94-3474
Verwaltungsbehörden 24.03.1995 94.3474
24. März 1995Deutsch9 min
Source admin.ch
24. März 1995 N 953 Postulat Wiederkehr Laut einer aussagekräftigen Untersuchung in Deutschland betragen die Gesundheitskosten durch ernährungsbedingte Krankheiten 15 Prozent des gesamten Aufwandes für Gesundheitskosten. Das bedeutet für die Schweiz über 5 Milliarden Franken für das Jahr 1994. Herr Prof. Dr. J. Somogyi verlangt: - eine effiziente Ausbildung in der Ernährungslehre auf allen Stufen, d. h. von der Elementarschule bis zur Universität; - eine bessere Ernährungsinformation durch die Medien. Um die Mängel in der Ernährungaufklärung zu beheben, muss die Zusammenarbeit zwischen Ernährungswissenschaftern, Psychologen, Soziologen, Marketingleuten und Medienschaffenden intensiviert werden. Gerade bei Jugendlichen, aber auch in der gesamten Bevölkerung ist ein klares Fehlen an Wissen und Information über ein gesundes Konsum- und Ernährungsverhalten festzustellen. Gesundheit fängt beim Essen und Trinken an. Erfolgreiche Prévention heisst Ursachen- statt Symptombekämpfung. Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 15. Februar 1995 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 15 février 1995 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. Überwiesen - Transmis #ST# 95.3045 Postulat Duvoisin Kulturpolitik des Bundesrates Politique culturelle du Conseil fédéral Wortlaut des Postulates vom 2. Februar 1995 Angesichts der Tatsachen, dass Volk und Stände einen neuen Verfassungsartikel über die Kultur abgelehnt haben, dass die Bundesmittel für Kultur gering sind und dass der Bundesrat dem Parlament gesetzliche Grundlagen für verschiedene Ausgaben für kulturelle Zwecke unterbreiten will (vgl. Stellungnahme zur Motion des liberalen Fraktion vom 8.12.1993, 93.3580), lade ich den Bundesrat ein, dem Parlament einen Bericht vorzulegen, der über folgende Punkte Auskunft gibt:
Erwägungen
1.
Welche kulturpolitischen Ziele will der Bundesrat auf der Grundlage der geltenden Verfassung verfolgen?
2.
Welchen Zielen will er Priorität geben, und welche Mittel will er in naher Zukunft für die einzelnen Ziele zur Verfügung stellen?
3.
In welchen Bereichen, die ihm nicht mehr als prioritär erscheinen, will er wenn nötig sein kulturpolitisches Engagement stufenweise abbauen, und für welche Tätigkeiten, die offensichtlich nicht mehr aktuell sind oder keiner wesentlichen Aufgabe des Bundes mehr entsprechen, will er die Subventionen abschaffen? Texte du postulat du 2 février 1995 Suite au refus par le peuple et les cantons d'un nouvel article constitutionnel sur la culture, compte tenu de la faiblesse du budget culturel fédéral, tenant compte du fait que le Conseil fédéral s'apprête à proposer au Parlement des bases légales pour des dépenses diverses à but culturel (cf. réponse à la motion du groupe libéral du 8.12.1993, 93.3580), j'invite le Conseil fédéral a présenter au Parlement un rapport qui présentera notamment:
1.
les intentions du gouvernement en matière de politique culturelle, en fonction de la base constitutionnelle actuelle;
2.
les priorités qu'il entend se fixer en la matière, et les ressources qu'il entend mettre dans un proche avenir à disposition de ces priorités; 7&-N
3.
