RRB Nr. 1283/2012
Lotteriefonds, Entwicklungszusammenarbeit 2012, Beiträge
4. Dezember 2012Deutsch49 min
Source zh.ch
Auszug aus dem Protokoll des Regierungsrates des Kantons Zürich Sitzung vom 4. Dezember 2012
1283. Lotteriefonds des Kantons Zürich; Entwicklungszusammenarbeit 2012
Erwägungen
1. Einleitung
1.1 Allgemeines Mit Vorlage 4856 bewilligte der Kantonsrat am 9. Juli 2012 für 2011 bis 2014 einen Rahmenkredit von 40 Mio. Franken für die Inlandhilfe (IH) und die Entwicklungszusammenarbeit (EZA). Die jährlich verfüg- bare Gesamtsumme von 10 Mio. Franken kann flexibel auf die beiden Bereiche IH und EZA aufgeteilt werden. 2011 wurden die Richtlinien für Beiträge aus dem Lotteriefonds an Vorhaben der IH und der EZA überarbeitet. In Abhängigkeit davon verzögerte sich das Ausarbeiten einer Vorlage an den Kantonsrat um die Bewilligung des neuen IH- und EZA-Rahmenkredites so, dass 2011 keine IH- und EZA-Gesuche bearbeitet bzw. geprüft werden konnten. Der für 2011 vorgesehene Betrag von 10 Mio. Franken wird mit dem Betrag 2012 zusammengelegt. Somit steht dem Regierungsrat für IH- und EZA-Vergabungen 2012 ein Gesamtbetrag von 20 Mio. Franken zur Verfügung. Mit RRB Nr. 995/2012 gewährte der Regierungsrat eine Unterstützung von Fr. 4 221 682 für Vorhaben der IH. Somit stehen ihm noch Fr. 15 778 318 zur Unterstützung von EZA-Vorhaben zur Verfü- gung.
1.2 Neue Richtlinien Die Überarbeitung der EZA-Richtlinien führte zu Anpassungen in folgenden Punkten: – Neu kann ein einzelnes EZA-Vorhaben mit einem Betrag von bis zu Fr. 500 000 unterstützt werden. – Bis anhin waren Afrika und Südost-/Osteuropa die Schwerpunkt- gebiete der kantonalen EZA-Leistungen. Diese geografischen Ein- schränkungen sind aufgehoben. Neu können EZA-Vorhaben welt- weit unterstützt werden. – Bereits 2007 wurde mit der IH-/EZA-Vorlage 4415 die Möglichkeit geschaffen, kantonsnahe Institutionen bei EZA-Vorhaben zu unter- stützen. Die neuen Richtlinien ermöglichen es zusätzlichen Organisa- tionen des öffentlichen Rechts bzw. kantonsnahen Institutionen (z. B. Gemeinden, Ämtern des Kantons, Instituten von kantonalen Hoch- schulen), Beiträge für ein EZA- oder ein EZA-nahes Vorhaben zu erhalten.
– Organisationen aus Kantonen, die keine EZA-Institutionen mit Haupt- sitz im Kanton Zürich unterstützen, erhalten keine Beitragsleistun- gen. Mit diesem Schritt reagiert der Kanton auf die entsprechende Vergabepolitik anderer Kantone. Gegenwärtig sind von dieser Be- stimmung EZA-Organisationen in den Kantonen Bern, Genf, Neuen- burg und St. Gallen betroffen. – Die Anforderungen an die Wirksamkeit und Qualität der Vorhaben wird verstärkt. – Der Projektbegleitkostenanteil ist auf 10% beschränkt.
1.3 Zielsetzung und Partner Mit seinen EZA-Beiträgen will der Kanton: – die betroffene Bevölkerung vor allem in den Bereichen Armutsbe- kämpfung und Entwicklung des ländlichen Raumes bei der Verbesse- rung der eigenen Lebensbedingungen unterstützen (Hilfe zur Selbst- hilfe) und dabei vor allem Projekte aus den Bereichen Innovation und Gesundheit fördern, – helfen, langfristig ein besseres Gleichgewicht innerhalb der internatio- nalen Gemeinschaft zu erreichen, und so einen Beitrag zur Verbesse- rung der internationalen Stabilität leisten, – verdeutlichen, dass die Unterstützung der EZA nicht nur Bundes- sache, sondern eine Verpflichtung der Gemeinwesen aller Stufen dar- stellt, und – dem zürcherischen Engagement im EZA-Bereich im Rahmen der Bei- tragsgewährung einen zunehmend höheren Stellenwert einräumen.
1.4 Gesuchseingaben 2012 reichten folgende 23 Organisationen (2010: 31) insgesamt 52 (43) Gesuche in der Gesamtsumme von Fr. 13 758 060 (Fr. 8 133 323) ein: Biovision, Brücke – Le Pont, Caritas, cbm (christoffel blindenmission) Schweiz, CO-OPERAID, Fastenopfer, Green Cross, HEKS, Helvetas, Horyzon, Iamaneh, IKRK, Pädagogische Hochschule Zürich (PHZH), Solidar Suisse, Solidarität Dritte Welt, SolidarMed, SSOR (Schweize- rische Stiftung für Orgeln in Rumänien), Stiftung Kinderdorf Pesta- lozzi, Swisscontact, TearFund, Terre des hommes - Kinderhilfe, Terre des hommes Schweiz und WWF Schweiz. Erstmals werden die christoffel blindenmission und die Schweize- rische Stiftung für Orgeln in Rumänien berücksichtigt. Die eingereichten Gesuche verteilen sich wie folgt: – 24 Gesuche für Vorhaben in Afrika, – 12 Gesuche für Vorhaben in Asien, – 8 Gesuche für Vorhaben in Lateinamerika und – 8 Gesuche für Vorhaben in (Süd-)Osteuropa.
