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Entscheid

92-455

Verwaltungsbehörden 16.03.1994 92.455

16. März 1994Deutsch23 min

Source admin.ch

Erwägungen

1.

En date du 17 décembre 1992, M. Borei François a déposé une initiative parlementaire rédigée sous forme de demande conçue en termes généraux L'initiant motive son initiative en affirmant que même si cette question a été discutée par le Parlement lors de la dernière révision de la loi fédérale sur la radio et la télévision adoptée en juin 1991, elle représente manifestement un obstacle à la compréhension entre les différentes régions linguistiques. En effet, il estime anormal qu'un citoyen se rendant ou habitant dans une autre région linguistique que celle dont il est originaire se sente à l'étranger et ne puisse plus continuer à avoir des contacts avec la région dont il est issu. Il juge cette situation d'autant plus préoccupante que les PTT projettent de supprimer la télédiffusion, actuellement unique moyen d'entendre des programmes radio dans toute la Suisse. C'est pourquoi il estime nécessaire que politiciens et techniciens discutent ensemble de ce problème pour examiner si les critères suisses en matière de fréquence ne sont pas trop stricts et ne permettraient pas de libérer des espaces sur les ondes pour une radio dans chaque langue officielle dans tout le pays.

2.

La Commission de la compréhension chargée de l'examen de cet objet a entendu l'initiant le 23 février 1994. Considérations de la commission La commission est en accord avec l'idée proposée par l'initiative et pense effectivement que la possibilité pour un habitant d'une région de recevoir un programme de radio d'une autre région linguistique contribue à l'amélioration de la compréhension. Cependant, elle a relevé plusieurs difficultés en cas d'acceptation de l'initiative. Tout d'abord, l'article 28 alinéa 2 de la loi fédérale sur la radio et la télévision prévoit déjà cette couverture dans les trois langues sur l'ensemble du territoire, tout en donnant la priorité aux programmes locaux et régionaux L'initiative aurait donc pour conséquence de faire disparaître certaines radios locales, ce qui irait à rencontre de ce que le Parlement a décidé en juin 1991 dans le cadre de la révision de la loi sur la radio et la télévision. En outre, 80 pour cent de la population du pays a accès aujourd'hui aux réseaux qui permettent d'entendre les programmes câblés des autres régions et des systèmes sont en cours d'élaboration - par exemple, la radio numérique - qui permettront de surmonter tous les problèmes qui se posent aujourd'hui concernant la réception de programmes sur tout le territoire suisse. L'acceptation de l'initiative aurait en outre pour conséquence de remettre en cause la planification des fréquences qui est en cours à l'Office fédéral de la communication. Antrag der Kommission Die Kommission beantragt mit 5 zu 1 Stimmen, der Initiative keine Folge zu geben, reicht aber ein Postulat ein, in dem die Grundidee des Initianten aufgenommen wird. Proposition de la commission La commission propose, par 5 voix contre 1, de ne pas donner suite à l'initiative, mais en accord avec l'idée prônée par l'auteur de l'initiative, elle dépose un postulat de la commission. Abstimmung - Vote Für den Antrag der Kommission (keine Folge geben) 79 Stimmen Für den Antrag Borei François (Folge geben) 66 Stimmen #ST# 94.3021 Postulat der Verständigungskommission (92.451) Radio. Drei Sprachen für alle Postulat de la Commission de la compréhension (92.451) Radio. Trois langues pour tous Wortlaut des Postulates vom 23. Februar 1994 Der Bundesrat wird eingeladen, im Rahmen von Artikel 28 Absatz 2 des Bundesgesetzes über Radio und Fernsehen alle Möglichkeiten, insbesondere jene im technischen Bereich, zu prüfen, wie in der ganzen Schweiz mindestens ein Radioprogramm in jeder der drei Amtssprachen Deutsch, Französisch und Italienisch aufrechterhalten werden kann. Texte du postulat du 23 février 1994 Le Conseil fédéral est invité à examiner, dans le cadre de l'article 28 alinéa 2 de la loi fédérale sur la radio et la télévision, toutes les possibilités, notamment sur le plan technique, de maintenir au moins un programme radio dans chacune des langues officielles, l'allemand, le français et l'italien, sur l'ensemble du territoire helvétique. Überwiesen - Transmis #ST# 92.455 Parlamentarische Initiative (Robert) Förderung der zweisprachigen Erziehung Initiative parlementaire (Robert) Encouragement de l'éducation bilingue Kategorie V, Art 68 GRN - Catégorie V, art. 68 RCN Wortlaut der Initiative vom 18. Dezember 1992 Artikel 27 der Bundesverfassung ist im folgenden Sinne zu ergänzen:

