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Entscheid

RRB Nr. 1161/2017

Lotteriefonds, Entwicklungszusammenarbeit 2017, Ermächtigung

6. Dezember 2017Deutsch35 min

Source zh.ch

Auszug aus dem Protokoll des Regierungsrates des Kantons Zürich Sitzung vom 6. Dezember 2017

1161. Lotteriefonds des Kantons Zürich (Entwicklungszusammenarbeit 2017)

Erwägungen

1. Einleitung und Übersicht

1.1 Allgemeines Mit Beschluss vom 6. Juli 2016 bewilligte der Kantonsrat für die Jahre 2015 bis 2017 einen Rahmenkredit von 24 Mio. Franken für die Inland- hilfe (IH) und die Entwicklungszusammenarbeit (EZA; Vorlage 5167). Der Regierungsrat kann die jährlich verfügbare Gesamtsumme von 8 Mio. Franken flexibel auf die beiden Bereiche IH und EZA aufteilen.

1.2 Zielsetzung der kantonalen EZA Mit seinen EZA-Beiträgen will der Kanton: – die betroffene Bevölkerung vor allem in den Bereichen Armutsbe- kämpfung und Entwicklung des ländlichen Raumes bei der Verbesse- rung der eigenen Lebensbedingungen unterstützen (Hilfe zur Selbst- hilfe), – helfen, langfristig ein besseres Gleichgewicht innerhalb der interna- tionalen Gemeinschaft zu erreichen, und so einen Beitrag zur Verbes- serung der internationalen Stabilität leisten, – verdeutlichen, dass die Unterstützung der EZA nicht nur Bundessache, sondern eine Verpflichtung der Gemeinwesen aller Stufen darstellt, und – dem zürcherischen Engagement im EZA-Bereich im Rahmen der Bei- tragsgewährung einen zunehmend höheren Stellenwert einräumen.

1.3 Gesuchseingabe 2017 2017 reichten 28 Organisationen und Institutionen (2016: 23) insgesamt 32 (37) Gesuche mit einer Gesamtsumme von Fr. 7 244 620 (Fr. 8 951 270) ein: ADES, Biovision, Brücke – Le Pont, Caritas, Christoffel Blindenmis- sion Schweiz (CBM), Fastenopfer, Green Cross Schweiz, HEKS, Helvetas, Horyzon, Iamaneh, IKRK, Interteam, Medair, Mission am Nil Internatio- nal, Pädagogische Hochschule Zürich (PHZH), Save the Children, Soli- dar Suisse, Solidarität Dritte Welt (SDW), SolidarMed, Spital Zollikerberg, Stiftung Kinderdorf Pestalozzi, Swisscontact, TearFund Schweiz, Terre des hommes Kinderhilfe (tdh), Terre des hommes Schweiz, VEBO und WWF Schweiz. Erstmals berücksichtigt durch den Kanton wird mit die- sem Beschluss der Verein ADES (Association pour le Développement de l’Energie Solaire Suisse – Madagascar) mit Sitz in Mettmenstetten.

1.4 Auswahl der Projekte und Beiträge Im vorliegenden Antrag ist jede gesuchstellende Organisation mit je einem Projekt berücksichtigt. Die gesuchstellenden Organisationen muss- ten, sofern sie zwei oder mehr Projekte einreichten, diese priorisieren. Die Projekte erster Priorität wurden (mit einer Ausnahme) berücksichtigt. Der Kanton kann das Vorhaben einer Organisation des öffentlichen Rechts bzw. ein besonders innovatives Vorhaben eines privaten Hilfs- werks als Schwerpunktvorhaben definieren und dadurch einen Beitrag bis Fr. 500 000 gewähren. Gestützt auf je einen Mitbericht der Gesund- heitsdirektion, der Direktion der Justiz und des Innern und der Bildungs- direktion wurden drei Eingaben als Schwerpunktvorhaben bestimmt. Es sind dies: Hilfswerk/Organisation Projekt-Nr. Projektbezeichnung, Land Betrag in Franken – Spital Zollikerberg 15 Bekämpfung von Infektionen 200 000 bei Müttern und Neugeborene – VEBO (Verein der Ent- 25 Projekt «Restart» – Rückfallprävention und 490 000 wicklung der Bewäh- Verminderung der Kollateralschäden für rungshilfe in Osteuropa) Häftlinge und Entlassene in Griechenland – Pädagogische Hoch- 26 Projekt JOBS Moldava – Job Orientation 500 000 schule Zürich Training in Businesses and Schools Mit Beschluss Nr. 1117/2017 bewilligte der Regierungsrat Inlandhilfe- Beiträge von Fr. 3 398 000. Somit stehen noch höchstens Fr. 4 602 000 für Beiträge an die Entwicklungshilfe zur Verfügung. Die Summe der Schwer- punktvorhaben und der mit erster Priorität gewünschten Projektbeiträge übersteigt den erwähnten Betrag. Es wurden daher Kürzungen an den nachgesuchten Beiträgen vorgenommen (Ausnahme: zwei Schwerpunkt- vorhaben). Folgende Höchstbeiträge wurden festgelegt: – Schwerpunktvorhaben: höchstens Fr. 500 000 – Hilfswerke aus dem Kanton Zürich: höchstens Fr. 150 000 – ausserkantonale Hilfswerke: höchstens Fr. 100 000 Die EZA-Leistungen 2017 des Kantons verteilen sich bezüglich Konti- nente wie folgt: Kontinent Anzahl berücksichtigter Gesuche Betrag in Franken %-Anteil – Afrika 9 (Projekte Nrn. 1–9) 1 250 000 28 – Asien 9 (Projekte Nrn. 10–18) 1 200 000 27 – Lateinamerika 4 (Projekte Nrn. 19–22) 500 000 11 – (Süd-)Osteuropa 6 (Projekte Nrn. 23–28) 1 490 000 34 Total 28 Projekte 4 440 000 100

1.5 Nicht berücksichtigte Gesuche Vier Gesuche – wovon drei Eingaben zweiter Priorität – konnten auf- grund der zur Verfügung stehenden Gesamtsumme nicht berücksichtigt werden: Hilfswerk/Organisation Projektbezeichnung, Land Betrag in Franken – Caritas Eine Zukunft für Teenage-Mütter und ihre Kinder, Uganda 100 000 – Green Cross Orthopädieprojekte für weitere betroffene Kinder 350 000 Schweiz und junge Erwachsene, Vietnam – Horyzon Bildung für junge Frauen und Mädchen in Slums 100 000 von Haiti, Haiti – Solidar Suisse Faire Arbeit für Landarbeiterinnen und Landarbeiter und 200 000 Strassenhändlerinnen und Strassenhändler in Nicaragua

2. Ausgewählte Einzelprojekte Die folgende Auflistung der berücksichtigten Einzelprojekte (2.1 bis 2.4) enthält in knapper, zum Teil stichwortartiger Form die grundlegenden An- gaben zum jeweiligen Projekt: – Im Berichtspunkt «Grundinformationen» sind die Ausgangslage bzw. die Rahmenbedingungen für das jeweilige Vorhaben beschrieben. – Unter «Hauptziel(e)» werden die übergeordneten Ziele des Vorhabens erwähnt. – Unter «Projektinhalte» werden die wichtigsten Einzelmassnahmen auf- gelistet, mit denen die angestrebten Hauptziele erreicht werden sollen. – Beim Punkt «Begünstigte» wird angegeben, wie viele Personen bzw. wel- che Personengruppen vom Projekt voraussichtlich profitieren werden. – In der Rubrik «Gesamtkosten» finden sich die jeweiligen Projektbe- gleitkosten (PBK), welche die Organisation ausweist. Es werden nur Projekte berücksichtigt, die einen Projektbegleitkostenanteil von höchs- tens 10% ausweisen.

