93-128
Verwaltungsbehörden 16.03.1994 93.128
16. März 1994Deutsch24 min
Source admin.ch
16. März 1994 N 399 Zwangsmassnahmen im Ausländerrecht. Bundesgesetz pas manifesté de préférence absolue pour telle ou telle solution. A priori, rien n'empêcherait de procéder autrement qu'en modifiant l'article 27 de la constitution, mais en tout état de cause, cette question n'a pas à être tranchée au stade de l'examen préliminaire. En ce qui concerne les adversaires de l'initiative, les arguments qu'ils ont avancés étaient pour l'essentiel les suivants: un enseignement bilingue aurait des répercussions négatives sur l'enseignement des matières elles-mêmes, et constituerait notamment un handicap pour les plus faibles; il serait peu probable, d'autre part, qu'il y ait en Suisse un nombre suffisant d'enseignants capables de donner leur cours dans une langue étrangère; enfin, eu égard à la situation budgétaire actuelle, ce ne serait pas le moment d'engager la Confédération dans des programmes aussi onéreux, et le problème du coût serait à lui seul un obstacle suffisant pour tuer dans l'oeuf ce projet Antrag der Kommission Die Kommission beantragt mit 16 zu 3 Stimmen bei 1 Enthaltung, der Initiative Folge zu geben. Antrag Maspoli Der Initiative keine Folge geben Schriftliche Begründung Der Erziehungsbereich untersteht ausdrücklich der kantonalen Bildungshoheit Es steht einzelnen Kantonen heute schon frei, den zweisprachigen Unterricht, Immersion genannt, in ihrem Schulsystem zu erproben oder einzuführen. Resultate von öffentlichen Schulversuchen stehen noch aus. Es ist nicht Aufgabe des Bundes, in diesem Bereich quasi die Initialzündung zu geben, indem er die Förderung und Unterstützung der zweisprachigen Erziehung in den Landessprachen in die Verfassung aufnimmt, bevor ein Teil der Kantone diesbezüglich Erfahrungen gesammelt hat. Weitere Argumente sind im letzten Abschnitt des Berichtes der WBK vom 3. Februar 1994 nachzulesen. Proposition de la commission La commission propose, par 16 voix contre 3 et avec
Erwägungen
1.
abstention, de donner suite à l'initiative. Proposition Maspoli Ne pas donner suite à l'initiative Abstimmung - Vote Für den Antrag der Kommission Für den Antrag Maspoli
101.
Stimmen
57 Stimmen #ST# 93.128 Zwangsmassnahmen im Ausländerrecht. Bundesgesetz Droit des étrangers. Mesures de contrainte. Loi Differenzen - Divergences Siehe Seite 336 hiervor-Voir page 336 ci-devant Beschluss des Ständerates vom 15. März 1994 Décision du Conseil des Etats du 15 mars 1994 Art. 13a Einleitung Antrag der Kommission Mehrheit Zustimmung zum Beschluss des Ständerates Minderheit (Tschäppät Alexander, Borei François, Bühlmann, David, Darbellay, Diener, Eggenberger, Fankhauser, Gross Andreas, Leuba, Meier Samuel, Zbinden) Festhalten Art. 13a introduction Proposition de la commission Majorité Adhérer à la décision du Conseil des Etats Minorité (Tschäppät Alexander, Borei François, Bühlmann, David, Darbellay, Diener, Eggenberger, Fankhauser, Gross Andréas, Leuba, Meier Samuel, Zbinden) Maintenir Art. 13bAbs. 1 Antrag der Kommission Mehrheit Zustimmung zum Beschluss des Ständerates Minderheit (Tschäppät Alexander, Borei François, Bühlmann, David, Darbellay, Diener, Eggenberger, Fankhauser, Gross Andreas, Leuba, Meier Samuel, Zbinden) Festhalten Art. 13bal. 1 Proposition de la commission Majorité Adhérer à la décision du Conseil des Etats Minorité (Tschäppät Alexander, Borei François, Bühlmann, David, Darbellay, Diener, Eggenberger, Fankhauser, Gross Andréas, Leuba, Meier Samuel, Zbinden) Maintenir Art. 13c Abs. 1,2 Antrag der Kommission Mehrheit Zustimmung zum Beschluss des Ständerates Minderheit (Tschäppät Alexander, Borei François, Bühlmann, David, Darbellay, Diener, Eggenberger, Fankhauser, Gross Andreas, Leuba, Meier Samuel, Zbinden) Festhalten Art. 13cal.1,2 Proposition de la commission Majorité Adhérer à la décision du Conseil des Etats Minorité (Tschäppät Alexander, Borei François, Bühlmann, David, Darbellay, Diener, Eggenberger, Fankhauser, Gross Andréas, Leuba, Meier Samuel, Zbinden) Maintenir Heberlein Trix (R, ZH), Berichterstatterin: Die