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Entscheid

95-3350

Verwaltungsbehörden 05.10.1995 95.3350

5. Oktober 1995Deutsch45 min

Source admin.ch

Erwägungen

12.

zu 11 Stimmen (mit Stichentscheid des Präsidenten) für eine Motion aus. Damit beantragt die Kommission, dem Bundesrat eine Motion zu überweisen mit dem Auftrag, die im Bericht 4/1994 enthaltenen Empfehlungen der Kartellkommission rasch umzusetzen. Proposition de la commission La commission propose, par 14 voix sans opposition, de ne pas donner suite à l'initiative. Par 13 voix contre 6 en faveur d'une intervention parlementaire et par 12 voix contre 11 (voix prépondérante du président) pour une motion plutôt qu'un postulat, la commission propose de transmettre une motion chargeant le Conseil fédéral de mettre en oeuvre dans les meilleurs délais les recommandations de la Commission des cartels figurant dans son rapport 4/1994. Le président: M. Strahm Rudolf retire son initiative parlementaire au profit de la motion de la commission (95.3350). Zurückgezogen - Retiré #ST# 95.3350 Motion WAK-NR (94.442) Käsemarktordnung Motion CER-CN (94.442) Organisation du marché du fromage Wortlaut der Motion vom 4. Juli 1995 Der Bundesrat wird beauftragt, die Empfehlungen der Kartellkommission gemäss ihrem Bericht 4/1994 (Seite 11) rasch umzusetzen. - Die staatliche Käsemarktordnung, insbesondere die staatlich fixierten Preise und Margen auf allen Stufen, die Ablieferungs- sowie die Übernahmeverpflichtungen und die Schweizerische Käseunion in ihrer heutigen Form und mit ihren heutigen Befugnissen, ist aufzuheben. Die Vermarktung der Unionskäse erfolgt durch die Marktteilnehmer. - Der Bund kann die Käseproduktion im Rahmen des Gatt mit Zulagen auf verkäster Milch, Siloverbotszulagen und Pauschalbeträgen für den Käseexport unterstützen. Sollte sich für die Vermarktung der exportfähigen Käsesorten eine gemeinsame Plattform als notwendig erweisen, ist diese durch die Marktteilnehmer zu organisieren. - Der Bund sorgt für den Übergang von der öffentlich-rechtlichen Milch- und Käsemarktordnung zu einer kartellrechtskonformen Ordnung des Milch- und Käsemarktes auf privatrechtlicher Basis. Der Milchgrundpreis ist an das Milchpreisniveau in der EU anzunähern. Im Zuge der Deregulierung der Milch- und Käsemarktordnung ist der staatlich fixierte Milchgrundpreis anschliessend aufzuheben. Zur Kompensation der Erlösminderung und als Entgelt für die Erbringung bestimmter gemeinwirtschaftlicher Leistungen sind Ausgleichszahlungen an die Milchproduzenten zu entrichten. Die Butterund Magermilchverwertung kann der Bund mit Pauschalbeträgen unterstützen. Ein - zeitlich limitiertes - System mit Interventionspreisen, vom Bund direkt administriert, ist allenfalls für die Übergangsphase bis zu einer neuen Milchmarktordnung und als Ultima ratio vorzusehen. Texte de la motion du 4 juillet 1995 Le Conseil fédéral est chargé de mettre en oeuvre dans les meilleurs délais les recommandations de la Commission des cartels figurant dans son rapport 4/1994 (page 25). - La réglementation étatique du marché du fromage doit être supprimée. Il s'agit en particulier d'éliminer les prix et marges fixés par l'Etat, l'obligation de livraison et de prise en charge, ainsi que l'Union suisse du commerce de fromage sous sa forme et avec ses prérogatives actuelles. La commercialisation des fromages de l'union est prise en charge par les acteurs économiques concernés. - La Confédération peut soutenir la production de fromage dans la mesure autorisée par le Gatt, notamment par le supplément pour le lait transformé en fromage, la contribution de non-ensilage et des contributions forfaitaires pour l'exportation de fromage. Si une organisation commune devait s'avérer nécessaire pour la commercialisation des fromages exportables, elle sera confiée aux milieux économiques privés. - La Confédération veille à mettre en place une phase de transition progressive permettant de passer d'un régime étatique à un régime conforme au droit cartellaire, établi sur une base de droit privé, et ce, aussi bien sur le marché du lait que sur celui du fromage. Le prix de base du lait doit peu à peu s'approcher de celui de l'UE. Au cours de cette phase de libéralisation, le prix de base du lait fixé par l'Etat doit être supprimé. On doit accorder des compensations aux agriculteurs, afin de contrebalancer la baisse de leurs revenus. Ces compensations doivent être justifiées par l'accomplissement de prestations d'intérêt général bien définies. La Confédération peut soutenir la mise en valeur du beurre et du lait écrémé par des contributions forfaitaires. Un système d'intervention limité dans le temps, géré directement par la Confédération, doit être prévu comme mesure de dernier recours durant la période de transition, jusqu'à ce que le marché du lait ait trouvé un nouvel équilibre. Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 13. September 1995 Mit dem 7. Landwirtschaftsbericht aus dem Jahr 1992 wurde eine Neuorientierung der Agrarpolitik eingeleitet, welche den Veränderungen im In- und Ausland Rechnung trägt. In einer ersten Etappe zur Umsetzung dieser neuen Politik beschloss das Parlament, die neuen Artikel 31 a und 31 b als Rechtsgrundlage für nicht-produkteabhängige Direktzahlungen ins Landwirtschaftsgesetz aufzunehmen. Damit wurde die Grundlage geschaffen, um die Preis- und Einkommenspolitik vermehrt zu trennen. Der Bundesrat hat dementsprechend in mehreren Beschlüssen verschiedene administrativ festgelegte Preise gesenkt (z. B. bei der Milch, bei Brot- und Futtergetreide, Raps und Zuckerrüben) sowie produktegebundene Beiträge schrittweise abgebaut und zum Teil ganz aufgehoben (z. B. Ausmerzbeiträge, Anbauprämien). Im Gegenzug wurden zwecks Einkommenssicherung in den letzten Jahren die Direktzahlungen (insbesondere ergänzende Direktzahlungen) laufend heraufgesetzt. Diese stellen einen soliden -- 1 of 7 -5. Oktober 1995 N 2113 Motion WAK-NR (94.442) Sockel für die Bewältigung der Gatt-bedingten Anpassungen ' und der Herausforderungen im Zuge von freiheitlicheren Marktordnungen dar. Nun steht die 2. Etappe des agrarpolitischen Reformprozesses bevor. Im Vordergrund steht die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der Landwirtschaft und der ihr nachgelagerten Bereiche durch die Anpassung der bis anhin stark staatlich regulierten Marktordnungen. Der Bundesrat wird die entsprechenden Vorschläge zur 2. Etappe der Agrarreform («AP 2002») im Winter 1995/96 in die Vernehmlassung geben, so dass sie im Verlauf des kommenden Jahres im Parlament beraten werden können. Die vorgeschlagenen Gesetzesanpassungen führen die 1992 eingeleitete Reform konsequent und umfassend fort und fügen sich in die Zielrichtung einer nachhaltig produzierenden und wettbewerbsfähigen Landwirtschaft ein. In Anbetracht der wirtschaftlichen Entwicklung und der Gefahr, Marktanteile zu verlieren, setzt der Bundesrat alles daran, dass auf allen Stufen (Produktion, Verwertung und Handel) erste Schritte soweit möglich bereits unter dem geltenden Recht gemacht werden. Dementsprechend wurden in den Bereichen Käse und Butter bereits verschiedene Massnahmen getroffen. Einerseits hat der Bundesrat mehrere Verordnungsänderungen beschlossen, anderseits hat der Verwaltungsrat der Käseunion entsprechende Entscheide getroffen. Beim Käse sind es schwergewichtig Massnahmen betreffend Preise und Margen, Vertragsproduktion, Qualitätsbeurteilung und Qualitätsbezahlung, Optimierung der Vermarktung durch Segmentierung des Angebotes, Liberalisierung der Vorverpackung, Markenschutz sowie eine grosszügigere Regelung der Ortsreserve. Es muss für einen kontinuierlichen Übergang gesorgt werden, damit sich die Branche auf die neue Situation einrichten kann. Die prioritätsgerechte Milohverwertung mit der Förderung der besten Wertschöpfung muss gewährleistet bleiben. Speziell für den Bereich Käse im Zusammenhang mit den notwendigen Anpassungen in der Milchwirtschaft hat das Eidgenössische Volkswirtschaftsdepartement eine Expertenkommission eingesetzt. Diese steht unter dem Vorsitz von Erich Gugelmann (ehemals Mitglied der Verwaltungsdelegation Migros-Genossenschaftsbund) und soll konkrete Massnahmen zur Umsetzung der im 7. Landwirtschaftsbericht skizzierten Reformen vorschlagen. Schwergewichtig hat die Kommission bisher Fragen organisatorischer und personeller Struktur bearbeitet und gleichzeitig vertiefte Analysen sowohl im Hinblick auf die neue Milchmarktordnung als auch auf die veränderte Funktion der Schweizerischen Käseunion in Angriff genommen. Der Bericht der Kartellkommission stützt die seit 1992 eingeleitete Reform der Agrarpolitik und gibt dem Bundesrat die Bestätigung, dass er mit den eingeleiteten Reformen und den geplanten Massnahmen auf dem richtigen Weg ist. Ohne allerdings fundamentale Neuerungen vorzuschlagen, gibt der Bericht wertvolle Ergänzungen zur eingeleiteten Reformpolitik. Die neue Milchmarktordnung sollte voraussichtlich im Laufe des Jahres 1997 in Kraft gesetzt werden können. Es ist vorgesehen, dass der Bundesrat die entsprechende Botschaft im Rahmen der «AP 2002» in der ersten Hälfte 1996 verabschieden wird. Das Vernehmlassungsverfahren wird zeigen, ob die eingeschlagene Richtung beibehalten werden kann oder ob Änderungen vorgenommen werden müssen. Der Bundesrat muss deshalb flexibel reagieren können. Aus diesem Grund ist die Motion in ein Postulat umzuwandeln. Rapport écrit du Conseil fédéral du 13 septembre 1995 Le 7e rapport sur l'agriculture paru en 1992 a marqué le début d'une réorientation de la politique agricole tenant compte des changements intervenus en Suisse et à l'étranger. Pour mettre en oeuvre cette nouvelle politique, le Parlement a décidé, dans un premier temps, d'intégrer les articles 31 a et

