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Entscheid

93-3278

Verwaltungsbehörden 08.10.1993 93.3278

8. Oktober 1993Deutsch10 min

Source admin.ch

Erwägungen

1.

Die Verwaltung soll dazu gebracht werden, während dieser Frist genau zu überprüfen, ob die Stelle wieder besetzt werden muss. Die Stelle kann erst nach Ablauf dieser Karenzfrist und nach Ueberprüfung ihrer Notwendigkeit ausgeschrieben werden.

2.

Bei den Besoldungen und den Personalausgaben können damit wesentliche Einsparungen gemacht werden. Texfe du postulat du 7 juin 1993 Le Conseil fédéral est invité à étudier rapidement l'introduction d'un délai de carence en cas de remplacement temporaire ou définitif de fonctionnaires quittant l'administration. Ce délai viserait deux buts:

1.

contraindre l'administration à procéder durant le délai de carence à une analyse de la nécessité de repourvoir le poste devenu vacant, la mise au concours ne pouvant intervenir qu'après le délai de carence et qu'après analyse de la nécessité;

2.

permettre des économies substantielles sur les postes salaires et charges du personnel. Mitunterzeichner - Cosignataires: Allenspach, Berger, Cavadini Adriano, Couchepin, Dreher, Epiney, Leuba, Mamie, Mühlemann, Philipona, Rohrbasser, Sandoz, Savary, Schmied Walter, Stucky, Tschopp, Wyss Paul (17) Schriftliche Begründung - Développement par écrit - Compte tenu de la situation financière plus que préoccupante de la Confédération, - compte tenu des nombreuses interventions parlementaires visant une certaine rationalisation en matière notamment des tâches administratives, dans un souci de diminuer les effectifs ou tout au moins de plafonner le nombre de collaboratrices et de collaborateurs de l'administration fédérale, je demande l'introduction d'un délai de carence. Ce délai de carence pourrait porter sur une période de cinq mois par exemple. Cette règle devrait s'appliquer à toute l'administration fédérale, à l'exception de certains secteurs bien -- 1 of 3 -Postulat Wyss Paul 1974 N 8 octobre 1993 précis dans lesquels une vacance même très limitée dans le temps ne peut être envisagée. Les expériences pratiquées et réussies avec succès par certaines collectivités publiques pourraient certainement servir de base en matière d'établissement d'instructions et de règlements à établir. Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 1. September 1993 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 1er septembre 1993 Le Conseil fédéral est prêt à accepter le postulat Ueberwiesen - Transmis #ST# 93.3288 Postulat Wyss Paul Interkantonaler Lastenausgleich Péréquation intercantonale de charges publiques Wortlaut des Postulates vom 10. Juni 1993 Der Bundesrat wird beauftragt zu prüfen, wieweit bundesrechtliche Bestimmungen aufzustellen sind: - die den angemessenen Lastenausgleich zugunsten derjenigen Kantone regeln, die öffentliche Leistungen für die Bewohner anderer Kantone erbringen; - die die Kantone ermächtigen, das Einkommen aus unselbständiger Erwerbstätigkeit an der Quelle zu besteuern. Texte du postulat du 10 juin 1993 Le Conseil fédéral est invité à examiner dans quelle mesure il faut créer des dispositions de droit fédéral: - qui établissent une péréquation financière appropriée en faveur des cantons qui fournissent des prestations publiques aux habitants d'autres cantons; - qui autorisent les cantons à imposer à la source les revenus des salariés. Mitunterzeichner - Cosignataires: Allenspach, Bonny, Bührer Gerold, Chevallaz, Cincera, Couchepin, David, Eggly, Eymann Christoph, Fischer-Seengen, Früh, Gros Jean-Michel, Hegetschwiler, Hubacher, Loeb François, Maître, Miesch, Mühlemann, Poncet, Stucky, Tschopp, Tschuppert Karl, Wanner, Weder Hansjürg.Wick (25) Schriftliche Begründung - Développement par écrit Die grösseren Städte unseres Landes erbringen heute zentralörtliche Leistungen (Bildung, Kultur, Medizin, Soziales, Verkehr usw.), von denen in erheblichem Umfang auch die umliegenden Regionen profitieren, ohne dass die entsprechenden Aufwendungen abgegolten werden. Die Städte in grösseren Kantonen können dieses Problem wenigstens teilweise über den kantonsinternen Finanz- und Lastenausgleich angehen. Hingegen sind Stadtzentren wie Zürich, Luzern, Schaffhausen, St Gallen und insbesondere Genf und Basel mit Einzugsgebieten, welche über die Kantonsgrenzen hinausgehen, vom Problem betroffen, sich die von ihnen erbrachten zentralörtlichen Leistungen von den anderen profitierenden Kantonen nicht abgelten lassen zu können. Seit 1960 geht bei einem Wachstum der Agglomeration die Bevölkerung der Kernstädte zurück. Aus wirtschaftlichen und räumlichen Gründen verlassen vorwiegend Personen mit höherem Einkommen und jüngere Jahrgänge die