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Entscheid

93-3565

Verwaltungsbehörden 28.09.1994 93.3565

28. September 1994Deutsch18 min

Source admin.ch

Erwägungen

24.

Kantonen bereits vorliegen, wäre eine Änderung der Rechtsgrundlage zum jetzigen Zeitpunkt problematisch. Die Motion bringt auch nicht zum Ausdruck, was an der Zweckbestimmung des Massnahmenplans als verwaltungsinternes Koordinationsinstrument geändert werden müsste. Für eine Ablehnung der Motion spricht dazu, dass sich inzwischen die Revision des Umweltschutzgesetzes in der parlamentarischen Beratung befindet. Die Problematik der Massnahmenpläne kann demnach im Rahmen dieser Revision untersucht werden. Das sind für die Kommission die wichtigsten Gründe, die für die Ablehnung der Motion sprechen. Die Kommission ist jedoch gleichzeitig der Auffassung, dass sich der Bundesrat in seiner Berichterstattung über den Stand des Umweltschutzes in der Schweiz substantiell auch zur Bedeutung und Effizienz dieser Massnahmenpläne äussern muss. Der Vertreter des Bundesrates hat diese Zusicherung gegeben, dass im nächsten Umweltbericht «Zur Lage der Umwelt in der Schweiz» das Instrument «Massnahmenpläne gemäss Luftreinhalte-Verordnung» ausführlich dargestellt und über die damit gewonnenen Erfahrungen berichtet wird. Schule Kurt (R, SH) présente au nom de la Commission de l'environnement, de l'aménagement du territoire et de l'énergie (Ceate) le rapport écrit suivant: Prise de position du Conseil fédéral Dans sa prise de position du 30 novembre 1992, le Conseil fédéral se réfère à l'article 39 alinéa 1 er, à l'article 16 alinéas 2 et

3.

età l'article 17 de la loi sur la protection de l'environnement (LPE) qui lui confèrent expressément la compétence de décider des moyens appropriés pour atteindre les objectifs fixés dans la LPE. Le Conseil fédéral a rempli ce mandat en édictant les articles 31 à 34 de l'ordonnance du 16 décembre 1985 sur la protection de l'air (OPair). Le Conseil fédéral relève en outre que le Tribunal fédéral, dans sa pratique actuelle, n'a jamais remis en cause la légalité des plans des mesures. Le Conseil fédéral propose par conséquent de rejeter la motion. Considérations de la commission La commission se rallie pour l'essentiel à l'opinion du Conseil fédéral et du Tribunal fédéral concernant la légalité des plans des mesures. Le plan des mesures constitue un instrument de coordination interne à l'administration conforme aux objectifs fixés par la LPE. La commission constate à ce propos que la motion a été déposée huit ans après l'entrée en vigueur de la loi sur la protection de l'environnement et un an avant l'expiration du délai fixé pour l'élaboration des plans des mesures (art 31 al. 3 OPair). Les plans des mesures de 24 cantons ayant déjà été établis, une modification de la base légale ne manquerait pas de poser des problèmes à l'heure actuelle. La motion n'indique pas non plus en quoi l'affectation du plan des mesures en tant qu'instrument de coordination interne à l'administration devrait être modifiée. Au demeurant, le Parlement a entrepris une révision de la loi sur la protection de l'environnement II s'avérerait par conséquent plus judicieux de repousser celle-ci, la problématique des plans des mesures pouvant alors être étudiée dans le cadre de la révision. Tels sont donc, aux yeux de la commission, les principaux arguments en faveur du rejet de la motion. Cependant, de l'avis de la commission, le Conseil fédéral devra démontrer de manière substantielle l'importance et l'efficacité des plans des mesures dans son rapport sur l'état de la protection de l'environnement en Suisse. Le représentant du Conseil fédéral a assuré que l'instrument «Plans des mesures conformément à l'ordonnance sur la protection de l'air» serait présenté dans le prochain rapport «L'état de l'environnement en Suisse», lequel exposera également les résultats obtenus en la matière. Antrag der Kommission Die Kommission beantragt mit 8 zu 0 Stimmen bei 2 Enthaltungen, die Motion abzulehnen. Proposition de la commission La commission propose, par 8 voix sans opposition et avec