31.

b dans la loi sur l'agriculture, établissant ainsi la base légale nécessaire à l'octroi de paiements directs non liés à la production. Ces dispositions donnent à la Confédération les moyens de séparer plus clairement la politique des prix de celle des revenus. Le Conseil fédéral a, dès lors, abaissé plusieurs prix administrés (p. ex., lait, céréales panifiables et fourragères, colza et betteraves sucrières) et prévu la diminution graduelle, voire la suppression de certaines contributions liées aux produits (p. ex., contributions à l'élimination du bétail, primes de culture). En revanche, les fonds versés au titre de paiements directs (notamment paiements directs complémentaires), destinés à assurer le revenu agricole, ont constamment augmenté ces dernières années. Ces paiements forment une base de revenu solide devant permettre à l'agriculture de maîtriser la situation résultant du Gatt et de relever les défis qu'entraîné la libéralisation des marchés. Il s'agit maintenant d'aborder la deuxième étape du processus de réforme, qui portera en premier lieu sur l'amélioration de la compétitivité de l'agriculture et des secteurs situés en aval, moyennant une réorganisation des marchés aujourd'hui fortement réglementés par l'Etat. Les propositions élaborées à cet effet seront mises en consultation au cours de l'hiver 1995/96; le Parlement pourrait donc en délibérer dans le courant de l'année prochaine. Les modifications de la loi proposées sont la suite logique de la réforme initiée en 1992; elles répondent par ailleurs à l'objectif d'une agriculture compétitive pratiquant des modes de production durables. En considération de l'évolution économique et du risque de perdre des parts de marché, le Conseil fédéral met tout en oeuvre pour engager le processus dans le cadre du droit en vigueur, à tous les échelons de la filière (production, mise en valeur et commerce). De premières dispositions ont déjà été prises à cet effet, notamment dans les domaines du fromage et du beurre. Le Conseil fédéral a adopté la modification de plusieurs ordonnances, et le conseil d'administration de l'Union suisse du commerce de fromage a décidé de la marche à suivre. S'agissant du fromage, les mesures touchent avant tout les prix et les marges, la production sous contrat, l'appréciation de la qualité et le paiement selon la qualité, la segmentation de l'offre en vue d'optimiser la commercialisation, la suppression de certaines prescriptions relatives au préemballage, la protection des marques ainsi qu'un assouplissement de la réglementation concernant la réserve locale. Le passage au nouveau système doit se faire graduellement pour permettre à la branche de s'adapter à la nouvelle situation. Il faut notamment que le lait continue d'être dirigé vers les débouchés produisant la valeur ajoutée maximale. En vue de la réorganisation de l'économie laitière, le Département fédéral de l'économie publique a institué une commission d'experts pour le secteur du fromage. Cette commission, présidée par Erich Gugelmann (ancien membre de la délégation administrative de la Fédération des coopératives Migros), est chargée de proposer des mesures concrètes permettant de réaliser les réformes esquissées dans le 7e rapport sur l'agriculture. Jusqu'à présent, la commission a notamment abordé les questions d'organisation et de personnel, mais elle a également entrepris des études approfondies dans la perspective du marché laitier réorganisé et de la nouvelle fonction de l'Union suisse du commerce de fromage. Le rapport de la Commission des cartels soutient la réforme initiée en 1992 et atteste que le Conseil fédéral est sur la bonne voie. Il ne propose pas d'innovations fondamentales, mais suggère néanmoins quelques compléments intéressants à la politique de réforme engagée. La nouvelle organisation du marché laitier sera probablement mise en oeuvre en 1997. Il est prévu que le Conseil fédéral adopte le message dans le cadre de la «Politique agricole 2002» au cours du premier semestre 1996. La consultation montrera s'il est indiqué de poursuivre dans la même voie ou si des modifications s'imposent. Le Conseil fédéral doit avoir la possibilité d'agir avec souplesse. Il convient par conséquent de transformer la motion en postulat. Schriftliche Erklärung des Bundesrates Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzuwandeln.

