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Entscheid

93-3154

Verwaltungsbehörden 21.09.1993 93.3154

21. September 1993Deutsch10 min

Source admin.ch

Erwägungen

1.

Massnahmen zu ergreifen, welche ein marktgerechtes Verhalten der Landwirte ermöglichen und fordern.

2.

Dazu sind die auf den Verwertungsbereich bezogenen Regulierungen und Subventionen systematisch und nach vorzugebendem Zeitplan abzubauen.

3.

Da die landwirtschaftliche Wertschöpfung schwergewichtig im Milchbereich erfolgt, ist die bestehende Käsemarktordnung nach folgenden Kriterien neu zu gestalten: a Beschränkung der Bundesaufgaben auf die Ordnungs- und Aufsichtsfunktion; b. Wiederherstellung der vollen Verantwortlichkeit und Kompetenz der Milchverwertungsunternehmen, marktgerechte Produkte zu erstellen; c. Wiederherstellung der marktwirtschaftlichen Eigenständigkeit von Käseherstellung und -Vermarktung durch schrittweisen Abbau von Regulierungen und Subventionen gemäss einem zu erstellenden Terminplan bis 1998. Texte de la motion du 18 mars 1993 Les dépenses auxquelles la Confédération consent en faveur de l'agriculture doivent servir au premier chef à promouvoir cette dernière afin qu'elle devienne durablement performante. Il faut, pour qu'il en soit ainsi, que les secteurs situés en amont et en aval de la production agricole soient plus proches des conditions du marché et qu'ils ne soient plus ni réglementés ni subventionnés. Nous demandons donc au Conseil fédéral:

1.

de prendre les mesures nécessaires pour que les agriculteurs puissent se conformer aux lois du marché et maintenir ce cap;

2.

dans ce but, de démanteler systématiquement, selon un calendrier qui sera annoncé à l'avance, les réglementations et les subventions qui touchent le secteur de la transformation et de l'utilisation des produits agricoles;

3.

sachant que le secteur laitier est celui qui crée le plus de valeur ajoutée, de revoir la réglementation du marché du fromage en: a. limitant les tâches de la Confédération à la réglementation et à la surveillance; b. redonnant aux entreprises de transformation du lait la totale compétence et l'entière responsabilité de produire aux conditions du marché; c. redonnant aux fabricants et aux vendeurs de fromage leur indépendance par rapport au marché, et ce, en supprimant progressivement les réglementations et les subventions, selon un échéancier qui sera fixé jusqu'en 1998. Mitunterzeichner - Cosignataires: Bisig, Bühler Robert, Büttiker, Flückiger, Iten Andreas, Loretan, Martin Jacques, Petitpierre, Rhinow, Rhyner, Salvioni, Schiesser, Schoch (13) Frau Beerli: Ich erlaube mir, zu den drei Motionen gemeinsam Stellung zu beziehen, da sie einen sehr starken inneren Zusammenhang aufweisen. Wurden in der vorindustriellen Landwirtschaft beinahe alle Produktionsmittel, wie Saatgut, Futtermittel oder Arbeitsgeräte, im Agrarsektor respektive in den Betrieben selbst hergestellt, so haben die Spezialisierung und die Arbeitsteilung der modernen Wirtschaft dazu geführt, dass die meisten Produktionsmittel der Landwirtschaftsbetriebe heute von ausserlandwirtschaftlichen Lieferanten, von sogenannten vorgelagerten Bereichen, bezogen werden. Trafen sich in der vorindustriellen Landwirtschaft Endverbraucher und Produzenten häufig direkt am Markt, so stehen heute zwischen den Produzenten auf dem Bauernhof und dem Konsumenten mehrere Verarbeitungs-, Vertriebs- und Dienstleistungsstufen, eben die nachgelagerten Bereiche. Der Landwirtschaftssektor im weiteren Sinne ist damit in eine umfassende Kette vertikaler Aktivitäten vor-und nachgelagerter Wirtschaftszweige integriert Die preisliche Wettbewerbsfähigkeit der schweizerischen Agrarprodukte wird zu einem erheblichen Teil durch diese vertikale Einbettung der Landwirtschaft in vor- und nachgelagerte Bereiche mitbestimmt. Die Markt- und Wettbewerbsbedingungen vorgelagerter Bereiche bestimmen Niveau und Entwicklung der Produktions- und Beschaffungskosten der landwirtschaftlichen Herstellung pflanzlicher und tierischer Produktion. Die Wettbewerbsverhältnisse auf nachgelagerter Ebene - im Verwertungsbereich - beeinflussen zu einem ebenso erheblichen Teil Niveau und Entwicklung der Endpreise der Agrarprodukte oder der verarbeiteten Agrargüter. Produzentenpreise und Endpreise der Agrargüter können deshalb nicht gleichgesetzt werden. Der Preis pro Liter Milch, den beispielsweise ein Milchbauer erzielt, entspricht nicht dem Verkaufspreis, den der Konsument im Milchladen bezahlt Zwischen den Produzenten pflanzlicher oder tierischer Produkte und dem Detailhandel sind je nach Agrargütern verschiedene Vertriebsstufen eingeschaltet, welche zum Teil für die hohen Schweizer Agrarpreise mitverantwortlich sind. Die Bundesausgaben für Landwirtschaft und Ernährung beliefen sich im Jahre 1990 auf 2,675 Milliarden Franken. 1,2 Milliarden Franken werden allein für die Verwertung landwirtschaftlicher Produkte - vorwiegend für die Verwertung von Milch und Milchprodukten - eingesetzt Der hohe Anteil für Verwertungsmassnahmen widerspiegelt die hohe Dichte staatlicher Regelung bei der Verwertung landwirtschaftlicher Produkte. Diese Bundesgeldersollten statt füreine Finanzierungder staatlichen Marktsteuerung nachgelagerter Bereiche zur Förderung einer leistungsfähigen und nachhaltigen Landwirtschaft eingesetzt werden. Damit die Landwirte als Produzenten landwirtschaftlicher Produkte marktgerecht produzieren können, müssen im wesentlichen folgende drei Bedingungen erfüllt sein:

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Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Motion Beerli Abbau von Vorschriften in vorgelagerten Bereichen der landwirtschaftlichen Produktion Motion Beerli Production agricole. Abrogation des dispositions portant sur les secteurs situés en amont In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1993 Année Anno Band IV Volume Volume Session Herbstsession Session Session d'automne Sessione Sessione autunnale Rat Ständerat Conseil Conseil des Etats Consiglio Consiglio degli Stati Sitzung 02 Séance Seduta Geschäftsnummer 93.3154 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 21.09.1993 - 08:00 Date Data Seite 609-610 Page Pagina Ref. No 20 023 347 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.

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