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Entscheid

94-3227

Verwaltungsbehörden 07.10.1994 94.3227

7. Oktober 1994Deutsch11 min

Source admin.ch

Erwägungen

1.

Am 7. Januar 1994 reichte Dr. Erwin Kessler im Namen des Vereins gegen Tierfabriken eine Petition ein mit der Forderung, die Massentierhaltung von Wachteln in Anlagen mit über

200.

Tieren sowie den Import von Wachtelfleisch und Wachteleiern zu verbieten.

2.

Der Petent wirft dem Bundesamt für Veterinärwesen (BVET) vor, wirtschaftliche Interessen vor den Tierschutz zu stellen. Seines Erachtens erlauben die aktuellen Bestimmungen über die Haltung von Wachteln keineswegs, diese wilden, scheuen Zugvögel tiergerecht zu halten. Laut BVET-Richtlinien sollen die Käfige so flach sein, dass die Tiere sich strecken, aber nicht auffliegen können: Die vorgeschriebene Käfighöhe beträgt

18.

Zentimeter, während die Tiere eine Körperlänge von 16 bis

18.

Zentimetern aufweisen. Diese Haltungsbedingungen seien heute überholt, doch sei auch noch kein tiergerechtes Haltungssystem erarbeitet worden.

3.

An den Beratungen der Kommission anerkannte der Vertreter des BVET, dass diese Aufzuchtbedingungen unbefriedigend seien. Dieses Problem sei zurzeit nicht lösbar, weil die Kenntnisse über diese Tiere zu beschränkt seien. Genauere Angaben werde indessen ein aufgrund des Inspektionsberichtes der GPK eingeleitetes Forschungsprojekt liefern, das in drei Jahren abgeschlossen sein dürfte und konkrete Vorschläge über neue Prototypen der Wachtelhaltung mit sich bringen werde. Erwägungen der Kommission Die Kommission hat auf die klare Vorschrift des Tierschutzgesetzes verwiesen, wonach die Tiere unter qualfreien Bedingungen zu halten sind. Dies scheint bei Wachteln offensichtlich nicht der Fall zu sein, wie das auch bereits von den Geschäftsprüfungskommissionen festgehalten worden ist (s. 93.033, Bericht vom 6.4.1993). Ihre Reaktionen zeigen, dass Wachteln auch in der Zucht scheu bleiben. Solange keine artgerechten Haltungsbedingungen gegeben sind, muss auf deren Zucht verzichtet werden. Die Kommission schlägt ein entsprechendes Postulat vor. Einige Kommissionsmitglieder haben in diesem Zusammenhang Vorbehalte geäussert und betont, dass die schweizerischen Zuchthaltungen sowohl den eidgenössischen als auch den internationalen Vorschriften entsprächen. Aus diesen Gründen haben sie sich dem Postulat widersetzt: da die Batteriehaltung von Wachteln bis anhin bewilligt gewesen sei, müsste der Bund die Tierhalter entschädigen, bis das revidierte Gesetz vorliege. Es bleibt allerdings festzuhalten, dass das BVET seine Information von 1982 als eindeutig überholt bezeichnet. Die Kommission beantragt mit 8 gegen 7 Stimmen, das Postulat 94.3228 zu überweisen. Haering Binder Barbara (S, ZH) présente au nom de la Commission de la science, de l'éducation et de la culture (Csec) le rapport écrit suivant:

1.

Le 7 janvier 1994, le Dr Erwin Kessler déposait une pétition au nom de l'Association contre les fabriques d'animaux. Celle-ci demande l'interdiction de l'élevage en batterie des cailles dans des installations de plus de 200 oiseaux ainsi que l'interdiction de l'importation de viande et d'oeufs de caille.

2.

Reprochant à l'Office vétérinaire fédéral (OVF) de faire passer l'intérêt économique avant la protection des animaux, le pétitionnaire estime que les dispositions qui régissent l'élevage des cailles ne tiennent compte en aucune façon des besoins de ces oiseaux migratoires farouches. Selon les directives de l'OVF, les cages doivent être conçues de telle façon que les animaux puissent s'étirer, mais non s'envoler, c'est-àdire qu'elles doivent avoir 18cm de hauteur par rapport aux 16 à 18 cm de longueur de l'oiseau. Ces directives sont aujourd'hui dépassées, mais aucun système adapté à ces animaux n'a encore été arrêté.

