts, deux débats approfondis au Conseil national). Si le plénum adhère à la proposition de la commission, celle-ci devra utiliser la documentation précitée pour l'élaboration d'un projet. Il faudra également réexaminer le statut des autres demi-cantons dans ce cadre. Selon toute prévision, la commission sera en mesure de présenter son rapport ainsi que des propositions au plénum dans le délai de deux ans fixé par la loi sur les rapports entre les conseils. En principe, la commission pourrait également envisager le dépôt d'une motion à l'adresse du Conseil fédéral dans le sens de l'initiative. Une initiative parlementaire permet toutefois au Parlement de garder le contrôle de la procédure de législation, la commission parlementaire chargée de l'élaboration du projet étant alors habilitée à donner des mandats et à fixer le calendrier. Antrag der Kommission Die Kommission beantragt mit 15 zu 6 Stimmen bei 3 Enthaltungen: Mehrheit Der Initiative Folge geben Minderheit (Fritschi Oscar, Aubry, Dettling, Fischer-Seengen, Ruckstuhl, Schmied Walter) Der Initiative keine Folge geben Proposition de la commission La commission propose, par 15 voix contre 6 et avec 3 abstentions: Majorité Donner suite à l'initiative Minorité (Fritschi Oscar, Aubry, Dettling, Fischer-Seengen, Ruckstuhl, Schmied Walter) Ne pas donner suite à l'initiative Gross Andreas (S, ZH), Berichterstatter: Das Herzblut, mit dem HerrGysin nachher für seine parlamentarische Initiative, für einen Vollkanton Baselland kämpfen wird, ist für einen Baselbieter Patrioten verständlich. Doch seine Initiative ist auch für all jene - so meint die klare Mehrheit der Kommission sinnvoll und berechtigt, die ein anderes Herzblut oder keines jedenfalls dieses nicht - haben. Ich gebe zu, dass ich mich sehrfreue, Ihnen dies sagen zu dürfen, und dass ich mich freue, für die vorläufige Unterstützung dieser Initiative plädieren zu können. Ich bin zwar ein wenig befangen: Ich war zwölf Jahre lang ein Baselbieter. Aber weil ich nachher, bereits vor über zwanzig Jahren, ein Zürcher geworden bin - das ist für Sie wohl noch viel schlimmer -, denke ich, dass Sie mir diese Befangenheit nachsehen. In der Kommission haben wir Schweizerinnen und Schweizer, die nicht Baselbieterinnen und Baselbieter sind, gemerkt, dass wir dieses Anliegen der Baselbieter entdramatisieren müssen. Wir müssen es in seiner staatspolitischen Gewichtung ein bisschen tiefer hängen. Die Trennung der beiden Basel vor 160 Jahren kam zwar fast einer kleinen Revolution gleich. Doch die Aufwertung des Kantons Baselland als Ergebnis der weiteren Kommissionsarbeiten -falls Sie die Initiative vorläufig unterstützen werden - im Rahmen der Aufwertung der beiden Basel wäre keine Staatsaffäre, welche die Schweiz erschüttern müsste. Entscheidend ist, dass die Baselbieter 1988 mit grosser Mehrheit in ihre Verfassung schrieben, sie möchten gerne ein vollwertiger Kanton werden und kein halbbatziger Teil des schweizerischen Bundesstaates bleiben. Das ist doch eigentlich eine Liebeserklärung der Baselbieter an die Schweiz, jedenfalls Ausdruck einer ganz grossen Wertschätzung, der wir uns gerade in diesen Zeiten, wo andere Signale vernommen werden, nicht verschliessen sollten. Sich selbst einen solchen Auftrag in die Verfassung zu schreiben ist die stärkste Willensäusserung, die ein Kanton machen kann. In der gleichen Verfassung verpflichten sich die Baselbieter übrigens ausdrücklich - und zwar als einziger Kanton in der Schweiz - zur Partnerschaft mit ihren Nachbarn, vor allem mit der Stadt, was in letzter Zeit mit gewichtigen Verträgen gerade wieder unterstrichen worden ist. Würden die Baselbieter diesen Wunsch nicht so deutlich äussern - es haben ihn auch alle Parteien im Baselbiet wiederum unterstützt-, dann würden wir Ihnen den Vollkanton selbstverständlich nicht aufdrängen wollen. Dann spräche wenig dafür. Doch da sie diesen Wunsch nach Gleichberechtigung und Gleichwertigkeit so deutlich machen, spricht nach Meinung der Mehrheit Ihrer