93-3352
Verwaltungsbehörden 08.10.1993 93.3352
8. Oktober 1993Deutsch11 min
Source admin.ch
Interpellation Gardiol 2042 N 8 octobre 1993 dabei festgehalten, dass dieses Mithören verhältnismässig und im Sinne der Aufrechterhaltung der Betriebssicherheit geboten sei.
Erwägungen
4.
Gemäss Bundesgericht handelt es sich hier nicht um eine Telefonabhörung. Zudem ist diese Massnahme im Rahmen einer zuverlässigen Gewährleistung der Fernmeldebedürfnisse gemäss Artikel 1 FMG geboten. Ohne diese könnte ein Schutz vor Störungen gar nicht erfolgen, was zu Beeinträchtigungen in der Telekommunikation führen würde.
5. Nach Artikel 65 VStrR besteht die Möglichkeit, unter gewissen Voraussetzungen (Widerhandlung offenkundig, Busse nicht mehr als 500 Franken, Einverständnis des Beschuldigten) ein abgekürztes Verfahren zuführen. Darauf weist die Formulierung im Strafbescheid hin. Das Verfahren kann so rasch durchgeführt werden, was erlaubt, reduzierte Kosten zu sprechen. Es steht dafür sofort einem rechtskräftigen Urteil gleich. Der Beschuldigte hat also die Möglichkeit, auf den Strafbescheid im abgekürzten Verfahren zu verzichten und, wenn er mit dem Entscheid der Verwaltung nicht einverstanden ist, die Beurteilung durch das kantonale Strafgericht zu verlangen.
5. Nach Artikel 65 VStrR besteht die Möglichkeit, unter gewissen Voraussetzungen (Widerhandlung offenkundig, Busse nicht mehr als 500 Franken, Einverständnis des Beschuldigten) ein abgekürztes Verfahren zuführen. Darauf weist die Formulierung im Strafbescheid hin. Das Verfahren kann so rasch durchgeführt werden, was erlaubt, reduzierte Kosten zu sprechen. Es steht dafür sofort einem rechtskräftigen Urteil gleich. Der Beschuldigte hat also die Möglichkeit, auf den Strafbescheid im abgekürzten Verfahren zu verzichten und, wenn er mit dem Entscheid der Verwaltung nicht einverstanden ist, die Beurteilung durch das kantonale Strafgericht zu verlangen.
6. Da die illegalen Teilnehmeranlagen meistens auf Frequenzen arbeiten, die dem Betriebsfunk zugeteilt sind, werden die verschiedensten Dienste gestört Es liegen konkret massive Störungen des Polizeifunks (Kantone Aargau, Solothurn, Zug und Luzern), des Flugfunks (ganze Schweiz), der Rettungsdienste, aber auch der Rundfunkfrequenzen (Radio-und Fernsehempfang, zahlreiche Fälle in der ganzen Schweiz) oder von Bauunternehmungen (Störung ferngesteuerter Krane, in Genf) vor. Zudem häufen sich Beschwerden der Fernmeldebehörden Deutschlands, wonach in der Schweiz betriebene illegale Teilnehmeranlagen in den Grenzregionen massive Störungen auf Sicherheitsfunknetzen (insbesondere der Polizei von Baden-Württemberg) verursachen. Diese Liste liesse sich beliebig verlängern und belegen.
7. Die Verfolgung von Widerhandlungen gegen die Fernmeldegesetzgebung ist durch das Gesetz und die öffentliche Ordnung geboten. Der Aufwand, der dafür betrieben wird, ist bescheiden, wenn man die möglichen Konsequenzen einer unkontrollierten Situation bedenkt Abgesehen davon ist es unumgänglich, dass in einem liberalisierten Markt gewisse minimale Regeln beachtet werden.
