94-2001
Verwaltungsbehörden 21.06.1995 94.2001
21. Juni 1995Deutsch147 min
Source admin.ch
21. Juni 1995 733 Petitionen muss logischerweise auch bei Artikel 81 MStG der Minderheit zugestimmt werden. Hier würde ja das gleiche gelten, wie es in Artikel 1 ZOG gegolten hat. Ich meine aber - da muss ich einen Vorbehalt machen -, dass sich auf der Fahne ein Fehler eingeschlichen hat. Auf der Fahne heisst es «gemäss Bundesrat», aber nach dem Protokoll stimmt die Kommission in Absatz 3 ganz eindeutig dem Nationalrat zu, denn der Satz «Der Richter kann den Täter aus der Armee ausschliessen» muss hier eingefügt werden. Bei Absatz 4 hat der Rat mit der Abstimmung bei Artikel 1 dem Antrag der Minderheit zugestimmt. Abs. 1-3, 5,6- AI. 1-3 5, 6 Angenommen - Adopté Abs. 4-AI. 4 Angenommen gemäss Antrag der Minderheit Adopté selon la proposition de la minorité Ziff. 5 Art. 82-84, 226 Antrag der Kommission Zustimmung zum Beschluss des Nationalrates Ch. 5 art. 82-84, 226 Proposition de la commission Adhérer à la décision du Conseil national Angenommen - Adopté Ziff. 6 Art. 16 Abs. 1 Antrag der Kommission Mehrheit Militärdienstpflichtige, die aus religiösen oder ethischen Gründen den bewaffneten Militärdienst.... Minderheit (Plattner, Huber, Schallberger, Ziegler Oswald) Zustimmung zum Beschluss des Nationalrates Ch. 6 art. 16 al. 1 Proposition de la commission Majorité Les hommes astreints au service militaire qui ne peuvent pour des motifs religieux ou éthiques concilier le service militaire armé.... Minorité (Plattner, Huber, Schallberger, Ziegler Oswald) Adhérer à la décision du Conseil national Ziegler Oswald (C, UR), Berichterstatter: Es gilt das gleiche wie bei Ziffer 5. Es muss der Minderheit zugestimmt werden. Hier stimmt die Fahne ebenfalls nicht («gemäss Bundesrat»), aber selbstverständlich bedeutet es auch hier «gemäss Nationalrat», weil sich der Nationalrat dem Bundesrat angeschlossen hat. Angenommen gemäss Antrag der Minderheit Adopté selon la proposition de la minorité Ziff. 7-10 Antrag der Kommission Zustimmung zum Beschluss des Nationalrates Ch. 7-10 Proposition de la commission Adhérer à la décision du Conseil national Angenommen - Adopté Ziff. 11 Art. 1 Abs. 1 Antrag der Kommission o. wer zufolge eines Aufgebots an einer Informationsveranstaltung des.... Ch. 11 art. 1 al. 1 Proposition de la commission o. quiconque prend part, sur convocation, à une séance d'information.... Ziegler Oswald (C, UR), Berichterstatter: In Ziffer 11 muss unter Buchstabe o beigefügt werden: «wer zufolge eines Aufgebots eine Informationsveranstaltung des....» Es geht darum, klar festzulegen, dass nicht jeder machen kann, was er will, um bei einem Unfall zu sagen, er sei im Dienst gewesen. Nur wer ein Angebot vorweisen kann, hat Anspruch auf Versicherungsschutz. Angenommen - Adopté Ziff. 11 Art. 4 Abs. 2; 8 Bst. v; 9 Abs. 3; 63; 67 Abs. 2; Ziff. 12-14 Antrag der Kommission Zustimmung zum Beschluss des Nationalrates Ch. 11 art. 4 al. 2; 8 let. v; 9 al. 3; 63; 67 al. 2; eh. 12-14 Proposition de la commission Adhérer à la décision du Conseil national Angenommen - Adopté Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble Für Annahme des Entwurfes 22 Stimmen (Einstimmigkeit) An den Nationalrat - Au Conseil national #ST# Petitionen Pétitions 94.2001 Petition Baiaster Anna-Maria Eidgenössische Abstimmungen. Rechte und Pflichten des Bundesrates Pétition Baiaster Anna-Maria Votations populaires. Droits et devoirs du Conseil fédéral Schmid Carlo (C, Al) unterbreitet im Namen der Staatspolitischen Kommission (SPK) den folgenden schriftlichen Bericht: Mit Eingabe vom 23. April 1993 verlangen die Petentinnen und Petenten eine gesetzliche Regelung über die Darstellung von Vor- und Nachteilen jeder eidgenössischen Vorlage durch den Bundesrat. Gemäss dieser Regelung soll der Bundesrat erstens die Vor- und Nachteile einer Vorlage sachgemäss und vollständig offenlegen, zweitens darf er als Gesamtbehörde nicht mit öffentlichen Geldern Propaganda machen. Beschwerden über die Nichteinhaltung dieser Bestimmungen wären an das Bundesgericht zu richten. Erwägungen der Kommission Der Nationalrat hat am 8. März 1995 von der Petition Kenntnis genommen und beschlossen, ihr keine Folge zu geben. Die Staatspolitische Kommission des Ständerates befasste -- 1 of 31 -Pétitions 734 21 juin 1995 sich an ihrer Sitzung vom 3. April 1995 mit der Petition und gelangte zu folgenden Schlüssen: Die im ebenfalls von der Staatspolitischen Kommission vorberatenen Bundesgesetz über die politischen Rechte vorgesehenen Bestimmungen betreffend Abstimmungserläuterungen und Beschwerdemöglichkeiten (Art. 11 Abs. 2; Art. 77 Abs. 1; Art. 79 Abs. 2 und 3) regeln den Problembereich ausreichend und es besteht kein weiterer Regelungsbedarf. Die in der Petition gemachten Vorschläge gehen zu weit und sind zum Teil auch unpraktikabel. Die in den vorgeschlagenen Formulierungen verwendeten Begriffe, wie z. B. «sachgemäss» und «vollständig» lassen zu viele Interpretationsmöglichkeiten offen. Die Kommission wehrt sich im weiteren dagegen, dass dem Bundesrat die Mittel zur Führung einer Informationskampagne entzogen werden und der Abstimmungskampf somit ganz den finanzstarken Interessengruppen überlassen würde. Die vorgesehene Beschwerdemöglichkeit an das Bundesgericht erachtet sie als unpraktikabel, weil dadurch je nach Situation Volksabstimmungen verschoben oder aufgehoben werden müssten. Zudem ist diese Beschwerdemöglichkeit an das Bundesgericht unter dem Gesichtspunkt der Gewaltentrennung als fragwürdig zu bezeichnen. Schmid Carlo (C, AI) présente au nom de la Commission des institutions politiques (CIP) le rapport écrit suivant: Les pétitionnaires ont déposé le 23 avril 1993 une requête par laquelle ils demandent que soit réglementée au niveau législatif la présentation par le Conseil fédéral des avantages et des inconvénients des projets traités au plan fédéral. Selon cette réglementation, le Conseil fédéral devra présenter les avantages et les inconvénients des projets sans omission ni parti pris, et, d'autre part, il ne devra pas puiser dans les fonds publics pourfaire de la propagande pour son opinion officielle. Enfin, il serait prévu une possibilité de faire recours devant le Tribunal fédéral si ces dispositions n'étaient pas respectées. Considérations de la commission Le 8 mars 1995, le Conseil national a pris connaissance de la pétition et décidé de ne pas y donner suite. La Commission des institutions politiques du Conseil des Etats a examiné la pétition le 3 avril 1995. Ses conclusions sont les suivantes: La commission a estimé que les dispositions de la loi fédérale sur les droits politiques - également examinée par elle relatives aux explications à donner par le Conseil fédéral et aux moyens de recours prévus (art. 11 al. 2; art. 77 al. 1er; art. 79 al. 2 et 3) sont aujourd'hui suffisantes, et qu'il n'y a donc pas lieu de compléter la réglementation actuelle. D'autre part, elle a estimé que les propositions que contient la pétition sont excessives, voire irréalisables. Elle a ainsi objecté que le texte proposé contenait des expressions pouvant donner lieu à des interprétations diverses, telles que «sans omission» ou «sans parti pris». De même, elle a refusé que soient retirés au Conseil fédéral les moyens financiers dont il a besoin pour conduire son activité d'information lors de votations populaires, car cela équivaudrait à laisser les puissants groupements d'intérêts occuper seuls le terrain. Par ailleurs, elle juge que la possibilité prévue de pouvoir introduire un recours auprès du Tribunal fédéral n'est guère réaliste, car ces recours se traduiraient selon toute vraisemblance par des retards dans les votations, ou même par des invalidations. Enfin, elle a considéré que du point de vue de la séparation des pouvoirs, un tel droit de recours n'était pas sans soulever certaines interrogations. Antrag der Kommission Die Kommission beantragt, von der Petition Kenntnis zu nehmen, ihr aber keine Folge zu geben. Proposition de la commission La commission propose de prendre acte de la pétition sans y donner suite. Angenommen - Adopté 94.2002 Petition Wälchli Philipp Vereinfachung und Verbesserung der Proporzwahlen Pétition Wälchli Philipp Simplification et amélioration des élections à la proportionnelle Schmid Carlo (C, AI) unterbreitet im Namen der Staatspolitischen Kommission (SPK) den folgenden schriftlichen Bericht: Mit Eingabe vom 9. Dezember 1993 schlägt der Petent Änderungen des Bundesgesetzes über die politischen Rechte vor. Diese sollen Vereinfachungen und Verbesserungen des seiner Ansicht nach unübersichtlichen und ungerechten geltenden Wahlverfahrens für den Nationalrat bringen. Dem Petenten geht es z. B. darum, sogenannte «Jux-Listen» zu verhindern, indem nur noch Listen eingereicht werden dürfen, auf denen mindestens so viele Namen enthalten sind, wie zwei Drittel der dem Kanton zustehenden Nationalratsmandate ausmachen. Indem auf jeder Liste jeder Name nur noch einmal aufgeführt werden darf, sollen «unübersichtlich und kunstvoll» zusammengestellte Listen verhindert werden. Damit in allen Kantonen die gleichen Voraussetzungen herrschen, soll ein einheitlicher Wahlzettel an alle Stimmberechtigten verteilt werden, auf dem zwei Linien enthalten sind. Die erste Linie ist für eine Parteibezeichnung vorgesehen, die andere für den von der Wählerin oder dem Wähler bevorzugten Kandidaten. Somit hätten alle Stimmberechtigten nur noch zwei Stimmen, und das Panaschieren hätte nach Ansicht des Petenten in allen Kantonen die gleiche Wirkung. Erwägungen der Kommission Der Nationalrat hat am 8. März 1995 von der Petition Kenntnis genommen und beschlossen, ihr keine Folge zu geben. Die Staatspolitische Kommission des Ständerates befasste sich an ihrer Sitzung vom 3. April 1995 mit der Petition und gelangte zu folgenden Schlüssen: Die Kommission teilt die Ansicht des Petenten nicht, dass das geltende Wahlverfahren für die Wählerinnen und Wähler zu unübersichtlich ist. Die äusserst geringe Zahl leerer und ungültiger Wahlzettel (1,4 Prozent bei den Wahlen von 1991, vgl. BB11991 IV 672-898) weist darauf hin, dass die Wählenden sehr wohl mit dem Verfahren umzugehen wissen. Ebenso kann die Kommission dem Argument nicht folgen, dass die Möglichkeit des Panaschierens gemäss aktuellem Wahlrecht eine Ungleichbehandlung der Stimmberechtigten in den Kantonen mit verschiedenen Mandatszahlen darstellen soll: Jegliches Panaschieren schwächt die eigene Vorzugspartei ausnahmslos im entsprechenden Ausmass. Im weiteren ist darauf hinzuweisen, dass das vom Petenten befürchtete «leichte» Entstehen leerer Plätze nach Erschöpfung einer Liste, welches eine Ergänzungswahl ohne Urnengang erforderlich macht, in der Praxis bisher äusserst selten vorkam. Die Kommission sieht deshalb hier keinen Handlungsbedarf. Die vom Petenten vorgeschlagenen Änderungen bringen nach Ansicht der Kommission kaum Verbesserungen des geltenden Nationalratswahlrechts, sondern schränken im Gegenteil sowohl die Möglichkeiten der politischen Gruppierungen wie auch der Wählerinnen und Wähler in unnötiger Weise ein. Die Vorschlagsfreiheit der Parteien wird eingeschränkt, indem es für kleinere Gruppierungen schwieriger wird, eine Liste zusammenzustellen. Für die Wählerinnen und Wähler bedeuten die Vorschläge eine Einschränkung der Ausdrucksmöglichkeiten, können sie doch nur noch zwei Stimmen (für eine Partei und einen Kandidaten) vergeben. Will eine Wählerin oder ein Wähler keiner Partei seine Stimme geben und füllt nur die Kandidatenlimite aus, dann -- 2 of 31 -21. Juni 1995 735 Petitionen würde dies gemäss dem vorgeschlagenen System als Parteistimme für die Partei des Kandidaten zu Buche schlagen. Damit ist die eigentliche Absicht des oder der Wählenden, nämlich keiner Partei die Stimme zu geben, vereitelt. Schmid Carlo (C, AI) présente au nom de la Commission des institutions politiques (CIP) le rapport écrit suivant: Le 9 décembre 1993, le pétitionnaire proposait une modification de la loi fédérale sur les droits politiques censée améliorer et simplifier la procédure d'élection au Conseil national, selon lui obscure et inéquitable. Il s'agit, pour le pétitionnaire, par exemple, d'éviter ce qu'il est convenu d'appeler les listes «Jux» en n'autorisant le seul dépôt de listes contenant au moins autant de noms d'appeler les listes «Jux» en n'autorisant le seul dépôt de listes contenant au moins autant de noms jusqu'à concurrence des deux tiers des sièges au Conseil national à disposition du canton concerné. En n'admettant que la seule possibilité de ne faire figurer sur chaque liste, chaque nom une seule fois, les listes «confuses et artificielles» dues au panachage devraient disparaître. Afin que dans tous les cantons les mêmes conditions soient applicables, il y a lieu de distribuer un bulletin de vote uniforme à tous les candidats, bulletin contenant deux lignes: la première, pour la dénomination du parti, la seconde, pour le candidat choisi par l'électeur qui n'aurait ainsi plus que deux voix; ce faisant, le pétitionnaire estime que le panachage aurait les mêmes effets dans tous les cantons. Considérations de la commission Le 8 mars 1995, le Conseil national a pris acte de la pétition et décidé de ne pas y donner suite. La Commission des institutions politique du Conseil des Etats a examiné la pétition le 3 avril 1995. Ses conclusions sont les suivantes: La commission ne partage pas l'avis du pétitionnaire relatif à la procédure d'élection en vigueur, qui manque de transparence pour l'électeur. Le nombre très faible de bulletins nuls (1,4 pour cent lors des élections de 1991; cf. FF 1991 IV 658-887) semble indiquer que les électeurs connaissent fort bien la procédure actuelle. De la même manière, la commission ne peut suivre les arguments du pétitionnaire qui voit dans les possibilités du panachage selon le droit actuel un traitement inéquitable des votants dans les cantons qui ne comptent pas le même nombre de mandats: tout panachage affaiblit proportionnellement, sans exception le parti de préférence. En outre, il y a lieu d'observer que le risque de voir se créer facilement des places vacantes avec élection complémentaire sans opérations électorales ne s'est que rarement réalisé. Par conséquent, la commission ne voit en l'occurrence aucune lacune à combler. Les améliorations proposées par le pétitionnaire n'apportent guère d'améliorations du droit en vigueur en la matière, aux yeux de la commission; au contraire, ces suggestions sont de nature à restreindre inutilement aussi bien les possibilités de regroupement politique que celles offertes aux électeurs. La liberté des partis en sera réduite du moment qu'ils sera plus difficile aux petits groupes de constituer une liste. S'ils ne peuvent donner que deux voix (pour un parti et pour un candidat) de telles propositions représentent une limitation des possibilités d'expression des électeurs. Et si un électeur n'entend donner sa voix à aucun parti, mais seulement à un candidat, le système proposé profiterait au parti du candidat porté sur le bulletin de vote. Ainsi, l'intention de l'électeur de ne pas donner sa voix à un parti est contrecarrée. Antrag der Kommission Die Kommission beantragt, von der Petition Kenntnis zu nehmen, ihr aber keine Folge zu geben. Proposition de la commission La commission propose de prendre acte de la pétition sans y donner suite. Angenommen - Adopté 94.2034 Pétition Verein gegen Tierfabriken Weidetiere statt Biodiesel Pétition Association contre les fabriques d'animaux Animaux de pâturage au lieu de biodiesel Simmen Rosmarie (C, SO) unterbreitet im Namen der Kommission für Wirtschaft und Abgaben (WAK) den folgenden schriftlichen Bericht: Der Verein gegen Tierfabriken fordert in seiner Petition vom 2. Mai 1994, das Landwirtschaftsgesetz in dem Sinne zu ändern, dass für Rapspflanzungen, die der Herstellung von Biodiesel dienen, keine Bundessubventionen und Forschungsgelder mehr ausgerichtet werden dürfen, solange Intensivtierhaltungen erlaubt sind. In der Schweiz verbringen Millionen von Nutztieren ihr Leben in Intensivhaltungen. Sie sehen nie den Himmel, die Sonne oder eine grüne Wiese. Unter diesen Umständen ist es geradezu zynisch, wenn Agrotechnokraten von 50 000 Hektaren nicht benötigtem Landwirtschaftsland in der Schweiz sprechen, das für den Rapsanbau zur Produktion von Biodiesel genutzt werden könnte. Das Bundesamt für Landwirtschaft hat für Biodiesel-Versuche mehr Geld zur Verfügung gestellt als für den gesamten Biolandbau, von den Almosen für die kontrollierte Freilandtierhaltung ganz zu schweigen. Das Bundesamt für Landwirtschaft subventioniert nach wie vor die Agro-Profiteure, die mit viel Chemie und Massentierhaltungen wirtschaften. Die Förderung des Rapsanbaus ist eine technokratische Massnahme nach altem Muster. Biolandbau und Freilandtierhaltung dienen nur der Volksberuhigung, werden aber weiterhin nicht echt gefördert. Erwägungen der Kommission Die Kommission befasste sich am 27. April 1995 mit dieser Petition. Die Kommission schliesst sich dabei der Stellungnahme des Eidgenössischen Volkswirtschaftsdepartementes an, das auf verschiedene unkorrekte Aussagen der Petition hinweist. So beliefen sich 1993 die Ausgaben für die kontrollierte Freilandtierhaltung auf 5,4 Millionen Franken und auf 0,5 Millionen Franken für die nachwachsenden Rohstoffe, zu denen auch die besagten Rapspflanzungen gehören. Im Gegensatz zu den Darstellungen in der Petition sind die Normen der Tierhaltung in unserem Land viel strenger als in unseren Nachbarländern. Kein anderes Land kennt ein so strenges Tierschutzgesetz wie die Schweiz. Der Wechsel von der traditionellen Tierhaltung zur kontrollierten Freilandhaltung ist für die Landwirte mit Vor- und Nachteilen verbunden. Ein Nachteil sind die Mehrkosten, die durch zusätzliche Arbeit oder bauliche Investitionen entstehen. Dem stehen wirtschaftliche Vorteile wie bessere Gesundheit und höhere Fruchtbarkeit gegenüber. Die Beiträge werden unter Berücksichtigung dieser Mehr- und Minderkosten und allfälliger höherer Verkaufserlöse bemessen. Die nachwachsenden Rohstoffe werden in der Schweiz aus verschiedenen Gründen gefördert: Sie können zur zurückhaltenden Nutzung unserer fossilen Rohstoffe und zum Umweltschutz beitragen (Verringerung des Treibhauseffektes, abbaubare Produkte usw.); ein Teil der heute genutzten Fläche im Pflanzenbausektor wird bis zum Jahre 2002 frei; die Produktion von nachwachsenden Rohstoffen bildet eine Alternative bei der Nutzung dieser Flächen und trägt zu Erwerbsmöglichkeiten auf dem Land bei. Auch ist zu erwähnen, dass in der Europäischen Union die Produktion von Zucker, Stärke und Raps zu Nichtnahrungszwecken stark gefördert wird.
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Pétitions 736 21 juin 1995 Simmen Rosmarie (C, SO) présente au nom de la Commission de l'économie et des redevances (CER) le rapport écrit suivant: L'Association contre les fabriques d'animaux a déposé une pétition le 2 mai 1994. Celle-ci demande que l'on modifie la loi sur l'agriculture dans le sens où on n'accorde plus de subventions fédérales et de crédits de recherche à la culture de colza destinée à la production de biodiesel, tant que l'élevage intensif sera encore autorisé. En Suisse, des millions d'animaux passent leur vie dans des conditions d'élevage intensif. Ils ne voient jamais le ciel, le soleil ou même un pré vert. Dans une telle situation, il est particulièrement cynique que des agrotechnocrates parlent de 50 000 hectares de terrain agricole dont on pourrait disposer pour la culture de colza servant à la production de biodiesel. L'Office fédéral de l'agriculture a accordé plus d'argent pour ces essais de production de biodiesel que pour l'ensemble de la culture biologique, sans parler de la détention contrôlée d'animaux en plein air pour laquelle il faut demander l'aumône. Comme toujours, l'Office fédéral de l'agriculture subventionne les agroprofiteurs qui produisent avec beaucoup de chimie et qui font de l'élevage intensif. L'encouragement de la culture de colza est typiquement une mesure technocratique. La culture biologique et la détention d'animaux en plein air ne servent qu'à tranquilliser la population et ne sont jamais véritablement encouragées. Considérations de la commission La commission a traité cette pétition le 27 avril 1995. La commission se rallie à l'avis du Département fédéral de l'économie publique. Ce dernier fait savoir que la pétition comprend plusieurs erreurs. En 1993, par exemple, les dépenses se montaient à 5,4 millions de francs pour la détention contrôlée d'animaux en plein air et à 0,5 million de francs pour les matières premières renouvelables dans le cadre duquel s'inscrit la production de biodiesel. Contrairement à ce que prétend la pétition, les normes de détention des animaux sont beaucoup plus sévères dans notre pays que chez nos voisins. La Suisse est le seul pays à avoir une loi aussi restrictive sur la protection des animaux. Pour les agriculteurs, le passage de la production animale traditionnelle à la détention contrôlée d'animaux en plein air s'accompagne d'avantages et d'inconvénients. D'un côté, la charge additionnelle en travail et les investissements liés à la construction engendrent des coûts supplémentaires. De l'autre, des avantages financiers se dégagent au niveau de la santé et de la fécondité du bétail. Le montant des contributions se calcule en fonction de ces différents coûts et tient compte de recettes éventuellement plus élevées. Dans notre pays, la production et l'utilisation de matières premières renouvelables bénéficie d'un soutien pour diverses raisons. Elles peuvent apporter une contribution à l'exploitation modérée de nos ressources fossiles et à la protection de notre environnement (réduction des émissions à effet de serre, produits biodégradables, etc.). Une partie de la surface exploitée actuellement dans le secteur de la production végétale se libérera d'ici l'an 2002. La production de matières premières renouvelables constitue une alternative pour l'utilisation de ces surfaces et contribue ainsi au maintien d'une activité dans l'espace rural. A noter que l'Union européenne apporte un soutien non négligeable à la production de sucre, d'amidon et de colza destinés à des fins autres que l'alimentation. Antrag der Kommission Die Kommission beantragt einstimmig, von der Petition Kenntnis zu nehmen, ihr aber keine Folge zu geben. Proposition de la commission La commission propose, à l'unanimité, de prendre acte de la pétition sans y donner suite. Angenommen - Adopté 95.2002 Pétition Nespeca Antonio Stelleninserate mit Diskriminierungen aufgrund des Alters oder der äusseren Erscheinung Pétition Nespeca Antonio Discrimination selon l'état civil dans les offres d'emploi paraissant dans la presse Simmen Rosmarie (C, SO) unterbreitet im Namen der Kommission für Wirtschaft und Abgaben (WAK) den folgenden schriftlichen Bericht:
Erwägungen
1.
Inhalt der Petition Unser Land macht seit über fünf Jahren eine konjunkturelle und strukturelle Entwicklung durch, die in der Arbeitswelt zu widersprüchlichen Situationen geführt hat und unsere Gesellschaft entscheidend prägt. Man hat die Grundbedingungen dafür geschaffen, um den Menschen im Produktionsprozess wie einen leblosen Betriebsfaktor einzusetzen: wie eine Maschine, einen elektronischen Apparat oder eine technische Einrichtung. Die Frucht seiner Arbeit dient der Aufrechterhaltung des Systems und sein Lohn wird vollumfänglich vom Überbau verschlungen, der sich seiner Grundbedürfnisse «annimmt». Folge davon ist, dass die Arbeit dorthin verlagert wird, wo die Arbeitskosten geringer sind. Die in den Printmedien und den elektronischen Medien erscheinenden Stellenangebote weisen in den meisten Fällen zwei diskriminierende Aspekte auf: Sie enthalten Angaben zum Alter und zur äusseren Erscheinung. Der Arbeitsmarkt beschränkt sich auf die Altersgruppe bis zum 35. oder höchstens bis zum 40. Lebensjahr (in Ausnahmefällen bis zum
45.
