94-3136
Verwaltungsbehörden 17.06.1994 94.3136
17. Juni 1994Deutsch14 min
Source admin.ch
17. Juni 1994 1191 Postulat von Feiten - festzustellen, ob im Falle dieser Infektionen die gesetzlichen Bestimmungen oder die Regeln einer effizienten Verwaltungstätigkeit verletzt wurden sowie ob medizinisch-ethisch richtig gehandelt wurde; - die Arbeitsteilung zwischen dem Bundesamt für Gesundheitswesen, dem Bundesamt für Sozialversicherung, der Interkantonalen Kontrollstelle für Heilmittel, den Kantonen, dem Schweizerischen Roten Kreuz, der Stiftung Zentrallaboratorium des Roten Kreuzes, der Vereinigung der Blutspendedienste sowie anderen Blutspendezentren und anderen privaten Gesellschaften auf den Gebieten der Blutspenden, der Transfusionen von Blut und Blutprodukten sowie ähnlicher Handlungen und der Verhütung von durch Blut übertragbaren Krankheiten zu untersuchen und zu beurteilen. Ziel dieser Untersuchung war es, für die Zukunft Vorschläge zu erarbeiten, um eine rasche und wirkungsvolle Reaktion der Behörden im Bereich Blut und Blutprodukte sicherzustellen. Die Arbeitsgruppe hat ihren Bericht Ende Januar 1994 abgeliefert. Der Bundesrat hat vom Inhalt und von den Schlussfolgerungen des EDI Kenntnis genommen. Anschliessend wurde der Bericht veröffentlicht. Der von der Postulantin gewünschte Bericht liegt demnach vor. Die Arbeitsgruppe folgert aus ihren Untersuchungen, dass das Bluttransfusionswesen in der Schweiz neu organisiert werden muss. Es sei notwendig, das Bluttransfusionswesen einer einzigen Instanz zu unterstellen, die dann gesamtschweizerische Kontrollbehörde wäre und in Grundsatzfragen Entscheidungen treffen könnte. Dies vor allem im Hinblick auf mögliche andere Epidemien, deren Erreger durch Blut künftig übertragen werden könnten. Die Arbeitsgruppe kommt zudem zum Schluss, dass Heilmittel, die im Land frei zirkulieren, einer einzigen Reglementierung und einer einzigen Behörde unterstehen sollten. Die Reglementierung sollte in Form eines Bundesgesetzes erfolgen. Die Behörde könne ein neues Bundesamt, eine neue Abteilung des BAG oder aber ein autonomes Institut des öffentlichen Rechts, an dem sich die Kantone beteiligten, sein. Der Bereich Blut und Blutprodukte wird im Rahmen der Erarbeitung einer künftigen Bundes-Heilmittelgesetzgebung mit einzubeziehen sein. Das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) ist von der Notwendigkeit und der Dringlichkeit für eine flexiblere und raschere Organisation innerhalb der Bundesverwaltung sowie der Schaffung von einheitlichen Rechtsgrundlagen auf Bundesebene überzeugt Insbesondere sind dem BAG zum Aufbau eines Inspektorates zur Kontrolle der Blutimporte, zur Qualitätskontrolle der mikrobiologischen Laboratorien sowie zum Ausbau und zur Verbesserung der Registrierung und Kontrolle von Blutpräparaten Ende 1993 vier zusätzliche Stellen zugesprochen worden. In Zusammenarbeit mit der Interkantonalen Vereinigung für die Kontrolle der Heilmittel (IKV) wird das EDI die entsprechenden Gesetzgebungsarbeiten möglichst bald an die Hand nehmen. Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Der Bundesrat beantragt, das Postulat abzuschreiben. Abgeschrieben - Classé #ST# 94.3136 Postulat von Feiten Aktualisierung des BFS-Berichtes »Auf dem Weg zur Gleichstellung?» Mise à jour du rapport sur l'égalité de l'Office fédéral de la statistique Wortlaut des Postulates vom 17. März 1994 Das Bundesamt für Statistik (BFS) veröffentlichte im Februar 1994 einen breiten, aber noch nicht lückenlosen Bericht über die Situation der Frauen und Männer in der Schweiz aus statistischer Sicht. Es hat damit eine wichtige Grundlage für die Erfüllung des Gleichstellungsauftrages auf allen staatlichen Ebenen sowie in allen gesellschaftlichen Bereichen geschaffen. Dieser Bericht stellt im Rahmen des Gleichberechtigungsprozesses und der damit verbundenen Umsetzung des Gleichstellungsgesetzes ein wichtiges Arbeitsinstrument dar. Die Berichtsverfasser und Berichtsverfasserinnen bemerken jedoch zu Recht, dass er diese Funktion nur wahrnehmen kann, wenn einerseits alles Datenmaterial zur lückenlosen Analyse der Situation von Frauen und Männern aufgearbeitet wird und andererseits alle Daten periodisch neu aufbereitet und zugänglich gemacht werden. Der Bundesrat wird deshalb ersucht, verwaltungsintern die Voraussetzungen zu schaffen, damit
Erwägungen
1.