1.5 Auswahl der Projekte und Beiträge Die zur Verfügung stehende Summe von 15,8 Mio. Franken muss nicht zwingend ausgeschöpft werden. Es wurden folgende Höchstbeiträge pro Organisation festgelegt: – Ausserkantonale Organisationen erhalten einen Gesamtbeitrag von höchstens Fr. 400 000. – Organisationen aus dem Kanton erhalten höchstens Fr. 700 000. Nicht alle Organisationen haben Gesuche im Umfang von Fr. 400 000 bzw. Fr. 700 000 eingereicht. Die gesuchstellenden Organisationen hat- ten ihre Gesuche zu priorisieren. Bei der Auswahl der Einzelvorhaben und der Festlegung des Beitrages pro Einzelprojekt wurde darauf ge- achtet, dass die mit 1. Priorität bezeichneten Projekte möglichst mit dem gewünschten Beitrag berücksichtigt werden konnten. Bei Vorhaben mit
2. Priorität war es allenfalls notwendig, die nachgesuchten Beiträge zu kürzen. Vorhaben mit 3. Priorität wurden dann noch berücksichtigt, wenn der für die jeweilige Organisation festgelegte Höchstbetrag noch nicht erreicht war. Für das Festlegen der einzelnen Projektbeiträge gelten zudem die folgenden Vorgaben: – Der Kanton kann das Vorhaben einer Organisation des öffentlichen Rechts bzw. ein besonders innovatives Vorhaben als Schwerpunkt- vorhaben definieren und dadurch den Höchstbetrag von Fr. 500 000 gewähren. Gestützt auf den Mitbericht der Bildungsdirektion wurde die Eingabe der PHZH (Projekt Nr. 40) als Schwerpunktvorhaben bestimmt und mit Fr. 500 000 berücksichtigt. – Es werden in der Regel keine Beiträge unter Fr. 100 000 bewilligt. Somit verteilen sich die EZA-Leistungen 2012 des Kantons wie folgt auf die Kontinente: Franken % – für Afrika (Projekte Nrn. 1–21) 5 042 500 46,0 – für Asien (Projekte Nrn. 22–33 und Anteil 6) 2 944 500 26,9 – für Lateinamerika (Projekte Nrn. 34–38) 1 180 000 10,8 – für (Süd-)Osteuropa (Projekte Nrn. 39–45) 1 790 000 16,3 Total 10 957 000 100,0 Die 45 ausgewählten Vorhaben verteilen sich auf 39 Staaten (vgl. 3.2). Einzelne Staaten kommen in den Genuss mehrerer Beiträge.
1.6 Nicht berücksichtigte Gesuche Sieben der eingereichten Projekte wurden nicht in den Antrag über- nommen. Drei dieser Vorhaben betreffen Afrika, zwei Lateinamerika und ein Vorhaben betrifft Südosteuropa. Inhaltlich erfüllen auch diese Projekte die Vorgaben. Sie erhalten jedoch keinen Beitrag, weil die je-
weiligen Organisationen durch andere, höher priorisierte Projekte den höchstmöglichen Betrag von Fr. 400 000 bzw. 700 000 bereits ausgeschöpft haben: Organisation Beschrieb, Land Brücke – Le Pont Ausbildungsprogramm im ärmsten Bundesstaat Brasiliens Caritas Schweiz Kriegsbetroffene Personen bauen ihre Existenz neu auf, Kolumbien Caritas Schweiz Umsiedlung und Integration der Roma, Kosovo Solidar Suisse Demokratische und nachhaltige Gemeindeentwicklung, Mosambik Terre des hommes – Verstärkter Schutz von Migrantinnen und Migranten Kinderhilfe in einem Transitland, Marokko Terre des hommes Unterstützung von gewaltbetroffenen Mädchen und Schweiz jungen Frauen, Mosambik Terre des hommes Der Landflucht von Jugendlichen entgegenwirken, Schweiz Brasilien
2. Ausgewählte Einzelprojekte Die folgende Auflistung der berücksichtigten Einzelprojekte (2.1 bis 2.4) enthält in knapper, zum Teil stichwortartiger Form die grundlegen- den Angaben zum jeweiligen Projekt: – Im Berichtspunkt «Grundinformationen» findet sich die Ausgangslage bzw. finden sich die Rahmenbedingungen für das jeweilige Vorhaben. – Unter «Hauptziel(e)» werden die übergeordneten Ziele des Vorha- bens erwähnt. Eine detaillierte Auflistung aller Einzelziele wäre zu umfangreich. – Unter «Projektinhalte» werden die wichtigsten Einzelmassnahmen aufgelistet, mit denen die angestrebten Hauptziele erreicht werden sollen. Auch hier wird auf eine detaillierte Auflistung verzichtet. – In der Rubrik PBK finden sich die jeweiligen (gerundeten) Projekt- begleitkosten, welche die Organisation ausweist. Es wird höchstens ein Projektbegleitkostenanteil von 10% gewährt. Ein Teil der gesuch- stellenden Organisationen weist für das jeweilige Einzelprojekt bei der gesamten Kostenaufstellung einen PBK-Anteil von weit über 10% aus. Bei allen diesen Vorhaben wird der bewilligte Beitrag erst ausbezahlt, wenn das entsprechende Hilfswerk dem Lotteriefonds – schriftlich zugesichert hat, dass vom Kantonsbeitrag höchstens 10% als PBK eingesetzt werden und – die Aufteilung in Projekt- und Projektbegleitkosten mit einem Detailbudget nachgewiesen hat.
