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Entscheid

93-1003

Verwaltungsbehörden 29.04.1993 93.1003

29. April 1993Deutsch6 min

Source admin.ch

Erwägungen

1.

Ist dem Bundesrat bewusst, dass diese Neubaustrecke auch aus Kapazitätsgründen für die Verbesserung der Bahnverbindungen der gesamten Ostschweiz (sowie für die S-Bahn-Verbindungen der Stadt Winterthur) von entscheidender Bedeutung ist?

2.

Ist der Bundesrat deshalb bereit, für die rasche (und damit auch kostensparende) Realisierung des Brüttemer Tunnels den SBB raschmöglichst «grünes Licht» zu erteilen?

3.

Wie könnte der Bundesrat eine weitere Verzögerung (trotz realisierungsreifem Projekt) rechtfertigen, - in Anbetracht der schwierigen Lage der Bauwirtschaft mit steigender Arbeitslosigkeit, - im Hinblick auf die Entgegennahme des Postulates des Unterzeichnenden (92.3400. Aufwertung der Bahnverbindung Stuttgart-Zürich), welches nur bei Beseitigung des Bahnkapazitätsengpasses im Bereiche zwischen Winterthur und Flughafen verwirklicht werden kann? Antwort des Bundesrates vom 5. Mai 1993 Bei «Bahn 2000» zeichneten sich im Verlauf der detaillierteren Planungsarbeiten insbesondere infolge zusätzlicher Umweltschutzmassnahmen und gestiegener Begehrlichkeit der betroffenen Regionen und Kantone Kostenüberschreitungen ab, die eine Neuorientierung des Konzeptes notwendig erscheinen liessen. In Anbetracht dieser Situation hat das Eidgenössische Verkehrs- und Energiewirtschaftsdepartement den SBB den Auftrag erteilt, bis Ende Juni 1993 ein Konzept auszuarbeiten, das sich im vorgegebenen Kreditrahmen (zu heutigen Preisen rund 8 Milliarden Franken) realisieren lässt Die SBB werden sich dabei auf diejenigen Neu- und Ausbaustrecken beschränken müssen, die für die Erreichung der Ziele von «Bahn 2000» unverzichtbar sind. Bis zur Vorlage der Ergebnisse dieser Arbeiten kann und will der Bundesrat zur Frage nach der Realisierung der einen oder anderen Neubaustrecke keine Versprechen abgeben. Jedes der einzelnen Projekte muss von den SBB auf seine Notwendigkeit geprüft werden, so auch der Brüttemer Tunnel. Diese Ueberprüfung beinhaltet auch die Beantwortung der Frage, ob für die Beseitigung des Engpasses ein Tunnel die beste Lösung ist oder ob dasselbe Ziel kostengünstiger mit anderen, z. B. betrieblichen, Massnahmen erreicht werden kann. Falls sich der Brüttemer Tunnel als unverzichtbar erweist, wird der Bundesrat dafür sorgen, dass so rasch wie möglich mit seiner Realisierung begonnen werden kann. «Bahn 2000» ist weder ein Arbeitsbeschaffungsprogramm noch eine Förderungsmassnahmefürdie Bauwirtschaft. Es ist deshalb nicht sinnvoll, die Realisierung von Teilstrecken zu beschleunigen, nur weil dies arbeitsmarktpolitisch oder konjunkturpolitisch erwünscht wäre. Vielmehr muss sich die Staffelung der Arbeiten nach verkehrswirtschaftlichen Kriterien richten, das heisst, es müssen diejenigen Teilstücke zuerst gebaut werden, die dem gesamten Land den grössten Nutzen bringen. Die in der Begründung zum Postulat 92.3400 (Aufwertung der Bahnverbindung Stuttgart-Zürich) aufgeführten Argumente gelten immer noch. Angesichts der prekären finanziellen Situation bei Bund und SBB muss aber unvoreingenommen nach den kostengünstigsten Lösungen gesucht werden. Dabei wird u. a auch zu prüfen sein, wo kostspielige Infrastrukturen durch neues Rollmaterial (z. B. Neigezugtechnik) ersetzt werden könnten. Zurzeit klärt eine binationale Arbeitsgruppe die Notwendigkeit von Kapazitätserhöhungen auf dem deutschen Netz zur Bewältigung des Zulaufverkehrs zur Neat ab. In diesem Zusammenhang wird auch untersucht, wie die Linie Stuttgart-Zürich aufgewertet werden kann. #ST# 93.1003 Einfache Anfrage Ducret Erleichterte Einbürgerung der Ehegatten von Schweizer Bürgern Question ordinaire Ducret Naturalisation facilitée des conjoints de ressortissants suisses Texte de la question ordinaire du 1er mars 1993 En date du 1 er janvier 1992 est entrée en vigueur la disposition de la loi fédérale sur l'acquisition et la perte de la nationalité suisse qui accorde la naturalisation facilitée aux conjoints de ressortissants suisses. Le Conseil fédéral peut-il indiquer le nombre d'étrangers qui ont sollicité l'application de cette disposition en 1992 et le délai moyen nécessaire à l'examen de ces dossiers? Réponse du Conseil fédéral du 5 mai 1993 Jusqu'à la fin de 1992, l'Office fédéral de la police a reçu plus de 14 000 demandes de naturalisation facilitée de la part de conjoints étrangers de Suissesses. Ce chiffre comprend plus de 2000 demandes déposées dans la seconde partie de 1991 avant même l'entrée en vigueur de la révision de la loi sur la nationalité. Quatre cinquièmes environ des requérants sont domiciliés en Suisse. La révision de la loi a eu pour effet qu'en 1992 l'Office fédéral de la police a reçu en tout-y compris les demandes de naturalisation ordinaire et de réintégration - plus de trois fois le nombre des demandes reçues en moyenne au cours des années précédentes. Cela a conduit à des retards toujours plus considérables. La situation des autorités cantonales, chargées de procéder aux enquêtes, est similaire. Il faut ainsi compter avec une durée de procédure, pour les requérants domiciliés en Suisse, d'une année à deux ans et, pour les requérants domiciliés à l'étranger, de deux à trois ans.

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Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Einfache Anfrage Ducret Erleichterte Einbürgerung der Ehegatten von Schweizer Bürgern Question ordinaire Ducret Naturalisation facilitée des conjoints de ressortissants suisses In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1993 Année Anno Band II Volume Volume Session Aprilsession Session Session d'avril Sessione Sessione di aprile Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung Z Séance Seduta Geschäftsnummer 93.1003 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 29.04.1993 - 08:00 Date Data Seite 860-860 Page Pagina Ref. No 20 022 695 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.

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