94-3151
Verwaltungsbehörden 17.06.1994 94.3151
17. Juni 1994Deutsch20 min
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Postulat Columberg 1192 N 17 juin 1994 Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 11. Mai 1994 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 11 mai 1994 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. Überwiesen - Transmis #ST# 94.3141 Postulat Schmid Peter Transportvergünstigungen bei Schüleraustausch Echanges d'écoliers. Rabais sur les titres de transport Wortlaut des Postulates vom 17. März 1994 Der Bundesrat wird ersucht, im Sinne der Empfehlung der Verständigungskommission («.... das Missverhältnis soll uns bekümmern»), der parlamentarischen Initiative Robert (Förderung der zweisprachigen Erziehung) und der Motion des Ständerates (Verständigung zwischen den Sprachgebieten) folgende konkrete Massnahmen zu prüfen: Schüleraustausch (Klassen- und Einzelaustausch) zwischen den verschiedenen Sprachgebieten, sofern damit Sprachaufenthalte, Spracherwerb und Kontakte zwischen verschiedensprachigen Schülern in der Schweiz gefördert werden, wird mit stark vergünstigten Fahrkarten für den öffentlichen Verkehr unterstützt Vorstellbar wäre ein Einheitspreis von fünf Franken je Schüler und Schülerin je Fahrt Eine Abgeltung dieser gemeinwirtschaftlichen Leistung durch den Bund zugunsten der öffentlichen Verkehrsmittel wäre dabei angebracht, mindestens aber zu prüfen. Texte du postulat du 17 mars 1994 Le Conseil fédéral est invité, conformément aux recommandations des Commissions de la compréhension («.... nous soucier de nos incompréhensions»), à l'initiative parlementaire Robert (encouragement de l'éducation bilingue) et à la motion du Conseil des Etats (compréhension linguistique et régionale en Suisse), à examiner la mesure concrète suivante: On soutiendra les échanges d'écoliers (par classes entières ou à titre individuel) entre les différentes régions linguistiques - à condition que cette mesure favorise les séjours linguistiques, l'acquisition d'une langue étrangère et les contacts entre des écoliers de Suisse ne parlant pas la même langue - en consentant des rabais importants sur l'utilisation des transports publics. Ainsi, le prix d'un trajet pourrait être fixé uniformément à cinq francs par écolier. Il serait indiqué que la Confédération indemnise les entreprises de transports publics pour cette prestation en faveur de l'économie générale ou, du moins, qu'elle examine cette possibilité. Mitunterzeichner - Cosignataires: Bär, Baumann, Borei François, Brügger Cyrill, Bühlmann, Caccia, Carobbio, Cincera, Danuser, Deiss, Diener, Eggly, Gardiol, Gonseth, Gros Jean-Michel, Grossenbacher, Haering Binder, Hafner Rudolf, Hollenstein, Jeanprêtre, Maeder, Meier Hans, Meyer Theo, Misteli, Mühlemann, Nebiker, Rebeaud, Robert, Ruffy, Schmidhalter, Suter, Thür, Weder Hansjürg (33) Schriftliche Begründung - Développement par écrit Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 11. Mai 1994 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 11 mai 1994 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. Überwiesen - Transmis #ST# 94.3151 Postulat Columberg Abschaffung der Parahotellerie-Statistik Statistique de la parahôtellerie. Suppression Wortlaut des Postulates vom 18. März 1994 Das Bundesamt für Statistik hat am 9. Februar 1994 ohne Konsultation der betroffenen Kreise bekanntgegeben, dass die Parahotellerie-Statistik der Schweiz ersatzlos abgeschafft wird. Der Bundesrat wird beauftragt zu prüfen, obdieserfürdie Tourismuswirtschaft der Schweiz sehr folgenschwere Entscheid rückgängig gemacht werden kann. Insbesondere ist zu prüfen, ob die Parahotellerie-Statistik mit anderen Mitteln weitergeführt werden kann. Texte du postulat du 18 mars 1994 Le 9 février 1994, l'Office fédéral de la statistique a annoncé, sans avoir consulté les milieux concernés, qu'il supprimait la statistique suisse de la parahôtellerie. Le Conseil fédéral est chargé d'examiner s'il n'est pas possible de revenir sur cette décision, quia des conséquences très