Ad-92-011
Verwaltungsbehörden 18.06.1992 Ad 92.011
18. Juni 1992Deutsch10 min
Source admin.ch
Motion du Conseil des Etats (commission) 1156 N 18 juin 1992 schaffen dürfte. Mein Antrag will, dass die Unterstützung von 1,1 Millionen Franken für das Jahr 1993 erst ausgerichtet wird, wenn dem Bund für die Zeit nach 1993 ein langfristiger Finanzplan mit verbindlichen Gönner- und Sponsorenangeboten vorliegt Hingegen sollen diese 1,1 Millionen Franken für das Jahr 1992 gesprochen werden. An die Adresse von Herrn Eggly: Die Finanzen für 1992 sind wirklich gesichert Was wir erwarten, sind klare Verhältnisse für 1993 und später. Um vielleicht auf das Bild von Herrn Eggly zurückzukommen: Wir werfen für 1992 den Rettungsring. Wir retten diesen Ertrinkenden, aber wir verlangen, dass für das Jahr 1993 Schwimmunterricht erteilt wird. Ich bitte Sie im Sinne einer Klärung der Situation und im Interesse der notleidenden Bundesfinanzen, meinem Antrag zuzustimmen. Scheidegger, Berichterstatter: Ich erwähne noch einmal, dass dieser Antrag Steffen der Kommission nicht vorlag und dass die Kommission deshalb dazu keine Meinung abgeben konnte. Hingegen lässt sich die Meinung der Kommission leicht zusammenfassen. Ich weise noch einmal auf die Botschaft des Bundesrates hin, wo diese Ueberprüfung sowieso vorgesehen ist Was den zeitlichen Rahmen betrifft, weicht der Antrag Steffen nur um Monate vom Entwurf des Bundesrates ab. Hingegen macht Herr Steffen noch präzise Auflagen. Im Ständerat wurde ein in derTendenz ähnlicher Antrag Morniroli bekämpft, weil man sagte, man wolle den Bund gar nicht verpflichten. Wenn wir jetzt noch kommen und solche Auflagen machen, nehmen wir uns erst recht in die Pflicht Wir wollen uns die Freiheit behalten, nach 1993 überhaupt noch etwas zu geben. Es ist an diesem Museum, an dieser Stiftung, und nicht am Bund, diese Lösungen zu suchen. Das waren die Ueberlegungen des Ständerates. Die kleine Kammer musste den Antrag allerdings nicht ablehnen, weil er zurückgezogen wurde. Vielleicht tut dies Herr Steffen auch noch. M. Rohrbasser, rapporteur: La proposition de M. Steffen n'a pas été discutée en commission, je le rappelle, il est donc difficile d'y donner une réponse adéquate, mais je pense que la commission refuserait votre proposition. Il y aura un repositionnement de la situation et, comme vous le savez, Monsieur Steffen, il faut du temps pour réaliser les belles choses. Laissons donc la situation se décanter quelque peu, ensuite nous pourrons faire le point et voir quelles sont les directions qu'il s'agira de prendre, le cas échéant Vous avez la garantie d'être tenu au courant, et je suis persuadé que si, par hasard, le Conseil fédéral - ou une administration quelconque-venait à être frappé d'amnésie, vous serez, vous, la mémoire du Parlement en l'occurrence. Le sponsoring, quant à lui, est quelque chose d'assez délicat à utiliser. Dans certains cas, c'est facile, on peut dire «Roulez Fiat», «Fumez Marlboro», mais imaginez que, par exemple, à l'entrée du musée de la Croix-Rouge, il y ait une pancarte sur laquelle on pourrait lire «Le Crédit suisse vous souhaite une cordiale bienvenue dans ce musée»: avec 2 millions de morts derrière, vous voyez où s'engagerait le Crédit suisse et quelle caution il apporterait avec un tel sponsoringl Si j'étais directeur du Crédit suisse, je n'accepterais en aucun cas de donner un seul kopek pour sponsoriser une telle institution. Encore une fois, votre intervention a valeur d'alarme et de coup de sonnette. Bundesrat Stich: Ich bitte Sie, diesen Antrag abzulehnen. Es ist nicht richtig, von dieser Organisation einen langfristigen Finanzplan zu verlangen. Damit würde der Bund im Grunde genommen ausdrücken, dass er in Zukunft ohnehin bereit ist, die Verantwortung für das Museum zu übernehmen, und das möchten wir nicht Wir sind auch der Auffassung, dass man versuchen sollte, diese Institution möglichst selbsttragend zu gestalten, und dass man natürlich auch versuchen sollte, Hilfe zu bekommen-wie das angetönt worden ist-, beispielsweise auch von der Stadt Genf. Zu sehen ist heute auch, dass es nicht sehr einfach ist, Gönner- und Sponsorenbeiträge zu bekommen - Sie haben Herrn Rohrbasser gehört Gerade beim Sponsoring sind hier zweifellos relativ enge Grenzen gesetzt, wenn es nicht schief herauskommen soll. Ich denke nicht, dass man in einem solchen Museum beliebig Reklame machen kann, beispielsweise für einen Nahrungsmittelkonzern oder - um etwas noch typischer Schweizerisches zu nehmen - für den Emmentaler oder auch für die chemische Industrie, für eine Waffenfabrik oder für Banken. Ich weiss nicht, ob sich das gut mit dieser Idee und mit dieser Gedenkstätte verträgt Ich glaube nicht, dass dies möglich ist: denn derjenige, der diese Beiträge gibt, möchte etwas dafür haben. Diese gegensätzlichen Interessen sind nur sehr schwer unter einen Hut zu bringen. Es ist also tatsächlich nicht einfach, zu Geld zu kommen. Ich bitte Sie deshalb, diesen Antrag abzulehnen. Es geht nicht an, dass wir den Verantwortlichen des Museums Vorschriften machen, was sie zu tun haben, nur weil wir im Moment helfen. Wir haben klar gesagt, es müsse eine andere Basis gefunden werden; das ist selbstverständlich. Abstimmung - Vote Für den Antrag der Kommission Für den Antrag Steffen offensichtliche Mehrheit
Erwägungen
24.
Stimmen Art. 2 Antrag der Kommission Zustimmung zum Beschluss des Ständerates Proposition de la commission Adhérer à la décision du Conseil des Etats Angenommen -Adopté Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble Für Annahme des Entwurfes 80 Stimmen Dagegen 5 Stimmen An den Bundesrat-Au Conseil fédéral #ST# Ad 92.011 Motion des Ständerates (Kommission) Sozialmassnahmen im Landwirtschaftsbericht Motion du Conseil des Etats (commission) Mesures sociales dans le rapport sur l'agriculture Wortlaut der Motion vom 18. März 1992 Der Bundesrat wird beauftragt, die Gesetzesbestimmungen vorzubereiten, damit die im 7. Landwirtschaftsbericht vorgesehenen sozialen Massnahmen (Ziff. 358, Teil 3) so rasch als möglich anwendbar sind. Texfe de la motion du 18 mars 1992 Le Conseil fédéral est chargé d'élaborer les dispositions légales pour que les mesures sociales prévues dans le 7e rapport sur l'agriculture (ch. 358, partie 3) soient applicables dans les meilleurs délais. Herr Matthey unterbreitet im Namen der Kommission den folgenden schriftlichen Bericht: Am 18. März 1992 hat der Ständerat diskussionslos und einstimmig beschlossen, die Motion zu überweisen. Der Bundesrat äusserte sich ebenfalls zustimmend. Die Kommission des Nationalrates für Wirtschaft und Abgaben hat diese Motion am 27. April 1992 diskutiert -- 1 of 3 -18. Juni 1992 N 1157 Legislaturplanung 1991-1995 Die Kommission stellte fest, dass die im 7. Landwirtschaftsbericht vorgeschlagenen sozialen Massnahmen effektiv nur eine Liste von mehreren möglichen Massnahmen darstellen, die noch einer vertieften Diskussion bedürfen. Sie können unter diesen Umständen nicht als Grundlage für künftige gesetzliche Bestimmungen dienen. Im übrigen wurde festgestellt, dass zwischen den vorgeschlagenen Massnahmen gewisse Widersprüche bestehen. Einerseits zielen sie auf Strukturerhaltung, andererseits sollen sie Strukturanpassungen fördern. M. Matthey présente au nom de la commission le rapport écrit suivant: Le 18 mars 1992, le Conseil des Etats a décidé, sans discussion et à l'unanimité, de transmettre la motion. Le Conseil fédéral y est également favorable. La Commission de l'économie et des redevances du Conseil national a examiné cette motion le 27 avril 1992. La commission fait remarquer que les mesures sociales proposées dans le 7e rapport sur l'agriculture ne sont en fait qu'une liste de mesures possibles qui doivent encore faire l'objet d'un examen approfondi. Dans ces conditions, elles ne peuvent servir de bases à de futures dispositions légales. Par ailleurs, il a été constaté qu'il y avait une certaine contradiction entre les mesures proposées. D'un côté, elles ont un caractère de maintien des structures et de l'autre, elles encouragent un ajustement des structures. Antrag der Kommission Die Kommission beantragt dem Nationalrat mit 18zuO Stimmen:
1.
Ablehnung der Motion;
2.
Ueberweisung des Postulates der Kommission. Proposition de la commission Par 18 voix contre O, la commission propose au plénum de:
1.