Auf eine Erwähnung der jeweiligen Partnerorganisationen wird ver- zichtet. Es handelt sich dabei um eine Vielzahl von Organisationen bzw. Institutionen (Ministerien, Diözesen, Dach- und Zweckverbände, For- schungsinstitutionen, national bzw. regional tätige Entwicklungsinsti- tutionen, Kooperativen usw.). Anzahlmässig überwiegen private Orga- nisationen.
2.1 Projekte in Afrika (Projekte Nrn. 1–21) 1) Entwicklung des ländlichen Raumes: Walga Health Center (WHC) Organisation Solidarität Dritte Welt Staat/Region Äthiopien, zentrales Hochland Grundinformationen In der Region fehlt eine angemessene medizi- nische Versorgung. Malariaepidemien brechen oft während der landwirtschaftlich intensivs- ten Zeit aus. Dadurch kann sich die Gegend wirtschaftlich kaum entwickeln. Hauptziele – Armutsreduktion durch bessere Gesundheit der Bevölkerung – Schaffung von Ausbildungsmöglichkeiten für Jugendliche im Gesundheitsbereich Projektinhalte – Ausbau eines in den Grundstrukturen be- reits vorhandenen Gesundheitszentrums durch – Schaffung einer Poliklinik mit 120 Kon- sultationen pro Tag – Einrichtung von 50 Betten für Schwer- kranke und Geburten – Einrichtung einer Spezialabteilung für fehlernährte Kinder – Brunnen- und Latrinenbau in mehreren Dörfern – Reihenuntersuchungen, Gesundheitsunter- richt – Ausbildung von Jugendlichen in medizini- schen Berufen Begünstigte – 125 000 Menschen (50% Kinder, 10% Men- schen mit einer Behinderung) Gesamtkosten Fr. 1 171 739 Davon PBK 7% Fr. 86 000 Gewünschter Beitrag Fr. 210 000 Beitrag des Kantons (einschliesslich 7% PBK) Fr. 210 000
2) Entwicklung einer kindersicheren und -freundlichen Lernkultur Organisation Stiftung Kinderdorf Pestalozzi Staat/Region Äthiopien, Oromia Grundinformationen Die Bildungsinstitutionen auf dem Land sind schlecht ausgebaut, nur wenige Kinder besu- chen die Grundschule. Es fehlen Mittel, um Muster-Primarschulen zu bauen und qualifi- zierte Lehrkräfte auszubilden bzw. anzustellen. Zudem fehlt es an Lehrmaterial. Hauptziel – Aufbau von vier kinderfreundlichen Projekt- schulen (einschliesslich Kindergärten) mit sanitären Einrichtungen und Trinkwasser Projektinhalte – Aus- und Weiterbildung von Lehrpersonen – regelmässiger Austausch zwischen Projekt- verantwortlichen, Behörden und Lehrer- Eltern-Vereinigung – Anschaffung von Textbüchern und Lehrma- terial – Ausbau und Unterhalt der Räumlichkeiten (Klassenzimmer, Bibliotheken usw.) Begünstigte – 5300 Kinder an den Primarschulen und deren Eltern – 124 Lehrpersonen, 28 Mitglieder der Lehrer- Eltern-Vereinigung und Bildungsbehörden Gesamtkosten Fr. 791 346 Davon 20% PBK Fr. 165 000 Gewünschter Beitrag Fr. 200 000 Beitrag des Kantons (einschliesslich 10% PBK) Fr. 200 000 3) Stopp Malaria Organisation Biovision Staaten Äthiopien und Kenia Grundinformationen Die meisten Malariaopfer gibt es südlich der Sahara. Pilotprojekte von Biovision haben ge- zeigt, dass umweltfreundliche und kostengüns- tige Methoden, die von der lokalen Bevölke- rung mitgetragen werden, im Kampf gegen die Tropenkrankheit Erfolg haben. Hauptziele – Aufklärung der lokalen Bevölkerung und Behörde über Malaria und Methoden zu deren Bekämpfung – Trockenlegung, Instandsetzung von Draina- gekanälen und umweltfreundliche Bekämp- fung der Mücken
Projektinhalte – Durchführung von Thementagen mit prak- tischer Information zur Malariaprävention – vermehrte Schulung von Lehrpersonen und Schulkindern in Malariaprävention – Vermittlung von Wissen und Techniken zur nachhaltigen Malariabekämpfung Begünstigte – 250 000 Menschen durch die integrierte Ma- lariakontrolle – 25 000 Lehrpersonen, Gemeindemitglieder und Gesundheitsverantwortliche Gesamtkosten Fr. 537 900 Davon 9% PBK Fr. 48 900 Gewünschter Beitrag Fr. 292 116 Beitrag des Kantons (einschliesslich 9% PBK) Fr. 290 000 4) Ausbildung in ökologischer Landwirtschaft Organisation Biovision Staaten Äthiopien, Kenia, Tansania, Uganda Grundinformationen Für 4⁄5 der Bevölkerung in Afrika ist die Land- wirtschaft Haupteinkommensquelle. Pflanzen- schädlinge zerstören jedoch bis zu 80% der Ernten. Zugleich lässt das Bevölkerungswachs- tum die Nachfrage nach Nahrungsmitteln stark ansteigen. Mit Methoden der biologischen Landwirtschaft könnten die Kleinbauern ihre Erträge einfach und kostengünstig verdoppeln. Hauptziel – nachhaltige Verbesserung der Ernährungs- sicherheit Projektinhalte – Einrichtung von Beratungsdiensten für die Kleinbauern – Vermittlung von entsprechendem Wissen durch gedruckte Praxisratgeber – Ausstrahlung eines wöchentlichen Radio- programms – Einrichtung eines elektronischen Nachschla- gewerks (Infonet-Biovision) für Kleinbauern, NGOs, Projektpartner, Landwirtschaftsbe- rater und Schulen Begünstigte – 7000 Bäuerinnen und Bauern und indirekt 5 Mio. Menschen durch bessere Ernährung Gesamtkosten Fr. 1 133 171 Davon 8% PBK Fr. 93 339 Gewünschter Beitrag Fr. 300 000 Beitrag des Kantons (einschliesslich 8% PBK) Fr. 300 000