2.

abstentions, de rejeter la motion. Abgelehnt - Rejeté #ST# 93.3565 Motion Frick Schaffung eines Eidgenössischen Jugendparlamentes Institution d'un Parlement fédéral des jeunes Wortlaut der Motion vom 6. Dezember 1993 Der Bundesrat wird beauftragt, die organisatorischen und materiellen Grundlagen zu schaffen und gegebenenfalls die gesetzlichen Grundlagen vorzulegen, um die Eidgenössische Jugendsession zu einer festen, periodischen Einrichtung zu machen. Die Jugendsession, welche vergangenes Wochenende zum zweitenmal im Bundeshaus stattgefunden hat, ist ein Mittel zur politischen Integration und zum Verständnis zwischen den politischen Generationen. Sie fördert das demokratische Bewusstsein der Jugendlichen und ihr Verständnis für die politischen und parlamentarischen Institutionen. Sie ermöglicht den Jugendlichen aber auch, ihre politischen Anliegen zu artikulieren, eigene Ideen und Projekte zur eidgenössischen Politik zu lancieren. Damit wird der Meinungsaustausch zwischen ihnen und der Bundespolitik verbessert, und die Jugendsession kann den Parteien und den eidgenössischen Räten Impulse für ihre Arbeit vermitteln. Texte de la motion du 6 décembre 1993 Le Conseil fédéral est chargé de créer les bases matérielles et organisationnelles et, au besoin, d'élaborer les bases légales nécessaires pourfaire de la Session des jeunes une institution stable siégeant à intervalles réguliers. La Session des jeunes, qui s'est tenue le week-end dernier au Palais fédéral pour la seconde fois, est un instrument propre à favoriser l'intégration politique des jeunes et la compréhension entre les générations. Elle stimule la conscience démocratique des jeunes et leur permet de micomprendre les institutions politiques et parlementaires. Elle leur permet également d'exprimer ce qui leur tient à coeur, de formuler leurs -- 1 of 4 -Motion Frick 944 28 septembre 1994 idées et de présenter leurs projets en matière de politique fédérale. Elle constitue donc un forum qui favorise les échanges de vues entre les jeunes et les milieux politiques de la Confédération et qui est susceptible de donner des idées neuves aux partis et aux Chambres fédérales. Mitunterzeichner - Cosignataires: Beerli, Bisig, Bloetzer, Cottier, Huber, Küchler, Onken, Petitpierre, Piller, Plattner, Roth, Schiesser, Schule, Simmen, Zimmerli (15) Frick Bruno (C, SZ): Meine Motion, die von 15 Mitgliedern unseres Rates unterzeichnet worden ist, will den Bundesrat beauftragen, die organisatorischen und materiellen Grundlagen zu schaffen, um ein Eidgenössisches Jugendparlament zu institutionalisieren. Ich habe die Motion am 6. Dezember 1993 anlässlich der zweiten Jugendsession, die im Nationalratssaal durchgeführt wurde, eingereicht Ich war an der Vorbereitung beteiligt, indem ich half, die Sessionsteilnehmer aus der Innerschweiz vorzubereiten, und ich war auch als Zuschauer an der Session dabei. Diese Session legte Zeugnis von interessierten und verantwortungsbewussten Jugendlichen mit klaren Vorstellungen ab. Sie hat ihre Anregungen in drei Petitionen gefasst Andere politische Mittel haben die Jugendlichen ja nicht. Die drei Petitionen zu den Bereichen Arbeit und Bildung, Gewalt in der Gesellschaft und politische Partizipation wurden der Nationalratspräsidentin und unserem Ratspräsidenten übergeben. Unter anderem war in diesen Petitionen auch der Wunsch nach einer regelmässigen Jugendsession enthalten. Was soll eine Jugendsession? Sie ist ein ausgezeichnetes Mittel zur politischen Integration der Jugend und zum Verständnis zwischen den politischen Generationen. Sie fördert das demokratische Bewusstsein der Jugendlichen und ihr Verständnis für die politischen und parlamentarischen Institutionen. Dadurch