Staatspolitische Kommission Ihres Rates hat heute morgen getagt und zur Kenntnis genommen, dass der Ständerat unseren Entscheiden mit zwei Ausnahmen gefolgt ist: Er hat die volle richterliche Kognition, die mündliche Verhandlung sowie die Haftdauer und die Berücksichtigung der familiären Verhältnisse beim Entscheid über die Anordnung der Haft übernommen. Die gewichtigste Differenz besteht nach wie vor bei der in den Artikeln 13a Einleitung, 13b Absatz 1 und 13c Absatz 1 geregelten Frage der Zuständigkeit zur Haftanordnung. Der Ständerat hat gestern diskussionslos und ohne Gegenantrag erneut der Regelung «Fremdenpolizei» zugestimmt. Dies, nebst allen materiellen Gründen, die hier bereits angeführt worden sind, vor allem auch mit der Begründung, dass er uns in allen anderen wesentlichen Fragen entgegengekommen sei. Die Mehrheit der Staatspolitischen Kommission hat sich bei 12 zu 12 Stimmen und meinem Stichentscheid heute morgen dem Entscheid des Ständerates angeschlossen. Eine Minderheit hält an der von unserem Rat beschlossenen Lösung fest -- 1 of 4 -Droit des étrangers. Mesures de contrainte. Loi 400 N 16 mars 1994 Darbellay Vital (C, VS), rapporteur: Le projet «Droit des étrangers. Mesures de contrainte» nous revient du Conseil des Etats avec deux divergences, toutes les autres ont été aplanies. La première, la plus importante, est celle concernant le juge. Vous savez que, par deux fois, le Conseil national a décidé de donner la compétence à un juge, aussi bien pour la détention en phase préparatoire que pour la détention pour préparer le renvoi. Le Conseil des Etats a pris, deux fois, la décision de confier cette tâche à la police des étrangers, et la deuxième fois, sans opposition et sans discussion. La commission du Conseil national s'est penchée sur ce problème ce matin. Vous connaissez les arguments des deux parties, qui n'ont guère changé dans la commission du Conseil national. Cependant, ce matin, la majorité a été renversée en ce sens que par 12 voix contre 12, avec la voix prépondérante de la présidente, la majorité de la commission du Conseil national vous invite à vous rallier au Conseil des Etats. Tschäppät Alexander (S, BE), Sprecher der Minderheit: Es ist das letzte Mal, dass wir darüber zu sprechen haben. Ich hoffe, der Rat sei zum dritten Mal so klug und stimme der Haftanordnung durch den Haftrichter zu. Wenn wir jetzt eine Minderheit bilden, dann nicht etwa, weil die Meinungen geändert haben, sondern weil ein Kommissionsmitglied krankheitshalber abwesend war und deshalb die Mehrheiten kippten. In der Kommission wurde sehr viel und sehr grundsätzlich an diesem Gesetz gearbeitet. Wir haben ernsthaft versucht, es so zu verbessern, dass wir von unserer Seite mit einigermassen gutem Gewissen halbwegs dahinterstehen können. Jetzt sind wir drauf und dran, den letzten noch vorhandenen Zahn zu ziehen, der noch vorhanden war, um die Rechtsstaatlichkeit einigermassen in geordneten Bahnen zu halten. Für mich persönlich bedeutet das, dass dieses Gesetz absolut unglaubwürdig wird. Es ist schon jetzt äusserst problematisch, noch dahinterzustehen. Ich möchte Sie daran erinnern: Wir haben nächstens eine Abstimmung betreffend Rassismus. Wir haben gesetzliche Vorschriften über die erleichterte Einbürgerung. Und nun haben wir ein Gesetz, das im Grunde der Dinge diesen Bestrebungen zuwiderläuft. Für mich ist es eine Glaubensfrage geworden, ob man noch so legiferieren darf oder nicht Der Haftrichterbeschluss ist noch das letzte Quentchen, das für mich die Möglichkeit bietet, dieses Gesetz nicht ablehnen zu müssen. Ich möchte noch einmal eindringlich an alle appellieren, dass wir uns wenigstens dieses kleine bisschen Recht, diese Sicherheit im Bereiche der Rechtsstaatlichkeit, noch erhalten. Niemand wird dadurch in der Praxis gehindert, dieses Gesetz anzuwenden, Missbräuche zu bekämpfen, die «Lex Zürich» auch umzusetzen. Der Haftrichter wird Ihnen dann nicht im Wege stehen. Er ist aber für uns die Möglichkeit, dieses Gesetz wenigstens nicht abzulehnen oder wenigstens nur teilweise abzulehnen, also noch halbwegs dazu stehen zu können. Ich