si nécessaire, le désengagement progressif qu'il entend effectuer sur les aspects de sa politique actuelle qui ne lui paraissent plus prioritaires, ou la suppression de subventionnements pour des activités qui, manifestement, ne sont plus d'actualité ou qui ne représentent plus une mission essentielle de la Confédération. Mitunterzeichner - Cosignataires: Aguet, Borei François, Carobbio, Chevallaz, Comby, Darbellay, Eggly, Graber, Loeb François, Matthey, Sandoz, Suter, Zwahlen (13) Schriftliche Begründung - Développement par écrit L'auteur renonce au développement et demande une réponse écrite. Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 6. März 1995 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 6 mars 1995 Le Conseil fédéral est prêt à accepter le postulat. Überwiesen - Transmis #ST# 94.3474 Postulat Wiederkehr Sichere Frontgitter bei Strassenfahrzeugen Calandres des véhicules routiers Wortlaut des Postulates vom 7. Oktober 1994 Der Bundesrat wird ersucht, Artikel 26 der Verordnung über Bau und Ausrüstung der Strassenfahrzeuge dahingehend zu präzisieren, dass Frontgitter-Aufbauten generell nur zulässig sind, wenn diese aus nachgiebigen, stossabsorbierenden Materialien gefertigt sind. Damit ist den durch die Unfallmedizin belegten Erkenntnissen Rechnung zu tragen und die Gefährdung von Fussgängern und Velofahrern sowie von Autoinsassen bei Seitenkollisionen zu vermeiden. Den kantonalen Strassenverkehrsämtern ist mit einem klaren Verordnungstext ein unverhältnismässiger, individueller Nachweis der Gefährlichkeit solcher erst nach der Typenprüfung angebrachter Konstruktionen zu ersparen. Als Vorbild kann das bestehende Verbot von gefährlichen Kühlerfiguren dienen. Es ist zu verhindern, dass die bedeutenden sicherheitsmässigen Fortschritte, welche im Automobilbau, etwa durch Konstruktion von weicheren Frontpartien, erzielt wurden und werden, durch Tolerierung von unnötigen, gefährlichen Teilen zunichte gemacht werden. Mit der Vorschrift über die verwendeten Materialien soll auch ein Anreiz geschaffen werden, die Frontgitter zu einem stossabsorbierenden Sicherheitselement zu gestalten. Abweichungen sollen für gewerblichen, land- oder forstwirtschaftlichen Zwecken dienende Fahrzeuge möglich sein. Texte du postulat du 7 octobre 1994 Le Conseil fédéral est prié de préciser, à l'article 26 de l'ordonnance sur la construction et l'équipement des véhicules routiers, qu'en général, seules sont autorisées les calandres fabriquées avec des matériauxflexibles, qui amortissent les chocs. Il importe effectivement détenir compte des informations fournies par la médecine des accidents et de réduire le danger auquel sont exposés les piétons, les cyclistes, ainsi que les automobilistes lors d'une collision latérale.
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Postulat Loeb François 954 N 24 mars 1995 L'adoption d'un texte d'ordonnance plus précis évitera aux offices cantonaux de la circulation routière une tâche difficile: en effet, ils doivent prouver le danger de telles constructions, qui ne sont montées qu'après l'homologation. L'interdiction actuelle des figurines peut servir d'exemple. Il convient d'éviter que les progrès considérables réalisés dans la construction automobile en matière de sécurité, grâce, entre autres, à la fabrication de pièces frontales plus souples, soient réduits à néant, comme ce sera le cas si le montage de parties inutiles et dangereuses reste autorisé. L'entrée en vigueur d'une prescription relative aux matériaux utilisables devra également encourager la transformation des calandres des véhicules routiers en pièces de sécurité qui amortissent les chocs. Des dérogations devront pouvoir être accordées aux véhicules utilisés à des fins artisanales, commerciales, agricoles et sylvicoles. Mitunterzeichner - Cosignataires: Baumberger, Bortoluzzi, Bühler Simeon, Caccia, Engler, Eymann Christoph, Früh, Gonseth, Hafner Ursula, Jaeger, Jeanprêtre, Keller Anton, Ledergerber, Leuenberger Moritz, Loeb François, Maeder, Meier Samuel, Nabholz, Rychen, Segmüller, Seiler Rolf, Stamm Judith, Steinegger, Strahm Rudolf, Thür, Tschäppät Alexander, Tschopp, Vollmer, Wanner, Wick, Zbinden, Zwygart (32) Schriftliche Begründung - Développement par écrit Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 11. Januar 1995 Rapport écrit du Conseil fédéral du 11 Jan vier 1995 Die Problematik der Frontgitter, Rammbügel usw., die im Falle einer Kollision mit Fussgängern oder Zweiradfahrern eine erhebliche Erhöhung der Verletzungsgefahr bewirken