erzielt sie ihre grösste Wirkung: sie schafft nämlich bei der Jugend Vertrauen in die Politik. Eine Jugendsession ermöglicht unseren jungen Mitbürgerinnen und Mitbürgern aber auch, ihre politischen Anliegen zu artikulieren und selber Ideen und Projekte zur eidgenössischen Politik zu lancieren. Damit wird zum einen der Meinungsaustausch zwischen der Jugend und uns als Vertretern der etablierten Politik verbessert, zum anderen vermittelt eine Jugendsession aber auch Impulse für unsere Arbeit. Ich darf Ihnen sagen, dass ich persönlich von den Ergebnissen der beiden Jugendsessionen profitiert habe. Der Austausch soll nicht bloss auf kantonaler und auf Gemeindeebene erfolgen, er muss ebenso auf Bundesebene stattfinden, denn Bern ist im politischen Bewusstsein der Jugend ein mindestens ebenso wichtiger Faktor wie Chur, Samen, Frauenfeld oder Delsberg. Es muss also unser Ziel sein, die Anliegen der Jugend ernst zu nehmen und die jungen Menschen mit unserer anspruchsvollen Demokratie vertraut zu machen. Die Jugend gewinnt nur, wer sich ernsthaft um sie kümmert. Simon Wiesenthal sagt, dass es die totalitären Ideologien zu allen Zeiten verstanden hätten, die unkritischen, unzufriedenen und enttäuschten Jugendlichen in ihren Bann zu ziehen, während - und das ist wichtig - die etablierte Politik zu sehr mit sich selber beschäftigt sei. Er hat so recht! Als etablierte Politikerinnen und Politiker ist es unsere Aufgabe, uns nicht bloss mit Lippenbekenntnissen zu begnügen, sondern den offenen Zugang der Jugend zum politischen Leben mitzugestalten und zu fördern. Es war gerade die Stärke der Jugendsession 1993, dass sie sich nicht zum ideologischen Vehikel machen liess. Sie hat sich damit wohltuend von der parteipolitisch vorgespurten ersten Jugendsession (1991) abgehoben. Das soll auch künftig so sein. Dass sich die Jugendlichen selber auf die Sache konzentriert haben, schlug sich in einer Reihe beachtenswerter politischer Eingaben zu Themen nieder, die unsere Jugend besonders beschäftigen. Wer diese Eingaben zur Kenntnis nimmt, sieht, dass unsere Jugend verantwortungsbewusst ist und verantwortungsbewusst mitgestalten will. Was die Ausgestaltung eines Jugendparlamentes und einer Jugendsession betrifft, so stelle ich mir - das in Abweichung zur eigentlichen Petition der Jugendsession - nicht ein institutionalisiertes Parlament analog zu National- und Ständerat vor, in das Jugendliche gewählt werden, die dann unsere Geschäfte aus ihrer Sicht vorberaten. Die Jugendsession soll ein Instrument sein, wo Jugendliche alljährlich politische Themen, die sie besonders betreffen, auf schweizerischer Ebene beraten und uns auch Impulse geben können. Wenn wir diesen Dialog pflegen, gewinnen wir auch die Jugend. In zwei Monaten findet hier im Parlament die dritte Jugendsession statt. Erklären wir heute, dass wir ihre Anliegen aufnehmen und bereit sind, die politische Integration der Jugend auch auf Bundesebene zu fördern! Wer von der Jugend morgen die politische, demokratische Dividende beziehen will, muss heute das politische Kapital investieren. Nun haben Sie, Frau Bundesrätin Dreifuss, in der Antwort auf die analoge Motion im Nationalrat erklärt, sie als Postulat entgegenzunehmen. Wie ich Sie verstanden habe, wollen Sie unser Anliegen prüfen, und zwar sogar noch breiter, als es die Motion verlangt, indem Sie nebst dem eigentlichen Jugendparlament noch weitere Formen jugendpolitischer Teilnahme prüfen und dabei auch die Ergebnisse der nächsten Jugendsession einbeziehen wollen. Mir ist das recht. Entscheidend ist, dass wir die Jugend als Partner ernst und für voll nehmen und dass wir das Vertrauen der Jugend in die politischen und demokratischen Institutionen