möchte Sie dringend bitten: Machen Sie es sich nicht einfach. Wenn auch eingewendet wird, es sei letztendlich nur eine kleine Differenz zwischen dem Haftrichter und der Fremdenpolizei, behaupte ich: Mindestens psychologisch sei es eine riesige Differenz, eine Differenz, die es uns erleichtert oder erschwert, in der nahen Zukunft halbwegs mit diesem Gesetz leben zu können. Leuba Jean-François (L, VD): II est inutile d'exposer une nouvelle fois les motifs pour lesquels nous sommes pour la solution du juge. M. Tschäppät vient de les indiquer très brièvement à nouveau. J'aimerais dire que, là, nous venons de sortir d'une discussion sur la compréhension entre les régions linguistiques. J'ai l'impression qu'il y a, là aussi, une différence de conception du droit, du droit de la personnalité, de la liberté individuelle entre, on a dit qu'on ne parlait plus de «Suisse allemande», mais une partie de la Suisse allemande, et une partie importante de la Suisse romande. Il faut bien dire que nous sommes dans une situation où, actuellement, le Conseil des Etats tient ferme sur ses positions, et le Conseil national, jusqu'à maintenant, a tenu ferme sur ses positions, et il s'agit de trouver une solution. Il me semble qu'une solution pourrait être trouvée au moins dans la mesure où on permettrait aux cantons de choisir l'une ou l'autre solution et cela serait tout à fait dans le sens du débat que nous avons eu tout à l'heure. Là où il n'est pas absolument indispensable de trouver une solution uniforme en Suisse, on peut avoir une solution qui correspond au génie de chaque canton. Mais pour cela, il faut absolument maintenir la divergence de manière que la Conférence de conciliation puisse élaborer cette solution. Nous sommes sur une question de principe, nous avons une opposition de principe entre deux parties. Il faut donc maintenir la divergence pour que la Conférence de conciliation puisse élaborer une solution -je verrai ce que dira le représentant du Conseil fédéral - telle que celle que j'ai esquissée, qui laisserait finalement aux cantons la possibilité de choisir entre la voie administrative et la voie judiciaire. Cette solution pourrait être trouvée par la Conférence de conciliation. J'ai eu quelques échos qu'elle pourrait être aussi accueillie finalement par les parties qui sont les plus extrêmes dans ce débat Dans l'intérêt de l'entente dans la Confédération, on devrait aller dans ce sens-là Je vous prie, dès lors, de maintenir la divergence pour que nous puissions la lever dans la procédure de conciliation. Präsidentin: Die CVP-Fraktion lässt mitteilen, dass sie sich dem Beschluss des Ständerates anschliesst Koller Arnold, Bundesrat: Der Ständerat hat praktisch bei allen anderen Differenzen Ihrem Rat zugestimmt Es waren noch etwa drei bis vier Differenzen, und es bleibt also praktisch nur noch diese eine Differenz. Hier möchte ich Sie nun dringend bitten, dem Ständerat und dem Bundesrat zuzustimmen, und zwar nicht nur wegen des Stimmenverhältnisses. Ich darf Sie an das letzte Stimmenverhältnis erinnern: in Ihrem Rat 91 zu 86 Stimmen für Ihre Lösung, im Ständerat 33 zu 7 Stimmen für die Lösung des Bundesrates. Ich möchte Ihnen auch zu bedenken geben, dass Ihnen der Ständerat im Differenzbereinigungsverfahren in zwei wichtigen Punkten entgegengekommen ist, indem er einerseits die Kognition des prüfenden Richters auch auf die Angemessenheitsüberprüfung ausgedehnt hat und andererseits ausdrücklich eine mündliche Verhandlung vor dem nachprüfenden Richter verlangt. Das waren zwei Punkte, wo Ihnen der Ständerat ganz bewusst entgegengekommen ist. Lassen Sie mich noch einmal ganz kurz die wichtigsten Gründe für die Fassung des Ständerates und des Bundesrates anführen. Der Text, den wir Ihnen vorschlagen, entspricht genau der Lösung, die die Europäische Menschenrechtskonvention auch für Administrativmassnahmen vorsieht; ich verweise auf Artikel 5 Ziffer 4. Sie sieht für solche administrative freiheitsentziehende Massnahmen vor, dass diese zunächst von einer Verwaltungsbehörde angeordnet und nachher von einem unabhängigen Richter überprüft