das fehlende Datenmaterial - ganz besonders jenes über die Verteilung der finanziellen Ressourcen - raschestmöglich zur Verfügung steht; und
2.
die zur Verfügung stehenden Daten periodisch aktualisiert und mindestens alle zwei Jahre in geeigneter Form publiziert werden. Texte du postulat du 17 mars 1994 L'Office fédéral de la statistique a publié en février 1994 un rapport circonstancié, mais qui n'est pas encore complet, intitulé «Vers l'égalité? Aperçu statistique de la situation des femmes et des hommes en Suisse». Cet office a ainsi élaboré une base importante permettant de remplir le mandat d'égalité à tous les niveaux des pouvoirs publics et dans tous les domaines de la société. Il s'agit en effet d'un précieux instrument de travail dans le cadre du processus d'égalité et de la mise en oeuvre des principes énoncés dans la loi sur l'égalité. Les auteurs du rapport remarquent toutefois à juste titre que celui-ci ne peut remplir sa fonction d'une part que si toutes les données font l'objet d'une analyse complète de la situation des femmes et des hommes et si d'autre part toutes les données sont périodiquement mises à jour et rendues accessibles à ceux qui en ont besoin. C'est pourquoi le Conseil fédéral est invité àfaire le nécessaire au sein de l'administration pour que
1.
les données qui font encore défaut - notamment celles qui concernent la répartition des ressources financières - soient mises à disposition le plus rapidement possible;
2.
les données à disposition soient actualisées périodiquement et publiées sous une forme appropriée au moins tous les deux ans. Mitunterzeichner - Cosignataires: Aguet, Bäumlin, Bodenmann, BrüggerCyrill, Brunner Christiane, Bundi, Danuser, Dûvoisin, Eggenberger, Fankhauser, Gross Andréas, Haering Binder, Hafner Ursula, Herczog, Jeanprêtre, Jöri, Ledergerber, Ruffy, Steiger Hans, Strahm Rudolf, Tschäppät Alexander, Vollmer, Zbinden, Züger (24) Schriftliche Begründung - Développement par écrit Die Urheberin verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort.
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Postulat Columberg 1192 N 17 juin 1994 Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 11. Mai 1994 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 11 mai 1994 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. Überwiesen - Transmis #ST# 94.3141 Postulat Schmid Peter Transportvergünstigungen bei Schüleraustausch Echanges d'écoliers. Rabais sur les titres de transport Wortlaut des Postulates vom 17. März 1994 Der Bundesrat wird ersucht, im Sinne der Empfehlung der Verständigungskommission («.... das Missverhältnis soll uns bekümmern»), der parlamentarischen Initiative Robert (Förderung der zweisprachigen Erziehung) und der Motion des Ständerates (Verständigung zwischen den Sprachgebieten) folgende konkrete Massnahmen zu prüfen: Schüleraustausch (Klassen- und Einzelaustausch) zwischen den verschiedenen Sprachgebieten, sofern damit Sprachaufenthalte, Spracherwerb und Kontakte zwischen verschiedensprachigen Schülern in der Schweiz gefördert werden, wird mit stark vergünstigten Fahrkarten für den öffentlichen Verkehr unterstützt Vorstellbar wäre ein Einheitspreis von fünf Franken je Schüler und Schülerin je Fahrt Eine Abgeltung dieser gemeinwirtschaftlichen Leistung durch den Bund zugunsten der öffentlichen Verkehrsmittel wäre dabei angebracht, mindestens aber zu prüfen. Texte du postulat du 17 mars 1994 Le Conseil fédéral est invité, conformément aux recommandations des Commissions de la compréhension («.... nous soucier de nos incompréhensions»), à l'initiative parlementaire Robert (encouragement de l'éducation bilingue) et à la motion du Conseil des Etats (compréhension linguistique et régionale en Suisse), à examiner la mesure concrète suivante: On soutiendra