fördern können. Ich bitte Sie, Frau Bundesrätin, sich bereit zu erklären, meine Motion in diesem Sinn als Postulat entgegenzunehmen, und das Geschäft rasch voranzutreiben. Den Rat bitte ich, diesen für unsere Jugend politisch wichtigen Markstein zu setzen. Dreifuss Ruth, conseillère fédérale: Je remercie M. Frick, non seulement d'avoir modifié la motion et d'avoir accepté qu'elle soit transformée en postulat, mais surtout d'avoir présenté ce problème ici. C'est un problème qui gagne en actualité semaine après semaine. Nous courons actuellement effectivement le risque de voir une partie de la jeunesse, de plus en plus grande peutêtre, se détourner de la politique, découragée par certains résultats, découragée par ce travail de Sisyphe qui est le sien. Je crois que dès que l'on prend au sérieux sa volonté d'agir politiquement dans le cadre des règles du jeu existant, on assiste au contraire à une énergie, à un dynamisme, à une volonté d'agir qui est extraordinaire. J'en veux pour preuve, par exemple, l'initiative populaire «pour notre avenir au coeur de l'Europe», mais aussi mon expérience de la semaine dernière avec le «Jugendrat» d'Obwald et la rencontre, que ce soit en Appenzell Rhodes-Extérieures ou à Genève, de ces jeunes qui s'engagent dans les Parlements des jeunes au niveau cantonal. Mais cela ne suffit pas; souvent leurs intérêts sont justement des intérêts qui portent plutôt sur la politique internationale, sur la politique d'environnement, par exemple, sur des domaines qui sont très clairement de la compétence de la Confédération, et c'est pourquoi nous devons veiller à ce qu'ils puissent s'exprimer à ce niveau. Le Conseil fédéral pense donc que les sessions des jeunes sont un moyen, parmi d'autres, de favoriser l'intégration des jeunes dans la vie politique et d'améliorer la compréhension entre les générations. Après la première session des jeunes en 1991, il s'est d'ailleurs déclaré prêt à soutenir financièrement une autre session des jeunes qui -vous venez de le dire - aura lieu les 11 et 12 novembre 1994. Elle sera axée sur les thèmes de l'environnement et du climat. C'est dire avec quel intérêt j'écouterai ce que les jeunes ont à nous dire, surtout lorsqu'on voit que déjà dans la première session ils s'étaient attachés à ce thème avec beaucoup de sérieux et avaient fait des propositions que votre Commission de l'environnement, de l'aménagement du territoire et de l'énergie en particulier et votre plénum avaient prises en considération. Les travaux préparatoires pour la session de novembre 1994 sont menés par un comité d'organisation qui a été institué par le Conseil suisse des activités de jeunesse, sur mandat de l'Office fédéral de la culture, et ces travaux préparatoires se poursuivent de façon satisfaisante. Le Conseil fédéral pense pourtant qu'une institutionnalisation d'un Parlement des jeunes au niveau fédéral comme le pro-- 2 of 4 -28. September 1994 945 Postulat Büttiker pose malgré tout la motion, en tout cas sous sa forme littérale vous y avez apporté des nuances dans votre présentation -, aurait des conséquences matérielles et organisationnelles importantes qu'il convient, dans l'état actuel des finances fédérales, mais également dans une volonté de faire participer le plus de jeunes possible, d'étudier avec soin. Instituer de façon permanente un Parlement des jeunes n'est d'ailleurs qu'une manière parmi d'autres pour les jeunes de participer à la vie politique et d'en influencer le cours. D'autres modèles pourraient tout aussi bien concourir à atteindre les buts fixés par vous-même et par votre collègue du Conseil national: communication entre les jeunes et la Confédération, développement de la conscience