lourdes pour l'industrie touristique en Suisse. Il s'agit en particulier d'étudier si cette statistique peut continuer d'être établie par d'autres moyens. Mitunterzeichner - Cosignataires: Aregger, Baumberger, Bezzola, Bircher Peter, Blatter, Bühler Simeon, Bürgi, Caccia, Danuser, Darbellay, David, Dormann, Dünki, Engler, Epiney, Grossenbacher, Hari, Heberlein, Hegetschweiler, Hildbrand, Jaeger, Jäggi Paul, Keller Anton, Kühne, Leu Josef, Maeder, Maurer, Neuenschwander, Oehler, Rychen, Schmidhalter, Schnider, Segmüller, Seiler Hanspeter, Seiler Rolf, Stamm Judith, Steffen, Steinegger, Theubet, Verterli, Wanner, Wittenwiler (42) Schriftliche Begründung - Développement par écrit Der Tourismus ist der drittwichtigste Exportzweig unserer Wirtschaft, generiert mit Gesamteinnahmen von 22 Milliarden Franken über 6 Prozent des Bruttosozialproduktes und ist mit einer Beschäftigtenzahl von rund 300 000 Personen ein wichtiger - im Berggebiet weitaus der bedeutendste - Arbeitgeber. Er leistet als wichtiger Dienstleistungszweig auch seinen finanziellen Beitrag. Demgegenüber profitiert er im Gegensatz zu anderen Branchen nur in sehr bescheidenem Masse von fördernden Bundesleistungen (Verkehrszentrale, Hotelkredit, IHG, Ausbildung: rund 100 Millionen Franken pro Jahr). Er kennt weder Exportrisikogarantie noch Bundeshilfe für Forschung und Entwicklung. Von den insgesamt 77 Millionen Übernachtungen entfielen 1992 in der Schweiz rund 41 Millionen oder 53 Prozent auf die Parahôtellerie (24,3 Mio. auf Chalets und Ferienwohnungen, 8,3 Mio. auf Zelt- und Wohnwagenplätze, 7,3 Mio. auf Gruppenunterkünfte und 0,9 Mio. auf die Jugendherbergen). Der bundesrätliche Abbaubeschluss hat somit zur Folge, dass der übernachtende Tourismus bezüglich mehr als der Hälfte seiner mengenmässigen Produktion über keine statistischen Angaben mehr verfügt Damit wird ein zielgerichtetes Marketing auf allen Ebenen verunmöglicht -- 1 of 3 -17. Juni 1994 1193 Postulat Deiss Die Tourismuswirtschaft hat aus eigener Kraft ein europaweit einzigartiges, nationales System zur Klassifizierung der Ferienwohnungen geschaffen und damit einen wichtigen Schritt zur Qualitätsverbesserung in diesem Bereich getan. Die Abschaffung der Statistik verunmöglicht die Erfolgskontrolle der Klassifikation weitgehend. In Europa werden grosse Anstrengungen für einen harmonisierten Ausbau der Tourismusstatistiken unternommen. Der Bund hat kürzlich in Slowenien beim Aufbau einer Parahotellerie-Statistik mitgewirkt. Aus diesen Gründen ist eine Abschaffung der Schweizer Parahotellerie-Statistik widersinnig. Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 11. Mai 1994 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 11 mai 1994 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. Überwiesen - Transmis #ST# 94.3154 Postulat Deiss Berufliche Vorsorge. Individuelle Äquivalenz Equivalence individuelle en matière de prévoyance professionnelle Wortlaut des Postulates vom 18. März 1994 Der Bundesrat wird eingeladen, im Hinblick auf die anstehende Revision des Bundesgesetzes über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG) die Reorganisation der zweiten Säule zu prüfen und dabei dem Grundsatz der individuellen Äquivalenz den Vorrang einzuräumen. Der Sinn einer solchen Umgestaltung würde im folgenden bestehen: Die erste Säule, die auf dem Grundsatz des sozialen Ausgleichs beruht, hat den Zweck, den Existenzbedarf sicherzustellen. Die zweite Säule, die auf den Grundsatz der individuellen Äquivalenz abstellt, hat den Zweck, die Fortsetzung der gewohnten Lebenshaltung in angemessenerweise zu ermöglichen. Diese beiden Ziele sollten deutlicher voneinander getrennt werden. Die Beseitigung der bestehenden Verflechtung zwischen AHV einerseits und beruflicher Vorsorge andererseits würde einen klareren und effizienteren Einsatz der Instrumente ermöglichen, mit denen die spezifischen Ziele der zwei Säulen - Umverteilungssolidarität zur Sicherstellung des Existenzminimums (AHV); versicherungsmathematische Solidarität jenseits der Schwelle des