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16.

März 1994 N 397 Sprachliche Verständigung - Die Kantone fördern im Rahmen der Landessprachen die zweisprachige Erziehung. - Der Bund unterstützt die Bemühungen der Kantone bei der Einführung regional und kulturell angepasster Formen zweisprachiger Erziehung insbesondere im Bereich Forschung, Begleitung und Auswertung. Texte de l'initiative du 18 décembre 1992 II convient de modifier l'article 27 de la constitution comme suit: - Les cantons encouragent l'éducation bilingue dans les langues nationales. - La Confédération soutient les efforts des cantons visant à promouvoir une éducation bilingue adaptée à la région et à sa culture, en particulier dans le domaine de la recherche, du suivi des projets et de l'exploitation des résultats. Mitunterzeichner - Cosignataires: Bär, Baumann, Bühlmann, Caccia, Columberg, Comby, Diener, Eggly, Fasel, Gardiol, Gonseth, Grossenbacher, Guinand, Haering Binder, Hafner Rudolf, Hollenstein, Loeb François, Meier Hans, Misteli, Mühlemann, Rebeaud, Ruffy, Scheidegger, Scheurer Rémy, Thür, Tschopp, Zölch (27) Haering Binder Barbara (S, ZH) unterbreitet im Namen der Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur (WBK) den folgenden schriftlichen Bericht: Wir unterbreiten Ihnen gemäss Artikel 21 ter des Geschäftsverkehrsgesetzes den Bericht der vorprüfenden Kommission über die von Frau Robert am 18. Dezember 1992 eingereichte Initiative. Die Kommission hat die Initiantin am 18. November 1993 angehört. Begründung der Initiantin (Zusammenfassung) Die Idee der zweisprachigen Erziehung (auch zweisprachiger Unterricht oder Immersion genannt) - d. h. einer Erziehung, bei der die Zweitsprache als integrierte Unterrichtssprache behandelt wird und nicht als separates Unterrichtsfach wie im herkömmlichen Fremdsprachenunterricht - gewinnt in der Schweiz und im Ausland immer mehr an Boden. Zahlreiche Erfahrungen und Untersuchungen zeigen, dass mit zweisprachiger Erziehung die Effizienz des Fremdsprachenunterrichts bei guten Voraussetzungen entscheidend verbessert werden kann - ohne Nachteile für die Muttersprache und die anderen Unterrichtsfächer, aber mit zusätzlichen Vorteilen für das Erlernen weiterer Sprachen. Die Schweiz verfügt im internationalen Vergleich über ausgesprochen gute Voraussetzungen für die Einführung zweisprachiger Unterrichtsformen. Die interessierten Kantone müssten aber, vor allem bezüglich der notwendigen Forschung respektive Begleitung und Auswertung der Projekte, auf die Unterstützung durch den Bund zählen können. Die Schweiz hat ihre einstige europäische Pionierrolle im Bereich der Mehrsprachigkeit eingebüsst Sie muss heute besondere Anstrengungen unternehmen zur Verbesserung der Verständigungsfähigkeit in den Landessprachen, für die Verständigung der Sprachregionen untereinander, aber auch zur Stärkung ihrer Konkurrenzfähigkeit auf dem internationalen Arbeitsmarkt Zweisprachige Erziehung kann in all diesen Bereichen einen wesentlichen Beitrag leisten. Obwohl die Schweiz ein mehrsprachiges Land ist und die Mehrsprachigkeit als wesentliches Element der schweizerischen Identität empfunden wird, ist ein grosser Teil der Schweizerinnen und Schweizer nur einer Landessprache mächtig. Für viele ist die Hemmschwelle, sich in einer zweiten Landessprache auszudrücken, sehr hoch. Zwischen der offiziellen Mehrsprachigkeit der Schweiz und der individuellen Mehrsprachigkeit der Schweizer Bevölkerung besteht eine beträchtliche Diskrepanz. Der Mehrsprachigkeit der Schweiz und den verschiedenen Kulturen, die nicht nur nebeneinander, sondern miteinander leben sollten, muss Sorge getragen werden. Dazu bedarf es heute vermehrter Anstrengungen. Es ist schwierig, einander zu verstehen, wenn man sich sprachlich immer weniger versteht. Entsprechende Auswirkungen haben sich auch rund um den 6. Dezember 1992 gezeigt. Der Erziehungsbereich untersteht der kantonalen