Kernstädte. Dieser Trend hat nachhaltige Konsequenzen: Die Abwanderung zehrt am Steuersubstrat Die zentralörtlichen Leistungen werden hingegen nicht weniger von den Umlandbewohnern beansprucht als von den Kernstadteinwohnern. Sie werden sogar auf Wunsch der Umlandbewohner ausgebaut Demzufolge wird die Zahl der Personen, welche von den zentralörtlichen Leistungen profitieren, diese aber nicht finanzieren, zunehmend grösser. Ein regionaler Lastenausgleich strebt eine gerechte Verteilung der Lasten auf die beteiligten Gemeinwesen bzw. deren Einwohner an. Ausgleichszahlungen der Nutzniesserkantone an die Leistungserbringer können auch bewirken, dass die Leistungserbringer eher bereit und interessiert sind, auf Wünsche der Nutzniesserkantone einzugehen. Sollen die Kernstädte ihre Standortgunst und Attraktivität erhalten, so gilt es, ein bedarfsgerechtes Angebot an Infrastrukturleistungen beizubehalten. Dies wiederum bedeutet aber, dass auch im Hinblick auf die Finanzperspektiven verstärkte Leistungen der Nachbarn unumgänglich werden. Beim Aufstellen von Richtlinien, nach denen die Kantone den regionalen Lastenausgleich durchzuführen haben, aber auch beim Ueberwachen derselben sind die Kantone auf die Unterstützung durch den Bund angewiesen. Den Kantonen muss es jedoch überlassen bleiben, die konkreten Verhandlungen durchzuführen und ihre Interessen aufeinander abzustimmen. Insbesondere müssen möglichst einfache administrative Regelungen getroffen werden. Durch das Aufstellen allgemeiner Abgeltungsregeln durch den Bund kann trotz der Interessengegensätze ein gutes Klima zwischen den Kantonen im Rahmen der interkantonalen Zusammenarbeit geschaffen werden. Als ergänzendes Instrument zum Lastenausgleich kommt die Quellensteuer in Frage, indem das Einkommen aus unselbständiger Erwerbstätigkeit am Arbeitsort besteuert wird. Die Emissionen, welche von Pendlern verursacht werden, sind hoch und redimensionieren die Attraktivität eines grossen Teils des Wohnraums erheblich. In Basel-Stadt beispielsweise sind rund 171 000 Personen erwerbstätig; davon wohnen mehr als die Hälfte (rund 86 000) ausserhalb der Stadt (Stand Ende 1990). Der Leistungsumfang wesentlicher Staatsaufgaben wie Strassenverkehrspolizei, Feuerwehr, Kantonsstrassen, Parkgaragen, öffentlicher Verkehr, Kehrichtbeseitigung und Lufthygiene sind weitgehend von der Grosse des Pendlerstroms abhängig und verursachen erhebliche Kosten für ein Staatswesen. Die Quellensteuer ist zudem ein bilaterales Instrument: Es profitiert nicht nur der Kanton davon, welcher die Zentrumsleistungen erbringt. Es profitieren auch die umliegenden Kantone. Denn umgekehrt sind in diesen Kantonen auch Personen aus dem Kanton erwerbstätig, der die Zentrumsleistungen erbringt Auf der Basis von Doppelbesteuerungsabkommen (mit Frankreich, Deutschland, Oesterreich und Italien) kommt bereits eine beschränkte Besteuerung am Arbeitsort bei denjenigen Personen zur Anwendung, welche in den Grenzkantonen arbeiten und im Ausland wohnen. Eine interkantonale Doppelbesteuerung ist zu vermeiden. Die Schaffung eines funktionstüchtigen Lastenausgleichs bedarf mit Vorteil der Regelung auf bundesstaatlicher Ebene. Zur adäquaten Abgeltung der Inanspruchnahme von Dienstleistungen, die in erheblichem Ausmass von den Pendlern verursacht werden, muss die Einführung der Besteuerung des Einkommens an der Quelle ernsthaft geprüft werden. Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 8. September 1993 Rapport écrit du Conseil fédéral du 8 septembre 1993 In ihrem Orientierungsrahmen für die künftige Ausgestaltung des bundesstaatlichen Finanzausgleichs schlägt die Konferenz der kantonalen Finanzdirektoren (FDK) ein neues System mit folgenden drei Elementen vor: -vertikaler Lastenausgleich des Bundes an die Kantone (Entschädigung von erbrachten Leistungen von nationalem Interesse); - horizontaler Lastenausgleich unter Kantonen einer bestimmten Region; - horizontaler Steuerkraftausgleich, der jedem Kanton eine minimale Steuerkraft garantiert -- 2 of 3 -Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Postulat Chevallaz Ersatz von austretenden Beamten. Karenzfrist Postulat Chevallaz Remplacement des fonctionnaires quittant l'administration. Délai de carence In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1993 Année Anno Band IV Volume Volume Session Herbstsession Session Session d'automne Sessione Sessione autunnale Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 15 Séance Seduta Geschäftsnummer 93.3278 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 08.10.1993 - 08:00 Date Data Seite 1973-1974 Page Pagina Ref. No 20 023 251 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.

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