Existenzminimums (BVG) erreicht werden können. Eine striktere Trennung der beiden Säulen der Altersvorsorge sollte, was ihre Zielsetzungen und ihre Instrumente betrifft, die berufliche Vorsorge zum eigentlichen Gegengewicht der AHV werden lassen. Indem man die zweite Säule von den Umverteilungsfunktionen befreit, gibt man dem Wettbewerb mehr Raum, was eine höhere Effizienz zur Folge hat. Mit der Einführung der vollen Freizügigkeit, mit höheren Kapitalerträgen, mit der Senkung der Verwaltungskosten und einer verbesserten Transparenz könnten die heutigen Schwächen des Systems zum grossen Teil abgebaut werden. Texte du postulat du 18 mars 1994 En vue de la prochaine révision de la loi fédérale sur la prévoyance professionnelle vieillesse, survivants et invalidité (LPP), le Conseil fédéral est invité à examiner la réorganisation du deuxième pilier, en accordant la priorité à la règle de l'équivalence individuelle. Le sens d'un tel réaménagement serait la distinction plus nette entre l'objectif de la couverture des besoins vitaux par le premier pilier, fondé sur le principe de la péréquation sociale, et celui du maintien approprié du niveau de vie antérieur par le deuxième pilier, axé sur le principe de l'équivalence individuelle. L'élimination de l'enchevêtrement actuel entre l'AVS, d'une part, et la prévoyance professionnelle, d'autre part, devrait permettre d'attribuer de façon plus claire et plus efficace les instruments propres à la réalisation des objectifs spécifiques de chaque pilier: solidarité redistributive pour garantir le minimum vital (AVS); solidarité actuarielle au-delà de ce seuil de survie (LPP). La séparation plus stricte entre les deux piliers de la sécurité vieillesse, quant à leurs objectifs et leurs instruments, devrait installer la prévoyance professionnelle en tant que véritable contrepoids face à l'AVS. En libérant le deuxième pilier des fonctions redistributives, on ouvre le champ à davantage de concurrence et, par conséquent, une plus grande efficacité. Par rétablissement du libre passage intégral, la meilleure rentabilité des capitaux, la minimisation des frais d'administration et une meilleure transparence, les faiblesses actuelles du système seraient fortement diminuées. Mitunterzeichner - Cosignataires: Keine - Aucun Schrittliche Begründung - Développement par écrit Manque de mobilité des salariés, rendements insatisfaisants des capitaux, frais de gestion importants, distorsions de la concurrence et manque de transparence constituent quelques-unes des faiblesses actuelles de la prévoyance professionnelle. Cette situation inefficiente et insatisfaisante résulte essentiellement de l'enchevêtrement de l'AVS et de la LPP au niveau de leurs objectifs et des instruments employés. Pourtant, l'article 34quater de la Constitution fédérale attribue des objectifs différents aux deux premiers piliers de la sécurité vieillesse helvétique. Dès lors, cette subordination à une finalité distincte voudrait que l'on y emploie des instruments différents. Car, pourquoi entretenir deux piliers, s'ils visent les mêmes buts et utilisent les mêmes moyens? En visant le minimum vital, le premier pilier implique la mise en oeuvre de la péréquation sociale. Dans la mesure où il n'est pas certain que chaque individu parvienne à atteindre cet objectif à l'aide de ses propres moyens, une solidarité distributive est requise. Au niveau de l'AVS, la péréquation sociale n'est donc pas en cause. En revanche, la difficulté consiste à évaluer dans quelle mesure cette assurance sociale répond à l'exigence de la garantie du minimum vital pourtous. Les carences actuelles de la prévoyance professionnelle s'expliquent dans une large mesure par lefait que les pratiques redistributives y sont aussi présentes. Cette conséquence est inévitable, dès lors que l'on se fixe un objectif en termes de prestations - le maintien approprié du niveau de vie antérieur - sans que la certitude existe que chaque assuré puisse l'atteindre à l'aidedeses propres ressources. En voulant garantirdes rentes de 60 pour cent