2.1 Projekte in Afrika (Projekte Nrn. 1–9) 1) Walga-Gesundheitszentrum Organisation Mission am Nil Staat/Region Äthiopien, West-Shoa Grundinformationen In den vergangenen Jahren konnten bei der Ge- sundheitsversorgung in der Region Fortschritte erzielt werden. Insgesamt ist der Gesundheits- zustand der Bevölkerung jedoch noch unbefrie- digend. Das Wissen der Bevölkerung über Ge- sundheitsfragen, ausgewogene Ernährung und Hygiene ist bescheiden. Vor rund 30 Jahren wurde das Walga-Gesundheitszentrum einge- richtet, das seinerseits ein System von Dorfge- sundheitsposten und Dorfkomitees aufbaute.

Hauptziel Gewährleistung von medizinischer Gesundheits- versorgung in hoher Qualität für 25 000 Men- schen Projektinhalte – Unterstützung des Gesundheitszentrums mit Fachpersonal aus der Schweiz (Wissenstrans- fer, Coaching) – Ausbau der Fachbereiche Gynäkologie und Geburtshilfe – Stärkung des Gesundheitsunterrichts ein- schliesslich Aidsaufklärung und Familienpla- nung – Angebot medizinischer Praktikumsplätze und Ausbildung von Jugendlichen aus dem Ein- zugsgebiet in Krankenpflege – Renovation der Klinik, sodass ein besserer Hygienestandard gewährleistet werden kann Begünstigte – 25 000 Personen im Einzugsgebiet; zusätz- lich etwa 100 000 Personen aus benachbarten Gebieten, insbesondere Schwangere, zwölf Betreuerinnen und Betreuer von Gesund- heitsposten Hinweis Das Projekt beschränkt sich ausschliesslich auf die Bereiche Gesundheit und Bildung und hat keine religiöse bzw. konfessionelle Ausrichtung. Gesamtkosten Fr. 504 640 Gewünschter Beitrag Fr. 200 000 Beitrag des Kantons (einschliesslich 7,5% PBK) Fr. 150 000 2) Stopp Malaria, umweltfreundliche und nachhaltige Malaria- prävention Organisation Biovision Staat/Region Äthiopien/Kenia Grundinformationen Jährlich sterben fast eine halbe Million Men- schen an Malaria, 92% dieser Todesfälle betref- fen Afrika. Es ist notwendig, die Mückenpopu- lation zu verringern. Die Bekämpfung der Ma- lariamücken mit synthetischen Insektiziden ist jedoch fragwürdig, da die Mücken eine Resis- tenz gegen die jeweiligen Insektizide entwi- ckeln. Die Insektizide wirken sich zudem nach- teilig auf die menschliche Gesundheit und die Umwelt aus.

Hauptziel Verbesserung der Gesundheit und Lebensbe- dingungen der Bevölkerung in malariageplag- ten Regionen von Kenia und Äthiopien Projektinhalte – Sensibilisierung der Bevölkerung für die Ma- lariaproblematik (an Schulen, durch Mala- ria-Tage usw.) und den Einsatz von «Moskito- Scouts» (ausgebildete Personen der lokalen Bevölkerung) – Eliminierung von stehenden Gewässern als mögliche Brutgebiete der Malariamücken – Aufbau einer Kontrollstrategie (Einsatz von Bio-Pestiziden, Sammeln von Daten über die Wirksamkeit der verwendeten Methoden) – Schaffung neuer Einkommensmöglichkeiten Begünstigte – 66 000 Personen an drei Projektstandorten Gesamtkosten Fr. 682 109 Gewünschter Beitrag Fr. 200 000 Beitrag des Kantons (einschliesslich 7,5% PBK) Fr. 150 000 3) Nachhaltige Low-Vision-Dienste für Kinder mit Sehbehinderung Organisation Christoffel Blindenmission (CBM) Staat/Region Kenia, Nairobi, Mombasa Grundinformationen Mit dem Begriff «Low Vision» werden Sehschä- digungen und Beeinträchtigungen zusammen- gefasst, die sich in der Regel nicht mit Brillen, Kontaktlinsen oder durch übliche operative Ein- griffe beheben lassen (z. B. die Wahrnehmung von nur schwachen Kontrasten, ein enges Ge- sichtsfeld oder Blendungen). Meistens lässt sich die Sehleistung durch eine angemessene Be- leuchtung, besondere optische Hilfsmittel (Ein- satz von Lupen, Verwendung von Spezialbril- len) und das Anwenden von Kompensations- Strategien (nahe an Objekt herangehen, Ver- grösserung von Schriften usw.) verbessern. In Kenia leben rund 40 000 sehbehinderte Kin- der, die Low-Vision-Massnahmen benötigen, da- mit eine schulische und später eine Berufsaus- bildung möglich werden.

Hauptziele Ausbau der augenmedizinischen Dienste – ins- besondere im Low-Vision-Bereich – sowie Ver- besserung des Zugangs zu Schulbildung für fehl- sichtige Kinder Projektinhalte – Untersuchung von Kindern mit Sehbehinde- rung und falls notwendig, Abgabe von Seh- hilfen sowie Schulung – Ausbildung von Sehtherapeutinnen und Seh- therapeuten – Ausbildung von Lehrerinnen und Lehrern im Umgang mit sehbehinderten Kindern, Platzierung von sehbehinderten Kindern an entsprechenden Schulen Begünstigte – 36 525 Kinder mit Sehbehinderung, 1300 Leh- rerinnen und Lehrer und 60 Bezirksbildungs- leiterinnen und -leiter; Familienmitglieder und Schulen, an denen weitergebildete Lehrerin- nen und Lehrer unterrichten Gesamtkosten Fr. 350 581 Gewünschter Beitrag Fr. 240 000 Beitrag des Kantons (einschliesslich 7% PBK) Fr. 150 000 4) Zugang zu Gesundheitsleistungen in Kenia und Sambia Organisation Solidarität Dritte Welt (SDW) Staat/Region Kenia/Sambia, insgesamt drei Regionen Grundinformationen Gewalttaten gegen Kinder und Jugendliche (häusliche Gewalt), Missbrauch und Ausbeu- tung sind häufig. Vor allem arme Kinder, die keinen Zugang zu Schulbildung haben, sind ge- fährdet, in die Fänge des kommerziellen Sex- gewerbes zu geraten. Menschen mit Behinde- rungen werden oft diskriminiert und ausge- grenzt. Hauptziele Traumatisierte Kinder und Jugendliche erhal- ten physische und psychische Betreuung und Unterstützung. Die medizinische Grundversor- gung für Menschen mit Behinderungen wird verbessert. Projektinhalte – Sensibilisierung der Bevölkerung bezüglich Kindsmissbrauch – Physische und psychologische Betreuung und Unterstützung von Kindern und Jugendlichen (insbesondere von missbrauchten Kindern, schwangeren Mädchen)

– Erarbeitung neuer Weiterbildungslehrgänge für Betreuungspersonen zum Thema «trau- matisierte Kinder», Ausbildung von Betreu- ungs- und Spitalpersonal Begünstigte – Rund 540 Kinder, die unter sexuellem, phy- sischem und emotionalem Missbrauch lei- den; rund 2500 Kinder mit Therapiebedarf nach orthopädischen Operationen; rund 150 Betreuungspersonen Gesamtkosten Fr. 598 100 Gewünschter Beitrag Fr. 200 000 Beitrag des Kantons (einschliesslich 10% PBK) Fr. 150 000 5) Stärkung von vier Gesundheitseinrichtungen im Bereich Wasser, sanitäre Anlagen und Hygieneförderung (WASH) Organisation Medair Staat/Region Demokratische Republik Kongo, zwei Provin- zen Grundinformationen Das östliche Gebiet der D.R. Kongo erholt sich nur langsam vom Bürgerkrieg, der bis 2003 dauerte. Die Gesundheitszentren erfüllen oft- mals grundlegende hygienische Standards nicht. Hauptziel Erkrankungsrate und Sterblichkeit von Nutze- rinnen und Nutzern der Gesundheitszentren senken Projektinhalte – Aufbau einer jeweils sicheren, ausreichenden Wasserversorgung für jedes Gesundheitszen- trum, Bau von Latrinen und Duschen – Sichere Abfallentsorgung durch den Bau von Abfallverbrennungsanlagen – Abgabe von Betten, Matratzen und Hygie- neartikeln – Ausbildung von Hygienespezialistinnen und -spezialisten und weiterem Personal Begünstigte – 50 000 Personen pro Jahr Gesamtkosten für drei Jahre Fr. 446 409 Gewünschter Beitrag Fr. 250 000 Beitrag des Kantons (einschliesslich 5% PBK) Fr. 150 000

