95-3258
Verwaltungsbehörden 06.10.1995 95.3258
6. Oktober 1995Deutsch11 min
Source admin.ch
6. Oktober 1995 N 2247 Interpellation Pini
Erwägungen
1.
Estime-t-il que l'interdiction de la publicité politique figurant à l'article 18 de la loi fédérale sur la radio et la télévision (LRTV) est encore adaptée à notre temps? Partage-t-il l'avis selon lequel il convient - au moins en ce qui concerne les médias électroniques privés - de procéder à la libéralisation, à la déréglementation et à l'ouverture des marchés dans ce secteur?
2.
Ne pense-t-il pas que cette interdiction empêche les médias électroniques privés - qui ne jouissent pas d'un monopole en matière de redevances et dont l'existence dépend exclusivement de la publicité - de bénéficier d'une importante source de revenus?
3.
Étant donné que l'interdiction susmentionnée a été justifiée, dans le message du Conseil fédéral du 28 septembre 1987 relatif à la LRTV, par le souci d'éviter que des groupes financiers puissants accaparent des avantages publicitaires, il y a lieu de se poser les questions suivantes: a. L'état ne fait-il pas preuve d'incohérence, voire d'arbitraire, puisque, malgré une telle mesure, les prétendus groupes financiers puissants ont toute liberté pour faire de la publicité politique dans les autres médias? b. Le Conseil fédéral ne croit-il pas que les avantages que certains groupes politiques tirent en empruntant sur le plan rédactionnel des voies détournées sont plus pernicieux pour le fonctionnement de la démocratie qu'une publicité payante et par là même transparente? Mitunterzeichner - Cosignataires: Keine - Aucun Schriftliche Begründung - Développement par écrit Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort. Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 30. August 1995 Rapport écrit du Conseil fédéral du 30 août 1995
1.
Der Bundesrat hält es für falsch, das Verbot der politischen Werbung in Radio und Fernsehen aufzuheben. Die Gefahr, dass finanzielle Macht in politische Macht umgemünzt werden kann, würde durch einen solchen Schritt verstärkt. Die politische Meinungsbildung ist ein zentraler Wert im demokratischen Staat, sie muss vor wirtschaftlichem Einfluss so weit wie möglich geschützt werden. Dieses staatspolitische Prinzip darf nicht durch eine falsch verstandene Deregulierung aufs Spiel gesetzt werden. Gleichzeitig erfüllte der Gesetzgeber mit dem Verbot der politischen Werbung den Verfassungsauftrag, die Unabhängigkeit der Radio- und Fernsehveranstalter zu gewährleisten (vgl. Art. 55bis Abs. 3 der Bundesverfassung). Es ist nämlich nicht auszuschliessen, dass politische Werbeauftraggeber auch Druck auf die Gestaltung des redaktionellen Programms ausüben. Ein Blick über die Grenze zeigt übrigens, dass in unseren Nachbarländern Deutschland und Frankreich die politische Werbung in Radio und Fernsehen ebenfalls verboten ist.
2.
Die werbefinanzierten privaten Radio- und Fernsehveranstalter sind auf die Ausstrahlung von politischer Werbung nicht angewiesen. Dies belegt der Erfolg von solchen Programmen in vielen Teilen der Schweiz. Wo - vor allem in Randgebieten - der Werbemarkt eng ist, sichert das Gebührensplitting das wirtschaftliche Überleben von lokalen und regionalen Programmveranstaltern.
3.
Die Presse ist nach wie vor die wichtigste politische Meinungsträgerin in der Schweiz. Wurde früher im redaktionellen Teil der parteigebundenen Zeitungen Einfluss ausgeübt, so geschieht dies heute in der parteipolitisch weitgehend neutralen Presselandschaft vor allem durch Werbung im Anzeigenteil. Die Presse soll auch weiterhin das wichtigste Medium für bezahlte politische Information sein. Es ist jedoch nicht zu bestreiten, dass finanzkräftige Gruppen ihren politischen Anliegen in Zeitungen und Zeitschriften mehr Raum verschaffen können. Dieses Übergewicht würde durch die Zulassung von politischer Werbung in Radio und Fernsehen noch verstärkt. Dies wäre um so stossender, als vor allem das Fernsehen durch seine grosse Verbreitung und unmittelbare Ansprache erwiesenermassen eine grössere Wirkung auf das Publikum hat als andere Medien. Auf den Unterschied zwischen der Presse und den elektronischen Medien bezüglich politischer Einflussnahme weist auch das Bundesgericht in seiner gefestigten Rechtsprechung zum Schutz der politischen Rechte hin. Das Verbot der politischen Werbung steht im übrigen auch mit der Bundesverfassung im Einklang, welche verlangt, dass bei der Gesetzgebung über Radio und Fernsehen «auf Stellung und Aufgabe anderer Kommunikationsmittel, vor allem der Presse», Rücksicht zu nehmen sei (Art. 55bis Abs. 4 der Bundesverfassung). Für die vom Interpellanten angesprochene «politische Bevorteilung von gewissen Gruppen» ist in schweizerischen Radio- und Fernsehprogrammen kein Platz. Im Radio- und Fernsehgesetz sind Mittel vorgesehen, um bei derartigem Missbrauch gegebenenfalls einschreiten zu können (Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen). Erklärung des Interpellanten: nicht befriedigt Déclaration de l'interpellateur: non satisfait #ST# 95.3258 Interpellation Pini Schweizerische Verkehrspolitik Interpellanza Pini Politica svizzera dei trasporti Interpellation Pini Politique suisse des transports Wortlaut der Interpellation vom 13. Juni 1995 Ich bitte den Bundesrat um Stellungnahme zu den folgenden Punkten:
1.