démocratique, meilleure intelligence des institutions parlementaires et politiques. Selon le Conseil fédéral, il convient donc d'étudier, sur la base des expériences faites lors des sessions qui ont déjà eu lieu, différents modèles, différentes formes de participation politique des jeunes, dont bien sûr l'institution d'un Parlement des jeunes. Il faudra tirer les enseignements des sessions des jeunes qui se sont également tenues aux échelons cantonaux et locaux La deuxième conférence des Parlements des jeunes, qui aura elle aussi lieu au mois de novembre prochain, examinera notamment la possibilité d'une coopération entre les Parlements des jeunes cantonaux et communaux de la Suisse. C'est une initiative extrêmement intéressante et les jeunes des différents cantons font déjà des échanges d'expériences de façon à ce que ce qui se passe dans un canton puisse également servir à leurs collègues d'un autre canton. La notion de participation constitue par ailleurs un élément prioritaire de la politique de la jeunesse du Conseil de l'Europe. Un groupe de travail du Comité directeur pour la coopération intergouvernementale, dont fait partie le responsable des services de la jeunesse de l'Office fédéral de la culture (OFC), est en train de préparer un projet de recommandation sur «la participation des jeunes et le futur de la société civile». Tel est le titre de cette recommandation qui sera soumise au Comité des ministres prochainement. Lorsque la question aura été soigneusement étudiée, le Conseil fédéral sera prêt à examiner, avec les organisations des jeunes, comment les sessions de ceux-ci et d'autres formes de participation politique des jeunes pourraient être institutionnalisées et intégrées dans la politique fédérale. Le Conseil fédéral examinera s'il est possible ou nécessaire de légiférer à cet effet. Vu son intention d'étudier toutes ces questions encore ouvertes, le Conseil fédéral demande donc que la motion Frick soit transformée en postulat C'est dire aussi qu'il accepte très volontiers le postulat que vous lui présentez et qu'il le traitera avec diligence. Überwiesen als Postulat- Transmis comme postulat #ST# 94.3067 Postulat Büttiker Maturitätstermin und Hochschulbeginn koordinieren Examens de maturité et entrée à l'université. Meilleure coordination Wortlaut des Postulates vom 1. März 1994 Der Bundesrat wird aufgefordert, die Initiative zu ergreifen, um in Zusammenarbeit mit den Kantonen eine bessere zeitliche Koordination von Mittelschulabschluss und Hochschulanschluss in der Schweiz zu erreichen. Texte du postulat du 1er mars 1994 Le Conseil fédéral est invité à prendre l'initiative afin d'obtenir, en collaboration avec les cantons, une meilleure coordination des dates des examens de maturité avec l'entrée à l'université. Mitunterzeichner - Cosignataires: Beerli, Bühler Robert, Loretan, Onken, Rhinow, Rhyner, Simmen (7) Büttiker Rolf (R, SO): In letzter Zeit bin ich wieder häufiger von Mittelschülerinnen und Mittelschülern darauf angesprochen worden, ob der Mittelschulabschluss zu Jahresbeginn (Frühjahr/Frühsommer), und der Hochschulbeginn im Oktober nicht besser aufeinander abgestimmt werden sollten. Worum geht es? Ein Teil der Mittelschüler in der Schweiz muss zwischen der Maturität und dem Studienbeginn an der Hochschule eine unfreiwillige Pause einlegen. Der direkte Anschluss an die Hochschule ist in mehreren Kantonen nicht mehr gewährleistet: Solothurn, Thurgau, teilweise Zürich, St. Gallen, Aargau usw. Während der Studienbeginn an den Hochschulen praktisch überall auf den Herbst (Oktober) fixiert ist, hat sich mit dem neuen Schulbeginn (etwa Mitte August), bei gleicher Dauer der Mittelschulzeit (viereinhalb Jahre) der Maturitätstermin