Kommission auch wenig bis gar nichts dagegen. Das ist die nüchterne Grundlage, auf der wir das Ganze beurteilen. In neueren Zeiten wurde der Status des Vollkantons in den beiden Basel so lange nicht zur Diskussion gestellt, als zu erwarten war, dass sie sich in absehbarer Zeit vereinigen würden. Diese Perspektive zerschlug sich jedoch Ende der sechziger Jahre in einer dramatischen Volksabstimmung. Die Fusionsperspektive wurde durch die Partnerschaftsperspektive ersetzt, und somit entfiel eigentlich die historische Logik des Halbkantonsstatus. Die Basellandschäftler warteten jedoch, taktisch klug, damit, ihr Anliegen per Verfassungsauftrag hier so deutlich zum Thema zu machen, bis die Bildung des Kantons Jura überstanden war, der Kanton Jura sich konsolidiert hatte und auch der Kantonswechsel des zur Enklave gewordenen Laufentals über die Bühne gegangen war. Nun ist der Zeitpunkt gekommen, da wir dem Kanton Baselland als Ganzem Gehör schenken und uns seinem, von ihm als leicht abwertend empfundenen, Status zuwenden sollten. Schliesslich sind die Vollkantone noch nicht geboren, wenn wir die parlamentarische Initiative Gysin vorläufig unterstützen. Über die definitive Vorlage, die dann in der Kommission ausgearbeitet wird, müssen Sie nochmals diskutieren und beschliessen. Dann kämen noch der Ständerat und schliesslich Volk und Stände zum Zuge. Bisher und teilweise auch in der Diskussion in der Kommission ist dieses Anliegen auf drei Gegenargumente gestossen, auf die ich folgendermassen eingehen möchte:
1.
Ein Einwand betrifft die regionale Partnerschaft zwischen Stadt und Land beziehungsweise die Angst, dass die Aufwertung der Kantone diese Partnerschaft gefährden, in Zweifel ziehen oder in Frage stellen würde. Diese Perspektive der Wiedervereinigung ist heute aber weniger aktuell und zudem grundsätzlich kein Widerspruch zur Unterstützung der parlamentarischen Initiative Gysin. Diese bedeutet keine Behinderung der Vereinigung, sollte wirklich die Mehrheit der Bevölkerung beider Basel diese Vereinigung einmal wollen. Genauso wie man zwei Halbkantone vereinigen kann, könnte man auch zwei Vollkantone fusionieren, wenn sie dies wirklich wollten. Dies ist auch der Grund, weshalb viele Stadtbasier Politikerinnen und Politiker, die noch mehr als manche Baselbieter an die Vereinigung denken und sie anstreben, sich dem Wandel zum Vollkanton beider Basel nicht widersetzen. Im Kanton Basel-Stadt ist im letzten Sommer auch eine entsprechende Volksinitiative eingereicht worden.
2.
Ein weiterer Einwand entwickelt sich aus dem Blickfeld der beiden ändern Halbkantone. Dazu ist zu sagen, dass geschichtlich wesentliche Unterschiede zu Basel bestehen. Ob Obwalden und Nidwaiden wirklich je zusammen waren, ist historisch sogar umstritten. Jedenfalls haben sie sich mit Gewissheit schon vor 1291 getrennt. Sie sind auch geographisch und topographisch sehr schön auseinanderzuhalten, und sie wollten schon 1291 - das ist entscheidend - nicht den gleichen Status haben wie Uri und Schwyz. Sie haben also in dieser ganzen 700jährigen Geschichte ihre Halbkantonsidentität nicht als Herabminderung empfunden. Innerrhoden und Ausserrhoden trennten sich im 16. Jahrhundert aufgrund unterschiedlicher konfessioneller Wertschät-- 3 of 6 -3. Februar 1995 N 333 Parlamentarische Initiative. Vollkanton Basel-Landschaft zungen, empfanden dies jedoch - das ist interessant - lange Zeit ebenfalls als transitorischen Zustand. Auch dort ist also, wie in den beiden Basel, der Halbkantonsstatus sozusagen als Übergangsperiode empfunden worden. Heute redet in Appenzell offenbar niemand mehr über die Aufwertung zu Vollkantonen. Wenn das anders wäre, würden wir auch dieses Anliegen entsprechend prüfen. Die Kommission hat mit der Diskussion erst begonnen und wird sich dem Thema eingehend widmen, wenn die Vorprüfung ergeben hat, dass die Initiative materiell behandelt werden soll. Persönlich werte ich alle Aufwertungswünsche von Halbkantonen positiv. Aber darum geht es noch nicht.
