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Entscheid

94-3277

Verwaltungsbehörden 07.10.1994 94.3277

7. Oktober 1994Deutsch10 min

Source admin.ch

Erwägungen

1.

Im März 1993 wurde eine Diskussionsgrundlage für ein Projekt «Gemeinschaftsdienst aus der Sicht der Frauen» von der Arbeitsgruppe «Konzeptionelle Fragen» veröffentlicht. Die Arbeitsgruppe kam zum Schluss, dass das Projekt «Gemeinschaftsdienst für alle» weiterzuverfolgen sei. Sie sieht darin einen grossen Nutzen für die ganze Bevölkerung. Das Diskussionspapier lehnt sich stark an die Fragen im Zusammenhang mit der Wehrpflicht und dem Zivilschutz an. Der Gemeinschaftsdienst für alle sollte aber weit über die bisherigen Dienstformen hinausgehen. Viele Aufgaben können heute nicht in Angriff genommen oder nicht gelöst werden, weil die Arbeit und die Dienstleistungen nicht mit regulärem Lohne abgegolten werden können.

2.

Die bekannten Dienstformen für Armee, Zivilschutz, Feuerwehr und Katastrophenhilfe sind grundsätzlich beizubehalten, allenfalls ist eine Erweiterung zu prüfen: Wehrdienst (Armee): Die Wehr- und Verteidigungsaufgabe nach den Grundprinzipen der Wehrpflicht ist im Sinne der laufenden Armeereform beizubehalten. Zivilschutz: Keine Änderungen ausserhalb der laufenden Reformen. Katastrophenhilfe: Eine Erweiterung über die bestehende Organisation (Zivilschutz und Katastrophenhilfe) ist zu prüfen.

3.

Neben den bekannten Dienstformen für Armee, Zivilschutz, Feuerwehr und Katastrophenhilfe wäre ein Gemeinschaftsdienst für alle umfassend zu verstehen. Das Diskussionspapier 93 erwähnt: - akute kollektive Notsituationen; - besondere Langzeitaufgaben, wie die Überforderung im Gesundheitswesen, schädliche Umweltveränderungen und gesellschaftliche Umstellungen. Weitere einzubeziehende mögliche Bereiche wären: -Sozialdienst (Gesundheitswesen und Betreuungsaufgaben im stationären wie ambulanten Bereich); - Friedensdienst (Entwicklungshilfe); - Ökodienst (Naturschutz und Landwirtschaft); - Bildungswesen und Freizeitbereich, z. B. Jugendlager, in Jugendhäusern, in der Aufgabenhilfe, Mittagstisch für Schulkinder, Familienentlastungsdienst usw.

4.

Die Dienstpflicht könnte vom 18. bis 40. Altersjahrbestehen und eine bestimmte Dauer umfassen (z. B. gesamthaft mindestens ein Jahr). In der ganzen Organisation könnte sie sich stark an die Militär- bzw. Zivilschutzorganisation anlehnen, mit dem Erwerbsersatz in bestimmten Bereichen und der Einsatzleistung. Für den Einsatz in den Gemeinden (Wald, Naturschutz) oder z. B. in der Landwirtschaft könnten angemessene Entschädigungen verlangt werden, so dass der Gemeinschaftsdienst für alle, mindestens teilweise, selbsttragend wäre. Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 24. August 1994 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 24 août 1994 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. Präsidentin: Der Vorstoss wird von Frau von Feiten und von Herrn Narbel bekämpft. Die Diskussion wird verschoben. Verschoben - Renvoyé #ST# 94.3274 Postulat Fritschi Oscar Ausbau der Guten Dienste Bons offices. Extension Wortlaut des Postulates vom 17. Juni 1994 Der Bundesrat wird eingeladen, einen Bericht zur Frage vorzulegen, wie die vorgesehenen Beiträge der Armee zu friedensfördernden Massnahmen in dem Rahmen, der durch die Ablehnung der Blauhelmvorlage vorgegeben worden ist, intensiviert werden können. Ebenfalls in der Absicht, die Guten Dienste unseres Landes zu verstärken, wird der Bundesrat ferner gebeten, einen Ausbau des Schweizerischen Katastrophenhilfekorps - beispielsweise um eine Task Force für den Wiederaufbau -zu prüfen und darüber Bericht zu erstatten. Texte du postulat du 17 juin 1994 Le Conseil fédéral est invité à présenter aux Chambres un rapport exposant comment, au lendemain du non aux casques bleus, l'armée pourrait, dans le cadre des activités prévues, participer plus activement à la promotion de la paix Toujours dans le souci de développer les offres de bons offices de la Suisse, je le prie également d'envisager la possibilité de développer le Corps suisse d'aide en cas de catastrophe (p. ex. en lui adjoignant un groupe d'intervention chargé de tâches de reconstruction) et de nous présenter un rapport à ce sujet Mitunterzeichner-Cosignataires: Allenspach, Aregger, Baumberger, Bezzola, Bonny, Bührer Gerald, Camponovo, Cavadini Adriano, Couchepin, Dettling, Eymann Christoph, Fischer-Seengen, Frey Walter, Früh, Giger, Gysin, Heberlein, Hegetschweiler, Loeb François, Maurer, Nabholz, Spoerry, Stamm Luzi, Steinegger, Steiner Rudolf, Suter, Tschopp, Tschuppert Karl, Verterli, Wanner, Wittenwiler, Wyss Paul (32) Schriftliche Begründung - Développement par écrit Das Schweizervolk hat den Einsatz von Schweizer Blauhelmtruppen im Ausland abgelehnt. Im Abstimmungskampf ist aber nicht nur von den Befürwortern, sondern auch von Gegnern der Blauhelmvorlage die Wünschbarkeit betont worden, -- 2 of 3 -Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Postulat Steinemann Drogenpolitik. Jährlicher Bericht Postulat Steinemann Politique en matière de drogue. Rapport annuel In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1994 Année Anno Band III Volume Volume Session Herbstsession Session Session d'automne Sessione Sessione autunnale Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 17 Séance Seduta Geschäftsnummer 94.3277 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 07.10.1994 - 08:00 Date Data Seite 1904-1905 Page Pagina Ref. No 20 024 571 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.

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