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Motion CER-CN (94.442) 2114 N 5 octobre 1995 Déclaration écrite du Conseil fédéral Le Conseil fédéral propose de transformer la motion en postulat. Neuer Antrag der Kommission Mehrheit Überweisung als Postulat Minderheit (Strahm Rudolf, Hämmerle, Gros Jean-Michel, Ledergerber, Matthey, Thür, Zwygart) Überweisung als Motion Nouvelle proposition de la commission Majorité Transmission sous forme de postulat Minorité (Strahm Rudolf, Hämmerle, Gros Jean-Michel, Ledergerber, Matthey, Thür, Zwygart) Transmission sous forme de motion Strahm Rudolf (S, BE), Sprecher der Minderheit: Ich bitte Sie, den Vorstoss der WAK zur Käsemarktordnung als Motion und nicht als Postulat zu überweisen, dies im Gegensatz zum Bundesrat und zum Bundesamt für Landwirtschaft, die zusammen mit der Milchlobby - einen weiteren Zeitgewinn erzielen wollen. Die Motion lautet ganz einfach: Die Empfehlungen der Kartellkommission sind möglichst rasch in die Tat umzusetzen. Diese Forderung der Motion tönt lapidar, alle bekennen sich rhetorisch dazu, beim Käsemarkt müsse nun etwas gehen, die Schweizerische Käseunion müsse in ihrer heutigen Form aufgelöst respektive umgebaut werden. Aber die bisherige Verzögerungstaktik und der erneute Kampf des Bundesamtes für Landwirtschaft und der Milchlobby gegen die Kommissionsmotion haben uns herausgefordert. Die Diskussion in der WAK hat gezeigt, dass man bei den Akteuren der Milchpolitik zwar immer von Handeln spricht, aber doch Zeitschinderei betreibt. Ich bitte Sie um Verständnis, wenn wir es jetzt wissen wollen, wenn wir diese Abstimmung über die Motion mit Namensliste auch zu einem Bekenntnis machen, ob man es nun ernst meint oder nicht. Die Verbilligung von Käse im Ausland kostet die Eidgenossenschaft über 500 Millionen Franken pro Jahr; für jedes Jahr des Zuwartens mit der Auflösung der Käseunion sind weitere 500 Millionen Franken und allfällige Nachtragskredite nötig, vielleicht sogar mehr. Per 31. Juli 1995 sind von den Unionskäsesorten insgesamt 15 000 Tonnen unverkäuflicher Käse am Lager gewesen. Das ist dreimal mehr als die üblichen Lagerbestände, und diese 15000 Tonnen Käse entsprechen einem Drittel des Jahresexportvolumens. Es ist ein totaler Preissturz im Gang, zusätzliche Absatz- und Verwertungskosten in der Grössenordnung von 100 Millionen Franken sind nötig, und es ist wieder ein Nachtragskredit nötig. Zum Teil muss der Käse bis auf weniger als 5 Franken pro Kilogramm «heruntersubventioniert» werden, damit er im Ausland, auf den Märkten von New York, Berlin und Rom, überhaupt noch verkäuflich ist. Der Handlungsbedarf ist dringend, auch angesichts der Situation der Bundeskasse. Wenn die Minderheit der Kommission auf einer Motion beharrt, wie dies die WAK ursprünglich gefordert hat, dann deshalb, weil es ein Signal braucht. Man muss auch zeitlichen Druck machen. Ich möchte kurz die Vorgeschichte skizzieren: Wir haben 1994 eine parlamentarische Initiative eingereicht, und zwar bevor das Paket «Agrarpolitik 2002» veröffentlicht worden ist. Es ist logisch, dass jetzt, nachdem die Vernehmlassung begonnen hat, die parlamentarische Initiative nicht mehr der richtige Weg ist. Der Weg über eine parlamentarische Initiative soll dann beschriften werden, wenn die Verwaltung nicht von selbst handelt. In diesem Sinne habe ich die parlamentarische Initiative formell zurückgezogen. Ich habe meine Absicht in der Kommission schon angekündigt. Die WAK beschloss am 4. Juli 1995 eine Kommissionsmotion anstelle der parlamentarischen Initiative, welche die Umsetzung der Empfehlungen der Kartellkommission betreffend den Käsemarkt und die Käseunion anstrebt. Das Bundesamt für Landwirtschaft wollte sich aber nicht unter Zugzwang setzen lassen. Es setzt auf das Projekt «Agrarpolitik 2002». Wir möchten nicht bis ins Jahr 2002 warten, auch wenn man vorher mit dem Umbau beginnt. Das geht uns zu lange. Man hat jetzt genügend geredet. Man hat den Bericht der Kartellkommission und muss nicht warten, bis der ganze Agrarmarkt umgebaut ist. Trotz dem ursprünglichen Antrag auf Überweisung der Motion hat sich diese Woche die Mehrheit der WAK der Empfehlung für ein Postulat angeschlossen. Was will die Kartellkommission in ihren Empfehlungen? Es sind drei Punkte:

1.

Die staatliche Käsemarktordnung mit den fixierten Preisen und Margen ist aufzuheben.

2.

Die Unterstützung der Käseproduktion soll nur noch auf Gatt-konformem Wege vor sich gehen, d. h. durch Zulagen auf der Milch, die verkäst wird. Also eine Input-Subvention, nicht mehr Käseverbilligungsaktionen und Absatzgarantien.

3.

Die Käsemarktordnung soll in eine privatrechtliche Form übergeführt werden. Die Käsehändler sollen die Vermarktung - einzeln oder koordiniert - selber an die Hand nehmen. Das ist auch mit Erfolg möglich, wie es uns z. B. die Vermarkter des Appenzeller Käses gezeigt haben. Ich möchte, auch gegenüber der bäuerlichen Seite, betonen, dass ich nicht für eine Crash-Stratégie plädiere. Es soll nicht ein totaler Abbruch der bisherigen Übung stattfinden, sondern es soll eine Übergangsphase eingebaut werden, wie es auch die Kartellkommission vorgesehen hat. Ich persönlich bin gewiss auch für besondere Massnahmen zugunsten von Randgebieten, wo sie sich allenfalls aufdrängen. Ich möchte das ausdrücklich betonen. Herr Binder von der Seite der Milchlobby und der bäuerlichen Kreise wird sagen, es werde ohnehin etwas geschehen, auch ohne Motion, so dass ein Postulat genüge. Aber wir haben durch die Kommissionsarbeit nun genügend konkret begründeten Anlass, um auf der Form der Motion zu beharren, damit nicht bis zum endgültigen Vollzug der Argrarreform «AP 2002» zugewartet wird. Sonst verlieren wir nämlich wieder sechs bis sieben Jahre. Mit der Abstimmung mit Namensliste möchten wir auch ein Bekenntnis fordern, ob man mit der Deregulierung beim Käse endlich Ernst macht oder nicht. Ich bitte Sie, den Vorstoss der WAK in der ursprünglichen, verbindlichen Motionsform zu überweisen. Es geht uns nicht um eine «Strafaktion gegen den Käse», sondern einzig um sehr viel Geld in der Bundeskasse. Binder Max (V, ZH), Berichterstatter: Eingangs ein Wort zu Herrn Strahm Rudolf: Ich spreche hier nicht als Milchlobbyist. Ich bin weder in einem Milchverband noch sonst in einer Organisation tätig. Ich bin einfacher Milchproduzent, und zwar Milchproduzent für Emmentaler Käse, also sehr unverdächtig. Am 16. Dezember 1994 reichte Herr Strahm eine parlamentarische Initiative zur Revision der Käsemarktordnung ein. Er hat sie heute zurückgezogen. Der Inhalt der parlamentarischen Initiative war keine Neuerfindung, sondern gibt die Empfehlungen der Kartellkommission zu diesem Thema aus dem Bericht 4/1994, Seite 11, wieder. Im wesentlichen geht es dabei darum, mehr Markt in den Milchmarkt zu bringen. Konkret fordern die Kartellkommission und Herr Strahm Rudolf die Aufhebung der staatlichen Käsemarktordnung, vor allem der staatlich fixierten Preise und Margen auf allen Stufen. Die Ablieferungs- und Übernahmepflicht und die Käseunion in der heutigen Form und mit den heutigen Aufgaben sollen aufgehoben werden. Im weiteren spricht sich der Vorstoss darüber aus, mit welchen Massnahmen die Auswirkungen der Deregulierung der Milch- und Käsemarktordnung aufzufangen sind. Als flankierende Massnahmen werden Direktzahlungen vorgeschlagen. Die WAK Ihres Rates hat sich an ihrer Sitzung vom 4. Juli die-- 3 of 7 -5. Oktober 1995 N 2115 Motion WAK-NR (94.442) ses Jahres mit dieser Initiative befasst. Aufgrund der rasanten Entwicklung der Neuorientierung der Landwirtschaft, mit Aussicht auf den zweiten Reformschritt mit der 2. Etappe der Agrarreform («AP 2002») und vor allem im Wissen darum, dass das Bundesamt für Landwirtschaft bereits wesentliche Arbeiten unternommen hat - auch im Sinn der Kartellkommission -, hat die Kommission mit 14 zu 0 Stimmen beschlossen, der parlamentarischen Initiative keine Folge zu geben. Des weiteren hat sie mit 13 zu 6 Stimmen beschlossen, mit einem Kommissionsvorstoss Druck auf die verantwortlichen Stellen auszuüben. In einer dritten Abstimmung entschied sich die Kommission mit 12 zu 11 Stimmen (mit Stichentscheid des Präsidenten) für die zwingende Form der Motion. Der Bundesrat beantragt Ihnen mit Datum vom 13. September 1995, die Motion in ein Postulat umzuwandeln, und erklärt sich bereit, allenfalls dieses Postulat anzunehmen. Ich habe bereits gesagt, dass die Arbeiten des Bundesamtes für Landwirtschaft und die Entscheide des Bundesrates genau dem Problem, das in diesem Vorstoss angesprochen wird, Rechnung tragen. Der Spruch der offenen Türen, die eingerannt werden, trifft hier absolut zu. Man könnte sogar so weit gehen und sagen: Selbst das Postulat ist überholt und nicht mehr nötig. Herr Strahm, es geht keinesfalls um eine Verschleppung, um eine Verzögerung der Lösung des Problems. Auch wir von der landwirtschaftlichen Seite sind sehr daran interessiert, dieses Problem auf eine gute Art zu lösen, auf eine Art, die dem Bund, dem Konsumenten und vor allem auch der Produktion hilft. Mit der Neuorientierung der Landwirtschaft wurde die Trennung von Preis- und Einkommenspolitik eingeführt. Die Grundlage dafür bildeten die bekannten Artikel 31 a und 31 b des Landwirtschaftsgesetzes. Des weiteren wurde der Milchpreis gesenkt; er wird auf den 1. Februar 1996 nochmals um 10 Rappen reduziert. Der Bundesrat hat aber auch andere, administrativ festgelegte Preise gesenkt, so z. B. beim Raps, bei den Zuckerrüben, beim Brot- und Futtergetreide. Im weiteren hat er produktegebundene Beiträge zum Teil ganz aufgehoben: Ich erinnere Sie an die aufgehobenen Ausmerzbeiträge im Viehsektor und die Anbauprämien im Pflanzenbau. Sie und vor allem auch Herr Strahm müssen nun endlich einmal zur Kenntnis nehmen, dass etwas passiert ist. Es passiert mehr, auch ohne neue Vorstösse. Solche Vorstösse liegen nämlich schon vor. Frau Ständerätin Beerli hat einen Vorstoss zur Deregulierung bei den der Landwirtschaft vorund nachgelagerten Stufen eingereicht. Frau Baumann Stephanie hat dieses Frühjahr einen Vorstoss zur Aufhebung der Butyra und der Käseunion eingereicht. Sie sehen also, auch von dieser Seite ist der Druck auf die verantwortlichen Stellen bereits da. Ich möchte Ihnen auch sagen, dass die 2. Etappe der Agrarreform («AP 2002») demnächst in die Vernehmlassung geht und dass Sie in diesem Rat im nächsten Jahr darüber entscheiden werden. Ohne Referendum könnte die neue Milchmarktordnung bereits im Laufe des Jahres 1997 eingeführt werden. Sie sehen also auch hier, dass die Arbeiten so weit fortgeschritten sind, dass die Motion und selbst das Postulat tatsächlich offene Türen einrennen. Die Arbeiten, die nun im Gange sind, sind auch absolut im Sinn der Kartellkommission. Vielleicht noch ein Wort zu den 15 000 Tonnen Käse, die Herr Strahm hier angesprochen hat. Es trifft tatsächlich zu, dass in unseren Lagern in der Schweiz im Moment diese Menge von