3.

Lors des délibérations de la commission, le représentant de l'OVF a reconnu que ces élevages se trouvent dans une situation non satisfaisante. Ce problème est pour le moment insoluble, car les connaissances sur ces animaux sont trop limitées. Mais un projet de recherche consécutif à un rapport d'inspection des CdG devrait aboutir dans trois ans. Il donnera de précieuses indications sur le sujet et débouchera sur des propositions concrètes de nouveaux prototypes pour la détention des cailles. Considérations de la commission La commission a relevé que la loi sur la protection des animaux stipule clairement que les animaux doivent être détenus dans des conditions excluant toute souffrance. Il semble évident que ce n'est pas le cas avec les cailles, comme cela avait déjà été constaté par les Commissions de gestion (v. 93.033, rapport du 6.4.1993). Les réactions des cailles prouvent qu'elles restent sauvages, même en élevage. Tant qu'il en ira ainsi, tant que ces animaux ne supporteront pas leur déten-- 1 of 3 -Postulat Csec-CN (94.2028) 1878 N 7 octobre 1994 tion, il faut renoncer à leur élevage. C'est dans ce sens qu'a été proposé un postulat de commission. Certains membres de la commission ont émis des réserves, relevant que les élevages suisses répondent aussi bien aux exigences fédérales qu'internationales. Ils ont aussi combattu le postulat pour la raison suivante: l'élevage en batterie étant jusqu'ici autorisé, la Confédération devrait indemniser les éleveurs jusqu'à ce que la loi soit modifiée. Il reste néanmoins vrai que l'OVF définit sa directive de 1982 comme incontestablement dépassée. Par 8 voix contre 7, la commission propose de transmettre le postulat 94.3228. Antrag der Kommission Die Kommission beantragt einstimmig, die Petition dem Bundesrat zur Kenntnisnahme zu überweisen. Proposition de la commission La commission propose à l'unanimité de transmettre la pétition au Conseil fédéral pour qu'il en prenne acte. Angenommen -Adopté #ST# 94.3228 Postulat WBK-NR (94.2028) Haltung von Wachteln Postulat Csec-CN (94.2028) Détention de cailles Wortlaut des Postulates vom 26. Mai 1994 Der Bundesrat wird ersucht, die Massentierhaltung von Wachteln in der Schweiz zu verbieten, bis ein entsprechendes Haltungssystem entwickelt worden ist Entsprechend ist auch der Import von Wachtelfleisch und Wachteleiern aus grausamer Käfighaltung zu untersagen. Texfe du postulat du 26 mai 1994 Le Conseil fédéral est invité à interdire l'élevage en batterie des cailles en Suisse jusqu'à ce qu'un système adapté à ces animaux soit mis au point. Parallèlement, l'importation de viande et d'oeufs de cailles détenues dans des cages de manière cruelle doit être interdite. Schriftliche Begründung Die Urheber verzichten auf eine Begründung und wünschen eine schriftliche Antwort. Développement par écrit Les auteurs renoncent au développement et demandent une réponse écrite. Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 7. September 1994 Es ist unbestritten, dass die heutige Wachtelhaltung in der Schweiz, in welcher nach Kenntnis des BundesamtesfürVeterinärwesen (BVET) nur drei grössere Betriebe bestehen, aus tierschützerischer Sicht nicht befriedigt. In seiner Antwort auf die Einfache Anfrage vom 21. März 1991 «Intensiv-Tierhaltung in der Schweiz für Wachteln und Kaninchen» (91.1035) hat der Bundesrat darauf hingewiesen, dass die 1982 vom BVET herausgegebene Information über Wachtelhaltung im Rahmen eines Forschungsprojekts überarbeitet werden soll, um Beurteilungsgrundlagen für Wachtelhaltungen zu beschaffen. Mit den vom BVET in Auftrag gegebenen und finanzierten Forschungsarbeiten, die vorerst auf drei Jahre angesetzt sind, wurde Ende 1993 begonnen. Es wird in absehbarer Zeit mit Resultaten gerechnet. Die Geschäftsprüfungskommission des Nationalrates gab am 26. August 1992 Empfehlungen im Bereich des Tierschutzes ab (BB11993 II 310), welche von der Geschäftsprüfungskommission des Ständerates am 5. November 1993 bestätigt wurden. Bestandteil dieser Empfehlungen ist die Entwicklung eines tiergerechten Haltungssystems für Wachteln. Gleichzeitig wird anerkannt, dass diese Entwicklung Zeit benötigt, auch wenn die angegebene Entwicklungsphase von drei Jahren als zu lang eingeschätzt wird. Von der Empfehlung eines Halteverbots bzw. einer