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Entscheid

95-2019

Verwaltungsbehörden 23.06.1995 95.2019

23. Juni 1995Deutsch42 min

Source admin.ch

Erwägungen

2.

Enthaltungen, die parlamentarische Immunität von Herrn Ziegler Jean nicht aufzuheben. Proposition de la commission La commission propose, par 12 voix contre 7 et avec

2.

abstentions, de ne pas lever l'immunité parlementaire de M. Ziegler Jean. Angenommen - Adopté An den Ständerat - Au Conseil des Etats #ST# Petitionen Pétitions 95.2019 Petition Zimmermann Peter Aktive Sterbehilfe für Gefangene Pétition Zimmermann Peter Euthanasie active pour détenus Reimann Maximilian (V, AG) unterbreitet im Namen der Kommission für Rechtsfragen (RK) den folgenden schriftlichen Bericht: Inhalt der Petition Am 9. Dezember 1994 reichte Herr Peter Zimmermann folgende Petition ein: «Gestützt auf Artikel 57 der Schweizerischen Bundesverfassung bitte ich für Menschen, die zu einer Freiheitsstrafe über

15.

Jahre Zuchthaus oder zu einer Verwahrung nach den Artikeln 42 und 43 StGB verurteilt worden sind, deren Gerichtsverfahren endgültig abgeschlossen ist, wenn alle verwaltungsrechtlichen Instanzen ausgeschöpft sind, dem Verurteilten die Möglichkeit zu geben, bei der noch zu bestimmenden Behörde 'Antrag' auf aktive Sterbehilfe stellen zu können.» Begründet wird die Petition vor allem aus persönlichen Motiven. Erwägungen der Kommission Die Kommission befasste sich am 10. April 1995 mit dieser Petition und schliesst sich der folgenden Stellungnahme des Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartementes an:

1.

Nach dem vorherrschenden Verfassungsverständnis gehört das Recht auf Leben zum unantastbaren Wesensgehalt des ungeschriebenen Grundrechts der persönlichen Freiheit (BBI 1983 II 7, BGE 98 la 514 E.4). Der darin mitenthaltene Auftrag an den Gesetzgeber zur Verwirklichung dieses Grundrechts hat im Strafrecht als Verbot einer jeden Fremdtötung seinen Niederschlag gefunden, soweit eine solche nicht als unausweichliche Nebenfolge eines schmerz-therapeutischen Eingriffes in Kauf zu nehmen ist. Auch der zu einer Freiheitsstrafe von mehr als 15 Jahren oder zu einer Massnahme von unbestimmter Dauer verurteilte Gefangene ist selbstverständlich uneingeschränkt Träger des Grundrechtes auf Leben. Schon aus dieser Sicht Hesse sich ein gesetzlicher Erlass, durch welchen für Gefangene mit langen Freiheitsentziehungen auf deren Verlangen eine aktive und direkte Sterbehilfe vorgesehen wird, mit der unserer Verfassung zugrundeliegenden Wertordnung nicht vereinbaren. Darüber hinaus würde eine derartige gesetzliche Regelung den von der Schweiz mit Artikel 2 der Europäischen Menschenrechtskonvention und Artikel 6 des Internationalen Paktes über bürgerliche und politische Rechte zum Schütze des Lebens übernommenen völkerrechtlichen Verpflichtungen widersprechen.

2.

In seiner Antwort vom 28. November 1994 auf die von Herrn Ruffy eingereichten Motion für eine strafrechtliche Neuregelung der Sterbehilfe hat der Bundesrat erklärt, durch eine Arbeitsgruppe überprüfen zu lassen, ob die Selbstbestimmungsfreiheit von todkranken und sterbewilligen Patienten durch eine Neufassung von einzelnen Tötungsdelikten des Strafgesetzbuches besser geschützt werden kann. Diese Fragestellung unterscheidet sich grundsätzlich von der von Herrn Zimmermann gemachten Anregung, indem es dabei ausschliesslich um eine vermehrte rechtliche Berücksichtigung des Schutzinteresses des Patienten gegen eine ihm ohne seinen Willen aufgedrängte Lebens- und Sterbensverlängerung geht. Das in der Petition zum Ausdruck gebrachte Anliegen wird denn auch aller Voraussicht nach nicht zum Aufgabenkreis dieser Arbeitsgruppe gehören. Reimann Maximilian (V, AG) présente au nom de la Commission des affaires juridiques (CAJ) le rapport écrit suivant: Objet de la pétition Le 9 décembre 1994, M. Peter Zimmermann déposait la pétition suivante: «Me fondant sur l'article 57 de la Constitution fédérale, je demande, pour les personnes ayant été condamnées à une peine d'emprisonnement de plus de 15 ans ou à un internement aux termes des articles 42 et 43 du Code pénal, lorsque la procédure judiciaire est définitivement close et que toutes les voies de droit sont épuisées, que le condamné soit autorisé à déposer, auprès d'une autorité encore à désigner, une demande d'euthanasie active.» La pétition est avant tout motivée par une expérience personnelle. Considérations de la commission La commission a traité cette pétition le 10 avril 1995. Elle se rallie aux arguments suivants du Département fédéral de justice et police:

1.

Le droit à la vie est garanti par le principe inviolable du droit fondamental non écrit de la liberté individuelle (FF 1983 II 7, ATF 98 la, 514 C.4). Ce droit comprend aussi le mandat au législateur de concrétiser ce droit fondamental et trouve son expression dans le droit pénal sous la forme d'une interdiction de donner la mort pour autant que celle-ci ne doive pas être considérée comme la conséquence secondaire inévitable de soins destinés à calmer la souffrance. Il va sans dire qu'une personne condamnée à une peine privative de liberté de plus de 15 ans ou à une mesure -- 1 of 9 -Pétitions 1576 N 23juin1995 d'une durée indéterminée jouit également d'un droit fondamental à la vie. Déjà de ce point de vue, l'édiction d'un acte législatif prévoyant une euthanasie active et directe sur demande pour les détenus condamnés à une peine prolongée est inconciliable avec l'échelle des valeurs sur laquelle se fonde notre constitution. Par ailleurs, de telles dispositions légales seraient contraires aux engagements pris par la Suisse au niveau du droit international pour la protection de la vie humaine (art. 2 de la Convention européenne des droits de l'homme et art. 6 du Pacte international relatif aux droits civils et politiques).

2.