in vielen Kantonen auf Jahresbeginn (Frühjahr/Frühsommer) verschoben. Um anschliessend ein Hochschulstudium aufzunehmen, muss in diesen Fällen eine Wartezeit von rund dreiviertel Jahren in Kauf genommen werden. In der Schweiz beginnen 17 Mittelschulen mit den Maturitätsprüfungen im Januar, 1 im März, 89 im Juni, 8 im Juli, 1 im August und 21 im September. Auf der anderen Seite stellen wir fest - und beklagen es auch -, dass in der Schweiz die Hochschulabsolventen im Vergleich zum Ausland zu alt werden und dass die Studiendauer zu lange ist. Die Schliessung der Lücke zwischen dem Mittelschulabschluss und dem Hochschulanschluss ist auch ein Instrument gegen die Jugendarbeitslosigkeit. Denn die Schliessung der zeitlichen Lücke zwischen Maturität und Hochschulbeginn verhindert auch, dass Mittelschulabgängerinnen und Mittelschulabgänger, die fast ein Jahr auf die Aufnahme des Studiums an einer Hochschule warten müssen, der Arbeitslosenkasse zur Last fallen. Denn in der heutigen Arbeitsmarktlage ist es für eine Absolventin oder für einen Absolventen der Mittelschule nicht einfach, einen befristeten Job zu finden. Das Problem wird auch nicht gelöst, wenn im neuen Arbeitslosenversicherungsgesetz eine Karenzfrist eingebaut wird. Für die Betroffenen wird die Wartezeit bis zum Hochschulbeginn um so härter, obwohl kein eigenes Verschulden vorliegt. Ein koordinierter, fliessender Übergang ist in der heutigen Zeit erwünscht. Angesichts dieser Tatsachen wäre es wohl sinnvoll, in der Schweiz den Mittelschulabschluss in den einzelnen Kantonen besser mit den Hochschulanschlüssen zu koordinieren und fliessende Übergänge zu machen. Allein, der Bund wird sich hinter dem Bildungsföderalismus in unserem Lande verschanzen und tatsächlich kaum über ein wirksames Instrument verfügen, die Maturitätstermine zu vereinheitlichen. Trotzdem wäre es wohl für den «Denkplatz Schweiz» von Vorteil, wenn der Bundesrat mit den kantonalen Erziehungsdirektoren in dieser Angelegenheit einmal ein ernsthaftes Wort sprechen würde. Man kann dem Postulat vorwerfen, es sei nicht richtig adressiert. Aber ich glaube, es bringt auch nichts, wenn man den kantonalen Erziehungsdirektoren in dieser Angelegenheit einen Brief schreibt. Als man den Bildungsartikel abgelehnte, sagte man auf der anderen Seite auch, der Bundesrat sollte in solchen Fällen die Angelegenheit mit den kantonalen Erziehungsdirektoren koordinieren. Es kommt noch ein anderes Argument dazu: Wir müssen auch an die Zusammenarbeit mit unseren europäischen Nachbarn denken. Sicher wäre es auch aus europäischer Sicht vorteilhaft, wenn die Prüfungstermine und die Studienbeginne gesamtschweizerisch harmonisiert würden. Es wäre also auch im Hinblick auf das grösser werdende Europa sinnvoll, die von Kanton zu Kanton unterschiedlichen Zeitspannen zwischen Maturitätstermin und Hochschulanschluss zu koordinieren. In diesem Sinne bitte ich Sie, der Überweisung des Postulates zuzustimmen.

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Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Motion Frick Schaffung eines Eidgenössischen Jugendparlamentes Motion Frick Institution d'un Parlement fédéral des jeunes In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1994 Année Anno Band III Volume Volume Session Herbstsession Session Session d'automne Sessione Sessione autunnale Rat Ständerat Conseil Conseil des Etats Consiglio Consiglio degli Stati Sitzung 07 Séance Seduta Geschäftsnummer 93.3565 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 28.09.1994 - 08:00 Date Data Seite 943-945 Page Pagina Ref. No 20 024 734 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.

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