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Entscheid

95-3063

Verwaltungsbehörden 23.06.1995 95.3063

23. Juni 1995Deutsch11 min

Source admin.ch

Erwägungen

5.

Neben den bestehenden Vorschriften des Banken- und des Börsenrechtes besteht kein unmittelbarer Handlungsbedarf zu einer ergänzenden rechtlichen Regelung der Finanzderivate. Wir verweisen hier auch auf die Ausführungen zur Frage 8 unten.

6.

Der Bundesrat wird von den verschiedenen zuständigen Stellen der Verwaltung, von der SNB und der EBK über die Entwicklung auf den Märkten und die international getroffenen Massnahmen informiert. Diese Institutionen nehmen Einsitz in internationalen Gremien, die die Entwicklung im Derivatbereich ständig verfolgen und einen allfälligen regulatorischen Handlungsbedarf in ihren Arbeiten prüfen. Es sind dies die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (insbesondere der Basler Ausschuss für Bankaufsicht), die losco (International Organization of Securities Commissions), das Comité des marchés financiers der OECD sowie die Zehnergruppe (G-10). Daneben bestehen zusätzlich auch Kontakte der Verwaltung zu den Banken und den Derivathäusern.

7.

Der Ausbildungsstand bei den Schweizer Banken wird durch das wirtschaftliche Umfeld geprägt. Nur mit Personal, das über eine Ausbildung verfügt, die dem aktuellen Stand der Wissenschaft angepasst ist, können heute die entsprechenden Resultate erwirtschaftet und die Stellung im Finanzmarkt gehalten bzw. verbessert werden. Die Konkurrenz auf dem Finanzmarkt sichert den im Markt geforderten Ausbildungsstand. Banken gehören heute in der Schweiz zu den grössten Berufsausbildern. Sie helfen bei der Besetzung einer grossen Anzahl von Stellen in der Industrie und in Handelsfirmen.

8.

Vom Versagen eines Marktes wird dann gesprochen, wenn dieser nicht zur Optimierung der Wohlfahrt beitragen kann bzw. diese durch die Entwicklung des Marktes sogar gefährdet würde. Die SNB ist verantwortlich für das Gesamtsystem und nicht für den Einzelfall. Es liegt in der Zuständigkeit der EBK, sicherzustellen, dass die Banken genügend Eigenkapital ausweisen, damit die Märkte entsprechend ohne Störung funktionieren können. Ein Einstehen einer staatlichen Institution im Krisenfall ist sehr gefährlich. Das System wird dadurch nicht gerettet, sondern es werden zusätzliche Probleme geschaffen. Gerade die Entwicklungen nach den Schwierigkeiten der Barings Bank zeigten, dass der Markt nicht zusammenbricht, sondern mit solchen Schwierigkeiten umgehen kann. Hätte die Bank of England eingegriffen, würde die Gefahr bestehen, dass Banken im Vertrauen auf das Handeln ihrer Zentralbank oder einer staatlichen Institution ihr eigenes Risikomanagement vernachlässigen, indem sie dieses nicht mehr laufend überprüfen und den Entwicklungen des Marktes entsprechend verbessern.

9.

Das Hauptproblem der Finanzderivate liegt in der richtigen Erfassung, Beurteilung und Kontrolle der mit diesen Instrumenten verbundenen Risiken. Die Rechnungslegungsvorschriften für Banken, welche mit dem Inkrafttreten des Bundesgesetzes über die Börsen und den Effektenhandel grundsätzlich auch für die Effektenhändler gelten werden, wurden mit Wirkung auf den 1. Februar 1995 neu überarbeitet (siehe auch die Richtlinie der EBK zu den Rechnungslegungsvorschriften vom 14. Dezember 1994, RRV-EBK). Sie verlangen eine transparente Berichterstattung über die Geschäftstätigkeit mit Finanzderivaten. Für die an der Börse kotierten Industrie- und Handelsunternehmen wird das neue Kotierungsreglement Mindestanforderungen an die Rechnungslegung auch bezüglich derivativer Finanzinstrumente festlegen. Der Bundesrat wird die Frage der Rechnungslegungsvorschriften des OR und des Banken- und Börsenrechts im Rahmen der Motion WAK-NR 94.3483, Risiken der Finanzderivate, im Detail beantworten. An der Börse werden nur standardisierte Produkte gehandelt, die nicht allen individuellen Bedürfnissen entsprechen können. Deshalb werden ausserbörslich Finanzderivate angeboten, die auf die spezifischen Bedürfnisse massgeschneidert sind. Bei diesen OTC-Derivaten sind im Gegensatz zu den börsengehandelten Produkten insbesondere das Kredit- und das Abwicklungsrisiko zu beachten. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass sich als Gegenpartei im OTC-Geschäft nur Institutionen mit bestem Rating qualifizieren. Dies hat dazu geführt, dass viele der führenden Häuser spezielle, mit einer starken Eigenmittelbasis ausgestattete Derivatgesellschaften gegründet haben.

