94-3406
Verwaltungsbehörden 04.10.1995 94.3406
4. Oktober 1995Deutsch10 min
Source admin.ch
Exploitation des forêts 2096 4 octobre 1995 und nicht mehr eine Umwandlung in ein Postulat verlangen, wie wir das ursprünglich beantragt haben. In der Zwischenzeit haben wichtige Entwicklungen Platz gegriffen. Es sind fünf Kantone, die Standesinitiativen für eine Vereinheitlichung des Strafprozessrechtes in unserem Land eingereicht haben oder noch einreichen wollen. Das ist ein wichtiges Signal, weil man bisher vor allem aus föderalistischen Gründen Bedenken gegenüber diesem Anliegen der Vereinheitlichung des Strafprozesses hatte. Womit hängt dieser Sinneswandel zusammen? Offensichtlich mit der Entwicklung ganz neuer, moderner Verbrechensformen wie der organisierten Kriminalität, der Geldwäscherei und bestimmter Arten der Wirtschaftskriminalität; ihnen allen ist eigen, dass sie Kantons- und sogar Landesgrenzen überschreiten. Angesichts dieses Phänomens erscheint heute eine Ordnung mit 26 kantonalen und drei Bundesstrafprozessordnungen zweifellos nicht mehr zeitgemäss. Wir sind uns allerdings nach wie vor bewusst, dass diese Vereinheitlichung des Strafprozessrechtes in unserem Land keine leichte und daher kurzfristig zu realisierende Aufgabe sein wird. Ich habe im Ständerat einen entsprechenden Vorgehensplan dargelegt: Zunächst geht es darum - wir werden Ihnen die entsprechende Vorlage demnächst unterbreiten -, dass der Bund auf dem Gebiet der Bekämpfung des organisierten Verbrechens und eventuell auch gewisser Formen der Wirtschaftskriminalität eigene Ermittlungskompetenzen erhält. Aufgrund eines Rechtsgutachtens von Professor Schindler haben wir die entsprechende Verfassungskompetenz dazu. Wir möchten, wahrscheinlich im Rahmen der gleichen Vorlage, auch die Verteidigungsrechte im Bundesstrafprozess verbessern, die heute zweifellos unbefriedigend sind. Erst mittelfristig werden wir die Vereinheitlichung des Strafprozessrechtes in unserem Land in Angriff nehmen. Eine entsprechende Expertenkommission, in der vor allem auch die Romandie gut vertreten ist, ist am Werk. Sie wird mir bis Ende 1996 ein Grundkonzept vorlegen, und dann werden wir entscheiden, wie der genaue Inhalt dieses heute wohl nicht mehr sehr umstrittenen Postulates einer Vereinheitlichung des Strafprozessrechtes auf mittlere Frist aussieht. Damit Sie sich auch keinen Illusionen hingeben: Das wird zweifellos mindestens die ganze nächste Legislatur in Anspruch nehmen. Wir werden daher auf dem wichtigen Gebiet einer effizienten Verbrechensbekämpfung auch im Verfahrensbereich schrittweise vorgehen. In diesem Sinne bin ich bereit, beide Vorstösse als Motionen entgegenzunehmen. Motion 94.3311 Le président: La commission et le Conseil fédéral acceptent la motion. Überwiesen - Transmis Motion 94.3181 Le président: Le Conseil fédéral accepte la motion. Überwiesen - Transmis #ST# Sammeltitel - Titre collectif Waldbewirtschaftung Exploitation des forêts 94.3406 Motion des Ständerates (Martin Jacques) Rationelle Waldbewirtschaftung und Holztransport Motion du Conseil des Etats (Martin Jacques) Exploitation rationnelle des forêts et transports de bois Wortlaut der Motion vom 5. Dezember 1994 Damit die Gestehungskosten für Holz gesenkt werden können, dessen Nutzung gefördert und der Umweltschutz verbessert werden kann, ersuche ich den Bundesrat, eine Änderung des Strassenverkehrsgesetzes (SVG) vorzulegen. Diese Änderung soll für Spezialfahrzeuge, die Rundholz transportieren, auf dem ganzen Gebiet der Schweiz eine Ausnahme von der Gesamtgewichtslimite von 28 Tonnen vorsehen. Texte de la motion du 5 décembre 1994 Afin d'abaisser le prix de revient des bois et de favoriser son utilisation, ainsi que de mieux protéger l'environnement, le motionnaire demande au Conseil fédéral de présenter une modification de la loi fédérale sur la circulation routière (LCR), permettant de déroger à la limite des 28 tonnes sur l'ensemble du territoire suisse, pour les véhicules spéciaux qui transportent des grumes (bois rond). Béguelin Michel (S, VD) unterbreitet im Namen der Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen (KVF) den folgenden schriftlichen Bericht: Die Kommission befasste sich gemäss Artikel 22 des Geschäftsverkehrsgesetzes an ihrer Sitzung vom 8./9. Mai 1995 mit dieser Motion. Nach Artikel 9 Absatz 8 des Strassenverkehrsgesetzes (SVG) kann der Bundesrat heute Ausnahmen von der 28Tonnen-Limite vorsehen, so auch für den Strassentransport von Rundholz: Da das Gewicht solcher Ladungen schwierig abzuschätzen ist und den Frachtführern am Ladeort keine Waage zur Verfügung steht, hat das Eidgenössische Justizund Polizeidepartement eine Weisung erlassen, der zufolge das Ladegewicht anhand des Volumens berechnet wird und Gewichtsüberschreitungen bis 15 Prozent des Gesamtgewichts toleriert werden. Die Minderheit der Kommission ist der Meinung, dass zur Unterstützung der in harter Konkurrenz stehenden Forstbesitzer- zu zwei Dritteln öffentliche Gemeinwesen - die Gestehungskosten für diese Holzsorte gesenkt werden müssen, indem für deren Transporte eine Ausnahmebewilligung von
