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Entscheid

94-3400

Verwaltungsbehörden 16.12.1994 94.3400

16. Dezember 1994Deutsch10 min

Source admin.ch

Erwägungen

3.

De ce fait, les marges d'interprétation sont trop grandes. Un débat en soi technique en devient émotionnel, voire polémique. Le climat passionnel ainsi créé désécurise la population et porte préjudice à la crédibilité de l'action parlementaire et gouvernementale. Afin d'assurer la neutralité et l'objectivité indispensables, il serait judicieux de confier l'élaboration de ce système d'indicateurs à l'Office fédéral de la statistique, qui possède le savoirfaire et les données nécessaires et qui pourra s'appuyer sur les autres offices fédéraux compétents (Ofas, OFQC, Ofiamt). Une fois établis et régulièrement mis à jour, ces indicateurs permettraient d'actualiser à intervalles réguliers les prévisions en la matière. Contraints de légiférer dans une perspective de long terme, le Parlement pourrait se référer à ces indicateurs dans les projets de loi qu'il élabore. Citons à cet égard un exemple. Au lieu de prévoir dès aujourd'hui et pour une date lointaine le prolongement de la vie active, on pourrait, en se référant à ce jeu d'indices, subordonner la mise en vigueur de telles mesures à un état défini d'avance de la structure démographique, de la productivité de l'économie, et de l'état financier de l'AVS. Pour ce faire, on doit disposer d'indices généralement acceptés, tel l'indice des prix à la consommation. Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 3. Oktober 1994 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 3 octobre 1994 Le Conseil fédéral est prêt à accepter la motion. Überwiesen - Transmis #ST# 94.3218 Motion Jenni Peter Ausländeranteil. Berechnungsmodus Population étrangère. Statistique Wortlaut der Motion vom 13. Juni 1994 Der Bundesrat wird beauftragt, die gesetzlichen Normen zur Feststellung des Ausländeranteils denjenigen der EU anzupassen. Texte de la motion du 13 juin 1994 Le Conseil fédéral est chargé d'appliquer les mêmes normes juridiques que l'Union européenne en ce qui concerne le calcul de la population étrangère. Mitunterzeichner-Cosignataires: Bischof, Borer Roland, Borradori, Dreher, Fischer-Seengen, Giezendanner, Hari, Keller Rudolf, Kern, Maspoli, Miesch, Moser, Scherrer Jürg, Scherrer Werner, Seiler Hanspeter, Stalder, Stamm Luzi, Steffen, Steinemann, Wyss William (20) Schriftliche Begründung - Développement par écrit Die Schweizer Ausländerstatistik drückt den Anteil der Ausländer im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung des Landes aus. In der EU wird jedoch die ausländische Bevölkerung an der Zahl der Bürger des eigenen Landes gemessen. Es liegt auf der Hand, dass nur mit der EU-Methode die tatsächlichen Verhältnisse transparent dargestellt werden können. Dieses Detail ist wohl in der Hast der Euro- bzw. Swisslex-Beratungen übersehen worden. Ich ersuche daher den Bundesrat, in Zukunft den Ausländeranteil nach der EU-Norm zu berechnen, da nur damit gesamteuropäisch aussagekräftige Vergleiche möglich sind. Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 31. August 1994 Rapport écrit du Conseil fédéral du 31 août 1994

1.

Demographische Verhältniszahlen in der amtlichen Statistik der Schweiz: Grundlage für die Berechnung des Anteils einer bestimmten Bevölkerungsgruppe ist immer die gesamte Wohnbevölkerung (ständige oder mittlere), deren Teil sie ist. Wird ein Anteil einer Gruppe an einer anderen berechnet, wie die Motion es verlangt, so fehlt der Bezug auf eine gemeinsame Basis. Ausser demographischen Verhältniszahlen, Anteilen, Quoten bzw. Ziffern veröffentlicht das Bundesamt für Statistik immer auch die dazugehörigen Grundzahlen (absolute Werte), so dass es jederzeit möglich ist, daraus weitere, der jeweiligen Fragestellung angepasste Masszahlen selbst zu errechnen.

2.

