94-3256
Verwaltungsbehörden 14.03.1995 94.3256
14. März 1995Deutsch5 min
Source admin.ch
14. März 1995 N 609 Motion Bührer Gerald #ST# 94.3256 Interpellation Bührer Gerold Outsourcing von EDV-Leistungen Informatique. Sources extérieures Wortlaut der Interpellation vom 16. Juni 1994 Seit einigen Jahren hat sich in der Privatwirtschaft der Trend verstärkt, EDV-Hard- und Softwareaufgaben extern unter Ausnützung des Wettbewerbs zu vergeben. Auch bei der öffentlichen Hand sind teilweise solche Schritte mit Erfolg vollzogen worden. In Anbetracht der erwähnten Tendenzen wird der Bundesrat um die Beantwortung derfolgenden Fragen ersucht:
Erwägungen
1.
Wie werden die Möglichkeiten für das Outsourcing von Informatikleistungen in einzelnen Bereichen der Bundesverwaltung beurteilt?
2.
Welche Schlussfolgerungen können aus bisher durchgeführten EDV-Outsourcing-Projekten gezogen werden? Texfe de l'interpellation du 16 juin 1994 Depuis quelques années, on observe dans les entreprises privées une tendance croissante àfaire exécuter les travaux informatiques (matériel et logiciel) par des prestataires externes, en confiant les mandats au plus offrant et en faisant ainsi jouer pleinement la concurrence. Les pouvoirs publics ont eux aussi adopté ce genre de procédures, avec succès. Dès lors, le Conseil fédéral est prié de répondre aux questions suivantes:
1.
Quelles possibilités voit-il, dans les différents domaines de l'administration, de confier les mandats informatiques à l'extérieur?
2.
Quelles conclusions peut-il tirer des expériences faites jusqu'à présent sur ce modèle? Mitunterzeichner-Cosignataires:M\er\spacb, Bonny, Dettling, Eymann Christoph, Fischer-Seengen, Giger, Heberlein, M iesch, Stam m Luzi (9) Schriftliche Begründung - Développement par écrit Eine zunehmende Anzahl privater und öffentlicher Institutionen ist bestrebt, die Ressourcen vermehrt auf die eigentlichen Kernaufgaben zu konzentrieren. Bezüglich der Informatik hat dies zur Folge, dass man sich einerseits auf die Informationsnutzung, andererseits auf die Erarbeitung von Konzepten sowie die Definition der benötigten Leistungen und das Controlling konzentriert Die Hardware und der technische Betrieb, das Netz und die Bereitstellung der Software werden dagegen ganz oder in Teilen an Dritte vergeben. Dadurch wird sichergestellt, dass die laufend notwendigen Anpassungen an den technologischen Wandel optimal und zeitgerecht wahrgenommen werden können und der Nutzen der Benutzer verbessert wird. Die fixen Investitionen entfallen grossenteils, die laufenden Aufwendungen werden flexibler und geringer. Durch Outsourcing der Informatikinfrastruktur und Bezug der Information «aus der Steckdose» kann das Kosten-Nutzen-Verhältnis der Verwaltung erhöht werden. Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 31. August 1994 Rapport écrit du Conseil fédéral du 31 août 1994
1.
Die Auslagerung gewisser Informatikressourcen wird gegenwärtig untersucht Die aktuelle Praxis der Bundesverwaltung in diesem Bereich besteht darin, das Outsourcing im Sinne einer provisorischen Lösung zu benützen, welche es ermöglicht, eine genügende Flexibilität in ihrer Informatikpolitik aufrechtzuerhalten, indem punktuell Leistungen in vier Bereichen abgedeckt werden: Erwerb von spezifischem Knowhow, Beratung, personelle Kapazitäten und technische Unterstützung. Der Umfang dieser Auslagerung entspricht etwa einem Viertel des jährlichen Informatikbudgets der allgemeinen Bundesverwaltung.
2.