Dans sa réponse à la motion déposée le 28 novembre 1994 par M. Ruffy, laquelle demande l'édiction de nouvelles dispositions pénales concernant l'euthanasie, le Conseil fédéral a exprimé son intention de charger un groupe de travail d'examiner si la liberté de disposer de soi-même dont jouissent les patients atteints d'une maladie incurable et désirant abréger leur existence, pouvait être mieux protégée par une révision de certaines dispositions pénales relatives aux délits d'homicide. Cette problématique diffère fondamentalement de la requête exprimée par M. Zimmermann, car il s'agit en l'occurrence exclusivement d'une meilleure prise en compte par le droit des intérêts du patient à rencontre d'une prolongation de sa vie imposée contre sa volonté. Selon toute prévision, la requête présentée dans la pétition ne fera pas partie des points que le groupe de travail sera chargé d'examiner. Antrag der Kommission Die Kommission beantragt einstimmig, von der Petition Kenntnis zu nehmen, ihr aber keine Folge zu geben. Proposition de la commission La commission propose, à l'unanimité, de prendre acte de la pétition sans y donner suite. Angenommen - Adopté 95.2020 Petition Meier Thomas Sexuelle Freiheit als Grundrecht Pétition Meier Thomas La liberté sexuelle est un droit fondamental Reimann Maximilian (V, AG) unterbreitet im Namen der Kommission für Rechtsfragen (RK) den folgenden schriftlichen Bericht: Inhalt der Petition Am 20. Dezember 1994 reichte Herr Thomas Meier folgende Petition ein: «Gestützt auf Artikel 57 der Bundesverfassung ersuche ich Sie um Prüfung der Aufnahme eines Artikels 54bis in der Bundesverfassung mit folgendem Wortlaut: 'Das Grundrecht der sexuellen Freiheit ist gewährleistet. Die Bundesgesetzgebung bestimmt die Einschränkungen.'» Zur Begründung führt der Petent aus, «dass die Freiheit des Menschen in sexuellen Bereichen im Volksgeiste weitgehend verankert ist und einer Verankerung in der Verfassung würdig ist». Am 24. März 1995 übermittelte Herr Thomas Meier einen wie folgt lautenden Ergänzungsantrag (Übergangsbestimmungen der Bundesverfassung): «Der Gesetzgeber arbeitet in der Ausgestaltung des allgemeinen Strafrechts (Delikte gegen Leib, Leben, die Freiheit, die Persönlichkeit) darauf hin, dass ein spezifisches Sexualstrafrecht überflüssig ist.» Zur Begründung führt der Petent aus, «dass das Element Sexualität den Unrechtsgehalt einer Handlung nur quantitativ beeinflusst und diesen nicht qualitativ zu einem anderen Delikt zu ändern vermag». Erwägungen der Kommission Die Kommission befasste sich am 10. April 1995 mit dieser Petition und schliesst sich der folgenden Stellungnahme des Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartementes an:

1.

Sexuelle Freiheit im engeren Sinn Seit 1963 anerkennt das Bundesgericht die persönliche Freiheit als ungeschriebenes Freiheitsrecht des Bundes (BGE 89 l 92, 98; 90 l 29). Sie zählt zu den unverzichtbaren und unverjährbaren Rechten. Das klassische Schutzobjekt der persönlichen Freiheit ist die physische Freiheit des Menschen. Darunter fallen die körperliche Integrität, die durch jeden Eingriff in den menschlichen Körper tangiert wird, wie auch die Bewegungsfreiheit, deren Schutz in erster Linie ungerechtfertigte Freiheitsentzüge wie Verhaftung oder Anstaltseinweisung betrifft. Doch das Bundesgericht hat den Schutzbereich der persönlichen Freiheit nicht auf die körperliche Integrität und die Bewegungsfreiheit beschränkt, sondern auch auf die psychische Integrität ausgedehnt. Auch die geistige Freiheit, die geistige Unversehrtheit, fällt somit in den Schutzbereich der persönlichen Freiheit. Im Rahmen des derart erweiterten Grundrechts schützt das Bundesgericht indessen «nur elementare Möglichkeiten, die für die Persönlichkeitsentfaltung wesentlich sind und jedem Menschen zustehen sollten» (BGE 101 la 336, 346/ 347). Die persönliche Freiheit stellt somit keine allgemeine Handlungsfreiheit dar (BGE 108 la 61). Die sexuelle Freiheit, verstanden als das Recht, selbständig und selbstverantwortlich über seinen sexuellen Lebensbereich zu entscheiden, ihn nach seinen eigenen Bedürfnissen zu gestalten und frei sexuelle Beziehungen aufzunehmen, ist ein Grundbedürfnis des Menschen. Das Ausleben der Sexualität stellt eine unabdingbare Voraussetzung dar für die Verwirklichung der menschlichen Persönlichkeit. Aus diesem Grund ist die sexuelle Freiheit von der Garantie der persönlichen Freiheit gedeckt. Auch gleichgeschlechtliche Beziehungen geniessen diesen Schutz (vgl. Haefliger, Die EMRK und die Schweiz, Bern 1993, S. 205f.). Wichtig in diesem Zusammenhang ist auch Artikel 8 der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK). Er verleiht jeder Person einen Anspruch auf Achtung ihres Privatund Familienlebens, ihrer Wohnung und ihres Briefverkehrs und dient somit dem Schutz des Privatlebens. Dieses Recht auf Privatsphäre umfasst auch das Recht, mit anderen Menschen Beziehungen - auch solche sexueller Art - aufzunehmen. Der in Artikel 8 EMRK verankerte Anspruch auf Schutz des Privatlebens deckt sich somit im wesentlichen mit dem Schutzbereich der persönlichen Freiheit, insoweit sie elementare Erscheinungsformen der Persönlichkeitsentfaltung gewährleistet (Haefliger, a. a. 0., S. 202). Wie jedes andere Freiheitsrecht kann auch die persönliche Freiheit und somit die in ihr enthaltene sexuelle Freiheit beschränkt werden, wenn die Voraussetzungen gegeben sind. Voraussetzungen für Einschränkungen sind eine gesetzliche Grundlage, öffentliches Interesse und Wahrung des Grundsatzes der Verhältnismässigkeit. Auf jeden Fall muss eine Beschränkung den Kerngehalt des Freiheitsrechts respektieren. Im Bereich der sexuellen Freiheit ist insbesondere an Einschränkungen aus Gründen des Jugendschutzes zu denken, doch kann auch die Wahrung der öffentlichen Ruhe und Ordnung, der Sittlichkeit sowie der Gesundheit Einschränkungen erfordern.

2.

Sexuelle Freiheit im weiteren Sinn Versteht man die sexuelle Freiheit nicht nur als das Recht, sexuelle Beziehungen aufzunehmen, sondern in einem umfassenderen Sinn als den Anspruch, eine Liebesbeziehung zu leben, so ist zu differenzieren, ob es sich um eine eheliche Gemeinschaft handelt oder nicht. Ehe und Familie sind als Grundlage der staatlichen Gemeinschaft anerkannt (Dicke, in Kommentar BV, Art. 54, Rz. 1). Aus diesem Grund geniessen sie im Vergleich zu anderen Lebensformen besonderen Schutz. Das Zusammenleben in der Form der Ehe wird durch die Ehefreiheit geschützt, die -- 2 of 9 -23. Juni 1995 1577 Petitionen das Recht beinhaltet, eine Ehe einzugehen (Art. 54 BV, Art. 12 EMRK), sowie das Recht auf eheliches Zusammenleben (Art. 8 EMRK). Eheähnliche Gemeinschaften wie Konkubinate oder gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften gemessen diesen durch die Ehefreiheit garantierten Schutz jedoch nicht. Das Zusammenleben ohne Eheschein wird durch die persönliche Freiheit und durch Artikel 8 EMRK geschützt. Dieser Schutz reicht indessen nicht so weit wie bei den ehelichen Gemeinschaften. Insbesondere hat eine ausländische Person keinen Anspruch auf eine Aufenthaltsbewilligung, die ihr das Zusammenleben mit dem schweizerischen Partner ermöglichen würde.