5) Berufsbildung für Jugendliche an fünf ländlichen Berufsschulen Organisation CO-OPERAID Staat/Region Kenia Grundinformationen Ein Drittel der Bevölkerung Kenias ist jünger als 30 Jahre. Die Mehrheit lebt unter der Armutsgrenze. Nur ein kleiner Teil besucht nach der Primarschule weiterführende Schu- len oder erwirbt berufliche Fähigkeiten. Der Arbeitsmarkt bietet wenig Möglichkeiten. Die Folgen sind soziale Missstände, Drogenprob- leme, Kriminalität und Prostitution. Die Regierung hat ein Jugend-Entwicklungs- programm gestartet, das auf die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit zielt. Das vorliegende Pro- jekt unterstützt dieses Programm. Hauptziele – Schaffen von Berufsbildungsmöglichkeiten für Jugendliche aus armen Familien – Förderung der Lehrlinge (insbesondere von Mädchen) an den Berufsschulen Projektinhalte – Einrichtung von 16 neuen Kursen an fünf Berufsschulen zur Diversifizierung des Be- rufsangebots – Ausstattung der fünf Berufsschulen mit Lehr- büchern, Maschinen und Werkzeug – Weiterbildung der Lehrkräfte und des Schul- managements – Einrichtung von Girls Clubs; Beratung der Mädchen zu den Themen Frauenrechte, Ge- schlechterrollen, soziale Benachteiligungen (Beschneidung/Zwangsheirat) – Schaffung von kleinen Einkommensprojek- ten Begünstigte – Fünf Partnerschulen (Berufsschulen) mit 300 bis 550 Lehrlingen pro Jahr Gesamtkosten Fr. 865 243 Davon 34% PBK Fr. 292 823 Gewünschter Beitrag Fr. 250 000 Beitrag des Kantons (einschliesslich 10% PBK) Fr. 250 000
6) Gesundheit von Mutter und Kind Organisation Solidarität Dritte Welt Staat/Region Kenia, Sambia, Simbabwe (und Philippinen) Grundinformationen In den Projektgebieten prägen Mangelernäh- rung, HIV/Aids und Teenager-Schwangerschaf- ten den Alltag vieler Familien. Die Sterberate bei Schwangeren und Kindern ist besonders hoch. Hauptziel – Senkung der hohen Sterblichkeitsrate bei Kindern und Frauen Projektinhalte – Ausbildung von lokalen Therapeutinnen und Pflegehilfen – Einführung eines Spitex-Dienstes und Pfle- gemöglichkeiten für Aids-Kranke – Einrichtung von Beratungsstellen zu HIV, gesunder Ernährung und Familienplanung – Betreuung von Strassenkindern – Dokumentation der Betreuungsfälle zur Gewinnung von lokalen Geldgebern Begünstigte – 250 Familien, 10 Schulen und 700 Strassen- kinder – 750 Kranke Gesamtkosten für drei Jahre Fr. 599 943 Davon 9% PBK Fr. 54 540 Gewünschter Beitrag Fr. 294 058 Beitrag des Kantons (einschliesslich 9% PBK) Fr. 230 000 7) HIV/Aids-Behandlung für die Bergbevölkerung Organisation SolidarMed Staat/Region Lesotho, zwei Distrikte Grundinformationen Lesotho hat mit 24% infizierten Erwachsenen die dritthöchste HIV-Rate weltweit. Zudem mangelt es an Gesundheitspersonal. Hauptziel – Festigung der Nachhaltigkeit und Qualität der HIV/Aids-Behandlung Projektinhalte – Stärkung und Unterstützung der Distrikt- behörden bei der Koordination und Super- vision von HIV/Aids- und Tuberkulose- Aktivitäten – Unterstützung der Gesundheitseinrichtun- gen mittels Aus- und Weiterbildung von Per- sonal und kleinerer Infrastrukturmassnah- men
Begünstigte – 24 000 HIV-Infizierte und deren Umfeld – Gesundheitspersonal durch Weiterbildung Gesamtkosten Fr. 586 720 Davon 9% PBK Fr. 53 430 Gewünschter Beitrag Fr. 100 000 Beitrag des Kantons (einschliesslich 9% PBK) Fr. 100 000 8) Tropenwaldschutz und Stärkung der Lebensgrundlage der lokalen Bevölkerung Organisation WWF Schweiz Staat/Region Madagaskar, nördliches Hochland Grundinformationen Die Regenwälder im Norden Madagaskars beherbergen eine einmalige Fauna und Flora. Die Wälder liefern der lokalen Bevölkerung sauberes Trinkwasser und bieten Schutz vor Zyklonen und Überschwemmungen. Die heute verbreiteten land- und forstwirtschaftlichen Praktiken wie Wanderfeldbau sind nicht um- weltgerecht. Der illegale Handel mit bedroh- ten Tieren und Pflanzen ist verbreitet. Hauptziele – Erhöhung des Haushaltseinkommens der lokalen Bevölkerung – Förderung einer umweltfreundlichen Land- wirtschaft und Schutz von 50 000 Hektaren Regenwald im nördlichen Hochland Mada- gaskars Projektinhalte – Entwicklung von klimagerechten Nutzungs- formen für den zu schützenden Regenwald – Vernetzung der Bäuerinnen und Bauern mit dem Privatsektor; Aufbau von Dorfkoope- rativen als stabileren Entscheidungsträgern für Vermarktung, Fair Trade und Zugang zu Finanz- und Beratungsdienstleitungen – Aufbau von landwirtschaftlichen Musterbe- trieben zur Schulung von Bäuerinnen und Bauern Begünstigte – 30 000 Menschen in sechs Dorfgemeinschaf- ten Gesamtkosten Fr. 1 400 004 Davon 11% PBK Fr. 155 556 Gewünschter Beitrag Fr. 500 000 Beitrag des Kantons (einschliesslich 10% PBK) Fr. 400 000