les échanges d'écoliers (par classes entières ou à titre individuel) entre les différentes régions linguistiques - à condition que cette mesure favorise les séjours linguistiques, l'acquisition d'une langue étrangère et les contacts entre des écoliers de Suisse ne parlant pas la même langue - en consentant des rabais importants sur l'utilisation des transports publics. Ainsi, le prix d'un trajet pourrait être fixé uniformément à cinq francs par écolier. Il serait indiqué que la Confédération indemnise les entreprises de transports publics pour cette prestation en faveur de l'économie générale ou, du moins, qu'elle examine cette possibilité. Mitunterzeichner - Cosignataires: Bär, Baumann, Borei François, Brügger Cyrill, Bühlmann, Caccia, Carobbio, Cincera, Danuser, Deiss, Diener, Eggly, Gardiol, Gonseth, Gros Jean-Michel, Grossenbacher, Haering Binder, Hafner Rudolf, Hollenstein, Jeanprêtre, Maeder, Meier Hans, Meyer Theo, Misteli, Mühlemann, Nebiker, Rebeaud, Robert, Ruffy, Schmidhalter, Suter, Thür, Weder Hansjürg (33) Schriftliche Begründung - Développement par écrit Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 11. Mai 1994 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 11 mai 1994 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. Überwiesen - Transmis #ST# 94.3151 Postulat Columberg Abschaffung der Parahotellerie-Statistik Statistique de la parahôtellerie. Suppression Wortlaut des Postulates vom 18. März 1994 Das Bundesamt für Statistik hat am 9. Februar 1994 ohne Konsultation der betroffenen Kreise bekanntgegeben, dass die Parahotellerie-Statistik der Schweiz ersatzlos abgeschafft wird. Der Bundesrat wird beauftragt zu prüfen, obdieserfürdie Tourismuswirtschaft der Schweiz sehr folgenschwere Entscheid rückgängig gemacht werden kann. Insbesondere ist zu prüfen, ob die Parahotellerie-Statistik mit anderen Mitteln weitergeführt werden kann. Texte du postulat du 18 mars 1994 Le 9 février 1994, l'Office fédéral de la statistique a annoncé, sans avoir consulté les milieux concernés, qu'il supprimait la statistique suisse de la parahôtellerie. Le Conseil fédéral est chargé d'examiner s'il n'est pas possible de revenir sur cette décision, quia des conséquences très lourdes pour l'industrie touristique en Suisse. Il s'agit en particulier d'étudier si cette statistique peut continuer d'être établie par d'autres moyens. Mitunterzeichner - Cosignataires: Aregger, Baumberger, Bezzola, Bircher Peter, Blatter, Bühler Simeon, Bürgi, Caccia, Danuser, Darbellay, David, Dormann, Dünki, Engler, Epiney, Grossenbacher, Hari, Heberlein, Hegetschweiler, Hildbrand, Jaeger, Jäggi Paul, Keller Anton, Kühne, Leu Josef, Maeder, Maurer, Neuenschwander, Oehler, Rychen, Schmidhalter, Schnider, Segmüller, Seiler Hanspeter, Seiler Rolf, Stamm Judith, Steffen, Steinegger, Theubet, Verterli, Wanner, Wittenwiler (42) Schriftliche Begründung - Développement par écrit Der Tourismus ist der drittwichtigste Exportzweig unserer Wirtschaft, generiert mit Gesamteinnahmen von 22 Milliarden Franken über 6 Prozent des Bruttosozialproduktes und ist mit einer Beschäftigtenzahl von rund 300 000 Personen ein wichtiger - im Berggebiet weitaus der bedeutendste - Arbeitgeber. Er leistet als wichtiger Dienstleistungszweig auch seinen finanziellen Beitrag. Demgegenüber profitiert er im Gegensatz zu anderen Branchen nur in sehr bescheidenem Masse von fördernden Bundesleistungen (Verkehrszentrale, Hotelkredit, IHG, Ausbildung: rund 100 Millionen Franken pro Jahr). Er kennt weder Exportrisikogarantie noch Bundeshilfe für Forschung und Entwicklung. Von den insgesamt 77 Millionen Übernachtungen entfielen 1992 in der Schweiz rund 41 Millionen oder 53 Prozent auf die Parahôtellerie (24,3 Mio. auf Chalets und Ferienwohnungen, 8,3 Mio. auf Zelt- und Wohnwagenplätze, 