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Entscheid

93-007

Verwaltungsbehörden 17.03.1993 93.007

17. März 1993Deutsch10 min

Source admin.ch

Erwägungen

1.

Angleichung der Zollansätze für bestimmte portugiesische Agrarprodukte an diejenigen für Waren aus der EG (in der Folge des Austritts von Portugal aus der Efta);

2.

Aufhebung der verbleibenden Ausfuhrzölle auf Buntmetallabfällen (aluminium- und kupferhaltige Abfälle) gemäss dem Zusatzprotokoll zum Freihandelsabkommen;

3.

Beschluss über die zollfreie Einfuhr von bis anhin einem Fiskalzoll unterliegenden belichteten und entwickelten kinematographischen Filmen. B. Massnahmen gestützt auf den Präferenzenbeschluss In Uebereinstimmung mit dem Beschluss der Uno-Vollversammlung wurde die Liste der am wenigsten fortgeschrittenen Länder mit Kambodscha, Madagaskar, den Salomon-lnseln, Sambia und Zaire ergänzt Nach der Anerkennung von Kroatien, Slowenien und Bosnien-Herzegowina im Frühjahr 1992 galt es, diesen Umstand in der Länderliste zum Präferenzenbeschluss zu berücksichtigen. Die Verordnung wurde entsprechend ergänzt und die Bezeichnung «Jugoslawien» für den Rest des bisherigen Jugoslawien verwendet. M. Cavelty présente au nom de la commission le rapport écrit suivant: Conformément à l'article 9 alinéa premier de la loi sur le tarif des douanes et à l'article 4 alinéa 2 de l'arrêté sur les préférences tarifaires, le Conseil fédéral doit présenter deux fois l'an un rapport sur les mesures douanières qui ont été prises en application des dispositions contenues dans les textes légaux susmentionnés. Le Parlement décide si ces mesures doivent être maintenues. Le présent rapport porte sur les mesures prises en vertu de la loi sur le tarif des douanes et en vertu de l'arrêté concernant les préférences tarifaires. A. Mesures prises en vertu de la loi sur le tarif des douanes En août 1992, le Conseil fédéral a décidé de suspendre pour une durée de deux ans les taxes douanières dont était frappé un granulé de matière plastique fabriqué uniquement aux Etats-Unis et au Japon. Une taxe de 6 francs par 100 kg brut était prélevée jusque-là lors de l'importation de ce produit en Suisse, alors qu'il est admis en franchise de douane dans la CE. Cette mesure a pour but d'éliminer le désavantage douanier causé à la compétitivité des producteurs suisses. En décembre 1992, le Conseil fédéral a décidé de mettre en vigueur provisoirement, au 1er janvier 1993, les tarifs douaniers découlant de l'accord de libre-échange conclu entre les pays de l'AELE et Israël et de l'échange de lettres entre la Suisse et Israël concernant la convention bilatérale sur le commerce des produits agricoles. Ainsi, la discrimination dont souffraient les exportations suisses par rapport aux marchandises provenant de la CE ou des Etats-Unis est supprimée. En décembre 1992 également, le Conseil fédéral a décidé de porter à l'ordonnance sur le libre-échange les modifications suivantes:

1.

harmonisation des droits de douane appliqués à certains produits agricoles portugais avec ceux fixés pour les marchandises provenant de la CE (suite à la sortie du Portugal de l'AELE);

2.

abrogation des droits de douane à l'exportation, qui grevaient encore certains déchets de métaux non ferreux (déchets d'aluminium et de cuivre) conformément au protocole additionnel à l'Accord de libre-échange;

3.