9) Trinkwasser durch solarbetriebene Entsalzung Organisation WWF Schweiz Staat/Region Madagaskar, Südwesten Grundinformationen Die Projektregion ist die ärmste Region des Landes. Es mangelt an sauberem Trinkwasser. Dieses muss von weit her geholt werden und ist teuer. Der Mangel führt zu Gesundheits- problemen und beeinträchtigt den landwirt- schaftlichen Anbau. Die Menschen greifen auf Wald- und Meeresressourcen zurück, was zu einer erheblichen Belastung der wertvollen Ökoregion führt. Hauptziel – Zugang der lokalen Bevölkerung zu saube- rem, nicht salzigem Grundwasser Projektinhalte – Einrichtung von mindestens zwei solarbe- triebenen Entsalzungsanlagen – Ausbildung der lokalen Bevölkerung für den selbstständigen Betrieb der Entsalzungsan- lagen Begünstigte – 15 000 Menschen Gesamtkosten Fr. 492 750 Davon 11% PBK Fr. 54 750 Gewünschter Beitrag Fr. 300 000 Beitrag des Kantons (einschliesslich 10% PBK) Fr. 300 000 10) Armutsbekämpfung und Entschuldung durch Spargruppen Organisation Fastenopfer Staat/Region Madagaskar, Südwesten Grundinformationen Drei Viertel der madagassischen Bevölkerung lebt unter der Armutsgrenze. Eine Ursache der Armut ist die verbreitete Verschuldung. Die Menschen verschulden sich oft in Zeiten der Nahrungsknappheit oder auch zum Schulan- fang der Kinder. Die Kredite – in Form von Geld oder Reis – werden zu einem Zinssatz von durchschnittlich 100% pro Monat verge- ben. Wer als Bäuerin oder Bauer nicht mehr zahlungsfähig ist, verliert seinen Boden und damit die wichtigste Lebensgrundlage. Hauptziele – Aufbau von Spargruppen – vollständige Entschuldung von 80% der Spar- gruppenmitglieder
– Eigenversorgung von mindestens 50% aller Spargruppenmitglieder mit Grundnahrungs- mitteln Projektinhalte – Unterstützung der Zielbevölkerung beim Aufbau und bei der Verwaltung von Spar- gruppen mit aktivem Einbezug von Frauen – Aufbau von Reis- und Ersparnisbanken Begünstigte – verschuldete Kleinbäuerinnen und -bauern, die bereit sind, sich aus eigener Kraft aus der Schuldenfalle zu befreien. Gesamtkosten Fr. 471 338 Davon 5% PBK Fr. 22 500 Gewünschter Beitrag Fr. 160 000 Beitrag des Kantons (einschliesslich 5% PBK) Fr. 160 000 11) Verbesserung der öffentlichen schulischen Bildung Organisation Solidarität Dritte Welt Staat/Region Namibia, Nordregion Grundinformationen Das Anliegen der verbesserten Schulbildung wird vom Erziehungsministerium und von den lokalen Organisationen in Namibia engagiert verfolgt. Es fehlen jedoch Wissen und Erfah- rung. Zudem erschweren geografische und or- ganisatorische Hürden die Umsetzung von entsprechenden Vorhaben im Projektgebiet. Hauptziele – Verbesserung des Bildungssystems – Zugang zu qualifizierter Bildung für Kinder und Jugendliche Projektinhalte – Anstellung von Fachpersonen; Vermittlung von vertieftem Wissen in den Bereichen Computer, neue Technologien, Finanzen, Marketing, Heilpädagogik und Didaktik – Arbeit mit Kindern aller Altersstufen; Inte- gration behinderter Kinder Begünstigte – rund 600 Schulen mit 165 000 Schülerinnen und Schülern, 5700 Lehrpersonen und 380 Mitarbeitenden – 100 Behinderte und ihre Familien Gesamtkosten Fr. 1 058 445 Davon 9% PBK Fr. 96 213 Gewünschter Beitrag Fr. 260 000 Beitrag des Kantons (einschliesslich 9% PBK) Fr. 260 000
12) Stärkung des Gesundheitssystems zur Verbesserung der Gesundheit von Frauen und Kindern Organisation Terre des hommes – Kinderhilfe Staat/Region Senegal, Distrikt Podor Grundinformationen Im Projektgebiet sind die Gesundheitsdienste wenig ausgebaut und werden auch wenig ge- nutzt. Die Bevölkerung weiss wenig über die Gesundheit von Mutter und Kind. Hauptziele – Verbesserung der bestehenden Versorgungs- dienste – Verbesserung der Gesundheit von schwan- geren Frauen und von Kindern unter fünf Jahren Projektinhalte – Einrichtung eines Netzes gemeinschaftlicher Gesundheitsakteure (Gesundheitsberater, Geburtshelferinnen, Nachbetreuer u. a.) – Gesundheitsberatung, Information der Be- völkerung, Betreuung (insbesondere von schwangeren Frauen und Kindern) – Einbezug der Behörden in das Projekt zur Förderung der Eigeninitiative Begünstigte – 20 000 Kinder unter fünf Jahren und 9000 schwangere Frauen – Pflegepersonal der Gesundheitsstationen und Hebammen in 40 Dörfern Gesamtkosten Fr. 329 583 Davon 9% PBK Fr. 29 962 Gewünschter Beitrag Fr. 200 000 Beitrag des Kantons (einschliesslich 9% PBK) Fr. 200 000 13) Unterstützung für Opfer von sexuellem Missbrauch Organisation Terre des hommes Schweiz Staat/Region Südafrika, Kwa Zulu Natal Grundinformationen In Südafrika gibt es jährlich 55 000 Vergewal- tigungen. 40% der Jugendlichen geben an, min- destens einmal vergewaltigt worden zu sein. Die Dunkelziffer ist hoch. Es fehlen die Ein- richtungen, die sich um die Betroffenen küm- mern. Hauptziele – Verminderung der geschlechtsspezifischen und sexuellen Gewalt – emotionale, psychosoziale, physische und ökonomische Unterstützung der Opfer
