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Entscheid

93-3077

Verwaltungsbehörden 18.06.1993 93.3077

18. Juni 1993Deutsch10 min

Source admin.ch

Erwägungen

5.

In einer Zeit der vermehrten Konkurrenz sollte gerade diese Art von Massnahmen günstige Rahmenbedingungen für die schweizerische Landwirtschaft schaffen helfen. Deshalb ersuche ich den Bundesrat, die erwähnten Positionen aufgrund der obenerwähnten Begründung in fünf Punkten von der linearen Kürzung auszunehmen. Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 5. Mai 1993 Rapport écrit du Conseil fédéral du 5 mail 993 Mit dem Bundesbeschluss l vom 17. Dezember 1992 über den Voranschlag für das Jahr 1993 sind die Ausgaben für Bodenverbesserungen und landwirtschaftliche Hochbauten auf

90.

Millionen Franken und für Investitionskredite an die Landwirtschaft auf 16,2 Millionen Franken reduziert worden. Diese Beiträge können durch Ausnahmen von der linearen Kürzung nicht erhöht werden. Trotzdem ist dem Anliegen des Postulanten inzwischen indirekt entsprochen worden. Aufgrund des Bundesbeschlusses vom 19. März 1993 über Finanzhilfen für die Beschäftigung im Wohnungsbau und landwirtschaftlichen Hochbau stehen zusätzlich 20 Millionen Franken A-fondsperdu-Beiträge und 30 Millionen Franken Investitionskredite für landwirtschaftliche Hochbauten zur Verfügung. Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen und es als erfüllt abzuschreiben. Abgeschrieben - Classé #ST# 92.3572 Postulat Bircher Peter Gesamtbetriebliche Verträge in der Landwirtschaft Agriculture. Contrats portant sur l'ensemble des activités des exploitations Wortlaut des Postulates vom 18. Dezember 1992 Der Bundesrat wird beauftragt, die gesamtbetrieblichen Verträge in der Landwirtschaft entschieden zu fördern oder sogar als verbindlich zu erklären, um für den einzelnen Betrieb mehr Sicherheit zu schaffen, die verschiedenen Massnahmen zu bündeln, die Administration zu vereinfachen und die Subventionsvielfalt abzubauen. Texte du postulat du 18 décembre 1992 Le Conseil fédéral est prié de promouvoir résolument les contrats portant sur l'ensemble des activités des exploitations agricoles, voire même de les rendre obligatoires. Ces contrats permettront de mieux assurer l'avenir des exploitations, de rationaliser les mesures à prendre, de simplifier les travaux administratifs et de réduire le nombre des subventions. Mitunterzeichner-Cosignataires: Keine -Aucun Schriftliche Begründung - Développement par écrit Gesamtbetriebliche Verträge in der Landwirtschaft sind aufgrund der Aenderungen im Landwirtschaftsgesetz, der vermehrten Ausrichtung von Direktzahlungen und den Bemühungen, eine naturnahe Landwirtschaft zu fördern, rasch voranzutreiben. Es sind vorab folgende Gründe zu nennen:

1.

Gesamtbetriebliche Verträge schaffen für den einzelnen Betrieb und die Bauernfamilie mehr Sicherheit Sie sollten auf eine Dauer von mindestens sechs Jahren abgeschlossen werden.

2.

Mit einem solchen Vertrag können alle Massnahmen gebündelt werden, er wird in enger Zusammenarbeit des landwirtschaftlichen Beraters und der Bauernfamilie erstellt.

3.

Der Vertrag sichert die vereinbarte Produktionsvielfalt, aber auch die ökologische Ausrichtung. Alle naturnahen Massnahmen können nur auf Dauer wirksam werden. Schon deshalb ist ein «Sechs-Jahres-Rhythmus» bei den Verträgen unbedingt erforderlich.

4.

Bei einer Teil-Extensivierung des Betriebes sichert der Vertrag die effektive Produktionsentlastung. Damit wird das Ziel der naturnahen Produktion erreicht, aber auch eine sichere Entlastung auf dem Markt, was wiederum eine Stabilisierung der Abnahmepreise zur Folge haben dürfte.

5.

Mit Verträgen kann auch im ganzen Vollzug eine grosse Vereinfachung erreicht werden. Der Aufwand ist bei der Vertragserstellung relativ gross, später aber gering. In periodischen Zeitabständen ist eine Anpassung der Verträge leicht möglich. Der Vollzug würde mehr in die Regionen und in die Kantone verlagert (landwirtschaftliche Betriebsberatung, landwirtschaftliche Schulen und Organisationen). Die Kontrolle würde massiv vereinfacht. Das «Kässelisystem» entfällt.

6.