6) Gesundheitsvorsorge und Behandlung für die Bergbevölkerung Organisation SolidarMed Staat/Region Lesotho, Distrikt Butha Buthe Grundinformationen Die Gesundheitssituation in Lesotho ist be- stimmt durch eine hohe Mütter- und Kinder- sterblichkeit sowie weit verbreitete Infektions- krankheiten (HIV/Aids, Tuberkulose). Der Zu- gang zu den Gesundheitszentren ist zwar kos- tenlos, für die Bevölkerung der abgelegenen Distrikte jedoch nur bedingt gewährleistet. Das Gesundheitspersonal benötigt für seine Besu- che und Aktivitäten in den Dörfern logistische und technische Unterstützung. Hauptziel Verbesserung der Gesundheit der ländlichen Bevölkerung Projektinhalte – Stärkung der Distrikt-Gesundheitsbehörde durch Verbesserung der Organisation, Ko- ordination und Supervision – Fachliche Betreuung/Ausbildung des Perso- nals in den Gesundheitszentren Begünstigte – 110 000 Einwohnerinnen und Einwohner, Personal in den Gesundheitszentren Gesamtkosten Fr. 476 490 Gewünschter Beitrag Fr. 200 000 Beitrag des Kantons (einschliesslich 10% PBK) Fr. 100 000 7) Mobiles Zentrum für Umweltsensibilisierung und Verbreitung von Energiesparkochern Organisation ADES Staat/Region Madagaskar, Region Sofia Grundinformationen Ein durchschnittlicher madagassischer Haus- halt (5,5 Personen) benötigt jährlich bis zu 6 t Holz für die Zubereitung der Mahlzeiten. Die- ser grosse Holzverbrauch schadet Umwelt und Klima, zudem belastet er die Haushaltsbud- gets. Deshalb fördert ADES energieeffiziente Kochmethoden und sensibilisiert die Bevölke- rung für einen nachhaltigen Umgang mit na- türlichen Rohstoffen. ADES betreibt in Ma- dagaskar acht Produktions- und Verkaufszen- tren für Solar- und Energiesparkocher. Jedes Zentrum verfügt über ein Team von Promote- rinnen und Promotern, die Abnehmerinnen

und Abnehmer und die Öffentlichkeit für um- weltgerechtes Verhalten sensibilisieren und an zahlreichen Schulen Umweltausbildung anbie- ten. Um auch abgelegene Gebiete zu erreichen, wird nun ein mobiles Zentrum eingeführt, das in einer ersten Phase ausschliesslich im Norden Madagaskars unterwegs sein wird. Hauptziel Sensibilisierung der Bevölkerung für den Schutz von Umwelt und Klima, die gesundheitsschädi- genden Auswirkungen von Holzrauch, für ener- gieeffizientes Kochen und eine gesunde Er- nährung Projektinhalte – Sensibilisierung der Bevölkerung (Einsatz des mobilen Zentrums über drei Jahre) für umweltgerechtes, gesundes Verhalten und energiesparendes Kochen – Rekrutierung von Verkäuferinnen und Ver- käufern / Ausbildnerinnen und Ausbildnern für Energiesparkocher Begünstigte – Rund 16 000 Haushalte mit insgesamt 88 000 Personen, 30 Verkäuferinnen und Verkäufer, indirekt rund 400 000 Einwohnerinnen und Einwohner Gesamtkosten Fr. 1 613 192 Gewünschter Beitrag Fr. 300 000 Beitrag des Kantons (einschliesslich 8% PBK) Fr. 150 000 8) Fit für die Schule – Förderung der frühkindlichen Entwicklung und Bildung in ländlichen Regionen Organisation Save the Children Staat/Region Mali, Region Sikasso Grundinformationen In Mali liegt die Hauptverantwortung für die Kleinkinderförderung bei den Gemeinden. Nur rund 10% der 3- bis 6-jährigen Kinder haben Zugang zu einer Vorschule. Hauptziel Förderung von sprachlichen, mathematischen, sozio-emotionalen und motorischen Fähigkei- ten von (vor allem von benachteiligten) Kin- dern im Vorschulalter (3–6 Jahre) Projektinhalte – Sensibilisierung der Eltern für die Bedeu- tung der frühkindlichen Förderung im fami- liären häuslichen Umfeld (durch Veranstal- tungen, Elternschulungen)

– Aufbau von frühkindlichen Förderungsan- geboten (Ausbildung von Betreuerinnen und Betreuern, Aufbau von gemeindeübergrei- fenden Lern- und Austauschgruppen) – Schulung von Gemeindebehörden und über- geordneten Verwaltungen Begünstigte – Direkt: 1100 Kinder (3–6 Jahre), indirekt: 3000 Begünstigte Gesamtkosten Fr. 549 220 Gewünschter Beitrag Fr. 250 000 Beitrag des Kantons (einschliesslich 10% PBK) Fr. 150 000 9) Jugendliche schützen sich vor Frühschwangerschaften Organisation Terre des hommes Schweiz Staat/Region Tansania, Region Mwanza Grundinformationen Tansania hat eine der höchsten jugendlichen Schwangerschaftsraten der Welt (rund 25% der tansanischen Mädchen zwischen 15 und 19 Jah- ren sind schwanger oder haben bereits ihr ers- tes Kind geboren; die Rate der Frühschwanger- schaften in dieser Altersgruppe ist 2016 um 4% gestiegen). Die schwangeren Mädchen wer- den in der Schule oft diskriminiert und ausge- schlossen. Das führt dazu, dass sie ihre Babys in einem äusserst ärmlichen und schwierigen Umfeld aufziehen müssen. Die jungen Frauen begeben sich deshalb häufig in die Abhängig- keit von ökonomisch stärkeren Männern, in welcher sie jedoch oft Gewalt erleben. Hauptziel Verringerung von Frühschwangerschaften und ökonomischer Abhängigkeit von Jugendlichen Projektinhalte – Rekrutierung von Trainerinnen und Trainern für die Durchführung von Trainings zu sexu- eller und reproduktiver Gesundheit, Durch- führung dieser Trainings – Informationsveranstaltungen und -besuche (vor allem in Jugendclubs) – Aufbau von Ausbildungsangeboten für 360 Jugendliche, welche die Schule abbrechen mussten (vor allem junge Mütter)

Begünstigte – 3000 Jugendliche an Schulen sowie 360 Ju- gendliche ohne abgeschlossene Schulbildung, 800 Jugendliche ausserhalb von Schulen, 70 Lehrpersonen, indirekt: 15 000 Jugendliche und Lehrpersonen Gesamtkosten Fr. 209 000 Gewünschter Beitrag Fr. 170 000 Beitrag des Kantons (einschliesslich 10% PBK) Fr. 100 000