exemption de droits de douane sur l'importation de films cinématographiques impressionnés et développés, soumis jusqu'alors aune taxe fiscale. B. Mesures prises en vertu de l'arrêté concernant les préférences tarifaires Conformément à la résolution de l'Assemblée plénière de l'ONU, la liste des pays en développement les moins avancés a été complétée par l'adjonction du Cambodge, de Madagascar, des Iles Salomon, de la Zambie et du Zaïre. Il a dû être tenu compte également de la reconnaissance de la Croatie, de la Slovénie et de la Bosnie-Herzégovine, intervenue au printemps 1992, dans la liste des pays ayant droit aux préférences tarifaires. L'ordonnance y relative a donc dû être modifiée dans ce sens et la désignation «Yougoslavie» ne recouvre plus que le territoire restant de l'ex-Yougoslavie. Antrag der Kommission Die Kommission beantragt einstimmig, auf die Vorlage einzutreten und dem Bundesbeschluss über die Genehmigung von zolltarifarischen Massnahmen zuzustimmen. Proposition de la commission La commission propose à l'unanimité d'entrer en matière et d'approuver l'arrêté fédéral portant approbation de mesures touchant le tarif des douanes. Eintreten wird ohne Gegenantrag beschlossen L'entrée en matière est décidée sans opposition Detailberatung - Discussion par articles Bundesbeschluss über die Genehmigung von zolltarifarischen Massnahmen Arrêté fédéral portant approbation de mesures touchant le tarif des douanes Titel und Ingress, Art. 1,2 Antrag der Kommission Zustimmung zum Beschluss des Nationalrates Titre et préambule, art. 1,2 Proposition de la commission Adhérer au projet du Conseil national Angenommen -Adopté -- 1 of 3 -Loi sur les cartels. Révision 172 17 mars 1993 Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble Für Annahme des Entwurfes 25 Stimmen (Einstimmigkeit) An den Bundesrat-Au Conseil fédéral #ST# 93.3017 Motion WAK N R 92.057-8 Kartellgesetz. Revision Motion CER CN 92.057-8 Loi sur les cartels. Révision Wortlaut der Motion vom 23. September 1992 Der Bundesrat wird beauftragt, unverzüglich die Revision des Kartellgesetzes an die Hand zu nehmen und insbesondere folgende Aenderungen vorzunehmen:

1.

Umwandlung der Kartellkommission in ein Bundesamt für Wettbewerb mit eigener Verfügungskompetenz;

2.

Vereinfachung und wesentliche Verkürzung der kartellrechtlichen Ueberprüfungs- und Aufsichtsverfahren;

3.

Einführung einer wettbewerbsrechtlichen Fusionskontrolle. Texte de la motion du 23 septembre 1992 Le Conseil fédéral est chargé de prendre en main sans tarder la révision de la loi sur les cartels et d'examiner tout particulièrement les changements suivants:

1.

transformer la Commission des cartels en Office fédéral de la concurrence muni de son propre pouvoir de disposition;

2.

simplification et raccourcissement substantiel des procédures de vérification et de surveillance en matière de cartels;

3.