Bildungshoheit. Die Förderung der zweisprachigen Erziehung ist jedoch eine gemeinsame, nationale Aufgabe, die nicht den Kantonen allein überlassen werden darf. Modelle zweisprachiger Erziehung, wollen sie erfolgreich sein, müssen den regionalen, kulturellen, sozialen und politischen Gegebenheiten Rechnung tragen. Das bedeutet, dass wissenschaftliche Unterstützung für die Abklärung standortgerechter Modelle usw. nötig ist Dafür müssen die interessierten Kantone auf die Unterstützung durch den Bund zählen können. Erwägungen der Kommission Die überwiegende Mehrheit der Kommission teilt die Ansicht der Initiantin, dass im Interesse der Erhaltung unserer Sprachen und einer guten Verständigung zwischen den verschiedenen Regionen Massnahmen ergriffen werden müssen, um die Zwei- und Mehrsprachigkeit zu fördern und vermehrt zum Tragen zu bringen. Dass wir uns gegenseitig besser verstehen, ist eine staatspolitische Notwendigkeit, und deshalb ist auch der Grundsatz der zweisprachigen Erziehung von staatspolitischer Bedeutung. Die Mehrsprachigkeit ist zudem ein wichtiger Bestandteil der kulturellen Vielfalt unseres Landes, die der Pflege bedarf. Bereits im Bericht des EDI aus dem Jahre 1989, «Zustand und Zukunft der viersprachigen Schweiz», wird festgehalten, dass «angesichts der Komplexität unserer Situation in allen Bereichen» heute grosse Anstrengungen unerlässlich sind. «Sprachenlernen» ist in der Schweiz zwar kein neues Postulat, und in der Sprachausbildung ist in letzter Zeit einiges geleistet worden, so zum Beispiel durch die Vorverlegung des Unterrichtes in einer zweiten Landessprache. Leider sind die Resultate bisher eher enttäuschend. Forderungen, die mit dem Anliegen der Initiantin übereinstimmen, sind auch im Bericht der zur «Verbesserung der Verständigung zwischen den Sprachgebieten» eingesetzten Kommissionen beider Räte (92.083) enthalten, doch wird diese Aufgabe dort vor allem an die Kantone delegiert. Die Mehrheit der WBK begrüsst deshalb ausdrücklich, dass gemäss der Initiative Robert der Bund in die Verantwortung miteinbezogen werden soll: Sie teilt die Auffassung der Initiantin, dass diese Aufgaben nicht allein den Kantonen Überbunden werden können und dass es hier des Engagements des Bundes bedarf. Die Bedürfnisse der verschiedenen Kantone werden sehr unterschiedlich sein; darauf nimmt die Zielrichtung der Initiative Rücksicht: Sie beachtet das Prinzip der Subsidiarität und respektiert die Zuständigkeit der Kantone und Gemeinden. Die Förderung der zweisprachigen Erziehung entspricht einem Bedürfnis unserer Zeit. In vielen europäischen Ländern werden in diesem Bereich seit einigen Jahren bedeutende Anstrengungen unternommen. Diese Bemühungen werden durch die Europäische Union und den Europarat gezielt unterstützt Es ist abzusehen, dass die Wichtigkeit europäischer Sprachen -vor allem des Französischen und des Deutschen neben dem Englischen zunehmen wird; das steht einerseits im Zusammenhang mit der engeren Zusammenarbeit innerhalb der EU und andererseits mit der Öffnung Osteuropas. Die Mehrheit der Kommission sieht die zweisprachige Erziehung nicht nur als Gewinn für die Jugend, sondern auch als Vorteil für unsere Wirtschaft. Ein wichtiger Faktor ist zudem die steigende Mobilität: auch hier liegt es im Interesse des einzelnen wie der Wirtschaft, wenn die Sprachbarriere als Hemmnis wegfällt oder wenigstens niedriger wird. Schülerinnen und Schüler sollten die Möglichkeit haben, sich in der Schulzeit vor allem das anzueignen, wozu sie später kaum oder nur unter schwierigeren Bedingungen die Gelegenheit haben werden. Dazu gehört vor allem der Erwerb von Sprachkenntnissen. Sprachen werden in jugendlichem Alter am mühelosesten gelernt. Zu berücksichtigen bleibt allerdings, dass die Pflege der Muttersprache dabei nicht vernachlässigt wird. Erwünscht ist ein Unterricht, der weniger von strenger Grammatik als vielmehr vom Kommunikativen geprägt ist.