3.
Es stellt sich die Frage des sogenannten politischen oder föderalen Gleichgewichtes in der ganzen Schweiz. Dies war im Zusammenhang mit der Diskussion über die Vollkantone Basel-Landschaft und Basel-Stadt stets eine Befürchtung der Romands. Seit einiger Zeit fühlen sich die Basler aber als nördlicher Teil der bis zu Genf reichenden «Transjurassischen Republik», als die «Romands der deutschen Schweiz». Das heisst, die Romandie müsste politisch keine für sie beunruhigenden Verschiebungen des Gleichgewichtes befürchten, wenn die Baselbieter oder auch die Baselstädter wie der Kanton Jura ein Vollkanton würden. Ein Argument habe ich bisher nie gebraucht, nämlich die Tatsache, dass der Kanton Basel-Landschaft der zehntgrösste Kanton der Schweiz ist, während die anderen Halbkantone zu den kleinsten gehören. Das ist kein entscheidendes, ja überhaupt kein ausschlaggebendes Argument, weil der Föderalismus keine quantitative Sache ist. Es geht vielmehr gerade darum, dass alle Kantone gleichwertig sind, dies unabhängig von der Grosse, der Bevölkerungszahl oder der Stärke der Wirtschaft. Es geht um die Gleichwertigkeit der Kantone und die Gleichberechtigung aller Schweizerinnen und Schweizer, in welchem Kanton sie auch immer leben, und um die Chance, historische Entwicklungen entsprechend wieder auszugleichen. Wenn es die Menschen nicht stört, spricht wenig für diesen Wandel. Wenn die betroffenen Bürgerinnen und Bürger es aber wünschen, sollten wir uns diesem Wandel nicht verschliessen. Das ist die nüchterne Überzeugung der klaren Mehrheit der Kommission, die Sie mit 15 zu 6 Stimmen bittet, der parlamentarischen Initiative Folge zu geben. Die Schweiz wird ihre föderalistische Identität nicht bewahren können, wenn sie sich jeglichen Reformen, auch noch so kleinen, verschliesst. Solche Reformen schaffen die Gewissheit, dass das Wesentliche bleibt, indem wir verstehen, es neuen Erkenntnissen und Umständen entsprechend weiterzuentwickeln. Darbellay Vital (C, VS), rapporteur: Après le dépôt de l'initiative parlementaire Gysin, nous avons entendu l'auteur de l'initiative bien sûr, et en même temps M. Kollreuter, représentant du gouvernement de Baie-Campagne. Il nous ont fait part de leur souci de faire de Baie-Campagne un canton à part entière. M. Gysin en particulier s'est largement appuyé sur l'évolution démographique de son canton. Au moment où le canton de Baie a été divisé en deux au début des années 1830, les deux Baie totalisaient à peine 65 000 habitants; les quatre autres demi-cantons en totalisaient 73 000.
160.
ans après, les deux Baie comptent 443 000 habitants, tandis que les quatre autres demi-cantons totalisent 132 000 habitants. Cela fait dire à M. Gysin que ce qui était acceptable en 1833 pour un ensemble de six petits demi-cantons n'est plus acceptable aujourd'hui, alors que Baie-Campagne se situe au dixième rang de nos 26 Etats avec 250 000 habitants environ. Lorsqu'on a fait du Jura un canton à part entière, on a pour cette décision largement tenu compte de la grandeur du canton de Berne. On n'aurait pas imaginé à ce moment-là faire de Berne un demi-canton et du Jura un autre demi-canton. Tous les Etats confédérés, sauf ces six-là, ont deux représentants au Conseil des Etats, et ont une voix entière au moment du vote des cantons, alors que les six demi-cantons ne disposent que d'un conseiller aux Etats et d'une demi-voix lors des votations. Il paraît donc paradoxal que le canton d'Uri, avec 35 000 habitants, ait deux conseillers aux Etats et une voix entière et Baie-Campagne, avec 250 000 habitants, un représentant au Conseil des Etats et une demi-voix D'autre part, M. Gysin et M. Kollreuter nous ont fait remarquer que le peuple de Baie-Campagne avait voté un additif constitutionnel qui demande de faire en sorte que Baie-Campagne puisse devenir un canton à part