Lebensjahr), sowie auf Personen, die leistungsfähig und dynamisch sind (bei Männern) oder die ein ansprechendes Äusseres haben (bei Frauen). Dies ist eine widerliche Diskriminierung, weil diese Anforderungen nichts mit dem individuellen Arbeitswillen zu tun haben. Wer seine Stelle im Alter zwischen 40 und 45 Jahren verliert, ist praktisch zum vornherein von einer Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt ausgeschlossen. Der Bund soll deshalb Bestimmungen erlassen, mit denen gewährleistet wird, dass alle Bürgerinnen und Bürger auf dem Arbeitsmarkt gleiche Chancen haben. Die Rechtsgrundlage für die Beseitigung systematischer Diskriminierungen ist in der Bundesverfassung bereits vorhanden. Es soll also verboten werden, in der Schweiz in den Printmedien und elektronischen Medien Stellenanzeigen zu veröffentlichen oder zu verbreiten, welche eine Anstellung vom Kriterium des Alters, des Geschlechts oder der äusseren Erscheinung oder von anderen nicht berufsspezifischen und als diskriminierend aufzufassenden Anforderungen abhängig machen. In Ergänzung dazu sollen Massnahmen zur Beseitigung der wirtschaftlichen und institutionellen Hindernisse getroffen werden, die die Betriebe mit hohen Kosten für die über Vierzigjährigen belasten. Gemeint sind hier namentlich die obligatorischen Vorsorgeeinrichtungen, die denjenigen, für deren langfristigen Schutz sie ursprünglich geschaffen wurden, offensichtlich mehr schaden als nützen. Sollte die Diskriminierung aufgrund des Alters oder der äusseren Erscheinung absurderweise zu den vertretbaren Grundsätzen unserer Gesellschafts- und Wirtschaftsordnung gehören, so wären diejenigen Personen als erwerbsunfähig zu erklären, die vom Handicap des Alters betroffen sind und nachweisen können, dass sie ohne eigenes Verschulden nicht mehr in den Arbeitsmarkt eingegliedert worden sind und die nach zwei Jahren erfolgloser Stellensuche keinen Anspruch mehr auf Arbeitslosengeld oder auf eine Unterstützung im Rahmen der Krisenmassnahmen haben. Diesen Personen wäre als Überbrückung bis zum Bezug der Altersrente eine «zivile Invalidenrente» auszurichten.
2.
Stellungnahme des EVD vom 13. Dezember 1994
-- 4 of 31 --
21.
Juni 1995 737 Petitionen Es trifft zu, dass gewisse Personen sich auf dem Arbeitsmarkt aufgrund ihres Alters, ihres Geschlechtes oder ihrer äusseren Erscheinung diskriminiert fühlen können. Allerdings handelt es sich dabei um subjektiv empfundene Diskriminierungen, die auch aufgrund anderer Kriterien (mangelnde Berufserfahrung der Jugendlichen usw.) bestehen. Das Arbeitslosenversicherungsgesetz enthält Bestimmungen, die den Zugang zu Unterstützungs- und Wiedereingliederungsmassnahmen von schwer vermittelbaren Personen erleichtern. Das Alter wird dabei ausdrücklich als entscheidendes Kriterium genannt. Es scheint uns übertrieben, im Zusammenhang mit dem Alterskriterium von einer Diskriminierung zu sprechen. Das Alter der betroffenen Personen kann bei der Eingliederung oder Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt wohl ein Problem sein, doch sieht die geltende Gesetzgebung Möglichkeiten zur Milderung der Folgen vor, die daraus entstehen können. Ein Verbot jeglicher Altersbegrenzung bei Stellenausschreibungen wäre in diesem Zusammenhang wirkungslos, denn es könnte die Arbeitgeber in der Praxis nicht daran hindern, bei der engeren Auswahl nach Kriterien vorzugehen, die in der Ausschreibung nicht erwähnt wurden; damit würde nur die Transparenz der Stellenausschreibungen beeinträchtigt. Was die Diskriminierung aufgrund der Geschlechtszugehörigkeit betrifft, ist insbesondere auf das Gleichstellungsgesetz hinzuweisen, das zurzeit noch in parlamentarischer Beratung steht. Dieser Gesetzentwurf sieht vor, Diskriminierungen aufgrund des Geschlechts am Arbeitsplatz und bei der Anstellung zu verbieten. Im Zusammenhang mit den ergänzenden Anträgen des Petenten ist auf zwei Studien hinzuweisen, die vom Bundesamt für Sozialversicherung in Auftrag gegeben worden waren. Diese haben gezeigt, dass den Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen aus dem Gesetz über die berufliche Vorsorge keine Nachteile erwachsen, dass die Arbeitgeber keine Stellenbewerber oder Stellenbewerberinnen aufgrund der Vorsorgekosten ausklammern und dass diese Kosten bei der Personalauslese weder einen entscheidenden noch einen negativen Faktor darstellen. Die Ausrichtung einer «zivilen Invalidenrente» an jede Person, die einzig aufgrund des Alterskriteriums als erwerbsunfähig erklärt wird, widerspräche den Bestimmungen des geltenden Rechts, insbesondere jenen des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, und würde den Eingliederungsbestrebungen im Rahmen dieses Gesetzes sowie des Arbeitslosenversicherungsgesetzes zuwiderlaufen. Zusammenfassend ist zu sagen, dass die geltende Gesetzgebung genügend ausgestaltet ist, um extremen Situationen und einer allzu starken Beanspruchung unserer Sozialeinrichtungen vorzubeugen und dass deshalb die Forderungen des Petenten abzulehnen sind. Erwägungen der Kommission Die Kommission behandelte diese Petition am 27. April 1995. Sie schloss sich im wesentlichen den Ausführungen des EVD an. Simmen Rosmarie (C, SO) présente au nom de la Commission de l'économie et des redevances (CER) le rapport écrit suivant:
1.
Objet de la pétition L'évolution conjoncturelle et structurelle qui caractérise notre pays depuis plus de 5 ans a amené, dans le monde du travail, des situations paradoxales qui marquent profondément la réalité sociale dans notre pays. On a créé les conditions de base pour utiliser l'individu dans le circuit de production à la manière d'un élément inanimé tel qu'une machine, un appareil électronique, ou une structure technique. Le fruit de son salaire sert à réalimenter le système et son salaire est réabsorbé intégralement par les superstructures qui prennent «soin» de ses besoins primaires. Conséquence: le travail émigré là où il coûte le moins cher. Les offres d'emploi diffusées dans la presse écrite ou électronique sur le territoire suisse comportent pour la plupart deux exigences discriminatoires: l'âge et la prestance. Le marché du travail est confiné à la tranche des moins de
35.
ans, au maximum 40, exceptionnellement 45, et à des personnes dynamiques (si elles sont de sexe masculin) ou de belle apparence (s'il s'agit de femmes). C'est là une discrimination abjecte parce qu'elle repose sur des facteurs indépendants de la volonté individuelle. Si quelqu'un perd son emploi entre 40 et 45 ans, sa réinsertion dans le monde du travail est pratiquement exclue a priori. Par conséquent, je propose que la Confédération édicté les dispositions nécessaires pour garantir aux citoyens l'égalité des chances dans le monde du travail. La base légale permettant d'éliminer ces discriminations systématiques existe dans la constitution. Il y a donc lieu d'interdire la publication et la diffusion sur le territoire national de toutes les offres d'emploi qui comportent des restrictions de candidature en fonction de l'âge, du sexe, de l'apparence physique, ou de toute autre caractéristique pouvant être considérée comme discriminatoire et de caractère non professionnel. Subsidiairement, je propose que soient prises les mesures nécessaires pour éliminer les obstacles économiques et institutionnels qui alourdissent le coût des plus de 40 ans pour les entreprises. Je me réfère en particulier aux caisses de retraite et de prévoyance obligatoires qui se révèlent plus dommageables qu'utiles pour les personnes à la protection desquelles elles sont destinées. Si la discrimination en raison de l'âge et de l'aspect physique devait, par une hypothèse absurde, faire partie des principes défendables de notre système social et productif, toute personne frappée du handicap de l'âge qui puisse prouver n'avoir pas pu se réinsérer dans le monde du travail sans faute de sa part et pour laquelle les indemnités de chômage, de même que l'aide au titre des mesures de crise, sont épuisées, après deux ans de recherches infructueuses, sera déclarée inapte au travail et recevra une rente d'invalidité civile, dans l'attente de la rente de vieillesse.
2.
Rapport du DFEP du 13 décembre 1994 II est exact que certaines personnes peuvent se sentir discriminées sur le marché du travail en fonction de leur âge, de leur sexe ou de leur apparence physique. Ce sentiment de discrimination revêt cependant un caractère subjectif et il existe également en fonction d'autres critères (le manque d'expériences professionnelles dont souffrent les jeunes, etc.). La loi sur l'assurance-chômage contient des dispositions destinées à faciliter l'accès aux mesures d'aide et de réinsertion des personnes dont le placement est difficile. L'âge y est expressément reconnu comme critère déterminant. Parler de discrimination en fonction de critères d'âge nous semble exagéré. S'il est exact qu'il y a un problème d'insertion ou de réinsertion dans le marché du travail en fonction de l'âge des personnes concernées, la législation en vigueur offre les possibilités d'en amenuiser les conséquences. L'idée d'interdire toute référence à l'âge des candidats à l'emploi serait dans ce contexte dénuée d'effets; elle n'empêcherait dans la pratique en rien les employeurs d'axer leur choix final en fonction de critères qu'ils n'auraient pas indiqués dans l'offre d'emploi, nuisant ainsi à la transparence. En ce qui concerne la discrimination selon le sexe, il convient de signaler en particulier le projet de loi fédérale sur l'égalité entre femmes et hommes qui fait encore l'objet de débats parlementaires. Ce projet de loi introduit l'interdiction de discrimination à raison du sexe dans l'emploi, y compris lors de l'embauche. Pour ce qui est des propositions subsidiaires, deux études sérieuses commandées par l'Office fédéral des assurances sociales ont révélé que les travailleurs ne sont pas pénalisés en fonction de la législation sur la prévoyance professionnelle. Il a été établi par l'enquête que les employeurs n'éliminent pas les candidats en fonction du coût de la prévoyance professionnelle et que ce coût n'est pas un facteur déterminant ni aggravant pour la sélection du personnel. L'octroi de rentes invalidité «civile» à toute personne déclarée inapte au travail en fonction du seul critère de l'âge est contraire aux dispositions légales du droit actuel, en particu-- 5 of 31 -Pétitions 738 21 juin 1995 lier de la loi fédérale sur l'assurance-invalidité, et contrevient également aux efforts d'insertion développés tant dans le cadre de cette assurance que dans le cadre de l'assurancechômage. En résumé, nous estimons que la législation actuelle offre les garde-fous nécessaires pour éviter les situations extrêmes ainsi qu'une trop grande attractivité du système social et nous combattons les propositions faites par le pétitionnaire. Considérations de la commission La commission a traité cette pétition le 27 avril 1995. Elle se rallie pour l'essentiel aux considérations du DFEP. Antrag der Kommission Die Kommission beantragt einstimmig, von der Petition Kenntnis zu nehmen, ihr aber keine Folge zu geben. Proposition de la commission La commission propose, à l'unanimité, de prendre acte de la pétition sans y donner suite. Angenommen - Adopté 95.2003 Petition Jugendsession 1994 Ökobonus Pétition Session des jeunes 1994 Ecobonus Schule Kurt (R, SH) unterbreitet im Namen der Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie (Urek) den folgenden schriftlichen Bericht:
1.
Wortlaut der Petition Wir fordern die Wiederaufnahme der parlamentarischen Gespräche über den Ökobonus.
2.
Begründung Vor einigen Jahren war der Ökobonus als eine Möglichkeit der Lenkungsabgabe sehr stark im Gespräch, aber es wurde nichts unternommen. In den letzten Monaten/Jahren wird kaum noch darüber diskutiert. Die Jugendsession fordert nun, dass die Gespräche wieder aufgenommen werden, und das Parlament sich überlegt, ob und wie der Ökobonus eingeführt werden könnte. Da der Ökobonus eigentlich ein gebräuchlicher und verankerter Ausdruck ist, werden wir ihn hier nicht umschreiben.
3.
Stellungnahme des EDI vom 9. Februar 1995
1.
Der Ökobonus wurde in den Jahren 1991/92 im Zusammenhang mit der Massnahmenplanung zum Luftreinhaltekonzept des Bundesrates eingehend geprüft. Zwei Varianten standen damals zur Diskussion, nämlich die Erhebung der Abgabe über die Belastung der Treibstoffe und die Erhebung über die zu erfassenden Fahrleistungen. Beide Varianten sind schwierig zu vollziehen. Bei der treibstoffabhängigen Variante kann sich je nach Preisverhältnissen das Problem des Tanktourismus über die Grenze stellen, bei der fahrleistungsabhängigen Variante hätte eine neue Technologie zur Erfassung der Fahrleistungen entwickelt werden müssen. Feldversuche mit vorhandener Technologie (Radumdrehungszähler) haben gezeigt, dass eine grosse Anzahl der in der Schweiz verkehrenden Fahrzeuge damit nicht ausrüstbar wäre.
2. Der Bundesrat hat am 7. Dezember 1992 beschlossen, die Einführung des Ökobonus nicht mehr weiterzuverfolgen. Ausschlaggebend für diesen Entscheid waren nicht nur die erwähnten Vollzugsprobleme. Vielmehr war eine Bereinigung zwischen den diskutierten Lenkungsabgaben im Energie- und Verkehrsbereich (Ökobonus, CC>2-Abgabe) und der damals sich abzeichnenden Erhöhung der Treibstoffzölle notwendig geworden. Der Bundesrat hat dabei auf den Ökobonus zugunsten der C02-Abgabe und der Treibstoffzollerhöhung verzichtet. Die C02-Abgabe beinhaltet die zentrale Idee des Ökobonus. Die Vernehmlassungsvorlage zur CO2-Abgabe sieht nämlich vor, den grössten Teil der Einnahmen wieder an Bevölkerung und Wirtschaft zurückzuerstatten.
2. Der Bundesrat hat am 7. Dezember 1992 beschlossen, die Einführung des Ökobonus nicht mehr weiterzuverfolgen. Ausschlaggebend für diesen Entscheid waren nicht nur die erwähnten Vollzugsprobleme. Vielmehr war eine Bereinigung zwischen den diskutierten Lenkungsabgaben im Energie- und Verkehrsbereich (Ökobonus, CC>2-Abgabe) und der damals sich abzeichnenden Erhöhung der Treibstoffzölle notwendig geworden. Der Bundesrat hat dabei auf den Ökobonus zugunsten der C02-Abgabe und der Treibstoffzollerhöhung verzichtet. Die C02-Abgabe beinhaltet die zentrale Idee des Ökobonus. Die Vernehmlassungsvorlage zur CO2-Abgabe sieht nämlich vor, den grössten Teil der Einnahmen wieder an Bevölkerung und Wirtschaft zurückzuerstatten.
3. Das Eidgenössische Departement des Innern sieht zurzeit keine Veranlassung, auf den Ökobonus zurückzukommen. Im Vordergrund steht die Einführung der CO2-Abgabe, über die vom März bis September 1994 die Vernehmlassung durchgeführt worden ist. Über das weitere Vorgehen wird der Bundesrat voraussichtlich im Frühjahr 1995 entscheiden. Erwägungen der Kommission Die Kommission behandelte am 24. Februar 1995 die neun ihr zugewiesenen Petitionen der Jugendsession 1994 gemeinsam. Zur Diskussion stand vorerst die Frage des Vorgehens, nachdem sich die Kommission schon mit den Petitionen der Jugendsession 1991 beschäftigt hat. Eine Subkommission hat sich mit den damaligen Petitionen intensiv auseinandergesetzt. Dabei sind die Grenzen solcher Vorstösse bezüglich ihrer parlamentarischen Umsetzbarkeit klar sichtbar geworden. Einzelne Kommissionsmitglieder, die an den Jugendsessionen 1991 und 1994 teilgenommen haben, erklärten sich von der Organisation und den Ergebnissen der Jugendsession I994 enttäuscht. Die wenig vertiefte Vorbereitung der Themen und Postulate und spontane «Beschlussfassung» sind hauptverantwortlich, dass den Ergebnissen der Jugendsession viel Zufälliges anhaftet. Die Kommission stellt zum materiellen Inhalt fest, dass die Forderungen der Jugendsession 1994 in den Stellungnahmen der Departemente klar und fundiert beantwortet worden sind. Materiell kann sie sich diesen Stellungnahmen anschliessen. Diese Stellungnahmen sollen den Organisatoren der Jugendsession zugänglich gemacht werden. Schule Kurt (R, SH) présente au nom de la Commission de l'environnement, de l'aménagement du territoire et de l'énergie (Ceate) le rapport écrit suivant:
1. Texte de la pétition Nous exigeons la reprise des débats parlementaires sur l'écobonus.
2. Développement II y a quelques années, l'introduction d'une taxe d'incitation sous la forme d'un écobonus a fait l'objet de nombreux débats, mais rien a été entrepris depuis lors. Ce sujet n'a plus guère été abordé récemment. La Session des jeunes demande par conséquent au Parlement de rouvrir ce dossier et d'examiner les modalités de l'introduction éventuelle d'un écobonus. Le terme d'écobonus étant d'un emploi courant, nous renonçons à le définir ici.
3. Rapport du DFEP du 9 février 1995
1. En 1991/92, l'écobonus a fait l'objet d'une étude détaillée en liaison avec le programme de mesures du Conseil fédéral pour la stratégie de lutte contre la pollution de l'air. La discussion portait alors sur deux options, à savoir la perception d'une taxe sur les carburants, d'une part, et celle sur les prestations kilométriques, d'autre part. Ces deux options sont difficilement exécutables. En ce qui concerne l'option carburant, selon les relations de prix, le problème du «tourisme de l'essence» au-delà de la frontière peut alors se poser; en ce qui concerne l'autre option, il aurait fallu développer une nouvelle technologie permettant de relever les prestations kilométriques. Des essais sur le terrain avec une technologie existante (compteur des tours de roues) ont montré qu'un nombre important de véhicules circulant en Suisse ne pourrait pas être équipé avec ce système.
2. Le 7 décembre 1992, le Conseil fédéral a décidé de ne pas concrétiser l'introduction de l'écobonus. Les problèmes d'exécution déjà mentionnés n'ont pas été les seuls critères
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21. Juni 1995 739 Petitionen déterminants pour cette décision. En fait, il était devenu nécessaire de clarifier la discussion sur les taxes d'incitation proposées dans le secteur de l'énergie et des transports (écobonus, taxe sur le C02), et sur la perception de droits d'entrée sur le carburant, envisagée alors. Le Conseil fédéral a abandonné l'idée de l'écobonus au profit de la taxe sur le CO2 et de l'augmentation des droits d'entrée sur le carburant. La taxe sur le CO2 renferme l'idée centrale de l'écobonus. Le projet de taxe sur le CO2 soumis à consultation prévoit en effet de redistribuer la plus grande partie des recettes à la population et à l'économie.
3. Le Département fédéral de l'intérieur ne voit pas de raison pour le moment de revenir à l'écobonus. L'heure est à l'introduction de la taxe sur le CO2, dont le projet a été soumis à consultation de mars à septembre 1994; le Conseil fédéral décidera probablement au printemps 1995 des prochaines étapes. Considérations de la commission La commission a examiné, le 24 février 1995, les neuf pétitions qui lui avaient été transmises au terme de la Session des jeunes 1994. Quelle suite donner aux propositions des jeunes?: telle est la première question qui s'est posée, compte tenu de l'expérience passée. Une sous-commission avait en effet déjà examiné les propositions issues de la Session des jeunes qui avait eu lieu en 1991. La commission avait pu se rendre compte à l'époque du réalisme relatif desdites propositions. Pour tout dire, les membres de la commission qui ont assisté à la session 1991 et à la session 1994 se sont déclarés déçus tant par l'organisation que par les résultats de cette dernière, en raison des sujets insuffisamment préparés et des décisions prises de manière improvisée. Concernant les réponses des départements aux propositions précitées, la commission les juge à la fois claires et fondées. Elle approuve donc sur le fond ces réponses, qui devront ultérieurement être communiquées aux organisateurs de la Session des jeunes. Antrag der Kommission Die Kommission beantragt, von der Petition Kenntnis zu nehmen, ihr aber keine Folge zu geben. Proposition de la commission La commission propose de prendre acte de la pétition sans y donner suite. Angenommen - Adopté 95.2004 Petition Jugendsession 1994 Umwelturlaub Pétition Session des jeunes 1994 Congé écologique Schule Kurt (R, SH) unterbreitet im Namen der Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie (Urek) den folgenden schriftlichen Bericht:
1. Wortlaut der Petition Wirfordern eine Woche unbezahlten Umwelturlaub (gemäss Jugendurlaub wie er im OR verankert ist) für Dienstleistungen an der Umwelt (z. B. Umweltlager mit Schwergewicht auf Aufforstung, Bachbettreinigung usw.).
2. Begründung Die Jugendsession fordert eine Woche unbezahlten Umwelturlaub pro Jahr, damit Jugendliche durch ihre Arbeit einen anderen Bezug zur Umwelt bekommen. Einerseits haben sie die Möglichkeit, Erfahrungen mit anderen jungen Leuten zu machen und neben der geistigen Denkarbeit auch einmal Hand anzulegen. Andererseits leistet die junge Generation dabei einen konkreten Beitrag zur Behebung von Umweltschäden (Aufforstung, Bachreinigungen). Dieser Umwelturlaub soll wie der Jugendurlaub im OR verankert werden, damit er für alle Jugendlichen zur Selbstverständlichkeit wird.
3. Stellungnahme des EVD vom 21. Februar 1995 Das Einräumen einer Woche unbezahlten Umwelturlaubs ist zweifelsohne ein taugliches Mittel, um bei den betroffenen Jugendlichen ein umweltgerechtes Denken und Handeln zu fördern und das Verantwortungsbewusstsein zu stärken. Aufforstungsarbeiten und Bachreinigungen, die in der Petition als Beispiele genannt werden, sind denn auch als sehr nützliche Aktionen zu werten. Unter diesem Gesichtspunkt ist eine Woche Jugendurlaub durchaus positiv und wünschenswert. Nach Jugendförderungsgesetz (Art. 2 Abs. 2 JFG) kann der bisherige einwöchige Urlaub im Rahmen der ausserschulischen Jugendarbeit in den folgenden Bereichen gewährt werden: a. Spiel und Sport; b. Gesundheit, Natur und Umwelt; c. Bildung, Kultur und Gesellschaft. Die Natur und Umwelt können somit bereits heute Gegenstand praktischer Dienstleistungen im Rahmen eines Jugendurlaubs sein. So setzt sich beispielsweise die Pfadfinderbewegung u. a. auch für den Schutz der Natur ein. Das Verankern eines eigenen Anspruchs für nur einen Teilbereich der ausserschulischen Jugendarbeit erscheint somit als nicht notwendig. Unseres Erachtens reicht die im geltenden Recht vorgesehene Urlaubswoche aus, um alle obgenannten Bereiche der ausserschulischen Jugendarbeit zu pflegen. Ferner müssen auch die wirtschaftlichen Kosten mitberücksichtigt werden. Eine weitere - auch unbezahlte - Ferienwoche würde die Arbeitgeber stark belasten. Insbesondere wäre die zusätzliche Abwesenheit zahlreicher Jugendlicher für viele Klein- und Mittelbetriebe problematisch, weil ihnen das zur Ablösung notwendige Personal häufig fehlt. Schliesslich weisen wir auf das Prinzip der Subsidiarität hin. Natur- und Umweltschutz ist nicht nur eine Pflicht des Bundes, sondern der ganzen Gesellschaft. Insbesondere die junge Generation ist für Umweltprobleme sensibilisiert. Ein Mitwirken von engagierten Jugendlichen auf dem Gebiet des Umweltschutzes ist im Rahmen der ausserschulischen Jugendarbeit sehr erwünscht. Erwägungen der Kommission Die Kommission behandelte am 24. Februar 1995 die neun ihr zugewiesenen Petitionen der Jugendsession 1994 gemeinsam. Zur Diskussion stand vorerst die Frage des Vorgehens, nachdem sich die Kommission schon mit den Petitionen der Jugendsession 1991 beschäftigt hat. Eine Subkommission hat sich mit den damaligen Petitionen intensiv auseinandergesetzt. Dabei sind die Grenzen solcher Vorstösse bezüglich ihrer parlamentarischen Umsetzbarkeit klar sichtbar geworden. Einzelne Kommissionsmitglieder, die an den Jugendsessionen 1991 und 1994 teilgenommen haben, erklärten sich von der Organisation und den Ergebnissen der Jugendsession I994 enttäuscht. Die wenig vertiefte Vorbereitung der Themen und Postulate und spontane «Beschlussfassung» sind hauptverantwortlich, dass den Ergebnissen der Jugendsession viel Zufälliges anhaftet. Die Kommission stellt zum materiellen Inhalt fest, dass die Forderungen der Jugendsession 1994 in den Stellungnahmen der Departemente klar und fundiert beantwortet worden sind. Materiell kann sie sich diesen Stellungnahmen anschliessen. Diese Stellungnahmen sollen den Organisatoren der Jugendsession zugänglich gemacht werden.
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Pétitions 740 21 juin 1995 Schule Kurt (R, SH) présente au nom de la Commission de l'environnement, de l'aménagement du territoire et de l'énergie (Ceate) le rapport écrit suivant:
1. Texte de la pétition Nous exigeons: un congé écologique d'une semaine non payé (correspondant au congé-jeunesse du Code des obligations) pour servir l'environnement (p. ex. des camps écologiques axés sur le reboisement, le nettoyage des lits de rivières, etc.).
2. Développement La Session des jeunes exige l'introduction d'un congé écologique d'une semaine non payé afin que les jeunes, du fait de ce travail, développent une autre relation avec l'environnement. D'une part, ils auront ainsi la possibilité de réaliser des expériences dans ce domaine en compagnie d'autres jeunes gens ainsi que d'accomplir un travail manuel en plus de leurs activités intellectuelles. D'autre part, ce faisant, la jeune génération contribuera de manière concrète à la réparation des dommages causés à l'environnement (reboisement, nettoyage de lits de rivières, etc.). Ce congé écologique, à l'instar du congé-jeunesse, devra être inscrit dans le Code des obligations, de manière à ce que les jeunes le considèrent comme allant de soi.