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Compréhension linguistique 398 N 16 mars 1994 Es fehlte im übrigen auch nicht der Hinweis, dass die «Immersionsmethode» im Kanton Graubünden unter dem Namen «mehrsprachige Ausbildung» seit langem praktiziert wird. Die Kommission stellte sich die Frage des Standortes dieser Bestimmung innerhalb der Verfassung. Die Initiantin selber zeigte sich dieser Frage gegenüber sehr offen: Eine andere Lösung als die Aufnahme in Artikel 27 der Bundesverfassung wäre durchaus denkbar, doch ist die Klärung dieser Frage noch nicht Aufgabe der Vorprüfungsphase. Als Argumente gegen die Initiative wurden vorgebracht, dass der zweisprachige Unterricht sich negativ auf den übrigen Unterricht auswirken und vor allem schwächere Kinder überfordern könnte. Es wurde in Frage gestellt, dass genügend Lehrkräfte in der Lage wären, ihren Unterricht in einer Fremdsprache zu erteilen. In der heutigen Situation könnten zudem dem Bund keine solch kostspieligen Zusatzaufgaben aufgebürdet werden. Dieses Projekt müsste spätestens an den Fragen der Kosten scheitern. Haering Binder Barbara (S, ZH) présente au nom de la Commission de la science, de l'éducation et de la culture (Csec) le rapport écrit suivant: Conformément à l'article 21ter de la loi sur les rapports entre les Conseils, nous vous soumettons le rapport de la commission chargée de l'examen préalable de l'initiative déposée le

18.