Situation in der EU: Es ist nicht bekannt, worauf sich die Aussage des Motionärs bezieht, wonach die EU den Anteil der ausländischen Wohnbevölkerung in Prozenten der Bürger des jeweiligen Landes berechnet und veröffentlicht. Es gilt: - Es gibt keine EU-Norm oder -Empfehlung, welche die Berechnungsart der Ausländeranteile festlegt. - Die Zentralstelle für Statistik in der EU (Eurostat) rechnet in allen ihren Statistiken den Ausländeranteil stets als Prozentsatz der Gesamtbevölkerung. - Das generelle Berechnungsverfahren zur Ermittlung des Anteils der ausländischen Wohnbevölkerung in der EU, das auch in der Schweiz angewandt wird, schliesst selbstverständlich nicht aus, dass für bestimmte Fragestellungen das vom Motionär geforderte Verfahren angewandt werden kann. - Die Berechnungsweise des Ausländeranteils in der Schweiz entspricht damit der gängigen EU-Praxis. Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Der Bundesrat beantragt, die Motion abzulehnen. Abgelehnt - Rejeté #ST# 94.3400 Motion Dünki Harmonisierung der Familienzulagen Allocations familiales. Harmonisation Wortlaut der Motion vom 5. Oktober 1994 Die Familienzulagen sind durch ein Bundesgesetz zu harmonisieren und angemessen zu erhöhen. Die Mehrkosten dürfen nicht allein den Arbeitgebern aufgebürdet werden, sondern müssen von der Allgemeinheit mitfinanziert werden. Texte de la motion du 5 octobre 1994 Les allocations familiales doivent être harmonisées, et augmentées d'une manière équitable par une loi fédérale. Les coûts supplémentaires ne devront pas être supportés par les seuls employeurs, mais par toute la société. Mitunterzeichner - Cosignataires: Sieber, Zwygart (2) Schriftliche Begründung - Développement par écrit Wirksamer als Entlastungen bei den Steuern sind direkte Beiträge an die Familienlasten. Das heutige System der Kinderzulagen knüpft an die Erwerbstätigkeit mindestens eines Elternteiles an. Dadurch benachteiligt es die bedürftigen Familien. Leere Kassen der öffentlichen Hand dürfen nicht davon abhalten, dass die notwendige Förderung der Familien vernachlässigt wird.

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Motion Verterli 2460 N 16 décembre 1994 Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 16. November 1994 Rapport écrit du Conseil fédéral du 16 novembre 1994 Die parlamentarische Initiative Fankhauser (91.411) verlangt unter anderem eine bundesrechtliche Regelung der Kinderzulagen nach dem Grundsatz «für jedes Kind eine Zulage», wobei sich der Ansatz an den zurzeit höchsten Beträgen der kantonalen Kinderzulagen orientieren, mindestens 200 Franken betragen und regelmässig an den Index angepasst werden soll. Der Nationalrat hat der parlamentarischen Initiative am 2. März 1992 mit 97 zu 89 Stimmen Folge gegeben. Am 12. November 1993 beauftragte die Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit eine Subkommission, unter Einbezug von Experten einen Entwurf zu einem Bundesgesetz zu erarbeiten. Der Bundesrat beabsichtigt, das Ergebnis dieser Beratungen abzuwarten. Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzuwandeln. Le président: Mme Sandoz combat cette intervention. La discussion est renvoyée. Verschoben - Renvoyé #ST# 94.3463 Motion Verterli Förderung Seniorensport Activités sportives du 3e âge. Encouragement Wortlaut der Motion vom 7. Oktober 1994 Der Bundesrat wird ersucht, Lösungen zu entwickeln, die möglichst rasch und kostengünstig eine grosse Zahl von zusätzlichen Seniorensportleitern und -leiterinnen ermöglicht Prioritär soll die Umschulung/Zusatzausbildung jener rund

50000.

