93-3269
Verwaltungsbehörden 08.10.1993 93.3269
8. Oktober 1993Deutsch12 min
Source admin.ch
Interpellation Keller Rudolf 1986 N 8 octobre 1993 Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 20. September 1993 Risposta scritta del Consiglio federale del 20 settembre 1993 Rapport écrit du Conseil fédéral du 20 septembre 1993 Nell'attuale ripartizione dei compiti tra Confederazione e Cantoni, spetta a questi ultimi il controllo e la sorveglianza nel campo dei medicinali. Fanno eccezione i controlli sulle sostanze stupefacenti e sui prodotti immunobiologici destinati alla lotta contro le malattie trasmissibili. Per uniformare i controlli sui medicinali ed eventualmente semplificarli, i Cantoni si sono riuniti con una convenzione intercantonale. Nel 1971 è entrata in vigore l'attuale «Convenzione intercantonale sul controllo dei medicamenti» (CIM), cui hanno aderito tutti i Cantoni ed il Principato del Liechtenstein. Per l'esecuzione pratica i Cantoni hanno istituito l'Ufficio intercantonale per il controllo dei medicamenti (UICM). Nell'attuale situazione giuridica, la Confederazione non può esercitare alcuna funzione di sorveglianza Occorre quindi rivolgere eventuali appunti sul modo di procedere della CIM agli organi competenti della CIM stessa. Il Consiglio federale, infatti, non ha alcun diritto d'intervento. E' noto che la CI M del 1971 non può più rispondere ai bisogni attuali. Per tale motivo, nel 1988, i Cantoni hanno elaborato un nuovo concordato che, per entrare in vigore, avrebbe dovuto essere ratificato da tutti i Cantoni. Avendo rifiutato di aderirvi il Cantone di Zurigo, il nuovo concordato è fallito nonostante
Erwägungen
24.
Cantoni avessero già espresso la propria approvazione. Per tale motivo e nell'interesse di una rivitalizzazione dell'economia, il Consiglio federale ha accettato due mozioni in cui si chiede l'elaborazione di una legge federale sui medicinali (cfr. 92.3451, mozione della Commissione della sicurezza sociale e della sanità del Consiglio nazionale, e 93.3176, mozione Monika Weber, Consiglio degli Stati). Le due mozioni sono attualmente in Parlamento. Erklärung des Interpellanten: befriedigt Déclaration de l'interpellateur: satisfait #ST# 93.3269 Interpellation Keller Rudolf Radioaktive Schmuggelware Contrebande de substances radioactives Wortlaut der Interpellation vom 3. Juni 1993 Diversen Informationen zufolge wird unser Land zusammen mit Deutschland und Oesterreich immer mehr zur internationalen Drehscheibe für strahlende Schmuggelware. In grösseren Mengen werden Plutonium, Cäsium, Cobalt usw. im Transit durch unser Land geschmuggelt. Andere Kreise wiederum nutzen die Schweiz, um bei uns mit dieser gefährlichen und lebensgefährdenden Ware Handel zu betreiben. Vielfach gelangt diese «heisse Ware» aus ehemaligen Ostblockländern zu uns. Der Handel mit radioaktiven Stoffen ist lukrativ. Er läuft oft unter Missachtung der einfachsten Sicherheitsvorschriften für radioaktive Materialien. Ich frage deshalb den Bundesrat:
1.
Ist ihm das Ausmass dieses Handels mit strahlender Schmuggelware bekannt?
2.
Wie viele Male konnte in unserem Lande im Verlaufe der letzten drei Jahre radioaktive Schmuggelware sichergestellt werden? Um was für Materialien und Quantitäten handelt es sich? Wie gross ist die vermutete Dunkelziffer?
3.
Wie gross ist die Gefährdung von Mensch und Umwelt bei relativ ungesicherten Transporten von strahlenden Materialien?
4.