entière. Cette disposition a été approuvée sans aucune réserve. Ils nous ont également fait remarquer que l'équilibre général ne serait que peu modifié, même si à côté de Baie-Campagne on faisait de Baie-Ville un canton à part entière. En effet ces cantons - et on se réfère ici au 6 décembre 1992-votent assez facilement comme les cantons romands. M. Kollreuter nous a fait part à peu près des mêmes préoccupations en relativisant toutefois la question de révolution démographique. Relevons que si nous commencions à nous baser essentiellement sur la population Zurich ne tarderait pas à réclamer quatre conseillers aux Etats. La commission a repris ces arguments et les a étudiés d'une manière très sérieuse. Comme M. Kollreuter, elle ne veut pas se baser sur le nombre des habitants, parce que nous aurions un problème tout nouveau en ce qui concerne notre fédéralisme. Le fédéralisme veut que notre Confédération soit faite d'un certain nombre de cantons et ceux-ci, quelle que soit la population, doivent avoir les mêmes droits. Nous pensons, par contre, que le problème mérite d'être étudié, et c'est la raison pour laquelle la commission, par 15 voix contre 6, vous propose de donner suite à l'initiative. Il est bien clair que donner suite à l'initiative ne veut pas encore dire faire de Baie-Campagne ni de Baie-Ville des cantons à part entière. Cela veut dire que la commission devrait reprendre le problème, et aussi qu'elle devrait étudier le cas des quatre autres demi-cantons. Il n'est pas pensable de modifier d'une manière substantielle l'équilibre de notre Etat fédératif sans faire une large consultation des cantons et sans leur demander ce qu'ils penseraient, non seulement de la transformation de Baie-Ville et de Baie-Campagne en des cantons à part entière, mais aussi de ce qu'il devrait advenir d'Appenzell Rhodes-Intérieures, d'Appenzell Rhodes-Extérieures, d'Obwaldetde Nidwald. Nous ne nous sommes pas arrêtés longtemps non plus sur le problème de la constitution modifiée par Baie-Campagne. La Confédération a certes donné son approbation en disant que c'est un souci légitime de Baie-Campagne de devenir un canton à part entière, mais ce n'est point une obligation pour la Confédération de suivre cette manière de voir les choses. La Confédération reste libre d'être d'accord avec les voeux de Baie-Campagne ou de ne pas être d'accord. C'est dans ce sens que la commission, par 15 voix contre 6, a décidé de donner suite à cette initiative et elle vous invite à en faire de même. Gysin Hans Rudolf (R, BL): Als ich seinerzeit die parlamentarische Initiative für einen «Vollkanton Basel-Landschaft» einreichte, erfüllte ich einzig und allein einen Verfassungsauftrag, den das Stimmvolk von Baselland am 1. November 1989 den Vertretern des Kantons erteilt hatte. Ich zitiere Paragraph 1 Absatz 3 der basellandschaftlichen Kantonsverfassung: «Seine Behörden wirken darauf hin, dass er zu einem Vollkanton mit einer ganzen Standesstimme und zwei Mitgliedern im Ständerat wird.» Die Bundesversammlung hat die revidierte Kantonsverfassung und damit auch diesen Verfassungsauftrag mit der Gewährleistung der Verfassung vollumfänglich gutgeheissen. 1833 sprach die Tagsatzung bekanntlich die Trennung von Basel in zwei Halbkantone aus. Seither haben die Bürgerinnen und Bürger meines Kantons alle Bestrebungen zu einer Wiedervereinigung deutlich abgelehnt Bei seiner Entstehung gehörte der Kanton Baselland zu den kleineren Kantonen. Diese Ausgangslage hat sich aber grundlegend geändert Heute, insbesondere nach dem Anschluss des Laufentals, ist unser Kanton, was die Bevölkerungszahl angeht, ins nationale Mittelfeld, an die zehnte Stelle, vorgerückt. Er befindet sich damit in guter Gesellschaft der Kantone Freiburg, Solothurn, Thurgau und Wallis. Ganze 11 der 20 Vollkantone haben im übrigen weniger Einwohner als Baselland.