décembre 1992 par Mme Robert. La commission a entendu l'auteur de l'initiative le 18 novembre 1993. Développement de l'auteur de l'initiative (résumé) L'éducation bilingue (c'est-à-dire l'enseignement par immersion en deux langues), dans laquelle une seconde langue est intégrée en tant que langue d'enseignement et n'est pas considérée comme une matière distincte comme dans l'enseignement traditionnel des langues, gagne du terrain, tant en Suisse qu'à l'étranger. L'expérience acquise et de nombreuses enquêtes prouvent que ce système permet d'améliorer considérablement l'enseignement de la seconde langue, si les conditions sont favorables, sans que l'enseignement de la langue maternelle et des autres matières en souffre, et qu'il facilite en outre l'apprentissage de langues supplémentaires. Comparée avec d'autres pays, la Suisse réunit d'excellentes conditions pour dispenser cette forme d'enseignement Les cantons intéressés devraient cependant pouvoir compter sur le soutien de la Confédération, notamment pour procéder à des travaux de recherche, ainsi que pour assurer le suivi des projets et d'exploitation des résultats. La Suisse a perdu le rôle de pionnier qui était le sien en Europe dans le domaine du plurilinguisme. Elle doit actuellement entreprendre des efforts particuliers, à la fois pour améliorer la compréhension entre régions linguistiques et pour renforcer sa compétitivité sur le marché international du travail. L'éducation bilingue peut apporter une contribution importante sur tous ces plans. Bien que la Suisse soit un pays plurilingue et que ce plurilinguisme même soit vécu par les Suisses comme un trait essentiel de leur identité, nombreux sont ceux qui ne maîtrisent qu'une seule langue nationale et qui ne parviennent pas à surmonter le blocage psychologique qui les empêche de s'exprimer dans une autre langue. Un large fossé sépare le plurilinguisme officiel de la Suisse du plurilinguisme effectif des citoyens. Or, comment comprendre l'autre quand on n'entend pas sa langue? Aujourd'hui, et la votation du 6 décembre 1992 a illustré ce phénomène de manière douloureuse, l'incompréhension entre régions linguistiques s'aggrave. Il est donc essentiel d'entreprendre des efforts accrus afin de cultiver cette richesse qu'est le plurilinguisme et de veiller à ce que les liens entre les différentes cultures constitutives de la Suisse soient plus que des relations de simple coexistence géographique. Si l'éducation est du ressort des cantons, il n'en demeure pas moins que l'encouragement de l'éducation bilingue constitue une tâche nationale qui ne saurait leur être abandonnée tout entière. L'efficacité d'un modèle d'éducation bilingue dépend en effet de sa capacité à prendre en compte les spécificités régionales, culturelles, sociales et politiques. C'est dire que la mise sur pied d'un tel modèle passe obligatoirement par une série d'études scientifiques, pour lesquelles les cantons devraient pouvoir bénéficier de l'appui de la Confédération. Considérations de la commission Dans sa grande majorité, la commission partage les préoccupations de l'auteur de l'initiative, et considère elle aussi qu'il convient d'encourager le bilinguisme et plus largement le multilinguisme, à la fois pour garantir la compréhension entre différentes régions linguistiques et pour préserver la diversité linguistique. Compte tenu de la nécessité politique d'améliorer la compréhension entre les différentes régions linguistiques, l'éducation bilingue revêt un caractère d'enjeu national - sans compter que le multilinguisme est un aspect important de la diversité culturelle de notre pays, qui, ne serait-ce qu'à ce titre, mérite d'être préservé. La commission rappelle d'ailleurs qu'en 1989, les auteurs du rapports intitulé «Le quadrilinguisme en Suisse - présent et futur» (publié par le DFI) soulignaient déjà qu'«au vu de la complexité de notre situation dans tous les domaines», il y avait lieu d'accomplir en la matière des efforts considérables. «L'apprentissage des langues» n'est pas en Suisse une notion nouvelle, et un certain nombre d'innovations ont été réalisées ces derniers temps encore dans le domaine de l'enseignement des langues (p. ex.: initiation précoce à une seconde langue nationale). Pourtant, les résultats sont plutôt décevants. On retrouve les propositions de M™ Robert dans le rapport commun qu'ont rédigé sur le sujet les commissions du Conseil national et du Conseil des Etats qui avaient été nommées pour étudier ('«Amélioration de la