werden. Wenn Sie der Fassung Ihres Rates zustimmen, gehen Sie sogar weiter, als im Strafrecht vorgesehen ist; denn nicht einmal im Straf recht wird verlangt, dass die Untersuchungshaft durch einen unabhängigen Richter verfügt wird. Es wäre also auch ein Präjudiz für strafprozessuale Regelungen. Schliesslich - das war für den Ständerat und für den Bundesrat das entscheidende Argument - entspricht das System, das wir Ihnen vorschlagen, dem geltenden Recht im Bundesgesetz über Aufenthalt und Niederlassung der Ausländer. Der Ständerat und der Bundesrat sind überzeugt, dass es föderalistisch falsch und unangemessen ist, hier ohne jegliche Not in das bestehende System einzugreifen und von Bundesrechts wegen den Kantonen neue Lösungen aufzuoktroyieren, die weder durch das nationale noch durch das internationale Recht verlangt werden. Wir können nicht immer sagen, die Kantone seien für den Vollzug verantwortlich, und ihnen gleichzeitig immer mehr in diesen Vollzug hineinregieren. Das sind die Gründe, weshalb ich Sie dringend bitte, diese letzte Differenz im Sinne von Ständerat und Bundesrat zu bereinigen.
57 Stimmen #ST# 93.128 Zwangsmassnahmen im Ausländerrecht. Bundesgesetz Droit des étrangers. Mesures de contrainte. Loi Differenzen - Divergences Siehe Seite 336 hiervor-Voir page 336 ci-devant Beschluss des Ständerates vom 15. März 1994 Décision du Conseil des Etats du 15 mars 1994 Art. 13a Einleitung Antrag der Kommission Mehrheit Zustimmung zum Beschluss des Ständerates Minderheit (Tschäppät Alexander, Borei François, Bühlmann, David, Darbellay, Diener, Eggenberger, Fankhauser, Gross Andreas, Leuba, Meier Samuel, Zbinden) Festhalten Art. 13a introduction Proposition de la commission Majorité Adhérer à la décision du Conseil des Etats Minorité (Tschäppät Alexander, Borei François, Bühlmann, David, Darbellay, Diener, Eggenberger, Fankhauser, Gross Andréas, Leuba, Meier Samuel, Zbinden) Maintenir Art. 13bAbs. 1 Antrag der Kommission Mehrheit Zustimmung zum Beschluss des Ständerates Minderheit (Tschäppät Alexander, Borei François, Bühlmann, David, Darbellay, Diener, Eggenberger, Fankhauser, Gross Andreas, Leuba, Meier Samuel, Zbinden) Festhalten Art. 13bal. 1 Proposition de la commission Majorité Adhérer à la décision du Conseil des Etats Minorité (Tschäppät Alexander, Borei François, Bühlmann, David, Darbellay, Diener, Eggenberger, Fankhauser, Gross Andréas, Leuba, Meier Samuel, Zbinden) Maintenir Art. 13c Abs. 1,2 Antrag der Kommission Mehrheit Zustimmung zum Beschluss des Ständerates Minderheit (Tschäppät Alexander, Borei François, Bühlmann, David, Darbellay, Diener, Eggenberger, Fankhauser, Gross Andreas, Leuba, Meier Samuel, Zbinden) Festhalten Art. 13cal.1,2 Proposition de la commission Majorité Adhérer à la décision du Conseil des Etats Minorité (Tschäppät Alexander, Borei François, Bühlmann, David, Darbellay, Diener, Eggenberger, Fankhauser, Gross Andréas, Leuba, Meier Samuel, Zbinden) Maintenir Heberlein Trix (R, ZH), Berichterstatterin: Die Staatspolitische Kommission Ihres Rates hat heute morgen getagt und zur Kenntnis genommen, dass der Ständerat unseren Entscheiden mit zwei Ausnahmen gefolgt ist: Er hat die volle richterliche Kognition, die mündliche Verhandlung sowie die Haftdauer und die Berücksichtigung der familiären Verhältnisse beim Entscheid über die Anordnung der Haft übernommen. Die gewichtigste Differenz besteht nach wie vor bei der in den Artikeln 13a Einleitung, 13b Absatz 1 und 13c Absatz 1 geregelten Frage der Zuständigkeit zur Haftanordnung. Der Ständerat hat gestern diskussionslos und ohne Gegenantrag erneut der Regelung «Fremdenpolizei» zugestimmt. Dies, nebst allen materiellen Gründen, die hier bereits angeführt worden sind, vor allem auch mit der Begründung, dass er uns in allen anderen wesentlichen Fragen entgegengekommen sei. Die Mehrheit der Staatspolitischen Kommission hat sich bei 12 zu 12 Stimmen und meinem Stichentscheid heute morgen dem Entscheid des Ständerates angeschlossen. Eine Minderheit hält an der von unserem Rat beschlossenen Lösung fest -- 1 of 4 -Droit des étrangers. Mesures de contrainte. Loi 