3. Rapport du DFEP du 21 février 1995 La possibilité de prendre une semaine de congé écologique non payé est sans aucun doute un moyen approprié pour encourager chez les jeunes gens concernés une façon de penser et d'agir qui est favorable à l'environnement. Cette semaine renforcerait également leur sens des responsabilités. Les travaux de reboisement et de nettoyage des lits de rivières qui sont cités à titre d'exemple dans la pétition doivent aussi être considérés comme des actions très utiles. Sous cet angle, une semaine de congé-jeunesse est absolument positive et souhaitable. Selon la loi fédérale concernant l'encouragement des activités de jeunesse extrascolaires (art. 2 al. 2 LAJ), le congé d'une semaine peut être accordé jusqu'à présent dans les domaines suivants, dans le cadre des activités de jeunesse extrascolaires: a. les jeux et le sport; b. la santé, la nature et l'environnement; c. la formation, la culture et les réalités sociales. La nature et l'environnement peuvent ainsi déjà faire l'objet aujourd'hui de services pratiques dans le cadre d'un congéjeunesse. Par exemple, le mouvement scout s'engage entre autres aussi pour la protection de la nature. L'ancrage d'un droit propre particulier pour un domaine seulement partiel des activités de jeunesse extrascolaires ne semble ainsi pas être nécessaire. Nous estimons que la semaine de congé prévue dans le droit en vigueur est suffisante pour prendre en compte tous les domaines susmentionnés des activités de jeunesse extrascolaires. En outre, il y a lieu de prendre aussi en considération l'aspect économique de l'opération. Une semaine de vacances supplémentaires - même non payée - représenterait une lourde charge pour les employeurs. L'absence supplémentaire de nombreux jeunes gens serait problématique, en particulier pour beaucoup de petites et moyennes entreprises, car il leur manque souvent le personnel de remplacement nécessaire. Enfin, nous renvoyons aussi au principe de la subsidiarité. La protection de la nature et de l'environnement ne sont pas seulement un devoir de la Confédération mais également de toute la société. La jeune génération en particulier est sensibilisée aux problèmes liés à l'environnement. Une participation de jeunes gens engagés dans le domaine de la protection de l'environnement est très souhaitable dans le cadre des activités de jeunesse extrascolaires. Considérations de la commission La commission a examiné, le 24 février 1995, les neuf pétitions qui lui avaient été transmises au terme de la Session des jeunes 1994. Quelle suite donner aux propositions des jeunes?: telle est la première question qui s'est posée, compte tenu de l'expérience passée. Une sous-commission avait en effet déjà examiné les propositions issues de la Session des jeunes qui avait eu lieu en 1991. La commission avait pu se rendre compte à l'époque du réalisme relatif desdites propositions. Pour tout dire, les membres de la commission qui ont assisté à la session 1991 et à la session 1994 se sont déclarés déçus tant par l'organisation que par les résultats de cette dernière, en raison des sujets insuffisamment préparés et des décisions prises de manière improvisée. Concernant les réponses des départements aux propositions précitées, la commission les juge à la fois claires et fondées. Elle approuve donc sur le fond ces réponses, qui devront ultérieurement être communiquées aux organisateurs de la Session des jeunes. Antrag der Kommission Die Kommission beantragt, von der Petition Kenntnis zu nehmen, ihr aber keine Folge zu geben. Proposition de la commission La commission propose de prendre acte de la pétition sans y donner suite. Angenommen - Adopté 95.2005 Petition Jugendsession 1994 Deklarationspflicht der Transportwege auf Produkten Pétition Session des jeunes 1994 Obligation de déclarer les voies de transport sur les produits Schule Kurt (R, SH) unterbreitet im Namen der Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie (Urek) den folgenden schriftlichen Bericht:
1. Wortlaut der Petition Wir fordern eine Deklarationspflicht der Transportwege auf allen Produkten, die in der Schweiz verkauft werden.
2. Begründung Der Konsument kann dadurch kontrollieren, welche Produkte wie umweltfreundlich sind. Nur durch Wissen kann jeder sein Handeln auch wirklich verantworten. Der Konsument soll die Möglichkeit erhalten, ökologisch einzukaufen, ohne Nachfragen zu müssen.
3. Stellungnahme des EDI vom 9. Februar 1995 1.0er Konsument kann nur dann ökologisch einkaufen, wenn er über die Umweltverträglichkeit der einzelnen Produkte, die ihm zur Auswahl stehen, genügend informiert ist. Es ist daher wichtig, dem Konsumenten zuverlässige Informationen über die Umweltverträglichkeit von Produkten an die Hand zu geben. Deklaration auf Produkten sind eine mögliche Art, den Konsumenten zu informieren. Bereits heute tragen Produkte verschiedene Aufschriften wie Hinweise über ihre Gefährlichkeit und Ratschläge zur Sicherheit. Für einzelne Produktegruppen bestehen zusätzlich Deklarationen, die auf freiwilliger Basis entstanden sind, so beispielsweise für die Inhaltsstoffe bei Farben und Lacken.
2. Eine Deklaration der Transportwege auf Produkten wäre eine weitere Information für den Konsumenten. Eine Verpflichtung dazu wäre etwas bisher einmaliges. Die Berechnung der gesamten Transportwege kann sehr kompliziert und aufwendig sein (Verflechtung in- und ausländischer Transportwege, Zwischenhandel, aus Komponenten zusammengesetzte Produkte mit jeweils individuellen Transportwegen usw.). Dies zeigt sich unter anderem bei der Er-- 8 of 31 -21. Juni 1995 741 Petitionen Stellung von Ökobilanzen, welche die Transportwege als einen von vielen Faktoren analysieren.
3. Bei Produkten, die mit einem Umweltzeichen (z. B. Umweltzeichen der EU) ausgezeichnet sind, wird der gesamte Lebenszyklus beurteilt und dabei auch weitgehend der Transportweg berücksichtigt. Damit das EU-Umweltzeichen auch Schweizer Produkten offen steht, ist der Bundesrat bemüht, dessen Einführung in der Schweiz im Rahmen der laufenden bilateralen Verhandlungen mit der EU zu erreichen.
4. Weiterhin werden im EDI seit einiger Zeit Möglichkeiten zur Förderung von ökologisch besseren Produkten eingehend geprüft. Dieser Ansatz ist sehr weit gefasst und schliesst Aspekte wie Erneuerung der eingesetzten Ressourcen, Rezyklierbarkeit, Energieverbrauch, Reparaturfreundlichkeit, Entsorgbarkeit und viele andere mit ein. Die Transportwege stellen bei dieser Betrachtung einen von vielen Aspekten dar.
5. Eine für alle Produkte gesetzlich vorgeschriebene Deklarationspflicht des Transportwegs, den das jeweilige Produkt bis zum Zeitpunkt des Verkaufs zurückgelegt hat, ist, wie oben dargelegt, nicht generell durchführbar und wird daher vom EDI abgelehnt. Hingegen werden Transportwege bei der Umweltverträglichkeitsbeurteilung einzelner Produkte bereits heute und in zunehmendem Masse berücksichtigt. Erwägungen der Kommission Die Kommission behandelte am 24. Februar 1995 die neun ihr zugewiesenen Petitionen der Jugendsession 1994 gemeinsam. Zur Diskussion stand vorerst die Frage des Vorgehens, nachdem sich die Kommission schon mit den Petitionen der Jugendsession 1991 beschäftigt hat. Eine Subkommission hat sich mit den damaligen Petitionen intensiv auseinandergesetzt. Dabei sind die Grenzen solcher Vorstösse bezüglich ihrer parlamentarischen Umsetzbarkeit klar sichtbar geworden. Einzelne Kommissionsmitglieder, die an den Jugendsessionen 1991 und 1994 teilgenommen haben, erklärten sich von der Organisation und den Ergebnissen der Jugendsession I994 enttäuscht. Die wenig vertiefte Vorbereitung der Themen und Postulate und spontane «Beschlussfassung» sind hauptverantwortlich, dass den Ergebnissen der Jugendsession viel Zufälliges anhaftet. Die Kommission stellt zum materiellen Inhalt fest, dass die Forderungen der Jugendsession 1994 in den Stellungnahmen der Departemente klar und fundiert beantwortet worden sind. Materiell kann sie sich diesen Stellungnahmen anschliessen. Diese Stellungnahmen sollen den Organisatoren der Jugendsession zugänglich gemacht werden. Schule Kurt (R, SH) présente au nom de la Commission de l'environnement, de l'aménagement du territoire et de l'énergie (Ceate) le rapport écrit suivant:
1. Texte de la pétition Nous exigeons: l'obligation de déclarer les voies de transport sur tous les produits vendus en Suisse.
2. Développement Les consommateurs auront ainsi la possibilité de vérifier le caractère écologique des produits. En effet, seule l'information permet à tout un chacun d'adopter un comportement responsable. Il faut que les consommateurs puissent acheter des produits écologiques sans avoir à demander des renseignements sur ceux-ci.
3. Rapport du DFI du 9 février 1995
1. Le consommateur ne peut acheter écologique que s'il est suffisamment informé de la compatibilité avec l'environnement des différents produits qui s'offrent à lui. Il est donc important de fournir aux consommateurs des informations fiables sur la compatibilité des produits avec l'environnement. Les déclarations sur les produits sont une manière possible d'informer le consommateur. Aujourd'hui déjà, les produits portent différentes indications telles que des informations sur le danger ou des conseils de sécurité. Pour certains groupes de produits, l'on trouve des déclarations supplémentaires qui ont été apportées volontairement par le fabricant, par exemple sur les substances contenues dans les colorants et les laques.
2. Une indication sur les articles quant aux voies de transport empruntées serait une information complémentaire pour le consommateur. Une telle obligation serait un phénomène unique jusqu'à présent. Le calcul des voies de transport complètes peut être très compliqué et demander un gros travail (évaluation des voies de transport nationales et internationales, acheteurs et vendeurs intermédiaires, produits assemblés de composantes ayant emprunté différentes voies de transports, etc.). Cette difficulté apparaît notamment lorsqu'on établit des écobilans qui analysent les voies de transport en tant que facteurs parmi les autres qui entrent en ligne de compte.
3. Pour les produits qui arborent le signe écologique (p. ex. le signe de l'UE), le cycle de vie complet est évalué et la voie de transport est prise en compte dans une large mesure. Afin que le signe écologique de l'UE soit utilisable pour les produits suisses aussi, le Conseil fédéral s'efforce, dans le cadre des négociations bilatérales actuellement en cours avec l'UE, de permettre son introduction en Suisse.
4. En outre on examine, depuis quelque temps, au sen du Département fédéral de l'intérieur, les possibilités de promouvoir les produits qui soient meilleurs sur le plan écologique. Cette idée-force est conçue de manière très large et comporte des aspects comme le caractère renouvelable des ressources utilisées, la capacité de recyclage, la consommation d'énergie, la capacité d'être réparé, la possibilité de les éliminer et d'autres éléments. Les voies de transports ne représentent qu'un des aspects parmi beaucoup d'autres.
5. Une obligation imposée par la loi de déclarer la voie de transport empruntée par le produit jusqu'à son lieu de vente ne peut être généralisée et n'est donc pas acceptée par le DFI. En revanche, les voies de transport sont prises en considération dans l'évaluation de la compatibilité de certains produits avec l'environnement, dès aujourd'hui, et dans une proportion croissante. Considérations de la commission La commission a examiné, le 24 février 1995, les neuf pétitions qui lui avaient été transmises au terme de la Session des jeunes 1994. Quelle suite donner aux propositions des jeunes?: telle est la première question qui s'est posée, compte tenu de l'expérience passée. Une sous-commission avait en effet déjà examiné les propositions issues de la Session des jeunes qui avait eu lieu en 1991. La commission avait pu se rendre compte à l'époque du réalisme relatif desdites propositions. Pour tout dire, les membres de la commission qui ont assisté à la session 1991 et à la session 1994 se sont déclarés déçus tant par l'organisation que par les résultats de cette dernière, en raison des sujets insuffisamment préparés et des décisions prises de manière improvisée. Concernant les réponses des départements aux propositions précitées, la commission les juge à la fois claires et fondées. Elle approuve donc sur le fond ces réponses, qui devront ultérieurement être communiquées aux organisateurs de la Session des jeunes. Antrag der Kommission Die Kommission beantragt, von der Petition Kenntnis zu nehmen, ihr aber keine Folge zu geben. Proposition de la commission La commission propose de prendre acte de la pétition sans y donner suite. Angenommen - Adopté -- 9 of 31 -Pétitions 742 21 juin 1995 95.2006 Petition Jugendsession 1994 Deklarationspflicht für Holzprodukte Pétition Session des jeunes 1994 Obligation de déclarer pour les produits du bois Schule Kurt (R, SH) unterbreitet im Namen der Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie (Urek) den folgenden schriftlichen Bericht:
1. Wortlaut der Petition Wir fordern, dass der Bundesrat eine Gesetzesvorlage ausarbeitet, die in- und ausländische Hölzer und Holzprodukte einer Deklarationspflicht unterstellt, soweit diese Informationen dem Deklarationspflichtigen verfügbar sind. Hölzer und Holzprodukte, deren Ursprung oder Name nicht bekannt sind, sind als solche zu bezeichnen. Die Deklaration soll mindestens enthalten: - Name des Holzes; - Ursprungsland des gefällten Baumes. Ferner fordern wir den Bundesrat auf, eine Deklaration in Form eines Labels von Holz respektive Holzprodukten aus nachhaltiger Nutzung zu fördern. Dazu beauftragt die Jugendsession eine Arbeitsgruppe, die Aktionen zur Unterstützung dieser Forderung durchzuführen. Dabei soll insbesondere an Holzimportfirmen, Möbelhandelsfirmen und an das holzverarbeitende Gewerbe appelliert werden. Die Arbeitsgruppe soll zudem Unterschriften sammeln für eine Eingabe an den Bundesrat, um obige Forderung zu unterstützen.
2. Begründung In- und ausländische Hölzer und Holzprodukte sollen mit dem Namen und dem Ursprungsland gekennzeichnet werden. Dadurch kann der Konsument erkennen, ob es sich z. B. um Tropenholz handelt, so dass er dann dieses aus ökologischen Gründen nicht kauft. Auch hier soll der Konsument die Chance bekommen, sich ökologisch zu verhalten und vermehrt einheimische Hölzer/Holzprodukte, oder solche aus nachhaltiger Nutzung, zu kaufen.
3. Stellungnahme des EVD vom 21. Februar 1995 Der Bundesrat teilt die Sorge um die globale Waldzerstörung. Angesichts der Tatsache, dass die wirklichen Ursachen der Tropenwaldzerstörung die Armut der lokalen Bevölkerung und die Urbarmachung grosser Flächen für die Landwirtschaft sind, zieht der Bundesrat ein freiwilliges Label der Deklarationspflicht für Holzprodukte und ihrer Derivate vor, um damit auf globaler Ebene die nachhaltige Nutzung zu fördern. Ein Postulat betreffend einer Deklaration und eines Labels wurde durch das Parlament in der Herbstsession 1994 gutgeheissen. Wenn schweizerische Konsumenten und die betroffenen Wirtschaftskreise ein Interesse betreffend die Herkunft des Holzes und seiner Derivate zeigen, so können sie sich im Einklang mit dem Konsumenteninformationsgesetz und unter Respektierung der internationalen Normen und des Prinzips der Nichtdiskriminierung über den Inhalt einer Deklaration einigen. Gemäss dem genannten Gesetz interveniert der Bundesrat nur, wenn die betroffenen Kreise sich nicht einigen können. Die Arbeiten für die Einführung eines freiwilligen und international koordinierten Labels, das ausschliesslich Holz aus nachhaltiger Ausbeutung betrifft, habe auf privater Ebene bereits begonnen. Händler und Produzenten von Holz und Holzprodukten sowie Umweltschutzvereinigungen sind daran beteiligt. Der Bund gewährt diesen Bemühungen finanzielle Unterstützung. Was den Handel mit Tropenholz betrifft, sollte im übrigen darauf hingewiesen werden, dass der Handel nur einen kleinen Teil der Waldzerstörung verursacht. Nur 6 Prozent der geschlagenen Bäume werden exportiert. Die Bauern in den Entwicklungsländern zerstören den Wald, weil sie in ihm keinen Wert mehr sehen. Deshalb haben sie auch keinen Anreiz, ihn zu schützen. Mit einem Label könnte das Holz teuer verkauft werden; damit könnte ein Beitrag an die Kosten einer nachhaltigen Bewirtschaftung geleistet werden. Eine Einschränkung des Tropenholzverbrauchs würde nur zum Wertverlust von Holz beitragen und die lokale Bevölkerung dementsprechend zur Zerstörung der Wälder motivieren. Erwägungen der Kommission Die Kommission behandelte am 24. Februar 1995 die neun ihr zugewiesenen Petitionen der Jugendsession 1994 gemeinsam. Zur Diskussion stand vorerst die Frage des Vorgehens, nachdem sich die Kommission schon mit den Petitionen der Jugendsession 1991 beschäftigt hat. Eine Subkommission hat sich mit den damaligen Petitionen intensiv auseinandergesetzt. Dabei sind die Grenzen solcher Vorstösse bezüglich ihrer parlamentarischen Umsetzbarkeit klar sichtbar geworden. Einzelne Kommissionsmitglieder, die an den Jugendsessionen 1991 und 1994 teilgenommen haben, erklärten sich von der Organisation und den Ergebnissen der Jugendsession I994 enttäuscht. Die wenig vertiefte Vorbereitung der Themen und Postulate und spontane «Beschlussfassung» sind hauptverantwortlich, dass den Ergebnissen der Jugendsession viel Zufälliges anhaftet. Die Kommission stellt zum materiellen Inhalt fest, dass die Forderungen der Jugendsession 1994 in den Stellungnahmen der Departemente klar und fundiert beantwortet worden sind. Materiell kann sie sich diesen Stellungnahmen anschliessen. Diese Stellungnahmen sollen den Organisatoren der Jugendsession zugänglich gemacht werden. Schule Kurt (R, SH) présente au nom de la Commission de l'environnement, de l'aménagement du territoire et de l'énergie (Ceate) le rapport écrit suivant:
1. Texte de la pétition Nous exigeons que le Conseil fédéral élabore un projet de loi prévoyant l'obligation de déclarer les essences nationales et internationales ainsi que les produits du bois dans la mesure où les personnes soumises à ladite déclaration disposent de ces informations. Toute essence et tout produit du bois dont on ne connaît ni le nom, ni l'origine, seront ainsi désignés. La déclaration contiendra au moins l'essence et le pays d'origine de l'arbre abattu. Nous exigeons que le Conseil fédéral élabore en outre une déclaration sous forme de label pour le bois et les produits du bois provenant d'une exploitation durable. La Session des jeunes charge un groupe de travail d'organiser des manifestations pour la réalisation de cette demande, visant essentiellement les entreprises d'importation du bois, du commerce de meubles et l'industrie du bois. Le groupe de travail récoltera en outre des signatures pour soutenir la présente pétition auprès du Conseil fédéral.
2. Développement Le bois ainsi que les produits du bois suisses et étrangers seront soumis à une déclaration indiquant le nom et le pays d'origine de l'essence. Les consommateurs pourront ainsi reconnaître s'il s'agit de bois tropical et, le cas échéant, renoncer à l'acheter pour des motifs écologiques. Il faut que la possibilité soit donnée aux consommateurs, dans ce domaine également, d'adopter un comportement écologique et d'acheter davantage de bois et de produits du bois suisses ou en provenance d'exploitations durables.
3. Rapport du DFEP du 21 février 1995 Le Conseil fédéral partage l'inquiétude relative à la destruction globale des forêts. Considérant la véritable cause de la destruction des forêts en particulier tropicales, à savoir la pauvreté des populations locales et le défrichage de grandes surfaces pour en faire des terres agricoles, il continue de penser qu'un label serait plus approprié qu'une déclaration obligatoire des bois et produits dérivés pour contribuer à l'exploitation durable des forêts sur le plan global.
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21. Juni 1995 743 Petitionen Un postulat concernant une déclaration et un label a été accepté par le Parlement à sa session d'automne 1994. Si les consommateurs et consommatrices suisses ainsi que les milieux économiques concernés marquent de l'intérêt pour des informations concernant le nom et le pays d'origine des bois et des produits en bois, ils peuvent convenir du contenu d'une déclaration conformément à la loi fédérale sur l'information des consommatrices et des consommateurs, en tenant compte des normes internationales et du principe de la non-discrimination. Selon cette loi, le Conseil fédéral n'intervient que si les milieux concernés ne sont parvenus à aucune entente. Les travaux sur la création d'un label volontaire et internationalement coordonné, apposé exclusivement sur le bois issu d'une gestion durable, ont déjà commencé au niveau privé. Les commerçants et les producteurs de bois et de produits en bois et les associations pour la protection de l'environnement y sont associés. La Confédération apporte son soutien financier à ces efforts. Le commerce n'est qu'un facteur mineur de destruction des forêts: seulement 6 pour cent des arbres détruits sont exportés. Les paysans des pays en développement détruisent la forêt parce que le bois a perdu toute sa valeur. Il s'agit donc avant tout de redonner de la valeur au bois pour le protéger. Un label permettrait de le vendre à un prix rémunérateur qui contribuerait à la couverture des frais de gestion durable des forêts. Une limitation de la consommation de bois tropicaux ne ferait que contribuer à la perte de sa valeur et encourager sa destruction par les populations locales. Considérations de la commission La commission a examiné, le 24 février 1995, les neuf pétitions qui lui avaient été transmises au terme de la Session des jeunes 1994. Quelle suite donner aux propositions des jeunes?: telle est la première question qui s'est posée, compte tenu de l'expérience passée. Une sous-commission avait en effet déjà examiné les propositions issues de la Session des jeunes qui avait eu lieu en 1991. La commission avait pu se rendre compte à l'époque du réalisme relatif desdites propositions. Pour tout dire, les membres de la commission qui ont assisté à la session 1991 et à la session 1994 se sont déclarés déçus tant par l'organisation que par les résultats de cette dernière, en raison des sujets insuffisamment préparés et des décisions prises de manière improvisée. Concernant les réponses des départements aux propositions précitées, la commission les juge à la fois claires et fondées. Elle approuve donc sur le fond ces réponses, qui devront ultérieurement être communiquées aux organisateurs de la Session des jeunes. Antrag der Kommission Die Kommission beantragt, von der Petition Kenntnis zu nehmen, ihr aber keine Folge zu geben. Proposition de la commission La commission propose de prendre acte de la pétition sans y donner suite. Angenommen - Adopté 95.2007 Petition Jugendsession 1994 Einschränkung des Tropenholzverbrauchs Pétition Session des jeunes 1994 Limitation de la consommation de bois tropicaux Schule Kurt (R, SH) unterbreitet im Namen der Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie (Urek) den folgenden schriftlichen Bericht:
1. Wortlaut der Petition Um der fortschreitenden Verwüstung Einhalt zu gebieten, müssen die Industrieländer ihren Tropenholzverbrauch einschränken.
2. Begründung Da die Industrieländer mit ihrer Nachfrage das Angebot bestimmen und da hauptsächlich Unternehmen aus den Industrieländern Abholzung im grossen Ausmass betreiben, muss die Initiative von diesen ausgehen, denn die Entwicklungsländer sind von den daraus hervorgehenden Devisen abhängig. Langfristig müssen die Tropenhölzer sowieso durch andere Produkte ersetzt werden.
3. Stellungnahme des EVD vom 21. Februar 1995 Der Bundesrat teilt die Sorge um die globale Waldzerstörung. Angesichts der Tatsache, dass die wirklichen Ursachen der Tropenwaldzerstörung die Armut der lokalen Bevölkerung und die Urbarmachung grosser Flächen für die Landwirtschaft sind, zieht der Bundesrat ein freiwilliges Label der Deklarationspflicht für Holzprodukte und ihrer Derivate vor, um damit auf globaler Ebene die nachhaltige Nutzung zu fördern. Ein Postulat betreffend einer Deklaration und eines Labels wurde durch das Parlament in der Herbstsession 1994 gutgeheissen. Wenn schweizerische Konsumenten und die betroffenen Wirtschaftskreise ein Interesse betreffend die Herkunft des Holzes und seiner Derivate zeigen, so können sie sich im Einklang mit dem Konsumenteninformationsgesetz und unter Respektierung der internationalen Normen und des Prinzips der Nichtdiskriminierung über den Inhalt einer Deklaration einigen. Gemäss dem genannten Gesetz interveniert der Bundesrat nur, wenn die betroffenen Kreise sich nicht einigen können. Die Arbeiten für die Einführung eines freiwilligen und international koordinierten Labels, das ausschliesslich Holz aus nachhaltiger Ausbeutung betrifft, habe auf privater Ebene bereits begonnen. Händler und Produzenten von Holz und Holzprodukten sowie Umweltschutzvereinigungen sind daran beteiligt. Der Bund gewährt diesen Bemühungen finanzielle Unterstützung. Was den Handel mit Tropenholz betrifft, sollte im übrigen darauf hingewiesen werden, dass der Handel nur einen kleinen Teil der Waldzerstörung verursacht. Nur 6 Prozent der geschlagenen Bäume werden exportiert. Die Bauern in den Entwicklungsländern zerstören den Wald, weil sie in ihm keinen Wert mehr sehen. Deshalb haben sie auch keinen Anreiz, ihn zu schützen. Mit einem Label könnte das Holz teuer verkauft werden; damit könnte ein Beitrag an die Kosten einer nachhaltigen Bewirtschaftung geleistet werden. Eine Einschränkung des Tropenholzverbrauchs würde nur zum Wertverlust von Holz beitragen und die lokale Bevölkerung dementsprechend zur Zerstörung der Wälder motivieren. Erwägungen der Kommission Die Kommission behandelte am 24. Februar 1995 die neun ihr zugewiesenen Petitionen der Jugendsession 1994 gemeinsam. Zur Diskussion stand vorerst die Frage des Vorgehens, nachdem sich die Kommission schon mit den Petitionen der Jugendsession 1991 beschäftigt hat. Eine Subkommission -- 11 of 31 -Pétitions 744 21 juin 1995 hat sich mit den damaligen Petitionen intensiv auseinandergesetzt. Dabei sind die Grenzen solcher Vorstösse bezüglich ihrer parlamentarischen Umsetzbarkeit klar sichtbar geworden. Einzelne Kommissionsmitglieder, die an den Jugendsessionen 1991 und 1994 teilgenommen haben, erklärten sich von der Organisation und den Ergebnissen der Jugendsession I994 enttäuscht. Die wenig vertiefte Vorbereitung der Themen und Postulate und spontane «Beschlussfassung» sind hauptverantwortlich, dass den Ergebnissen der Jugendsession viel Zufälliges anhaftet. Die Kommission stellt zum materiellen Inhalt fest, dass die Forderungen der Jugendsession 1994 in den Stellungnahmen der Departemente klar und fundiert beantwortet worden sind. Materiell kann sie sich diesen Stellungnahmen anschliessen. Diese Stellungnahmen sollen den Organisatoren der Jugendsession zugänglich gemacht werden. Schule Kurt (R, SH) présente au nom de la Commission de l'environnement, de l'aménagement du territoire et de l'énergie (Ceate) le rapport écrit suivant:
1. Texte de la pétition Pour arrêter la progression du désert, les pays industrialisés doivent limiter leur consommation de bois tropicaux.