compréhension entre les régions linguistiques» (92.083), à cette différence près que les commissions précitées concluaient à la compétence des cantons en la matière. La majorité de la Csec se rallie à l'opinion de l'auteur de l'initiative, selon laquelle la Confédération, plutôt que de se défausser entièrement sur les cantons, doit s'associer aux efforts qu'il convient d'entreprendre. Il est à relever que l'initiative tient compte de ce que tous les cantons n'auront pas les mêmes besoins: conformément au principe de la subsidiarité, elle est en effet respectueuse des compétences des cantons et des communes. Encourager l'éducation bilingue, c'est répondre à un besoin de notre époque, et la Suisse n'est pas la seule à y penser: depuis déjà plusieurs années, nombreux, en effet, sont les pays d'Europe qui y travaillent, avec l'appui de l'Union européenne (UE) et du Conseil de l'Europe. Il est probable que, parallèlement à l'anglais, d'autres langues européennes, et notamment le français et l'allemand, gagneront progressivement en importance, du fait à la fois de la coopération accrue qui fera suite à l'avènement de TUE et de l'ouverture de l'Europe de l'Est Aux yeux de la majorité de la commission, l'éducation bilingue ne serait pas seulement un avantage pour les jeunes, mais également un atout pour notre économie. D'autre part, il ne faut pas perdre de vue les impératifs de mobilité de notre époque: sous cet angle-là aussi, un système éducatif tendant, sinon à abolir, du moins à abaisser les barrières linguistiques ne peut qu'être bénéfique, tant pour l'enrichissement personnel de l'individu que sur le plan économique. Tous les enfants devraient, pendant leur scolarité, avoir notamment l'occasion d'apprendre ce qu'ils ne pourront plus, ou alors difficilement, apprendre plus tard. Ce constat s'applique tout particulièrement aux langues, que l'on assimile d'autant plus facilement que l'on est plus jeune. Ce qui ne signifie pas, d'ailleurs, que la connaissance de la langue maternelle doive pour autant être négligée, au contraire. De fait, il conviendrait de mettre sur pied un enseignement axé plutôt sur la communication que sur la maîtrise de la grammaire. Par ailleurs, la commission a rappelé que («immersion» était pratiquée depuis déjà longtemps dans le canton des Grisons sous l'appellation d'«enseignement plurilingue». Enfin, la commission s'est également interrogée sur l'endroit où il conviendrait le mieux, au sein de la constitution, d'insérer la disposition proposée. L'auteur de l'initiative elle-même n'a -- 3 of 5 -16. März 1994 N 399 Zwangsmassnahmen im Ausländerrecht. Bundesgesetz pas manifesté de préférence absolue pour telle ou telle solution. A priori, rien n'empêcherait de procéder autrement qu'en modifiant l'article 27 de la constitution, mais en tout état de cause, cette question n'a pas à être tranchée au stade de l'examen préliminaire. En ce qui concerne les adversaires de l'initiative, les arguments qu'ils ont avancés étaient pour l'essentiel les suivants: un enseignement bilingue aurait des répercussions négatives sur l'enseignement des matières elles-mêmes, et constituerait notamment un handicap pour les plus faibles; il serait peu probable, d'autre part, qu'il y ait en Suisse un nombre suffisant d'enseignants capables de donner leur cours dans une langue étrangère; enfin, eu égard à la situation budgétaire actuelle, ce ne serait pas le moment d'engager la Confédération dans des programmes aussi onéreux, et le problème du coût serait à lui seul un obstacle suffisant pour tuer dans l'oeuf ce projet Antrag der Kommission Die Kommission beantragt mit 16 zu 3 Stimmen bei 1 Enthaltung, der Initiative Folge zu geben. Antrag Maspoli Der Initiative keine Folge geben Schriftliche Begründung Der Erziehungsbereich untersteht ausdrücklich der kantonalen Bildungshoheit Es steht einzelnen Kantonen heute schon frei, den zweisprachigen Unterricht, Immersion genannt, in ihrem Schulsystem zu erproben oder einzuführen. Resultate von öffentlichen Schulversuchen stehen noch aus. Es ist nicht Aufgabe des Bundes, in diesem Bereich quasi die Initialzündung zu geben, indem er die Förderung und Unterstützung der zweisprachigen Erziehung in den Landessprachen in die Verfassung aufnimmt, bevor ein Teil der Kantone diesbezüglich Erfahrungen gesammelt hat. Weitere Argumente sind im letzten Abschnitt des Berichtes der WBK vom 3. Februar 1994 nachzulesen. Proposition de la commission La commission propose, par 16 voix contre 3 et avec

