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Entscheid

94-3318

Verwaltungsbehörden 19.09.1994 94.3318

19. September 1994Deutsch16 min

Source admin.ch

Erwägungen

70.

Prozent billiger auf unseren Markt kommen, wenn sie entsprechend verbilligt werden. Unsere Exportmöglichkeiten werden beschränkt Bauernfamilien mit kleinen Betrieben oder erschwerten Produktionsmöglichkeiten werden noch mehr eingeschränkt Auch die regionalen Unterschiede in unserem Land wirken erschwerend. Andererseits erwarten die Konsumenten billigere Produkte, die Wirtschaft bessere Einkaufs- und Exportchancen, der Staat eine bessere Wirtschaftslage. Alle drei werden nicht müde, die Vorteile, die das Gatt-Abkommen bringt, aufzuzeigen, und sie verharmlosen gegenüber der Landwirtschaft die Nachteile. Für die Bauern darf es nicht bei blossen Versprechen bleiben! Der Strukturwandel hat bereits zu tiefe Wunden gerissen: Das Einkommen der Bauern ist zu stark geschrumpft, die Preise sind, anstatt dass sie der Teuerung angepasst wurden, in den letzten Jahren gesenkt worden. Produktionsmengen sind beschränkt und Produktionsmittel und Löhne weiterhin hoch gehalten worden. Aus Erfahrung wissen wir Bauern, dass wir kein garantiertes Einkommen erwarten können und dass wir auch keine staatlich gesicherte Existenzsicherheit bekommen. Was wir aber erwarten - und was wir erwarten dürfen -, ist, dass wir dank entsprechender Massnahmen die Möglichkeit haben, uns auf dem Markt zu behaupten, und das wollen wir unter anderem mit diesem Postulat. HerrStrahm Rudolf, Massnahmen beinhalten nicht nur zusätzliche Zahlungen. Massnahmen gibt es auch mit dem Gatt-Abkommen weiterhin an der Grenze. Aber es gibt sogenannte nicht-Gatt-konforme und Gatt-konforme Massnahmen an der Grenze, und einen entsprechenden Umbau erwarten wie u. a mit diesem Postulat. Es gibt auch im Inland weitere, nichtbudgetwirksame Massnahmen: Zum Beispiel Erleichterungen im administrativen Bereich, Erleichterungen in bezug auf die raumplanerischen Massnahmen - die Revision des Raumplanungsgesetzes oder wenigstens der Verordnungen, die uns in der Produktion beschränken - sind Massnahmen, die keine zusätzlichen finanziellen Leistungen nach sich ziehen. Die Bauern wollen das Referendum zum Gatt-Abkommen bestimmt nicht. Ich bitte Sie aber: Zwingen Sie sie nicht dazu! Spielen Sie nicht mit dem Feuer, und überweisen Sie, um ein Detail zugunsten der Landwirtschaft im Hinblick auf das Gatt-Abkommen zu sichern, dieses Postulat! Bühler Simeon (V, GR): Ich bin schon etwas erstaunt über die Ausführungen von Herr Strahm Rudolf. Er hat gesagt, es gehe in Zukunft um Mehrzahlungen, um einen neuen Subventionsmechanismus. Ich glaube, Herr Strahm hat das Postulat nicht richtig gelesen, wenn er so argumentiert. Ich bin eher der Meinung, die SP zeige mit diesem Ablehnungsantrag gegenüber der Landwirtschaft ihr wahres Gesicht, wie sie das übrigens auch schon in ihrem Papier zu den Bundesfinanzen getan hat. Es geht in diesem Postulat darum, dass der Abbau der Preisstützung in Gatt-konforme Massnahmen umgelagert wird, und um gar nichts anderes. Der Betrag des Bundes bleibt sich damit gleich. Was wir mit diesem Postulat verhindern wollen, ist lediglich, dass der Gatt-bedingte Abbau bei der Preisstützung nicht zur Sanierung der Bundesfinanzen verwendet wird, sondern den Bauern wieder über Gatt-konforme Massnahmen zugeleitet wird. Das ist das einzige, was wir mit diesem Postulat wollen, und keinen Franken neue Subventionen. Binder Max (V, ZH), Berichterstatter: Das Postulat Ihrer Kommission hat zum Ziel, die gravierenden Auswirkungen des Gatt schon in der Gattlex abzufedern. Die Schweizer Landwirtschaft kommt durch das Gatt in eine missliche finanzielle Situation. Es geht nun darum, das, was der Landwirtschaft durch eine Zustimmung zum Gatt genommen wird, in Gatt-konforme Massnahmen umzulagern. Im