8. Der Bundesrat ist der Auffassung, dass diese Aufgabe, die vom Gesetzgeber klar vorgesehen ist, verhältnismässig und nötig ist und dass diese von den Untersuchungsbeamten, die im Namen und Auftrag des Bakom tätig sind, in einem vertretbaren Umfang wahrgenommen wird. Würde man in diesem Bereich die Kontrolle abbauen, so würde dies Störungen in der Telekommunikation Tür und Tor öffnen. Eine solche Preisgabe des hohen Sicherheitsstandards unseres Fernmeldewesens ist nicht zu verantworten und wäre nur mit sehr grossem Aufwand reversibel. Präsident: Der Interpellant ist von der Antwort des Bundesrates nicht befriedigt und verlangt Diskussion. Abstimmung - Vote Für den Antrag auf Diskussion Dagegen Verschoben - Renvoyé offensichtliche Mehrheit Minderheit #ST# 93.3352 Interpellation Gardiol Regionalverkehr. Subventionierungsart Subventionnement du trafic régional en fonction des trains-kilomètres Wortlaut der Interpellation vom 18. Juni 1993 Der Bund subventioniert den Regionalverkehr nach Anzahl Eisenbahnkilometer. - Der öffentliche Eisenbahnverkehr soll einen Beitrag zur Raumplanung und eine Alternative zum Individualverkehr bilden. Ist die Subventionierung nach Anzahl Eisenbahnkilometer das geeignete Mittel, um die Ziele des Bundes zu erreichen? - Die Finanzierung per Eisenbahnkilometer geht davon aus, dass die Kosten der Anzahl gefahrener Kilometer entsprechen. Kostet denn ein abgestellter Zug nichts, und haben unterbeschäftigtes Personal und nicht ausgelastetes Wagenmaterial keinen Einfluss auf die Kosten? -Welche Vorteile hat diese Subventionierungsart für Bund und SBB? Texte de l'interpellation du 18 juin 1993 La Confédération subventionne le trafic régional en fonction du nombre de trains-kilomètres. - L'aménagement du territoire et l'alternative au transport individuel font partie des objectifs d'une offre ferroviaire de service public. Le subventionnement au moyen du train-kilomètre permet-il de s'assurer que ces objectifs de la Confédération peuvent être atteints? - Le financement au train-kilomètre sous-entend que les coûts sont proportionnels aux kilomètres parcourus; un train à l'arrêt ne coûterait-il donc rien et le personnel ou le matériel sousemployés n'auraient-ils pas d'effet sur les charges? - Quels sont les avantages de ce type de subventionnement pour la Confédération et pour les CFF? Mitunterzeichner-Cosignataires: Keine -Aucun Schriftliche Begründung - Développement par écrit L'auteur renonce au développement et demande une réponse écrite. Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 1. September 1993 Rapport écrit du Conseil fédéral du 1er septembre 1993 En principe, la Confédération commande aux CFF un nombre déterminé de trains-kilomètres, dont elle finance les coûts non couverts par une indemnisation fixée au préalable. En revanche, le financement du trafic régional des entreprises de transport concessionnaires (ETC) se fait par une indemnité, par le rapprochement tarifaire et par la couverture du déficit II ne dépend donc pas directement des trains-kilomètres parcourus.
1. La Confédération a divers objectifs. Ainsi, les transports publics doivent fournir une contribution à l'aménagement du territoire et constituer une solution de rechange au trafic individuel. Mais les objectifs financiers de la Confédération ne doivent pas non plus être négligés. Le financement du trafic régional a lieu, en fin de compte, sur la base des trains-kilomètres. Mais le mandat de prestations confié en 1987 aux CFF dit aussi que dans le secteur de service public représenté par le trafic régional, les CFF sont tenus, sur l'ensemble du réseau, d'assurer des liaisons chaque heure et d'étoffer l'horaire en cas de fort trafic. Cette charge tient compte de l'aménagement du territoire et des besoins de transport -- 1 of 3 -8. Oktober 1993 N 2043 Interpellation Gysin Les années passées ont cependant montré que la commande de trains-kilomètres dans les conditions-cadres précitées fait augmenter les coûts dans une mesure considérable et ne permet pas d'atteindre les objectifs financiers. Afin de soutenir les efforts des CFF visant à écouler le trafic à moindres coûts et de manière efficace, il faudra à l'avenir fixer de plus en plus des objectifs clairs, axés sur le moyen terme. Dans ce domaine, la Confédération a fait de bonnes expériences avec les ETC en les soumettant à une pression financière accrue. C'est la seule manière d'accroître l'efficacité, de réaliser des gains au titre de la rationalisation et de corriger des structures erronées. Cette tâche s'impose aussi aux CFF.