10.

Die starke Präsenz der schweizerischen Grossbanken im Derivatgeschäft ist - wie übrigens auch die Schaffung der Soffex im Jahre 1988 - ein Zeichen für die Innovationskraft und internationale Wettbewerbsfähigkeit des Finanzplatzes Schweiz. Dieses auch im weltweiten Massstab bedeutende Engagement der Schweizer Grossbanken leistet einen Beitrag für das Bruttoinlandprodukt. Erklärung des Interpellanten: teilweise befriedigt Déclaration de l'interpellateur: partiellement satisfait #ST# 95.3063 Interpellation Theubet Eidgenössisches Gestüt. Station Peu-Claude Haras fédéral. Station du Peu-Claude Wortlaut der Interpellation vom 3. Februar 1995 Die Folgen, welche die Umgestaltung des Eidgenössischen Gestüts Avenches für die Fohlenaufzuchtstation Peu-Claude haben könnte, beunruhigen die Züchter im Jura. Diese befürchten vor allem, dass durch die Redimensionierung eine der nützlichsten Tätigkeiten zugunsten der Pferdezucht in den Freibergen schwer beeinträchtigt wird. Grosse Vorbehalte bestehen auch gegenüber einer Privatisierung der Infrastrukturen, denn eine solche Änderung hätte Produktionszwänge zur Folge. Eine genauere Information über die Zukunft des Eidgenössischen Gestüts und namentlich über das, was für die Fohlenaufzuchtstation Peu-Claude vorgesehen ist, würde es den interessierten Kreisen ermöglichen, die erforderlichen Massnahmen zu treffen, um diese Station und ihre Aufgabe zu erhalten. Ich bitte deshalb den Bundesrat, uns über seine Absichten zu informieren und uns namentlich zu sagen, ob er sich an die Bestimmungen von Artikel 40 der Pferdezuchtverordnung zu halten gedenkt. Texte de l'interpellation du 3 février 1995 Les conséquences que pourrait avoir le réaménagement du Haras fédéral d'Avenches sur la station d'élevage de poulains du Peu-Claude ne manquent pas d'inquiéter les éleveurs jurassiens. Ceux-ci craignent surtout que le redimensionnement de cette institution ne porte un coup fatal à l'une des activités les plus utiles exercées en faveur de l'élevage chevalin aux Franches-Montagnes. L'éventualité de la privatisation d'une partie des infrastructures du haras suscitent également de grandes réserves, vu les impératifs de production auxquels un tel changement de statut serait soumis. Des précisions quant à l'avenir du Haras fédéral et, plus particulièrement, sur ce qui est envisagé pour la station du Peu-Claude permettraient aux milieux concernés de prendre les mesures nécessaires au maintien de cette dépendance et de sa mission.

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23.

Juni 1995 N 1651 Interpellation Lepori Bonetti C'est pourquoi nous demandons au Conseil fédéral de nous informer de ses intentions à ce sujet et de nous dire, notamment, s'il entend s'en tenir aux dispositions actuelles de l'article 40 de l'ordonnance sur l'élevage chevalin. Mitunterzeichner - Cosignataires: Schweingruber (1 ) Schriftliche Begründung - Développement par écrit L'auteur renonce au développement et demande une réponse écrite. Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 24. Mai 1995 Rapport écrit du Conseil fédéral du 24 mai 1995 Située dans la commune des Bois (JU), la station d'élevage de poulains du Peu-Claude abrite actuellement entre 60 et

80.