Projektinhalte – Einbezug von politischen und traditionellen Führungspersonen und Krankenhäusern – Ausbildung von 22 Fachpersonen für die lösungsorientierte Beratung bei geschlechts- spezifischer und häuslicher Gewalt – Einrichtung von Zentren für die Betreuung der Opfer; verstärkte Kooperation mit Kran- kenhäusern und Polizei – Mobilisierung der Bevölkerung: Thematisie- rung der geschlechterspezifischen Gewalt Begünstigte – rund 4100 von Vergewaltigungen Betroffene (Hauptzielgruppe sind die Jugendlichen), Beraterinnen und Berater und Pädagogin- nen und Pädagogen – Umfeld der Betroffenen Gesamtkosten für drei Jahre Fr. 236 000 Davon 10% PBK Fr. 23 600 Gewünschter Beitrag Fr. 200 000 Beitrag des Kantons (einschliesslich 10% PBK) Fr. 100 000 14) Trinkwasser und sanitäre Anlagen Organisation Heks Staat/Region Südsudan, Provinz Zentral Equatoria Grundinformationen Seit der Unabhängigkeit vom Sudan kehrten Zehntausende von Südsudanesen aus Sudan und den angrenzenden Ländern in ihre Hei- mat zurück. Dadurch erhöhen sich der Druck und das Konfliktpotenzial um die Ressource Wasser. 50% der Menschen im Projektgebiet haben keinen Zugang zu Trinkwasser und La- trinen. Hauptziele – sauberes Wasser für Haushalt und Land- wirtschaft – Steigerung der Gemüseproduktion der be- günstigten Frauen um 20% und damit Stei- gerung des Einkommens – Einrichtung von sanitären Anlagen mit an- gestrebter Verminderung von Krankheiten (Bilharziose, Typhus usw.) Projektinhalte – Erstellung von acht mit Handpumpen be- triebenen Brunnen; Ausbildung von 16 Hand- pumpenmechanikern – Bildung von Wasserkomitees für das Mana- gement der Wasserstellen
– Bau von öffentlichen Latrinen – Ausbildung von 16 Hygienepromotoren für die Durchführung der Hygienekampagnen und von Beamtinnen und Beamten der Wasserbehörde – Anlegung von Muster-Gemüsegärten Begünstigte – 4700 Menschen durch Zugang zu sauberem Trinkwasser – 5960 Menschen durch Zugang zu Latrinen und besseren Hygienepraktiken – zehn Beamte der Wasserbehörden durch Weiterbildung – 1620 Personen durch Weiterbildung in HIV/ Aids, Gender, Kinderschutz und Gartenbau Gesamtkosten Fr. 396 000 Davon 9% PBK Fr. 36 000 Gewünschter Beitrag Fr. 200 000 Beitrag des Kantons (einschliesslich 9% PBK) Fr. 200 000 15) Integrierte ländliche Entwicklung Organisation TearFund Staat/Region Südsudan, Region Jonglei Grundinformationen Die Hälfte der Bevölkerung im Projektgebiet lebt in extremer Armut. Trotz fruchtbarer Böden produziert eine Mehrheit der Kommu- nen nicht genügend Nahrungsmittel, um sich selbst zu ernähren. Auch ist der Markt unge- nügend entwickelt. Durch schlechte Transport- wege ist die Vermarktung lokaler Produkte schwierig. Zudem befindet sich das Bildungs- wesen in einem desolaten Zustand. Hauptziel – Verbesserung der Existenzgrundlage und der Ernährungssicherheit der Bevölkerung Projektinhalte – Sensibilisierung der Bevölkerung für Eigen- verantwortung – Aufbau von kommunalen Spar- und Leih- gruppen – Ausbildung der Bevölkerung in erprobten Bewirtschaftungsmethoden (Farmer Field Schools) – Ausbildung von Lehrkräften; Förderung der Lese-, Schreib- und Hygienekompetenz der Bevölkerung
Begünstigte – 12 000 Personen (Bevölkerung, kommunale Verantwortungsträger, Mitglieder von Was- ser- und Hygienekomitees und Farmer Field Schools) Gesamtkosten Fr. 640 000 Davon 6% PBK Fr. 40 000 Gewünschter Beitrag Fr. 200 000 Beitrag des Kantons (einschliesslich 6% PBK) Fr. 200 000 16) Ernährung von armutsbetroffenen Bauernfamilien Organisation Caritas Staat/Region Südsudan, Provinz Ost Equatoria Grundinformationen siehe Projekte Nrn. 14 und 15 Hauptziele – durch Erhöhung der landwirtschaftlichen Produktion Lebensgrundlage verbessern – Diversifizierung der landwirtschaftlichen Produktion und der Einkommensquellen Projektinhalte – Ausbildung von 15 auf Gemüse und von 12 auf Nutzbäume und Bienenzucht spezia- lisierten Gruppen – Bau eines landwirtschaftlichen Ausbildungs- zentrums mit Demonstrationsbeeten und -bewässerungssystemen – Bildung von Kooperativen für die gegen- seitige Unterstützung – Ausbildung von 35 Gemeinde-Gesundheits- helfern, 175 Mütterberaterinnen und 70 Frei- willigen zur Überwachung des Ernährungs- und Wachstumszustandes der Kinder Begünstigte – 50 000–70 000 Menschen Gesamtkosten Fr. 2 891 331 Davon 9% PBK Fr. 258 804 Gewünschter Beitrag Fr. 400 000 Beitrag des Kantons (einschliesslich 9% PBK) Fr. 300 000 17) Stärkung der Basisgesundheitsversorgung Organisation SolidarMed Staat/Region Tansania, Nordregion Grundinformationen Im Projektgebiet befindet sich das Gesund- heitssystem in einem katastrophalen Zustand. Es mangelt an qualifiziertem und motiviertem Gesundheitspersonal. Das Gesundheitsminis- terium will ein Netz von professionellen Dorf- gesundheitsberaterinnen und -beratern auf- bauen.