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000 Tonnen Käse lagert. Ich könnte es mir jetzt einfach und billig machen und sagen, dies hänge mit der Währungssituation zusammen. Wir können aber solche Probleme nicht nur der Währung anlasten, sondern müssen sie auch mit anderen Massnahmen lösen. Diese Ansätze haben berejts früh begonnen, und zwar auf der Produzentenseite. So sind die Käsereien bereits im Winter 1994/95 in der Produktion massiv eingeschränkt worden. Wir sind auch im Sommer 1995 eingeschränkt. Ich erlebe das als Produzent für eine Emmentaler Käserei täglich hautnah. Wir können also nicht alle Milch, die wir produzieren, zu Käse verarbeiten. Die Einschränkung wird auch im Winter 1995/96 weitergehen. Aber wenn Sie die Produktion vor allem von Emmentaler Käse kennen, wissen Sie, dass dieser Käse von der Produktion bis zum Moment, wo er in den Verkauf geht, eine gewisse Reife braucht. Das dauert eine gewisse Zeit, und so dauert es natürlich auch eine gewisse Zeit, bis diese Massnahmen letztlich am Markt wirksam werden. Jetzt beginnt man bei der Käseunion zu spüren, dass diese Einschränkungen Wirkung zeitigen. Der Abbau hat bereits stattgefunden. Er soll auch längerfristig stattfinden, indem man eventuell gewisse Käsereien umfunktioniert, umstellt. Man sucht neue Käseproduktionen. Sie können nicht einfach die Käsereien dauernd einschränken, sonst werden sie «sterben». Es werden viele Dorfkäsereien «sterben». Damit wird auch Kultur verlorengehen. Man sucht also Wege, um die Milchverwertung in andere Kanäle, auf neue Produkte, zu lenken. Ein zweiter Punkt: Man ist sehr stark daran, die Marktsituation zu verbessern. Man sucht neue Märkte, auch im Ausland. Die Anzeichen hierfür stehen nicht schlecht. Als dritte Massnahme - ich habe das bereits angetönt - steht die neue Milchmarktordnung im Raum, die bereits 1997 in Kraft treten könnte, wenn Sie diese 2. Etappe der Agrarreform («AP 2002») gutheissen. Es ist für mich persönlich ein wenig unverständlich, dass gerade jene Leute, die gegen die Revision des Milchwirtschaftsbeschlusses waren, der ja bereits in diese Richtung gewirkt hätte, heute wieder mit solchen Vorstössen aufwarten. Die Kommission hat sich letzte Woche auch noch einmal mit der Motion befasst: Die Mehrheit ist dem Bundesrat gefolgt. Sie beantragt - mit 8 zu 5 Stimmen -, den Vorstoss in Postulatsform zu überweisen, im Wissen darum, dass sehr vieles bereits im Fluss ist und dass wir hier nicht nur offene Türen, sondern offene Häuser einrennen. Ich bitte Sie, Bundesrat und Kommissionsmehrheit zu folgen und den Vorstoss in Postulatsform zu überweisen. Philipona Jean-Nicolas (R, FR), rapporteur: Même si l'initiative parlementaire Strahm Rudolf vient d'être retirée, je crois qu'il est nécessaire de suivre très rapidement les péripéties et les décisions qui nous ont amenés à vous proposer d'accepter aujourd'hui le postulat en question. L'initiative parlementaire Strahm Rudolf a été déposée le

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décembre de l'année dernière. Il demande de modifier, dans les meilleurs délais, la loi fédérale du 27 juin 1969 sur la commercialisation du fromage, dans le sens des recommandations de la Commission des cartels. Il dit qu'il y a lieu, par le biais de cette révision, de supprimer la réglementation étatique du marché du fromage, en particulier les prix et les marges officiels à tous les niveaux, les obligations en matière de livraison et de prise en charge ainsi que l'Union suisse du commerce de fromage sous sa forme actuelle et les pouvoirs qui lui sont conférés. La commission, par 14 voix sans opposition, a décidé de ne pas donner suite à l'initiative, mais plutôt pour des raisons de forme et non pas sur le fond. En même temps, la commission a décidé, par 13 voix contre 6, de déposer une intervention parlementaire, motion ou postulat. C'est par la voix prépondérante du président qu'elle a choisi la forme d'une motion qui va tout à fait dans le sens de l'initiative parlementaire Strahm Rudolf. Le Conseil fédéral demande de transformer cette motion en postulat pour les raisons suivantes: il juge que le passage au nouveau système doit se faire graduellement pour permettre à la branche de s'adapter à la nouvelle situation. Il faut notamment, dit-il, que le lait continue d'être dirigé vers les débouchés produisant une valeur ajoutée maximale; ceci est un impératif, me semble-t-il. Il faut aussi considérer que le rapport de la Commission des cartels soutient la réforme du Conseil fédéral et atteste que ces propositions vont dans la bonne direction. La Commission des cartels ne propose d'ailleurs pas d'innovation fondamentale et demande que cette politique-là continue. La nouvelle organisation du marché du lait, selon le Conseil fédéral, sera mise en oeuvre très probablement en 1997.