2.2 Projekte in Asien (Projekte Nrn. 10–18) 10) Gesundheits- und Quartierentwicklungsprogramm, YWCA Ban- gladesch Organisation Horyzon Staat/Region Bangladesch, 13 Regionen Grundinformationen Bangladesch gehört zu den ärmsten Ländern der Welt, die Hälfte der Familien lebt unter der Armutsgrenze. Vor allem Frauen und Mäd- chen sind von Armut und sozialer Diskriminie- rung betroffen. Durch die Erwerbstätigkeit der Frauen könnte ein höheres bzw. stabileres Fa- milieneinkommen erzielt werden. Es ist jedoch, kulturell bedingt, nicht üblich, dass Frauen zum Familieneinkommen beitragen. Das Umfeld muss deshalb für eine Veränderung sensibili- siert werden. Frauen benötigen entsprechen- des Wissen und Startkapital. Hauptziel Stärkung der sozialen, kulturellen und gesund- heitlichen Rechte der Frauen Projektinhalte – Ausbildung von Frauen in (Unternehmens-) Führung und Organisationsentwicklung – Sensibilisierung insbesondere von Frauen für vermehrt auftretende und übertragbare Krankheiten (Brust- und Gebärmutterkrebs, HIV/Aids) – Vergabe von Mikrokrediten Begünstigte – 75 000 Frauen und Kinder aus den Slums von 13 Städten und Dörfern Gesamtkosten Fr. 372 000 Gewünschter Beitrag Fr. 100 000 Beitrag des Kantons (einschliesslich 10% PBK) Fr. 100 000

11) Ländliche Entwicklung durch Einkommens- und Existenz- sicherung und Berufsbildung Organisation TearFund Schweiz Staat/Region Bangladesch, zwei Distrikte Grundinformationen Siehe Grundinformationen Projekt 10 Hauptziel Gewährleistung einer besseren und gleichbe- rechtigten Ausbildung von Frauen, um ein hö- heres bzw. stabileres Einkommen sicherzustel- len Projektinhalte – Alphabetisierungskurse – Aufbau von Dorf-Spargruppen: Die Begüns- tigten erhalten einen Kredit und treffen sich wöchentlich in der Gruppe zum Austausch – Ausbildungskurse für Frauen in Schneidern, Hühner- und Fischzucht, nachhaltiger Land- wirtschaft und ökologischen Anbaumethoden – Sensibilisierung für Gleichberechtigung und Armutsverringerung – Berufsausbildung von Jugendlichen Begünstigte – Direkt: 5420 Personen (Schwerpunkt Ein- kommens- und Existenzsicherung), zudem Ausbildungsplätze für 450 Personen, indi- rekt: 15 000 Personen Gesamtkosten Fr. 732 780 Gewünschter Beitrag Fr. 250 000 Beitrag des Kantons (einschliesslich 10% PBK) Fr. 150 000 12) Gaza, Palästina – Einkommensförderung für 210 armutsbetroffene Familien mittels Mikrozuschüsse für Kleinunternehmen Organisation IKRK Staat/Region Gaza/Palästina Grundinformationen Die wirtschaftliche Lage im Gazastreifen ist als Folge der von Israel und Ägypten verhängten Ein- und Ausreise- und Ein- und Ausfuhrbe- schränkungen angespannt. Gemäss IKRK lei- den rund 28% der Bevölkerung in Gaza unter schwerer Ernährungsunsicherheit. Die Arbeits- losenquote betrug im Dezember 2016 43%, für junge Menschen im Alter von 20 bis 24 Jah- ren sogar 64%. Für Personen, die infolge des Krieges von 2014 ihre Erwerbsgrundlage (Ge- schäfte, Landwirtschaft usw.) verloren haben,

und/oder solche Personen, die behindert sind, ist es besonders schwierig, ihre grundlegenden Bedürfnisse zu decken. Hauptziel 210 Familien ermöglichen, wieder ein Leben in wirtschaftlicher Unabhängigkeit und Würde zu führen Projektinhalte – Auswahl der Begünstigen, Ausbildung in den Bereichen Buchhaltung, Erstellen eines Busi- ness-Plans, Trennung Budget Geschäft und Familie – Betreuung/Hausbesuche durch IKRK-Mit- arbeiterinnen und Mitarbeiter und Freiwil- lige des Palästinensischen Roten Halbmon- des, materielle Unterstützung Begünstigte – 210 Familien bzw. 1260 Begünstigte, die als Folge von Kriegsgewalt armutsbetroffen sind Gesamtkosten Fr. 600 550 Gewünschter Beitrag Fr. 300 000 Beitrag des Kantons (einschliesslich 6,5% PBK) Fr. 100 000 13) Schulbildung für syrische Flüchtlingskinder und benachteiligte libanesische Kinder Organisation Caritas Staat/Region Libanon, Gouvernements Mount Libanon und Beirut Grundinformationen Seit mehr als fünf Jahren leidet die syrische Bevölkerung unter dem Bürgerkrieg. Mehr als eine Million Syrerinnen und Syrer sind in den Libanon geflüchtet; unter ihnen sind fast eine halbe Million Kinder, die in die Schule inte- griert werden sollten. Innerhalb des libanesi- schen Bildungssystems tragen öffentliche Schu- len die Hauptlast der Auswirkungen der Flücht- lingskrise, indem sie 75% der unterrichtspflich- tigen syrischen Kinder integrieren sollten. Das libanesische Schulsystem ist damit überfordert. Ein grosses Hindernis ist die Sprache. Wurden die Kinder in Syrien nur auf Arabisch unter- richtet, ist die Unterrichtssprache im Libanon häufig Französisch oder Englisch. Der Bedarf nach einer Verbesserung der Unterrichtsquali- tät ist gross.

Hauptziel Schaffung eines sicheren und fördernden Lern- umfeldes, das allen Kindern ermöglicht, dem Unterricht zu folgen und den Schulalltag zu meistern Projektinhalte – Trainings für Lehrpersonen und Schuldirek- torinnen und -direktoren in Unterrichtsme- thoden und psychosozialer Betreuung – Ausbildung von Trainerinnen und Trainern für Förderunterricht und Hausaufgabenbe- treuung – Ausbildung von Lehrpersonen für qualitative Verbesserungen und konkrete Umsetzungen im Schulalltag (insbesondere für den Fran- zösischunterricht) Begünstigte – Rund 3600 Kinder, 340 Lehrersonen sowie 100 Schuldirektorinnen und -direktoren Gesamtkosten Fr. 3 864 959 Gewünschter Beitrag Fr. 100 000 Beitrag des Kantons (einschliesslich 9,9% PBK) Fr. 100 000 14) Kambodscha: Ein Weg aus der Armut Organisation HEKS Staat/Region Kambodscha Grundinformationen Pfeffer zählt zu den wichtigsten Exportgütern Kambodschas. Er wird hauptsächlich von Klein- bauern angebaut. Der Anbau könnte für sie lukrativ sein. Doch um die notwendigen und hohen Investitionen zu finanzieren, nehmen die Bäuerinnen und Bauern oft Darlehen zu un- vorteilhaften Konditionen auf. Zudem fehlt es an Wissen und Verständnis über nachhaltigen Anbau und marktorientierter Weiterverarbei- tung von Pfeffer. Dadurch bleiben sowohl Pro- duktionsmenge wie auch die Qualität der Pfef- ferkörner weit unter ihrem Potenzial. Hauptziele Steigerung der Pfefferproduktion und -qualität sowie Verbesserung der Absatzmöglichkeiten Projektinhalte – Ausbildung von Kleinbäuerinnen und Klein- bauern sowie der lokalen Behörden in mo- derner und angepasster Pfefferanbautechnik – Faire Kredite an Bäuerinnen und Bauern