Hauptziele – Verbesserung der Gesundheit von Müttern und Kindern – Aufbau einer guten und kostengünstigen medizinischen Basisversorgung in 42 Dörfern Projektinhalte – Aufbau und Schulung eines Netzwerkes von 105 Dorfberatern – Weiterbildung des Personals der Gesund- heitseinrichtungen im Projektgebiet; Über- nahme der zweijährigen Ausbildung von 24 neuen Pflegefachkräften – Verbesserung der medizinischen Ausrüstung und Diagnostik in den Gesundheitseinrich- tungen (z. B. Entbindungssets, Beatmungs- beutel usw.) – Durchführung von Sensibilisierungsaktivi- täten (Malaria usw.) Begünstigte – 143 000 Menschen in 42 Dörfern – Gesundheitspersonal durch Weiterbildung und bessere Arbeitsbedingungen Gesamtkosten Fr. 782 980 Davon 9% PBK Fr. 71 180 Gewünschter Beitrag Fr. 300 000 Beitrag des Kantons (einschliesslich 9% PBK) Fr. 300 000 18) Mit landwirtschaftlichen Wertschöpfungsketten Armut reduzieren Organisation Brücke – Le Pont Staat/Region Togo Grundinformationen In Togo gibt es nur für 20% der Bevölkerung Arbeit; die Armut ist entsprechend gross. Das Land verfügt jedoch über genügend Land und Wasser, um die Landwirtschaft auszudehnen und damit die steigende Nachfrage nach Nah- rung zu befriedigen. Hauptziel – durch gezielte Beratung und Finanzdienst- leistungen Arbeitsmöglichkeiten und Ein- kommen verbessern Projektinhalte – Ausbildung und Beratung der Bäuerinnen und Bauern, Händlerinnen und Händler und Verarbeiterinnen und Verarbeiter von Nah- rungsmitteln – Förderung der Zusammenarbeit zwischen Bäuerinnen und Bauern, Händlerinnen und Händlern und Verarbeiterinnen und Ver- arbeitern; Anpassung der Produktion an Nachfrage
– Förderung von Einkommensmöglichkeiten rund um die Wertschöpfungsketten von rotem Palmöl, Soja und Pouletfleisch Begünstigte – 87 500 Arme, darunter 55 000 Bäuerinnen und Bauern, Verarbeiterinnen und Verarbeiter, Händlerinnen und Händler von Nahrungs- mitteln Gesamtkosten Fr. 723 600 Davon 11% PBK Fr. 79 600 Gewünschter Beitrag Fr. 450 000 Beitrag des Kantons (einschliesslich 10% PBK) Fr. 400 000 19) Bessere Primarschulbildung und Armutsbekämpfung Organisation CO-OPERAID Staat/Region Uganda, Distrikt Zombo Grundinformationen Der Zombo District ist sehr arm. 85% der Be- völkerung leben von der Subsistenzwirtschaft. Aufgrund von frühen Schwangerschaften, Tee- nager-Ehen, sexueller Belästigung, Hunger, Mangel an Schulmaterial, Arbeit und unange- messener elterlicher Unterstützung ist die Ab- schlussquote nach sieben Primarschuljahren tief, insbesondere bei den Mädchen. Hauptziel – verbesserte Qualität der Bildung für Primar- schulkinder und bessere Lebensbedingungen für Familien Projektinhalte – Bau von Schulzimmern, Lehrerunterkünf- ten, Latrinen und Toiletten für Mädchen – Entwicklung von Informations-, Lehr- und Kommunikationsmaterial für die Schule – Ausbildung für Lehrpersonen und Schulbe- hörden – Mobilisierung von Gemeinden zur Teilnah- me an Schulaktivitäten, z. B. Bauarbeiten, Treffen, Veranstaltungen zum Thema Kin- der, Schulgärten und Schulessen – Organisation und Durchführung von Ein- kommensprojekten Begünstigte – 4700 Primarschülerinnen und -schüler in 53 Dörfern mit 17 000 Einwohnerinnen und Einwohnern Gesamtkosten Fr. 435 562 Davon 39% PBK Fr. 169 567 Gewünschter Beitrag Fr. 200 000 Beitrag des Kantons (einschliesslich 10% PBK) Fr. 200 000
20) Zugang zu sicherem Wasser und sanitären Anlagen Organisation TearFund Staat/Region Uganda, Distrikt Kabale Grundinformationen Das Projektgebiet verzeichnet ein hohes Be- völkerungswachstum. Die zugezogene Bevöl- kerung muss sich an den Hängen niederlassen, wo Wasser knapp ist. Zur Wasserbeschaffung müssen Frauen und Kinder täglich drei bis vier Stunden aufwenden. Das herbeigeholte Was- ser ist von mangelnder Qualität, was häufig zu Infektionskrankheiten führt. Die hygieni- schen Standards sind minimal. Die Arbeits- produktivität nimmt ab, weil die Bevölkerung oft krank ist. Hauptziele – verbesserter und nachhaltiger Zugang zu Wasser – bessere Siedlungshygiene Projektinhalte – Umsetzung