Einfuhrsperre wird abgesehen. Die Produktion von Wachteln und Wachteleiern entspricht einer Nachfrage. Es wäre unverhältnismässig, die einheimische Produktion sofort einzustellen. Ein Verbot, wie es im Postulat verlangt wird, würde die schweizerische Wachtelproduktion auf längere Dauer verunmöglichen. Die bisherige Produktionsweise befriedigt aus Gründen des Tierschutzes nicht. Sie ist aber nicht in dem Sinn tierquälerisch, dass sie von heute auf morgen verboten werden müsste. Ein Einfuhrverbot für ein bestimmtes Produkt, das die Umwelt oder die Gesundheit von Menschen und Tieren beeinträchtigt, wäre nach den Regeln des Gatt nur dann zulässig, wenn diese Massnahme nicht diskriminierend ausgestaltet, Verhältnismassig und wissenschaftlich begründbar ist Aus diesen Gründen erachtet der Bundesrat den von den Geschäftsprüfungskommissionen empfohlenen Weg, nämlich die schweizerische Wachtelproduktion auf eine tiergerechte Haltung zu lenken, als zweckmässig. Rapport écrit du Conseil fédéral du 7 septembre 1994 II est incontestable que du point de vue de la protection des animaux la détention des cailles ne donne pas satisfaction dans notre pays où, selon les données de l'Office vétérinaire fédéral (OVF), on ne compte cependant pas plus de trois exploitations d'une certaine importance. Dans sa réponse à la question ordinaire du 21 mars 1991 «Exploitation intensive de cailles et de lapins» (91.1035), le Conseil fédéral indiquait que les directives de l'OVF de 1982 sur la détention des cailles avaient besoin d'une révision et que cet office avait l'intention de lancer un projet de recherche dont les conclusions pourraient servir à l'évaluation des exploitations détenant des cailles. L'OVF a donné un mandat pour ces recherches et assure leur financement; commencées fin 1993, elles sont planifiées en un premier temps pour trois ans. On en attend des résultats à moyen terme. Le 26 août 1992, la Commission de gestion du Conseil national a fait des recommandations dans le domaine de la protection des animaux (FF 1993 II 324), recommandations confirmées le 5 novembre 1993 par la Commission de gestion du Conseil des Etats. L'une d'elles concerne le développement d'un système de détention convenable pour les cailles. La commission reconnaît que cette tâche prend du temps, même si la période de trois ans qui avait été indiquée lui paraît trop longue. Elle ne fait cependant aucune recommandation visant à interdire la détention de cailles ou l'importation de produits de cailles. La production de cailles et d'oeufs de cailles répond à une demande du consommateur. Il serait tout à fait disproportionné de faire cesser la production indigène. En appliquant l'interdiction réclamée par le postulat, on rendrait impossible pour longtemps la production dans ce domaine en Suisse. Or, s'il est vrai que la manière dont sont détenues les cailles n'est actuellement pas satisfaisante, elle n'est nullement cruelle au point de justifier une interdiction d'un jour à l'autre. Selon les règles du Gatt, une interdiction d'importer un produit déterminé susceptible de nuire à l'environnement et à la santé humaine ou animale n'est admise que si cette mesure n'a pas de caractère discriminatoire, respecte le principe de la proportionnalité et se justifie scientifiquement. Telles sont les raisons pour lesquelles le Conseil fédéral est d'avis qu'il faut s'en tenir à la voie recommandée par la Commission de gestion, à savoir orienter de plus en plus la production de cailles dans notre pays vers une détention respectant mieux les besoins de ces animaux.

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Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Postulat WBK-NR (94.2027) Gebärdensprache. Anerkennung Postulat Csec-CN (94.2027) Reconnaissance de la langue des signes In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1994 Année Anno Band III Volume Volume Session Herbstsession Session Session d'automne Sessione Sessione autunnale Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 17 Séance Seduta Geschäftsnummer 94.3227 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 07.10.1994 - 08:00 Date Data Seite 1877-1878 Page Pagina Ref. No 20 024 546 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.

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