– Schulung zur Verbesserung der Ernte- und Weiterverarbeitungstechniken – Aufbau von Pfefferbauernkooperativen, um die Marktposition der Pfefferbäuerinnen und -bauern zu stärken Begünstigte – 1000 Kleinbauernfamilien sowie technisches Personal der lokalen Landwirtschaftsbehör- den, insgesamt 5000 Menschen, zudem loka- le Käuferinnen und Käufer, Zwischenhänd- lerinnen und -händler, Anbieterinnen und Anbieter landwirtschaftlicher Produkte Gesamtkosten Fr. 675 145 Gewünschter Beitrag Fr. 170 000 Beitrag des Kantons (einschliesslich 10% PBK) Fr. 150 000 15) Swiss Laos Hospital Project: Bekämpfung von Infektionen bei Müttern und Neugeborenen Organisation Spital Zollikerberg Staat/Region Laos, drei Provinzen im Norden des Landes Grundinformationen Laos ist ein armes Land mit einer hohen Müt- ter- und Kindersterblichkeit. Über die Häufig- keit von HIV-Infektionen gibt es keine zuver- lässigen Zahlen, es steht jedoch ausser Zwei- fel, dass diese ansteigt. Die Mehrzahl der Ge- burten sind Hausgeburten unter schlechten hy- gienischen Bedingungen mit unsachgemässer Abnabelung und Nabelpflege. Hauptziele Screening von Schwangeren auf HIV und sau- bere Abnabelung mit einem Geburtenset Projektinhalte – Screening der Mütter auf HIV – HIV-positive Mütter werden behandelt, um eine Übertragung auf das Neugeborene zu verhindern – Abgabe von Geburtensets (Handschuhe, Seife, saubere Unterlage, sterile Klinge, Des- infektionsmittel) mit begleitenden Workshops für lokale Fachleute, Medienkampagnen Begünstigte – jährlich Tests von 10 000 Schwangeren auf HIV, Abgabe von jährlich 30 000 Geburten- sets Hinweis Auf Antrag der Gesundheitsdirektion wird das Vorhaben als Schwerpunktprojekt eingestuft. Gesamtkosten Fr. 1 200 000 Gewünschter Beitrag Fr. 200 000 Beitrag des Kantons (einschliesslich 3,4% PBK) Fr. 200 000

16) Wirtschaftliche starke Regionen durch nachhaltigen Tourismus & Förderung von innovativen Technologien in der Landwirtschaft Organisation Swisscontact Staat/Region Laos/Kambodscha Grundinformationen In den vergangenen Jahren hat sich der Touris- mus in Laos stark entwickelt, entsprechend neh- men Arbeits- und Verdienstmöglichkeiten zu. Allerdings hat die lokale Bevölkerung bis an- hin kaum Möglichkeiten, die Tourismusentwick- lung in Richtung einer nachhaltigen und um- weltfreundlichen Weise mitgestalten zu können. Hinzu kommt, dass tourismusorientierte Klein- unternehmen gerne ausländische Arbeitskräfte beschäftigen und Güter importieren, anstatt lo- kale Ressourcen zu verwenden. In Kambodscha sind rund 75% der Bevölke- rung in der Landwirtschaft beschäftigt. Gleich- zeitig trägt der Landwirtschaftssektor nur 30% zum BIP bei. Die Regierung hat diesen Man- gel erkannt und will mit effizienteren Anbau- methoden und neuen Technologien, die beson- ders auf Kleinbäuerinnen und -bauern ausge- richtet sind, die Landwirtschaft modernisieren. Dadurch soll die Lebenssituation der Klein- bäuerinnen und -bauern verbessert werden. Hauptziele Tourismus: Nachhaltige Tourismus-Standort- förderung und Stärkung der Institutionen Landwirtschaft: Verbreitung von nachhaltigen und effizienten Technologien Projektinhalte – Laos: Ausbildung von Tourismusfachleuten; Erarbeitung von neuen Konzepten zum Ein- bezug lokaler Mittel, Zusammenarbeit mit KMU (neue Produkte und Aktivitäten) – Kambodscha: Ausbildung von Fachleuten und Ausbildung von Kleinbäuerinnen und -bau- ern in neuen Technologien, Zugang zu den neuen Technologien; Erarbeitung einer er- weiterten Servicepalette (Reparaturen und Wartung), Kooperation mit der Royal Uni- versity of Agriculture für Kurse zu landwirt- schaftlichen Technologien

Begünstigte – 600 tourismusorientierte KMU, 500 Touris- musfachkräfte, 6600 Bäuerinnen Bauern, 450 Studierende, 20 kleine Reparaturbetriebe Gesamtkosten Fr. 715 000 Gewünschter Beitrag Fr. 230 000 Beitrag des Kantons (einschliesslich 10% PBK) Fr. 150 000 17) Neue Zukunftschancen für junge Frauen und Männer dank beruflicher Ausbildung Organisation Helvetas Staat/Region Myanmar, zehn Dörfer in Zentralmyanmar Grundinformationen Das Kernland Myanmars, «Dry Zone» genannt, weist geringe und zunehmend unregelmässige Regenfälle, sandige Böden und eine hohe Be- völkerungsdichte auf. Die wenigen Beschäfti- gungsmöglichkeiten führen dazu, dass junge Frauen und Männer sich Gelegenheitsjobs in anderen Regionen des Landes oder im Ausland suchen müssen. Dafür sind diese Personen je- doch schlecht gerüstet: Sie verfügen meist über keine beruflichen Fähigkeiten und kennen zu- dem ihre Rechte und Pflichten als Arbeitneh- merinnen und Arbeitnehmer nicht. Hauptziel Verbesserung der Ausbildung mit dem Ziel der Einkommensförderung Projektinhalte – Landwirtschaftliche Ausbildung (Tierhaltung, Nutzpflanzenanbau); Auswahl und Ausbil- dung von sogenannten «Champion Farmers», die ihr Wissen danach an die Dorfgemein- schaften weitergeben – Verbesserung der Beschäftigungs- und Ein- kommensmöglichkeiten ausserhalb der Land- wirtschaft: Aufbau von Kleinbetrieben (Kunsthandwerk, Nähen und Weben, mecha- nische Reparaturarbeiten, Lebensmittelver- arbeitung) – Aufbau besserer Dienstleistungsangebote pri- vater und staatlicher Akteure – Stärkung der Dorfgemeinschaften und selbst- bestimmte Dorfentwicklung

Begünstigte – 2500 junge Frauen und Männer im Alter von 15 bis 35 Jahren (Anteil Landloser: mindes- tens 20%, Anteil Frauen: mindestens 30%), indirekt bis zu 15 000 Menschen Gesamtkosten Fr. 338 400 Gewünschter Beitrag Fr. 150 000 Beitrag des Kantons (einschliesslich 10% PBK) Fr. 150 000 18) Wiederaufbau von Gesundheitsdiensten nach den Erdbeben von 2015, Aufbau des Kinderschutzes Organisation Terre des hommes Kinderhilfe (Tdh) Staat/Region Nepal, Distrikt Kavre Grundinformationen Durch die beiden Erdbeben 2015 wurden zahl- reiche Einrichtungen der Gesundheitsversor- gung (auch Geburtskliniken) zerstört. Dies wirkt sich auf die medizinische Betreuung von Schwangeren, Müttern und Kleinkindern aus. Durch die Erdbeben wurden rund 1000 Kin- der zu Halb- bzw. Vollwaisen. Hinzu kommt, dass Kinderschutzeinrichtungen entweder feh- len oder schlecht funktionieren. Hauptziele Wiederaufbau und Instandsetzung von durch Erdbeben beschädigten Gesundheitseinrich- tungen und Stärkung von gemeinschaftlichen Kinderschutzsystemen Projektinhalte – Instandsetzung von durch Erdbeben beschä- digten bzw. Aufbau dreier neuer Gesundheits- einrichtungen (Schulungen des Personals, ins- besondere von Hebammenhelferinnen und Pflegefachfrauen, Organisation und Koordi- nation der Gesundheitsbetriebe) – Aufbau von Kinderclubs, Jugendgruppen und Dorfentwicklungskomitees für die psychoso- ziale Unterstützung der Kinder und Jugend- lichen, Sensibilisierung bezüglich Themen Kinderrecht, Kinderschutz, Kinderhandel, Kinderarbeit usw. Begünstigte – 5980 Kinder und Jugendliche zwischen 0 und 17 Jahren, 2134 Erwachsene Gesamtkosten Fr. 2 904 761 Gewünschter Beitrag Fr. 200 000 Beitrag des Kantons (einschliesslich 10% PBK) Fr. 100 000