2. Développement II faut que les pays industrialisés dont la demande définit l'offre en matière de bois tropicaux et dont les entreprises pratiquent le déboisement sur une large échelle, prennent l'initiative en la matière, car les pays en développement sont tributaires des devises étrangères que leur procure ce marché. Quoi qu'il en soit, à long terme, les essences tropicales devront être remplacées par d'autres produits.
3. Rapport du DFEP du 21 février 1995 Le Conseil fédéral partage l'inquiétude relative à la destruction globale des forêts. Considérant la véritable cause de la destruction des forêts en particulier tropicales, à savoir la pauvreté des populations locales et le défrichage de grandes surfaces pour en faire des terres agricoles, il continue de penser qu'un label serait plus approprié qu'une déclaration obligatoire des bois et produits dérivés pour contribuer à l'exploitation durable des forêts sur le plan global. Un postulat concernant une déclaration et un label a été accepté par le Parlement à sa session d'automne 1994. Si les consommateurs et consommatrices suisses ainsi que les milieux économiques concernés marquent de l'intérêt pour des informations concernant le nom et le pays d'origine des bois et des produits en bois, ils peuvent convenir du contenu d'une déclaration conformément à la loi fédérale sur l'information des consommatrices et des consommateurs, en tenant compte des normes internationales et du principe de la non-discrimination. Selon cette loi, le Conseil fédéral n'intervient que si les milieux concernés ne sont parvenus à aucune entente. Les travaux sur la création d'un label volontaire et internationalement coordonné, apposé exclusivement sur le bois issu d'une gestion durable, ont déjà commencé au niveau privé. Les commerçants et les producteurs de bois et de produits en bois et les associations pour la protection de l'environnement y sont associés. La Confédération apporte son soutien financier à ces efforts. Le commerce n'est qu'un facteur mineur de destruction des forêts: seulement 6 pour cent des arbres détruits sont exportés. Les paysans des pays en développement détruisent la forêt parce que le bois a perdu toute sa valeur. Il s'agit donc avant tout de redonner de la valeur au bois pour le protéger. Un label permettrait de le vendre à un prix rémunérateur qui contribuerait à la couverture des frais de gestion durable des forêts. Une limitation de la consommation de bois tropicaux ne ferait que contribuer à la perte de sa valeur et encourager sa destruction par les populations locales. Considérations de la commission La commission a examiné, le 24 février 1995, les neuf pétitions qui lui avaient été transmises au terme de la Session des jeunes 1994. Quelle suite donner aux propositions des jeunes?: telle est la première question qui s'est posée, compte tenu de l'expérience passée. Une sous-commission avait en effet déjà examiné les propositions issues de la Session des jeunes qui avait eu lieu en 1991. La commission avait pu se rendre compte à l'époque du réalisme relatif desdites propositions. Pour tout dire, les membres de la commission qui ont assisté à la session 1991 et à la session 1994 se sont déclarés déçus tant par l'organisation que par les résultats de cette dernière, en raison des sujets insuffisamment préparés et des décisions prises de manière improvisée. Concernant les réponses des départements aux propositions précitées, la commission les juge à la fois claires et fondées. Elle approuve donc sur le fond ces réponses, qui devront ultérieurement être communiquées aux organisateurs de la Session des jeunes. Antrag der Kommission Die Kommission beantragt, von der Petition Kenntnis zu nehmen, ihr aber keine Folge zu geben. Proposition de la commission La commission propose de prendre acte de la pétition sans y donner suite. Angenommen - Adopté 95.2008 Petition Jugendsession 1994 Alternative Energien Pétition Session des jeunes 1994 Energies alternatives Schule Kurt (R, SH) unterbreitet im Namen der Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie (Urek) den folgenden schriftlichen Bericht:
1. Wortlaut der Petition Wir fordern:
1. eine standortbedingte (in ländlichen Gebieten) Subvention von Holzfeuerungsheizungen;
2. die Verteuerung nichterneuerbarer Energien (Kohle, Erdöl, Erdgas und Uran) zugunsten alternativer Energien (Sonnen-, Windkraft, Holzfeuerung, Biomasse und Geothermik);
3. die Subventionierung der Forschung alternativer Energien mindestens in der Höhe des Forschungsbeitrags der nuklearen Forschung;
4. der Einsatz von alternativen Energien soll durch Preissubventionen gefördert werden;
5. die Installation von Sonnenkollektoren in Privatwohnungen soll dadurch ermutigt werden, dass diese von Bund und Kanton subventioniert werden und der erzeugte Energieüberschuss von Versorgungsbetrieben abgenommen wird.
2. Begründung Im Bereich der alternativen Energien muss unbedingt noch mehr geforscht werden, um Innovationen zu fördern und deren Wirkungsgrad zu erhöhen. Dadurch sollen die alternativen Energien gegenüber den herkömmlichen Energien konkurrenzfähiger gemacht werden. Neben der verbesserten Leistungsfähigkeit sollen alternative Energien durch gezielte Preissubventionen verbilligt werden, damit diese den herkömmlich produzierten Energien vorgezogen werden.
3. Stellungnahme des EVED vom 3. Februar 1995
1. Subventionen Holzfeuerungen Im Rahmen des Programms «Energie 2000» werden Holzheizungen ab 100 kW bereits heute finanziell unterstützt. Die
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21. Juni 1995 745 Petitionen Förderung der Holzenergie ist einer von drei Schwerpunkten im Bereich der erneuerbaren Energien. Für die Förderung der Holzenergie wurden 1994 rund 4,4 Millionen Franken ausgegeben. Bis heute sind damit rund 100 Holzschnitzelanlagen mit Nahwärmesystem unterstützt worden. Angesichts der angespannten Finanzsituation des Bundes und der Budgetentscheide des Parlamentes wird jedoch auch die finanzielle Unterstützung der Holzenergie reduziert werden müssen. Weiter verstärkt werden hingegen indirekte Fördermassnahmen wie Information/Beratung, Qualitätssicherung und gezielte Bearbeitung von Gemeinden im Rahmen von «Energie 2000» zur vermehrten Nutzung des Holzes für die Energieerzeugung.
2. Verteuerung nicht erneuerbarer Energien Mit den heute vorhandenen Rechtsgrundlagen ist eine Verteuerung nichterneuerbarer Energien zugunsten erneuerbarer Energien nicht möglich. Die gegenwärtig in Diskussion stehende Lenkungsabgabe (CO2-Abgabe) hätte teilweise eine entsprechende Auswirkung. Der Bundesrat wird aufgrund der Vernehmlassungsresultate über das weitere Vorgehen entscheiden.
3. Forschungsförderung alternativer Energien mindestens gleich wie für nukleare Energien Die Forschungsaufwendungen der öffentlichen Hand (Bund, Kantone, Nationaler Energie-Forschungs-Fonds, NEFF) im Energiebereich betrugen 1993 insgesamt 223,3 Millionen Franken. Der Anteil für die Kernenergie belief sich dabei auf 67,9 Millionen Franken (35,7 für Spaltung, 32,2 für Fusion). Die Förderung der nichtnuklearen Energieforschung war demgegenüber mit 155 Millionen Franken mehr als doppelt so hoch. Selbst wenn die Anteile «rationelle Energienutzung» (37,4 Millionen Franken) und «saubere Verbrennung» (17,8 Millionen Franken) nicht berücksichtigt werden, bleiben für die Bereiche «erneuerbare Energien» und «neue Energietechniken» Aufwendungen von über 100 Millionen Franken oder rund 1,5 Mal soviel wie für die Gebiete der nuklearen Energieforschung. Trotz Wegfall des NEFF und Budgetkürzungen auch bei der Energieforschung wird angestrebt, die Forschungsförderung neuer und erneuerbarer Energien auf diesem ansehnlichen Stand zu halten.
4. Förderung alternativer Energien durch Subventionierung Gestützt auf den Energienutzungsbeschluss kommen erneuerbare Energien gegenwärtig bereits in den Genuss von Subventionen. Breite Streusubventionen sind allerdings angesichts der Finanzsituation des Bundes ausgeschlossen. Verschiedene Evaluationen laufender Finanzierungsbeihilfen zeigen, dass viele der unterstützten Anlagen (Sonnenkollektoren, Wärmepumpen) auch ohne Bundesbeiträge gebaut worden wären. Oft war nicht die Höhe des gesprochenen Beitrags für einen Realisierungs-entscheid massgebend, sondern die Tatsache der Unterstützung durch den Bund an sich (typisch bei Holzheizungen zu beobachten). Der Beitrag wurde als eine Art «Qualitätssiegel» für das Vorhaben betrachtet. Diese Effekte sollen nun vermehrt mit anderen Mitteln mit einem besseren Kosten-Nutzen-Verhältnis erreicht werden: Durch Qualitätssicherungsmassnahmen, vermehrte Information, Beratung, Nachbetreuung und Marketing. In diesem Sinne ist das entsprechende Ressort «Regenerierbare Energien» des Aktionsprogramms «Energie 2000» tätig.
5. Übernahme von Energieüberschüssen und deren Subventionierung Die Übernahme von Wärmeüberschüssen von Solarkollektoren in Privathaushalten ist nicht realisierbar: Einerseits geben richtig dimensionierte Solaranlagen keine Überschusswärme, und zweitens wären zur Übernahme sehr teure Fernwärmesysteme erforderlich, die nur für sehr grosse Kollektoranlagen in Frage kämen. Die Übernahme von Strom aus Photovoltaik-Anlagen hingegen - wie übrigens auch aus anderen erneuerbaren Quellen (z. B. Kleinwasserkraftwerken, mit Biomasse betriebener Wärmekraftkoppelungsanlagen) - wird aufgrund des Energienutzungsbeschlusses (ENB) bereits praktiziert. Das EVED empfiehlt gestützt auf den ENB einen Rücknahmepreis von durchschnittlich 16 Rappen pro kWh. Dies macht die Stromerzeugung aus Biomasse und mit Kleinwasserkraftwerken in vielen Fällen rentabel; für Photovoltaik genügt dieser Tarif aber bei weitem nicht. Aus diesem Grunde vergüten einige Elektrizitäts-werke höhere Rücknahmepreise (z. B. 1 Franken pro kWh), andere bieten neue Finanzierungsformen an. Ihre Kunden können einen bestimmten Jahresbezug von Photovoltaik-Strom bestellen und bezahlen dafür einen kostendeckenden Preis (typischerweise rund Fr. 1.50 pro kWh). Solche und ähnliche Finanzierungsmodelle sollen im Rahmen von «Energie 2000» vermehrt eingeführt werden. Eine breite Subventionierung im Sinne der Forderung kommt aus den bereits unter den Punkten 2 und 4 erwähnten Gründen kaum in Frage. Erwägungen der Kommission Die Kommission behandelte am 24. Februar 1995 die neun ihr zugewiesenen Petitionen der Jugendsession 1994 gemeinsam. Zur Diskussion stand vorerst die Frage des Vorgehens, nachdem sich die Kommission schon mit den Petitionen der Jugendsession 1991 beschäftigt hat. Eine Subkommission hat sich mit den damaligen Petitionen intensiv auseinandergesetzt. Dabei sind die Grenzen solcher Vorstösse bezüglich ihrer parlamentarischen Umsetzbarkeit klar sichtbar geworden. Einzelne Kommissionsmitglieder, die an den Jugendsessionen 1991 und 1994 teilgenommen haben, erklärten sich von der Organisation und den Ergebnissen der Jugendsession I994 enttäuscht. Die wenig vertiefte Vorbereitung der Themen und Postulate und spontane «Beschlussfassung» sind hauptverantwortlich, dass den Ergebnissen der Jugendsession viel Zufälliges anhaftet. Die Kommission stellt zum materiellen Inhalt fest, dass die Forderungen der Jugendsession 1994 in den Stellungnahmen der Departemente klar und fundiert beantwortet worden sind. Materiell kann sie sich diesen Stellungnahmen anschliessen. Diese Stellungnahmen sollen den Organisatoren der Jugendsession zugänglich gemacht werden. Schule Kurt (R, SH) présente au nom de la Commission de l'environnement, de l'aménagement du territoire et de l'énergie (Ceate) le rapport écrit suivant:
1. Texte de la pétition Nous exigeons:
1. le subventionnement du chauffage au bois, lié au site (dans les régions rurales);
2. le renchérissement des énergies non renouvelables (charbon, pétrole, gaz naturel et uranium) afin d'encourager les énergies alternatives (énergie solaire, éolienne et géothermique, combustion au bois, biomasse);
3. le subventionnement de la recherche de sources alternatives d'énergie pour un montant au moins égal à celui de la recherche nucléaire;
4. élargir la commercialisation des capteurs à énergie alternative en proposant une aide à l'acheteur;
5. stimuler l'utilisation spontanée des panneaux solaires par les privés en faisant en sorte que les services industriels achètent le surplus d'énergie produite. De plus, la Confédération et les cantons encouragent par leurs subventions l'achat de collecteurs solaires dans les ménages.
2. Développement Des recherches devront être encore impérativement menées dans le domaine des énergies alternatives afin d'encourager les innovations et d'augmenter leur degré d'efficacité de manière à renforcer leur compétitivité face aux énergies traditionnelles. En plus de l'amélioration des performances, il y a lieu, au moyen de subventions ciblées, d'abaisser les prix des énergies alternatives, de telle sorte que les consommateurs les préfèrent aux énergies traditionnelles.
3. Rapport du DFTCE du 3 février 1995
1. Subventions pour le chauffage au bois Le programme «Energie 2000» se traduit d'ores et déjà par des subventions accordées pour des chauffages à bois d'une
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Pétitions 746 21 juin 1995 puissance atteignant au moins 100kW. La promotion de cette énergie est l'une des trois composantes de l'action déployée dans le domaine des énergies renouvelables. En 1994, 4,4 millions de francs ont été dépensés à ce titre. Jusqu'ici, une centaine de chauffages au bois déchiqueté alimentant de petits réseaux de distribution de chaleur en ont bénéficié. Etant donné la situation des finances fédérales et les décisions budgétaires prises au sein du Parlement, l'aide financière accordée à l'utilisation énergétique du bois devra diminuer, comme bien d'autres dépenses d'ailleurs. En revanche, les mesures promotionnelles indirectes seront renforcées: information, conseils, assurance-qualité et intervention sélective dans les communes à l'enseigene d'«Energie 2000», pour qu'elles privilégient cette forme d'énergie.
2. Renchérissement des énergies non renouvelables Les bases juridiques actuelles ne permettent pas de renchérir les énergies non renouvelables au profit de celles qui le sont. Mais la taxe d'incitation préconisée (taxe CO2) agirait en partie dans ce sens. Le Conseil fédéral prendra une décision en se fondant sur les résultats de la consultation.
3. Energies de substitution et énergie nucléaire: encourager la recherche sur des bases identiques En 1993, les dépenses des collectivités publiques (Confédération, cantons, Fonds national pour la recherche énergétique, NEFF) en faveur de la recherche dans le domaine de l'énergie ont atteint 223,3 millions de francs. Sur cette somme, 67,9 millions de francs ont été versés au secteur nucléaire (35,7 à la fission et 32,2 à la fusion). Ailleurs, les montants consacrés à la recherche (155 millions de francs) ont donc représenté plus du double. Même si l'on fait abstraction des sommes consacrées à l'utilisation rationnelle de l'énergie (37,4 millions de francs) et à la combustion propre (17,8 millions de francs), il reste plus de 100 millions de francs pour les énergies renouvelables et pour les nouvelles techniques énergétiques, soit 1,5 fois plus que pour l'énergie nucléaire. Il s'agit de poursuivre les efforts considérables en faveur des énergies nouvelles et renouvelables, malgré la défection du NEFF et les restrictions budgétaires, qui n'épargneront pas la recherche.
4. Encouragement des énergies de substitution au moyen de subventions Conformément à l'arrêté sur l'énergie, les agents renouvelables bénéficient d'ores et déjà de subventions. Etant donné l'état des finances fédérales, il n'est cependant pas question d'une distribution tous azimuts. Du reste, différentes enquêtes destinées à évaluer les aides financières confirment aujourd'hui que nombre d'équipements ayant bénéficié d'une aide fédérale (capteurs solaires, pompes à chaleur) auraient été construits même sans celle-ci. Il n'est pas rare que la décision de construire soit prise non pas en vertu du montant promis, mais par le fait même que la Confédération soutient une technique (en particulier le chauffage au bois) et lui apporte ainsi sa caution. On cherchera désormais à obtenir le même résultat par des moyens offrant un meilleur rapport coût/utilité: des mesures d'assurance-qualité, une information plus soutenue, les conseils, le suivi et la commercialisation. Le secteur «Energies renouvelables» du programme «Energie 2000» tend à cela.
5. Surplus d'énergie: reprise et subventions On ne peut pas récupérer les surplus de chaleur des capteurs solaires de ménage. Une installation correctement dimensionnée ne produit en effet pas de tels surplus et l'opération impliquerait la mise en place de réseaux de chauffage à distance très onéreux, solution qui n'est envisageable que pour de très grands systèmes de capteurs. En revanche, l'électricité produite par des installations photovoltaïques - ou par d'autres sources renouvelables (petits aménagements hydrauliques, équipements à couplage chaleur-force alimentés à la biomasse, etc.) - est d'ores et déjà reprise, conformément à l'arrêté sur l'énergie. S'appuyant sur ce dernier, le DFTCE recommande une rétribution moyenne de 16 centimes par kWh. Grâce à ce tarif, la production de courant dans de petits aménagements hydrauliques ou à l'aide d'équipements alimentés à la biomasse devient très souvent compétitive. Il est toutefois nettement trop bas pour la production photovoltaïque. En conséquence, différentes compagnies d'électricité proposent en l'occurrence des tarifs plus élevés (p. ex. 1 franc le kWh) ou bien de nouvelles formes de financement; leurs clients peuvent notamment commander une certaine quantité annuelle d'électricité photovoltaïque, payée au prix coûtant (p. ex. fr. 1.50 le kWh). Le programme «Energie 2000» tend à encourager davantage de tels modèles de financement. Quant aux subventions généralisées, elles n'entrent pas en ligne de compte pour les raisons indiquées plus haut (ch. 2 et 4). Considérations de la commission La commission a examiné, le 24 février 1995, les neuf pétitions qui lui avaient été transmises au terme de la Session des jeunes 1994. Quelle suite donner aux propositions des jeunes?: telle est la première question qui s'est posée, compte tenu de l'expérience passée. Une sous-commission avait en effet déjà examiné les propositions issues de la Session des jeunes qui avait eu lieu en 1991. La commission avait pu se rendre compte à l'époque du réalisme relatif desdites propositions. Pour tout dire, les membres de la commission qui ont assisté à la session 1991 et à la session 1994 se sont déclarés déçus tant par l'organisation que par les résultats de cette dernière, en raison des sujets insuffisamment préparés et des décisions prises de manière improvisée. Concernant les réponses des départements aux propositions précitées, la commission les juge à la fois claires et fondées. Elle approuve donc sur le fond ces réponses, qui devront ultérieurement être communiquées aux organisateurs de la Session des jeunes. Antrag der Kommission Die Kommission beantragt, von der Petition Kenntnis zu nehmen, ihr aber keine Folge zu geben. Proposition de la commission La commission propose de prendre acte de la pétition sans y donner suite. Angenommen - Adopté 95.2009 Petition Jugendsession 1994 Energiebilanz Pétition Session des jeunes 1994 Bilan énergétique Schule Kurt (R, SH) unterbreitet im Namen der Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie (Urek) den folgenden schriftlichen Bericht:
1. Wortlaut der Petition Wir fordern: Deklarationspflicht für Reiseveranstalter (Energiebilanz).
2. Begründung Die Reiseveranstalter sollen gezwungen werden, die Reiseangebote auf die Umweltverträglichkeit zu prüfen und auszuweisen, wie stark jede Reise die Umwelt belastet. Dadurch erhalten die Konsumenten und Konsumentinnen die Chance, sich ökologisch verhalten zu können (ähnlich wie bei der Deklarationspflicht für Tropenhölzer).
3. Stellungnahme des EDI vom 9. Februar 1995
1. Um bei Reiseangeboten eine grössere Transparenz zu schaffen und dem Konsumenten ein verantwortungsbewusstes Verhalten zu erleichtern, ist es grundsätzlich wün-
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21. Juni 1995 747 Petitionen sehenswert, dass Reiseveranstalter ihre Angebote auf die Umweltverträglichkeit hin prüfen und die Ergebnisse offenlegen. Dies wird bereits von einigen Veranstaltern praktiziert.
2. Inwieweit der Reisende die Umwelt durch eine Reise belastet, hängt von vielen Faktoren ab (beispielsweise von der Entfernung des Zielorts, von den eingesetzten Transportmitteln, von den am Zielort unternommenen Aktivitäten). Die Erstellung einer Ökobilanz für eine gesamte Reise ist daher ein aufwendiges Unterfangen. Eine reine Energiebilanz für eine Reise zu erstellen ist zwar deutlich einfacher, dafür aber auch weniger aussagekräftig. Für den Konsumenten dürfte es jedoch eine ausreichende Hilfe sein, wenn er sich an die triviale Faustregel hält: Reisen im Flugzeug oder im Privatauto sind umweltbelastender als Reisen im Zug oder im Autobus; je weiter die Reisedistanz, um so grösser die Umweltbelastung.
3. Das EDI begrüsst freiwillige Bemühungen von Reiseveranstaltern, die Umweltverträglichkeit von Reisen anzugeben, lehnt jedoch eine allgemeine gesetzliche Pflicht zur Erstellung von Energiebilanzen für Reisen ab. Es ist der Auffassung, dass hier Reiseveranstalter, Konsumentinnen und Konsumenten und deren Organisationen eigenverantwortlich aktiv werden sollten. Erwägungen der Kommission Die Kommission behandelte am 24. Februar 1995 die neun ihr zugewiesenen Petitionen der Jugendsession 1994 gemeinsam. Zur Diskussion stand vorerst die Frage des Vorgehens, nachdem sich die Kommission schon mit den Petitionen der Jugendsession 1991 beschäftigt hat. Eine Subkommission hat sich mit den damaligen Petitionen intensiv auseinandergesetzt. Dabei sind die Grenzen solcher Vorstösse bezüglich ihrer parlamentarischen Umsetzbarkeit klar sichtbar geworden. Einzelne Kommissionsmitglieder, die an den Jugendsessionen 1991 und 1994 teilgenommen haben, erklärten sich von der Organisation und den Ergebnissen der Jugendsession I994 enttäuscht. Die wenig vertiefte Vorbereitung der Themen und Postulate und spontane «Beschlussfassung» sind hauptverantwortlich, dass den Ergebnissen der Jugendsession viel Zufälliges anhaftet. Die Kommission stellt zum materiellen Inhalt fest, dass die Forderungen der Jugendsession 1994 in den Stellungnahmen der Departemente klar und fundiert beantwortet worden sind. Materiell kann sie sich diesen Stellungnahmen anschliessen. Diese Stellungnahmen sollen den Organisatoren der Jugendsession zugänglich gemacht werden. Schule Kurt (R, SH) présente au nom de la Commission de l'environnement, de l'aménagement du territoire et de l'énergie (Ceate) le rapport écrit suivant:
1. Texte de la pétition Nous exigeons: pour les voyagistes, de faire état des bilans énergétiques.
2. Développement Les voyagistes seront tenus d'évaluer l'impact sur l'environnement des voyages proposés et d'indiquer l'intensité des atteintes à l'environnement suscitées par ceux-ci. L'occasion sera ainsi donnée aux consommateurs d'adopter un comportement écologique (comme dans le cas de la déclaration obligatoire pour les bois tropicaux).
3. Rapport du DFI du 9 février 1995
1. Pour créer une plus grande transparence dans les offres de voyage et faciliter un comportement plus responsable du consommateur, il est souhaitable que les voyagistes examinent leurs produits quant à l'impact sur l'environnement et rendent publics les résultats. Ceci est pratiqué déjà par certains voyagistes.
2. Plusieurs facteurs interviennent pour déterminer le degré d'atteinte à l'environnement occasionné par un voyageur: par exemple la distance du lieu de destination, les modes de transports utilisés, les activités entreprises sur place. L'établissement d'un écobilan pour le voyage entier est donc un travail de longue haleine. Un simple bilan énergétique pour un voyage est certainement bien plus simple, mais beaucoup moins concluant. Or, le consommateur devrait pouvoir s'en tenir à la règle générale et simple selon laquelle un voyage en avion ou en voiture particulière porte davantage atteinte à l'environnement qu'un voyage en train ou en autocar; en outre, plus la distance est grande, plus les atteintes augmentent.