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Initiative parlementaire. Droit à la formation 334 N 3 février 1995 Dieser rein quantitative Bereich soll nicht allein ausschlaggebend sein. Es ist doch zur Hauptsache die wirtschaftliche und politische Bedeutung der weltoffenen Nordwestschweiz, die den Aufwertungswunsch als berechtigt erscheinen lässt In diesem Zusammenhang spreche ich von der Vorbildfunktion der Regio Basiliensis, und zwar in bezug auf ihre grenz- und sprachübergreifende Pionierarbeit im Dreiländereck. Als ich am 4. Dezember 1992 die parlamentarische Initiative einreichte, ging ich von der Voraussetzung aus, dass das Aufwertungsprozedere im Kanton Basel-Stadt analog vorangetrieben werde. Bis zum weitsichtigen Entscheid der Staatspolitischen Kommission zugunsten der Initiative - gefällt mit 15 zu
Initiative parlementaire. Droit à la formation 334 N 3 février 1995 Dieser rein quantitative Bereich soll nicht allein ausschlaggebend sein. Es ist doch zur Hauptsache die wirtschaftliche und politische Bedeutung der weltoffenen Nordwestschweiz, die den Aufwertungswunsch als berechtigt erscheinen lässt In diesem Zusammenhang spreche ich von der Vorbildfunktion der Regio Basiliensis, und zwar in bezug auf ihre grenz- und sprachübergreifende Pionierarbeit im Dreiländereck. Als ich am 4. Dezember 1992 die parlamentarische Initiative einreichte, ging ich von der Voraussetzung aus, dass das Aufwertungsprozedere im Kanton Basel-Stadt analog vorangetrieben werde. Bis zum weitsichtigen Entscheid der Staatspolitischen Kommission zugunsten der Initiative - gefällt mit 15 zu
6 Stimmen - gab es in Basel-Stadt jedenfalls keinen Widerstand. Bedenken sind dann kurzschlussartig nach dem positiven Kommissionsentscheid in Form eines offiziellen Briefs der baselstädtischen Regierung an die damalige Nationalratspräsidentin, Frau Gret Haller, geäussert worden; von analogem Vorgehen keine Spur. In Basel-Stadt selber ist seit der Lancierung der Vollkantons-Initiative dennoch einiges passiert So ist die kantonale Initiative Kutter, die einen Anschluss des Stadtkantons an den Kanton Basel-Landschaft anstrebte, vom Grossen Rat abgelehnt worden. Darauf haben die Initianten erklärt, dass sie die Initiative zurückziehen. In der Folge wurde unter Führung von alt Ständerat Carl Miville eine Volksinitiative eingereicht, die in Übereinstimmung mit Baselland einen Verfassungsartikel verlangt, der die Vertreter von Basel-Stadt zwingt, auf die Schaffung eines Vollkantons hinzuwirken. Beim Einreichen der parlamentarischen Initiative für einen Vollkanton Baselland konnte diese Entwicklung auf verschiedenen Ebenen nicht vorausgesehen werden. Zu beachten bleibt bei all dem, dass die letzten vier Vorstösse für zwei Vollkantone von National- und Ständeräten aus der Stadt Basel stammten und dass seinerzeit der Basler Nationalund Regierungsrat Karl Schnyder offiziell in diesem Rat verkündete, die Stadtbasier Regierung unterstütze einhellig die Schaffung zweier Vollkantone. In vielen Gesprächen habe ich später erfahren, dass die Basler diese Idee grundsätzlich nach wie vor unterstützen. Allerdings steht in der Stadt noch stark die Wiedervereinigung zur Diskussion, namentlich unter dem Aspekt der Zusammenarbeit und des finanziellen Lastenausgleichs. Für diese Haltung kann ich aus der Sicht Basellands Verständnis aufbringen. Zuhanden meiner Stadtbasier Kollegen möchte ich an dieser Stelle aber klar festhalten, dass die Schaffung von zwei Vollkantonen weder eine spätere eventuelle Wiedervereinigung noch die partnerschaftliche Zusammenarbeit gefährdet Beide Kantone würden aber gestärkt Cari amici ticinesi, chers amis de la Suisse romande, ce qui me réjouit, c'est qu'à l'occasion de mes nombreux contacts, au Conseil national, avec mes collègues de Suisse romande et du Tessin, j'ai pu ressentir une grande sympathie en faveur de ma démarche. En aucune façon les Romands n'ont démontré de phobie envers celle-ci. L'objection selon laquelle deux cantons de Baie à part entière feraient glisser l'équilibre fédéral vers la Suisse alémanique, je ne l'ai entendue que de la bouche des Suisses allemands. Le «Quotidien» qui, après le vote mémorable contre l'EEE, titrait «Les Bâlois sont des Romands qui parlent l'allemand» n'avait pas tout à fait tort Bien souvent, les deux Baie sont plus proches de la Romandie