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Entscheid

93-3080

Verwaltungsbehörden 18.06.1993 93.3080

18. Juni 1993Deutsch11 min

Source admin.ch

Erwägungen

2.

Les contacts qui ont eu lieu avec les responsables du domaine recherche et éducation au sein de la Commission européenne et des pays communautaires font apparaître un intérêt largement partagé à voir une participation active de la Suisse à l'espace scientifique et éducatif européen. La Communauté entend toutefois inscrire cette coopération scientifique dans le contexte global de ses relations avec la Suisse, en insistant sur la symétrie des intérêts. Il se pourrait donc que la Communauté, ou certains de ses membres, viennent à avancer, en cours de négociation, des prétentions étrangères au domaine recherche-éducation.

3.

Conscient de l'importance du facteurtemps dans la concrétisation de son objectif, le Conseil fédéral n'a pas tardé à mettre en oeuvre les mesures mentionnées au point 1.

4.

Il est prématuré d'évaluer les chances d'aboutir à un accord. A relever cependant la confirmation par la Communauté de l'intérêt mutuel que les parties pourraient trouver dans une participation de la Suisse, et la disposition des instances communautaires à ouvrir des entretiens exploratoires en vue d'une négociation à venir. Cela dit, il n'est pas vraisemblable qu'un accord puisse prendre effet avant l'entrée en vigueur de l'Accord EEE, qui règle la participation des autres pays de l'AELE aux programmes mentionnés.

5.

En vertu de l'accord-cadre du 8 janvier 1986 sur la coopération scientifique et technique, la possibilité subsiste pour les partenaires suisses de participer aux différents projets des programmes communautaires de recherche. Quant à la présence de la Suisse dans les instances de programme, elle est acquise uniquement pour le programme de recherche Fusion et pour les programmes d'éducation Erasmus et Comett II sur la base d'accords bilatéraux. Präsident: Die Interpellanten sind von der Antwort des Bundesrates teiweise befriedigt und verlangen Diskussion. Abstimmung - Vote Für den Antrag auf Diskussion Dagegen Verschoben - Renvoyé offensichtliche Mehrheit Minderheit #ST# 93.3080 Interpellation Heberlein Tätigkeit der Asylrekurskommission Activité de la Commission de recours en matière d'asile Wortlaut der Interpellation vom 8. März 1993 Nachdem die Asylrekurskommission (ARK) ihre Arbeit vor einem Jahr aufgenommen hat, ersuche ich um die Beantwortung folgender Fragen:

1.1

Ist die Zahl der Rekurse im Verhältnis zu den erstinstanzlichen Entscheiden nach Aufnahme derTätigkeit der ARK angestiegen?

1.2

Wie lange ist die durchschnittliche Verfahrensdauer?

1.3

Wie hoch ist die Zahl der Pendenzen respektive die Entwicklungstendenz der Anzahl hängiger Rekursverfahren?

1.4

Welches sind die Gründe eines allfälligen Rückstaus in Rekursverfahren?

1.5

Hat sich eine einheitliche Praxis der Rechtsprechung in den verschiedenen Kammern entwickelt? Wie bekannt und von der ARK bestätigt, werden Rekurse von Personen aus bestimmten Gebieten, zum Beispiel Kosovo Albanern, in zweiter Priorität behandelt oder zurückgestellt. In diesem Zusammenhang stellen sich folgende Fragen:

2.1

Ist es richtig, dass die ARK eine von der Vorinstanz unabhängige Lagebeurteilung der Herkunftsländer der Beschwerdeführer vornimmt?

2.2

Welche Mittel zur «Länderbeurteilung» stehen der ARK zur Verfügung?

2.3

Kennt der Bundesrat die Gründe, weshalb die ARK ihre Entscheide aufgrund der eigenen Lagebeurteilung verzögert? Texte de l'interpellation du 8 mars 1993 La Commission de recours en matière d'asile (CRA) a commencé son travail il y a un an; je prie à cet égard le Conseil fédéral de bien vouloir répondre aux questions suivantes:

1.1

Depuis que la CRA a été instituée, le nombre des recours a-t-il augmenté par rapport aux décisions de première instance?

1.2

Quelle est la durée moyenne de la procédure?

1.3

Quel est le nombre des affaires pendantes ou, plus précisément, comment évolue le nombre des procédures de recours pendantes?

1.4

Quelles sont les raisons d'une éventuelle accumulation des procédures de recours?