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Motion CER-CN (94.442) 2116 N 5 octobre 1995 Notre commission s'est donc à nouveau demandé s'il fallait maintenir la motion ou accepter la transformation en postulat. Elle a ainsi considéré que pour faire face aux règles nouvelles des marchés suisses et mondiaux qui marqueront les règles économiques au siècle prochain, l'agriculture doit rapidement mettre en place des organisations nouvelles. Je vous rappelle qu'aujourd'hui nous vivons sous le régime d'une seule organisation, semi-étatique, qui chapeaute l'ensemble de la production et de la commercialisation des différentes sortes de fromages. Pour l'avenir, il faudra mettre en place des organisations, dont la Confédération se sera retirée, mais qui devront reunir dans un espace régional les producteurs de lait, les transformateurs, les négociants et exportateurs concernés par un produit déterminé. La commission a ainsi jugé qu'il est indispensable de réussir ce passage, qu'il serait dangereux de précipiter les choses, au risque de faire rater le tout. En effet, le passage aux nouvelles structures doit être entrepris avec beaucoup d'attention et de précision pour que les mécanismes du marché produisent leurs effets stimulants, innovateurs et régulateurs. Agir aujourd'hui avec trop de précipitation risquerait de prolonger une situation qui ne satisfait personne, mais une situation où la Confédération est très engagée de par la volonté du législateur de ces dernières décennies. Les modifications en question sont en cours. Il faut laisser au Conseil fédéral un minimum de marge de manoeuvre et de souplesse. Il faut aussi éviter de faire de cette question une affaire de prestige. C'est donc par 8 voix contre 5 que la commission vous propose de suivre le Conseil fédéral et de transmettre un postulat. Delamuraz Jean-Pascal, conseiller fédéral: Tout bon repas se termine par un fromage; une excellente session, qui a connu hier son plat de viande au Conseil des Etats, se termine aussi par le fromage, c'est le plat qui vous est servi ce matin, à l'avant-dernier jour de la législature. J'aimerais dire que j'enregistre le retrait de l'initiative parlementaire Strahm Rudolf, en sorte que la seule question qui soit posée à votre autorité, maintenant, est de savoir s'il s'agit de transmettre la motion de la commission en tant que motion ou, comme le souhaite le Conseil fédéral, sous la forme d'un postulat. Je vous propose en effet de choisir la formule du postulat. Pourquoi? Parce que la direction qui est tracée, tant par la défunte initiative parlementaire Strahm Rudolf que par la Commission des cartels, ainsi d'ailleurs que par votre commission, est exactement celle que suit le Conseil fédéral. Il a commencé l'assainissement des structures agricoles, première étape, lors du 7e rapport sur l'agriculture; il continue maintenant avec la deuxième étape qui sera soumise à consultation incessamment, le Conseil fédéral doit encore formellement se prononcer sur cette démarche, et elle aboutira à des propositions au Parlement, le printemps prochain. Cette direction générale va vers l'assainissement de ce marché du fromage, la suppression de méthodes et de structures trop rigides qui expliquent aujourd'hui l'impasse dans laquelle on est, et en particulier la lourde charge financière que cela entraîne pour la Confédération. Nous sommes donc parfaitement d'accord, pour la direction générale de l'opération, quant au but à atteindre, aussi bien du côté des producteurs que du côté des consommateurs d'ailleurs. En revanche, si je vous ai proposé de transmettre la motion sous la forme du postulat, et si je me réjouis que la majorité de la commission en ait fait de même, c'est parce qu'il y avait dans le texte de la motion décidément trop d'exigences et de détails, dans lesquels le Conseil fédéral n'estime pas opportun de se laisser enfermer, maintenant déjà. En effet, si tout le monde est d'accord quant au principe, on peut varier de pensée quant aux moyens qu'on engagera. Et la consultation sert à quelque chose. Les résultats qu'elle produira et que nous analyserons au tout début de l'année 1996, lorsque les trois mois auront été accomplis, peuvent révéler peut-être, sur quelques points d'exécution, des formules et des directions autres que celles qui sont contenues d'une manière assez précise dans la motion. Il faut laisser au Conseil fédéral la liberté de manoeuvre pour pouvoir, à ce moment-là, aviser, tenir compte de la consultation. Et puis il faut vous laisser à vous, Parlement, qui êtes le législateur, la possibilité de manoeuvrer le moment venu, sans vous inclure dès aujourd'hui dans des textes qui vous obligeraient, et vous permettre de prendre les législations que vous jugerez opportunes. C'est cela, et cela seulement le sens d'un postulat, qui reste extraordinairement vivant, puisque la procédure même que l'on veut est en train de se dérouler et qu'elle suit un rythme encore plus soutenu que nous ne l'imaginions; il faut bien le rappeler. Je termine en ajoutant un élément de fait à l'intervention de M. Strahm Rudolf. M. Strahm a parlé de 15 000 tonnes de surplus de fromage qui ne seraient pas vendables. Cela n'est pas tout à fait exact, c'est même totalement faux. Il s'agit, avec 15 000 tonnes, des stocks d'emmental dans leur totalité, dont un stock normal de fromage qui doit être affiné pour le consommateur. Ce n'est donc pas la somme de l'invendable, mais ce sont les stocks totaux que l'on a accumulés. On est en présence d'un surplus, mais qui n'est certainement pas de 15 000 tonnes. En conclusion, merci de transmettre la motion de la commission sous la forme du postulat. Namentliche Abstimmung - Vote par appel nominal (Réf.: 1852) Für Überweisung als Motion stimmen: Votent pour la transmission sous forme de motion: Aguet, Aubry, Bär, Baumann Ruedi, Baumann Stephanie, Bodenmann, Borei François, Brügger Cyrill, Bühlmann, Bührer Gerald, Bundi, Carobbio, Comby, Cornaz, de Dardel, David, Deiss, Diener, Dreher, Dünki, Eberhard, Eggenberger, Eymann Christoph, Fankhauser, von Feiten, Gobet, Goll, Gonseth, Gros Jean-Michel, Gross Andreas, Haering Binder, Hafner Ursula, Hollenstein, Hubacher, Jenni Peter, Kern, Ledergerber, Leemann, Leuba, Leuenberger Ernst, Loeb François, Maeder, Mauch Ursula, Meier Hans, Meier Samuel, Meyer Theo, Misteli, Moser, Nabholz, Narbel, Ostermann, Poncet, Ruffy, Sandoz, Scherrer Jürg, Scheurer Rémy, Schmid Peter, Seiler Rolf, Singeisen, Spielmann, Steiger Hans, Steinemann, Strahm Rudolf, Stucky, Thür, Tschäppät Alexander, Tschopp, Vollmer, Weder Hansjürg, Zbinden, Züger, Zwygart (72) Für Überweisung als Postulat stimmen: Votent pour la transmission sous forme de postulat: Baumberger, Berger, Bezzola, Binder, Bircher Peter, Bonny, Bürgi, Cavadini Adriano, Columberg, Couchepin, Darbellay, Engler, Fehr, Fischer-Hägglingen, Fischer-Sursee, Frainier, Frey Walter, Fritschi Oscar, Früh, Gadient, Giger, Grossenbacher, Gysin, Hari, Heberlein, Hess Otto, Hess Peter, Iten Joseph, Jaggi Paul, Keller Anton, Kühne, Langenberger, Leu Josef, Mamie, Maurer, Miesch, Mühlemann, Müller, Nebiker, Neuenschwander, Perey, Philipona, Pini, Raggenbass, Reimann Maximilian, Rohr, Ruckstuhl, Rutishauser, Rychen, Savary, Schenk, Schmidhalter, Schnider, Schweingruber, Segmüller, Seiler Hanspeter, Stamm Luzi, Steffen, Steinegger, Steiner Rudolf, Theubet, Tschuppert Karl, Vetterli, Wanner, Weyeneth, Wick, Wittenwiler, Wyss William (68) Der Stimme enthalten sich - S'abstiennent: Graber O) Stimmen nicht - Ne votent pas: Allenspach, Aregger, Bäumlin, Béguelin, Bignasca, Bischof, Blocher, Borer Roland, Bortoluzzi, Brunner Christiane, Bugnon, Caccia, Camponovo, Caspar-Hutter, Cincera, Danuser, Dettling, Dormann, Ducret, Duvoisin, Eggly, Epiney, Fasel Hugo, Fischer-Seengen, Friderici Charles, Giezendanner, Grendelmeier, Hämmerle, Hegetschweiler, Herczog, Hildbrand, Jeanprêtre, Jori, Keller Rudolf, Lepori Bonetti, Leuenberger Moritz, Maître, Marti Werner, Maspoli, Matthey, Oehler, Pidoux, Rechsteiner, Robert, Rohrbasser, Ruf, -- 5 of 7 -5. Oktober 1995 N 2117 Parlamentarische Initiative (Bonny) Scherrer Werner, Schmid Samuel, Schmied Walter, Sieber, Spoerry, Stalder, Stamm Judith, Suter, vakant l, Wiederkehr, Ziegler Jean, Zisyadis (58) Präsident, stimmt nicht - Président, ne vote pas: Frey Claude (1) #ST# 90.273 Parlamentarische Initiative (Bonny) Rechtsschutz der Betroffenen im PUK-Verfahren Initiative parlementaire (Bonny) Procédure CEP. Protection juridique des intéressés Zweite Phase - Deuxième étape Siehe Jahrgang 1992, Seite 1194 - Voir année 1992, page 1194 Bericht und Gesetzentwurf der SPK-NR vom 25. August 1994 (BBI 1995 l 1120) Rapport et projet de loi de la CIP-CN du 25 août 1994 (FF 1995 l 1098) Stellungnahme des Bundesrates vom 26. April 1995 (BBI III 367) Avis du Conseil fédéral du 26 avril 1995 (FF III 355) Kategorie IV, Art. 68 GRN - Catégorie IV, art. 68 RCN Antrag der Kommission Eintreten Proposition de la commission Entrer en matière Heberlein Trix (R, ZH), Berichterstatterin: Die heute zu behandelnde Vorlage hat nach dem gestrigen Entscheid des Ständerates eine besondere Aktualität erlangt, so dass wir hoffen, dass die entsprechende Behandlung im Ständerat so rasch erfolgt, dass die neuen Vorschriften bereits für die neu eingesetzte PUK zum Tragen kommen. Am 14. Dezember 1990 reichte Herr Bonny die zur Diskussion stehende parlamentarische Initiative ein, mit welcher er die Rechte der Betroffenen im Verfahren parlamentarischer Untersuchungskommissionen präzisieren und verbessern möchte. Unser Rat hat am 19. Juni 1992 beschlossen, dieser Initiative Folge zu geben. Die Staatspolitische Kommission erhielt daraufhin den Auftrag, diese Vorlage auszuarbeiten. Sie hat am 25. August 1994 ihren Bericht und den Gesetzentwurf zur parlamentarischen Initiative zuhanden unsere^ Rates verabschiedet. Am 26. April 1995 verabschiedete der Bundesrat seine Stellungnahme zu dieser Initiative. Grundsätzlich stimmte erden Anträgen der Kommission zu, machte jedoch einige präzisierende Anträge. Am 1. September 1995 diskutierte die Staatspolitische Kommission die Stellungnahme des Bundesrates und modifizierte ihre Anträge teilweise. Insbesondere berücksichtigten wir das Anliegen des Bundesrates, dass er einen Vertreter des Kollegiums bezeichnen kann und dieser wiederum einen Verbindungsmann zur PUK bestimmen kann. Aufgrund der Erfahrungen erweist sich diese Möglichkeit als dringend notwendig. Da die Kommission die wichtigen Punkte des Bundesrates anscheinend übernommen hat, hält der Bundesrat nicht mehr an seinen übrigen Punkten fest. Die Vorlage, wie sie Ihnen die Staatspolitische Kommission vorlegt, möchte die Rechte der im PUK-Verfahren unmittelbar Betroffenen im Geschäftsverkehrsgesetz revidieren und verbessern. Die Kommission hält ausdrücklich fest, dass mit der Ausarbeitung dieser Vorlage die Arbeiten der beiden Parlamentarischen Untersuchungskommissionen der letzten Jahre in keiner Weise in Frage gestellt werden sollen. Einige Präzisierungen und Verbesserungen bezüglich des Verfahrens aber hält sie im Hinblick auf weitere PUK für angezeigt. Eine PUK würdigt bekanntlich das Verhalten nicht unter strafund disziplinarrechtlichen Gesichtspunkten, sondern unter politischen. Den Betroffenen droht keine unmittelbare Sanktion; die Ergebnisse des Verfahrens können aber die Beteiligten in ihren persönlichen Interessen unter Umständen nicht weniger gravierend treffen als ein Strafurteil. Es kann ihnen zum Beispiel durch Publizität, die ein solches Verfahren mit sich bringt, eine öffentliche Ächtung drohen, wie die Erfahrung zeigt. Bereits die geltenden Bestimmungen des Geschäftsverkehrsgesetzes tragen dem Umstand Rechnung, indem sie den Rechtsschutz teilweise analog dem Straf- und Verwaltungsverfahren regeln. Nicht geregelte, offene Fragen könnten heute aufgrund allgemeiner Rechtsgrundsätze beantwortet werden. Es ist allerdings denkbar, dass bei künftigen Untersuchungen die Einhaltung dieser Grundsätze angesichts spezifischer Eigenheiten des parlamentarischen Untersuchungsverfahrens, wie zum Beispiel des Vorrangs von politischen Erwägungen, des Zeitdrucks und anderer Möglichkeiten, nicht in jedem Falle gewährleistet werden kann. Aus diesem Grunde beantragt Ihnen die Kommission einige Präzisierungen der geltenden Bestimmungen. Neben den Rechten der Betroffenen muss ebenfalls das öffentliche Interesse am Untersuchungsergebnis berücksichtigt werden. Dieses ist sehr stark zu gewichten, wird doch eine PUK zur Aufklärung von Vorkommnissen von grosser Tragweite eingesetzt. Die Rechte der Betroffenen dürfen also den Handlungsspielraum der PUK nicht wesentlich einengen und die Erfüllung des Untersuchungszweckes nicht beeinträchtigen. Wir beantragen Ihnen, im Geschäftsverkehrsgesetz folgende Präzisierungen vorzunehmen: Die PUK soll verpflichtet werden, Personen über ihre Eigenschaft als unmittelbar Betroffene unverzüglich zu informieren. Weiter sollen Auskunftspersonen auf ihr Aussageverweigerungsrecht aufmerksam gemacht werden. Der Bundesrat soll das Recht erhalten, ein Mitglied des Kollegiums als seinen Vertreter zu bezeichnen. Dieses Mitglied erhält seinerseits das Recht, eine geeignete Verbindungsperson für die Teilnahme an den Befragungen und für die Akteneinsicht zu bezeichnen. Unmittelbar Betroffenen kann der Beizug eines Anwalts gewählt werden. Vorwürfe im Berichtsentwurf müssen den Betroffenen im Wortlaut unterbreitet werden, damit sie sich innerhalb einer vorgegebenen Frist wirksam gegen die Vorwürfe und Untersuchungsergebnisse verteidigen können. Weiter werden die schriftlichen und mündlichen Stellungnahmen der Personen, gegen die Vorwürfe erhoben werden, im Bericht sinngemäss wiedergegeben. Dies sind die wichtigsten Neuerungen der Vorlage, welche Ihnen die Staatspolitische Kommission aufgrund der parlamentarischen Initiative Bonny vorlegt. Wir haben uns auf das Wesentliche beschränkt und ersuchen Sie, auf diese Vorlage einzutreten. Leuba Jean-François (L, VD), rapporteur: L'initiative parlementaire Bonny, a été déposée le 14 décembre 1990, c'està-dire dans la précédente législature. On ne peut que se réjouir que le traitement de ce texte ne se soit pas étendu sur trois législatures. C'est le 19 juin 1992 que votre Conseil décidait de donner suite à cette initiative. Le 25 août 1994, la Commission des institutions politiques de votre Conseil a arrêté un texte pour donner suite à cette initiative. Le Conseil fédéral a déposé des observations en avril 1995, par lesquelles il s'est dit en principe d'accord avec les objectifs de l'initiative, mais a demandé un certain nombre de modifications. C'est le 1er septembre 1995, enfin, que la Commission des institutions politiques a modifié ses propositions pour tenir compte des observations du Conseil fédéral et arriver ainsi au résultat qui vous est présenté aujourd'hui. La commission s'est penchée fondamentalement sur la question du rôle d'une commission d'enquête parlementaire.