Die bisher gemachten Erfahrungen bei der Vergabe von Informatikleistungen sind in den einzelnen Bereichen der Verwaltung sehr unterschiedlich, aber sie erlauben die Feststellung, dass die Tendenz dahin geht, eine globale Outsourcing-Strategie festzulegen. Diese globale Strategie findet Eingang in die Informatikpolitik der Bundesverwaltung und erlaubt, über das Outsourcing von Leistungen zu entscheiden, unter Berücksichtigung von Kosten, Qualität, Angemessenheit und Transparenz der Investitionen, welche den verschiedenen Bereichen der Verwaltung dient und welche die neuen Anforderungen der Informatikpolitik der Bundesverwaltung berücksichtigt, d. h. die Informatiksicherheit, die Informatikkoordination, die neuen Entwicklungen im Bereich der Informatiktechnologie, die Anpassung der personellen Ressourcen an die wirklichen längerfristigen Bedürfnisse. Le président: M. Bührer Gerold renonce à prendre la parole. #ST# 93.3329 Motion Bührer Gerold Steuerliche Gewinn- und Verlustrechnung verbundener Unternehmen Imputation fiscale des pertes et des bénéfices des holdings Wortlaut der Motion vom 17. Juni 1993 In seiner Botschaft über das Folgeprogramm nach der Ablehnung des EWR-Abkommens hat der Bundesrat angekündigt, in einem zweiten Massnahmenpaket gezielte Entlastungen im Bereich der Unternehmensbesteuerung vorzuschlagen. Der Bundesrat wird eingeladen, im Rahmen des Anschlussprogramms durch eine Änderung des Bundesgesetzes über die direkte Bundessteuer (DBG) für die in einer Gruppe (Holding) zusammengefassten Unternehmen die Möglichkeit der steuerlichen Verrechnung von Gewinnen und Verlusten einzuführen. Texte de la motion du 17 juin 1993 Dans son message sur le programme consécutif au rejet de l'Accord EEE, le Conseil fédéral a annoncé qu'il pendrait des dispositions pour alléger la charge fiscale des entreprises, dans un deuxième train de mesures. Il est invité à modifier la loi sur l'impôt fédéral direct (LIFO) dans le cadre du programme précité, de manière à permettre aux entreprises regroupées en holding d'imputer au niveau fiscal leurs pertes et leurs bénéfices. Mitunterzeichner-Cosignataires: Allenspach, Aregger, Aubry, Baumberger, Bezzola, Bonny, Cavadini Adriano, Cincera, Columberg, Comby, Couchepin, Dettling, Engler, Fischer-Seengen, Frey Claude, Fritschi Oscar, Früh, Giger, Gros Jean-Michel, Gysin, Heberlein, Hegetschweiler, Loeb François, Miesch, Mühlemann, Pini, Raggenbass, Scheidegger, Spoerry, Suter, Tschopp, Vetterli, Wyss Paul (33) Schriftliche Begründung - Développement par écrit In beinahe sämtlichen massgeblichen Industriestaaten ist es konzernverbundenen Unternehmen - d. h. solchen, welche durch eine Obergesellschaft wirtschaftlich beherrscht werden -, gestattet, Gewinne und Verluste steuerlich zu verrechnen. Die fehlende Möglichkeit im schweizerischen Steuerrecht stellt einen bedeutenden Standortnachteil dar und erschwert insbesondere die Finanzierung der in einer Unternehmensgruppe anfallenden Restrukturierungsaufgaben.
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Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Interpellation Bührer Gerold Outsourcing von EDV-Leistungen Interpellation Bührer Gerold Informatique. Sources extérieures In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1995 Année Anno Band II Volume Volume Session Frühjahrssession Session Session de printemps Sessione Sessione primaverile Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 07 Séance Seduta Geschäftsnummer 94.3256 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 14.03.1995 - 08:00 Date Data Seite 609-609 Page Pagina Ref. No 20 025 421 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.
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