3. Zusammenfassung Die sexuelle Freiheit - auch wenn in der Bundesverfassung nicht ausdrücklich verankert - besteht schon heute. Sie ist durch das ungeschriebene Grundrecht der persönlichen Freiheit und durch Artikel 8 EMRK (Schutz des Privatlebens) abgedeckt. Eine explizite Erwähnung ist demnach überflüssig. Besonderen Schutz, der über den Schutzbereich der persönlichen Freiheit und von Artikel 8 EMRK hinausgeht, erhalten Liebesbeziehungen indessen nur, wenn sie in der Form der Ehe gelebt werden. Reimann Maximilian (V, AG) présente au nom de la Commission des affaires juridiques (CAJ) le rapport écrit suivant: Objet de la pétition Le 20 décembre 1994, M. Thomas Meier déposait la pétition suivante: «En vertu de l'article 57 de la Constitution fédérale, j'ai l'honneur de proposer que soit inscrit dans la constitution un article 54bis dont la teneur serait la suivante: 'La liberté sexuelle est un droit fondamental garanti. Les restrictions éventuelles sont déterminées par la législation fédérale.'» Le pétitionnaire précise que la liberté sexuelle est un principe largement ancré dans les esprits et qu'il mérite en conséquence de figurer expressément dans la constitution. Le 24 mars 1995, M. Thomas Meier a déposé la proposition complémentaire suivante (Dispositions transitoires est.): «Je désire compléter ma pétition en ce sens que le législateur aménage le droit pénal général (infractions contre la vie, l'intégrité corporelle, la liberté, la personnalité) de telle sorte qu'un droit pénal sexuel spécifique devienne superflu.» A l'appui de sa démarche, le pétitionnaire relève que l'aspect sexuel n'influence que de manière quantitative et non pas de manière qualitative l'illicéité d'un acte par rapport à un autre délit. Considérations de la commission La commission a traité cette pétition le 10 avril 1995 et se rallie aux arguments suivants du Département fédéral de justice et police:

3. Zusammenfassung Die sexuelle Freiheit - auch wenn in der Bundesverfassung nicht ausdrücklich verankert - besteht schon heute. Sie ist durch das ungeschriebene Grundrecht der persönlichen Freiheit und durch Artikel 8 EMRK (Schutz des Privatlebens) abgedeckt. Eine explizite Erwähnung ist demnach überflüssig. Besonderen Schutz, der über den Schutzbereich der persönlichen Freiheit und von Artikel 8 EMRK hinausgeht, erhalten Liebesbeziehungen indessen nur, wenn sie in der Form der Ehe gelebt werden. Reimann Maximilian (V, AG) présente au nom de la Commission des affaires juridiques (CAJ) le rapport écrit suivant: Objet de la pétition Le 20 décembre 1994, M. Thomas Meier déposait la pétition suivante: «En vertu de l'article 57 de la Constitution fédérale, j'ai l'honneur de proposer que soit inscrit dans la constitution un article 54bis dont la teneur serait la suivante: 'La liberté sexuelle est un droit fondamental garanti. Les restrictions éventuelles sont déterminées par la législation fédérale.'» Le pétitionnaire précise que la liberté sexuelle est un principe largement ancré dans les esprits et qu'il mérite en conséquence de figurer expressément dans la constitution. Le 24 mars 1995, M. Thomas Meier a déposé la proposition complémentaire suivante (Dispositions transitoires est.): «Je désire compléter ma pétition en ce sens que le législateur aménage le droit pénal général (infractions contre la vie, l'intégrité corporelle, la liberté, la personnalité) de telle sorte qu'un droit pénal sexuel spécifique devienne superflu.» A l'appui de sa démarche, le pétitionnaire relève que l'aspect sexuel n'influence que de manière quantitative et non pas de manière qualitative l'illicéité d'un acte par rapport à un autre délit. Considérations de la commission La commission a traité cette pétition le 10 avril 1995 et se rallie aux arguments suivants du Département fédéral de justice et police:

1. La liberté sexuelle dans son interprétation restrictive Le Tribunal fédéral admet depuis 1963 que la liberté individuelle fait partie des droits fondamentaux non écrits et qu'elle est inaliénable et imprescriptible (ATF 89 I 92, 98; 90 I 29). La liberté individuelle comprend traditionnellement la protection de la liberté physique, dont la protection de l'intégrité corporelle, qui vise à prévenir toute atteinte au corps de la personne et la protection de la liberté de mouvement, qui vise à prévenir notamment toute privation injustifiée de liberté (emprisonnement, internement, etc.). Le Tribunal fédéral a considéré pour sa part qu'il convenait d'étendre cette protection à un autre élément - l'intégrité psychique. Il a toutefois précisé au sujet de cette dernière qu'il limitait ladite protection à certaines «possibilités» élémentaires, nécessaires à l'épanouissement de la personnalité de l'individu et dont chacun devrait pouvoir jouir (ATF 101 la 336, 346/347). Liberté individuelle n'est donc pas synonyme de liberté d'action générale (ATF 108 la 61). Comprise comme le droit de décider soi-même et en toute liberté de sa sexualité, d'organiser celle-ci selon ses besoins et de nouer à sa guise des relations afin de la vivre, la liberté sexuelle est un besoin fondamental de l'homme. Autrement dit, pour lui, l'épanouissement de la personnalité passe inéluctablement par une sexualité effectivement vécue. Pour cette raison, la garantie qui s'applique à la liberté individuelle s'applique également à la liberté sexuelle, que les relations qui en résultent aient lieu entre personnes de sexe différent ou non (cf. Haefliger, Die EMRK und die Schweiz, La CEDH et la Suisse, Berne 1993, p. 205ss.). Il convient aussi dans ce contexte de rappeler l'article 8 de la Convention européenne des droits de l'homme (CEDH), qui dispose que «toute personne a droit au respect de sa vie privée et familiale, de son domicile et de sa correspondance». Ce droit de chacun à avoir une vie privée comprend notamment le droit de nouer des relations, sexuelles ou non, avec d'autres personnes. Le droit à la protection de la vie privée tel qu'il est garanti par ledit article 8 CEDH apparaît donc comme essentiellement identique avec cet aspect particulier de la liberté individuelle qui concerne les conditions élémentaires nécessaires à l'épanouissement de la personnalité de l'individu (Haefliger, ibid., p. 202). Comme tout droit fondamental, la liberté individuelle, et donc aussi la liberté sexuelle, peut être restreinte sous certaines conditions, à savoir: existence d'une base légale, existence d'un intérêt public, et respect du principe de la proportionnalité. Cette restriction est elle-même limitée dans la mesure où elle ne doit pas porter atteinte au noyau intangible du droit fondamental. En ce qui concerne les raisons qui peuvent conduire à une restriction de la liberté sexuelle, elles rassortissent pour la plupart à la protection des mineurs, mais peuvent également relever du maintien de l'ordre public, des bonnes moeurs ou encore de la santé publique.

2. La liberté sexuelle dans son interprétation élargie Si la liberté sexuelle est comprise comme le droit, non seulement de nouer des relations sexuelles, mais plus largement comme le droit de vivre une relation amoureuse, il convient de distinguer entre relation conjugale et relation non conjugale. Le mariage et la famille étant considérés comme le fondement même de la communauté étatique (Dicke, commentaire est., art. 54, t. m. 1), ce type de relation jouit d'une protection particulière par rapport aux autres formes de relations. La vie conjugale est protégée par la liberté du mariage, qui implique notamment le droit de se marier (art. 54 est., art. 12 CEDH), ainsi que le droit à la vie conjugale (art. 8 CEDH). D'autres formes de relations, même si elles sont semblables à une relation conjugale (concubinage, relation entre personnes de même sexe, etc.) ne sont pas protégées par la liberté du mariage. Elles n'en sont pas moins protégées par la liberté individuelle et par l'article 8 CEDH. Cette protection reste toutefois en deçà de celle dont bénéficie le mariage en ce qui concerne les personnes de nationalité étrangère, notamment, ce n'est pas parce qu'un titre de séjour leur permettrait de vivre sous un même toit avec un ressortissant suisse qu'elles y ont droit.