Jugend + Sport-Leitern und -Leiterinnen angestrebt werden, die zwar über eine gute Ausbildung und grosse methodisch-didaktische Erfahrung verfügen, aber aus Altersoder anderen Gründen inaktiv sind. Texte de la motion du 7 octobre 1994 Le Conseil fédéral est chargé de mettre au point des solutions permettant de disposer, le plus rapidement possible et sans dépenses excessives, d'un plus grand nombre de moniteurs et monitrices de sport pour le troisième âge. En priorité, il faut envisager la reconversion professionnelle ou la formation complémentaire des quelque 50 000 moniteurs et monitrices de Jeunesse + Sport qui, bien que disposant d'une bonne formation et d'une grande expérience méthodologique et didactique, ne peuvent plus exercer leurs activités pour des raisons d'âge ou autre. Mitunterzeichner-Cosignataires: Allenspach, Aregger, Aubry, Baumberger, Béguelin, Berger, Bezzola, Binder, Bircher Peter, Bischof, Blatter, Bonny, Borer Roland, Borradori, Bortoluzzi, Bühler Simeon, Bührer Gerald, Bundi, Bürgi, Caccia, Cavadini Adriano, Chevallaz, Cincera, Columberg, Comby, Cornaz, Couchepin, Darbellay, David, Deiss, Dettling, Dormann, Dreher, Ducret, Dünki, Eggenberger, Engler, Eymann Christoph, Fehr, Fischer-Hägglingen, Fischer-Seengen, Fischer-Sursee, Frey Claude, Frey Walter, Fritschi Oscar, Früh, Giezendanner, Giger, Gobet, Graber, Grendelmeier, Gysin, Mari, Heberlein, Hegetschweiler, Herczog, Hess Otto, Hildbrand, Hubacher, Iten Joseph, Jaeger, Jäggi Paul, Jeanprêtre, Jenni Peter, Jori, Keller Anton, Keller Rudolf, Kern, Kühne, Lepori Bonetti, Leu Josef, Leuba, Leuenberger Ernst, Leuenberger Moritz, Loeb François, Maeder, Maitre, Marti Werner, Maspoli, Matthey, Mauch Rolf, Maurer, Meier Hans, Meier Samuel, Meyer Theo, Moser, Mühlemann, Müller, Nabholz, Nebiker, Neuenschwander, Oehler, Perey, Pidoux, Raggenbass, Reimann Maximilian, Rohrbasser, Ruckstuhl, Ruf, Rutishauser, Rychen, Scherrer Jürg, Scherrer Werner, Scheurer Rémy, Schmid Peter, Schmid Samuel, Schmidhalter, Schmied Walter, Schnider, Schwab, Segmüller, Seiler Hanspeter, Seiler Rolf, Sieber, Stalder, Stamm Judith, Stamm Luzi, Steffen, Steinegger, Steinemann, Stucky, Thür, Tschuppert Karl, Vollmer, Wanner, Weder Hansjürg, Weyeneth, Wick, Wittenwiler, Wyss William, Zbinden, Züger, Zwahlen, Zwygart (134) Schriftliche Begründung - Développement par écrit Täglich werden in der Schweiz rund 70 Millionen Franken für die Wiederherstellung der Gesundheit aufgewendet, grösstenteils für das sogenannte dritte Alter. Der Anteil der über 65jährigen nimmt zu. Heute sind es bereits 1 Million, im Jahre 2010 werden 20 Prozent der Bevölkerung im Rentenalter sein. Gemäss der kanadischen Studie «Physical Activity and Aging» (Roy Shepard) können mit Sport und gesunder Lebensweise die altersbedingten Gebrechen und damit die Pflegebedürftigkeit um neun Jahre hinausgeschoben werden - ein in jeder Beziehung lohnendes Ziel! Gesünder älter werden - Prévention statt Therapie! Nach diesem Grundsatz treiben in der Schweiz bereits 500 000 Senioren Sport. Gemäss einer Umfrage wären weitere 160 000 ältere Mitmenschen interessiert, Seniorensport zu treiben, wenn sie:

1.

die freie Wahl der Sportart haben;

2.

Sport in Gemeinschaft (aber ohne Vereinszwang); und

3.

Sport unter kundiger Führung betreiben könnten. Das Bedürfnis ist vorhanden. Mit der neuen Aktion «aktiv

50.

plus» des Schweizerischen Interverbandes für Seniorensport (SISS) wird die Basis in der ganzen Schweiz weiter verbreitert Den grossen Stellenwert des Seniorensports hat der Bundesrat in der Beantwortung des Postulates Hänggi (89.622; Seniorensport) betont. Bundesrat Cotti hat in seinem Brief (6. Dezember 1991) an die Präsidentin der Eidgenössischen Sportkommission (ESK) den Seniorensport als eine Aufgabe von erstrangiger gesellschaftspolitischer Bedeutung bezeichnet. Diese Aufgabe kann nur erfüllt werden, wenn genügend gut ausgebildete Leiter und Leiterinnen verfügbar sind. Gemäss Heinz Keller, Direktor der Eidgenössischen Sportschule Magglingen, brauchen wir in der Schweiz langfristig 50 000 zusätzliche Seniorensportleiter und -leiterinnen. Ein grosses Potential von geeigneten Leitern ist vorhanden, liegt aber brach! Wir verfügen über 100 000 bestausgebildete J + S-Leiter. 50 000 davon sind aktiv, 50 000 aus verschiedenen Gründen inaktiv (Hauptgrund: über 40jährig), Dieses Potential sollte reaktiviert werden. Mit verlängerten Wochenendkursen könnte rasch eine grosse Zahl von Jugend + Sport- zu Seniorensportleitern und -leiterinnen umgeschult werden. Das wäre die wirtschaftlichste und effizienteste Lösung. Obwohl an der Basis der Seniorensport weiterhin privatrechtlich organisiert werden soll, müsste sich aber der Bund zusammen mit den Kantonen (Sportämter) in der Ausbildner- und Leiterausbildung analog zum J + S-Modell stark engagieren. Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 23. November 1994 Rapport écrit du Conseil fédéral du 23 novembre 1994 Die zukünftige demographische Entwicklung wird von Familie, Gesellschaft und Staat in vielen Bereichen neue Verhaltensweisen und Lösungen verlangen. Es wird unter anderem darum gehen, die alternden Menschen möglichst lange selbständig zu erhalten und die Pflegebedürftigkeit zu reduzieren. Genügend Bewegung und angepasster Sport können dazu beitragen.

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Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Motion Dünki Harmonisierung der Familienzulagen Motion Dünki Allocations familiales. Harmonisation In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1994 Année Anno Band IV Volume Volume Session Wintersession Session Session d'hiver Sessione Sessione invernale Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 15 Séance Seduta Geschäftsnummer 94.3400 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 16.12.1994 - 08:00 Date Data Seite 2459-2460 Page Pagina Ref. No 20 024 945 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.

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