2.3 Projekte in Lateinamerika (Projekte Nrn. 19–22) 19) Anerkennung der beruflichen Kompetenzen für bessere Lebens- bedingungen Organisation Brücke – Le Pont Staat/Region Bolivien Grundinformationen Die Mehrheit der bolivianischen Bevölkerung hat keinen Zugang zu Berufsbildung. Sie er- wirbt zwar gute praktische Kenntnisse als Hilfs- kräfte (Bau, Handel, Handwerk, Büro), der Zu- gang zum Arbeitsmarkt ist aber schwer oder un- möglich. So müssen sich diese Menschen, vor allem Frauen, mit Gelegenheitsarbeiten begnü- gen, werden oft ausgenutzt und erhalten nur minimale Löhne. Hauptziel Unterstützung von Hilfskräften bei der Verbes- serung der Anstellungsfähigkeit Projektinhalte – Fachspezifische Weiterbildungen und staat- liche Anerkennung der Ausbildung für Ar- beiterinnen und Arbeiter; Stärkung der so- zialen Kompetenzen, Stärkung der Arbeiter- organisationen – Fachliche Bildung und staatliche Anerken- nung der Ausbildung für Hausangestellte, institutionelle Stärkung der Organisationen der Hausangestellten Begünstigte – 1700 Personen, die über kein Diplom verfü- gen, und 600 weibliche Hausangestellte, in- direkt bis zu 10 000 Personen (vor allem Fa- milienangehörige der direkt Begünstigten) Gesamtkosten Fr. 648 888 Gewünschter Beitrag Fr. 350 000 Beitrag des Kantons (einschliesslich 10% PBK) Fr. 150 000 20) Für ein Leben ohne Gewalt in Bolivien Organisation Interteam Staat/Region Bolivien Grundinformationen Häusliche und sexuelle Gewalt sind weit ver- breitet. Davon sind auch Kinder und Jugendli- che betroffen. Es fehlt insbesondere an fachli- chem Wissen im Umgang mit Gewaltopfern so- wie Massnahmen zur Stärkung der staatlichen Institutionen für die Durchsetzung von Men- schenrechten.

Hauptziele Verringerung von Gewalt und Verbesserung der Opferbetreuung und -begleitung bei Kindern, Jugendlichen und Frauen Projektinhalte – Ausbildung von Multiplikatorinnen und Mul- tiplikatoren in der Präventionsarbeit (Ver- besserung der gegenwärtigen Methoden, Er- arbeitung von Materialien für die Präven- tionsarbeit), Erfahrungsaustausch, Fortbil- dungen – Vergrösserung der wirtschaftlichen Autono- mie von Frauen und Familien (durch urbane Gärten) – Erfahrungsaustausch und Fortbildungen für bestehende Netzwerke, Ausbau der Netz- werke mit neuen Akteurinnen und Akteuren – Lobbyarbeit für Institutionalisierung Begünstigte – 44 000 Kinder und Jugendliche und 11 000 ge- waltbetroffene Frauen Gesamtkosten Fr. 588 100 Gewünschter Beitrag Fr. 200 000 Beitrag des Kantons (einschliesslich 9% PBK) Fr. 100 000 21) Kakao nutzen – Regenwald schützen Organisation WWF Schweiz Staat/Region Bolivien, Amazonas Grundinformationen Die Bewirtschaftung der Zone um das Regen- waldschutzgebiet ist nicht nachhaltig. Die indi- gene Bevölkerung dringt weiterhin in den Re- genwald vor, um ihre landwirtschaftliche Sub- sistenzwirtschaft auf neue, brandgerodete Flä- chen auszudehnen. Dadurch sind neben dem Wald u. a. auch Paranuss- und Kakaobestände bedroht. Durch Überfischung ist zudem der Be- stand der Speisefischart Pacu bedroht. Hauptziele Nachhaltige Förderung der Nutzung von Para- nüssen und wildem Kakao sowie Überwachen und Regulieren der Fischerei Projektinhalte Dem Projekt liegt folgende Idee zugrunde: Erst wenn die lokale Bevölkerung dem Erhalt des Waldes einen höheren Wert zumisst als den durch Brandrodung neu gewonnenen Acker- bauflächen, lässt sich wirksamer Waldschutz um-

setzen. Dazu ist es notwendig, den Ertrag der natürlichen Ressourcen Paranüsse, Wildkakao, Kaimane und Fische steigern zu können. – Unterstützung der Kooperativen und Sied- lungen bei der Entwicklung von Märkten für natürliche Ressourcen – Förderung guter landwirtschaftlicher Praxis (Umgang mit Böden und Feuer) – Unterstützung der Behörden bei der Kon- trolle und Überwachung der Sport- und Spei- sefischerei – Regelung des Tourismus in Bezug auf die Sportfischerei Begünstigte – 3200 Indigene (rund 340 Familien) in den Ge- meinden Baures und Magdalena; indirekt Abnehmerinnen und Abnehmer und Kon- sumentinnen und Konsumenten der gewon- nenen Ressourcen, Behörden der beiden Ge- meinden Gesamtkosten Fr. 1 162 532 Gewünschter Beitrag Fr. 250 000 Beitrag des Kantons (einschliesslich 8,5% PBK) Fr. 150 000 22) Recht auf Nahrung, Wasser und eine gesunde Umwelt Organisation Fastenopfer Staat/Region Kolumbien, Departemente Tolima und Cauca Grundinformationen Die biologische Vielfalt in der Region ist gross, jedoch sind viele Tier- und Pflanzenarten durch die zunehmende Ausbeutung von Bodenschät- zen gefährdet bzw. vom Aussterben bedroht. Während im Departement Tolima Instrumen- te (z. B. ein plan de ordenamiento y manejo de Cuenca und ein «runder Tisch») bestehen, mit denen das Ökosystem des Hochlandes erhal- ten werden soll, gibt es im Departement Cauca keine Vereinbarungen oder gar Instrumente für einen besseren Schutz der übernutzten Zonen. Hauptziele Förderung von Massnahmen zum Erhalt einer gesunden Umwelt und Verbesserung der Er- nährungssouveränität durch nachhaltige Land- wirtschaft

Projektinhalte – Sensibilisierung für die Folgen von Umwelt- schäden, Aufklärungskampagnen, Förderung von Massnahmen zum Erhalt der gesunden Umwelt (Stärkung der Gemeinschaften, ju- ristische Unterstützung) – Ausbildung in nachhaltigen Anbaumethoden und Viehzucht – Verbesserung der Familieneinkommen (Workshops, bessere Verarbeitung und Ver- marktung von landwirtschaftlichen Produk- ten, Erfahrungsaustausch) – Sensibilisierung für die Thematik des Klima- wandels Begünstigte – 23 700 Personen (18 000 Personen in Tolima und 5700 in Cauca) Gesamtkosten Fr. 393 182 Gewünschter Beitrag Fr. 200 000 Beitrag des Kantons (einschliesslich 10% PBK) Fr. 100 000

2.4 Projekte in (Süd-)Osteuropa (Projekte Nrn. 23–28) 23) Prävention, Schutz und Therapie für die Opfer von Krieg und Gewalt Organisation Iamaneh Staat/Region Bosnien-Herzegowina, Tuzla Grundinformationen Viele Menschen leiden auch 20 Jahre nach Ende des Bürgerkrieges noch unter dessen Fol- gen (Traumata aufgrund nicht verarbeiteter Verbrechen, Vertreibung und Folter). Ein Zu- sammenhang mit der häufigen häuslichen Ge- walt ist offensichtlich. Staatlicherseits besteht keine Möglichkeit, den Opfern des Krieges aus- reichend zu helfen. Hauptziel Verbesserung der mentalen Gesundheit der Op- fer von Krieg, Folter und Gewalt durch psycho- soziale Rehabilitation und Schutz Projektinhalte – Angebot psychotherapeutischer, medizini- scher, sozialer und juristischer Hilfe – Präventionsprogramme in Schulen (Kommu- nikationsfähigkeit, Konfliktlösung) – Integration der bisherigen Angebote priva- ter Organisationen ins staatliche System durch den Aufbau von Partnerschaften mit staatli- chen Institutionen