1.5

Une jurisprudence uniforme s'est-elle développée dans les différentes chambres? On sait, et la CRA l'a confirmé, que des recours de ressortissants de certaines régions, comme les Albanais du Kosovo, sont traités en seconde priorité, voire reportés. A ce sujet, je pose les questions suivantes:

2.1

Est-il exact que la CRA procède à une évaluation de la situation dans le pays d'origine du recourant, indépendamment de l'analyse faite par la première instance?

2.2

De quels moyens la CRA dispose-t-elle pour évaluer la situation dans les pays en question?

2.3

Le Conseil fédéral connaît-il les raisons pour lesquelles la CRA retarde ses décisions au vue de sa propre évaluation de la situation? Mitunterzeichner - Cosignataires: Bezzola, Bonny, Bührer Gerold, Dettling, Fischer-Seengen, Fritschi Oscar, Giger, Hari, Pidoux, Spoerry, Steinegger, Stucky, Tschuppert Karl, Wittenwiler,WyssPaul,Zolch (16) Schriftliche Begründung - Développement par écrit Die Urheberin verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort.

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Interpellation Camponovo 1436 N 18 juin 1993 Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 12. Mai 1993 Rapport écrit du Conseil fédéral du 12 mai 1993

1.1

In der Zeitspanne von April 1992 bis Februar 1993 ist die Zahl der Rekurse im Verhältnis zu den erstinstanzlichen Entscheiden gegenüber der Vorperiode von April 1991 bis Februar 1992 um rund 6 Prozent angestiegen.

1.2

Bei Berücksichtigung aller formeller und materieller Erledigungen, d. h. aller Beschwerden, die seit dem 1. April 1992 eingegangen sind, ergibt sich eine durchschnittliche Verfahrensdauer von siebzig Tagen. Diese Zahl ist allerdings wenig aussagekräftig, da ja die längstmögliche Hängigkeit elf Monate (1. April 1992 bis 28. Februar 1993) betrug. Um ein aussagekräftiges Bild der durchschnittlichen Verfahrensdauer zu erhalten, müsste mindestens ein Zeitraum von drei Jahren berücksichtigt werden.

1.3

Ende Dezember 1992 betrugen die Pendenzen 9261 Beschwerden und Revisionen betreffend 16039 Personen. Die Zahl der hängigen Beschwerden und Revisionen nahm zwischen April und Dezember 1992 um rund 50 Prozent zu (vom EJPD übernommene Pendenzen: 6248 Verfahren = 100 Prozent). In den Monaten Januar und Februar 1993 konnte die Zahl der hängigen Beschwerde- und Revisionsverfahren gesenkt werden (Januar: 8997; Februar 8847).

1.4

Mit ihrer Einsetzung auf den 1. April 1992 müsste die ARK 6248 hängige Beschwerden und Revisionen vom Beschwerdedienst EJPD übernehmen. Zudem war bis September 1992 eine hohe Zahl von Neueingängen zu verzeichnen. Wohl hat die ARK am 1. April 1992 offiziell die Arbeit aufgenommen, ist aber weitgehend erst im September 1992 Operationen geworden. Dazu kommt, dass bei einer völlig neuen Organisationseinheit, an einem neuen Standort, mit völlig neuen Abläufen und mit neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, eine Einarbeitungs- und Konsolidierungsphase eingerechnet werden muss. Da seit Januar 1993 die Ausgänge höher sind als die Eingänge, ist gegenwärtig kein Rückstau im Rekursverfahren festzustellen.

1.5

Soweit Grundsatzentscheide oder Aenderungen der Praxis der ARK anstehen, können solche nur über die Präsidentenkonferenz (bestehend aus dem Kommissionspräsidenten und den Kammerpräsidenten) beschlossen werden. Bis jetzt hat die ARK drei Grundsatzentscheide getroffen. Was die Koordination der übrigen Praxis anbelangt, so wird diese gemäss Auskunft der ARK über die in der Verordnung vorgesehenen Entscheidgremien, d. h. innerhalb der Kammern und über jene hinweg in der Präsidentenkonferenz gewährleistet, wobei kleinere Abweichungen nie ganz ausgeschlossen werden können. Dabei ist anzufügen, dass die Richterinnen und Richter der ARK bei ihren Entscheiden unabhängig und nur dem Gesetz unterworfen sind, und die Aufhebung richterlicher Entscheide im Rahmen der administrativen Aufsicht über die ARK (Bundesrat/Bundesversammlung) unzulässig ist (Art 2 und 17 Abs. 3VOARK).

2.1

Als verwaltungsunabhängige Instanz muss die ARK bezüglich der Lage in den Herkunftsländern selbständige Beurteilungen vornehmen. Dabei steht ihr unter anderem auch die Dokumentation der Vorinstanz zur Verfügung (vgl. Art. 21 Abs. 2VOARK).