Erwägungen
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Tonnen erteilt wird. Sie verweist darauf, dass die Nutzlast eines Strassenlastzuges lediglich 10 Tonnen beträgt, da das Lastfahrzeug und seine Ladevorrichtungen allein schon
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Tonnen wiegen. Weiter führt sie aus, dass bei einem Gesamtgewicht von 40 Tonnen Treibstoffe eingespart und damit die Luftbelastungen verringert würden. Zudem könnten dadurch (aufgrund der höheren Achsenzahl von 40-Tonnen-Fahrzeugen) die Strassen geschont werden.
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Oktober 1995 N 2097 Waldbewirtschaftung Die Mehrheit der Kommission hält demgegenüber fest, dass die 28-Tonnen-Limite einen tragenden Pfeiler der schweizerischen Verkehrspolitik bildet. Mit einer Ausnahme für den Transport von Rundholz würde ein Tor geöffnet, durch das auch die Beförderer anderer Güter mit ähnlichen Transportvoraussetzungen Einlass begehren könnten. Abgesehen davon wäre eine solche Ausnahme mit dem Gleichbehandlungsartikel unserer Bundesverfassung (Art. 4) nicht vereinbar. Zudem ist die Mehrheit der Kommission der Meinung, dass sich mit der Überweisung dieser Motion (oder eines gleichlautenden Postulates) die Position der Schweizer Unterhändler in den - bekanntlich schwierigen - Verhandlungen mit der Europäischen Union erheblich komplizieren würde. Auch innenpolitisch könnte die Motion Probleme stellen, nämlich für die Bahnen, die heute Rundholz auf der Schiene befördern. Mit dieser Ausnahmeregelung würde die Strasse für den Transport von Rundholz attraktiver als die Schiene, womit der Bahn eine Einnahmequelle entzogen würde. Diese Motion wurde im Ständerat entgegen dem Antrag des Bundesrates mit 12 zu 7 Stimmen überwiesen. Béguelin Michel (S, VD) présente au nom de la Commission des transports et des télécommunications (CTT) le rapport écrit suivant: La commission a traité cet objet au cours de sa séance des 8/9 mai 1995, conformément à l'article 22 de la loi sur les rapports entre les Conseils. La situation actuelle pour le transport des grumes (bois rond) est que le Conseil fédéral, conformément à l'article 9 alinéa 8 de la loi fédérale sur la circulation routière (LCR), est autorisé à prévoir des exceptions relatives à la limite des 28 tonnes. Le Conseil fédéral a donc autorisé le Département fédéral de justice et police à édicter, par directive, une telle exception pour le transport des grumes, attendu qu'il s'agit d'un matériau dont le poids est difficile à estimer et que les conducteurs ne peuvent disposer d'une balance sur le lieu de chargement. Le poids est donc estimé en fonction du volume et un dépassement de 15 pour cent de la limite maximale est autorisé. La minorité de la commission est de l'avis que pour venir en aide aux propriétaires de forêts (pour les deux tiers, des collectivités publiques) qui sont confrontés à une situation de concurrence très ardue, il est important de diminuer le prix de revient de ce type de bois, en autorisant une exception à
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tonnes pour ce matériau. Elle rend attentif au fait que la charge utile d'un train routier pour le transport de bois est de
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tonnes puisque le camion et le matériel de manutention pèsent déjà 18 tonnes. Avec un poids de transport de