3. En résumé Même si elle ne figure pas en toutes lettres dans la constitution, la liberté sexuelle est déjà une réalité. Il n'est pas nécessaire de l'y inscrire, car elle est déjà garantie, d'une part, par le droit fondamental non écrit de la liberté individuelle, et, d'autre part, par l'article 8 CEDH relatif à la protection de la vie privée. La protection des relations sexuelles ne déborde le cadre de la liberté individuelle et de l'article 8 CEDH que lorsque ces relations sont d'ordre matrimonial. Antrag der Kommission Die Kommission beantragt einstimmig, von der Petition Kenntnis zu nehmen, ihr aber keine Folge zu geben. Proposition de la commission La commission propose, à l'unanimité, de prendre acte de la pétition sans y donner suite. Angenommen - Adopté -- 3 of 9 -Pétitions 1578 N 23 juin 1995 95.2021 Petitionen Jugendsession 1994 Klimaflüchtlinge Pétitions Session des jeunes 1994 Réfugiés climatiques Mühlemann Ernst (R, TG) unterbreitet im Namen der Aussenpolitischen Kommission (APK) den folgenden schriftlichen Bericht: Am 12. November 1994 verabschiedeten die Teilnehmer der Jugendsession 1994 unter dem Titel «Klimaflüchtlinge» mit