3. Le DFI salue les efforts entrepris par les voyagistes à titre bénévole visant à indiquer le degré d'impact sur l'environnement de voyages; mais il rejette l'idée générale d'ancrer dans la loi l'obligation d'établir des bilans énergétiques pour les voyages. Il est d'avis qu'il faut en appeler à la responsabilité individuelle des voyagistes, des consommatrices et consommateurs et de leurs organisations. Considérations de la commission La commission a examiné, le 24 février 1995, les neuf pétitions qui lui avaient été transmises au terme de la Session des jeunes 1994. Quelle suite donner aux propositions des jeunes?: telle est la première question qui s'est posée, compte tenu de l'expérience passée. Une sous-commission avait en effet déjà examiné les propositions issues de la Session des jeunes qui avait eu lieu en 1991. La commission avait pu se rendre compte à l'époque du réalisme relatif desdites propositions. Pour tout dire, les membres de la commission qui ont assisté à la session 1991 et à la session 1994 se sont déclarés déçus tant par l'organisation que par les résultats de cette dernière, en raison des sujets insuffisamment préparés et des décisions prises de manière improvisée. Concernant les réponses des départements aux propositions précitées, la commission les juge à la fois claires et fondées. Elle approuve donc sur le fond ces réponses, qui devront ultérieurement être communiquées aux organisateurs de la Session des jeunes. Antrag der Kommission Die Kommission beantragt, von der Petition Kenntnis zu nehmen, ihr aber keine Folge zu geben. Proposition de la commission La commission propose de prendre acte de la pétition sans y donner suite. Angenommen - Adopté 95.2010 Petition Jugendsession 1994 Angestelltentransporte Pétition Session des jeunes 1994 Transports des employés sur le lieu de travail Schule Kurt (R, SH) unterbreitet im Namen der Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie (Urek) den folgenden schriftlichen Bericht:
1. Wortlaut der Petition Die Unternehmen sollen z. B. über Steuererleichterungen ermutigt werden, einen Gemeinschaftstransport ihrer Angestellten zum Arbeitsort zu organisieren.
2. Begründung Ziel ist es, dass Unternehmen z. B. durch finanzielle Anreize veranlasst oder motiviert werden, dafür zu sorgen, dass die
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Pétitions 748 21 juin 1995 Angestellten den Arbeitsort mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder einem Gemeinschaftstransport (Werkbusse) erreichen. Dadurch sollen die Emissionen und Schadstoffe verringert werden.
3. Stellungnahme der Eidgenössischen Steuerverwaltung vom 3. Februar 1995 Was die Auslagen für öffentliche Verkehrsmittel betrifft, können diese nach dem geltenden Recht durch die Arbeitnehmer von den Einkommenssteuern von Bund (Art. 26 Abs. 1 Bst. a DBG; SR 642.11), Kantonen und Gemeinden (Art. 9 Abs. 1 StHG; SR 642.14) zum Abzug gebracht werden. Wenn der Arbeitgeber Gemeinschaftstransporte (z. B. Werkbusse) für seine Arbeitnehmer einsetzt, sind die entsprechenden Kosten für ihn geschäftsmässig begründeter Aufwand, der mithin steuerlich zum Abzug berechtigt. Das gilt für die Reingewinnsteuer von Bund, Kantonen und Gemeinden. Diesfalls jedoch könnten die Arbeitnehmer nicht auch noch persönlich Transportauslagen steuerlich geltend machen. Erwägungen der Kommission Die Kommission behandelte am 24. Februar 1995 die neun ihr zugewiesenen Petitionen der Jugendsession 1994 gemeinsam. Zur Diskussion stand vorerst die Frage des Vorgehens, nachdem sich die Kommission schon mit den Petitionen der Jugendsession 1991 beschäftigt hat. Eine Subkommission hat sich mit den damaligen Petitionen intensiv auseinandergesetzt. Dabei sind die Grenzen solcher Vorstösse bezüglich ihrer parlamentarischen Umsetzbarkeit klar sichtbar geworden. Einzelne Kommissionsmitglieder, die an den Jugendsessionen 1991 und 1994 teilgenommen haben, erklärten sich von der Organisation und den Ergebnissen der Jugendsession I994 enttäuscht. Die wenig vertiefte Vorbereitung der Themen und Postulate und spontane «Beschlussfassung» sind hauptverantwortlich, dass den Ergebnissen der Jugendsession viel Zufälliges anhaftet. Die Kommission stellt zum materiellen Inhalt fest, dass die Forderungen der Jugendsession 1994 in den Stellungnahmen der Departemente klar und fundiert beantwortet worden sind. Materiell kann sie sich diesen Stellungnahmen anschliessen. Diese Stellungnahmen sollen den Organisatoren der Jugendsession zugänglich gemacht werden. Schule Kurt (R, SH) présente au nom de la Commission de l'environnement, de l'aménagement du territoire et de l'énergie (Ceate) le rapport écrit suivant:
1. Texte de la pétition Encourager (par des réductions fiscales, par exemple) l'aménagement, par les entreprises, d'un système de transport en commun sur le lieu de travail pour leurs employés.
2. Développement II convient d'inciter les entreprises au moyen d'avantages financiers à faire en sorte que leurs employés se rendent sur le lieu de travail en empruntant les transports publics ou un moyen de transport collectif (bus d'entreprise), de manière à obtenir une réduction des émissions de gaz polluants.
3. Rapport de l'Administration fédérale des contributions du 3 février 1995 Selon le droit en vigueur, les employés peuvent déduire des impôts sur le revenu de la Confédération (art. 26 al 1er let a LIFO; RS 642.11), des cantons et des communes (art. 9 al 1er LHID; RS 642.14) les frais occasionnés par l'utilisation des transports publics. Lorsque l'employeur met au service de ses employés des moyens de transports en commun (p. ex. bus d'entreprise), les frais qu'il consent à cet effet sont, pour lui, des dépenses justifiées par l'usage commercial, qu'il peut, par conséquent, déduire fiscalement. Cette réglementation est valable pour les impôts sur les bénéfices nets fédéraux, cantonaux et communaux. Dans le cas envisagé ci-dessus, les employés ne pourraient pas, à leur tour, faire valoir fiscalement ces mêmes frais. Considérations de la commission La commission a examiné, le 24 février 1995, les neuf pétitions qui lui avaient été transmises au terme de la Session des jeunes 1994. Quelle suite donner aux propositions des jeunes?: telle est la première question qui s'est posée, compte tenu de l'expérience passée. Une sous-commission avait en effet déjà examiné les propositions issues de la Session des jeunes qui avait eu lieu en 1991. La commission avait pu se rendre compte à l'époque du réalisme relatif desdites propositions. Pour tout dire, les membres de la commission qui ont assisté à la session 1991 et à la session 1994 se sont déclarés déçus tant par l'organisation que par les résultats de cette dernière, en raison des sujets insuffisamment préparés et des décisions prises de manière improvisée. Concernant les réponses des départements aux propositions précitées, la commission les juge à la fois claires et fondées. Elle approuve donc sur le fond ces réponses, qui devront ultérieurement être communiquées aux organisateurs de la Session des jeunes. Antrag der Kommission Die Kommission beantragt, von der Petition Kenntnis zu nehmen, ihr aber keine Folge zu geben. Proposition de la commission La commission propose de prendre acte de la pétition sans y donner suite. Angenommen - Adopté 95.2011 Petition Jugendsession 1994 CO2-Lenkungsabgabe Pétition Session des jeunes 1994 Taxe sur les émissions de CO2 Schule Kurt (R, SH) unterbreitet im Namen der Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie (Urek) den folgenden schriftlichen Bericht:
1. Wortlaut der Petition
1. Wir fordern die Einführung einer C02-Lenkungsabgabe. Ab 1996 soll der Preis der fossilen Brennstoffe bis 2015 jährlich um 6 Prozent erhöht werden. Somit werden sich die Preise in diesem Zeitraum verdreifachen.
2. Die daraus resultierenden Einnahmen sollen für die Verbilligung, den Erhalt und den Ausbau des öffentlichen Verkehrs verwendet werden.
2. Begründung Für die Jugendsession ist das Verursacherprinzip (Einbezug aller entstehender Kosten wie z. B. Luftverschmutzung, Unfälle usw.) von zentraler Bedeutung. Eine Veränderung hin zum ökologischen Verhalten kann heute nur dadurch erreicht werden, dass umweltschädliches Verhalten durch höhere Preise oder Abgaben bestraft wird.
3. Stellungnahme des EDI vom 9. Februar 1995 Zu Punkt 1: Die in der Petition geforderte schrittweise Verteuerung der Energie durch eine Lenkungsabgabe ist grundsätzlich die richtige Strategie einer modernen Umwelt- und Energiepolitik. Eine bessere Integration von Umwelt und Wirtschaft muss über die marktwirtschaftlichen Instrumente erfolgen. Nur so sind Fortschritte auf dem Weg zu einer dauerhaften Entwicklung unserer Gesellschaft zu erreichen.
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21. Juni 1995 749 Petitionen In diese Richtung zielt auch der Vorschlag des Bundesrates zur Einführung einer CO2-Abgabe. Er hat am 23. März 1994 das Eidgenössische Departement des Innern ermächtigt, die Vernehmlassung zum Entwurf des Bundesgesetzes über eine CO2-Abgabe auf fossilen Energieträgern zu eröffnen. Die Vernehmlassung wurde vom 29. März 1994 bis zum 30. September 1994 durchgeführt. Der Bundesrat wird über die weiteren Schritte voraussichtlich im Frühjahr 1995 entscheiden. Die Erhebung der CC>2-Abgabe soll massgebend dazu beitragen, die CO2-Emissionen und den fossilen Energieverbrauch bis zum Jahr 2000 auf dem Niveau von 1990 zu stabilisieren und anschliessend zu reduzieren. Mit der Unterzeichnung und der Ratifizierung des Rahmenübereinkommens der Vereinten Nationen über Klimaänderungen hat sich die Schweiz zu dieser Zielsetzung verpflichtet. Dieses klimapolitische Ziel läuft weitgehend parallel zu den energieund luftreinhaltepolitischen Zielen des Bundesrates, wie sie im Aktionsprogramm «Energie 2000» und im Luftreinhaltekonzept festgelegt sind. Mit der Einführung der CO2-Abgabe sollen sämtlichen fossilen Energieträger wie beispielsweise Öl, Gas, Kohle, Benzin und Diesel entsprechend ihrem CO2-Gehalt verteuert werden. Die Abgabe würde gemäss Vernehmlassungsvorlage stufenweise in voraussehbarer Weise eingeführt bzw. erhöht, um den Betroffenen die rechtzeitige Anpassung an die Abgabe zu erleichtern. Es entstünden Preiserhöhungen in der Grössenordnung z. B. beim Heizöl Extraleicht von etwa
30 Prozent. Bei der Ausgestaltung der Abgabe, insbesondere bei der Höhe und der Anzahl der Abgabestufen, müssen die möglichen Wettbewerbsauswirkungen sorgfältig beachtet werden. Mit vernünftigen Erleichterungen für die Wirtschaft ist der Spielraum für eine lenkungswirksame und wirtschaftsverträgliche Abgabe in mehreren Stufen durchaus vorhanden. Beliebig gross ist aber dieser Spielraum nicht, solange unsere wichtigsten Handelspartner nicht ähnlich hohe Abgaben einführen. Eine Verdreifachung der Energiepreise bis zum Jahr 2015 kann gegenwärtig nicht als realistisches Ziel eingestuft werden. Zu Punkt 2: Eine Finanzierung des öffentlichen Verkehrs durch die Einnahmen aus der CO2-Abgabe ist in der Vernehmlassungsvorlage des Bundesrates nicht vorgesehen. Der Bundesrat gibt einer möglichst weitgehenden Trennung von Lenkungsabgaben und Fiskalabgaben den Vorzug. Mit Lenkungsabgaben werden umweltpolitische Ziele verfolgt und auch die Internalisierung von Umweltkosten angestrebt. Die Finanzierung öffentlicher Aufgaben soll über Fiskalabgaben erfolgen. Erwägungen der Kommission Die Kommission behandelte am 24. Februar 1995 die neun ihr zugewiesenen Petitionen der Jugendsession 1994 gemeinsam. Zur Diskussion stand vorerst die Frage des Vorgehens, nachdem sich die Kommission schon mit den Petitionen der Jugendsession 1991 beschäftigt hat. Eine Subkommission hat sich mit den damaligen Petitionen intensiv auseinandergesetzt. Dabei sind die Grenzen solcher Vorstösse bezüglich ihrer parlamentarischen Umsetzbarkeit klar sichtbar geworden. Einzelne Kommissionsmitglieder, die an den Jugendsessionen 1991 und 1994 teilgenommen haben, erklärten sich von der Organisation und den Ergebnissen der Jugendsession I994 enttäuscht. Die wenig vertiefte Vorbereitung der Themen und Postulate und spontane «Beschlussfassung» sind hauptverantwortlich, dass den Ergebnissen der Jugendsession viel Zufälliges anhaftet. Die Kommission stellt zum materiellen Inhalt fest, dass die Forderungen der Jugendsession 1994 in den Stellungnahmen der Departemente klar und fundiert beantwortet worden sind. Materiell kann sie sich diesen Stellungnahmen anschliessen. Diese Stellungnahmen sollen den Organisatoren der Jugendsession zugänglich gemacht werden. Schule Kurt (R, SH) présente au nom de la Commission de l'environnement, de l'aménagement du territoire et de l'énergie (Ceate) le rapport écrit suivant:
1. Texte de la pétition
1. Nous exigeons l'introduction d'une taxe sur les émissions de CO2. A partir de 1996, le prix des carburants fossiles doit augmenter de 6 pour cent par année, et ce jusqu'en 2015. Les prix auront ainsi triplé à la fin de cette période.
2. Les sommes ainsi récoltées serviront à la réduction du prix des courses, à l'entretien, et à l'extension du réseau des transports publics.
2. Développement Le principe du pollueur-payeur (intégration de tous les coûts occasionnés tels que la pollution de l'air, les accidents, etc.) constitue un objectif prioritaire aux yeux de la Session des jeunes. En effet, une évolution vers un comportement écologique ne peut être obtenue aujourd'hui qu'en pénalisant les atteintes à l'environnement par des prix et des taxes plus élevés.
3. Rapport du DFI du 9 février 1995 Concernant le point 1: Une augmentation progressive du prix de l'énergie du fait d'une taxe d'incitation - comme l'exige la pétition - est, quant à son principe, la bonne voie à suivre pour mener une politique environnementale et énergétique moderne. Une meilleure intégration d'instruments économiques, c'est la seule voie possible vers un développement durable de notre société. Le projet d'une taxe CO2, présenté par le Conseil fédéral, va clairement dans ce sens. Celui-ci a habilité le Département fédéral de l'intérieur, le 23 mars 1994, à lancer la procédure de consultation sur le projet de loi fédérale créant une taxe CO2 prélevée sur les énergies fossiles. La consultation a duré jusqu'au 30 septembre 1994. Probablement au printemps 1995, le Conseil fédéral se déterminera sur la suite de sa démarche. La perception d'une taxe sur le CO2 devrait servir principalement, d'ici l'an 2000, à stabiliser, au niveau de 1990, la consommation d'énergie fossile, puis, plus tard, à la réduire. En signant et en ratifiant la Convention-cadre des Nations Unies sur les changements climatiques, la Suisse s'est engagée à poursuivre cet objectif. Celui-ci, qui relève de la politique climatique, est parallèle aux objectifs de la politique du Conseil fédéral en matière d'énergie et de qualité de l'air, conformément au programme d'action «Energie^OOO» et dans la stratégie de lutte contre la pollution de l'air. L'introduction de la taxe CO2 doit provoquer un renchérissement de toutes les énergies fossiles, telles que l'huile, le gaz, le charbon, l'essence et le diesel, et ce, dans une proportion qui correspond à leur teneur en CO2. Selon le projet soumis en consultation, la taxe serait introduite puis augmentée par étapes, suivant un calendrier fixé d'avance, ce qui permettra aux intéressés de s'adapter à la nouvelle taxe plus facilement et à temps. Les augmentations de prix qui en résulteraient seraient par exemple de 30 pour cent pour l'huile de chauffage extralégère. En concevant les modalités de la taxe, notamment son montant et le nombre d'étapes, l'on devra veiller aux conséquences possibles sur la capacité concurrentielle des entreprises. Un système raisonnable d'allégements en faveur de l'économie crée une marge de manoeuvre suffisante pour qu'une taxe en plusieurs étapes ait un effet incitatif et soit supportable pour l'économie. Mais cette marge n'est pas extensible à l'infini aussi longtemps que nos principaux partenaires commerciaux n'auront pas introduit une taxe dont le montant est semblable. Il n'est guère réaliste aujourd'hui de proposer un triplement des prix de l'énergie jusqu'en l'an 2015. Concernant le point 2: Le projet mis en consultation par le Conseil fédéral ne prévoit pas de financer les transports publics avec les recettes de la taxe. Le Conseil fédéral préfère opérer une distinction assez nette entre les taxes d'incitation et les redevances fiscales. Les taxes d'incitation sont destinées à des objectifs de politique environnementale, et à aménager l'internalisation des coûts environnementaux. Quant au financement des tâches publiques, il reviendrait au produit des redevances fiscales.
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Pétitions 750 21 juin 1995 Considérations de la commission La commission a examiné, le 24 février 1995, les neuf pétitions qui lui avaient été transmises au terme de la Session des jeunes 1994. Quelle suite donner aux propositions des jeunes?: telle est la première question qui s'est posée, compte tenu de l'expérience passée. Une sous-commission avait en effet déjà examiné les propositions issues de la Session des jeunes qui avait eu lieu en 1991. La commission avait pu se rendre compte à l'époque du réalisme relatif desdites propositions. Pour tout dire, les membres de la commission qui ont assisté à la session 1991 et à la session 1994 se sont déclarés déçus tant par l'organisation que par les résultats de cette dernière, en raison des sujets insuffisamment préparés et des décisions prises de manière improvisée. Concernant les réponses des départements aux propositions précitées, la commission les juge à la fois claires et fondées. Elle approuve donc sur le fond ces réponses, qui devront ultérieurement être communiquées aux organisateurs de la Session des jeunes. Antrag der Kommission Die Kommission beantragt, von der Petition Kenntnis zu nehmen, ihr aber keine Folge zu geben. Proposition de la commission La commission propose de prendre acte de la pétition sans y donner suite. Angenommen - Adopté 95.2012 Petition Gülkanat Nimet Behindertengerechte Verkehrsmittel Pétition Gülkanat Nimet Moyens de transport adaptés aux besoins des handicapés Uhlmann Hans (V, TG) unterbreitet im Namen der Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen (KVF) den folgenden schriftlichen Bericht: Mit der am 1. Juni 1994 eingereichten Petition fordert Frau Nimet Gülkanat, dass die öffentlichen Verkehrsmittel vermehrt für die Benutzung durch körperlich Behinderte ausgestaltet werden. Sie erwähnt das Beispiel der Bahnen, die wegen der zu hohen Treppen für Behinderte praktisch unzugänglich sind. Sie fragt, ob das Parlament nicht dafür sorgen könnte, dass die Betreiber öffentlicher Verkehrsmittel beim Bau von Fahrzeugen und Anlagen mehr an die körperlich Behinderten denken müssen. Erwägungen der Kommission Die Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen prüfte diese Petition am 24. April 1995 und hielt dabei folgendes fest: Für eine behinderte Person ist es tatsächlich schwierig, die öffentlichen Verkehrsmittel selbständig zu benützen, insbesondere die Züge, wie dies von der Petentin betont wird. In den kommenden Jahren muss daher auf diesem Gebiet noch etliches getan werden. Die neueren Bahnhofsanlagen ermöglichen zwar den Zugang zu den Perrons entweder durch Rampen oder Lifte. Allerdings ist die schlechte finanzielle Lage der öffentlichen Hand eingeschränkt. Auch ist zu berücksichtigen, dass die Eisenbahnwagen eine Lebensdauer von ungefähr fünfundvierzig Jahren haben und dass die Finanzlage der Transportunternehmungen eine vorzeitige Auswechslung des Rollmaterials nicht zulässt. Die Kommission weist schliesslich darauf hin, dass die öffentlichen Verkehrsmittel in den letzten Jahren einiges unternommen haben, um den Behinderten das Reisen angenehmer zu gestalten. So gibt es beispielsweise nur noch wenige Züge ohne Rollstuhlabteile, in vielen Bahnhöfen wird der Einund Auslad von Rollstühlen mit Mobillifts erleichtert, und in den Städten werden immer mehr Niederflurbusse und -trams eingesetzt. Schliesslich hält die Kommission fest, dass das Parlament im Rahmen der in der Frühjahrssession 1995 verabschiedeten Revision des Eisenbahngesetzes unter Artikel 51 Absatz 2 Buchstabe e die Bestimmung eingefügt hat, wonach bei der Festlegung des Leistungsangebotes auch die «Anliegen der Behinderten» in Betracht gezogen werden. Die Kommission ist sich dieses Problems bewusst und unterstützt deshalb diese Forderung vollauf, ist sich aber gleichzeitig der schwierigen Finanzlage der öffentlichen Hand und der öffentlichen Verkehrsmittel bewusst. Uhlmann Hans (V, TG) présente au nom de la Commission des transports et des télécommunications (CTT) le rapport écrit suivant: En date du 1 er juin 1994, Mme Nimet Gülkanat a fait parvenir une pétition par laquelle elle demande que les transports publics soient rendus plus accessibles aux personnes souffrant d'un handicap physique. Elle cite l'exemple des trains dont l'accès est rendu pratiquement impossible en raison de la hauteur des marches. Elle demande si le Parlement ne pourrait pas intervenir pour que les transporteurs publics pensent davantage aux handicapés lorsqu'ils mettent en service des véhicules ou construisent l'infrastructure de transports publics. La Commission des transports et des télécommunications a examiné la pétition, le 24 avril 1995, et a relevé ce qui suit: Elle constate effectivement qu'il est souvent difficile pour une personne handicapée d'utiliser de façon autonome les transports publics, en particulier les trains comme le souligne la pétitionnaire, et que de nombreuses choses devront être accomplies dans ce domaine dans les années à venir. Elle remarque cependant que les installations actuellement construites dans les gares permettent l'accès au quais soit par des rampes d'accès soit par des ascenseurs, mais que les possibilités d'aménagement se heurtent à la situation financière des collectivités publiques. De même, les wagons ont une durée de vie d'environ 45 ans et la situation financière des entreprises de transports publics ne permet pas de remplacer ces équipements de façon prématurée. Elle signale finalement que les transports publics ont été attentifs dans ces dernières années à améliorer le transport des personnes handicapées. Par exemple, il n'y a que peu de trains sans compartiments pour chaises roulantes, des ascenseurs mobiles ont été installés dans plusieurs gares pour permettre le chargement et déchargement de chaises roulantes, et, dans les villes, les bus et trams à niveau s'imposent de plus en plus. La commission tient à mentionner enfin que dans le cadre de la révision de la loi fédérale sur les chemins de fer, adoptée par le Parlement lors de la session de printemps 1995, celuici a ajouté, à l'article 51 alinéa 2 lettre e, que lors de la détermination de l'offre de prestations sont également pris en considération les «impératifs des handicapés». La commission est consciente et soucieuse de rendre justice à cette exigence qu'elle approuve pleinement, mais elle est également consciente de la situation financière difficile des collectivités publiques et des entreprises de transports publics. Antrag der Kommission Die Kommission beantragt, die Petition dem Bundesrat zur Kenntnisnahme zu überweisen. Proposition de la commission La commission propose de transmettre la pétition au Conseil fédéral pour qu'il en prenne acte. Angenommen - Adopté -- 18 of 31 -21. Juni 1995 751 Petitionen 95.2013 Petition Neuer Rütlibund Verhütung der Briefmarkenschande Pétition Neuer Rütlibund Non-diffusion d'un timbre immoral Uhlmann Hans (V, TG) unterbreitet im Namen der Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen (KVF) den folgenden schriftlichen Bericht: Der Neue Rütlibund fordert in seiner am I.Oktober 1994 mit 1013 Unterschriften eingereichten Petition, dass die PTT auf die Herausgabe der Sondermarke im Rahmen der Stop-Aids-Kampagne verzichtet, die von Niki de Saint Phalle gestaltet wurde und ein Kondom darstellt. Die Petenten empören sich gegen die Anti-Aids-Kampagne, die sie als unmoralisch bezeichnen, und wehren sich gegen eine Werbung für eine Lebensweise mit wechselnden Partnern. Sie fordern deshalb, dass diese Marke, die das sittliche Empfinden vieler Leute stört, aus dem Verkehr gezogen wird. Erwägungen der Kommission Die Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen prüfte diese Petition am 24. April 1995 und hielt dabei fest: Die Aidskrankheit ist ein schwerwiegendes Problem unserer Gesellschaft, für das noch keine wirksame medizinische Lösung gefunden worden ist. Auch wenn die gegenseitige Treue eines der besten Mittel ist, um der Verbreitung dieser Krankheit entgegenzuwirken, zwingen die Tatsachen dazu, das Problem pragmatischer anzugehen und darauf hinzuweisen, dass die Verwendung von Kondomen das wirksamste Präventionsmittel darstellt. Angesichts der Schwere und der Verbreitung der Krankheit hat das Bundesamt für Gesundheitswesen eine Strategie gewählt, welche aufrütteln soll, ohne Anstoss zu erregen. Die Kommission weist schliesslich darauf hin, dass ein Rückzug der Marke sich heute erübrigt, da es sich um eine beschränkte Ausgabe handelte, die aufgrund der regen Nachfrage bei vielen Postämtern bereits ausverkauft ist und gar nicht mehr nachgeliefert wird. Im übrigen waren auf den Postämtern auch immer Marken ohne dieses umstrittene Motiv erhältlich. Uhlmann Hans (V, TG) présente au nom de la Commission des transports et des télécommunications (CTT) le rapport écrit suivant: Le 1er octobre 1994, le Neue Rütlibund a déposé une pétition, munie de 1013 signatures, par laquelle il réclame la non-diffusion par les PTT du timbre publié dans le cadre de la campagne Stop Sida qui représente un préservatif, dessiné par Niki de Saint Phalle. Cette association s'insurge contre la campagne antisida qu'elle qualifie d'immorale, et contre la publicité qui est ainsi faite pour un mode de vie où l'on change de partenaires. Elle réclame donc que soit retiré de la circulation ce timbre qui choque la sensibilité morale de nombreuses personnes. Considérations de la commission Le 24 avril 1995, la Commission des transports et des télécommunications a examiné cette pétition et a relevé ce qui suit: La maladie du sida est un problème grave auquel la société contemporaine se voit confrontée et qui n'a pas encore trouvé de solution véritablement efficace au niveau médical. Si la fidélité est effectivement l'un des meilleurs moyens de lutter contre cette maladie, les faits obligent à envisager le problème sous un jour plus pragmatique et à constater que la prévention, au moyen du préservatif, est le moyen le plus efficace de se protéger. Vu la gravité de la maladie et son étendue, l'Office fédéral de la santé publique a opté pour une stratégie qui frappe l'attention tout en faisant attention de ne pas choquer la sensibilité. Mais la commission constate que c'était le but du timbre que de provoquer des réactions qui attirent l'attention sur un problème qui se pose à la société actuellement. La commission remarque finalement que le retrait du marché de ce timbre ne se justifie désormais plus puisqu'il s'agit d'une édition limitée qui est déjà épuisée dans de nombreux offices postaux, devant le succès de ce timbre. Elle note également qu'il ne sera pas renouvelé. En outre, il a toujours été possible d'acheter des timbres qui ne portaient pas le motif contesté. Antrag der Kommission Mehrheit Von der Petition Kenntnis nehmen, ihr aber keine Folge geben. Minderheit (Maissen, Danioth) Von der Petition Kenntnis nehmen und die zuständigen Instanzen ersuchen, bei der Gestaltung künftiger Briefmarkenauflagen mit sensiblen Themen dem unterschiedlichen sittlichen Empfinden in Teilen des Volkes gebührend Rechnung zu tragen. Der Petition ist im weiteren keine Folge zu geben. Proposition de la commission Majorité Prendre acte de la pétition sans y donner suite. Minorité (Maissen, Danioth) Prendre connaissance de la pétition et inviter les services compétents à faire en sorte qu'à l'avenir il soit tenu compte des sensibilités diverses de la population en matière de moeurs, la prochaine fois qu'il sera envisagé de choisir un sujet délicat pour illustrer une édition de timbres. En outre, il n'y a pas lieu de donner suite à la pétition. Uhlmann Hans (V, TG), Berichterstatter: Sie haben einen schriftlichen Bericht erhalten. Darin sind die Gründe aufgeführt, warum die Kommissionsmehrheit beantragt, von der Petition Kenntnis zu nehmen, ihr aber keine Folge zu geben. Ich verzichte darauf, weitere Ausführungen im Namen der Kommissionsmehrheit zu machen. Maissen Theo (C, GR), Sprecher der Minderheit: Die Minderheit beantragt auch, dass der Petition keine Folge zu geben sei; schon deshalb, weil die Briefmarken bereits veräussert sind. Man kann diesen Wunsch der Petenten gar nicht mehr erfüllen. Es wäre hingegen angebracht, wenn dieser Zusatz gemäss Antrag der Minderheit gemacht würde, wonach man künftig etwas zurückhaltender sein sollte. Ich werde das kurz begründen, möchte aber zwei Vorbemerkungen machen:
1. Persönlich hat mich die Briefmarke mit dem von Niki de Saint Phalle gestalteten Kondom weder gestört noch habe ich mich darüber besonders gefreut. Ich habe sie wahrscheinlich auch verwendet. Man hat sich höchstens fragen können, ob es für die Zielgruppe im Rahmen der Anti-Aids-Kampagne überhaupt von Nutzen ist, dass diese Briefmarke gemacht worden ist. Ich habe eher den Eindruck, dass die für diese Briefmarke Verantwortlichen wahrscheinlich modern, progressiv und nonkonformistisch sein wollten. Die zweite Vorbemerkung: Ich bin in keiner Art und Weise mit den Organisationen verbunden, die diese Petitionen eingereicht haben. Bis heute war mir nicht einmal bekannt, dass diese Organisationen existieren. Ich meine nun aber, dass wir in bezug auf gewisse Entwicklungen in diesem Rat vielleicht einmal ein Denkzeichen setzen sollten. Wir rühmen uns, in einer pluralistischen Gesellschaft zu leben - offen, ohne Tabus, und vor allem keine Prüderie. Wir sind damit zum Teil zu einer permissiven Gesellschaft geworden, wo geistig und weltanschaulich indifferente Haltungen potentiell vorhanden sind und vielleicht auch -- 19 of 31 -Pétitions 752 21 juin 1995 dominieren. Wesentlich dazu beigetragen haben sicher die Medien - elektronische Medien und Printmedien, Literatur und Film. Es ist umstritten, welche Wirkungen Darstellungen von Gewalt oder eben von Sexualität ohne Verantwortung auf die Menschen allgemein und vor allem auch auf die Jugendlichen haben. Darüber wird diskutiert, aber es ist sicher anzunehmen, dass der gegenseitige Respekt und die Achtung gegenüber den Mitmenschen in gewissen Belangen durch diese Darstellungen nicht gefördert werden. Das zeigt sich auch darin, dass wir heute genötigt sind, auf Gesetzesebene darüber zu diskutieren, über das Mobbing, über sexuelle Belästigungen am Arbeitsplatz usw. Das sind zum Teil Entwicklungen, die damit zusammenhängen, dass man das offener darlegt. Auf der anderen Seite können es auch Verhaltensänderungen sein. In diesem Umfeld sollten wir-so meine ich - Verständnis für Leute und für Teile des Volkes haben, die sich von dieser Entwicklung bedrängt fühlen und ihre sittlichen und moralischen Wertvorstellungen als bedroht empfinden. Es mag zwar nur eine kleine Minderheit sein, die sich vernehmbar dazu äussert. Aber wenn Sie sich hin und wieder im Volk umhören, dann werden Sie feststellen, dass bei verschiedenen Menschen in diesem Staate gegenüber diesem Zerfall traditioneller sittlicher Werte und Normen mindestens ein Unbehagen besteht. Es ist eine Aufgabe des Parlamentes und der staatlichen Organe, schweigende Minderheiten oder vielleicht auch schweigende Mehrheiten in ihrem Empfinden zu beachten. Es gehört zur Toleranz, nicht nur alles zuzulassen, sondern hin und wieder auch Verzicht zu üben, etwas aus Rücksichtnahme auf andere Werthaltungen nicht zu tun. Man könnte dem entgegenhalten, dass dieses Bild, diese Briefmarke im Vergleich zu Plakaten, TV-Werbung, Kioskaushängen usw. überhaupt keine Bedeutung habe. Es ist aber etwas anderes, wenn ein postalisches Wertzeichen, das offiziellen Charakter hat, bei Leuten Anstoss erregen kann. Es ist nicht richtig, wie begründet wurde, dass Leute, die sich daran stören, die Möglichkeit hätten, auf andere Briefmarken auszuweichen. Ich glaube, das ist eine fragliche Empfehlung. In der Kommission wurde auch der Einwand erhoben, wenn man diesem Minderheitsantrag zustimme, könne das dazu führen, dass sich andere Leute bei anderen Briefmarkendarstellungen auch betroffen fühlen könnten, z. B. bei einer Jubiläumsbriefmarke des Militärs, auf der eine Kanone abgebildet würde. Dann könnte auch jemand sagen, sein Empfinden sei verletzt. Das Militär ist eine Aufgabe, die in der Bundesverfassung festgeschrieben ist. Ich erwarte vom Parlament, dass dann eine solche Petition differenziert beurteilt werden kann. Ich komme zu den Schlussfolgerungen: Die Frage ist: Heiligt der Zweck die Mittel - hier die Stop-Aids-Kampagne die Briefmarke - um jeden Preis? Wenn die Wirkung fraglich ist - das meine ich bei dieser Briefmarke - und gleichzeitig Teile dieses Volkes vor den Kopf gestossen werden, dann müsste man sich in Zukunft fragen, ob das richtig ist. Ich möchte noch etwas Zweites erwähnen. Es geht um den Wert der Petition. Ich habe einmal in der Schule gelernt, dass Artikel 57 der Bundesverfassung, wo festgehalten ist, dass das Petitionsrecht gewährleistet sei, einen hohen demokratischen Wert festschreibe. Ich habe in meiner parlamentarischen Tätigkeit feststellen müssen, dass die Erledigung der Petitionen zu den mehr oder weniger lästigen Pflichtübungen gehört. Man sollte Petitionen, bei denen es darum geht, dass Anliegen der Bürger und Bürgerinnen vor das Parlament gebracht werden, vielleicht etwas genauer ansehen, und wenn es geht, ihnen Rechnung tragen und sie so ernst nehmen, wie wir von der Minderheit das zu machen versuchen. Es ist mein Appell bei dieser Petition, diesen Gruppen in unserer Bevölkerung Verständnis entgegenzubringen. Setzen Sie damit ein Zeichen gegen den Strom des Zeitgeistes und bringen Sie den Wertmassstäben der Petenten Verständnis entgegen, indem Sie der Minderheit zustimmen und die verantwortlichen Behörden darauf aufmerksam machen, bei solchen Gestaltungen in Zukunft etwas zurückhaltender und überlegter vorzugehen. Abstimmung - Vote Für den Antrag der Mehrheit 9 Stimmen Für den Antrag der Minderheit 7 Stimmen 95.2014 Petition Mouvement humaniste Gegen die Herausgabe der Anti-Aids-Marke Pétition Mouvement humaniste Refus du timbre antisida Uhlmann Hans (V, TG) unterbreitet im Namen der Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen (KVF) den folgenden schriftlichen Bericht: Die Vereinigung Mouvement humaniste fordert in ihrer Petition vom 17. Oktober 1994, dass die PTT auf die Herausgabe der Sondermarke im Rahmen der Stop-Aids-Kampagne verzichtet, die von Niki de Saint Phalle gestaltet wurde und ein Kondom darstellt. Diese Vereinigung protestiert gegen die Aussage, welche das Motiv dieser Marke in ihren Augen vermittelt: Eine Ermutigung zu hetero- oder homosexuellen Mehrpartnerbeziehungen und zu einer individualistischen Lebenshaltung. Zudem werde hier ein trügerisches Bild vermittelt, da das Kondom keinen hundertprozentigen Schutz vor einer Ansteckung biete. Die Petenten fordern deshalb, dass diese Marke, die das sittliche Empfinden vieler Leute stört, aus dem Verkehr gezogen wird. Erwägungen der Kommission Die Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen prüfte diese Petition am 24. April 1995 und hielt dabei fest: Die Aidskrankheit ist ein schwerwiegendes Problem unserer Gesellschaft, für das noch keine wirksame medizinische Lösung gefunden worden ist. Auch wenn die gegenseitige Treue eines der besten Mittel ist, um der Verbreitung dieser Krankheit entgegenzuwirken, zwingen die Tatsachen dazu, das Problem pragmatischer anzugehen und darauf hinzuweisen, dass die Verwendung von Kondomen das wirksamste Präventionsmittel darstellt. Angesichts der Schwere und der Verbreitung der Krankheit hat das Bundesamt für Gesundheitswesen eine Strategie gewählt, welche aufrütteln soll, ohne Anstoss zu erregen. Die Kommission weist schliesslich darauf hin, dass ein Rückzug der Marke sich heute erübrigt, da es sich um eine beschränkte Ausgabe handelte, die aufgrund der regen Nachfrage bei vielen Postämtern bereits ausverkauft ist und gar nicht mehr nachgeliefert wird. Im übrigen waren auf den Postämtern auch immer Marken ohne dieses umstrittene Motiv erhältlich. Uhlmann Hans (V, TG) présente au nom de la Commission des transports et des télécommunications (CTT) le rapport écrit suivant: Le 17 octobre 1994, le Mouvement humaniste a déposé une pétition par laquelle il réclame la non-diffusion par les PTT du timbre publié dans le cadre de la campagne Stop Sida qui représente un préservatif, dessiné par Niki de Saint Phalle. Cette association proteste contre le message diffusé par ce timbre qu'elle interprète comme un encouragement à avoir de nombreux partenaires, hétérosexuels ou homosexuels, encourageant ainsi une philosophie de vie individualiste. En outre, elle juge le message du timbre pas honnête et trompeur, puisqu'un préservatif ne constitue pas une protection efficace à cent pour cent. Elle réclame donc que soit retiré de -- 20 of 31 -21. Juni 1995 753 Petitionen la circulation ce timbre qui choque la sensibilité morale de nombreuses personnes. Considérations de la commission Le 24 avril 1995, la Commission des transports et des télécommunications a examiné cette pétition et a relevé ce qui suit: La maladie du sida est un grave problème auquel la société contemporaine se voit confrontée et qui n'a pas encore trouvé de solution véritablement efficace au niveau médical. Si la fidélité est effectivement l'un des meilleurs moyens de lutter contre cette maladie, les faits obligent à envisager le problème sous un jour plus pragmatique et à constater que la prévention, au moyen du préservatif, est le moyen le plus efficace de se protéger. Vu la gravité de la maladie et son étendue, l'Office fédéral de la santé publique a opté pour une stratégie qui frappe l'attention tout en faisant attention de ne pas choquer la sensibilité. Mais la commission constate que c'était le but du timbre que de provoquer des réactions qui attirent l'attention sur ce problème qui se pose à la société actuellement. La commission remarque finalement que le retrait du marché de ce timbre ne se justifie désormais plus puisqu'il s'agit d'une édition limitée qui est déjà épuisée dans de nombreux offices postaux, devant le succès de ce timbre. Elle note également qu'il ne sera pas renouvelé. Et il a toujours été possible d'acheter des timbres qui ne portaient pas le motif contesté. Antrag der Kommission Mehrheit Von der Petition Kenntnis nehmen, ihr aber keine Folge geben. Minderheit (Maissen, Danioth) Von der Petition Kenntnis nehmen und die zuständigen Instanzen ersuchen, bei der Gestaltung künftiger Briefmarkenauflagen mit sensiblen Themen dem unterschiedlichen sittlichen Empfinden in Teilen des Volkes gebührend Rechnung zu tragen. Der Petition ist im weiteren keine Folge zu geben. Proposition de la commission Majorité Prendre acte de la pétition sans y donner suite. Minorité (Maissen, Danioth) Prendre connaissance de la pétition et inviter les services compétents à faire en sorte qu'à l'avenir il soit tenu compte des sensibilités diverses de la population en matière de moeurs, la prochaine fois qu'il sera envisagé de choisir un sujet délicat pour illustrer une édition de timbres. En outre, il n'y a pas lieu de donner suite à la pétition. Abstimmung - Vote Für den Antrag der Mehrheit Für den Antrag der Minderheit
10 Stimmen
8 Stimmen 95.2015 Petition Verein Gläubiger der Spar- und Leihkasse Thun. Solidaritätsmassnahmen Pétition Association des créanciers de la Caisse d'épargne et de crédit de Thoune Mesures de solidarité Simmen Rosmarie (C, SO) unterbreitet im Namen der Kommission für Wirtschaft und Abgaben (WAK) den folgenden schriftlichen Bericht:
1. Inhalt der Petition Am 24. November 1994 reichte der Verein Gläubiger der Spar- und Leihkasse Thun eine Petition mit folgendem Wortlaut ein: «Was sich vor drei Jahren rund um die Spar- und Leihkasse Thun abspielte, ist kein Ruhmesblatt schweizerischer Bankgeschichte. Die sich innert weniger Tage überstürzenden Ereignisse jener Zeit und die Hastigkeit des Entscheides, die den Handlungsspielraum für die Suche nach anderen und besseren Lösungen sehr einengten, zeigten auf, wie schwer sich die verantwortlichen Behörden im Umgang mit ungewohnten und unerwarteten Situationen taten und wie sehr die bankenspezifischen Bestimmungen, die - in einer bankenpolitischen Schönwetterlage entstanden - den heutigen Erfordernissen nicht mehr in allen Teilen gerecht werden. Der Fall SLT ist im Grunde kein Einzelfall; viele andere Banken hätten infolge offensichtlich unsorgfältiger Geschäftspolitik zweifellos dasselbe Schicksal erfahren. Durch Übernahmen von Banken und 'Schäden' in Milliardenhöhen konnte dies verhindert werden. Dass dabei nun die SLT als einzige Schweizer Bank faktisch im Regen stehen gelassen wurde, machte den SLT-Fall zu einem nationalen Sonderfall. Hunderttausende von Bankkunden und Gläubigern wurden durch diese Übernahmen vor materiellen Schäden bewahrt. Die rund 5000 Kleingläubiger haben als einzige die Zeche einer bankenpolitischen Unsorgfalt und Verantwortungslosigkeit zu zahlen. Eine grosse Zahl von Kleingläubigern aus verschiedenen Alters- und Erwerbsgruppen, von Gewerbetreibenden und Rentnern werden massive materielle und existenzgefährdende Einbussen erleiden. Die Petenten ersuchen deshalb die eidgenössischen Räte:
1. unter Berücksichtigung der Gleichbehandlung aller Bürgerinnen und Bürger sowie unter Beachtung der Solidarität die Unterstützung zu gewähren, die im Laufe der letzten Jahre von verschiedenen Bevölkerungsgruppen und Regionen beansprucht werden konnte, und
2. die bankengesetzlichen Grundlagen den Erfordernissen des veränderten Bankenumfeldes anzupassen, um weitere Vorfälle, die dem Image des Finanzplatzes Schweiz Schaden zufügen, verhindern zu können.»
2. Stellungnahme des EFD vom 27. Dezember 1994 Das Finanzdepartement verweist in seiner Stellungnahme auf eine Antwort, die es am 11. August 1994 dem Gläubigerverein direkt zustellte. Trotz viel Sympathie sei ihm eine konkrete Hilfeleistung nicht möglich, weil alle, die der Spar- und Leihkasse Thun ihr Geld anvertraut haben, diese frei auswählten. Niemand war zwangsweise und ohne eigenes Dazutun dabei - dies im Gegensatz zu den Unwettergeschädigten, mit denen sich der Gläubigerverein verglich. Trüge der Staat die Verluste der Banken und deren Gläubiger, so würden die Bankleitungen ihre Vorsicht, ihr Risikobewusstsein arg vernachlässigen. In einer Marktwirtschaft wie der unsrigen kann es nicht sein, dass die privaten Unternehmen und damit deren Aktionäre die Gewinne vereinnahmen, der Staat und damit die Gemeinschaft aller hingegen die Verluste zu tragen hat. Den zu Verlust gekommenen Bankgläubigern die gleiche Unterstützung zukommen zu lassen, wie den Unwettergeschädigten ist deshalb auch un-- 21 of 31 -Pétitions 754 21 juin 1995 ter dem Gesichtspunkt der Gleichbehandlung oder Solidarität nicht möglich. Auch das Begehren nach einer Anpassung der bankenrechtlichen Bestimmungen ist abzulehnen. Es ist falsch, aus dem Fall SLT zu schliessen, die geltenden Bestimmungen über die Aufsicht genügten nicht. Im Fall SLT konnten sie nicht greifen, weil sich die Bank schwere Versäumnisse hat zuschulden kommen lassen, indem sie ihren Meldepflichten nicht nachgekommen ist. Eine verschärfte Aufsicht wäre keine Lösung. Abgesehen davon, dass jede Aufsicht mit bösem Willen umgangen werden kann, liessen sich unstatthafte verlustträchtige Bankgeschäfte, wenn überhaupt, nur dann rechtzeitig vermeiden, wenn sämtliche Geschäftsvorgänge fortlaufend vorgängig durch die Aufsichtsbehörde kontrolliert würden. Sogar dann könnten Verluste nicht verhindert werden, da diese bei Abschluss eines Geschäfts normalerweise nicht vorauszusehen sind. Schliesslich würde eine fortlaufende Überwachung bereits bei einer einzigen mittleren Bank zu einem schlichtweg nicht zu bewältigenden Kontrollaufwand führen. Es muss daher beim heutigen bewährten System der Überwachung bleiben, welches auch internationalen Vergleichen ohne weiteres standhält. Die Kommission hat sich am 27. April 1995 mit dieser Petition befasst. Simmen Rosmarie (C, SO) présente au nom de la Commission de l'économie et des redevances (CER) le rapport écrit suivant:
1. Objet de la pétition Le 24 novembre 1994, le «Verein Gläubiger der Spar- und Leihkasse Thun» (Association des créanciers de la Caisse d'épargne et de crédit de Thoune) a adressé aux Chambres la pétition suivante. «Les faits qui, il y a trois ans, ont entouré le naufrage de la Spar- und Leihkasse Thun (Caisse d'épargne et de crédit de Thoune) ne peuvent guère passer pour l'une des pages de gloire de l'histoire de la banque en Suisse. La cascade d'événements qui se sont succédé en quelques jours et la hâte avec laquelle ont été prises les décisions témoignent à la fois des difficultés qu'éprouvent les autorités à maîtriser des situations imprévues et de l'inadéquation aux réalités d'aujourd'hui d'une réglementation bancaire adoptée en période de prospérité. En fait, le cas de la Caisse d'épargne de Thoune ne constitue pas un cas isolé, et bien d'autres banques, non moins imprudentes, auraient dû connaître le sort qui a été le sien: si tel n'a pas été le cas, c'est uniquement grâce à leur rachat par d'autres banques qui ont du même coup accepté de prendre à leur charge des pertes se chiffrant par milliards. Mais la Caisse d'épargne de Thoune, elle, a été pratiquement abandonnée à son infortune, ce qui constitue en Suisse un événement sans précédent. D'un côté, on constate que des centaines de milliers de créanciers s'en sont tirés sans dommage grâce à la reprise de leur banque d'un autre côté, on observe que les 5000 petits créanciers de la Caisse d'épargne de Thoune sont les seuls à essuyer les plâtres de la gestion irresponsable de l'établissement dans lequel ils avaient placé leur confiance. La banqueroute de celui-ci entraîne pour un grand nombre d'entre eux, de tous âges et de toutes professions, actifs ou retraités, un préjudice considérable, parfois gravissime. En conséquence, les signataires de la présente pétition demandent aux Chambres fédérales:
1. en vertu du principe de l'égalité de traitement entre citoyens et de la solidarité qui doit unir ceux-ci, d'accorder aux créanciers de la Caisse d'épargne de Thoune le soutien dont les créanciers d'autres banques ont bénéficié à ce jour;
2. d'adapter la législation bancaire aux réalités d'aujourd'hui, afin de prévenir d'autres déboires susceptibles de nuire à l'image de la place financière suisse.»
2. Avis du DFF du 27 décembre 1994 Dans l'avis qu'il a adressé à la commission, le Département fédéral des finances reprend les arguments qu'il avait précédemment développés dans sa réponse en date du 11 août 1994 à une lettre que lui avait fait parvenir l'Association des créanciers sur le même sujet, à savoir: - même s'il comprend les revendications exprimées par l'Association des créanciers, il lui est impossible d'intervenir en leur faveur: tous ceux qui ont confié leurs avoirs à la Caisse d'épargne de Thoune ont en effet agi de leur plein gré - une démarche volontaire qui leur interdit de comparer leur situation avec celle dans laquelle se trouvent les victimes d'intempéries, contrairement à ce qu'ils affirment. - Si l'Etat prenait à sa charge les pertes des banques et de leurs créanciers, celles-ci finiraient par perdre toute prudence. Or, dans notre système d'économie de marché, il n'est pas concevable que les entreprises privées et leurs actionnaires encaissent les bénéfices et laissent à l'Etat, c'està-dire à la collectivité, le soin d'éponger les pertes. Là encore, et même si l'on se place sur le terrain de l'égalité de traitement ou de la solidarité, il est impossible d'accorder aux créanciers concernés un soutien égal à celui dont bénéficient les victimes d'intempéries. - L'Association des créanciers demande que soient révisés les textes régissant l'activité des banques: le Département fédéral des finances rejette également cette revendication. Ce serait en effet une erreur que de conclure à partir de l'affaire de la Caisse d'épargne de Thoune que les dispositions actuelles en matière de surveillance des banques sont insuffisantes: si elles ont été inefficaces en l'occurrence, c'est simplement que la Caisse d'épargne de Thoune, en violation de ces dispositions, n'a pas fourni les informations qu'elle aurait dû. Il n'y a pas lieu pour autant de les renforcer: outre que toute surveillance peut être déjouée par qui le veut vraiment, une véritable prévention dans le domaine bancaire exigerait un contrôle préalable permanent de la part de l'autorité de surveillance - un contrôle qui d'ailleurs lui-même ne permettrait pas d'empêcher une banque d'essuyer des pertes, pour la simple raison qu'il est difficile de prévoir l'issue d'une affaire au moment de sa conclusion. A cela s'ajoute que le contrôle continu des opérations réalisées, ne serait-ce que par une seule banque de taille moyenne, exigerait, à lui seul, la mise en oeuvre de moyens colossaux. En conséquence, le maintien du système de surveillance actuel s'impose, d'autant que celui-ci soutient parfaitement la comparaison avec les systèmes en vigueur à l'étranger. La commission a examiné cette pétition le 28 avril 1995. Antrag der Kommission Die Kommission beantragt einstimmig, von der Petition Kenntnis zu nehmen, ihr aber keine Folge zu geben. Proposition de la commission La commission propose, à l'unanimité, de prendre acte de la pétition sans y donner suite. Angenommen - Adopté -- 22 of 31 -21. Juni 1995 755 Petitionen 95.2018 Petition Verein gegen Tierfabriken Zur Förderung des biologischen Landbaus und gegen die Subventionierung der Schweinefleischproduktion Pétition de l'Association contre les fabriques d'animaux Encouragement de la production biologique et opposition au subventionnement de la production de viande de porc Simmen Rosmarie (C, SO) unterbreitet im Namen der Kommission für Wirtschaft und Abgaben (WAK) den folgenden schriftlichen Bericht:
1. Inhalt der Petition Mit dieser Petition vom 22. Januar 1995 wird der Nationalrat aufgefordert, zu veranlassen, dass der biologische Landbau stärker unterstützt und der konventionelle Anbau von Schweinefutter nicht mehr subventioniert wird. In der Schweizer Landwirtschaft lassen sich drei Produktionsarten unterscheiden: Der biologische Landbau, der vom Staat nur geringfügig unterstützt wird; die Integrierte Produktion, die sich nicht wesentlich von der Intensivlandwirtschaft unterscheidet und erheblich mehr Subventionen erhält; schliesslich die umweltvergiftende und -zerstörende konventionelle Landwirtschaft, der die meisten Subventionen zufliessen. Die Folgen dieser verfehlten Landwirtschaftspolitik zahlt der Schweizer Bürger: Zum einen muss er jährlich über eine Milliarde Franken Bundessubventionen bezahlen, die an Tierquäler und Umweltvergifter entrichtet werden; zum ändern muss er für die Reparatur der Umweltschäden aufkommen und die gesundheitlichen Schäden in Kauf nehmen: z. B. Hautkrebs infolge des Ozonlochs, das durch die Ammoniak-Abgase aus der Massentierhaltung vergrössert wird. Eine wesentliche Ursache der trotz wissenschaftlichen Fortschritten in der Medizin ständig zunehmenden Zivilisationskrankheiten ist bekanntlich und wissenschaftlich gesichert die Fehl- und Überernährung mit tierischem Fett und Eiweiss - staatlich gefördert durch die Subventionierung von Schweinefutter.