Was wird gegen diesen Schmuggel national und in internationaler Koordination unternommen? Texte de l'interpellation du 3 juin 1993 Selon diverses informations, notre pays devient de plus en plus, avec l'Autriche et l'Allemagne, une plaque tournante internationale de la contrebande de substances radioactives. Par lui transitent, en fraude, de grandes quantités de plutonium, de césium, de cobalt, etc. D'autres encore utilisent la Suisse pour se livrer, sur place, au trafic de ces matières dangereuses. Très souvent, ces substances, «sensibles» s'il en est, proviennent de pays de l'ex-bloc de l'Est Leur trafic rapporte gros. Il s'effectue le plus souvent au mépris des mesures de sécurité les plus élémentaires. D'où les questions suivantes que je pose au Conseil fédéral:
1.
Connaît-il le volume de ce trafic de substances radioactives?
2.
Combien de fois, au cours des trois dernières années, a-t-on mis la main sur ce genre de substances importées en fraude? De quelles substances et de quelles quantités s'agissait-il? A combien estime-t-on le volume du trafic réel total?
3.
Quels dangers le transport de ces substances insuffisamment protégées fait-il courir à l'homme et à l'environnement?
4.
Que fait le Conseil fédéral au plan national et en liaison avec les autres pays pour lutter contre la contrebande de ce type de substances? Mitunterzeichner-Cosignataires: Bischof, Borradori, Maspoli, Ruf, Stalder, Steffen (6) Schriftliche Begründung - Développement par écrit Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort. Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 20. September 1993 Rapport écrit du Conseil fédéral du 20 septembre 1993 In den letzten Jahren wird eine Häufung von Delikten festgestellt, bei denen versucht wird, radioaktive Stoffe illegal in die Schweiz einzuführen. Mit Ausnahme von einem sehr gravierenden Fall handelte es sich jedoch um kleine Mengen. Die Personen waren in den wenigsten Fällen über die wahre Natur der Güter im Bild. Oft wurden auch Phantomprodukte wie «red mercury» zu sehr hohen Preisen angeboten. Diese Produkte traten jeweils nur auf dem Papier auf, und die Angaben über die chemische oder physikalische Zusammensetzung waren widersprüchlich. Andere, nicht radioaktive Produkte wie Osmium-187 wurden zu übersetzten Preisen angeboten, und es kann eine betrügerische Absicht nicht ausgeschlossen werden.
1.
Die Bundespolizei hat seit dem Januar 1991 fünfzehn gerichtspolizeiliche Ermittlungsverfahren gegen insgesamt 35 Personen wegen Verdachts auf Widerhandlung gegen das Atomgesetz geführt.
2.
In zehn Fällen konnten radioaktive Materialien sichergestellt werden. Es handelte sich dabei um Americium-241, Plutonium-238, Plutonium-239, Uran-238, Uran-235, Radium-226, Cäsium-137 und Cobalt-60. In einem Fall ereignete sich ein Strahlenunfall, als eine stark radioaktive Quelle mit Cäsium-137, die als nichtradioaktives Osmium deklariert worden war, importiert und der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) zur Analyse übergeben wurde. Bei den übrigen Materialien, insbesondere bei den waffenfähigen Substanzen, handelte es sich jeweils um Kleinstmengen. Die Dunkelziffer kann kaum abgeschätzt werden, und ein Ende ist leider vorläufig nicht abzusehen. In einigen Fällen wurden Waren illegal im Transit durch die Schweiz geführt und anschliessend im Ausland aufgegriffen.
3.
In dem einen Fall, welcher der Empa zur Ueberprüfung übergeben worden war, bestand eine sehr grosse Gefährdung der Ueberbringer. In den übrigen Fällen war die Gefährdung gering.
4.
Das Bundesamt für Gesundheitswesen, die Bundesanwaltschaft, die Suva, das Paul-Scherrer-lnstitut, die Nationale
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8.