Begünstigte – 240 Frauen, 60 Männer, 100 Kinder; indirekt 100 weitere Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern und Lehrpersonen Gesamtkosten Fr. 343 200 Gewünschter Beitrag Fr. 150 000 Beitrag des Kantons (einschliesslich 10% PBK) Fr. 100 000 24) Förderung der Berufsberatung in Bosnien-Herzegowina und Kosovo Organisation Solidar Suisse Staat/Region Bosnien-Herzegowina/Kosovo Grundinformationen Die Jugendarbeitslosigkeit in Bosnien-Herze- gowina und im Kosovo beträgt um die 60%. In den Schulen werden die Kinder und Jugendli- chen ungenügend dazu ermutigt, sich mit ihrer beruflichen Zukunft auseinanderzusetzen. Schü- lerinnen und Schülern fehlen Orientierungs- hilfen, den Lehrkräften und Eltern mangelt es an Informationen zu den verschiedenen Lehr- gängen und den damit verbundenen Möglich- keiten auf dem Arbeitsmarkt. Hauptziele Vergrösserung von Umfang und Verbesserung der Qualität der beruflichen Orientierung in der Grundschule, längerfristige Verbesserung der Vermittelbarkeit der Jugendlichen auf dem Arbeitsmarkt Projektinhalte – Ausbildung von Lehrkräften an den Schu- len, die Organisation von Berufsmessen und die Aufarbeitung und Publikation von Infor- mationen zu Ausbildungen und Berufschan- cen – Kampagnen unter Einbezug von Eltern- und Jugendverbänden, um das Thema Berufsaus- bildung/Berufswahl in der Bevölkerung be- kannt zu machen Begünstigte – 25 000 Schülerinnen und Schüler der 8. und

9. Klassen in 120 Schulen und 240 Lehrper- sonen Gesamtkosten Fr. 375 211 Gewünschter Beitrag Fr. 200 000 Beitrag des Kantons (einschliesslich 10% PBK) Fr. 150 000

25) «Restart» – Rückfallprävention und Verminderung der Kollateral- schäden für Häftlinge und Entlassene in Griechenland Organisation VEBO Staat/Region Griechenland Grundinformationen In griechischen Gefängnissen bilden Wieder- holungstäterinnen und -täter einen hohen Pro- zentsatz der Häftlinge. Aufgrund der Wirtschafts- krise finden viele Straftäterinnen und Straftä- ter nach ihrer Entlassung keine Beschäftigung und sind dadurch stark dem Risiko ausgesetzt, neue Straftaten zu begehen. Die Organisation EPANODOS bezweckt, mit Werkstätten in Haftanstalten und Beratungsangeboten bereits vor der Entlassung, der Stärkung bereits beste- hender Kooperativen von Strafentlassenen bzw. der Unterstützung beim Aufbau neuer Koope- rativen sowie mit zielgerichteter Öffentlich- keitsarbeit der gegenwärtigen Situation entge- genzuwirken. Für jugendliche Straftäterinnen und Straftäter bietet EPANODOS eine Fami- lienberatung an, die das inhaftierte Familien- mitglied stärkt und gleichzeitig seiner Familie aufzeigt, wie dem Entlassenen die Wiederein- gliederung erleichtert werden kann. Zudem baut die Organisation Selbsthilfegruppen zur För- derung der Resozialisierung bzw. Integration auf. Hauptziel Senkung der Wiederholungsstraftaten bzw. bessere Resozialisierung von Straftäterinnen und Straftätern Projektinhalte – Personelle Verstärkung von EPANODOS, Wissenstransfer – Vergrösserung der Anzahl von Beschäfti- gungs- und Ausbildungsplätzen in Strafvoll- zugsanstalten – Ausbau der Beratung von entlassenen Straf- gefangenen, Familienberatung – Förderung von Kooperativen Begünstigte – Nutzer der neu geschaffenen 90 Ausbildungs- und Arbeitsplätze; indirekt Strafentlassene in Griechenland Hinweis Auf Antrag der Direktion der Justiz und des Innern wird das Vorhaben als Schwerpunkt- projekt eingestuft.

Gesamtkosten Fr. 603 580 Gewünschter Beitrag Fr. 494 620 Beitrag des Kantons (einschliesslich 8,53% PBK) Fr. 490 000 26) JOBS Moldova – Job Orientation Training in Businesses and Schools Organisation Pädagogische Hochschule Zürich PHZH Staat/Region Republik Moldau Grundinformationen Die Republik Moldau ist seit 1991 ein eigen- ständiger Staat. Soziale Spannungen, Korrup- tion und Misswirtschaft sowie die Transnistrien- krise haben dazu geführt, dass grosse Teile der Bevölkerung verarmt sind. Die (Arbeits-)Mi- grationsquote ist sehr hoch. Es bleiben Kinder, Jugendliche und ältere Menschen im Land zu- rück, die vielfach auf sich selbst gestellt sind. Hauptziel Selbstwert der Schülerinnen und Schüler stär- ken, sie für ein Engagement in Gesellschaft und Beruf motivieren und auf eine mögliche Be- rufsbildung einstimmen Projektinhalte – Entwicklung eines Weiterbildungsprogram- mes für Lehrpersonen und deren praktische Weiterbildung – Lehrmittelentwicklung für Schülerinnen und Schüler – Implementierung des JOBS-Ansatzes in den moldauischen Lehrplan Begünstigte – 250 Schülerinnen und Schüler, 30 Lehrper- sonen und Eltern, lokaler Arbeitsmarkt so- wie staatliche Behörden Hinweis Auf Antrag der Bildungsdirektion wird das Vor- haben als Schwerpunktprojekt eingestuft. Gesamtkosten Fr. 657 600 Gewünschter Beitrag Fr. 500 000 Beitrag des Kantons (einschliesslich 9,5% PBK) Fr. 500 000 27) «Education for the Rights of the Child», 2017–2018, Serbien Organisation Stiftung Kinderdorf Pestalozzi Staat/Region Serbien, fünf Städte Grundinformationen Serbien verfügt zwar seit 2009 über einen be- ratend tätigen Kinderrechtsrat, noch aber gibt es kein umfassendes Kinderschutzgesetz und keine mit Kompetenzen ausgerüstete Ombuds- person für Kinderrechte. Kinder aus ethnischen

Minderheiten (Roma) sind von den Verstössen gegen ihre Rechte besonders betroffen. Als Folge mangelnder Kenntnisse der Landesspra- che bleibt vielen der Roma-Kinder nur der Zu- gang zu sogenannten Sonderschulen. Etwa die Hälfte der Kinder bricht den Primarschulun- terricht vor der 5. Schulklasse ab. Hauptziel Schülerinnen und Schüler der ausgewählten Partnerschulen können ihre Kinderrechte angstfrei ausüben. Projektinhalte – Workshops für Lehrkräfte an allen Schulen – Trainings für Mitglieder von Schülerparla- menten – Implementierung der Lehrpläne zwecks Ver- besserung der Kinderrechtssituation – Fünf Jahrestreffen mit lokalen Behördenmit- gliedern zum laufenden Kinderrechte-Pro- jekt – Interkultureller Austausch mit Schulkindern aus anderen Ländern Begünstigte – 10 220 Schulkinder, davon 750 im Schüler- parlament und 600 im interkulturellen Aus- tausch, 336 Lehrkräfte sowie Direktionsmit- glieder, rund 1100 Elternvertreterinnen und -vertreter in den Elternbeiräten Gesamtkosten Fr. 354 614 Gewünschter Beitrag Fr. 140 000 Beitrag des Kantons (einschliesslich 8% PBK) Fr. 100 000 28) Health for the Future – ein präventives Gesundheitsprojekt in Weissrussland und der Ukraine Organisation Green Cross Schweiz Staat/Region Ukraine/Weissrussland Grundinformationen Der Reaktorunfall 1986 in Tschernobyl führte zu einer grossflächigen Verseuchung in Weiss- russland und der Ukraine. Aus Unwissen, Aus- sichtslosigkeit und wegen fehlender Strukturen sind viele Menschen (insbesondere Kinder und Jugendliche) nicht in der Lage, sich vor der noch vorhandenen Radioaktivität zu schützen. Die soziale und wirtschaftliche Krise verschärft die Situation. Perspektivlosigkeit und Passivi- tät machen sich bei den Betroffenen breit.