400 N 16 mars 1994 Darbellay Vital (C, VS), rapporteur: Le projet «Droit des étrangers. Mesures de contrainte» nous revient du Conseil des Etats avec deux divergences, toutes les autres ont été aplanies. La première, la plus importante, est celle concernant le juge. Vous savez que, par deux fois, le Conseil national a décidé de donner la compétence à un juge, aussi bien pour la détention en phase préparatoire que pour la détention pour préparer le renvoi. Le Conseil des Etats a pris, deux fois, la décision de confier cette tâche à la police des étrangers, et la deuxième fois, sans opposition et sans discussion. La commission du Conseil national s'est penchée sur ce problème ce matin. Vous connaissez les arguments des deux parties, qui n'ont guère changé dans la commission du Conseil national. Cependant, ce matin, la majorité a été renversée en ce sens que par 12 voix contre 12, avec la voix prépondérante de la présidente, la majorité de la commission du Conseil national vous invite à vous rallier au Conseil des Etats. Tschäppät Alexander (S, BE), Sprecher der Minderheit: Es ist das letzte Mal, dass wir darüber zu sprechen haben. Ich hoffe, der Rat sei zum dritten Mal so klug und stimme der Haftanordnung durch den Haftrichter zu. Wenn wir jetzt eine Minderheit bilden, dann nicht etwa, weil die Meinungen geändert haben, sondern weil ein Kommissionsmitglied krankheitshalber abwesend war und deshalb die Mehrheiten kippten. In der Kommission wurde sehr viel und sehr grundsätzlich an diesem Gesetz gearbeitet. Wir haben ernsthaft versucht, es so zu verbessern, dass wir von unserer Seite mit einigermassen gutem Gewissen halbwegs dahinterstehen können. Jetzt sind wir drauf und dran, den letzten noch vorhandenen Zahn zu ziehen, der noch vorhanden war, um die Rechtsstaatlichkeit einigermassen in geordneten Bahnen zu halten. Für mich persönlich bedeutet das, dass dieses Gesetz absolut unglaubwürdig wird. Es ist schon jetzt äusserst problematisch, noch dahinterzustehen. Ich möchte Sie daran erinnern: Wir haben nächstens eine Abstimmung betreffend Rassismus. Wir haben gesetzliche Vorschriften über die erleichterte Einbürgerung. Und nun haben wir ein Gesetz, das im Grunde der Dinge diesen Bestrebungen zuwiderläuft. Für mich ist es eine Glaubensfrage geworden, ob man noch so legiferieren darf oder nicht Der Haftrichterbeschluss ist noch das letzte Quentchen, das für mich die Möglichkeit bietet, dieses Gesetz nicht ablehnen zu müssen. Ich möchte noch einmal eindringlich an alle appellieren, dass wir uns wenigstens dieses kleine bisschen Recht, diese Sicherheit im Bereiche der Rechtsstaatlichkeit, noch erhalten. Niemand wird dadurch in der Praxis gehindert, dieses Gesetz anzuwenden, Missbräuche zu bekämpfen, die «Lex Zürich» auch umzusetzen. Der Haftrichter wird Ihnen dann nicht im Wege stehen. Er ist aber für uns die Möglichkeit, dieses Gesetz wenigstens nicht abzulehnen oder wenigstens nur teilweise abzulehnen, also noch halbwegs dazu stehen zu können. Ich möchte Sie dringend bitten: Machen Sie es sich nicht einfach. Wenn auch eingewendet wird, es sei letztendlich nur eine kleine Differenz zwischen dem Haftrichter und der Fremdenpolizei, behaupte ich: Mindestens psychologisch sei es eine riesige Differenz, eine Differenz, die es uns erleichtert oder erschwert, in der nahen Zukunft halbwegs mit diesem Gesetz leben zu können. Leuba Jean-François (L, VD): II est inutile d'exposer une nouvelle fois les motifs pour lesquels nous sommes pour la solution du juge. M. Tschäppät vient de les indiquer très brièvement à nouveau. J'aimerais dire que, là, nous venons de sortir d'une discussion sur la compréhension entre les régions linguistiques. J'ai l'impression qu'il y a, là aussi, une différence de conception du droit, du droit de la personnalité, de la liberté individuelle entre, on a dit qu'on ne parlait plus de «Suisse allemande», mais une partie de la Suisse allemande, et une partie importante de la Suisse romande. Il faut bien dire que nous sommes dans une situation où, actuellement, le Conseil des Etats tient ferme sur ses positions, et le Conseil