Mit einer konsequenten Durchführung des Vertragssystems könnte die Administration auf Bundesebene gestrafft, dennoch aufgrund der Subventionsvorgaben des Bundes mehr regionale und kantonale Autonomie erreicht werden, und die effektive «Leistung an die Basis» auf den einzelnen Betrieb bezogen würde effizienter, durchschaubarer und leicht nachvollziehbar.

7.

Der dezentrale Vollzug drängt sich auch auf, weil auf die vielen ökologischen und naturgegebenen Besonderheiten in den verschiedenen Regionen und Landschaften, Topographien und Strukturen in der Schweiz Rücksicht genommen werden muss. Der einzelbetriebliche Vertrag wird auch diesen Anforderungen optimal gerecht Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 12. Mai 1993 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 12 mai 1993 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. Ueberwiesen - Transmis #ST# 93.3077 Postulat Carobbio Berufsbildung. Reform der Berufslehre Postulato Carobbio Formazione professionale. Riforma del tirocinio Postulat Carobbio Formation professionnelle. Réforme de l'apprentissage Wortlaut des Postulates vom 4. März 1993 Die berufliche Ausbildung in der Schweiz hat in der letzten Zeit viel von ihrer Attraktivität verloren. Beweis dafür ist die ständige Abnahme der Zahl von abgeschlossenen Lehrverträgen. Zudem scheint in vielen Berufen das Ausbildungsniveau nicht mehr den beruflichen Anforderungen zu entsprechen. Als hauptsächlichste Ursachen für diese Situation sind vor allem folgende zwei zu nennen: - die grosse Anzahl von Lehrverträgen mit übertriebener und allzu früher Spezialisierung; - die Arbeitsbedingungen, insbesondere was die Arbeitszeit betrifft. Der Bundesrat wird ersucht, vorbereitende Massnahmen für eine Aenderung des Gesetzes von 1978 über die berufliche Ausbildung in die Wege zu leiten, um:

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Postulat Gobet 1396 N 18 juin 1993

1.

für alle Berufe mindestens ein Jahr für die Grundausbildung einzuführen, das der allgemeinen Vorbereitung auf das Berufsleben dient;

2.

die Zahl der anerkannten speziellen Berufe herabzusetzen, indem ähnliche Berufe in einen einzigen Lehrvertrag zusammengefasst werden;

3.

die Zahl der Ferienwochen für Lehrlinge zu erhöhen und ein abgestuftes System einzuführen (acht Wochen im ersten Lehrjahr, sieben im zweiten, sechs im dritten);

4.

diese Gesetzesänderungen noch in der laufenden Legislaturperiode einzuführen. lesto del postulato del 4 marzo 1993 La formazione professionale, in Svizzera, ha perso negli ultimi tempi molto della sua attrattività Lo prova la diminuzione costante del numero di contratti di tirocinio sottoscritti. Per altri versi il livello di preparazione, in molte professioni, non sembra più essere adeguato alle nuove esigenze delle professioni. Fra le cause di questa situazione sono da annoverare due fattori principali: - il grande numero di contratti di tirocinio, con conseguente eccessiva e prematura specializzazione; - le condizioni di lavoro, in particolare per quanto concerne la durata I sottoscritti chiedono al Consiglio federale di awiare i lavori preparatori per la modifica della Legge sulla formazione professionale del 1978 allo scopo:

1.

d'introdurre per tutte le professioni almeno un anno di formazine di base, destinato alla preparazione generale;

2.

di ridurre il numero delle professioni specializzate riconosciute, riunendo in un unico tirocinio professioni affini;

3.

di aumentare il numero delle settimane di vacanza riconosciute agli apprendisti, introducendo un sistema scalare (8 settimane il primo anno di tirocinio, 7 il secondo, 6 il terzo);

4.

di introdurre le riforme di cui ai punti precedenti ancora entro la corrente legislatura Texte du postulat du 4 mars 1993 La formation professionnelle en Suisse a notablement perdu de son attrait ces dernières années. A preuve la diminution constante du nombre de contrats d'apprentissage. Par ailleurs, le niveau de préparation, dans maintes professions, ne semble plus adapté aux nouvelles exigences. Parmi les causes de cette situation, il y a lieu de relever deux facteurs principaux: - le grand nombre de contrats d'apprentissage impliquant une spécialisation excessive et prématurée; - les conditions de travail, notamment quant à sa durée. Les soussignés demandent au Conseil fédéral d'engager les travaux préparatoires en vue de la modification de la loi de 1978 sur la formation professionnelle, de manière à:

1.

introduire pour toutes les professions un an au moins de formation de base, destiné à la préparation générale;

2.

réduire le nombre de métiers spécialisés reconnus en groupant en un seul apprentissage les professions apparentées;