du dernier revenu, des compensations de l'inflation et de la croissance réelle des salaires, tout en aménageant des conditions de faveur pour la génération d'entrée, on est placé en face de buts irréalisables sans redistribution. Notre système de prévoyance-vieillesse gagnerait en efficacité si une séparation plus nette pouvait être opérée. Laissant au premier pilier la solidarité redistributive, requise pour garantir le minimum vital, le deuxième pilier devrait se concentrer sur le principe pourtant déjà souligné par le Conseil fédéral dans son message du 19 décembre 1975, relatif à la LPP: «Tant la structure des prestations que le financement de l'assurance-pensions professionnelle reposent théoriquement sur le principe de l'équivalence individuelle qui impose, du point de vue de la technique de l'assurance, l'équivalence des prestations prévues et des cotisations.» Par conséquent, la prévoyance professionnelle remplirait le plus efficacement son rôle de maintien du niveau de vie antérieur, pour la part qui dépasse le minimum vital, en se fondant sur le principe de l'équivalence individuelle. Cette approche permettrait, en particulier, d'ouvrir plus largement ce secteur aux vertus de la concurrence. En effet, parmi les freins actuels à la rationalité économique en la matière, il y a lieu de citer le lien qui existe entre l'emploi et l'institution de prévoyance, qui rend nécessaires les passages d'une caisse -- 2 of 3 -Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Postulat Columberg Abschaffung der Parahotellerie-Statistik Postulat Columberg Statistique de la parahôtellerie. Suppression In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1994 Année Anno Band II Volume Volume Session Sommersession Session Session d'été Sessione Sessione estiva Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 16 Séance Seduta Geschäftsnummer 94.3151 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 17.06.1994 - 08:00 Date Data Seite 1192-1193 Page Pagina Ref. No 20 024 186 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.
Postulat Columberg 1192 N 17 juin 1994 Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 11. Mai 1994 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 11 mai 1994 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. Überwiesen - Transmis #ST# 94.3141 Postulat Schmid Peter Transportvergünstigungen bei Schüleraustausch Echanges d'écoliers. Rabais sur les titres de transport Wortlaut des Postulates vom 17. März 1994 Der Bundesrat wird ersucht, im Sinne der Empfehlung der Verständigungskommission («.... das Missverhältnis soll uns bekümmern»), der parlamentarischen Initiative Robert (Förderung der zweisprachigen Erziehung) und der Motion des Ständerates (Verständigung zwischen den Sprachgebieten) folgende konkrete Massnahmen zu prüfen: Schüleraustausch (Klassen- und Einzelaustausch) zwischen den verschiedenen Sprachgebieten, sofern damit Sprachaufenthalte, Spracherwerb und Kontakte zwischen verschiedensprachigen Schülern in der Schweiz gefördert werden, wird mit stark vergünstigten Fahrkarten für den öffentlichen Verkehr unterstützt Vorstellbar wäre ein Einheitspreis von fünf Franken je Schüler und Schülerin je Fahrt Eine Abgeltung dieser gemeinwirtschaftlichen Leistung durch den Bund zugunsten der öffentlichen Verkehrsmittel wäre dabei angebracht, mindestens aber zu prüfen. Texte du postulat du 17 mars 1994 Le Conseil fédéral est invité, conformément aux recommandations des Commissions de la compréhension («.... nous soucier de nos incompréhensions»), à l'initiative parlementaire Robert (encouragement de l'éducation bilingue) et à la motion du Conseil des Etats (compréhension linguistique et régionale en Suisse), à examiner la mesure concrète suivante: On soutiendra les échanges d'écoliers (par classes entières ou à titre individuel) entre les différentes régions linguistiques - à condition que cette mesure favorise les séjours linguistiques, l'acquisition d'une langue étrangère et les contacts entre des écoliers de Suisse ne parlant pas la même