national, jusqu'à maintenant, a tenu ferme sur ses positions, et il s'agit de trouver une solution. Il me semble qu'une solution pourrait être trouvée au moins dans la mesure où on permettrait aux cantons de choisir l'une ou l'autre solution et cela serait tout à fait dans le sens du débat que nous avons eu tout à l'heure. Là où il n'est pas absolument indispensable de trouver une solution uniforme en Suisse, on peut avoir une solution qui correspond au génie de chaque canton. Mais pour cela, il faut absolument maintenir la divergence de manière que la Conférence de conciliation puisse élaborer cette solution. Nous sommes sur une question de principe, nous avons une opposition de principe entre deux parties. Il faut donc maintenir la divergence pour que la Conférence de conciliation puisse élaborer une solution -je verrai ce que dira le représentant du Conseil fédéral - telle que celle que j'ai esquissée, qui laisserait finalement aux cantons la possibilité de choisir entre la voie administrative et la voie judiciaire. Cette solution pourrait être trouvée par la Conférence de conciliation. J'ai eu quelques échos qu'elle pourrait être aussi accueillie finalement par les parties qui sont les plus extrêmes dans ce débat Dans l'intérêt de l'entente dans la Confédération, on devrait aller dans ce sens-là Je vous prie, dès lors, de maintenir la divergence pour que nous puissions la lever dans la procédure de conciliation. Präsidentin: Die CVP-Fraktion lässt mitteilen, dass sie sich dem Beschluss des Ständerates anschliesst Koller Arnold, Bundesrat: Der Ständerat hat praktisch bei allen anderen Differenzen Ihrem Rat zugestimmt Es waren noch etwa drei bis vier Differenzen, und es bleibt also praktisch nur noch diese eine Differenz. Hier möchte ich Sie nun dringend bitten, dem Ständerat und dem Bundesrat zuzustimmen, und zwar nicht nur wegen des Stimmenverhältnisses. Ich darf Sie an das letzte Stimmenverhältnis erinnern: in Ihrem Rat 91 zu 86 Stimmen für Ihre Lösung, im Ständerat 33 zu 7 Stimmen für die Lösung des Bundesrates. Ich möchte Ihnen auch zu bedenken geben, dass Ihnen der Ständerat im Differenzbereinigungsverfahren in zwei wichtigen Punkten entgegengekommen ist, indem er einerseits die Kognition des prüfenden Richters auch auf die Angemessenheitsüberprüfung ausgedehnt hat und andererseits ausdrücklich eine mündliche Verhandlung vor dem nachprüfenden Richter verlangt. Das waren zwei Punkte, wo Ihnen der Ständerat ganz bewusst entgegengekommen ist. Lassen Sie mich noch einmal ganz kurz die wichtigsten Gründe für die Fassung des Ständerates und des Bundesrates anführen. Der Text, den wir Ihnen vorschlagen, entspricht genau der Lösung, die die Europäische Menschenrechtskonvention auch für Administrativmassnahmen vorsieht; ich verweise auf Artikel 5 Ziffer 4. Sie sieht für solche administrative freiheitsentziehende Massnahmen vor, dass diese zunächst von einer Verwaltungsbehörde angeordnet und nachher von einem unabhängigen Richter überprüft werden. Wenn Sie der Fassung Ihres Rates zustimmen, gehen Sie sogar weiter, als im Strafrecht vorgesehen ist; denn nicht einmal im Straf recht wird verlangt, dass die Untersuchungshaft durch einen unabhängigen Richter verfügt wird. Es wäre also auch ein Präjudiz für strafprozessuale Regelungen. Schliesslich - das war für den Ständerat und für den Bundesrat das entscheidende Argument - entspricht das System, das wir Ihnen vorschlagen, dem geltenden Recht im Bundesgesetz über Aufenthalt und Niederlassung der Ausländer. Der Ständerat und der Bundesrat sind überzeugt, dass es föderalistisch falsch und unangemessen ist, hier ohne jegliche Not in das bestehende System einzugreifen und von Bundesrechts wegen den Kantonen neue Lösungen aufzuoktroyieren, die weder durch das nationale noch durch das internationale Recht verlangt werden. Wir können nicht immer sagen, die Kantone seien für den Vollzug verantwortlich, und ihnen gleichzeitig immer mehr in diesen Vollzug hineinregieren. Das sind die Gründe, weshalb ich Sie dringend bitte, diese letzte Differenz im Sinne von Ständerat und Bundesrat zu bereinigen.
