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Entscheid

93-3130

Verwaltungsbehörden 18.06.1993 93.3130

18. Juni 1993Deutsch12 min

Source admin.ch

Erwägungen

1.

Welche Auswirkungen hätte ein solcher Schritt der Schweiz auf bilaterale Verhandlungen, wie sie nach dem EWR-Nein vordringlich sind?

2.

Liesse sich ein solcher Schritt in der heutigen Lage mit der Bestimmung des Landwirtschaftsgesetzes (Art. 23 Abs. 1) vereinbaren, welche vom Bund bei Einfuhrbeschränkungen «Rücksichtnahme auf andere Wirtschaftskreise» verlangt?

3.

Welche Auswirkungen wären namentlich für die 30 000 Arbeitsplätze in der Textilwirtschaft zu gewärtigen, welche ohne baldige Aushebung der diskriminierenden EG-Regelung im passiven Veredelungsverkehr (PW) zu einem grossen Teil gefährdet sind? (Der faktische Ausbau des schweizerischen Agrarschutzes würde ausgerechnet die südlichen EG-Mitglieder treffen, welche sich bisher gegen eine Lösung gesperrt und Kreuzkonzessionen zugunsten ihrer Agrarexporte in die Schweiz gefordert haben). Texte de l'interpellation du 18 mars 1993 L'extension de fait du protectionnisme agricole aux produits hors-sol entraîne forcément une augmentation de la production indigène. Par contrecoup, il pourrait s'ensuivre une limitation des importations, et notamment de celles en provenance des pays du Sud de la Communauté européenne. Or, cette mesure intervient précisément à un moment où la CE exige des concessions «croisées» de la part de la Suisse dans le domaine agricole. Nous posons dès lors les questions suivantes au Conseil fédéral:

1.

Quelles pourraient être les conséquences d'une telle mesure prise par la Suisse sur les négociations bilatérales devenues prioritaires après le non à l'EEE?

2.

Cette mesure est-elle compatible, dans la situation actuelle, avec la disposition de la loi sur l'agriculture (art. 23 al. 1) qui exige de la Confédération qu'en cas de limitation des importations, elle tienne compte des autres branches économiques?

3.

Quelles conséquences cette mesure pourrait-elle avoir notamment sur les 30 000 emplois du secteur textile qui, si la réglementation communautaire discriminatoire dans le domaine du trafic de perfectionnement passif (TPPT) n'est pas bientôt levée, sont en grande partie menacés? (L'extension de fait du protectionnisme de la Suisse en matière agricole toucherait précisément les pays du Sud de la CE, qui se sont jusqu'à présent opposés à une solution et ont exigé des concessions «croisées» au profit de leurs exportations agricoles vers la Suisse). Sprecher-Porte-parole: Loeb François Schriftliche Begründung Die Urheber verzichten auf eine Begründung und wünschen eine schriftliche Antwort Développement par écrit Les auteurs renoncent au développement et demandent une réponse écrite. Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 12. Mai 1993 Der Bundesrat hat im 7. Landwirtschaftsbericht die Neuorientierung der schweizerischen Landwirtschaftspolitik dargelegt. Einerseits sollen die Preise verstärkt nach dem Markt und nach aussenwirtschaftlichen Gesichtspunkten mit dem langfristigen Ziel einer EG-Angleichung ausgerichtet werden, andererseits ist mit der Einführung der produktunabhängigen, ergänzenden Direktzahlungen ein angemessenes Einkommen zu sichern. Mittelfristig dürfte dies zu einer Senkung des Grenzschutzes führen. Im weiteren hat der Bundesrat klar festgehalten, dass eine Verdrängung von Importen durch eine erhöhte Inlandproduktion nicht mehr in Frage kommt Die am 5. Mai 1992 versuchsweise für ein Jahr vom EVD erlassene Verordnung betreffend die Uebernahme von Tomaten und Gurken ist um ein Jahr, d. h. bis zum 30. April 1994 verlängert worden. Diese Verlängerung der Versuchsphase drängte sich auf, weil deren Dauer zu kurz war, um ausreichende Erfahrungen für einen Entschluss über die künftige Regelung der Hors-sol-Produkte im Rahmen des Agrarschutzes zu gewinnen. Im weiteren sind verschiedene Fragen noch offen, namentlich der Abschluss eines Agrarabkommens im Rahmen der Gatt-Uruguay Runde (der Entwurf vom 20. Dezember 1991 sieht die Umwandlung aller nicht-tarifarischen Massnahmen in Zölle - Tarif izierung- vor). Da eine allfällige grundsätzliche Aenderung der Verordnung rechtzeitig angekündigt werden müsste, wird das EVD spätestens Ende Januar 1994 im Lichte der bis dann gemachten Erfahrungen über den definitiven Status der Hors-sol-Produktion entscheiden. Die Verordnung gewährt teils auch den nach der Hors-solMethode produzierten Tomaten und Gurken einen angemessenen Schutz. Wie bis anhin richtet sich aber die zeitliche Fest-- 2 of 3 -Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Interpellation Etique Verunsicherung der Bauern Interpellation Etique Insécurité paysanne In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1993 Année Anno Band III Volume Volume Session Sommersession Session Session d'été Sessione Sessione estiva Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 16 Séance Seduta Geschäftsnummer 93.3130 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 18.06.1993 - 08:00 Date Data Seite 1421-1422 Page Pagina Ref. No 20 022 921 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.

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