Kennt der Bundesrat die Publikation von Professor Hans Reinhard Meyer «Schweizerische Verkehrspolitik - wirtschaftsfeindlich und europafeindlich»?
2.
Wie stellt er sich zu dieser äusserst kritischen Untersuchung?
3.
Die Publikation von Professor Meyer verdient es, von der Regierung geprüft und in einer Stellungnahme beurteilt zu werden. Zudem ist sie es wert, dass die Öffentlichkeit darüber ins Bild gesetzt wird. Testo dell'interpellanza del 13 giugno 1995 L'interpellante chiede al Consiglio federale se è al corrente:
1.
della pubblicazione del professore Hans Reinhard Meyer dal titolo: La politica svizzera dei trasporti «uno sperpero delle risorse e un non senso europeo per ciò che occorre riformare».
2.
Che risposta da il Consiglio federale a questa durissima analisi critica?
3.
La pubblicazione del professor Meyer merita non solo una considerazione governativa, con relativa risposta, ma una pubblica informazione. Texte de l'interpellation du 13 juin 1995 L'auteur de l'interpellation aimerait savoir:
1.
si le Conseil fédéral connaît la publication consacrée par le professeur Hans Reinhard Meyer à la politique suisse en matière de transports, que M. Meyer considère comme un gaspillage de ressources et un non-sens, qu'il convient de corriger, dans le contexte européen;
2.
si le Conseil fédéral a une réponse à donner à cette analyse très sévère et critique.
3.
L'auteur de l'interpellation estime que la publication de M. Meyer mérite plus qu'un examen et une réponse de la part
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Interpellation Zisyadis 2248 N 6 octobre 1995 du gouvernement. Elle devrait être accessible au grand public. Mitunterzeichner- Cofirmatari - Cosignataires: Keine - Nessuno - Aucun Schriftliche Begründung - Motivazione scritta - Développement par écrit L'autore rinuncia alla motivazione e desidera una risposta scritta. Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 30. August 1995 Risposta scritta del Consiglio federale del 30 agosto 1995 Rapport écrit du Conseil fédéral du 30 août 1995
1.
Gli organi federali sono sempre al corrente delle nuove pubblicazioni scientifiche e giornalistiche che li riguardano. Gli organi che si occupano delle questioni relative ai trasporti sono a conoscenza della pubblicazione del professer H. R. Meyer.
2.
In linea di principio, il Consiglio federale accetta le analisi critiche dei risultati della sua politica e le critiche fondate sul suo conto. Gli organi che si occupano di politica dei trasporti devono tenere conto di interessi e di opinioni a volte anche divergenti. A questo proposito, la pubblicazione del professor Meyer rappresenta un importante anche se controverso contributo
3.
La politica dei trasporti è determinata democraticamente dalle decisioni prese dal popolo, dai Cantoni e dal Parlamento. La proposta del professor Meyer di realizzare una seconda galleria autostradale attraverso il San Goliardo contraddice una norma costituzionale approvata recentemente, così come l'idea da lui caldeggiata di rinunciare alla NTFA è in contrasto con l'accordo sul transito e con il decreto sul transito alpino. Il Consiglio federale è del parere che il pubblico non debba essere informato in modo particolare su questo tipo di pubblicazioni. La critica mossa dal professor Meyer contro la politica dei trasporti svizzera è contenuta in un libro che è stato pubblicato ed è quindi accessibile a tutti. Il Consiglio federale precisa che una critica dettagliata di quest'opera non è un suo compito prioritario. Erklärung des Interpellanten: nicht befriedigt Déclaration de l'interpellateur: non satisfait #ST# 95.3260 Interpellation Zisyadis Tunnel Grosser St. Bernhard und Walliser Projekte Tunnel du Grand Saint-Bernard et projets valaisans Wortlaut der Interpellation vom 13. Juni 1995 Gewisse Walliser Politiker propagieren die Idee, man solle die Tunnelgebühren für den Strassentunnel durch den Grossen St. Bernhard abschaffen. Ein derartiges Projekt würde die gemeinnützige Gesellschaft, die in grosszügiger Weise Arbeit und Kapital in diesen Tunnel investiert hat, um ihre Einnahmequelle bringen und rund 40 Angestellte arbeitslos machen. Der Kanton Waadt, die Stadt Lausanne und weitere Gemeinden gehören zu den Hauptinvestoren. Ich bitte den Bundesrat, folgende Fragen zu beantworten:
1.