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16. März 1994 N 401 Aussenwirtschaftspolitik Namentliche Abstimmung - Vote par appel nominal Für den Antrag der Mehrheit stimmen: Votent pour la proposition de la majorité: Allenspach, Aubry, Baumberger, Berger, Bezzola, Binder, Bircher Peter, Bischof, Blatter, Bonny, Borer Roland, Borradori, Bortoluzzi, Bühler Simeon, Bührer Gerald, Bürgi, Cavadini Adriano, Chevallaz, Cincera, Couchepin, Daepp, Deiss, Dettling, Dreher, Engler, Fehr, Fischer-Hägglingen, Fischer-Seengen, Fischer-Sursee, Frey Claude, Fritschi Oscar, Früh, Giezendanner, Giger, Gobet, Grossenbacher, Gysin, Hari, Heberlein, Hegetschweiler, Hess Otto, Hess Peter, Hildbrand, Iten Joseph, Jäggi Paul, Jenni Peter, Keller Anton, Keller Rudolf, Kern, Kühne, Leu Josef, Loeb François, Mamie, Maspoli, Miesch, Moser, Mühlemann, Müller, Nebiker, Oehler, Perey, Philipona, Pini, Raggenbass, Reimann Maximilian, Rohrbasser, Ruckstuhl, Ruf, Rutishauser, Rychen, Savary, Scherrer Jürg, Scherrer Werner, Schmidhalter, Schmied Walter, Schnider, Schwab, Segmüller, Seiler Hanspeter, Spoerry, Stalder, Stamm Luzi, Steffen, Steinegger, Steinemann, Steiner Rudolf, Stucky, Theubet, Tschuppert Karl, Verterli, Wanner, Wick, Wittenwiler, Wyss Paul, Wyss William, Zölch (96) Für den Antrag der Minderheit stimmen: Votent pour la proposition de la minorité: Aguet, Bär, Baumann, Bäumlin, Béguelin, Bodenmann, Borei François, Brügger Cyrill, Brunner Christiane, Bühlmann, Bundi, Carobbio, Caspar-Hutter, Comby, Danuser, Darbellay, de Dardel, David, Diener, Dünki, Eggenberger, Eggly, Epiney, Eymann Christoph, Fankhauser, Fasel, von Feiten, Friderici Charles, Gonseth, Graber, Grendelmeier, Gros Jean-Michel, Gross Andreas, Haering Binder, Hafner Rudolf, Hafner Ursula, Hämmerle, Herczog, Hollenstein, Hubacher, Jaeger, Jeanprêtre, Jori, Ledergerber, Leemann, Lepori Bonetti, Leuba, Leuenberger Ernst, Maeder, Maitre, Marti Werner, Matthey, Mauch Ursula, Meier Hans, Meier Samuel, Meyer Theo, Misteli, Rebeaud, Rechsteiner, Robert, Ruffy, Sandoz, Scheurer Rémy, Schmid Peter, Schweingruber, Spielmann, Steiger Hans, Strahm Rudolf, Suter, Thür, Tschäppät Alexander, Tschopp, Vollmer, Weder Hansjürg, Wiederkehr, Ziegler Jean, Züger, Zwygart (78) Der Stimme enthalten sich - S'abstiennent: Dormann, Ducret (2) Abwesend sind - Sont absents: Aregger, Blocher, Caccia, Camponovo, Columberg, Duvoisin, Frey Walter, Gardiol, Goll, Leuenberger Moritz, Mauch Rolf, Maurer, Nabholz, Marbel, Neuenschwander, Pidoux, Poncet, Seiler Rolf, Sieber, Stamm Judith, Zbinden, Zisyadis.Zwahlen (23) Präsidentin, stimmt nicht-Présidente, ne vote pas: Haller (1) Ziff. IM Art. 1 Abs. 2 Antrag der Kommission Zustimmung zum Beschluss des Ständerates Ch. III art. 1 al. 2 Proposition de la commission Adhérer à la décision du Conseil des Etats Heberlein Trix (R, ZH), Berichterstatterin: Bei Artikel 1 der Schlussbestimmungen hat der Ständerat unter Berücksichtigung der von Bundesrat Koller bezüglich der 18-Monate-Frist in unserem Rat geäusserten Bedenken die Frist zur Anpassung der kantonalen Bestimmungen auf zwei Jahre ausgedehnt. Unsere Kommission hat sich bezüglich der Frist diesem Entscheid angeschlossen. Gestrichen hat der Ständerat den Satz «.... wenn das kantonale Recht nichts anderes bestimmt....»; dies mit der Begründung, dass damit mehr Unklarheit als Klarheit geschaffen werde. Unsere Kommission kann sich auch dieser Lösung anschliessen, dies jedoch mit der Präzisierung, dass das kantonale Recht selbstverständlich vorsehen kann, dass auch eine kantonale Regierung entscheiden darf. Eine