Oktober 1993 N 1987 Interpellation de Dardel Alarmzentrale, die Empa und die Polizei- und Zollorgane haben koordiniert eine Reihe von Massnahmen veranlasst und die Radioaktivitätsmessungen intensiviert So wurden die schweizerischen Polizeikorps, die Zollbehörden, die Industrie und mittels Pressemitteilungen auch die Oeffentlichkeit auf die Vorfälle und die daraus entstehenden Gefahren aufmerksam gemacht und dafür sensibilisiert. Auf einer europäischen Interpol-Fachtagung im Januar 1993 über die Bekämpfung der internationalen Nuklearkriminalität wurde die internationale Koordination verbessert. Interpol-Kontakte bestehen zu allen betroffenen Nationen; die meisten Oststaaten haben ihre Mitarbeit zugesagt. Erklärung des Interpellanten: befriedigt Déclaration de l'interpellateur: satisfait #ST# 92.3503 Interpellation de Dardel Presse und Fernsehen. Vorzensur durch den Richter Presse et télévision. Censure préalable par le juge Wortlaut der Interpellation vom 10. Dezember 1992 Kürzlich hat ein Genfer Richter eine vorsorgliche Verfügung erlassen, welche die Ausstrahlung einer Sendung des Westschweizer Fernsehens über einen Notar, gegen den ein Strafverfahren läuft, der sich in Untersuchungshaft befindet und der in Bodenspekulationsgeschäfte verwickelt ist, verbot. Ist der Bundesrat in diesem Zusammenhang bereit, die Tatsache zu berücksichtigen, dass Artikel 28c Absatz 3 ZGB (vorsorgliche Massnahmen) offenkundige Anwendungsprobleme stellt? Ist er bereit, diesbezüglich Massnahmen zu ergreifen, zum Beispiel dem Parlament eine Aenderung oder Ergänzung von Artikel 28c Absatz 3 ZGB zu beantragen? Ist er bereit zu überprüfen, ob Artikel 28c Absatz 3 ZGB und die vorsorgliche Verfügungen der Schweizer Gerichte nicht eine Verletzung von Artikel 10 der Europäischen Menschenrechtskonvention darstellen? Texte de l'interpellation du 10 décembre 1992 En relation avec la récente décision, sur mesures provisionnelles, d'un juge genevois d'interdire une émission de la Télévision suisse romande relative à un notaire, inculpé, en détention préventive et compromis dans des affaires spéculatives immobilières, le Conseil fédéral est-il disposé à prendre en considération le fait que l'article 28c alinéa 3 CCS (mesures provisionnelles) pose des problèmes d'application évidents? Est-il d'accord d'envisager de prendre des mesures à ce sujet, par exemple de proposer au Parlement une modification ou un complément à l'article 28c alinéa 3 CCS? Est-il d'accord de vérifier la conformité de l'article 28c alinéa 3 CCS et des décisions provisionnelles des tribunaux suisses avec l'article 10 CEDH? Mitunterzeichner - Cosignataires: Aguet, Béguelin, Bodenmann, Brügger Cyrill, Bundi, Carobbio, Danuser, Eggenberger, Fankhauser, von Feiten, Hafner Ursula, Hämmerle, Hubacher, Jeanprêtre, Leemann, Leuenberger Ernst, Rechsteiner, Ruffy, Steiger Hans, Tschäppät Alexander, Ziegler Jean, Züger (22) Schriftliche Begründung - Développement par écrit Une récente décision du président du Tribunal de première instance de Genève interdit, par voie de mesures provisionnelles, une émission de la Télévision suisse romande consacrée à un notaire genevois. Celui-ci est actuellement détenu, il bénéficie, depuis plusieurs années, d'une grande notoriété et a joué un rôle important dans des affaires immobilières spéculatives de grande envergure. La décision du président du Tribunal de première instance a suscité à juste titre l'indignation des milieux de la presse et la Télévision suisse romande a passé outre à la censure du Tribunal de première instance. Certes, l'article 28c alinéa 3 CCS a fait l'objet d'un long débat au Parlement fédéral. Ce dernier, très conscient du danger de la censure préalable en matière de médias, a d'ailleurs prévu des conditions nombreuses, détaillées et d'ordre exceptionnel, pour qu'une mesure provisionnelle limitant la liberté de la presse puisse être prise. Il semble bien que le président du Tribunal de première instance de Genève n'ait pas appliqué rigoureusement la loi. Les affaires pénales en cours