1.

abstention, de donner suite à l'initiative. Proposition Maspoli Ne pas donner suite à l'initiative Abstimmung - Vote Für den Antrag der Kommission Für den Antrag Maspoli

101.

Stimmen

57 Stimmen #ST# 93.128 Zwangsmassnahmen im Ausländerrecht. Bundesgesetz Droit des étrangers. Mesures de contrainte. Loi Differenzen - Divergences Siehe Seite 336 hiervor-Voir page 336 ci-devant Beschluss des Ständerates vom 15. März 1994 Décision du Conseil des Etats du 15 mars 1994 Art. 13a Einleitung Antrag der Kommission Mehrheit Zustimmung zum Beschluss des Ständerates Minderheit (Tschäppät Alexander, Borei François, Bühlmann, David, Darbellay, Diener, Eggenberger, Fankhauser, Gross Andreas, Leuba, Meier Samuel, Zbinden) Festhalten Art. 13a introduction Proposition de la commission Majorité Adhérer à la décision du Conseil des Etats Minorité (Tschäppät Alexander, Borei François, Bühlmann, David, Darbellay, Diener, Eggenberger, Fankhauser, Gross Andréas, Leuba, Meier Samuel, Zbinden) Maintenir Art. 13bAbs. 1 Antrag der Kommission Mehrheit Zustimmung zum Beschluss des Ständerates Minderheit (Tschäppät Alexander, Borei François, Bühlmann, David, Darbellay, Diener, Eggenberger, Fankhauser, Gross Andreas, Leuba, Meier Samuel, Zbinden) Festhalten Art. 13bal. 1 Proposition de la commission Majorité Adhérer à la décision du Conseil des Etats Minorité (Tschäppät Alexander, Borei François, Bühlmann, David, Darbellay, Diener, Eggenberger, Fankhauser, Gross Andréas, Leuba, Meier Samuel, Zbinden) Maintenir Art. 13c Abs. 1,2 Antrag der Kommission Mehrheit Zustimmung zum Beschluss des Ständerates Minderheit (Tschäppät Alexander, Borei François, Bühlmann, David, Darbellay, Diener, Eggenberger, Fankhauser, Gross Andreas, Leuba, Meier Samuel, Zbinden) Festhalten Art. 13cal.1,2 Proposition de la commission Majorité Adhérer à la décision du Conseil des Etats Minorité (Tschäppät Alexander, Borei François, Bühlmann, David, Darbellay, Diener, Eggenberger, Fankhauser, Gross Andréas, Leuba, Meier Samuel, Zbinden) Maintenir Heberlein Trix (R, ZH), Berichterstatterin: Die Staatspolitische Kommission Ihres Rates hat heute morgen getagt und zur Kenntnis genommen, dass der Ständerat unseren Entscheiden mit zwei Ausnahmen gefolgt ist: Er hat die volle richterliche Kognition, die mündliche Verhandlung sowie die Haftdauer und die Berücksichtigung der familiären Verhältnisse beim Entscheid über die Anordnung der Haft übernommen. Die gewichtigste Differenz besteht nach wie vor bei der in den Artikeln 13a Einleitung, 13b Absatz 1 und 13c Absatz 1 geregelten Frage der Zuständigkeit zur Haftanordnung. Der Ständerat hat gestern diskussionslos und ohne Gegenantrag erneut der Regelung «Fremdenpolizei» zugestimmt. Dies, nebst allen materiellen Gründen, die hier bereits angeführt worden sind, vor allem auch mit der Begründung, dass er uns in allen anderen wesentlichen Fragen entgegengekommen sei. Die Mehrheit der Staatspolitischen Kommission hat sich bei 12 zu 12 Stimmen und meinem Stichentscheid heute morgen dem Entscheid des Ständerates angeschlossen. Eine Minderheit hält an der von unserem Rat beschlossenen Lösung fest -- 4 of 5 -Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Parlamentarische Initiative (Robert) Förderung der zweisprachigen Erziehung Initiative parlementaire (Robert) Encouragement de l'éducation bilingue In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1994 Année Anno Band I Volume Volume Session Frühjahrssession Session Session de printemps Sessione Sessione primaverile Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 13 Séance Seduta Geschäftsnummer 92.455 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 16.03.1994 - 08:10 Date Data Seite 396-399 Page Pagina Ref. No 20 023 792 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.