7,3 Mio. auf Gruppenunterkünfte und 0,9 Mio. auf die Jugendherbergen). Der bundesrätliche Abbaubeschluss hat somit zur Folge, dass der übernachtende Tourismus bezüglich mehr als der Hälfte seiner mengenmässigen Produktion über keine statistischen Angaben mehr verfügt Damit wird ein zielgerichtetes Marketing auf allen Ebenen verunmöglicht -- 2 of 3 -Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Postulat von Felten Aktualisierung des BFS-Berichtes "Auf dem Weg zur Gleichstellung?" Postulat von Mise à jour du rapport sur l'égalité de l'Office fédéral de la statistique In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1994 Année Anno Band II Volume Volume Session Sommersession Session Session d'été Sessione Sessione estiva Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 16 Séance Seduta Geschäftsnummer 94.3136 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 17.06.1994 - 08:00 Date Data Seite 1191-1192 Page Pagina Ref. No 20 024 184 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.
Postulat Columberg 1192 N 17 juin 1994 Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 11. Mai 1994 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 11 mai 1994 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. Überwiesen - Transmis #ST# 94.3141 Postulat Schmid Peter Transportvergünstigungen bei Schüleraustausch Echanges d'écoliers. Rabais sur les titres de transport Wortlaut des Postulates vom 17. März 1994 Der Bundesrat wird ersucht, im Sinne der Empfehlung der Verständigungskommission («.... das Missverhältnis soll uns bekümmern»), der parlamentarischen Initiative Robert (Förderung der zweisprachigen Erziehung) und der Motion des Ständerates (Verständigung zwischen den Sprachgebieten) folgende konkrete Massnahmen zu prüfen: Schüleraustausch (Klassen- und Einzelaustausch) zwischen den verschiedenen Sprachgebieten, sofern damit Sprachaufenthalte, Spracherwerb und Kontakte zwischen verschiedensprachigen Schülern in der Schweiz gefördert werden, wird mit stark vergünstigten Fahrkarten für den öffentlichen Verkehr unterstützt Vorstellbar wäre ein Einheitspreis von fünf Franken je Schüler und Schülerin je Fahrt Eine Abgeltung dieser gemeinwirtschaftlichen Leistung durch den Bund zugunsten der öffentlichen Verkehrsmittel wäre dabei angebracht, mindestens aber zu prüfen. Texte du postulat du 17 mars 1994 Le Conseil fédéral est invité, conformément aux recommandations des Commissions de la compréhension («.... nous soucier de nos incompréhensions»), à l'initiative parlementaire Robert (encouragement de l'éducation bilingue) et à la motion du Conseil des Etats (compréhension linguistique et régionale en Suisse), à examiner la mesure concrète suivante: On soutiendra les échanges d'écoliers (par classes entières ou à titre individuel) entre les différentes régions linguistiques - à condition que cette mesure favorise les séjours linguistiques, l'acquisition d'une langue étrangère et les contacts entre des écoliers de Suisse ne parlant pas la même langue - en consentant des rabais importants sur l'utilisation des transports publics. Ainsi, le prix d'un trajet pourrait être fixé uniformément à cinq francs par écolier. Il serait indiqué que la Confédération indemnise les entreprises de transports publics pour cette prestation en faveur de l'économie générale ou, du moins, qu'elle examine cette possibilité. Mitunterzeichner - Cosignataires: Bär, Baumann, Borei François, Brügger Cyrill, Bühlmann, Caccia, Carobbio, Cincera, Danuser, Deiss, Diener, Eggly, Gardiol, Gonseth, Gros Jean-Michel, Grossenbacher, Haering Binder, Hafner Rudolf, Hollenstein, Jeanprêtre, Maeder, Meier Hans, Meyer Theo, Misteli, Mühlemann, Nebiker, Rebeaud, Robert, Ruffy, Schmidhalter, Suter, Thür, Weder Hansjürg (33) Schriftliche Begründung - Développement