élèves-étalons demi-sang confiés pour l'élevage en majorité par des éleveurs privés. Ce domaine de 86 hectares fait partie des 236 hectares de terres agricoles du Haras fédéral affectés aujourd'hui à l'élevage chevalin. Dans le cadre des mesures de déréglementation et d'économies, le Conseil fédéral étudie dans quelle mesure l'Etat peut renoncer à certaines de ses activités et quelles sont les possibilités en matière de privatisation. Si la position et les tâches du Haras fédéral ont été redéfinies, c'est aussi pour tenir compte de la réforme de la politique agricole en général, et de la politique de l'élevage en particulier. En l'occurrence, le principe de subsidiarité de l'Etat doit être appliqué partout où il peut l'être afin que les privés puissent assumer leurs responsabilités. Cela signifie dans le domaine du cheval: - que les éleveurs assumeront à l'avenir la direction de l'élevage, ainsi que les tâches de sélection et de tenue des livres généalogiques qui lui sont liées; - que la Confédération, par la garde d'étalons au Haras fédéral, continuera de soutenir l'élevage chevalin, principalement la race des Franches-Montagnes. En outre, le haras continuera d'être un partenaire actif des éleveurs et de nombreuses institutions dans les domaines de la recherche sur la fécondité, de l'insémination artificielle, de la formation et des conseils. De plus, il sera une vitrine de l'élevage pour la population; - que la Confédération mettra les infrastructures libérées par la réorganisation, dont le domaine du Peu-Claude, à la disposition des privés, afin qu'ils puissent reprendre et développer des tâches qui incombaient jusqu'alors au Haras fédéral. Il n'est pas dans les intentions du Conseil fédéral de démanteler le patrimoine de la Confédération. Au contraire, cette restructuration vise à développer des synergies entre les secteurs public et privé et à donner ainsi à cette institution un nouvel essor qui profitera avant tout à l'élevage chevalin. C'est pourquoi l'article 40 de l'ordonnance sur l'élevage chevalin n'est pas remis en question, comme d'ailleurs la vocation actuelle du domaine du Peu-Claude. En début d'année, l'Association «Centre national du cheval Avenches», dont feront partie notamment les cantons directement concernés, a été fondée. Cette association (CNCA) poursuit les mêmes objectifs que la Confédération. Elle a offert ses services pour organiser et gérer la privatisation des secteurs libérés par la restructuration, en particulier les surfaces agricoles et une partie des bâtiments. Le DFEP, chargé de mettre en oeuvre le projet, prépare une offre. Outre les aspects financiers, l'offre définira les conditions-cadres devant être observées. Les activités futures privées devront notamment être liées au cheval et l'exploitation agricole être de nature extensive. Erklärung des Interpellanten: befriedigt Déclaration de l'interpellateur: satisfait #ST# 95.3035 Interpellation Lepori Bonetti Schweizerisches Institut für Berufspädagogik. Sektion italienischsprachige Schweiz Interpellanza Lepori Bonetti Futuro della Sezione della Svizzera italiana dell'Istituto svizzero di pedagogia per la formazione professionale Interpellation Lepori Bonetti Institut suisse de pédagogie §our la formation professionnelle, ection suisse italienne Wortlaut der Interpellation vom 1. Februar 1995 Wir fragen den Bundesrat, wie er sich die Zukunft der Sektion italienischsprachige Schweiz des Schweizerischen Instituts für Berufspädagogik vorstellt. Gedenkt er die Bemühungen der Sektion um die Deckung des Ausbildungsbedarfs an Berufsschullehrern in der italienischsprachigen Schweiz und um den Ausbau ihrer Tätigkeit weiterhin zu unterstützen, so dass der italienischsprachigen Minderheit in unserem Land ein Lehrangebot zur Verfügung steht, das demjenigen in den beiden anderen Sprachregionen entspricht? Testo dell'interpellanza del 1° febbraio 1995 Chiediamo al Consiglio federale come prospetta il futuro della Sezione della Svizzera italiana dell'Istituto svizzero di pedagogia per la formazione professionale (ISPFP): intende continuare a sostenere i suoi sforzi per rispondere alle esigenze dell'area italofona in materia di formazione dei docenti di scuole professionali e per sviluppare le sue attività, in modo che la minoranza italofona possa disporre della stessa offerta didattica degli altri due gruppi linguistici? Texte de l'interpellation du 1er février 1995 Le Conseil fédéral est prié de dire comment il envisage l'avenir de la Section suisse italienne de l'Institut suisse de pédagogie pour la formation professionnelle (ISPFP): entend-il continuer à soutenir ses efforts pour répondre aux exigences de la région italophone en matière de formation d'enseignants des écoles professionnelles et pour développer son activité de telle manière que la minorité de langue italienne puisse bénéficier de la même offre didactique que les deux autres groupes linguistiques? Mitunterzeichner - Cofirmatari - Cosignataires: Borradori, Caccia, Carobbio, Cavadini Adriano, Maspoli (5) Schriftliche Begründung - Motivazione scritta Développement par écrit La qualità della formazione professionale, il suo adattamento all'evoluzione tecnica e culturale dipendono dal grado di preparazione e di aggiornamento dei docenti del ramo. Sotto questo profilo, la Sezione della Svizzera italiana dell'ISPFP svolge una funzione fondamentale nell'area italofona, contribuendo a creare le condizioni di base per un'economia regionale dinamica. L'istituzione della Sezione come organismo indipendente e il suo successivo sviluppo fino ad oggi sono stati possibili anche grazie all'impegno delle autorità federali competenti, le quali hanno risposto positivamente ad una legittima aspirazione della Svizzera italiana. Il Cantone Ticino ha pure contribuito al consolidamento di questa struttura, assumendo una parte dei costi. Ora la situazione in cui versano le finanze federali suscita però inquietudini sul futuro della Sezione. Già attualmente, con effettivo e preventivo bloccati, essa si trova a dover far fronte ai suoi compiti, per esempio l'abilitazione dei docenti, -- 2 of 3 -Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Interpellation Theubet Eidgenössisches Gestüt. Station Peu-Claude Interpellation Theubet Haras fédéral. Station du Peu-Claude In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1995 Année Anno Band III Volume Volume Session Sommersession Session Session d'été Sessione Sessione estiva Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 16 Séance Seduta Geschäftsnummer 95.3063 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 23.06.1995 - 08:00 Date Data Seite 1650-1651 Page Pagina Ref. No 20 025 861 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.

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