149 zu 4 Stimmen die drei folgenden Petitionen zum Thema Entwicklungszusammenarbeit: Die erste Petition verlangt eine Intensivierung der praktischen Entwicklungszusammenarbeit zwecks Schaffung von Lebensbedingungen in der Dritten Welt, welche es den dortigen Bevölkerungen ermöglichen würden, in ihren angestammten Gebieten zu bleiben und somit einer weiteren Landflucht, Verstädterung und Verschärfung sozialer Spannungen entgegenzuwirken. Sparbemühungen im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit würden sich hier kontraproduktiv auswirken. Diese Ziele sollen erreicht werden durch: - die Vermittlung technologischen Wissens, um die Entwicklungsländer künftig in dieser Hinsicht von den Industrieländern unabhängig zu machen; - eine landwirtschaftliche Nutzung des Bodens in den Entwicklungsländern, welche den jeweils spezifischen geographischen, agrarischen und klimatischen Bedingungen entspricht, um Erosionen, Monokulturen, Überdüngung und den Anbau von nicht geeigneten Kulturen zu vermeiden; - eine Vermeidung direkter Geldzahlungen an die Entwicklungsländer. Entwicklungshilfe sollte vielmehr über die Vermittlung technologischen Wissens und die Einführung einer ökologisch optimalen landwirtschaftlichen Nutzung des Bodens durchgeführt werden. Geldzahlungen bewirkten nur eine Symptombekämpfung und seien deshalb nicht geeignet, das Problem der Klimaflüchtlinge und der damit verbundenen Verwüstung ihres Lebensraumes zu lösen; - die Aufklärung der Bevölkerung im Bereich der Familienplanung zur Eindämmung der Bevölkerungsexplosion und den damit verbundenen Hungersnöten und Migrationen. Die zweite Petition verlangt die Schaffung eines Gesetzes, welches vorsieht, bis ins Jahr 2000 alle nicht ökologisch angebauten importierten Agrarprodukte mit einem Label zu belegen. Über ein solches Gesetz soll der ökologische Anbau in den Drittweltländern gefördert werden. Die dritte Petition verlangt schliesslich staatliche Unterstützung des fairen Handels. Der Staat soll den fairen Handel (ähnlich der Max-Havelaar-Stiftung) zu Preisen ermöglichen, welche den Anbauenden erlauben, eine aus ökologischer und sozialer Sicht sinnvolle Landwirtschaft zu betreiben. Mit einer solchen Politik könnte der Teufelskreis einer weder nachhaltigen noch ökologischen Nutzung der Ressourcen durchbrochen werden. Man stellt sich die staatliche Unterstützung am ehesten über Importerleichterungen und Subventionen vor. Stellungnahme der Verwaltung Die Kommission liess sich von der zuständigen Verwaltungsstelle über die Möglichkeiten der Verwirklichung der Forderungen der Petenten, insbesondere über das in den verschiedenen angesprochenen Bereichen bereits Erreichte und Geplante, wie folgt orientieren. Zur ersten Petition Intensivierung der praktischen Entwicklungszusammenarbeit: Man teilt die Befürchtungen der Petenten, dass sich Budgetkürzungen im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit negativ auswirken könnten. Kurzfristig stellten solche Budgetkürzungen gewiss einen notwendigen Beitrag zur Gesundung der Bundesfinanzen dar. Mittel- und langfristig müsse jedoch die Entwicklungshilfe als eine Schlüsselbedingung für die Erhaltung unserer eigenen Wohlfahrt und Sicherheit gesehen werden, strebe sie doch gemäss Artikel 5 Absatz 1 des Bundesgesetzes vom 19. März 1976 über die internationale Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe «besser ausgewogene Verhältnisse in der Völkergemeinschaft» an. Die Vermittlung technologischen Wissens stellte einen der Diskussionspunkte anlässlich der Uno-Konferenz für Umwelt und Entwicklung in Rio vom Juni 1992 dar. Insbesondere die in Rio unterzeichnete Rahmenkonvention über die Klimaveränderungen hat die Bedeutung eines beschleunigten Technologietransfers, welcher eine Reduktion des Treibhauseffektes bringen würde, unterstrichen. Die Beiträge der Schweiz in diesem Bereich werden im Rahmen der Teilnahme am Globalen Umweltfonds, im Rahmen der bilateralen technischen Zusammenarbeit und vor allem über die aktive Teilnahme an der Entwicklung der Rahmenkonvention über die Klimaveränderungen geleistet. Die Schweiz unterstützt die Entwicklungsländer in ihren Bemühungen, selbständige Forschungskapazitäten in diesem Bereich zu entwickeln, damit sie in der Lage sind, die Probleme zu identifizieren und sie zu meistern. Im Zusammenhang mit dem Follow-up zur Rio-Konferenz wurde ein entsprechendes Forschungsprogramm «Umwelt», welches verschiedene Partnerschafts-Forschungsprojekte zwischen Schweizer Netzen auf der einen und afrikanischen, asiatischen und lateinamerikanischen Netzen auf der anderen Seite beinhaltet, lanciert. Die Grundidee des Forschungsprogrammes «Umwelt» besteht darin, dass man das traditionelle Konzept des Technologietransfers zwischen dem Norden und dem Süden als ungenügend betrachtet, um die Probleme zu meistern, und dass es vielmehr darum gehen sollte, von Anfang an sicherzustellen, dass die Forscher und Wissenschaftler in den Entwicklungsländern die Hauptrolle spielen. Nachhaltige landwirtschaftliche Nutzung/keine Übernutzung: Die Schweiz unterstützt strukturelle Landwirtschaftsreformen im Rahmen ihrer Entwicklungszusammenarbeit im Sinne einer nachhaltigen Nutzung. Keine direkten Geldzahlungen: Die schweizerische bilaterale Entwicklungshilfe konzentriert sich auf eine beschränkte Anzahl von Ländern und auf spezifische Bereiche. Da die zur Verfügung stehenden Mittel beschränkt sind, müssen sie auch so effizient wie möglich eingesetzt werden. Aus diesem Grund werden keine direkten Geldzahlungen vorgenommen, sondern die Mittel werden im Rahmen gut definierter und begleiteter Projekte, welche regelmässig evaluiert werden, eingesetzt. Aufklärung der Bevölkerung auf dem Gebiet der Familienplanung: Die Aufklärung der Bevölkerung im Zusammenhang mit Bevölkerungswachstum und Geburtenkontrolle stellt einen konstanten Teil der Zusammenarbeit der Schweiz mit den Entwicklungsländern dar. Die Internationale Konferenz über Bevölkerung und Entwicklung von Kairo vom Herbst 1994 hat ein Aktionsprogramm angenommen, welches die Strategie und Leitlinien für multilaterale und bilaterale Aktionen in diesem Bereich definiert. Die Schweiz betrachtet dieses Programm, welches die Bedeutung dersozialen Entwicklung, insbesondere zugunsten der Frauen, hervorhebt, als befriedigend und in Übereinstimmung mit dem Nord-Süd-Leitbild. Zur zweiten Petition Label für nicht ökologisch angebaute importierte Agrarprodukte: Die Schweiz beabsichtigt die Einführung einer Verfügung betreffend biologisch hergestellte Landwirtschaftsprodukte. Sie soll den Konsumenten die Unterscheidung zwischen biologisch und nichtbiologisch hergestellten Produkten ermöglichen. Aus diesem Grund würde ein Label für letztere Kategorie von Produkten den Konsumenten nichts bringen, weil es klar ist, dass ein Produkt ohne Label auf nichtbiologische Art hergestellt wird. Die Einführung eines Labels für -- 4 of 9 -23. Juni 1995 1579 Petitionen nichtbiologisch hergestellte Produkte erleichtert den Marktzugang für Produkte aus den Entwicklungsländern nicht; im Gegenteil, damit würden die Produzenten aus den Entwicklungsländern gegenüber jenen aus den Industrieländern, wo dieser Label nicht angewendet werden würde, benachteiligt. Zur dritten Petition Staatliche Unterstützung des fairen Handels: Das Bundesamt für Aussenwirtschaft (Bawi) unterstützt finanziell das Label Max Havelaar, welches gegenwärtig vor allem auf dem Kaffee Anwendung findet, aber auch langsam auf andere Produkte ausgeweitet werden soll. Das Bawi klärt auch die Möglichkeit der Unterstützung der Einführung des «Label Double Income Project» im Textilbereich ab. Wenn diese Initiativen auch sehr interessant und lobenswert sind, müsse man sich aber trotzdem bewusst sein, dass damit die Probleme der betroffenen Produzenten in den Entwicklungsländern nicht automatisch gelöst würden, weil die Auswirkungen dieser Initiativen auf den Markt marginal bleiben. Die Anzahl der Konsumenten, die bereit sind, für solche Produkte einen höheren Preis zu entrichten, ist begrenzt. Es ist übrigens auch eine entsprechende Anpassung des Allgemeinen Zollpräferenzensystems in Vorbereitung. Erwägungen der Kommission Die Kommission konnte feststellen, dass die Anliegen der Petenten, welche von der Kommission unterstützt werden, als erfüllt betrachtet werden können. Bezüglich des Punktes 2 der Petition unterstützt die Kommission die Bestrebungen des Bundesrates zur Einführung eines Labels für importierte biologisch hergestellte Landwirtschaftsprodukte. Mühlemann Ernst (R, TG) présente au nom de la Commission de politique extérieure (CPE) le rapport écrit suivant: Le 12 novembre 1994, les participants à la Session des jeunes 1994 ont adopté, par 149 voix contre 4, les trois pétitions