par écrit Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 11. Mai 1994 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 11 mai 1994 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. Überwiesen - Transmis #ST# 94.3151 Postulat Columberg Abschaffung der Parahotellerie-Statistik Statistique de la parahôtellerie. Suppression Wortlaut des Postulates vom 18. März 1994 Das Bundesamt für Statistik hat am 9. Februar 1994 ohne Konsultation der betroffenen Kreise bekanntgegeben, dass die Parahotellerie-Statistik der Schweiz ersatzlos abgeschafft wird. Der Bundesrat wird beauftragt zu prüfen, obdieserfürdie Tourismuswirtschaft der Schweiz sehr folgenschwere Entscheid rückgängig gemacht werden kann. Insbesondere ist zu prüfen, ob die Parahotellerie-Statistik mit anderen Mitteln weitergeführt werden kann. Texte du postulat du 18 mars 1994 Le 9 février 1994, l'Office fédéral de la statistique a annoncé, sans avoir consulté les milieux concernés, qu'il supprimait la statistique suisse de la parahôtellerie. Le Conseil fédéral est chargé d'examiner s'il n'est pas possible de revenir sur cette décision, quia des conséquences très lourdes pour l'industrie touristique en Suisse. Il s'agit en particulier d'étudier si cette statistique peut continuer d'être établie par d'autres moyens. Mitunterzeichner - Cosignataires: Aregger, Baumberger, Bezzola, Bircher Peter, Blatter, Bühler Simeon, Bürgi, Caccia, Danuser, Darbellay, David, Dormann, Dünki, Engler, Epiney, Grossenbacher, Hari, Heberlein, Hegetschweiler, Hildbrand, Jaeger, Jäggi Paul, Keller Anton, Kühne, Leu Josef, Maeder, Maurer, Neuenschwander, Oehler, Rychen, Schmidhalter, Schnider, Segmüller, Seiler Hanspeter, Seiler Rolf, Stamm Judith, Steffen, Steinegger, Theubet, Verterli, Wanner, Wittenwiler (42) Schriftliche Begründung - Développement par écrit Der Tourismus ist der drittwichtigste Exportzweig unserer Wirtschaft, generiert mit Gesamteinnahmen von 22 Milliarden Franken über 6 Prozent des Bruttosozialproduktes und ist mit einer Beschäftigtenzahl von rund 300 000 Personen ein wichtiger - im Berggebiet weitaus der bedeutendste - Arbeitgeber. Er leistet als wichtiger Dienstleistungszweig auch seinen finanziellen Beitrag. Demgegenüber profitiert er im Gegensatz zu anderen Branchen nur in sehr bescheidenem Masse von fördernden Bundesleistungen (Verkehrszentrale, Hotelkredit, IHG, Ausbildung: rund 100 Millionen Franken pro Jahr). Er kennt weder Exportrisikogarantie noch Bundeshilfe für Forschung und Entwicklung. Von den insgesamt 77 Millionen Übernachtungen entfielen 1992 in der Schweiz rund 41 Millionen oder 53 Prozent auf die Parahôtellerie (24,3 Mio. auf Chalets und Ferienwohnungen, 8,3 Mio. auf Zelt- und Wohnwagenplätze, 7,3 Mio. auf Gruppenunterkünfte und 0,9 Mio. auf die Jugendherbergen). Der bundesrätliche Abbaubeschluss hat somit zur Folge, dass der übernachtende Tourismus bezüglich mehr als der Hälfte seiner mengenmässigen Produktion über keine statistischen Angaben mehr verfügt Damit wird ein zielgerichtetes Marketing auf allen Ebenen verunmöglicht -- 2 of 3 -Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Postulat von Felten Aktualisierung des BFS-Berichtes "Auf dem Weg zur Gleichstellung?" Postulat von Mise à jour du rapport sur l'égalité de l'Office fédéral de la statistique In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1994 Année Anno Band II Volume Volume Session Sommersession Session Session d'été Sessione Sessione estiva Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 16 Séance Seduta Geschäftsnummer 94.3136 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 17.06.1994 - 08:00 Date Data Seite 1191-1192 Page Pagina Ref. No 20 024 184 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.
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