introduction d'un contrôle des fusions pour garantir les conditions de concurrence. Schule, Berichterstatter: Die Kommission für Wirtschaft und Abgaben (WAK) hat sich intensiv mit unserem Kartellrecht und überhaupt mit den Fragen des Wettbewerbs auseinandergesetzt Anlass dazu gab diese Motion des Nationalrates, die eine Revision des Kartellgesetzes verlangt hat Wir haben dazu Professor Tercier angehört, den Präsidenten der Kartellkommission, und diese Aussprache war für alle Beteiligten wirklich informativ. Die Kommission ist in ihrer Ueberzeugung bestärkt worden, dass der Förderung des Wettbewerbs ein sehr hoher Stellenwert zukommt, wenn wir die Schweizer Wirtschaft reformieren, revitalisieren wollen. Die WAK stimmt in diesem Punkt völlig mit dem Bundesrat überein, der diesen Zusammenhang zwischen Wettbewerb und Revitalisierung auch im Folgeprogramm klar aufgezeigt hat. Die nötige Förderung des Wettbewerbs geht indessen weit über den Geltungs- und Wirkungsbereich des Kartellrechts hinaus. Wichtige Pfeiler sind ebenso eine wettbewerbsfördernde Gesetzgebung auf allen Stufen wie eine generelle Erleichterung des Marktzutrittes, ein konsequenter Abbau der Regelungsdichte sowie eine konsequente Oeffnung der öffentlichen Märkte, jener vielen Bereiche, in denen der Staat selbst oder über seine vielfältigen Instrumente als Anbieter oder Abnehmer auftritt. Die WAK hat an ihrer Sitzung vom 12. Februar 1993 von der erklärten Absicht des Bundesrates Kenntnis genommen, im ersten Revitalisierungspaket das Wettbewerbsrecht neu zu regeln. Seine Zielsetzungen hat der Bundesrat in der Botschaft über das Folgeprogramm nach der Ablehnung des EWR-Abkommens, in Ziffer 132.2, konkretisiert Ich verweise darauf. Vor diesem Hintergrund und aufgrund der Diskussion mit dem Präsidenten der Kartellkommission hat die WAK die Motion des Nationalrates kritisch gewürdigt. Diese Motion, die im Nationalrat seinerzeit nur mit einem Zufallsergebnis von 48 zu 41 Stimmen überwiesen worden ist, ist aus unserer Sicht zu punktuell. Der erste Punkt scheint uns unzweckmässig, nämlich die darin verlangte Umwandlung der Kartellkommission in ein Bundesamt für Wettbewerb mit eigener Verfügungskompetenz nach deutschem Vorbild. Das ist nicht das Hauptproblem. Wir würden vielmehr Fachkompetenz verlieren, die wir heute in der Kartellkommission eingebunden haben. Wir würden den Milizgedanken aufgeben, und wir würden mit Sicherheit diese Institution bürokratisieren. Der zweite Punkt der Motion hingegen ist auch für uns ein zentrales Anliegen, nämlich die Vereinfachung und Verkürzung der kartellrechtlichen Verfahren. Dabei gilt es, die Frage der Effizienz ebenso wie das Gebot der Rechtsstaatlichkeit zu beachten. Im dritten Punkt verlangt die Motion des Nationalrats die Einführung einer wettbewerbsrechtlichen Fusionskontrolle. Dieser Punkt ist in der WAK höchst umstritten geblieben, obwohl wir uns bewusst waren, dass wir zu einem früheren Zeitpunkt in dieser Frage bereits Vorstösse überwiesen hatten. Herr Professor Tercier hat dieses Instrument in den internationalen Kontext gestellt und klar festgehalten: «Speziell bei der Fusionskontrolle ist es sicherlich so dass diese nur für ganz grosse Fusionen eine Rolle spielen könnte. Es kann unmöglich nur der nationale Markt betrachtet werden.» Aus aktuellem Anlass haben wir dann dem Präsidenten die Frage gestellt, wie wohl die Fusion CS-Holding/Volksbank von der Kartellkommission beurteilt worden wäre, ob die Fusionskontrolle dieses Vorhaben genehmigt oder allenfalls verzögert oder sogar verhindert hätte. Ohne dass eine gesetzliche Regelung vorliegt, konnte natürlich darauf keine abschliessende Antwort gegeben werden. Aber gerade an diesem Beispiel hat sich die ganze Problematik der Fusionskontrollefür unsere kleinräumigen Schweizer Verhältnisse bestätigt. Die Kommission hat in dieser Situation der Motion des Nationalrates die Zustimmung versagt Sie ist für uns zu punktuell und orientiert sich zu sehr an der deutschen Lösung mit dem Kartellamt Die Kommission wollte aber die Wichtigkeit des Anliegens doch herausstreichen, darum legt sie Ihnen nun eine Alternative in der Form des Postulats vor. Damit soll dem Bundesrat der Rücken gestärkt werden, das Notwendige zu tun und auch die kritischen Punkte vertieft auszuloten. Die einstimmige Kommission beantragt Ihnen, die Motion des Nationalrates abzulehnen und den Vorstoss als Postulat gutzuheissen. M. Delamuraz, conseiller fédéral: Le Conseil fédéral est prêt à accepter la motion en cause en tant que postulat. Le Conseil national a maintenu la motion, à une courte majorité. Je suis reconnaissant à la commission de refuser cette motion. Comme le relais sous la forme d'un postulat est déjà accepté, nous nous trouvons exactement sur la même longueur d'onde. Le refus de la motion ne signifie nullement le refus d'une volonté de transformer le droit cartellaire, mais le refus de le recevoir comme ordre absolu. Ueberwiesen a/s Postulat - Transmis comme postulat -- 2 of 3 -Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Zolltarifarische Massnahmen 1992/II Tarif des douanes. Mesures 1992/II In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1993 Année Anno Band I Volume Volume Session Frühjahrssession Session Session de printemps Sessione Sessione primaverile Rat Ständerat Conseil Conseil des Etats Consiglio Consiglio degli Stati Sitzung 09 Séance Seduta Geschäftsnummer 93.007 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 17.03.1993 - 08:15 Date Data Seite 171-172 Page Pagina Ref. No 20 022 586 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.

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