mit 13 zu 9 Stimmen unterlegene Minderheit hat in der Kommission beantragt, diesen Artikel zu streichen. Ich beantrage Ihnen, dem Antrag der Kommission zuzustimmen. Angenommen -Adopté #ST# 94.007 Aussenwirtschaftspolitik. Bericht 1993/1, II Politique économique extérieure. Rapport 1993/1, II Bericht, Botschaften und Beschlussentwürfe vom 19. Januar 1994 (BBI1681 ) Rapport, messages et projets d'arrêtés du 19 janvier 1994 (FF 1665) Kategorie IV, Art 68 GRN - Catégorie IV, art. 68 RCN Antrag der Kommission Eintreten Proposition de la commission Entrer en matière Vollmer Peter (S, BE), Berichterstatter: Sie haben das Geschäft zu Beginn des heutigen Vormittags in die Kategorie IV verbannt, was nicht sehr einsichtig war angesichts der Tragweite, die es eigentlich haben müsste. Im Laufe des Jahres werden noch und noch parlamentarische Vorstösse zu aussenwirtschaftlichen Themen eingereicht, und es wird über fehlende Informations- und Debattiermöglichkeiten geklagt; dabei böte gerade dieser Bericht eine sehr adäquate Gelegenheit dazu. Es gehört ja sozusagen zum Standardvokabular der Politiker, an irgendwelchen Parteiversammlungen zu sagen, dass in der Schweiz jeder zweite Franken im Aussenwirtschaftsverkehr verdient werde. Doch hat es damit offenbar schon sein Bewenden. Es ist zwar richtig, wie die Erfahrung zeigt, dass wir mit derart vielen Informationen in Bereichen, wie sie im Bericht zur Aussenwirtschaft festgehalten werden, hart an die Grenze der Überforderung geraten. Wenn ich so in den Saal schaue, dann sehe ich diesen Bericht nicht auf vielen Pulten liegen. Es wird auch immer wieder die Frage gestellt, ob die Behandlung dieses Geschäftes nicht ein unnötiges Ritual sei, einzig für Spezialisten interessant Von der Kommission aus gesehen: nein! An sich steckt in diesem Bericht eine Vielzahl von Informationen und Aussagen, welche uns politisch in höchstem Masse herausfordern müssen. Dass zwischen dem «An sich» und dem «Für sich» eine Lücke klafft, ist in der Politik nichts Neues. Jedes der vielen Kapitel könnte allein Stoff für eine Debatte liefern. Leider, und das ist keine neue Erkenntnis, verkommt der Bericht allzusehr zu einem Steinbruch, aus dem jeder gerade das ihn Interessierende herausbrechen kann. Die Art der Behandlung, sowohl von seilen des Bundesrates als auch in der Kommission, muss zweifellos überdacht werden. Ich möchte dem Bundesrat und dem Bawi aber trotzdem ein grosses Lob aussprechen. Mit diesem Bericht präsentieren sie uns einen hochinteressanten und teilweise auch brisanten Einblick in ihre Tätigkeit. Die Debatte in der Aussenpolitischen Kommission hat gezeigt, dass auf kein Kapitel dieses Berichtes verzichtet werden kann. Dieser Bericht behandelt ja eine Einschätzung der Weltwirtschaftslage und damit auch eine Einschätzung unserer eigenen Wirtschaftslage; es ist ein Bericht über die Gatt-Verhandlungen; es ist eine Auslegeordnung der europäischen Integra-- 3 of 4 -Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Zwangsmassnahmen im Ausländerrecht. Bundesgesetz Droit des étrangers. Mesures de contrainte. Loi In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1994 Année Anno Band I Volume Volume Session Frühjahrssession Session Session de printemps Sessione Sessione primaverile Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 13 Séance Seduta Geschäftsnummer 93.128 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 16.03.1994 - 08:10 Date Data Seite 399-401 Page Pagina Ref. No 20 023 793 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.
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