2. Stellungnahme des EVED vom 11. April 1995 Das Anliegen zur Förderung des biologischen Landbaus in der Schweiz ist heute weitgehend erfüllt. Im Umweltschutz verfolgt die Agrarpolitik folgende konkreten Ziele: Erhaltung der regionalen Artenvielfalt sowie messbare Wiederausbreitung von bedrohten Arten; Reduktion der Nitratbelastung im Grundwasser; Verminderung der Phosphateinträge in Oberflächengewässer; Reduktion der Belastung von Fliessgewässern durch Pflanzenbehandlungsmittel. Zur Erreichung dieser Ziele werden die Integrierte Produktion und der biologische Landbau konsequent gefördert. Dies wird auch künftig so sein: Im Finanzplan 1996-1998 sind die Ökobeiträge (Art. 31 b Landwirtschaftsgesetz) die einzige Position des Agrarbudgets, welche ein namhaftes Wachstum aufweist. Die Integrierte Produktion wird damit zur Mindestvoraussetzung für einen Ausgleich des Gatt-bedingten Stützungsabbaus. Logischerweise dürfte deshalb der grösste Teil der Betriebe in den kommenden Jahren auf die Integrierte Produktion oder den biologischen Landbau umstellen. 1995 werden voraussichtlich bereits über 40 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche integriert oder biologisch bewirtschaftet. Die Wirkung der Massnahmen wird laufend überwacht. Der Anteil der Biobetriebe wird längerfristig durch die Absatzmöglichkeiten für biologische Produkte bestimmt. Momentan vermag das Angebot der durch Medienpräsenz und Werbeanstrengungen stark erhöhten Nachfrage nicht zu folgen, weil die Umstellung auf biologischen Landbau mindestens zwei Jahre dauert. Eine sofortige Ausdehnung des Angebots ist daher nicht möglich. Auf die unzutreffenden, unsachlichen und polemischen Unterstellungen des Petenten treten wir nicht ein. Simmen Rosmarie (C, SO) présente au nom de la Commission de l'économie et des redevances (CER) le rapport écrit suivant:
1. Objet de la pétition Cette pétition du 22 janvier 1995 demande au Conseil national de soutenir plus intensément l'agriculture biologique et de ne plus subventionner les cultures visant à nourrir les cochons. L'agriculture suisse se caractérise par trois modes de production différents. La culture biologique qui dispose d'un faible soutien de l'Etat, la production intégrée qui se différencie peu de l'agriculture intensive et qui dispose d'un subventionnement beaucoup plus important et enfin, l'agriculture conventionnelle polluante et destructrice à qui va la majeure partie des subventions. Le citoyen suisse paie les conséquences de cette mauvaise politique agricole. Tout d'abord, les subventions fédérales d'un montant d'un milliard de francs sont, chaque année, allouées à ceux qui maltraitent les animaux et empoisonnent l'environnement. Ensuite, le citoyen doit prendre en charge les dommages causés à l'environnement et à la santé. Le cancer de la peau provoqué, entre autres, par l'agrandissement du «trou d'ozone» est le résultat des émissions nocives d'ammoniaque utilisé pour la détention intensive d'animaux. Pourquoi notre civilisation voit-elle les maladies s'accroître parallèlement aux progrès scientifiques dans le domaine de la médecine? L'une des raisons essentielles est connue et prouvée scientifiquement, il s'agit de la mauvaise alimentation et de la suralimentation à base de graisses animales et de blanc d'oeuf, encouragée par l'Etat à travers le subventionnement de la nourriture destinée aux cochons.
2. Prise de position du DFEP du 11 avril 1995 En ce qui concerne l'encouragement de la culture biologique en Suisse, on peut affirmer que cette requête est aujourd'hui, dans une large mesure, satisfaite. La politique agricole suivie en matière de protection de l'environnement vise à préserver la diversité des espèces régionales ainsi qu'à rétablir les espèces menacées, réduire la teneur en nitrate dans les nappes phréatiques, diminuer la teneur en phosphate dans les eaux de surface, réduire la pollution des cours d'eau, causée par les produits phytosanitaires. Pour réaliser ces objectifs, nous encourageons systématiquement la production intégrée et la culture biologique. Il en ira de même à l'avenir. Le montant des contributions écologiques (art. 31 b de la loi sur l'agriculture) sera le seul poste du budget agricole, inscrit au plan financier 1996-1998, à connaître une croissance notable. La production intégrée constitue donc la condition minimale donnant droit à une compensation de la réduction du soutien exigée par le Gatt. On peut logiquement penser que la grande majorité des exploitations passeront à la production intégrée ou à la culture biologique dans les années à venir. En 1995, on estime que plus de 40 pour cent de la surface agricole utile sera mise en valeur selon ces deux modes de production. L'efficacité de ceux-ci sera contrôlée régulièrement. Le nombre des exploitations bio dépendra à terme de la demande pour leurs produits. Actuellement, l'offre ne peut suivre la demande, celle-ci ayant fortement augmenté en raison des campagnes de presse et de la publicité, car la reconversion d'une exploitation agricole en unité de culture biologique prend au moins deux ans. Il est donc impossible d'élargir l'offre d'un coup. Pour ce qui est des affirmations inexactes, subjectives et polémiques avancées par le pétitionnaire, nous n'entrons pas en matière. Antrag der Kommission Die Kommission beantragt einstimmig, von der Petition Kenntnis zu nehmen, ihr aber keine Folge zu geben.
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Pétitions 756 21 juin 1995 Proposition de la commission La commission propose, à l'unanimité, de prendre acte de la pétition sans y donner suite. Angenommen - Adopté 95.2019 Petition Zimmermann Peter Aktive Sterbehilfe für Gefangene Pétition Zimmermann Peter Euthanasie active pour les détenus Salvioni Sergio (R, TI) unterbreitet im Namen der Kommission für Rechtsfragen (RK) den folgenden schriftlichen Bericht: Inhalt der Petition: Am 9. Dezember 1994 reichte Herr Peter Zimmermann folgende Petition ein: «Gestützt auf Artikel 57 der Schweizerischen Bundesverfassung bitte ich für Menschen, die zu einer Freiheitsstrafe über
15 Jahre Zuchthaus oder zu einer Verwahrung nach den Artikeln 42 und 43 StGB verurteilt worden sind, deren Gerichtsverfahren endgültig abgeschlossen ist, wenn alle verwaltungsrechtlichen Instanzen ausgeschöpft sind, dem Verurteilten die Möglichkeit zu geben, bei der noch zu bestimmenden Behörde 'Antrag' auf aktive Sterbehilfe stellen zu können.» Begründet wird die Petition vor allem aus persönlichen Motiven. Erwägungen der Kommission Die Kommission befasste sich am 27. April 1995 mit dieser Petition und schliesst sich der folgenden Stellungnahme des Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartementes an:
1. Nach dem vorherrschenden Verfassungsverständnis gehört das Recht auf Leben zum unantastbaren Wesensgehalt des ungeschriebenen Grundrechts der persönlichen Freiheit (BB11983 II 7, BGE 98 la 514 E.4). Der darin mitenthaltene Auftrag an den Gesetzgeber zur Verwirklichung dieses Grundrechts hat im Strafrecht als Verbot einer jeden Fremdtötung seinen Niederschlag gefunden, soweit eine solche nicht als unausweichliche Nebenfolge eines schmerz-therapeutischen Eingriffes in Kauf zu nehmen ist. Auch der zu einer Freiheitsstrafe von mehr als 15 Jahren oder zu einer Massnahme von unbestimmter Dauer verurteilte Gefangene ist selbstverständlich uneingeschränkt Träger des Grundrechtes auf Leben. Schon aus dieser Sicht liesse sich ein gesetzlicher Erlass, durch welchen für Gefangene mit langen Freiheitsentziehungen auf deren Verlangen eine aktive und direkte Sterbehilfe vorgesehen wird, mit der unserer Verfassung zugrundeliegenden Wertordnung nicht vereinbaren. Darüber hinaus würde eine derartige gesetzliche Regelung den von der Schweiz mit Artikel 2 der Europäischen Menschenrechtskonvention und Artikel 6 des Internationalen Paktes über bürgerliche und politische Rechte zum Schütze des Lebens übernommenen völkerrechtlichen Verpflichtungen widersprechen.
2. In seiner Antwort vom 28. November 1994 auf die von Herrn Ruffy eingereichte Motion für eine strafrechtliche Neuregelung der Sterbehilfe hat der Bundesrat erklärt, durch eine Arbeitsgruppe überprüfen zu lassen, ob die Selbstbestimmungsfreiheit von todkranken und sterbewilligen Patienten durch eine Neufassung von einzelnen Tötungsdelikten des Strafgesetzbuches besser geschützt werden kann. Diese Fragestellung unterscheidet sich grundsätzlich von der von Herrn Zimmermann gemachten Anregung, indem es dabei ausschliesslich um eine vermehrte rechtliche Berücksichtigung des Schutzinteresses des Patienten gegen eine ihm ohne seinen Willen aufgedrängte Lebens- und Sterbensverlängerung geht. Das in der Petition zum Ausdruck gebrachte Anliegen wird denn auch aller Voraussicht nach nicht zum Aufgabenkreis dieser Arbeitsgruppe gehören. Salvioni Sergio (R, TI) présente au nom de la Commission des affaires juridiques (CAJ) le rapport écrit suivant: Objet de la pétition: Le 9 décembre 1994, M. Peter Zimmermann déposait la pétition suivante: «Me fondant sur l'article 57 de la Constitution fédérale, je demande, pour les personnes ayant été condamnées à une peine d'emprisonnement de plus de 15 ans ou à un internement aux termes des articles 42 et 43 du Code pénal, lorsque la procédure judiciaire est définitivement close et que toutes les voies de droit sont épuisées, que le condamné soit autorisé à déposer, auprès d'une autorité encore à désigner, une demande d'euthanasie active.» La pétition est avant tout motivée par une expérience personnelle. Considérations de la commission La commission a traité cette pétition le 27 avril 1995. Elle se rallie aux arguments suivants du Département fédéral de justice et police:
1. Le droit à la vie est garanti par le principe inviolable du droit fondamental non écrit de la liberté individuelle (FF 1983 II 7, ATF 98 la, 514C.4). Ce droit comprend aussi le mandat au législateur de concrétiser ce droit fondamental et trouve son expression dans le droit pénal sous la forme d'une interdiction de donner la mort pour autant que celle-ci ne doive pas être considérée comme la conséquence secondaire inévitable de soins destinés à calmer la souffrance. Il va sans dire qu'une personne condamnée à une peine privative de liberté de plus de 15 ans ou à une mesure d'une durée indéterminée jouit également d'un droit fondamental à la vie. Déjà de ce point de vue, l'édiction d'un acte législatif prévoyant une euthanasie active et directe sur demande pour les détenus condamnés à une peine prolongée est inconciliable avec l'échelle des valeurs sur laquelle se fonde notre constitution. Par ailleurs, de telles dispositions légales seraient contraires aux engagements pris par la Suisse au niveau du droit international pour la protection de la vie humaine (art. 2 de la Convention européenne des droits de l'homme et art. 6 du Pacte international relatif aux droits civils et politiques).
2. Dans sa réponse à la motion déposée le 28 novembre 1994 par M. Ruffy, laquelle demande l'édiction de nouvelles dispositions pénales concernant l'euthanasie, le Conseil fédéral a exprimé son intention de charger un groupe de travail d'examiner si la liberté de disposer de soi-même dont jouissent les patients atteints d'une maladie incurable et désirant abréger leur existence, pouvait être mieux protégée par une révision de certaines dispositions pénales relatives aux délits d'homicide. Cette problématique diffère fondamentalement de la requête exprimée par M. Zimmermann, car il s'agit en l'occurrence exclusivement d'une meilleure prise en compte par le droit des intérêts du patient à rencontre d'une prolongation de sa vie imposée contre sa volonté. Selon toute prévision, la requête présentée dans la pétition ne fera pas partie des points que le groupe de travail sera chargé d'examiner. Antrag der Kommission Die Kommission beantragt einstimmig, von der Petition Kenntnis zu nehmen, ihr aber keine Folge zu geben. Proposition de la commission La commission propose, à l'unanimité, de prendre acte de la pétition sans y donner suite. Angenommen - Adopté -- 24 of 31 -21. Juni 1995 757 Petitionen 95.2020 Petition Meier Thomas Sexuelle Freiheit als Grundrecht Pétition Meier Thomas La liberté sexuelle est un droit fondamental Salvioni Sergio (R, TI) unterbreitet im Namen der Kommission für Rechtsfragen (RK) den folgenden schriftlichen Bericht: Inhalt der Petition: Am 20. Dezember 1994 reichte Herr Thomas Meier folgende Petition ein: «Gestützt auf Artikel 57 der Bundesverfassung ersuche ich Sie um Prüfung der Aufnahme eines Artikels 54bis in der Bundesverfassung mit folgendem Wortlaut: 'Das Grundrecht der sexuellen Freiheit ist gewährleistet. Die Bundesgesetzgebung bestimmt die Einschränkungen.'» Zur Begründung führt der Petent aus, «dass die Freiheit des Menschen in sexuellen Bereichen im Volksgeiste weitgehend verankert ist und einer Verankerung in der Verfassung würdig ist». Am 24. März 1995 übermittelte Herr Thomas Meier einen wie folgt lautenden Ergänzungsantrag (Übergangsbestimmungen der Bundesverfassung): «Der Gesetzgeber arbeitet in der Ausgestaltung des allgemeinen Strafrechts (Delikte gegen Leib, Leben, die Freiheit, die Persönlichkeit) darauf hin, dass ein spezifisches Sexualstrafrecht überflüssig ist.» Zur Begründung führt der Petent aus, «dass das Element Sexualität den Unrechtsgehalt einer Handlung nur quantitativ beeinflusst und diesen nicht qualitativ zu einem anderen Delikt zu ändern vermag». Erwägungen der Kommission Die Kommission befasste sich am 27. April 1995 mit dieser Petition und schliesst sich der folgenden Stellungnahme des Eidgenössischen Justiz- und Polizeide-partementes an:
1. Sexuelle Freiheit im engeren Sinn Seit 1963 anerkennt das Bundesgericht die persönliche Freiheit als ungeschriebenes Freiheitsrecht des Bundes (BGE 89 l 92, 98; 90 l 29). Sie zählt zu den unverzichtbaren und unverjährbaren Rechten. Das klassische Schutzobjekt der persönlichen Freiheit ist die physische Freiheit des Menschen. Darunter fallen die körperliche Integrität, die durch jeden Eingriff in den menschlichen Körper tangiert wird, wie auch die Bewegungsfreiheit, deren Schutz in erster Linie ungerechtfertigte Freiheitsentzüge wie Verhaftung oder Anstaltseinweisung betrifft. Doch das Bundesgericht hat den Schutzbereich der persönlichen Freiheit nicht auf die körperliche Integrität und die Bewegungsfreiheit beschränkt, sondern auch auf die psychische Integrität ausgedehnt. Auch die geistige Freiheit, die geistige Unversehrtheit, fällt somit in den Schutzbereich der persönlichen Freiheit. Im Rahmen des derart erweiterten Grundrechts schützt das Bundesgericht indessen «nur elementare Möglichkeiten, die für die Persönlichkeitsentfaltung wesentlich sind und jedem Menschen zustehen sollten» (BGE 101 la 336, 346/347). Die persönliche Freiheit stellt somit keine allgemeine Handlungsfreiheit dar (BGE 108 la 61). Die sexuelle Freiheit, verstanden als das Recht, selbständig und selbstverantwortlich über seinen sexuellen Lebensbereich zu entscheiden, ihn nach seinen eigenen Bedürfnissen zu gestalten und frei sexuelle Beziehungen aufzunehmen, ist ein Grundbedürfnis des Menschen. Das Ausleben der Sexualität stellt eine unabdingbare Voraussetzung dar für die Verwirklichung der menschlichen Persönlichkeit. Aus diesem Grund ist die sexuelle Freiheit von der Garantie der persönlichen Freiheit gedeckt. Auch gleichgeschlechtliche Beziehungen geniessen diesen Schutz (vgl. Haefliger, Die EMRK und die Schweiz, Bern 1993, S. 205f.). Wichtig in diesem Zusammenhang ist auch Artikel 8 der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK). Er verleiht jeder Person einen Anspruch auf Achtung ihres Privat- und Familienlebens, ihrer Wohnung und ihres Briefverkehrs und dient somit dem Schutz des Privatlebens. Dieses Recht auf Privatsphäre umfasst auch das Recht, mit anderen Menschen Beziehungen - auch solche sexueller Art - aufzunehmen. Der in Artikel 8 EMRK verankerte Anspruch auf Schutz des Privatlebens deckt sich somit im wesentlichen mit dem Schutzbereich der persönlichen Freiheit, insoweit sie elementare Erscheinungsformen der Persönlichkeitsentfaltung gewährleistet (Haefliger, a. a. O., S. 202). Wie jedes andere Freiheitsrecht kann auch die persönliche Freiheit und somit die in ihr enthaltene sexuelle Freiheit beschränkt werden, wenn die Voraussetzungen gegeben sind. Voraussetzungen für Einschränkungen sind eine gesetzliche Grundlage, öffentliches Interesse und Wahrung des Grundsatzes der Verhältnismässigkeit. Auf jeden Fall muss eine Beschränkung den Kerngehalt des Freiheitsrechts respektieren. Im Bereich der sexuellen Freiheit ist insbesondere an Einschränkungen aus Gründen des Jugendschutzes zu denken, doch kann auch die Wahrung der öffentlichen Ruhe und Ordnung, der Sittlichkeit sowie der Gesundheit Einschränkungen erfordern.
2. Sexuelle Freiheit im weiteren Sinn Versteht man die sexuelle Freiheit nicht nur als das Recht, sexuelle Beziehungen aufzunehmen, sondern in einem umfassenderen Sinn als den Anspruch, eine Liebesbeziehung zu leben, so ist zu differenzieren, ob es sich um eine eheliche Gemeinschaft handelt oder nicht. Ehe und Familie sind als Grundlage der staatlichen Gemeinschaft anerkannt (Dicke, in Kommentar BV, Art. 54, Rz. 1). Aus diesem Grund geniessen sie im Vergleich zu anderen Lebensformen besonderen Schutz. Das Zusammenleben in der Form der Ehe wird durch die Ehefreiheit geschützt, die das Recht beinhaltet, eine Ehe einzugehen (Art. 54 BV, Art. 12 EMRK), sowie das Recht auf eheliches Zusammenleben (Art. 8 EMRK). Eheähnliche Gemeinschaften wie Konkubinate oder gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften geniessen diesen durch die Ehefreiheit garantierten Schutz jedoch nicht. Das Zusammenleben ohne Eheschein wird durch die persönliche Freiheit und durch Artikel 8 EMRK geschützt. Dieser Schutz reicht indessen nicht so weit wie bei den ehelichen Gemeinschaften. Insbesondere hat eine ausländische Person keinen Anspruch auf eine Aufenthaltsbewilligung, die ihr das Zusammenleben mit dem schweizerischen Partner ermöglichen würde.
3. Zusammenfassung Die sexuelle Freiheit - auch wenn in der Bundesverfassung nicht ausdrücklich verankert - besteht schon heute. Sie ist durch das ungeschriebene Grundrecht der persönlichen Freiheit und durch Artikel 8 EMRK (Schutz des Privatlebens) abgedeckt. Eine explizite Erwähnung ist demnach überflüssig. Besonderen Schutz, der über den Schutzbereich der persönlichen Freiheit und von Artikel 8 EMRK hinausgeht, erhalten Liebesbeziehungen indessen nur, wenn sie in der Form der Ehe gelebt werden. Saivioni Sergio (R, TI) présente au nom de la Commission des affaires juridiques (CAJ) le rapport écrit suivant: Objet de la pétition: Le 20 décembre 1994, M. Thomas Meier déposait la pétition suivante: «En vertu de l'article 57 de la Constitution fédérale, j'ai l'honneur de proposer que soit inscrit dans la constitution un article 54bis dont la teneur serait la suivante: 'La liberté sexuelle est un droit fondamental garanti. Les restrictions éventuelles sont déterminées par la législation fédérale.'» Le pétitionnaire précise que la liberté sexuelle est un principe largement ancré dans les esprits et qu'il mérite en conséquence de figurer expressément dans la constitution. Le 24 mars 1995, M. Thomas Meier a déposé la proposition -- 25 of 31 -Pétitions 758 21 juin 1995 complémentaire suivante (Dispositions transitoires est.): «Je désire compléter ma pétition en ce sens que le législateur aménage le droit pénal général (infractions contre la vie, l'intégrité corporelle, la liberté, la personnalité) de telle sorte qu'un droit pénal sexuel spécifique devienne superflu.» A l'appui de sa démarche, le pétitionnaire relève que l'aspect sexuel n'influence que de manière quantitative et non pas de manière qualitative Pillicéité d'un acte par rapport à un autre délit. Considérations de la commission La commission a traité cette pétition le 27 avril 1995 et se rallie aux arguments suivants du Département fédéral de justice et police:
1. La liberté sexuelle dans son interprétation restrictive Le Tribunal fédéral admet depuis 1963 que la liberté individuelle fait partie des droits fondamentaux non écrits et qu'elle est inaliénable et imprescriptible (ATF 89 I 92, 98; 90 I 29). La liberté individuelle comprend traditionnellement la protection de la liberté physique, dont la protection de l'intégrité corporelle, qui vise à prévenir toute atteinte au corps de la personne et la protection de la liberté de mouvement, qui vise à prévenir notamment toute privation injustifiée de liberté (emprisonnement, internement, etc.). Le Tribunal fédéral a considéré pour sa part qu'il convenait d'étendre cette protection à un autre élément - l'intégrité psychique. Il a toutefois précisé au sujet de cette dernière qu'il limitait ladite protection à certaines «possibilités» élémentaires, nécessaires à l'épanouissement de la personnalité de l'individu et dont chacun devrait pouvoir jouir (ATF 101 la 336, 346/347). Liberté individuelle n'est donc pas synonyme de liberté d'action générale (ATF 108 la 61). Comprise comme le droit de décider soi-même et en toute liberté de sa sexualité, d'organiser celle-ci selon ses besoins et de nouer à sa guise des relations afin de la vivre, la liberté sexuelle est un besoin fondamental de l'homme. Autrement dit, pour lui, l'épanouissement de la personnalité passe inéluctablement par une sexualité effectivement vécue. Pour cette raison, la garantie qui s'applique à la liberté individuelle s'applique également à la liberté sexuelle, que les relations qui en résultent aient lieu entre personnes de sexe différent ou non (cf. Haefliger, Die EMRK und die Schweiz, La CEDH et la Suisse, Berne 1993, p. 205 ss.). Il convient aussi dans ce contexte de rappeler l'article 8 de la Convention européenne des droits de l'homme (CEDH), qui dispose que «toute personne a droit au respect de sa vie privée et familiale, de son domicile et de sa correspondance». Ce droit de chacun à avoir une vie privée comprend notamment le droit de nouer des relations, sexuelles ou non, avec d'autres personnes. Le droit à la protection de la vie privée tel qu'il est garanti par ledit article 8 CEDH apparaît donc comme essentiellement identique avec cet aspect particulier de la liberté individuelle qui concerne les conditions élémentaires nécessaires à l'épanouissement de la personnalité de l'individu (Haefliger, ibid., p. 202). Comme tout droit fondamental, la liberté individuelle, et donc aussi la liberté sexuelle, peut être restreinte sous certaines conditions, à savoir: existence d'une base légale, existence d'un intérêt public, et respect du principe de la proportionnalité. Cette restriction est elle-même limitée dans la mesure où elle ne doit pas porter atteinte au noyau intangible du droit fondamental. En ce qui concerne les raisons qui peuvent conduire à une restriction de la liberté sexuelle, elles ressortissent pour la plupart à la protection des mineurs, mais peuvent également relever du maintien de l'ordre public, des bonnes moeurs ou encore de la santé publique.
2. La liberté sexuelle dans son interprétation élargie Si la liberté sexuelle est comprise comme le droit, non seulement de nouer des relations sexuelles, mais plus largement comme le droit de vivre une relation amoureuse, il convient de distinguer entre relation conjugale et relation non conjugale. Le mariage et la famille étant considérés comme le fondement même de la communauté étatique (Dicke, commentaire est., art. 54, t. m. 1 ), ce type de relation jouit d'une protection particulière par rapport aux autres formes de relations. La vie conjugale est protégée par la liberté du mariage, qui implique notamment le droit de se marier (art. 54 est., art. 12 CEDH), ainsi que le droit à la vie conjugale (art. 8 CEDH). D'autres formes de relations, même si elles sont semblables à une relation conjugale (concubinage, relation entre personnes de même sexe, etc.) ne sont pas protégées par la liberté du mariage. Elles n'en sont pas moins protégées par la liberté individuelle et par l'article 8 CEDH. Cette protection reste toutefois en deçà de celle dont bénéficie le mariage en ce qui concerne les personnes de nationalité étrangère, notamment, ce n'est pas parce qu'un titre de séjour leur permettrait de vivre sous un même toit avec un ressortissant suisse qu'elles y ont droit.