2.2

Neben der Benutzung der Dokumentation des BFF führt die ARK gemäss Artikel 21 Absatz 1 Voark eine eigene Dokumentation und Bibliothek. Laut eigenen Angaben steht sie zudem im Kontakt mit weiteren Institutionen und kann diese anfragen oder mit Gutachten beauftragen (z. B. EDA, UNHCR, ai, Max-Planck- oder Orient-Institut, SFH, Caritas, Heks, Centre Social Protestant, Helsinki Watch, IKRK, ZDWF, Ofpra). Zudem hat sie Zugriff auf das Informations-und Dokumentationssystem Asyl (frühestens im Herbst 1993). Nur in beschränktem Umfang steht ihr das Fachwissen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der BFF-Dokumentation zur Verfügung, da diese als Teil der Vorinstanz nicht an einem Beschwerdeentscheid mitwirken dürfen.

2.3

Die eigenständige Lagebeurteilung gehört zur Ueberprüfungspflicht der ARK Als Bestandteil des Verfahrens kann sie deshalb nicht als Verzögerung bezeichnet werden. Eine umfangreiche Lagebeurteilung (mit Gutachtensaufträgen an externe Fachleute) hat bis jetzt laut Auskunft der ARK nicht stattgefunden. Im übrigen verweist der Bundesrat auch auf den Geschäftsbericht der ARK, den er der Bundesversammlung zugestellt hat Präsident: Die Interpellantin ist von der Antwort des Bundesrates tei l weise befriedigt und verlangt Diskussion. Abstimmung - Vote Für den Antrag auf Diskussion Dagegen Verschoben - Renvoyé offensichtliche Mehrheit Minderheit #ST# 93.3032 Interpellation Camponovo Ladenschlusszeiten Interpellanza Camponovo Orario di apertura dei negozi Interpellation Camponovo Heures de fermeture des magasins Wortlaut der Interpellation vom 1. März 1993 Die Kartellkommission und der Preisüberwacher haben eine Untersuchung über die Ladenöffnungszeiten vorgelegt (Veröffentlichungen der Schweizerischen Kartellkommission und des Preisüberwachers, Heft 1992/2), die in folgende Empfehlungen mündet:

4.

Empfehlung Weder Arbeitnehmerinteressen noch externe Effekte noch die wünschenswerte Versorgungsdichte vermögen eine Beschränkung der Ladenöffnungszeiten zu begründen. Die Kartellkommission empfiehlt deshalb gemäss Artikel 25 Kartellgesetz: -die bestehenden Ladenschlussvorschriften sind aufzuheben; - die gerechtfertigten Interessen, welche heute mittels Ladenschlussvorschriften geschützt werden, sind in speziellen Gesetzen zu regeln; - Arbeitsgesetz und Gesetze, welche die Bereiche Verkehr, Lärm und Ruhestörungen betreffen, sind wettbewerbsneutral auszugestalten. Die Kartellkommission fordert Bund, Kantone und Gemeinden auf, ihre Vorschriften entsprechend zu ändern. Ich frage den Bundesrat, ob er diesen Empfehlungen Folge leisten will und, wenn ja, welche Oeffnungszeiten und welche praktische Ausgestaltung er befürwortet? Testo dell'interpellanza del 1° marzo 1993 La Commissione dei cartelli e il preposto alla sorveglianza dei prezzi hanno formulato un rapporto (fascicolo no. 2 del 1992) sugli orari di apertura dei negozi che conclude con le seguenti raccomandazioni:

4.

Raccomandazioni Né gli interessi dei lavoratori né gli effetti esterni e nemmeno la densità auspicabile di approwigionamento possono motivare una limitazione degli orari di apertura dei negozi. Giusta l'articolo 25 della legge sui cartelli, la Commissione dei cartelli raccomanda pertanto: - le prescrizioni esistenti in merito alla chiusura dei negozi devono essere abrogate; - gli interessi giustificati, che devono attualmente essere protetti mediante prescrizioni sulla chiusura dei negozi, devono essere disciplinati in leggi speciali; - la legge sul lavoro e le leggi che riguardano il traffico, il rumore e la perturbazione della quiete pubblica devono essere -- 2 of 3 -Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Interpellation Heberlein Tätigkeit der Asylrekurskommission Interpellation Heberlein Activité de la Commission de recours en matière d'asile In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1993 Année Anno Band III Volume Volume Session Sommersession Session Session d'été Sessione Sessione estiva Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 16 Séance Seduta Geschäftsnummer 93.3080 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 18.06.1993 - 08:00 Date Data Seite 1435-1436 Page Pagina Ref. No 20 022 933 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.

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