Zusammenhang mit Gatt wird viel das Wort «Solidarität» aufgebracht. Hier haben Sie die Möglichkeit, Solidarität zu leben. Die Vernehmlassung zur Gattlex läuft in einem verkürzten Verfahren. Ich meine, die Bauern haben Anspruch darauf, zu wissen, welches die Auswirkungen sind; sie haben Anspruch auf einen Ausgleich der durch einen politischen Entscheid herbeigeführten Verluste, bei dem sie zugunsten der ganzen Volkswirtschaft die grossen Verlierer sind. Die Landwirtschaft wird sich gut überlegen, was sie betreffend Gatt tun wird. Herr Ruckstuhl hat gesagt, dass die Landwirtschaft das Referendum nicht anstrebe, aber, mindestens zum heutigen Zeitpunkt, die Möglichkeit nicht ausschliesse, es zu ergreifen. Ich bin auch der Meinung, dass man den Löwen nicht reizen soll, solange er noch schläft. Im übrigen, Herr Strahm Rudolf, muss ich Ihnen noch etwas sagen, was wir Ihnen in der Kommission schon gesagt haben, was Sie aber einfach nicht wahrhaben wollen: Der Abbau der internen Stützung hat bereits begonnen. Wir haben im Rapsbau, bei der Milch, bei den Anbauprämien einen massiven Preisabbau. Das sind sogenannte interne Stützungen der Produktion, die wir bereits abgebaut haben. Wir werden auch in Zukunft weitere solche Abbauschritte vornehmen müssen; sie sind zum Teil bereits in Vorbereitung. Ich bin unter diesem Aspekt der Meinung, dass es nichts als vernünftig und in Ordnung ist, dass wir das Postulat überwei-- 2 of 4 -Initiative parlementaire. Agriculture dynamique 1302 N 19 septembre 1994 sen, zumal es der Bundesrat ja auch entgegennehmen will. Ich denke, auch er wird in bezug auf die Bundesfinanzen soviel Verantwortungsgefühl haben, dass er weiss, was er macht Theubet Gabriel (C, JU), rapporteur: La Commission de l'économie et des redevances entend par ce postulat assurer l'atténuation des conséquences négatives du Gatt pour les revenus agricoles. Aux termes de ce postulat, le Conseil fédéral devrait veiller à ce que les ressources libérées du fait de la baisse des droits de douane et de la diminution des subventions aux exportations soient toujours affectées à l'agriculture ou soient transformées en paiements directs. Il faut voir là un acte de solidarité envers un secteur qui sera particulièrement touché par le Gatt II est vrai que la commission a émis quelques réserves concernant les conséquences financières de ce postulat C'est pourquoi elle a demandé à être informée de manière plus précise par le Département fédéral de l'économie publique à ce sujet La réponse qui nous est parvenue aujourd'hui est de nature à lever les réticences manifestées, et je vous demande, au nom de la commission, d'accepter ce postulat Abstimmung - Vote Für Überweisung des Postulates 81 Stimmen Dagegen 33 Stimmen #ST# 92.424 Parlamentarische Initiative (Rychen) Neue Verfassungsgrundlage für die Landwirtschaft Initiative parlementaire (Rychen) Article constitutionnel sur l'agriculture Fortsetzung - Suite Siehe Jahrgang 1993, Seite 2137 - Voir année 1993, page 2137 Kategorie V, Art 68 GRN - Catégorie V, art 68 RCN Daw'd Eugen (C, SG) unterbreitet im Namen der Kommission für Wirtschaft und Abgaben (WAK) den folgenden schriftlichen Bericht (Ergänzung zum ersten Bericht, AB 1993 N 2137): Erwägungen der Kommission Beschluss des Nationalrates vom 1. Dezember 1993 Der Nationalrat hat das Geschäft 92.070 «Landwirtschaft Volksinitiativen» an die Kommission zurückgewiesen mit dem Auftrag, die Finanzierung der Direktzahlungen zu regeln und eine ausgewogene Vorlage auszuarbeiten, die die finanziellen Auswirkungen auf unsere Wirtschaft und Landwirtschaft aufzeigt Infolge dieses Beschlusses musste er die Frist für die Volksinitiative «für eine umweltgerechte und leistungsfähige bäuerliche Landwirtschaft» um ein Jahr verlängern. Der Rat hat auch die Behandlung der parlamentarischen Initiative Rychen auf Antrag des Initianten verschoben, der