langue - en consentant des rabais importants sur l'utilisation des transports publics. Ainsi, le prix d'un trajet pourrait être fixé uniformément à cinq francs par écolier. Il serait indiqué que la Confédération indemnise les entreprises de transports publics pour cette prestation en faveur de l'économie générale ou, du moins, qu'elle examine cette possibilité. Mitunterzeichner - Cosignataires: Bär, Baumann, Borei François, Brügger Cyrill, Bühlmann, Caccia, Carobbio, Cincera, Danuser, Deiss, Diener, Eggly, Gardiol, Gonseth, Gros Jean-Michel, Grossenbacher, Haering Binder, Hafner Rudolf, Hollenstein, Jeanprêtre, Maeder, Meier Hans, Meyer Theo, Misteli, Mühlemann, Nebiker, Rebeaud, Robert, Ruffy, Schmidhalter, Suter, Thür, Weder Hansjürg (33) Schriftliche Begründung - Développement par écrit Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 11. Mai 1994 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 11 mai 1994 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. Überwiesen - Transmis #ST# 94.3151 Postulat Columberg Abschaffung der Parahotellerie-Statistik Statistique de la parahôtellerie. Suppression Wortlaut des Postulates vom 18. März 1994 Das Bundesamt für Statistik hat am 9. Februar 1994 ohne Konsultation der betroffenen Kreise bekanntgegeben, dass die Parahotellerie-Statistik der Schweiz ersatzlos abgeschafft wird. Der Bundesrat wird beauftragt zu prüfen, obdieserfürdie Tourismuswirtschaft der Schweiz sehr folgenschwere Entscheid rückgängig gemacht werden kann. Insbesondere ist zu prüfen, ob die Parahotellerie-Statistik mit anderen Mitteln weitergeführt werden kann. Texte du postulat du 18 mars 1994 Le 9 février 1994, l'Office fédéral de la statistique a annoncé, sans avoir consulté les milieux concernés, qu'il supprimait la statistique suisse de la parahôtellerie. Le Conseil fédéral est chargé d'examiner s'il n'est pas possible de revenir sur cette décision, quia des conséquences très lourdes pour l'industrie touristique en Suisse. Il s'agit en particulier d'étudier si cette statistique peut continuer d'être établie par d'autres moyens. Mitunterzeichner - Cosignataires: Aregger, Baumberger, Bezzola, Bircher Peter, Blatter, Bühler Simeon, Bürgi, Caccia, Danuser, Darbellay, David, Dormann, Dünki, Engler, Epiney, Grossenbacher, Hari, Heberlein, Hegetschweiler, Hildbrand, Jaeger, Jäggi Paul, Keller Anton, Kühne, Leu Josef, Maeder, Maurer, Neuenschwander, Oehler, Rychen, Schmidhalter, Schnider, Segmüller, Seiler Hanspeter, Seiler Rolf, Stamm Judith, Steffen, Steinegger, Theubet, Verterli, Wanner, Wittenwiler (42) Schriftliche Begründung - Développement par écrit Der Tourismus ist der drittwichtigste Exportzweig unserer Wirtschaft, generiert mit Gesamteinnahmen von 22 Milliarden Franken über 6 Prozent des Bruttosozialproduktes und ist mit einer Beschäftigtenzahl von rund 300 000 Personen ein wichtiger - im Berggebiet weitaus der bedeutendste - Arbeitgeber. Er leistet als wichtiger Dienstleistungszweig auch seinen finanziellen Beitrag. Demgegenüber profitiert er im Gegensatz zu anderen Branchen nur in sehr bescheidenem Masse von fördernden Bundesleistungen (Verkehrszentrale, Hotelkredit, IHG, Ausbildung: rund 100 Millionen Franken pro Jahr). Er kennt weder Exportrisikogarantie noch Bundeshilfe für Forschung und Entwicklung. Von den insgesamt 77 Millionen Übernachtungen entfielen 1992 in der Schweiz rund 41 Millionen oder 53 Prozent auf die Parahôtellerie (24,3 Mio. auf Chalets und Ferienwohnungen, 8,3 Mio. auf Zelt- und Wohnwagenplätze, 7,3 Mio. auf Gruppenunterkünfte und 0,9 Mio. auf die Jugendherbergen). Der bundesrätliche Abbaubeschluss hat somit zur Folge, dass der übernachtende Tourismus bezüglich mehr als der Hälfte seiner mengenmässigen Produktion über keine statistischen Angaben mehr verfügt Damit wird ein zielgerichtetes Marketing auf allen Ebenen verunmöglicht -- 1 of 3 -17. Juni 1994 1193 Postulat Deiss Die Tourismuswirtschaft hat aus eigener Kraft ein europaweit einzigartiges, nationales System zur Klassifizierung der Ferienwohnungen geschaffen und damit einen wichtigen Schritt zur Qualitätsverbesserung in diesem Bereich getan. Die Abschaffung der Statistik verunmöglicht die Erfolgskontrolle der Klassifikation weitgehend. In Europa werden grosse Anstrengungen für einen harmonisierten Ausbau der Tourismusstatistiken unternommen. Der Bund hat kürzlich in Slowenien beim Aufbau einer Parahotellerie-Statistik mitgewirkt. Aus diesen Gründen ist eine Abschaffung der Schweizer Parahotellerie-Statistik widersinnig. Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 11. Mai 1994 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 11 mai 1994 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. Überwiesen - Transmis #ST# 94.3154 Postulat Deiss Berufliche Vorsorge. Individuelle Äquivalenz Equivalence individuelle en matière de prévoyance professionnelle Wortlaut des Postulates vom 18. März 1994 Der Bundesrat wird eingeladen, im Hinblick auf die anstehende Revision des Bundesgesetzes über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG) die Reorganisation der zweiten Säule zu prüfen und dabei dem Grundsatz der individuellen Äquivalenz den Vorrang einzuräumen. Der Sinn einer solchen Umgestaltung würde im folgenden bestehen: Die erste Säule, die auf dem Grundsatz des sozialen Ausgleichs beruht, hat den Zweck, den Existenzbedarf sicherzustellen. Die zweite Säule, die auf den Grundsatz der individuellen Äquivalenz abstellt, hat den Zweck, die Fortsetzung der gewohnten Lebenshaltung in angemessenerweise zu ermöglichen. Diese beiden Ziele sollten deutlicher voneinander getrennt werden. Die Beseitigung der bestehenden Verflechtung zwischen AHV einerseits und beruflicher Vorsorge andererseits würde einen klareren und effizienteren Einsatz der Instrumente ermöglichen, mit denen die spezifischen Ziele der zwei Säulen - Umverteilungssolidarität zur Sicherstellung des Existenzminimums (AHV); versicherungsmathematische Solidarität jenseits der Schwelle des Existenzminimums (BVG) erreicht werden können. Eine striktere Trennung der beiden Säulen der Altersvorsorge sollte, was ihre Zielsetzungen und ihre Instrumente betrifft, die berufliche Vorsorge zum eigentlichen Gegengewicht der AHV werden lassen. Indem man die zweite Säule von den Umverteilungsfunktionen befreit, gibt man dem Wettbewerb mehr Raum, was eine höhere Effizienz zur Folge hat. Mit der Einführung der vollen Freizügigkeit, mit höheren Kapitalerträgen, mit der Senkung der Verwaltungskosten und einer verbesserten Transparenz könnten die heutigen Schwächen des Systems zum grossen Teil abgebaut werden. Texte du postulat du 18 mars 1994 En vue de la prochaine révision de la loi fédérale sur la prévoyance professionnelle vieillesse, survivants et invalidité (LPP), le Conseil fédéral est invité à examiner la réorganisation du deuxième pilier, en accordant la priorité à la règle de l'équivalence individuelle. Le sens d'un tel réaménagement serait la distinction plus nette entre l'objectif de la couverture des besoins vitaux par le premier pilier, fondé sur le principe de la péréquation sociale, et celui du maintien approprié du niveau de vie antérieur par le deuxième pilier, axé sur le principe de l'équivalence individuelle. L'élimination de l'enchevêtrement actuel entre l'AVS, d'une part, et la prévoyance professionnelle, d'autre part, devrait permettre d'attribuer de façon plus claire et plus efficace les instruments propres à la réalisation des objectifs spécifiques de chaque pilier: solidarité redistributive pour garantir le minimum vital (AVS); solidarité actuarielle au-delà de ce seuil de survie (LPP). La séparation plus stricte entre les deux piliers de la sécurité vieillesse, quant à leurs objectifs et leurs instruments, devrait installer la prévoyance professionnelle en tant que véritable contrepoids face à l'AVS. En libérant le deuxième pilier des fonctions redistributives, on ouvre le champ à davantage de concurrence et, par conséquent, une plus grande efficacité. Par rétablissement du libre passage intégral, la meilleure rentabilité des capitaux, la minimisation des frais