können, ist bekannt Aus diesem Grund wurde im Entwurf der BAV-Änderung, welche Anfang Dezember 1994 in die Vernehmlassung gegeben wurde, eine Bestimmung aufgenommen, wonach nachträglich angebrachte Vorrichtungen keine zusätzliche Verletzungsgefahr bei Kollisionen mit Fussgängern oder Zweiradfahrern bewirken dürfen. Damit soll den Vollzugsbehörden die Möglichkeit gegeben werden, bei nicht zur serienmässigen Ausrüstung des Fahrzeugs gehörenden Frontgittern, Rammbügeln usw. vermehrt einzuschreiten. Da die gefährlichsten dieser Frontgitter nachträglich angebrachte Teile sind, wird mit der erwähnten Massnahme die Gefährdung wesentlich gesenkt Schwieriger ist die Situation dann, wenn Frontgitter bereits serienmässig vorhanden sind. Denn mit der gleichen BAV-Änderung werden unsere nationalen Ausrüstungsvorschriften mit den entsprechenden Bestimmungen der EU harmonisiert, welche bewirkt, dass Fahrzeuge mit einer EU-Genehmigung in der Schweiz ohne erneute Prüfung zugelassen werden können. Das EU-Recht enthält jedoch - wie unsere derzeitige Verordnung über Bau und Ausrüstung der Strassenfahrzeuge keine spezifischen Vorschriften über solche Vorrichtungen. Somit kann die Zulassung entsprechend ausgerüsteter Fahrzeuge, die über eine EU-Genehmigung verfügen, nicht verhindert werden. Nachdem das Anliegen bereits geprüft worden ist und die möglichen Schritte, soweit sie mit dem Ziel der EU-Harmonisierung vereinbar sind, unternommen wurden, kann das Postulat als erfüllt abgeschrieben werden. Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Der Bundesrat beantragt, das Postulat als erfüllt abzuschreiben. Abgeschrieben - Classé #ST# 94.3507 Postulat Keller Rudolf Fahrzeugführerausweise in Kreditkartenform Permis de conduire sous forme de cartes de crédit Wortlaut des Postulates vom 1. Dezember 1994 Der Bundesrat wird gebeten zu prüfen, ob er künftig die Führerausweise für Fahrzeugführerinnen und Fahrzeugführer in Kreditkartenform abgeben kann. Texte du postulat du 1er décembre 1994 Le Conseil fédéral est invité à examiner la possibilité de délivrer des permis de conduire sous forme de cartes de crédit Mitunterzeichner-Cosignataires: Bischof, Ruf, Stalder, Steffen (4) Schriftliche Begründung - Développement par écrit Neu werden die Identitätskarten in der praktischen Kreditkartenform herausgegeben. Es wäre wünschenswert, wenn dies künftig auch für die Führerausweise aller Fahrzeugführerinnen und Fahrzeugführer möglich würde. Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 15. Februar 1995 Déclaration écrite du Conseil fédéral du15février1995 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. Überwiesen - Transmis #ST# 94.3525 Postulat Loeb François Schaffung einer prangen Parkzone in der Signalisationsverordnung Ordonnance sur la signalisation routière. Zone de stationnement orange Wortlaut des Postulates vom 8. Dezember 1994 Der Bundesrat wird gebeten, die Einführung einer orangen Parkzone, analog der blauen Zone, mit einer Parkierungsdauer von z. B. zwei bis drei Stunden zu prüfen. Texte du postulat du 8 décembre 1994 Le Conseil fédéral est invité à étudier la possibilité de créer des zones orange, analogues aux zones bleues, dans lesquelles la durée de stationnement serait par exemple de deux à trois heures. Mitunterzeichner - Cosignataires: Aubry, Cincera, Eymann Christoph, Frey Walter, Friderici Charles, Miesch, Philipona (7) Schriftliche Begründung - Développement par écrit Die blaue Zone wird in Städten immer mehr ausgedehnt, wobei die Quartierbewohner mit entsprechender Bewilligung von der Einhaltung der beschränkten Parkzeit richtigerweise ausgenommen sind. Viele der von weissen in blaue Parkplätze umfunktionierten Abstellplätze dienten früher dem regionalen Zubringerverkehr verschiedenster innerstädtischer Dienstleistungen. Die Benutzer dieser Dienstleistungen stellten ihr -- 2 of 3 -Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Postulat Wiederkehr Sichere Frontgitter bei Strassenfahrzeugen Postulat Wiederkehr Calandres des véhicules routiers In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1995 Année Anno Band II Volume Volume Session Frühjahrssession Session Session de printemps Sessione Sessione primaverile Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 17 Séance Seduta Geschäftsnummer 94.3474 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 24.03.1995 - 08:00 Date Data Seite 953-954 Page Pagina Ref. No 20 025 508 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.
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