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tonnes, elle met en avant les économies de carburant réalisées, donc une moins grande pollution de l'air ainsi qu'une moins grande usure des routes (le nombre plus grand d'essieux d'un camion de 40 tonnes étant de nature à ménager la route). La majorité de la commission, par contre, constate que la limite de 28 tonnes est un des piliers de la politique des transports suisse. Une exception pour le transport des grumes ouvrirait une brèche par laquelle les transporteurs d'autres matériaux montrant des conditions analogues pourraient se prévaloir. Une telle exception irait, de plus, à rencontre de l'article 4 de la Constitution fédérale qui prône l'égalité de traitement. En outre, au moment où la Suisse est en phase de négociation avec l'Union européenne, avec les difficultés que l'on sait, elle juge que la transmission d'une motion - ceci est également valable pour un postulat - serait de nature à compliquer sérieusement la position des négociateurs helvétiques. Elle ajoute, d'un point de vue de politique intérieure, que cette motion risque de poser des problèmes aux chemins de fer qui assurent actuellement le transport de ce bois par rail, en supprimant une source de revenu, puisque l'on rendrait le transport par route plus attractif que celui par rail. Le Conseil des Etats a transmis cette motion par 12 voix contre 7, contre l'avis du Conseil fédéral. Antrag der Kommission Die Kommission beantragt mit 17 zu 3 Stimmen bei 3 Enthaltungen, die Motion abzulehnen. Antrag Friderici Charles Überweisung der Motion Proposition de la commission La commission propose, par 17 voix contre 3 et avec 3 abstentions, de rejeter cette motion. Proposition Friderici Charles Transmettre la motion #ST# 94.3430 Motion Friderici Charles Rationelle Waldbewirtschaftung und Holztransport Exploitation rationnelle des forêts et transports de bois Wortlaut der Motion vom 6. Oktober 1994 Damit die Gestehungskosten für Holz gesenkt, dessen Nutzung gefördert und der Umweltschutz verbessert werden kann, ersuche ich den Bundesrat, eine Änderung des Strassenverkehrsgesetzes (SVG) vorzulegen. Diese Änderung soll für Spezialfahrzeuge, die Rundholz transportieren, auf dem ganzen Gebiet der Schweiz eine Ausnahme von der Gesamtgewichtslimite von 28 Tonnen vorsehen. Texte de la motion du 6 octobre 1994 Afin d'abaisser le prix de revient des bois et de favoriser son utilisation, ainsi que de mieux protéger l'environnement, le motionnaire demande au Conseil fédéral de présenter une modification de la loi fédérale sur la circulation routière (LCR), permettant de déroger à la limite des 28 tonnes sur l'ensemble du territoire suisse, pour les véhicules spéciaux qui transportent des grumes (bois rond). Mitunterzeichner- Cosignataires: Aubry, Chevallaz, Comby, Couchepin, Darbellay, Eggly, Epiney, Gobet, Gros Jean-Michel, Leuba, Mamie, Narbel, Perey, Philipona, Pidoux, Poncet, Rohrbasser, Sandoz, Scheurer Rémy, Schmied Walter, Theubet, Tschuppert Karl (22) Schriftliche Begründung - Développement par écrit Les propriétaires de forêts (pour les deux tiers, des collectivités publiques) ne couvrent plus leurs coûts de production par la vente des bois. Les déficits d'exploitation qui en résultent ne permettent plus l'exploitation rationnelle des forêts, ce qui provoque le vieillissement de cet important capital naturel, créant en plus des dangers graves de maladie. Le transport est un facteur prépondérant dans le prix de revient des bois. Dans notre pays, la limite du poids total en charge des véhicules utilitaires (fixée à 28 tonnes) pénalise les bois indigènes et ne permet plus d'écouler une partie importante de la production suisse auprès de nos clients étrangers traditionnels. A ce titre, il faut noter que la tare des véhicules utilisés pour ces transports a fortement augmenté ces dernières années. La rationalisation de la manutention et l'utilisation de moyens de manutention fixés à demeure sur les véhicules oblige pratiquement les transporteurs à utiliser des camions à trois essieux, plus lourds, ce qui réduit d'autant la charge utile. La tare d'un train routier équipé d'une grue pour la manutention des grumes est d'environ 18 tonnes. La charge utile restante avoisine donc 10 tonnes. Comme le marché italien est -- 2 of 3 -Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Sammeltitel Waldbewirtschaftung Titre collectif Exploitation des forêts In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1995 Année Anno Band IV Volume Volume Session Herbstsession Session Session d'automne Sessione Sessione autunnale Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 11 Séance Seduta Geschäftsnummer --Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 04.10.1995 - 08:30 Date Data Seite 2096-2097 Page Pagina Ref. No 20 026 133 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.
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