57 Stimmen #ST# 93.128 Zwangsmassnahmen im Ausländerrecht. Bundesgesetz Droit des étrangers. Mesures de contrainte. Loi Differenzen - Divergences Siehe Seite 336 hiervor-Voir page 336 ci-devant Beschluss des Ständerates vom 15. März 1994 Décision du Conseil des Etats du 15 mars 1994 Art. 13a Einleitung Antrag der Kommission Mehrheit Zustimmung zum Beschluss des Ständerates Minderheit (Tschäppät Alexander, Borei François, Bühlmann, David, Darbellay, Diener, Eggenberger, Fankhauser, Gross Andreas, Leuba, Meier Samuel, Zbinden) Festhalten Art. 13a introduction Proposition de la commission Majorité Adhérer à la décision du Conseil des Etats Minorité (Tschäppät Alexander, Borei François, Bühlmann, David, Darbellay, Diener, Eggenberger, Fankhauser, Gross Andréas, Leuba, Meier Samuel, Zbinden) Maintenir Art. 13bAbs. 1 Antrag der Kommission Mehrheit Zustimmung zum Beschluss des Ständerates Minderheit (Tschäppät Alexander, Borei François, Bühlmann, David, Darbellay, Diener, Eggenberger, Fankhauser, Gross Andreas, Leuba, Meier Samuel, Zbinden) Festhalten Art. 13bal. 1 Proposition de la commission Majorité Adhérer à la décision du Conseil des Etats Minorité (Tschäppät Alexander, Borei François, Bühlmann, David, Darbellay, Diener, Eggenberger, Fankhauser, Gross Andréas, Leuba, Meier Samuel, Zbinden) Maintenir Art. 13c Abs. 1,2 Antrag der Kommission Mehrheit Zustimmung zum Beschluss des Ständerates Minderheit (Tschäppät Alexander, Borei François, Bühlmann, David, Darbellay, Diener, Eggenberger, Fankhauser, Gross Andreas, Leuba, Meier Samuel, Zbinden) Festhalten Art. 13cal.1,2 Proposition de la commission Majorité Adhérer à la décision du Conseil des Etats Minorité (Tschäppät Alexander, Borei François, Bühlmann, David, Darbellay, Diener, Eggenberger, Fankhauser, Gross Andréas, Leuba, Meier Samuel, Zbinden) Maintenir Heberlein Trix (R, ZH), Berichterstatterin: Die Staatspolitische Kommission Ihres Rates hat heute morgen getagt und zur Kenntnis genommen, dass der Ständerat unseren Entscheiden mit zwei Ausnahmen gefolgt ist: Er hat die volle richterliche Kognition, die mündliche Verhandlung sowie die Haftdauer und die Berücksichtigung der familiären Verhältnisse beim Entscheid über die Anordnung der Haft übernommen. Die gewichtigste Differenz besteht nach wie vor bei der in den Artikeln 13a Einleitung, 13b Absatz 1 und 13c Absatz 1 geregelten Frage der Zuständigkeit zur Haftanordnung. Der Ständerat hat gestern diskussionslos und ohne Gegenantrag erneut der Regelung «Fremdenpolizei» zugestimmt. Dies, nebst allen materiellen Gründen, die hier bereits angeführt worden sind, vor allem auch mit der Begründung, dass er uns in allen anderen wesentlichen Fragen entgegengekommen sei. Die Mehrheit der Staatspolitischen Kommission hat sich bei 12 zu 12 Stimmen und meinem Stichentscheid heute morgen dem Entscheid des Ständerates angeschlossen. Eine Minderheit hält an der von unserem Rat beschlossenen Lösung fest -- 4 of 5 -Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Parlamentarische Initiative (Robert) Förderung der zweisprachigen Erziehung Initiative parlementaire (Robert) Encouragement de l'éducation bilingue In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1994 Année Anno Band I Volume Volume Session Frühjahrssession Session Session de printemps Sessione Sessione primaverile Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 13 Séance Seduta Geschäftsnummer 92.455 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 16.03.1994 - 08:10 Date Data Seite 396-399 Page Pagina Ref. No 20 023 792 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.

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