Gedenkt der Bund die finanziellen Mittel zuzusichern, damit der Kanton Wallis bzw. die Gemeinde Martigny im Hinblick auf die Abschaffung der Tunnelgebühren die Gesellschaft, die den Strassentunnel durch den Grossen St. Bernhard gebaut hat und betreibt, übernehmen kann?
2.
Zieht es der Bund allenfalls vor, die Gesellschaft im Hinblick auf den erwähnten Zweck selber zu übernehmen?
3.
Gedenkt der Bund dieses im Wallis gegenwärtig angekündigte Projekt zu prüfen und dazu Stellung zu nehmen? Texte de l'interpellation du 13 juin 1995 L'idée est répandue par certains responsables politiques en Valais de provoquer la suppression des péages permettant la traversée du tunnel du Grand Saint-Bernard. Un tel projet couperait totalement les ressources matérielles de la société d'intérêt public qui a généreusement investi travail et capitaux dans ce tunnel et cela conduirait au chômage quelque
40.
employés. Il se trouve que l'Etat de Vaud, la Ville de Lausanne et d'autres communautés, sont au premier rang des principaux investisseurs. Le Conseil fédéral est prié de répondre aux questions suivantes:
1.
La Confédération entend-elle assurer au canton du Valais ou à la commune de Martigny les moyens financiers d'acquérir la société qui a réalisé et qui exploite le tunnel du Grand Saint-Bernard, pour en supprimer les péages?
2.
Dans les buts précités, la Confédération préfère-t-elle acquérir elle-même ladite société?
3.
La Confédération entend-elle prendre position, après étude, sur ce projet annoncé actuellement en Valais? Mitunterzeichner - Cosignataires: Keine - Aucun Schriftliche Begründung - Développement par écrit L'auteur renonce au développement et demande une réponse écrite. Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 30. August 1995 Rapport écrit du Conseil fédéral du 30 août 1995 Nous nous rendons compte qu'il faut réexaminer les modalités de perception de la taxe sur le transit alpin au Grand Saint-Bernard, ainsi que leurs répercussions sur les sociétés de ce tunnel. Les études ad hoc sont en cours; grâce à elles, le projet de taxe sur le transit alpin, qui sera soumis en consultation au début de l'année prochaine, fournira les informations voulues. A l'heure actuelle, nous pouvons donner les réponses suivantes aux questions posées:
1.12
L'Office fédéral des transports entretient des contacts réguliers avec le canton du Valais et les sociétés du Grand Saint-Bernard (Sisex, Tunnel SA et Sitrasb). Avec leurs recettes, les deux sociétés d'exploitation nationales exploitent et entretiennent parfaitement le tunnel. A ce jour, ni les responsables du canton du Valais, ni ceux des sociétés du tunnel n'ont demandé que celui-ci soit repris par les pouvoirs publics en vue de supprimer le péage. Cela étant, une telle solution n'est pas prioritaire à l'heure actuelle. Par ailleurs, la Sisex étant une société mixte italo-suisse, elle ne pourra pas être reprise facilement par une collectivité suisse.
3.
L'intervention valaisanne précitée, à savoir intégrer le tunnel dans le réseau des routes principales et supprimer le péage pour le trafic voyageurs touristique en contrepartie de l'introduction de la taxe sur le transit alpin, contraindrait le canton du Valais à assurer lui-même l'entretien et l'exploitation du tunnel, vu la loi fédérale concernant l'utilisation du produit des droits d'entrée sur les carburants. Or, une telle mesure grèverait lourdement les finances du canton. Pour le reste, veuillez vous référer à notre réponse à la question ordinaire Couchepin du 6 juin 1995 (95.1046). Erklärung des Interpellanten: teilweise befriedigt Déclaration de l'interpellateur: partiellement satisfait -- 2 of 3 -Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Interpellation Pini Schweizerische Verkehrspolitik Interpellation Pini Politique suisse des transports Interpellanza Pini Politica svizzera dei trasporti In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1995 Année Anno Band IV Volume Volume Session Herbstsession Session Session d'automne Sessione Sessione autunnale Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 13 Séance Seduta Geschäftsnummer 95.3258 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 06.10.1995 - 08:00 Date Data Seite 2247-2248 Page Pagina Ref. No 20 026 233 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.
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