sont en effet commentées par la presse de notre pays, sans qu'aucune autorité à ce jour ne se soit avisée de censurer les médias, sauf en ce qui concerne le respect du secret de l'instruction, prévu par les procédures pénales de certains cantons (mais pas dans le canton de Genève). A notre avis, pour éviter tout dérapage judiciaire en matière de presse, le plus utile serait d'en revenir à l'exclusion complète de la censure préalable en ce qui concerne les médias, sauf s'il s'agit d'empêcher la commission certaine d'un délit pénal. D'autres solutions pour éviter des décisions judiciaires aussi malheureuses que celle du juge genevois sont, le cas échéant, possibles. Il conviendrait en tout cas de s'en occuper, en référence avec les arrêts de la Cour européenne des droits de l'homme du 26 novembre 1991 dans les affaires «Observer-Guardian» et «Sunday Times» contre Royaume-Uni, qui ont condamné la Grande-Bretagne pour des décisions judiciaires de censure préalable de la presse (art. 10 CEDH; liberté d'expression). Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 24. März 1993 Rapport écrit du Conseil fédéral du 24 mars 1993 Le principe constitutionnel de la séparation des pouvoirs interdit au Conseil fédéral d'intervenir dans les affaires des tribunaux. Il appartient aux autorités judiciaires compétentes de trancher le litige auquel fait référence l'auteur de l'interpellation. Une protection efficace de la personnalité suppose l'existence de mesures de procédure qui offrent aux victimes la possibilité d'obtenir le plus rapidement possible la reconnaissance de leur droit. Les dispositions sur les mesures provisionnelles ont été adoptées à cet effet. L'article 28c alinéa 3 du Code civil, relatif aux mesures provisionnelles en cas d'atteinte à la personnalité par les médias à caractère périodique, tient compte de la situation particulière des médias. Il a été adopté afin d'éviter que la procédure de mesures provisionnelles ne se transforme, par une application trop stricte, en censure judiciaire. L'ordre d'exécution provisoire d'une décision défensive contre un média à caractère périodique suppose la réalisation de trois conditions restrictives: l'atteinte doit être propre à causer un préjudice particulièrement grave, sa justification ne doit pas sembler manifestement donnée et la mesure ne doit pas paraître disproportionnée. Le législateur a voulu indiquer aux juges les critères déterminants dans la pondération des intérêts en présence et écarter le risque qu'ils n'accèdent trop rapidement à des requêtes de mesures provisionnelles. Les conditions de l'article 28c alinéa 3 du Code civil sont suffisamment claires et restrictives pour atteindre ce but. Il ne paraît dès lors pas nécessaire de réviser cette disposition qui assure la protection des droits de la personnalité en tenant largement compte des besoins des médias. En outre, l'article 28c alinéa 3 du Code civil est conforme à l'article 10 de la Convention européenne des droits de l'homme. Selon cette convention en effet, la liberté d'expression, garantie par le premier alinéa de la disposition précitée, n'est pas absolue. Elle peut être restreinte aux conditions énumérées au second alinéa II apparaît que ces conditions ne vont pas au-delà de celles de l'article 28c alinéa 3 du Code civil. Par conséquent, le respect de cette disposition du droit -- 2 of 3 -Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Interpellation Keller Rudolf Radioaktive Schmuggelware Interpellation Keller Rudolf Contrebande de substances radioactives In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1993 Année Anno Band IV Volume Volume Session Herbstsession Session Session d'automne Sessione Sessione autunnale Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 15 Séance Seduta Geschäftsnummer 93.3269 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 08.10.1993 - 08:00 Date Data Seite 1986-1987 Page Pagina Ref. No 20 023 263 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.
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