Hauptziele Sicherstellung einer ganzjährigen medizinischen Behandlung und Beratung für Präventionsmass- nahmen Projektinhalte – Einsatz mobiler Ärzteteams für medizinische Untersuchungen – 24-tägige Therapiecamps für Kinder mit Massnahmen zur Entgiftung des Körpers, Ausbildung zu Themen wie Radioaktivität, Ökologie und Gesundheit – Aufklärungsmassnahmen unter Einbezug der Schulen und der Bevölkerung (Work- shops, Seminare, Informationsanlässe) Begünstigte – 300 kranke und behinderte Kinder, 600 be- nachteiligte Familien, 4900 Kinder (medizi- nische Untersuchungen), 120 Fachpersonen Gesamtkosten Fr. 1 066 200 Gewünschter Beitrag Fr. 300 000 Beitrag des Kantons (einschliesslich 9% PBK) Fr. 150 000

3. Auflagen Die Gewährung der Beiträge ist an folgende Auflagen gebunden: – Die Beitragsempfänger verpflichten sich, geeignete Massnahmen zur Verhinderung einer Zweckentfremdung der Mittel, insbesondere durch Korruption, Annahme von unrechtmässigen Leistungen zwecks Er- zielens von Vorteilen oder den Rückfluss von Teilen einer vertragli- chen Zahlung («Kick-back») zu treffen. – Der Lotteriefonds darf sich nicht an der Überfinanzierung eines Vor- habens beteiligen. Sind die Kosten eines Projektes geringer als die Beiträge, die eine Organisation für die Durchführung eines Vorha- bens erhalten hat bzw. resultiert aus den finanziellen Zuwendungen zugunsten eines Projektes ein Gewinn bzw. eine Überfinanzierung, wird der Lotteriefonds eine anteilmässige Rückvergütung verlangen.

4. Übersichtstabellen

4.1 Beiträge zugunsten der einzelnen Organisationen Organisation Nr. Staat(-en) Beitrag in Franken ADES 7 Madagaskar 150 000 Biovision 2 Äthiopien/Kenia 150 000 Brücke – Le Pont 19 Bolivien 150 000 Caritas 13 Libanon 100 000 Christoffel Blinden- 3 Kenia 150 000 mission (CBM) Fastenopfer 22 Kolumbien 100 000 Green Cross Schweiz 28 Ukraine/Weissrussland 150 000 HEKS 14 Kambodscha 150 000 Helvetas 17 Myanmar 150 000 Horyzon 10 Bangladesch 100 000 Iamaneh 23 Bosnien-Herzegowina 100 000 IKRK 12 Gaza/Palästina 100 000 Interteam 20 Bolivien 100 000 Medair 5 Kongo 150 000 Mission am Nil 1 Äthiopien 150 000 International Pädagogische Hoch- 26 Republik Moldau 500 000 schule Zürich (PHZH) Save the Children 8 Mali 150 000 Solidar Suisse 24 Bosnien-Herzegowina/ 150 000 Kosovo Solidarität Dritte 4 Kenia/Sambia 150 000 Welt (SDW) SolidarMed 6 Lesotho 100 000 Spital Zollikerberg 15 Laos 200 000 Stiftung Kinderdorf 27 Serbien 100 000 Pestalozzi Swisscontact 16 Laos/Kambodscha 150 000 TearFund Schweiz 11 Bangladesch 150 000 Terre des hommes 18 Nepal 100 000 Kinderhilfe (Tdh) Terre des hommes 9 Tansania 100 000 Schweiz VEBO 25 Griechenland 490 000 WWF Schweiz 21 Bolivien 150 000 Total 4 440 000

4.2 Übersicht zum Engagement in den einzelnen Staaten Kontinent/Staat Nr. Betrag Totalbetrag Total pro Projekt pro Land pro Kontinent in Franken in Franken in Franken Afrika Äthiopien 1 150 000 150 000 Äthiopien/Kenia 2 150 000 150 000 Kenia 3 150 000 150 000 Kenia/Sambia 4 150 000 150 000 D. R. Kongo 5 150 000 150 000 Lesotho 6 100 000 100 000 Madagaskar 7 150 000 150 000 Mali 8 150 000 150 000 Tansania 9 100 000 100 000 Afrika total 1 250 000 Asien Bangladesch 10 100 000 11 150 000 250 000 Gaza/Palästina 12 100 000 100 000 Libanon 13 100 000 100 000 Kambodscha 14 150 000 150 000 Laos 15 200 000 200 000 Laos/Kambodscha 16 150 000 150 000 Myanmar 17 150 000 150 000 Nepal 18 100 000 100 000 Asien total 1 200 000 Lateinamerika Bolivien 19 150 000 20 100 000 21 150 000 Kolumbien 22 100 000 Lateinamerika total 500 000 Europa Bosnien-Herzegowina 23 100 000 Bosnien-Herzegowina/ 24 150 000 Kosovo Griechenland 25 490 000 Republik Moldau 26 500 000 Serbien 27 100 000 Ukraine/Weissrussland 28 150 000 Europa total 1 490 000 Total 4 440 000

4.3 Übersicht zu den Projektinhalten Ein Grossteil der berücksichtigten Projekte ist mehreren Sachberei- chen zuzuordnen. Deshalb enthält die folgende Übersicht, welche die Schwerpunkte des jeweiligen Projektes wiedergibt, auch Mehrfachnen- nungen: Bereiche Projekte Land-, Wald-, Wasserwirtschaft 14, 16, 17, 21, 22 Ernährung, Umwelt 7, 21, 22 Kleinunternehmen, Einkommensförderung 10, 11, 16, 19, 21 Sozialpolitik, Verwaltung 9, 12, 18, 25, 27, 28 Gesundheit 1, 2, 3, 4, 5, 6, 9, 10, 15, 18, 23, 28 Frauenförderung 10, 11, 20, 23, (Berufs-)Bildung, Förderung von Kindern 3, 4, 8, 13, 16, 17, 18, 19, 20, 22, 23, 24, 26, und Jugendlichen 27, 28 Flüchtlingshilfe 13

Dispositiv

Auf Antrag der Finanzdirektion beschliesst der Regierungsrat:

I. Die Finanzdirektion wird ermächtigt, folgenden Organisationen EZA- Beiträge zulasten des Lotteriefonds auszurichten (Konto 4980 3636 3 00000): Organisation in Franken – ADES 150 000 – Biovision 150 000 – Brücke – Le Pont 150 000 – Caritas 100 000 – Christoffel Blindenmission (CBM) 150 000 – Fastenopfer 100 000 – Green Cross Schweiz 150 000 – HEKS 150 000 – Helvetas 150 000 – Horyzon 100 000 – Iamaneh 100 000 – IKRK 100 000 – Interteam 100 000 – Medair 150 000 – Mission am Nil International 150 000 – Pädagogische Hochschule Zürich (PHZH) 500 000 – Save the Children 150 000 – Solidar Suisse 150 000 – Solidarität Dritte Welt (SDW) 150 000

Organisation in Franken – SolidarMed 100 000 – Spital Zollikerberg 200 000 – Stiftung Kinderdorf Pestalozzi 100 000 – Swisscontact 150 000 – TearFund Schweiz 150 000 – Terre des hommes Kinderhilfe (Tdh) 100 000 – Terre des hommes Schweiz 100 000 – VEBO 490 000 – WWF Schweiz 150 000 Total 4 440 000

II. Mitteilung an die Mitglieder des Regierungsrates, die Finanzkom- mission des Kantonsrates sowie an die Finanzdirektion.

Vor dem Regierungsrat Der Staatsschreiber:

Husi