que des Zurichois. On le constate déjà dans le fait que les réserves exprimées ne proviennent pas des autres demi-cantons, mais de Zurich. Il est bon d'entretenir les traditionnelles rivalités régionales. En outre, la «Fasnacht», le carnaval, a chaque année besoin de sujets satiriques. Wie schon eingangs gesagt, handelte ich getreu in Erfüllung des basellandschaftlichen Verfassungsauftrages. Selbst wenn Sie jetzt mit gleicher Deutlichkeit wie die Staatspolitische Kommission zum Anliegen des Baselbieter Volkes ja sagen würden, Hesse sich das Ziel derzeit wegen des Widerstandes aus Basel-Stadt nicht erreichen. Um die Erreichung des gemäss deutlichem Kommissionsentscheid erstrebenswerten Ziels mittelfristig nicht zu gefährden und obwohl eine Zustimmung in diesem Rat in Griffnähe ist, ziehe ich hiermit die Initiative zurück. Ich behalte mir vor, auf das Anliegen des Kantons Baselland zurückzukommen, sobald die Zeit dafür günstiger ist. Zurückgezogen - Retiré #ST# 93.413 Parlamentarische Initiative (Goll) Recht auf Bildungsförderung Initiative parlementaire (Goll) Droit à la formation Kategorie IV, Art. 68 GRN - Catégorie IV, art 68 RCN Wortlaut der Initiative vom 4. März 1993 In der Bundesverfassung ist ein soziales Recht auf Bildungsförderung zu verankern. Anspruch haben alle bildungsinteressierten Personen, unabhängig von Alter, Vorbildung sowie regionaler und nationaler Herkunft, wenn sie die notwendigen Mittel für ihren Unterhalt und ihre Aus- oder Weiterbildung nicht anderweitig aufbringen können. Texte de l'initiative du 4 mars 1993 On inscrira dans la constitution un droit social à la formation. Aura droit à la formation toute personne qui souhaite se former et qui, indépendamment de son âge, de sa formation antérieure, et de la région ou du pays dont elle est originaire, ne peut subvenir à ses besoins et financer cette formation ou ce perfectionnement Mitunterzeichner-Cosignataires: Aguet, Bär, Bäumlin, Bèguelin, Bodenmann, Brügger Cyrill, Bühlmann, Carobbio, Danuser, de Dardel, Diener, Eggenberger, Fankhauser, von Feiten, Gardiol, Gross Andreas, Haering Binder, Hafner Ursula, Hämmerle, Herczog, Jeanprètre, Jori, Ledergerber, Leemann, Leuenberger Ernst, Misteli, Rechsteiner, Robert, Steiger Hans, Strahm Rudolf, Thür, Tschäppät Alexander, Vollmer (33) Haering Binder Barbara (S, ZH) unterbreitet im Namen der Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur (WBK) den folgenden schriftlichen Bericht: Gestützt auf Artikel 21 ter des Geschäftsverkehrsgesetzes unterbreiten wir Ihnen den Bericht der Kommission, die mit der Vorprüfung der am 4. März 1993 von Nationalrätin Christine Goll eingereichten Initiative beauftragt ist Diese Initiative verlangt, dass in der Verfassung ein soziales Recht auf Bildungsförderung verankert wird, auf das alle bildungsinteressierten Personen Anspruch haben, denen die finanziellen Mittel für ihre Aus- oder Weiterbildung fehlen. Die Kommission hat die Initiantin am 3. Februar 1994 angehört Begründung der Initiantin Gemäss dem Bundesamt für Statistik nehmen jährlich gegen zwei Millionen Personen an Weiterbildungskursen teil, wovon die Hälfte aus beruflichen Gründen. Weiterbildungsangebote werden vor allem von jenen genutzt, die bereits eine solide Ausbildungsbasis haben. Weil auf dem Arbeitsmarkt nur jene eine Chance haben, die beruflich qualifiziert sind oder die bereit sind, sich zu qualifizieren, wird die Kluft zwischen qualifizierten und unqualifizierten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern immer grösser: Gut die Hälfte der heutigen Arbeitslosen sind unqualifizierte Arbeitskräfte!
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Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Parlamentarische Initiative (Gysin) Vollkanton Basel-Landschaft Initiative parlementaire (Gysin) Bâle-Campagne. Canton à part entière In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1995 Année Anno Band I Volume Volume Session Januarsession Session Session de janvier Sessione Sessione di gennaio Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 12 Séance Seduta Geschäftsnummer 92.444 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 03.02.1995 - 08:00 Date Data Seite 330-334 Page Pagina Ref. No 20 025 305 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.
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