suivantes concernant la coopération au développement, réunies sous le titre «Réfugiés climatiques»: La première pétition exige le renforcement des mesures concrètes dans le domaine de la coopération au développement en vue de la création de conditions de vie dans les pays du tiers monde permettant aux populations de rester dans leur contrée d'origine et d'éviter ainsi un accroissement de l'émigration, de l'urbanisation ainsi que l'aggravation des tensions sociales. En effet, des efforts d'économie dans le domaine de la coopération au développement iraient à rencontre de l'effet escompté. Ces objectifs devraient être atteints par le biais des mesures suivantes: - le transfert de technologie afin d'assurer l'indépendance des pays en développement vis-à-vis des pays industrialisés dans ce domaine; - une exploitation agricole du sol dans les pays en développement qui tienne compte de leur spécificité géographique, agraire et climatique afin d'éviter l'érosion, les monocultures, la surfertilisation ainsi que les cultures inadéquates; - la suppression de l'aide financière directe aux pays en développement, l'aide au développement devant plutôt s'orienter vers le transfert de technologie et l'introduction d'une exploitation agricole du sol optimale du point de vue écologique. L'aide financière ne présente qu'un caractère palliatif, d'où son incapacité à résoudre le problème des réfugiés climatiques et, par conséquent, de la désertification de leur espace de vie; - l'information des populations dans le domaine du planning familial afin d'endiguer l'explosion démographique ainsi que les famines et les migrations qui en découlent. La deuxième pétition exige l'élaboration d'une loi prévoyant l'introduction, d'ici l'an 2000, d'un label pour tous les produits agricoles importés non issus de cultures biologiques. Cette loi devrait promouvoir la culture biologique dans les pays du tiers monde. La troisième pétition exige enfin la promotion par l'Etat d'un commerce équitable avec les pays en développement. L'Etat devrait encourager le commerce équitable (à l'instar de la Fondation Max Havelaar) à des prix permettant aux cultivateurs de pratiquer une forme d'agriculture judicieuse aussi bien du point de vue écologique que social. Une telle politique permettrait de briser le cercle vicieux que constitue une exploitation des ressources naturelles à caractère ni durable ni écologique. Le soutien de l'Etat devrait avant tout s'exercer sous la forme de subventions ainsi que d'une réduction des taxes à l'importation. Avis de l'administration La commission s'est fait informer par l'office compétent sur les possibilités de mise en oeuvre des exigences formulées par les pétitionnaires, notamment sur les progrès réalisés et sur les objectifs fixés dans les divers domaines précités. Première pétition Renforcement des mesures concrètes dans le domaine de la coopération au développement: L'office concerné partage les craintes des pétitionnaires quant aux conséquences négatives éventuelles des réductions budgétaires de la coopération au développement. A brève échéance, une contribution à l'assainissement des finances fédérales est certes indispensable, mais à moyen et long terme le soutien aux pays en développement doit être considéré comme une condition clé de notre prospérité et de notre sécurité en visant «un meilleur équilibre au sein de la communauté internationale» (art. 5 de la loi fédérale du 19 mars 1976 sur la coopération au développement et l'aide humanitaire). La question du transfert de technologie a été débattue dans le cadre de la Conférence internationale de Rio sur l'environnement et le développement, laquelle s'est tenue en juin 1992. En particulier, la Convention-cadre sur les changements climatiques, signée à Rio, a souligné l'importance d'un transfert accéléré de technologie qui permette la réduction des émissions de gaz à effet de serre. Les contributions de la Suisse dans ce sens s'inscrivent dans le cadre de la participation au Fonds pour l'environnement mondial (FEM, GEF) de la coopération technique bilatérale et surtout de la participation active au développement de la Conventioncadre sur les changements climatiques. La Suisse soutient les pays en développement dans leurs efforts pour développer dans ce domaine des capacités de recherche autonomes qui leur permettent d'identifier les problèmes et de les maîtriser. Un programme de recherche a été lancé dans le cadre du suivi de la Conférence de Rio: il s'agit du Programme prioritaire «Environnement», qui inclut plusieurs projets de partenariat de recherche entre réseaux suisses, d'une part, et africains, asiatiques et latino-américains, d'autre part. L'idée de base de ce programme est que la conception traditionnelle du transfert de technologie du Nord vers le Sud est insuffisante pour maîtriser les problèmes et qu'il s'agit plutôt d'identifier au préalable les ressources et les besoins en s'assurant que les chercheurs et les scientifiques de ces pays en seront les acteurs principaux. Exploitation agricole durable/pas de surexploitation: dans le cadre de sa coopération au développement, la Suisse soutient les réformes structurelles agraires dans le sens d'une exploitation durable. Suppression de l'aide directe: depuis plusieurs années, la coopération bilatérale au développement se concentre sur un nombre limité de pays et de secteurs spécifiques. Etant donné que les ressources disponibles sont limitées, elles doivent donc être engagées le plus efficacement possible. Voilà pourquoi, à présent déjà, une aide financière directe n'est pas octroyée, mais les moyens financiers sont engagés dans des programmes et des projets bien définis qui font régulièrement l'objet d'évaluations. Information des populations dans le domaine du planning familial: l'information des populations en matière de démographie et de contrôle des naissances représente l'un des soucis constants de la coopération suisse. La Conférence internationale sur la population et le développement qui s'est tenue au Caire en automne 1994 a abouti à l'adoption -- 5 of 9 -Pétitions 1580 N 23 juin 1995 d'un programme d'action qui devra servir de référence aux actions multilatérales et bilatérales pour les années à venir. La Suisse considère ce programme satisfaisant et en accord avec les lignes directrices Nord-Sud, car il met en relief la nécessité d'améliorer le développement social, en particulier au profit des femmes. Deuxième pétition Label sur les produits agricoles importés non issus de cultures biologiques: La Suisse projette la promulgation d'une ordonnance sur les produits agricoles fabriqués selon des méthodes biologiques. Cette ordonnance devrait permettre au consommateur de distinguer les produits fabriqués selon des méthodes biologiques de ceux confectionnés selon des méthodes non biologiques. Par conséquent, un label pour cette dernière catégorie de produits n'amènerait rien de nouveau au consommateur d'un point de vue informatif, car il sera clair pour celui-ci qu'un produit sans label est un produit fabriqué selon des méthodes non biologiques. La mise en place d'un label portant sur les produits fabriqués selon des méthodes non biologiques, comme requis dans la pétition, n'améliorerait pas l'accès au marché des produits originaires des pays en développement; bien au contraire, il pénaliserait les producteurs de ces pays par rapport à ceux des pays industrialisés auxquels ce label non biologique ne s'appliquerait pas. Troisième pétition Promotion par l'Etat d'un commerce équitable: L'Office fédéral des affaires économiques extérieures (OFAEE) soutient financièrement le label Max Havelaar qui s'applique pour le moment principalement au café et touche progressivement d'autres produits. L'OFAEE examine aussi la possibilité de soutenir l'introduction du label «Double Income Project» déjà appliqué dans la branche du textile. Ces initiatives sont certes intéressantes et louables, mais il faut être conscient qu'elles ne résoudront pas d'emblée les problèmes des producteurs bénéficiaires de café ou de textile, car l'impact sur le marché reste marginal. En effet, le nombre des consommateurs prêts à payer plus cher de tels produits est limité. Par ailleurs, une révision du système généralisé de préférences est en cours. Considérations de la commission La commission a pu constater que les demandes des pétitionnaires, auxquelles la commission apporte son soutien, ont déjà obtenu satisfaction. En ce qui concerne le point 2 de la pétition, la commission est d'avis qu'il faut suivre la politique du Conseil fédéral qui prévoit la création d'un label pour les produits agricoles importés issus de cultures biologiques. Antrag der Kommission Die Kommission beantragt mit 13 zu 0 Stimmen bei