beantragt hatte, die Initiative aufrechtzuerhalten, bis das Parlament einen klaren Entscheid zum neuen Verfassungsartikel über die Landwirtschaft gefasst habe. Beratungen derWAK-NR vom 15. August 1994 Da die Frage der Finanzierung der Direktzahlungen geregelt ist, hält die Kommission ohne weitere Diskussion an ihrem Antrag fest, dieser Initiative keine Folge zu geben. David Eugen (C, SG) présente au nom de la Commission de l'économie et des redevances (CER) le rapport écrit suivant (complément au premier rapport, BO 1993 N 2138): Considérations de la commission Décision du Conseil national du 1er décembre 1993 Le Conseil a renvoyé l'objet 92.070 «Agriculture. Initiatives populaires» en commission avec mandat d'assurer le financement des paiements directs et d'élaborer un projet pondéré qui mette en évidence les répercussions financières sur notre économie et notre agriculture. Suite à cette décision, il a été contraint de prolonger d'un an le délai pour l'initiative populaire «pour une agriculture paysanne compétitive et respectueuse de l'environnement». Le Conseil a également renvoyé le traitement de l'initiative parlementaire Rychen sur demande de ce dernier. En effet, l'auteur de l'initiative a proposé que celle-ci soit maintenue jusqu'à ce que le Parlement ait pris une décision claire relative à un nouvel article constitutionnel sur l'agriculture. Délibérations de la CER-CN du 15 août 1994 La discussion du financement des paiements directs ayant été réglée, la commission maintient, sans discussion, sa proposition de ne pas donner suite à cette initiative. Antrag der Kommission Die Kommission beantragt mit 14 gegen 0 Stimmen, der Initiative keine Folge zu geben. Proposition de la commission La commission propose, par 14 voix sans opposition, de ne pas donner suite à l'initiative. Angenommen -Adopté #ST# 93.444 Parlamentarische Initiative (Engler) Förderung einer dynamischen Landwirtschaft Initiative parlementaire (Engler) Encouragement d'une agriculture dynamique Kategorie V, Art. 68 GRN - Catégorie V, art 68 RCN Wortlaut der Initiative vom 30. September 1993 Die Ausrichtung der Landwirtschaft auf die neuen Anforderungen des Marktes sowie auf die Sicherung und den Gewinn von Exportmärkten verlangt eine Anpassung der Strukturen. Diese Anpassung muss begleitet werden, damit kontraproduktive Fehlentwicklungen vermieden werden können. Wir verlangen dazu, in der Form einer allgemeinen Anregung, einen Bundesbeschluss zur Förderung einer dynamischen Landwirtschaft Der Bundesbeschluss soll folgenden Inhalt haben:

1.

Anerkennung der EG-Produktvorschriften bei landwirtschaftlichen Produktionsmitteln Ein ansehnlicher Teil landwirtschaftlicher Produktionsmittel wird importiert Eine Anerkennung der Produktvorschriften der EG hätte eine rasche produktionskostensenkende Wirkung. Zudem könnten einige staatliche Prüfverfahren eingespart werden.

2.

Ausrichten der Marktordnungen auf die Erfordernisse offener Märkte Die offeneren Märkte und das Ziel, Marktanteile zu sichern oder auch auszuweiten, erfordern eine Revision der geltenden Marktordnungen (insbesondere Michmarktordnungen,

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Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Postulat WAK-NR (92.070) Finanzierung der Gatt-konformen Massnahmen Postulat CER-CN (92.070) Financement des mesures conformes au Gatt In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1994 Année Anno Band III Volume Volume Session Herbstsession Session Session d'automne Sessione Sessione autunnale Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 01 Séance Seduta Geschäftsnummer 94.3318 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 19.09.1994 - 14:30 Date Data Seite 1300-1302 Page Pagina Ref. No 20 024 408 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.

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