3. En résumé Même si elle ne figure pas en toutes lettres dans la constitution, la liberté sexuelle est déjà une réalité. Il n'est pas nécessaire de l'y inscrire, car elle est déjà garantie, d'une part, par le droit fondamental non écrit de la liberté individuelle, et, d'autre part, par l'article 8 CEDH relatif à la protection de la vie privée. La protection des relations sexuelles ne déborde le cadre de la liberté individuelle et de l'article 8 CEDH que lorsque ces relations sont d'ordre matrimonial. Antrag der Kommission Die Kommission beantragt einstimmig, die Petition zur Kenntnis zu nehmen, ihr aber keine Folge zu geben. Proposition de la commission La commission propose, à l'unanimité, de prendre acte de la pétition sans y donner suite. Angenommen - Adopté 95.2021 Petitionen Jugendsession 1994 Klimaflüchtlinge Pétitions Session des jeunes 1994 Réfugiés climatiques Rhinow René (R, BL) unterbreitet im Namen der Aussenpolitischen Kommission (APK) den folgenden schriftlichen Bericht: Am 12. November 1994 verabschiedeten die Teilnehmer der Jugendsession 1994 unter dem Titel «Klimaflüchtlinge» mit
149 zu 4 Stimmen die drei folgenden Petitionen zum Thema Entwicklungszusammenarbeit: Die erste Petition verlangt eine Intensivierung der praktischen Entwicklungszusammenarbeit zwecks Schaffung von Lebensbedingungen in der Dritten Welt, welche es den dortigen Bevölkerungen ermöglichen würden, in ihren angestammten Gebieten zu bleiben und somit einer weiteren Landflucht, Verstädterung und Verschärfung sozialer Spannungen entgegenzuwirken. Sparbemühungen im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit würden sich hier kontraproduktiv auswirken. Diese Ziele sollen erreicht werden durch: - die Vermittlung technologischen Wissens, um die Entwicklungsländer künftig in dieser Hinsicht von den Industrieländern unabhängig zu machen; - eine landwirtschaftliche Nutzung des Bodens in den Entwicklungsländern, welche den jeweils spezifischen geographischen, agrarischen und klimatischen Bedingungen entspricht, um Erosionen, Monokulturen, Überdüngung und den Anbau von nicht geeigneten Kulturen zu vermeiden; - eine Vermeidung direkter Geldzahlungen an die Entwicklungsländer. Entwicklungshilfe sollte vielmehr über die Vermittlung technologischen Wissens und die Einführung einer -- 26 of 31 -21. Juni 1995 759 Petitionen ökologisch optimalen landwirtschaftlichen Nutzung des Bodens durchgeführt werden. Geldzahlungen bewirkten nur eine Symptombekämpfung und seien deshalb nicht geeignet, das Problem der Klimaflüchtlinge und der damit verbundenen Verwüstung ihres Lebensraumes zu lösen; - die Aufklärung der Bevölkerung im Bereich der Familienplanung zur Eindämmung der Bevölkerungsexplosion und den damit verbundenen Hungersnöten und Migrationen. Die zweite Petition verlangt die Schaffung eines Gesetzes, welches vorsieht, bis ins Jahr 2000 alle nicht ökologisch angebauten importierten Agrarprodukte mit einem Label zu belegen. Über ein solches Gesetz soll der ökologische Anbau in den Drittweltländern gefördert werden. Die dritte Petition verlangt schliesslich staatliche Unterstützung des fairen Handels. Der Staat soll den fairen Handel (ähnlich der Max-Havelaar-Stiftung) zu Preisen ermöglichen, welche den Anbauenden erlauben, eine aus ökologischer und sozialer Sicht sinnvolle Landwirtschaft zu betreiben. Mit einer solchen Politik könnte der Teufelskreis einer weder nachhaltigen noch ökologischen Nutzung der Ressourcen durchbrochen werden. Man stellt sich die staatliche Unterstützung am ehesten über Importerleichterungen und Subventionen vor. Stellungnahme der Verwaltung Die Kommission liess sich von der zuständigen Verwaltungsstelle über die Möglichkeiten der Verwirklichung der Forderungen der Petenten, insbesondere über das in den verschiedenen angesprochenen Bereichen bereits Erreichte und Geplante, wie folgt orientieren. Zur ersten Petition Intensivierung der praktischen Entwicklungszusammenarbeit: Man teilt die Befürchtungen der Petenten, dass sich Budgetkürzungen im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit negativ auswirken könnten. Kurzfristig stellten solche Budgetkürzungen gewiss einen notwendigen Beitrag zur Gesundung der Bundesfinanzen dar. Mittel- und langfristig müsse jedoch die Entwicklungshilfe als eine Schlüsselbedingung für die Erhaltung unserer eigenen Wohlfahrt und Sicherheit gesehen werden, strebe sie doch gemäss Artikel 5 Absatz 1 des Bundesgesetzes vom 19. März 1976 über die internationale Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe «besser ausgewogene Verhältnisse in der Völkergemeinschaft» an. Die Vermittlung technologischen Wissens stellte einen der Diskussionspunkte anlässlich der Uno-Konferenz für Umwelt und Entwicklung in Rio vom Juni 1992 dar. Insbesondere die in Rio unterzeichnete Rahmenkonvention über die Klimaveränderungen hat die Bedeutung eines beschleunigten Technologietransfers, welcher eine Reduktion des Treibhauseffektes bringen würde, unterstrichen. Die Beiträge der Schweiz in diesem Bereich werden im Rahmen der Teilnahme am Globalen Umweltfonds, im Rahmen der bilateralen technischen Zusammenarbeit und vor allem über die aktive Teilnahme an der Entwicklung der Rahmenkonvention über die Klimaveränderungen geleistet. Die Schweiz unterstützt die Entwicklungsländer in ihren Bemühungen, selbständige Forschungskapazitäten in diesem Bereich zu entwickeln, damit sie in der Lage sind, die Probleme zu identifizieren und sie zu meistern. Im Zusammenhang mit dem Follow-up zur Rio-Konferenz wurde ein entsprechendes Forschungsprogramm «Umwelt», welches verschiedene Partnerschafts-Forschungsprojekte zwischen Schweizer Netzen auf der einen und afrikanischen, asiatischen und lateinamerikanischen Netzen auf der anderen Seite beinhaltet, lanciert. Die Grundidee des Forschungsprogrammes «Umwelt» besteht darin, dass man das traditionelle Konzept des Technologietransfers zwischen dem Norden und dem Süden als ungenügend betrachtet, um die Probleme zu meistern, und dass es vielmehr darum gehen sollte, von Anfang an sicherzustellen, dass die Forscher und Wissenschafter in den Entwicklungsländern die Hauptrolle spielen. Nachhaltige landwirtschaftliche Nutzung/keine Übernutzung: Die Schweiz unterstützt strukturelle Landwirtschaftsreformen im Rahmen ihrer Entwicklungszusammenarbeit im Sinne einer nachhaltigen Nutzung. Keine direkten Geldzahlungen: Die schweizerische bilaterale Entwicklungshilfe konzentriert sich auf eine beschränkte Anzahl von Ländern und auf spezifische Bereiche. Da die zur Verfügung stehenden Mittel beschränkt sind, müssen sie auch so effizient wie möglich eingesetzt werden. Aus diesem Grund werden keine direkten Geldzahlungen vorgenommen, sondern die Mittel werden im Rahmen gut definierter und begleiteter Projekte, welche regelmässig evaluiert werden, eingesetzt. Aufklärung der Bevölkerung auf dem Gebiet der Familienplanung: Die Aufklärung der Bevölkerung im Zusammenhang mit Bevölkerungswachstum und Geburtenkontrolle stellt einen konstanten Teil der Zusammenarbeit der Schweiz mit den Entwicklungsländern dar. Die Internationale Konferenz über Bevölkerung und Entwicklung von Kairo vom Herbst 1994 hat ein Aktionsprogramm angenommen, welches die Strategie und Leitlinien für multilaterale und bilaterale Aktionen in diesem Bereich definiert. Die Schweiz betrachtet dieses Programm, welches die Bedeutung der sozialen Entwicklung, insbesondere zugunsten der Frauen, hervorhebt, als befriedigend und in Übereinstimmung mit dem Nord-Süd-Leitbild. Zur zweiten Petition Label für nichtökologisch angebaute importierte Agrarprodukte: Die Schweiz beabsichtigt die Einführung einer Verfügung betreffend biologisch hergestellte Landwirtschaftsprodukte. Sie soll den Konsumenten die Unterscheidung zwischen biologisch und nichtbiologisch hergestellten Produkten ermöglichen. Aus diesem Grund würde ein Label für letztere Kategorie von Produkten den Konsumenten nichts bringen, weil es klar ist, dass ein Produkt ohne Label auf nichtbiologische Art hergestellt wird. Die Einführung eines Labels für nichtbiologisch hergestellte Produkte erleichtert den Marktzugang für Produkte aus den Entwicklungsländern nicht; im Gegenteil, damit würden die Produzenten aus den Entwicklungsländern gegenüber jenen aus den Industrieländern, wo dieser Label nicht angewendet werden würde, benachteiligt. Zur dritten Petition Staatliche Unterstützung des fairen Handels: Das Bundesamt für Aussenwirtschaft (Bawi) unterstützt finanziell das Label Max Havelaar, welches gegenwärtig vor allem auf dem Kaffee Anwendung findet, aber langsam auf andere Produkte ausgeweitet werden soll. Das Bawi klärt auch die Möglichkeit der Unterstützung der Einführung des «Label Double Income Project» im Textilbereich ab. Wenn diese Initiativen auch sehr interessant und lobenswert sind, müsse man sich aber trotzdem bewusst sein, dass damit die Probleme der betroffenen Produzenten in den Entwicklungsländern nicht automatisch gelöst würden, weil die Auswirkungen dieser Initiativen auf den Markt marginal bleiben. Die Anzahl der Konsumenten, die bereit sind, für solche Produkte einen höheren Preis zu entrichten, ist begrenzt. Es ist übrigens auch eine entsprechende Anpassung des Allgemeinen Zollpräferenzensystems in Vorbereitung. Erwägungen der Kommission Die Kommission konnte feststellen, dass die Anliegen der Petenten, welche von der Kommission unterstützt werden, insofern als erfüllt betrachtet werden können, als der Handlungsbedarf vom Bundesamt erkannt worden ist und entsprechende ernsthafte Bemühungen unternommen wurden. Bezüglich des Punktes 2 der Petition unterstützt die Kommission die Bestrebungen des Bundesrates zur Einführung eines Labels für importierte biologisch hergestellte Landwirtschaftsprodukte. Rhinow René (R, BL) présente au nom de la Commission de politique extérieure (CPE) le rapport écrit suivant: Le 12 novembre 1994, les participants à la Session des jeunes 1994 ont adopté, par 149 voix contre 4, les trois pétitions -- 27 of 31 -Pétitions 760 21 juin 1995 suivantes concernant la coopération au développement, réunies sous le titre «Réfugiés climatiques»: La première pétition exige le renforcement des mesures concrètes dans le domaine de la coopération au développement en vue de la création de conditions de vie dans les pays du tiers monde permettant aux populations de rester dans leur contrée d'origine et d'éviter ainsi un accroissement de l'émigration, de l'urbanisation ainsi que l'aggravation des tensions sociales. En effet, des efforts d'économie dans le domaine de la coopération au développement iraient à rencontre de l'effet escompté. Ces objectifs devraient être atteints par le biais des mesures suivantes: - le transfert de technologie afin d'assurer l'indépendance des pays en développement vis-à-vis des pays industrialisés dans ce domaine; - une exploitation agricole du sol dans les pays en développement qui tienne compte de leur spécificité géographique, agraire et climatique afin d'éviter l'érosion, les monocultures, la surfertilisation ainsi que les cultures inadéquates; - la suppression de l'aide financière directe aux pays en développement, l'aide au développement devant plutôt s'orienter vers le transfert de technologie et l'introduction d'une exploitation agricole du sol optimale du point de vue écologique. L'aide financière ne présente qu'un caractère palliatif, d'où son incapacité à résoudre le problème des réfugiés climatiques et, par conséquent, de la désertification de leur espace de vie; - l'information des populations dans le domaine du planning familial afin d'endiguer l'explosion démographique ainsi que les famines et les migrations qui en découlent. La deuxième pétition exige l'élaboration d'une loi prévoyant l'introduction, d'ici l'an 2000, d'un label pour tous les produits agricoles importés non issus de cultures biologiques. Cette loi devrait promouvoir la culture biologique dans les pays du tiers monde. La troisième pétition exige enfin la promotion par l'Etat d'un commerce équitable avec les pays en développement. L'Etat devrait encourager le commerce équitable (à l'instar de la Fondation Max Havelaar) à des prix permettant aux cultivateurs de pratiquer une forme d'agriculture judicieuse aussi bien du point de vue écologique que social. Une telle politique permettrait de briser le cercle vicieux que constitue une exploitation des ressources naturelles à caractère ni durable ni écologique. Le soutien de l'Etat devrait avant tout s'exercer sous la forme de subventions ainsi que d'une réduction des taxes à l'importation. Avis de l'administration La commission s'est fait informer par l'office compétent sur les possibilités de mise en oeuvre des exigences formulées par les pétitionnaires, notamment sur les progrès réalisés et sur les objectifs fixés dans les divers domaines précités. Première pétition Renforcement des mesures concrètes dans le domaine de la coopération au développement: L'office concerné partage les craintes des pétitionnaires quant aux conséquences négatives éventuelles des réductions budgétaires de la coopération au développement. A brève échéance, une contribution à l'assainissement des finances fédérales est certes indispensable, mais à moyen et long terme le soutien aux pays en développement doit être considéré comme une condition clé de notre prospérité et de notre sécurité en visant «un meilleur équilibre au sein de la communauté internationale» (art. 5 de la loi fédérale du
19 mars 1976 sur la coopération au développement et l'aide humanitaire). La question du transfert de technologie a été débattue dans le cadre de la Conférence internationale de Rio sur l'environnement et le développement, laquelle s'est tenue en juin 1992. En particulier, la Convention-cadre sur les changements climatiques, signée à Rio, a souligné l'importance d'un transfert accéléré de technologie qui permette la réduction des émissions de gaz à effet de serre. Les contributions de la Suisse dans ce sens s'inscrivent dans le cadre de la participation au Fonds pour l'environnement mondial (FEM, GEF) de la coopération technique bilatérale et surtout de la participation active au développement de la Conventioncadre sur les changements climatiques. La Suisse soutient les pays en développement dans leurs efforts pour développer dans ce domaine des capacités de recherche autonomes qui leur permettent d'identifier les problèmes et de les maîtriser. Un programme de recherche a été lancé dans le cadre du suivi de la Conférence de Rio: il s'agit du Programme prioritaire «Environnement», qui inclut plusieurs projets de partenariat de recherche entre réseaux suisses, d'une part, et africains, asiatiques et latino-américains, d'autre part. L'idée de base de ce programme est que la conception traditionnelle du transfert de technologie du Nord vers le Sud est insuffisante pour maîtriser les problèmes et qu'il s'agit plutôt d'identifier au préalable les ressources et les besoins en s'assurant que les chercheurs et les scientifiques de ces pays en seront les acteurs principaux. Exploitation agricole durable/pas de surexploitation: dans le cadre de sa coopération au développement, la Suisse soutient les réformes structurelles agraires dans le sens d'une exploitation durable. Suppression de l'aide directe: depuis plusieurs années, la coopération bilatérale au développement se concentre sur un nombre limité de pays et de secteurs spécifiques. Etant donné que les ressources disponibles sont limitées, elles doivent donc être engagées le plus efficacement possible. Voilà pourquoi, à présent déjà, une aide financière directe n'est pas octroyée, mais les moyens financiers sont engagés dans des programmes et des projets bien définis qui font régulièrement l'objet d'évaluations. Information des populations dans le domaine du planning familial: l'information des populations en matière de démographie et de contrôle des naissances représente l'un des soucis constants de la coopération suisse. La Conférence internationale sur la population et le développement qui s'est tenue au Caire en automne 1994 a abouti à l'adoption d'un programme d'action qui devra servir de référence aux actions multilatérales et bilatérales pour les années à venir. La Suisse considère ce programme satisfaisant et en accord avec les lignes directrices Nord-Sud, car il met en relief la nécessité d'améliorer le développement social, en particulier au profit des femmes. Deuxième pétition Label sur les produits agricoles importés non issus de cultures biologiques: La Suisse projette la promulgation d'une ordonnance sur les produits agricoles fabriqués selon des méthodes biologiques. Cette ordonnance devrait permettre au consommateur de distinguer les produits fabriqués selon des méthodes biologiques de ceux confectionnés selon des méthodes non biologiques. Par conséquent, un label pour cette dernière catégorie de produits n'amènerait rien de nouveau au consommateur d'un point de vue informatif, car il sera clair pour celuici qu'un produit sans label est un produit fabriqué selon des méthodes non biologiques. La mise en place d'un label portant sur les produits fabriqués selon des méthodes non biologiques, comme requis dans la pétition, n'améliorerait pas l'accès au marché des produits originaires des pays en développement; bien au contraire, il pénaliserait les producteurs de ces pays par rapport à ceux des pays industrialisés auxquels ce label non biologique ne s'appliquerait pas. Troisième pétition Promotion par l'Etat d'un commerce équitable: L'Office fédéral des affaires économiques extérieures (OFAEE) soutient financièrement le label Max Havelaar qui s'applique pour le moment principalement au café et touche progressivement d'autres produits. L'OFAEE examine aussi la possibilité de soutenir l'introduction du label «Double Income Project» déjà appliqué dans la branche du textile. Ces initiatives sont certes intéressantes et louables, mais il faut être conscient qu'elles ne résoudront pas d'emblée les problèmes des producteurs bénéficiaires de café ou de textile, car l'impact sur le marché reste marginal. En effet, le nombre des consommateurs prêts à payer plus cher de tels produits -- 28 of 31 -21. Juni 1995 761 Petitionen est limité. Par ailleurs, une révision du système généralisé de préférences est en cours. Considérations de la commission La commission a pu constater qu'elle apporte son soutien aux demandes des pétitionnaires dans la mesure où elles ont pu être satisfaites, où la marge de manoeuvre de l'office fédéral est reconnue et où de sérieux efforts seront entrepris dans le sens souhaité. En ce qui concerne le point 2 de la pétition, la commission est d'avis qu'il faut suivre la politique du Conseil fédéral qui prévoit la création d'un label pour les produits agricoles importés issus de cultures biologiques. Antrag der Kommission Die Kommission beantragt einstimmig, die Petitionen dem Bundesrat zur Kenntnisnahme zu überweisen, verbunden mit dem Auftrag, die eingeschlagene Politik weiterzuführen. Proposition de la commission La commission propose, à l'unanimité, de transmettre les pétitions au Conseil fédéral pour qu'il en prenne acte, en le priant de poursuivre sa politique dans ce domaine. Angenommen - Adopté 95.2022 Petition Demokratischer Bund von Kosovo in der Schweiz Politische Lage in Kosovo Pétition Ligue démocratique du Kosovo en Suisse Situation politique au Kosovo 95.2023 Petition Teilnehmer an der Protestkundgebung Protestkundgebung der Albaner aus Kosovo in Bern vom 25. März 1995 Pétition Participants à la manifestation de protestation Manifestation de protestation des Albanais du Kosovo à Berne du 25 mars 1995 Rhinow René (R, BL) unterbreitet im Namen der Aussenpolitischen Kommission (APK) den folgenden schriftlichen Bericht: Petition 95.2022 Am 13. Dezember 1994 reichte der Demokratische Bund von Kosovo in der Schweiz eine mit 2039 Unterschriften versehene Petition an die Bundesversammlung betreffend die politische Lage in Kosovo ein. Darin wird auf die kritische Lage in Kosovo aufmerksam gemacht, wo sich die allgemeine politische Lage, die Menschenrechtslage und die wirtschaftliche Situation verschlechterten. Es wurde der Befürchtung Ausdruck gegeben, dass die in Kosovo lebenden Menschen, die unter immer grösserem Druck bei der Bewältigung des Alltags und im Hinblick auf eine Lösung des Konfliktes stehen, diesem Druck nicht länger standhalten könnten, dass die Flucht und Emigration aus Kosovo noch zunehmen würden, dass die Politik der Gewaltlosigkeit der Regierung Rugova scheitern und sich der Krieg in Ex-Jugoslawien zu einem Balkankrieg ausweiten könnte. Die internationale Gemeinschaft wird dringend aufgerufen, Initiativen zur Verminderung des Druckes auf die Menschen in Kosovo, zugunsten der Einhaltung der Menschenrechte und einer allmählichen Entspannung der dortigen politischen Lage zu ergreifen. Konkret werden die Mitglieder der eidgenössischen Räte aufgefordert, «das in Ihrer Macht Stehende zu tun, damit die Menschenrechtslage und die politische Situation in Kosovo in den zuständigen eidgenössischen Gremien und Stellen zur Sprache kommen und die Schweiz Initiativen ergreift, die zu einer Entspannung und Lösung des Konfliktes beitragen (zum Beispiel ständige internationale Beobachter und Präventivdiplomatie ausführen)». Petition 95,2023 Am 29. März 1995 reichte der Demokratische Bund von Kosovo in der Schweiz eine mit 9666 Unterschriften versehene Petition der Teilnehmer an der Protestkundgebung der Albaner aus Kosovo in Bern vom 25. März 1995 an die Bundesversammlung ein, die ebenfalls an Bundespräsident Villiger und an Bundesrat Cotti gerichtet ist. Die Hauptforderung der Petenten lautet auf die Anerkennung der Republik Kosovo als unabhängiger, neutraler Staat. Des weiteren werden die folgenden, als dringend angesehenen Forderungen an die Bundesversammlung gerichtet: - Ergreifung von Massnahmen der internationalen Gemeinschaft zur Verhinderung der ethnischen Säuberung und der Kolonisierung von Kosovo; - Verhinderung des Ausbruches eines bewaffneten Konfliktes in der Republik Kosovo; - die internationale Gemeinschaft müsse zwingend dafür sorgen, dass die Polizei- und Militärkräfte, die für die Misshandlung und Ermordung unschuldiger Menschen verantwortlich sind, Kosovo umgehend verlassen; - Rückkehr von OSZE-Beobachtern nach Kosovo, um die Lage an Ort und Stelle verfolgen zu können; -die verhängten Uno-Sanktionen keinesfalls aufzuheben, bevor eine Lösung für die mehr als 3 Millionen Albaner im ehemaligen Jugoslawien gefunden wird; - die Unterstellung Kosovos unter ein Uno-Protektorat als Präventivmassnahme; - die Errichtung eines Korridors zur Versorgung der Bevölkerung Kosovos. Rhinow René (R, BL) présente au nom de la Commission de politique extérieure (OPE) le rapport écrit suivant: Pétition 95.2022 Le 13 décembre 1994, la Ligue démocratique du Kosovo en Suisse a adressé à l'Assemblée fédérale une pétition signée par 2039 personnes. Ce texte appelait l'attention des Chambres fédérales sur la situation critique qui ne cesserait de se dégrader au Kosovo, à la fois sur le plan politique, sur le plan économique et sur le plan des droits de l'homme. La crainte y était exprimée d'une recrudescence de l'émigration en raison des pressions quotidiennement exercées sur les habitants, de la perte pour eux de l'espoir de voir une solution au conflit, en raison en outre de l'échec de la politique de nonviolence du gouvernement Rugova et d'un embrasement du conflit yougoslave à l'échelle des Balkans. La communauté internationale était invitée à prendre d'urgence des mesures «pour faire en sorte de réduire la pression exercée sur les habitants du Kosovo, d'améliorer le respect des droits de l'homme ainsi que d'apaiser progressivement la crise politique». Concrètement, les pétitionnaires demandaient aux Chambres fédérales «de faire tout ce qui est en leur pouvoir afin que la question des droits de l'homme et de la situation politique au Kosovo soit abordée au sein des instances et des offices suisses compétents et que la Suisse prenne des initiatives dans le sens d'une détente et d'un règlement du conflit (par exemple: mise en place d'observateurs internationaux permanents, diplomatie préventive)».
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Pétitions 762 E 21 juin 1995 Pétition 95.2023 Le 29 mars 1995, la Ligue démocratique des Albanais du Kosovo en Suisse a adressé à l'Assemblée fédérale, mais aussi à M. Villiger, président de la Confédération, et à M. Cotti, conseiller fédéral, une pétition des participants à la manifestation de protestation des Albanais du Kosovo qui a eu lieu à Berne le 25 mars 1995, signée par 9666 personnes. La principale revendication des pétitionnaires est la reconnaissance de la République du Kosovo en tant qu'Etat indépendant et neutre. Par ailleurs, ils adressent à l'Assemblée fédérale les revendications urgentes suivantes: -que la communauté internationale prenne des mesures afin d'empêcher la purification ethnique et la colonisation du Kosovo; - que soit empêché l'éclatement d'un conflit armé dans la République du Kosovo; - que les forces de police et les forces militaires, qui depuis des années maltraitent et assassinent des personnes innocentes, soient contraintes à quitter le Kosovo sans délai; - que les observateurs de l'OSCE reviennent au Kosovo afin de suivre l'évolution de la situation sur place; - que les sanctions décrétées par l'ONU ne soient en aucun cas levées avant que le sort des plus de 3 millions d'Albanais de l'ex-Yougoslavie n'ait été réglé; - que le Kosovo soit à titre préventif placé sous la protection de l'ONU; - que soit créé d'urgence un couloir humanitaire pour l'approvisionnement de la population du Kosovo. Antrag der Kommission Die Kommission beantragt einstimmig, die beiden Petitionen dem Bundesrat zur Kenntnisnahme zu überweisen, verbunden mit dem Auftrag, innerhalb der zuständigen internationalen Organisationen seine Bemühungen um die Herbeiführung einer friedlichen Lösung der Kosovo-Frage fortzusetzen. Proposition de la commission La commission propose, à l'unanimité, de transmettre les deux pétitions au Conseil fédéral pour qu'il en prenne acte, tout en le priant de poursuivre ses efforts, au sein des organisations internationales compétentes, pour arriver à un règlement pacifique de la question du Kosovo. Angenommen - Adopté Schluss der Sitzung um 13.00 Uhr La séance est levée à 13 h 00 -- 30 of 31 -Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Petitionen Pétitions In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1995 Année Anno Band III Volume Volume Session Sommersession Session Session d'été Sessione Sessione estiva Rat Ständerat Conseil Conseil des Etats Consiglio Consiglio degli Stati Sitzung 11 Séance Seduta Geschäftsnummer --Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 21.06.1995 - 08:30 Date Data Seite 733-762 Page Pagina Ref. No 20 025 977 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.
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