4 Enthaltungen, die Petitionen dem Bundesrat zur Kenntnisnahme zu überweisen, verbunden mit dem Auftrag, die eingeschlagene Politik weiterzuführen. Proposition de la commission La commission propose, par 13 voix sans opposition et avec

4 abstentions, de transmettre les pétitions au Conseil fédéral pour qu'il en prenne acte, en le priant de poursuivre sa politique dans ce domaine. Angenommen - Adopté 95.2022 Petition Demokratischer Bund von Kosova in der Schweiz Politische Lage in Kosova Pétition Ligue démocratique du Kosova en Suisse Situation politique au Kosova 95.2023 Petition Teilnehmer an der Protestkundgebung Protestkundgebung der Albaner aus Kosova in Bern vom 25. März 1995 Pétition Participants à la manifestation de protestation Manifestation de protestation des Albanais du Kosova à Berne du 25 mars 1995 Mühlemann Ernst (R, TG) unterbreitet im Namen der Aussenpolitischen Kommission (APK) den folgenden schriftlichen Bericht: Die Kommission sprach sich am 27. März 1995 erstmals über die Petition des Demokratischen Bundes von Kosova in der Schweiz (95.2022) vom 13. Dezember 1994 aus und beschloss die Durchführung einer Anhörung mit Vertretern des Demokratischen Bundes und der Schweizerischen Flüchtlingshilfe. Unmittelbar danach wurde die ebenfalls vom Demokratischen Bund von Kosova in der Schweiz lancierte Petition der Teilnehmer an der Protestkundgebung der Albaner aus Kosova in Bern vom 25. März 1995 (95.2023) eingereicht. Petition 95.2022 Am 13. Dezember 1994 reichte der Demokratische Bund von Kosova in der Schweiz eine mit 2039 Unterschriften versehene Petition an die Bundesversammlung betreffend die politische Lage in Kosova ein. Darin wird auf die kritische Lage in Kosova aufmerksam gemacht, wo sich die allgemeine politische Lage, die Menschenrechtslage und die wirtschaftliche Situation verschlechterten. Es wurde der Befürchtung Ausdruck gegeben, dass die in Kosova lebenden Menschen, die unter immer grösserem Druck bei der Bewältigung des Alltags und im Hinblick auf eine Lösung des Konfliktes stehen, diesem Druck nicht länger standhalten könnten, dass die Flucht und Emigration aus Kosova noch zunehmen würden, dass die Politik der Gewaltlosigkeit der Regierung Rugova scheitern und sich der Krieg in Ex-Jugoslawien zu einem Balkankrieg ausweiten könnte. Die internationale Gemeinschaft wird dringend aufgerufen, Initiativen zur Verminderung des Druckes auf die Menschen in Kosova, zugunsten der Einhaltung der Menschenrechte und einer allmählichen Entspannung der dortigen politischen Lage zu ergreifen. Konkret werden die Mitglieder der eidgenössischen Räte aufgefordert, «das in Ihrer Macht Stehende zu tun, damit die Menschenrechtslage und die politische Situation in Kosova in den zuständigen eidgenössischen Gremien und Stellen zur Sprache kommen und die Schweiz Initiativen ergreift, die zu einer Entspannung und Lösung des Konfliktes beitragen (zum Beispiel ständige internationale Beobachter und Präventivdiplomatie ausführen)». Petition 95.2023 Am 29. März 1995 reichte der Demokratische Bund von Kosova in der Schweiz eine mit 9666 Unterschriften versehene Petition der Teilnehmer an der Protestkundgebung der Albaner aus Kosova in Bern vom 25. März 1995 an die Bun-- 6 of 9 -23. Juni 1995 1581 Petitionen desversammlung ein, die ebenfalls an Bundespräsident Villiger und an Bundesrat Cotti gerichtet ist. Die Hauptforderung der Petenten lautet auf die Anerkennung der Republik Kosova als unabhängiger, neutraler Staat. Des weiteren werden die folgenden, als dringend angesehenen Forderungen an die Bundesversammlung gerichtet: - Ergreifung von Massnahmen der internationalen Gemeinschaft zur Verhinderung der ethnischen Säuberung und der Kolonisierung von Kosova; - Verhinderung des Ausbruches eines bewaffneten Konfliktes in der Republik Kosova; - die internationale Gemeinschaft müsse zwingend dafür sorgen, dass die Polizei- und Militärkräfte, die für die Misshandlung und Ermordung unschuldiger Menschen verantwortlich sind, Kosova umgehend verlassen; - Rückkehr von OSZE-Beobachtern nach Kosova, um die Lage an Ort und Stelle verfolgen zu können; -die verhängten Uno-Sanktionen keinesfalls aufzuheben, bevor eine Lösung für die mehr als 3 Millionen Albaner im ehemaligen Jugoslawien gefunden wird; - die Unterstellung Kosovas unter ein Uno-Protektorat als Präventivmassnahme; - die Errichtung eines Korridors zur Versorgung der Bevölkerung Kosovas. Erwägungen der Kommission Die allgemeine politische Lage, die Menschenrechtslage und die wirtschaftliche Situation in Kosova haben sich in der letzten Zeit weiterhin zugespitzt. Gleichzeitig ist aber auch die Tätigkeit der OSZE, welche am ehesten geeignet wäre, über Langzeitmissionen und Präventivdiplomatie zu einer Entspannung und Lösung des Konfliktes beizutragen, wegen der Suspendierung von Serbien-Montenegro von der OSZE-Mitgliedschaft blockiert. Solange diese Suspendierung andauert, wird Belgrad nicht bereit sein, eine Mission der OSZE zu akzeptieren. Auf der anderen Seite machen die OSZE-Staaten aber eine Aufhebung der Suspendierung von einer Anerkennung Bosnien-Herzegowinas und Kroatiens durch Belgrad abhängig. Die Schweiz hat den OSZE-Weg immer aktiv unterstützt und erörtert auch in ihren bilateralen Gesprächen mit den europäischen Partnerländern jeweils Lösungsansätze für den Kosova-Konflikt. Darüber hinaus pflegt das EDA den direkten Dialog auf höchster Ebene mit den Vertretern der Kosova-Albaner. Man ist sich bewusst, dass über eine Verschärfung der Lage in Kosova auch die Gefahr des Ausbruches eines offenen Konfliktes wächst, der dann mit grösster Wahrscheinlichkeit auch auf Mazedonien und auf Albanien übergreifen würde. Man ist sich aber auch bewusst, dass eine Lösung dieses Konfliktes, der untrennbar mit dem grösseren Konflikt um Ex-Jugoslawien verbunden ist und die Uno sowie die europäische Staatenwelt bisher insgesamt überfordert hat, ohne die Mitwirkung von Serbien nicht möglich sein wird. Die Kommission ist sich einig darüber, dass die Prävention wenn möglich mit Hilfe der OSZE - absolut im Vordergrund stehen muss. Im Zusammenhang mit der Frage der Rückschaffung abgewiesener Asylbewerber aus Kosova wurde auch betont, dass es nicht das vordergründige Ziel unserer Flüchtlingspolitik sein dürfe, möglichst vielen Menschen aus Kosova in der Schweiz Asyl zu gewähren, womit man schliesslich auch ungewollt der Vertreibungspolitik der Serben Vorschub leisten würde. Es müsse vielmehr, in engster Abstimmung zwischen Aussen- und Flüchtlingspolitik, versucht werden, im Rahmen der zuständigen internationalen Organisationen und in bilateralen Kontakten die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass diese Leute wieder in Würde in ihre Heimat zurückkehren können. Die Kommission beschloss, anlässlich ihrer nächsten Sitzung das Problem Kosova noch vertieft zu behandeln. Mühlemann Ernst (R, TG) présente au nom de la Commission de politique extérieure (CPE) le rapport écrit suivant: Le 27 mars 1995, ayant procédé à l'examen de la pétition (95.2022) que la Ligue démocratique des Albanais du Kosova en Suisse avait déposée le 13 décembre 1994, la Commission de politique extérieure décidait d'entendre à ce sujet des représentants de la Ligue démocratique et de l'Aide suisse aux réfugiés. Quelques jours plus tard, la Ligue démocratique des Albanais du Kosova en Suisse a déposé la pétition (95.2023) des participants à la manifestation de protestation des Albanais du Kosova qui a eu lieu à Berne le