3.

augmenter le nombre de semaines de vacances accordées aux apprentis en introduisant un système modulé (8 semaines pour la première année d'apprentissage, 7 pour la seconde, 6 pour la troisième);

4.

engager les réformes mentionnées aux points précédents dans le courant de l'actuelle législature. Mitunterzeichner - Cofirmatari - Cosignataires: Aguet, Bäumlin, Béguelin, Bodenmann, Brügger Cyrill, Danuser, de Dardel, Duvoisin, Eggenberger, Fankhauser, Goll, Haering Binder, Hafner Ursula, Herczog, Jöri, Ledergerber, Leemann, Leuenberger Ernst, Mauch Ursula, Rechsteiner, Spielmann, Steiger, Strahm Rudolf, Tschäppät Alexander, Vollmer, Zisyadis, Züger (27) Schriftliche Begründung - Motivazione scritta Développement par écrit Da cinque anni a questa parte, in Svizzera, il numero dei contratti di tirocinio è diminuito del 5 percento. Per contro il numero degli studenti dei licei e delle scuole professionali superiori è aumentato del 20 percento. La formazione professionale tramite l'apprendistato aziendale ha perso molto della sua attrattività Non sembrache le recenti riforme, come l'introduzione della maturità tecnica, possano contribuire a modificare la tendenza C'è anzi il rischio che la rafforzino. Occorre inoltre considerare che, a differenza del passato, il tirocinio non facilita più la ricerca di un'occcupazione. Spesso la formazione ricevuta non risponde più alle esigenze delle aziende. Infatti l'evoluzione delle professioni e della produzione, pur domandando conoscenze tecniche avanzate, richiede sempre più dai futuri operai capacità di adattamento e conoscenze generali. L'impostazione attuale della formazione professionale, in Svizzera, risponde sempre meno a tali esigenze. E questo a causa anzitutto del troppo grande numero di professioni specializzate riconosciute, della loro eccessiva dispersione e dell'insufficienza della formazione generale e polivalente (conoscenze interprofessionali). Una formazione di questo tipo rende difficile inoltre l'apprendimento di nuove conoscenze, imposte dai continui e rapidi cambiamenti tecnici. Nell'interesse dei giovani, ma anche dell'economia del Paese, s'impone con urgenza una riforma della formazione professionale. Prioritari in questa ottica sono l'introduzione per tutte le professioni di almeno un anno base di formazione generale e la riduzione del numero di professioni specializzate riconosciute, riunendo in un unico tirocinio il maggior numero di professioni possibili. Inoltre, per rendere più attrattivo l'apprendistato occorre migliorare le condizioni di lavoro garantite agli apprendisti. Fra le misure opportune va citata quella dell'aumento delle vacanze riconosciute ai giovani di meno di 20 anni. Questo con l'obiettivo di aumentare il tempo libero che potrebbe essere poi, in parte, dedicato a seguire corsi particolari (di lingue, ecc.). Una soluzione di tipo scalare - 8 settimane il primo anno di tirocinio, 7 il secondo, 6 il terzo e 5 come finora il quarto - parrebbe particolarmente adatta Le riforme proposte dovrebbero essere introdotte con urgenza, senza aspettare una revisione completa della legge sulla formazione professionale. Esse del resto non costituiscono una novità: già erano state avanzate durante la discussione sulla riforma della LFP del 1978. In ogni caso sarebbe opportuno che fossero affrontate ancora in questa legislatura Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 12. Mai 1993 Dichiarazione scritta del Consiglio federale del 12 maggio 1993 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 12 mai 1993 II Consiglio federale è disposto ad accettare il postulato. Ueberwiesen - Transmis #ST# 93.3138 Postulat Gobet Schutz des Greyerzer Käses Protection du gruyère et d'autres produits traditionnels Wortlaut des Postulates vom 18. März 1993 Ich ersuche den Bundesrat, für Produkte, welche bisher keinen entsprechenden Regelungen unterstehen, folgendes festzulegen:

1.

Schutzbestimmungen, unter anderem: - Kontrollierte Ursprungsbezeichnungen, - Geographische Herkunftsangaben, - Markenzeichen usw.;

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Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Postulat Carobbio Berufsbildung. Reform der Berufslehre Postulat Carobbio Formation professionnelle. Réforme de l'apprentissage Postulato Carobbio Formazione professionale. Riforma del tirocinio In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1993 Année Anno Band III Volume Volume Session Sommersession Session Session d'été Sessione Sessione estiva Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 16 Séance Seduta Geschäftsnummer 93.3077 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 18.06.1993 - 08:00 Date Data Seite 1395-1396 Page Pagina Ref. No 20 022 893 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.

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