d'administration et une meilleure transparence, les faiblesses actuelles du système seraient fortement diminuées. Mitunterzeichner - Cosignataires: Keine - Aucun Schrittliche Begründung - Développement par écrit Manque de mobilité des salariés, rendements insatisfaisants des capitaux, frais de gestion importants, distorsions de la concurrence et manque de transparence constituent quelques-unes des faiblesses actuelles de la prévoyance professionnelle. Cette situation inefficiente et insatisfaisante résulte essentiellement de l'enchevêtrement de l'AVS et de la LPP au niveau de leurs objectifs et des instruments employés. Pourtant, l'article 34quater de la Constitution fédérale attribue des objectifs différents aux deux premiers piliers de la sécurité vieillesse helvétique. Dès lors, cette subordination à une finalité distincte voudrait que l'on y emploie des instruments différents. Car, pourquoi entretenir deux piliers, s'ils visent les mêmes buts et utilisent les mêmes moyens? En visant le minimum vital, le premier pilier implique la mise en oeuvre de la péréquation sociale. Dans la mesure où il n'est pas certain que chaque individu parvienne à atteindre cet objectif à l'aide de ses propres moyens, une solidarité distributive est requise. Au niveau de l'AVS, la péréquation sociale n'est donc pas en cause. En revanche, la difficulté consiste à évaluer dans quelle mesure cette assurance sociale répond à l'exigence de la garantie du minimum vital pourtous. Les carences actuelles de la prévoyance professionnelle s'expliquent dans une large mesure par lefait que les pratiques redistributives y sont aussi présentes. Cette conséquence est inévitable, dès lors que l'on se fixe un objectif en termes de prestations - le maintien approprié du niveau de vie antérieur - sans que la certitude existe que chaque assuré puisse l'atteindre à l'aidedeses propres ressources. En voulant garantirdes rentes de 60 pour cent du dernier revenu, des compensations de l'inflation et de la croissance réelle des salaires, tout en aménageant des conditions de faveur pour la génération d'entrée, on est placé en face de buts irréalisables sans redistribution. Notre système de prévoyance-vieillesse gagnerait en efficacité si une séparation plus nette pouvait être opérée. Laissant au premier pilier la solidarité redistributive, requise pour garantir le minimum vital, le deuxième pilier devrait se concentrer sur le principe pourtant déjà souligné par le Conseil fédéral dans son message du 19 décembre 1975, relatif à la LPP: «Tant la structure des prestations que le financement de l'assurance-pensions professionnelle reposent théoriquement sur le principe de l'équivalence individuelle qui impose, du point de vue de la technique de l'assurance, l'équivalence des prestations prévues et des cotisations.» Par conséquent, la prévoyance professionnelle remplirait le plus efficacement son rôle de maintien du niveau de vie antérieur, pour la part qui dépasse le minimum vital, en se fondant sur le principe de l'équivalence individuelle. Cette approche permettrait, en particulier, d'ouvrir plus largement ce secteur aux vertus de la concurrence. En effet, parmi les freins actuels à la rationalité économique en la matière, il y a lieu de citer le lien qui existe entre l'emploi et l'institution de prévoyance, qui rend nécessaires les passages d'une caisse -- 2 of 3 -Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Postulat Columberg Abschaffung der Parahotellerie-Statistik Postulat Columberg Statistique de la parahôtellerie. Suppression In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1994 Année Anno Band II Volume Volume Session Sommersession Session Session d'été Sessione Sessione estiva Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 16 Séance Seduta Geschäftsnummer 94.3151 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 17.06.1994 - 08:00 Date Data Seite 1192-1193 Page Pagina Ref. No 20 024 186 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.
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