25 mars 1995. Pétition 95.2022 Le 13 décembre 1994, la Ligue démocratique du Kosova en Suisse a adressé à l'Assemblée fédérale une pétition signée par 2039 personnes. Ce texte appelait l'attention des Chambres fédérales sur la situation critique qui ne cesserait de se dégrader au Kosova, à la fois sur le plan politique, sur le plan économique et sur le plan des droits de l'homme. La crainte y était exprimée d'une recrudescence de l'émigration en raison des pressions quotidiennement exercées sur les habitants, de la perte pour eux de l'espoir de voir une solution au conflit, en raison en outre de l'échec de la politique de non-violence du gouvernement Rugova et d'un embrasement du conflit yougoslave à l'échelle des Balkans. La communauté internationale était invitée à prendre d'urgence des mesures «pour faire en sorte de réduire la pression exercée sur les habitants du Kosova, d'améliorer le respect des droits de l'homme ainsi que d'apaiser progressivement la crise politique». Concrètement, les pétitionnaires demandaient aux Chambres fédérales «de faire tout ce qui est en leur pouvoir afin que la question des droits de l'homme et de la situation politique au Kosova soit abordée au sein des instances et des offices suisses compétents et que la Suisse prenne des initiatives dans le sens d'une détente et d'un règlement du conflit (par exemple: mise en place d'observateurs internationaux permanents, diplomatie préventive)». Pétition 95.2023 Le 29 mars 1995, la Ligue démocratique des Albanais du Kosova en Suisse a adressé à l'Assemblée fédérale, mais aussi à M. Villiger, président de la Confédération, et à M. Cotti, conseiller fédéral, une pétition des participants à la manifestation de protestation des Albanais du Kosova qui a eu lieu à Berne le 25 mars 1995, signée par 9666 personnes. La principale revendication des pétitionnaires est la reconnaissance de la République du Kosova en tant qu'Etat indépendant et neutre. Par ailleurs, ils adressent à l'Assemblée fédérale les revendications urgentes suivantes: -que la communauté internationale prenne des mesures afin d'empêcher la purification ethnique et la colonisation du Kosova; - que soit empêché l'éclatement d'un conflit armé dans la République du Kosova; - que les forces de police et les forces militaires, qui depuis des années maltraitent et assassinent des personnes innocentes, soient contraintes à quitter le Kosova sans délai; -que les observateurs de l'OSCE reviennent au Kosova afin de suivre l'évolution de la situation sur place; - que les sanctions décrétées par l'ONU ne soient en aucun cas levées avant que le sort des plus de 3 millions d'Albanais de l'ex-Yougoslavie n'ait été réglé; - que le Kosova soit à titre préventif placé sous la protection de l'ONU; -que soit créé d'urgence un couloir humanitaire pour l'approvisionnement de la population du Kosova. Considérations de la commission La situation générale au Kosova s'est encore détériorée récemment tant sur le plan politique, économique que des droits de l'homme. Dans le même temps, l'activité de l'OSCE se trouve être également bloquée en raison de la suspension de l'appartenance de la Serbie et du Monténégro à l'organisation. Pourtant, l'OSCE apparaît être le mieux à même de contribuer à une détente et à une solution du conflit au moyen de missions de longue durée et d'une diplomatie préventive. Aussi longtemps que durera cette -- 7 of 9 -Motion Comby 1582 N 23 juin 1995 Suspension, Belgrade ne sera pas disposée à accepter une mission de l'OSCE. D'un autre côté, les Etats membres de l'OSCE conditionnent la levée de cette suspension à la reconnaissance par Belgrade de la Bosnie-Herzégovine et de la Croatie. La Suisse a toujours activement soutenu la voie choisie par l'OSCE et a porté également la discussion sur des ébauches de solution au conflit du Kosova à chaque fois, lors de ses entretiens bilatéraux avec ses partenaires européens. Dans ce même contexte, le DFAE entretient un dialogue direct et au plus haut niveau avec des représentants des Albanais du Kosova. On doit être conscient qu'une aggravation de la situation au Kosova constitue également un danger croissant de l'éclatement d'un conflit ouvert qui, selon toute vraisemblance, pourrait s'étendre aussi à la Macédoine et à l'Albanie. On est cependant aussi conscient qu'une solution à ce conflit, qui est inséparable de celui qui embrase l'ensemble de l'exYougoslavie et devant lequel aussi bien l'ONU que les Etats européens concernés se sont trouvés jusqu'à ce jour désemparés, ne peut être trouvée sans la participation de la Serbie. La commission s'est déclarée unanime pour que la prévention, si possible avec l'aide de l'OSCE, soit absolument mise au premier plan. En ce qui concerne la question du renvoi des requérants d'asile déboutés du Kosova, il a été relevé également que le premier objectif de notre politique d'asile ne doit pas consister à octroyer l'asile en Suisse au plus grand nombre possible de ressortissants du Kosova, car l'on risque ainsi, en fin de compte et sans le vouloir, de favoriser la politique d'expulsion des Serbes. On devrait plutôt, dans une coordination renforcée de notre politique extérieure et d'asile, tenter de créer, dans le cadre des organisations internationales compétentes et des relations bilatérales, les conditions nécessaires pour permettre à ces gens de retourner dignement dans leur patrie. La commission a décidé en outre de reprendre de manière plus approfondie, lors de sa prochaine séance, l'examen de la problématique du Kosova. Antrag der Kommission Die Kommission beantragt einstimmig, die beiden Petitionen dem Bundesrat zur Kenntnisnahme zu überweisen, verbunden mit dem Auftrag, innerhalb der zuständigen internationalen Organisationen und im Rahmen seiner bilateralen Kontakte, seine Bemühungen um die Herbeiführung einer friedlichen Lösung des Kosova-Konfliktes fortzusetzen. Proposition de la commission La commission propose, à l'unanimité, de transmettre les deux pétitions au Conseil fédéral pour qu'il en prenne acte et en le priant de poursuivre ses efforts, au sein des instances internationales compétentes et dans le cadre de ses relations bilatérales, en vue d'un règlement pacifique du conflit du Kosova. Angenommen - Adopté #ST# 95.3056 Motion Comby Integrationspolitik der Schweiz Politique d'intégration européenne de la Suisse Wortlaut der Motion vom 3. Februar 1995 Wir ersuchen den Bundesrat dringend:

1. alle erforderlichen Massnahmen zu ergreifen, um die bilateralen Verhandlungen mit der Europäischen Union (EU) zu beschleunigen;

2. sofort nach dem Abschluss der bilateralen Verhandlungen, jedoch erst nach Prüfung der Verhandlungsergebnisse, das EU-Beitrittsgesuch zu reaktivieren;

3. die Kantone an den integrationspolitischen Entscheiden unseres Landes unmittelbar mitwirken zu lassen;

4. das Parlament über den Stand des Verfahrens zum EU-Beitritt der Schweiz regelmässig zu orientieren. Texte de la motion du 3 février 1995 Nous prions instamment le Conseil fédéral:

1. de prendre toutes les mesures utiles afin d'accélérer les négociations bilatérales avec l'Union européenne (UE);

2. de réactiver la demande d'adhésion à l'UE, immédiatement après la clôture des négociations bilatérales, mais après évaluation des résultats obtenus;

3. d'associer étroitement les cantons aux décisions à prendre par notre pays en matière d'intégration européenne;

4. d'informer régulièrement le Parlement sur le processus de participation de la Suisse à l'intégration européenne. Mitunterzeichner - Cosignataires: Aguet, Baumberger, Bäumlin, Béguelin, Borei François, Brunner Christiane, Bugnon, Caccia, Carobbio, Cornaz, Darbellay, de Dardel, David, Deiss, Ducret, Duvoisin, Eggly, Epiney, Eymann Christoph, Fankhauser, Friderici Charles, Gobet, Graber, Gros Jean-Michel, Gysin, Hafner Ursula, Hildbrand, Jaeger, Jeanprêtre, Ledergerber, Leuenberger Ernst, Leuenberger Moritz, Maître, Marti Werner, Matthey, Misteli, Nabholz, Ostermann, Poncet, Scheurer Rémy, Schmidhalter, Schweingruber, Spielmann, Stamm Judith, Suter, Theubet, Tschopp, Wanner, Wick, Wiederkehr, Zwahlen (51) Schriftliche Begründung - Développement par écrit Au soir du 6 décembre 1992, la Suisse a pris conscience avec émotion et inquiétude qu'elle entrait dans une phase difficile et importante de son histoire politique, économique et culturelle. Deux ans après cet échec, les négociations bilatérales avec l'UE viennent à peine de débuter. Mais la toile de fond a déjà été modifiée fondamentalement par l'adhésion de trois pays de l'AELE (l'Autriche, la Finlande et la Suède) à l'UE et le refus de la Norvège d'y adhérer. Quant à plusieurs pays de l'Europe centrale et orientale, ils souhaitent ardemment pouvoir entrer dans l'UE. L'intégration de la Suisse dans l'Europe doit demeurer au centre du débat politique, économique et culturel. Certes, nous souhaitons une Europe qui comble son déficit démocratique et soit plus respectueuse du génie propre des pays et des régions, en un mot une Europe plus fédéraliste. Si nous voulons contribuer réellement à cette réorientation de l'architecture européenne de l'avenir, il vaut mieux être membre à part entière de l'UE. C'est pourquoi nous pensons que l'adhésion de la Suisse à l'UE est la seule perspective réaliste et raisonnable à long terme pour notre pays. Qu'on le veuille ou non, à l'occasion des élections fédérales de 1995, un large débat, ouvert et prospectif sur l'intégration de la Suisse à l'Europe s'avère indispensable! Au moment où l'UE passe de 12 à 15 pays, l'Espace économique européen devient une coquille vide. Il en est de même -- 8 of 9 -Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Petitionen Pétitions In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1995 Année Anno Band III Volume Volume Session Sommersession Session Session d'été Sessione Sessione estiva Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 16 Séance Seduta Geschäftsnummer --Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 23.06.1995 - 08:00 Date Data Seite 1575-1582 Page Pagina Ref. No 20 025 793 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.

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