2. La comptabilité des CFF est une comptabilité moderne des coûts marginaux prévisionnels, dans laquelle on distingue les coûts proportionnels, dépendant des prestations et les coûts fixes (frais de capitaux). La Confédération indemnise les CFF des prestations du trafic régional sur la base des coûts complets (coûts proportionnels et par des coûts fixes). La comptabilité des CFF indique, en principe, le montant de l'indemnité afférent à chaque ligne.
3. La commande de trains-kilomètres a un avantage: les coûts non couverts sont connus à l'avance de manière assez précise, compte tenu de divers paramètres et des expériences faites lors des périodes précédentes. Par ailleurs, l'ampleur du trafic régional à fournir par les CFF est déterminé sans ambiguïté. D'autres modèles sont concevables. Mais la commande de trains-kilomètres n'est pas déterminante à elle seule; les conditions-cadres le sont tout autant. Au lieu des trains-kilomètres, on pourrait par exemple fixer un objectif financier et à la place de la cadence horaire intégrale, on pourrait définir un objectif différencié en fonction de la demande potentielle. D'autres solutions ad hoc sont examinées dans le cadre des travaux relatifs au nouveau mandat de prestations des CFF. Präsident: Die Interpellantin ist von der Antwort des Bundesrates tei l weise befriedigt und verlangt Diskussion. Abstimmung - Vote Für den Antrag auf Diskussion Dagegen Verschoben - Renvoyé offensichtliche Mehrheit Minderheit #ST# 93.3330 Interpellation Gysin Förderung des Wohneigentums Encouragement de l'accession à la propriété du logement Wortlaut der Interpellation vom 17. Juni 1993 Zur Förderung des Wohneigentums hat der Kanton Basel-Landschaft Sparanlagen zum Abzug von den steuerbaren Einkünften zugelassen, während zehn Jahren bis zu 10 000 Franken im Jahr und für Ehepaare bis zu 20 000 Franken. Die Sparrücklagen müssen für die erstmalige und dauernde Beschaffung von Wohneigentum gebunden sein. Dieses Bausparmodell findet Anklang und fördert in erwünschter Weise das Wohneigentum. Das Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer sieht keinen solchen Abzug vor. Vor allem aber ist im Bundesgesetz über die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden kein Abzug dieser Art erwähnt (Art. 9). Er wäre nach rein wörtlicher Auslegung möglicherweise nicht mehrzulässig, so dass der Kanton Basel-Landschaft binnen der achtjährigen Anpassungsfrist diese nützliche Vorkehr abschaffen müsste. Dies würde sich mit dem auch von der Bundesverfassung anvisierten Ziel der Eigentumsförderung schlecht vertragen. Ich frage den Bundesrat an,
1. ob tatsächlich das Harmonisierungsgesetz den Sinn haben soll, jene Vorkehr der Eigentumsförderung zu verbieten;
2. ob der Bundesrat gegebenenfalls eine Korrektur des Harmonisierungsgesetzes ins Auge fasst. Texte de l'interpellation du 17 juin 1993 Pour encourager l'accession à la propriété du logement, le canton de Baie-Campagne a autorisé tout contribuable à déduire de son revenu imposable, pendant dix ans, jusqu'à concurrence de 10000 francs (pour les couples, jusqu'à concurrence de 20 000 francs) l'épargne qui servira à l'achat d'un premier logement où il habitera à titre permanent. Cette innovation a connu un vif succès et elle favorise, comme on le souhaitait, l'accession à la propriété. Or, la loi fédérale sur l'impôt fédéral direct ne prévoit aucune déduction de ce type. Qui plus est, la loi fédérale sur l'harmonisation des impôts directs des cantons et des communes ne prévoit, elle non plus, rien de tel à l'article 9. Autrement dit, en interprétant les textes à la lettre, force est de constater que le canton de Baie-Campagne devrait abandonner cette innovation dans les huit années qui suivent puisque les cantons ont ce délai pour se mettre en accord avec la loi. On voit mal comment ce serait compatible avec l'objectif de l'encouragement de l'accession à la propriété, objectif qui figure dans la constitution. Je demande donc au Conseil fédéral:
1. si la loi fédérale sur l'harmonisation des impôts directs des cantons et des communes a véritablement pour objectif d'interdire toute mesure favorisant l'accession à la propriété;
2. s'il envisage, le cas échéant, de soumettre au Parlement un projet qui amende cette loi. Mitunterzeichner-Cosignataires: Baumberger, Bezzola, Bührer Gerold, Dettling, Eymann Christoph, Giger, Hegetschweiler, Meyer Theo, Miesch, Raggenbass (10) Schriftliche Begründung - Développement par écrit Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort. Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 20. September 1993 Rapport écrit du Conseil fédéral du 20 septembre 1993
1. Es trifft zu, dass die steuerliche Förderung eines Bausparmodells, wie es das Steuergesetz des Kantons Basel-Landschaft in Form der Abzugsfähigkeit gebundener Bausparrücklagen (Paragraph 29bis) seit 1991 kennt, im Steuerharmonisierungsgesetz (StHG) keine Grundlage findet. Die im Interesse der Harmonisierung der kantonalen Steuerordnungen abschliessende Aufzählung der zulässigen Abzüge in Artikel 9 StHG enthält keinen solchen Abzug. «Andere Abzüge» sind, unter Vorbehalt der Sozialabzüge, ausdrücklich ausgeschlossen (Abs. 4). Wohl sind nach dem StHG «Zinsen von Sparkapitalien» bis zu einem vom kantonalen Gesetzgeber zu bestimmenden Betrag abziehbar (Art. 9 Abs. 2Bst. g). Das basellandschaftliche Bausparmodell geht jedoch eindeutig über das hinaus, was das schweizerische Steuerrecht unter dem herkömmlichen Sparzinsenabzug üblicherweise versteht. Im Steuergesetz des Kantons Basel-Landschaft besteht denn auch eine klare Trennung zwischen diesen beiden Abzügen (Paragraph 29 Abs. 2 Bst. k und Paragraph 29bis). Aus diesen Gründen wäre der Abzug von Bausparrücklagen im genannten Sinn nach Ablauf der achtjährigen Anpassungsfrist (Art 72 StHG) von Bundesrechts wegen nicht mehr zulässig.
2. Dabei ist jedoch zu beachten, dass die Harmonisierungsgesetzgebung, wozu neben dem StHG auch das neue, auf den 1. Januar 1995 in Kraft tretende Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer (DBG) gehört, steuerlich das Wohneigentum auf andere Weise fördert Nach der bundesrätlichen Verordnung über die steuerliche Abzugsberechtigung für Beiträge an anerkannte Vorsorgeformen (BW 3), die für die Ein-- 2 of 3 -Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Interpellation Gardiol Regionalverkehr. Subventionierungsart Interpellation Gardiol Subventionnement du trafic régional en fonction des trainskilomètres In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1993 Année Anno Band IV Volume Volume Session Herbstsession Session Session d'automne Sessione Sessione autunnale Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 15 Séance Seduta Geschäftsnummer 93.3352 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 08.10.1993 - 08:00 Date Data Seite 2042-2043 Page Pagina Ref. No 20 023 308 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.
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