Motion CER-CN (94.442) 2116 N 5 octobre 1995 Notre commission s'est donc à nouveau demandé s'il fallait maintenir la motion ou accepter la transformation en postulat. Elle a ainsi considéré que pour faire face aux règles nouvelles des marchés suisses et mondiaux qui marqueront les règles économiques au siècle prochain, l'agriculture doit rapidement mettre en place des organisations nouvelles. Je vous rappelle qu'aujourd'hui nous vivons sous le régime d'une seule organisation, semi-étatique, qui chapeaute l'ensemble de la production et de la commercialisation des différentes sortes de fromages. Pour l'avenir, il faudra mettre en place des organisations, dont la Confédération se sera retirée, mais qui devront reunir dans un espace régional les producteurs de lait, les transformateurs, les négociants et exportateurs concernés par un produit déterminé. La commission a ainsi jugé qu'il est indispensable de réussir ce passage, qu'il serait dangereux de précipiter les choses, au risque de faire rater le tout. En effet, le passage aux nouvelles structures doit être entrepris avec beaucoup d'attention et de précision pour que les mécanismes du marché produisent leurs effets stimulants, innovateurs et régulateurs. Agir aujourd'hui avec trop de précipitation risquerait de prolonger une situation qui ne satisfait personne, mais une situation où la Confédération est très engagée de par la volonté du législateur de ces dernières décennies. Les modifications en question sont en cours. Il faut laisser au Conseil fédéral un minimum de marge de manoeuvre et de souplesse. Il faut aussi éviter de faire de cette question une affaire de prestige. C'est donc par 8 voix contre 5 que la commission vous propose de suivre le Conseil fédéral et de transmettre un postulat. Delamuraz Jean-Pascal, conseiller fédéral: Tout bon repas se termine par un fromage; une excellente session, qui a connu hier son plat de viande au Conseil des Etats, se termine aussi par le fromage, c'est le plat qui vous est servi ce matin, à l'avant-dernier jour de la législature. J'aimerais dire que j'enregistre le retrait de l'initiative parlementaire Strahm Rudolf, en sorte que la seule question qui soit posée à votre autorité, maintenant, est de savoir s'il s'agit de transmettre la motion de la commission en tant que motion ou, comme le souhaite le Conseil fédéral, sous la forme d'un postulat. Je vous propose en effet de choisir la formule du postulat. Pourquoi? Parce que la direction qui est tracée, tant par la défunte initiative parlementaire Strahm Rudolf que par la Commission des cartels, ainsi d'ailleurs que par votre commission, est exactement celle que suit le Conseil fédéral. Il a commencé l'assainissement des structures agricoles, première étape, lors du 7e rapport sur l'agriculture; il continue maintenant avec la deuxième étape qui sera soumise à consultation incessamment, le Conseil fédéral doit encore formellement se prononcer sur cette démarche, et elle aboutira à des propositions au Parlement, le printemps prochain. Cette direction générale va vers l'assainissement de ce marché du fromage, la suppression de méthodes et de structures trop rigides qui expliquent aujourd'hui l'impasse dans laquelle on est, et en particulier la lourde charge financière que cela entraîne pour la Confédération. Nous sommes donc parfaitement d'accord, pour la direction générale de l'opération, quant au but à atteindre, aussi bien du côté des producteurs que du côté des consommateurs d'ailleurs. En revanche, si je vous ai proposé de transmettre la motion sous la forme du postulat, et si je me réjouis que la majorité de la commission en ait fait de même, c'est parce qu'il y avait dans le texte de la motion décidément trop d'exigences et de détails, dans lesquels le Conseil fédéral n'estime pas opportun de se laisser enfermer, maintenant déjà. En effet, si tout le monde est d'accord quant au principe, on peut varier de pensée quant aux moyens qu'on engagera. Et la consultation sert à quelque chose. Les résultats qu'elle produira et que nous analyserons au tout début de l'année 1996, lorsque les trois mois auront été accomplis, peuvent révéler peut-être, sur quelques points d'exécution, des formules et des directions autres que celles qui sont contenues d'une manière assez précise dans la motion. Il faut laisser au Conseil fédéral la liberté de manoeuvre pour pouvoir, à ce moment-là, aviser, tenir compte de la consultation. Et puis il faut vous laisser à vous, Parlement, qui êtes le législateur, la possibilité de manoeuvrer le moment venu, sans vous inclure dès aujourd'hui dans des textes qui vous obligeraient, et vous permettre de prendre les législations que vous jugerez opportunes. C'est cela, et cela seulement le sens d'un postulat, qui reste extraordinairement vivant, puisque la procédure même que l'on veut est en train de se dérouler et qu'elle suit un rythme encore plus soutenu que nous ne l'imaginions; il faut bien le rappeler. Je termine en ajoutant un élément de fait à l'intervention de M. Strahm Rudolf. M. Strahm a parlé de 15 000 tonnes de surplus de fromage qui ne seraient pas vendables. Cela n'est pas tout à fait exact, c'est même totalement faux. Il s'agit, avec 15 000 tonnes, des stocks d'emmental dans leur totalité, dont un stock normal de fromage qui doit être affiné pour le consommateur. Ce n'est donc pas la somme de l'invendable, mais ce sont les stocks totaux que l'on a accumulés. On est en présence d'un surplus, mais qui n'est certainement pas de 15 000 tonnes. En conclusion, merci de transmettre la motion de la commission sous la forme du postulat. Namentliche Abstimmung - Vote par appel nominal (Réf.: 1852) Für Überweisung als Motion stimmen: Votent pour la transmission sous forme de motion: Aguet, Aubry, Bär, Baumann Ruedi, Baumann Stephanie, Bodenmann, Borei François, Brügger Cyrill, Bühlmann, Bührer Gerald, Bundi, Carobbio, Comby, Cornaz, de Dardel, David, Deiss, Diener, Dreher, Dünki, Eberhard, Eggenberger, Eymann Christoph, Fankhauser, von Feiten, Gobet, Goll, Gonseth, Gros Jean-Michel, Gross Andreas, Haering Binder, Hafner Ursula, Hollenstein, Hubacher, Jenni Peter, Kern, Ledergerber, Leemann, Leuba, Leuenberger Ernst, Loeb François, Maeder, Mauch Ursula, Meier Hans, Meier Samuel, Meyer Theo, Misteli, Moser, Nabholz, Narbel, Ostermann, Poncet, Ruffy, Sandoz, Scherrer Jürg, Scheurer Rémy, Schmid Peter, Seiler Rolf, Singeisen, Spielmann, Steiger Hans, Steinemann, Strahm Rudolf, Stucky, Thür, Tschäppät Alexander, Tschopp, Vollmer, Weder Hansjürg, Zbinden, Züger, Zwygart (72) Für Überweisung als Postulat stimmen: Votent pour la transmission sous forme de postulat: Baumberger, Berger, Bezzola, Binder, Bircher Peter, Bonny, Bürgi, Cavadini Adriano, Columberg, Couchepin, Darbellay, Engler, Fehr, Fischer-Hägglingen, Fischer-Sursee, Frainier, Frey Walter, Fritschi Oscar, Früh, Gadient, Giger, Grossenbacher, Gysin, Hari, Heberlein, Hess Otto, Hess Peter, Iten Joseph, Jaggi Paul, Keller Anton, Kühne, Langenberger, Leu Josef, Mamie, Maurer, Miesch, Mühlemann, Müller, Nebiker, Neuenschwander, Perey, Philipona, Pini, Raggenbass, Reimann Maximilian, Rohr, Ruckstuhl, Rutishauser, Rychen, Savary, Schenk, Schmidhalter, Schnider, Schweingruber, Segmüller, Seiler Hanspeter, Stamm Luzi, Steffen, Steinegger, Steiner Rudolf, Theubet, Tschuppert Karl, Vetterli, Wanner, Weyeneth, Wick, Wittenwiler, Wyss William (68) Der Stimme enthalten sich - S'abstiennent: Graber O) Stimmen nicht - Ne votent pas: Allenspach, Aregger, Bäumlin, Béguelin, Bignasca, Bischof, Blocher, Borer Roland, Bortoluzzi, Brunner Christiane, Bugnon, Caccia, Camponovo, Caspar-Hutter, Cincera, Danuser, Dettling, Dormann, Ducret, Duvoisin, Eggly, Epiney, Fasel Hugo, Fischer-Seengen, Friderici Charles, Giezendanner, Grendelmeier, Hämmerle, Hegetschweiler, Herczog, Hildbrand, Jeanprêtre, Jori, Keller