Rejeter la motion;
2.
Transmettre le postulat de la commission. Ad 92.011 Postulat der Kommission für Wirtschaft und Abgaben Sozialmassnahmen im Landwirtschaftsbericht Postulat de la commission de l'économie et des redevances Mesures sociales dans le rapport sur l'agriculture Wortlaut des Postulates vom 27, April 1992 Der Bundesrat wird eingeladen, die im 7. Landwirtschaftsbericht vorgesehenen sozialen Massnahmen (Ziffer 358, Teil 3), näher zu prüfen und soweit geeignet so rasch wie möglich die entsprechenden Gesetzesbestimmungen vorzubereiten. Texte du postulat du 27 avril 1992 Le Conseil fédéral est invité à examiner de façon plus précise les mesures sociales mentionnées sous chiffre 358, Sème partie du 7e rapport sur l'agriculture, et à préparer les mesures législatives correspondantes dans les meilleurs délais. Motion Ad 92.011 Abgelehnt - Rejeté Postulat Ad 92.011 Ueberwiesen - Transmis #ST# 92.037 Legislaturplanung 1991-1995 Programme de législature 1991-1995 Fortsetzung - Suite Siehe Seite 1095 hiervor - Voir page 1095 ci-devant IV. Institutionenreform IV. Réforme des institutions Ad 92.037 Motion der Geschäftsprüfungskommission Legislaturplanung 1991-1995. Wirksamkeit staatlicher Massnahmen Motion de la Commission de gestion Programme de législature 1991-1995. Efficacité des mesures prises par l'Etat Wortlaut der Motion vom 18. Mai 1992 Der Bundesrat wird eingeladen, die Steigerung der Wirksamkeit staatlicher Massnahmen als Ziel für die Legislaturperiode 1991-1995 festzulegen. Dabei gilt es, die Vorschläge des Berichtes vom Oktober 1991 der Arbeitsgruppe Gesetzesevaluation (Ageval) über die Entwicklung der Gesetzesevaluation in der Bundesverwaltung zu berücksichtigen. Texte de la motion du 18 mai 1992 Le Conseil fédéral est invité à reprendre la question de l'augmentation de l'efficacité des mesures étatiques comme but pour la législature 1991-1995. A cet effet, il y a lieu de prendre en considération les propositions du rapport d'octobre 1991 du Groupe de travail «Evaluation législative» (AGEVAL) concernant le développement de l'évaluation législative dans l'Administration fédérale. Schriftliche Begründung Das Legislaturprogramm von 1987-1991 sah als eines der sieben Legislaturziele für die Realisierung der Leitidee des qualitativen Wachstums die Steigerung der Wirksamkeit staatlicher Massnahmen vor. Eine der Massnahmen zur Steigerung der Wirksamkeit staatlicher Massnahmen im gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bereich bestand darin, die Gesetzesevaluation auszubauen. «Mit dem Ausbau der Gesetzesevaluation können die Vollzugsdefizite und die mangelnde Wirksamkeit bestehender rechtlicher Regelungen ermittelt und beseitigt sowie die Vorbereitung neuer Erlasse verbessert werden.» Zu diesem Zweck müssen die Kenntnisse der Verwaltung über die Wirkungen staatlicher Massnahmen verbessert werden. Im Legislaturprogramm wird erwähnt, dass der Bundesrat die Verbesserung der Gesetzesevaluation auf der Grundlage der Resultate vornehmen will, die die Arbeitsgruppe Ageval erarbeitet Der ausführliche Bericht dieser Arbeitsgruppe, der im Oktober 1991 publiziert wurde, enthält zahlreiche Fakten und überlegenswerte Ansatzpunkte betreffend die Evaluation der Wirkung staatlicher Massnahmen. Die Notwendigkeit der Behandlung der Wirksamkeitsfrage staatlicher Massnahmen ergibt sich aus folgenden Gründen: Zunahme und immer stärkere gegenseitige Vernetzung der Staatsaufgaben, Uebergang vom Ordnungs- zum Leistungsstaat, wachsende Komplexität der Gesamtgesellschaft Trotz der Massnahmen, die getroffen wurden, um die Kenntnisse der Wirksamkeit und Wirkungen der staatlichen Mass-- 2 of 3 -Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Motion des Ständerates (Kommission) Sozialmassnahmen im Landwirtschaftsbericht Motion du Conseil des Etats (commission) Mesures sociales dans le rapport sur l'agriculture In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1992 Année Anno Band III Volume Volume Session Sommersession Session Session d'été Sessione Sessione estiva Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 15 Séance Seduta Geschäftsnummer Ad 92.011 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 18.06.1992 - 15:00 Date Data Seite 1156-1157 Page Pagina Ref. No 20 021 263 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.
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