Rudolf, Lepori Bonetti, Leuenberger Moritz, Maître, Marti Werner, Maspoli, Matthey, Oehler, Pidoux, Rechsteiner, Robert, Rohrbasser, Ruf, -- 5 of 7 -5. Oktober 1995 N 2117 Parlamentarische Initiative (Bonny) Scherrer Werner, Schmid Samuel, Schmied Walter, Sieber, Spoerry, Stalder, Stamm Judith, Suter, vakant l, Wiederkehr, Ziegler Jean, Zisyadis (58) Präsident, stimmt nicht - Président, ne vote pas: Frey Claude (1) #ST# 90.273 Parlamentarische Initiative (Bonny) Rechtsschutz der Betroffenen im PUK-Verfahren Initiative parlementaire (Bonny) Procédure CEP. Protection juridique des intéressés Zweite Phase - Deuxième étape Siehe Jahrgang 1992, Seite 1194 - Voir année 1992, page 1194 Bericht und Gesetzentwurf der SPK-NR vom 25. August 1994 (BBI 1995 l 1120) Rapport et projet de loi de la CIP-CN du 25 août 1994 (FF 1995 l 1098) Stellungnahme des Bundesrates vom 26. April 1995 (BBI III 367) Avis du Conseil fédéral du 26 avril 1995 (FF III 355) Kategorie IV, Art. 68 GRN - Catégorie IV, art. 68 RCN Antrag der Kommission Eintreten Proposition de la commission Entrer en matière Heberlein Trix (R, ZH), Berichterstatterin: Die heute zu behandelnde Vorlage hat nach dem gestrigen Entscheid des Ständerates eine besondere Aktualität erlangt, so dass wir hoffen, dass die entsprechende Behandlung im Ständerat so rasch erfolgt, dass die neuen Vorschriften bereits für die neu eingesetzte PUK zum Tragen kommen. Am 14. Dezember 1990 reichte Herr Bonny die zur Diskussion stehende parlamentarische Initiative ein, mit welcher er die Rechte der Betroffenen im Verfahren parlamentarischer Untersuchungskommissionen präzisieren und verbessern möchte. Unser Rat hat am 19. Juni 1992 beschlossen, dieser Initiative Folge zu geben. Die Staatspolitische Kommission erhielt daraufhin den Auftrag, diese Vorlage auszuarbeiten. Sie hat am 25. August 1994 ihren Bericht und den Gesetzentwurf zur parlamentarischen Initiative zuhanden unsere^ Rates verabschiedet. Am 26. April 1995 verabschiedete der Bundesrat seine Stellungnahme zu dieser Initiative. Grundsätzlich stimmte erden Anträgen der Kommission zu, machte jedoch einige präzisierende Anträge. Am 1. September 1995 diskutierte die Staatspolitische Kommission die Stellungnahme des Bundesrates und modifizierte ihre Anträge teilweise. Insbesondere berücksichtigten wir das Anliegen des Bundesrates, dass er einen Vertreter des Kollegiums bezeichnen kann und dieser wiederum einen Verbindungsmann zur PUK bestimmen kann. Aufgrund der Erfahrungen erweist sich diese Möglichkeit als dringend notwendig. Da die Kommission die wichtigen Punkte des Bundesrates anscheinend übernommen hat, hält der Bundesrat nicht mehr an seinen übrigen Punkten fest. Die Vorlage, wie sie Ihnen die Staatspolitische Kommission vorlegt, möchte die Rechte der im PUK-Verfahren unmittelbar Betroffenen im Geschäftsverkehrsgesetz revidieren und verbessern. Die Kommission hält ausdrücklich fest, dass mit der Ausarbeitung dieser Vorlage die Arbeiten der beiden Parlamentarischen Untersuchungskommissionen der letzten Jahre in keiner Weise in Frage gestellt werden sollen. Einige Präzisierungen und Verbesserungen bezüglich des Verfahrens aber hält sie im Hinblick auf weitere PUK für angezeigt. Eine PUK würdigt bekanntlich das Verhalten nicht unter strafund disziplinarrechtlichen Gesichtspunkten, sondern unter politischen. Den Betroffenen droht keine unmittelbare Sanktion; die Ergebnisse des Verfahrens können aber die Beteiligten in ihren persönlichen Interessen unter Umständen nicht weniger gravierend treffen als ein Strafurteil. Es kann ihnen zum Beispiel durch Publizität, die ein solches Verfahren mit sich bringt, eine öffentliche Ächtung drohen, wie die Erfahrung zeigt. Bereits die geltenden Bestimmungen des Geschäftsverkehrsgesetzes tragen dem Umstand Rechnung, indem sie den Rechtsschutz teilweise analog dem Straf- und Verwaltungsverfahren regeln. Nicht geregelte, offene Fragen könnten heute aufgrund allgemeiner Rechtsgrundsätze beantwortet werden. Es ist allerdings denkbar, dass bei künftigen Untersuchungen die Einhaltung dieser Grundsätze angesichts spezifischer Eigenheiten des parlamentarischen Untersuchungsverfahrens, wie zum Beispiel des Vorrangs von politischen Erwägungen, des Zeitdrucks und anderer Möglichkeiten, nicht in jedem Falle gewährleistet werden kann. Aus diesem Grunde beantragt Ihnen die Kommission einige Präzisierungen der geltenden Bestimmungen. Neben den Rechten der Betroffenen muss ebenfalls das öffentliche Interesse am Untersuchungsergebnis berücksichtigt werden. Dieses ist sehr stark zu gewichten, wird doch eine PUK zur Aufklärung von Vorkommnissen von grosser Tragweite eingesetzt. Die Rechte der Betroffenen dürfen also den Handlungsspielraum der PUK nicht wesentlich einengen und die Erfüllung des Untersuchungszweckes nicht beeinträchtigen. Wir beantragen Ihnen, im Geschäftsverkehrsgesetz folgende Präzisierungen vorzunehmen: Die PUK soll verpflichtet werden, Personen über ihre Eigenschaft als unmittelbar Betroffene unverzüglich zu informieren. Weiter sollen Auskunftspersonen auf ihr Aussageverweigerungsrecht aufmerksam gemacht werden. Der Bundesrat soll das Recht erhalten, ein Mitglied des Kollegiums als seinen Vertreter zu bezeichnen. Dieses Mitglied erhält seinerseits das Recht, eine geeignete Verbindungsperson für die Teilnahme an den Befragungen und für die Akteneinsicht zu bezeichnen. Unmittelbar Betroffenen kann der Beizug eines Anwalts gewählt werden. Vorwürfe im Berichtsentwurf müssen den Betroffenen im Wortlaut unterbreitet werden, damit sie sich innerhalb einer vorgegebenen Frist wirksam gegen die Vorwürfe und Untersuchungsergebnisse verteidigen können. Weiter werden die schriftlichen und mündlichen Stellungnahmen der Personen, gegen die Vorwürfe erhoben werden, im Bericht sinngemäss wiedergegeben. Dies sind die wichtigsten Neuerungen der Vorlage, welche Ihnen die Staatspolitische Kommission aufgrund der parlamentarischen Initiative Bonny vorlegt. Wir haben uns auf das Wesentliche beschränkt und ersuchen Sie, auf diese Vorlage einzutreten. Leuba Jean-François (L, VD), rapporteur: L'initiative parlementaire Bonny, a été déposée le 14 décembre 1990, c'està-dire dans la précédente législature. On ne peut que se réjouir que le traitement de ce texte ne se soit pas étendu sur trois législatures. C'est le 19 juin 1992 que votre Conseil décidait de donner suite à cette initiative. Le 25 août 1994, la Commission des institutions politiques de votre Conseil a arrêté un texte pour donner suite à cette initiative. Le Conseil fédéral a déposé des observations en avril 1995, par lesquelles il s'est dit en principe d'accord avec les objectifs de l'initiative, mais a demandé un certain nombre de modifications. C'est le 1er septembre 1995, enfin, que la Commission des institutions politiques a modifié ses propositions pour tenir compte des observations du Conseil fédéral et arriver ainsi au résultat qui vous est présenté aujourd'hui. La commission s'est penchée fondamentalement sur la question du rôle d'une commission d'enquête parlementaire.

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Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Motion WAK-NR (94.442) Käsemarktordnung Motion CER-CN (94.442) Organisation du marché du fromage In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1995 Année Anno Band IV Volume Volume Session Herbstsession Session Session d'automne Sessione Sessione autunnale Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 12 Séance Seduta Geschäftsnummer 95.3350 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 05.10.1995 - 08:00 Date Data Seite 2112-2117 Page Pagina Ref. No 20 026 142 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.

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