von Projekten zur Regenwasser- nutzung – Schutz natürlicher Quellen und deren Ein- zugsgebiet – Ausbildung von lokalen Handwerkern im Bau von sanitären Anlagen, Bau von Latri- nen und Wascheinrichtungen – Information zum Unterhalt der neuen In- frastruktur und zu den Themen HIV/Aids, Umwelt, Familienplanung und Ernährung Begünstigte – 23 000 Menschen, davon 70% Frauen Gesamtkosten Fr. 713 000 Davon 3% PBK Fr. 20 000 Gewünschter Beitrag Fr. 300 000 Beitrag des Kantons (einschliesslich 3% PBK) Fr. 300 000 21) Mehr Einkommen für die Landbevölkerung dank Kaffee, Pilzzucht und Honig Organisation Swisscontact Staat/Region Uganda, vier Regionen Grundinformationen 85% der Bevölkerung in Uganda leben fast aus- schliesslich von der Landwirtschaft. Der Sek- tor weist folgende Merkmale auf: tiefe Pro- duktivität, hohe Transportkosten, mangelnde unternehmerische Fertigkeiten der Produzen-
tinnen und Produzenten und eine schwache Vernetzung zwischen den Kleinbäuerinnen und -bauern und den Abnehmerfirmen. Hauptziele – Steigerung der Produktion durch Anwen- dung nachhaltiger Landwirtschaftsmethoden – höhere Löhne für Kleinproduzentinnen und -produzenten durch Produktions- und Qua- litätssteigerung Projektinhalte – Zusammenführung der Kleinproduzentin- nen und -produzenten mit den Partnern – Ausbildung der Kleinproduzentinnen und -produzenten in nachhaltiger Landwirtschaft – Bildung von 20 Spar- und Leihgruppen durch Bauern zur besseren Überbrückung von finanziellen Engpässen. Begünstigte – 3500 Kleinproduzentinnen und -produzen- ten in den Sektoren Kaffee, Speisepilze und Honig sowie ihre Familien Gesamtkosten Fr. 490 200 Davon 12% PBK Fr. 60 200 Gewünschter Beitrag Fr. 200 000 Beitrag des Kantons (einschliesslich 10% PBK) Fr. 200 000
2.2 Projekte in Asien (Projekte Nrn. 22–33) 22) Unterstützung von Menschen mit einer Behinderung Organisation IKRK Staat/Region Afghanistan, mehrere Regionen Grundinformationen Seit 1988 bemüht sich das IKRK, den grund- legenden physischen Rehabilitationsbedürf- nissen von Menschen mit einer Behinderung in möglichst rascher, humaner und professio- neller Weise zu entsprechen. Zu den Grund- bedürfnissen gehört der Zugang zu angemes- senen und langfristigen Reha-Diensten (Pro- thesen, Orthesen, Gehhilfen, Rollstühle und Physiotherapie). Hauptziele – Verbesserung der Mobilität der körperlich Behinderten – Integration von Menschen mit einer Behin- derung in den Arbeitsprozess und in das ge- sellschaftliche Leben
Projektinhalte – Förderung der Integration von Kindern mit einer Behinderung in staatlichen Schulen; Hausunterricht für Schwerbehinderte – Berufsausbildung für Jugendliche und Er- wachsene mit einer Behinderung – Gewährung von Mikrokrediten für kleinge- werbliche Tätigkeit – Hauspflegedienst für Paraplegikerinnen und Paraplegiker Begünstigte – 1725 Kinder und Jugendliche mit einer Be- hinderung durch Schul- und Berufsausbil- dung – 800 Personen durch Zugang zu einer Be- schäftigung Gesamtkosten Fr. 2 544 325 Davon 32% PBK Fr. 814 184 Gewünschter Beitrag Fr. 200 000 Beitrag des Kantons (einschliesslich 10% PBK) Fr. 200 000 23) Berufsbildung für Jugendliche und junge Mütter der Bergvölker Organisation CO-OPERAID Staat/Region Bangladesch, Dhaka Grundinformationen Die ethnischen Minderheiten im Projektge- biet bilden eine diskriminierte Bevölkerungs- gruppe und zählen zu den Ärmsten des Landes (meist besitzlos und mit nur sehr beschränk- tem Zugang zu Gesundheits- und Bildungs- institutionen). Hauptziele – bessere Lebensqualität durch Berufsaus- bildung – Förderung der Geschäftstätigkeit von Ju- gendlichen und Müttern aus Bergstämmen Projektinhalte – Bau eines Ausbildungszentrums – Einstellung von ausgebildeten Instruktorin- nen und Instruktoren – Aufbau und Durchführung von 25 Berufs- lehrgängen für 630 Auszubildende (Compu- ter, Weben, Schreinern usw.) – Produktion von Qualitätsprodukten, die der Nachfrage entsprechen – Aufbau eines Verkaufszentrums zur Unter- stützung der Ausgebildeten im Verkauf ihrer Produkte
Begünstigte – vor allem Jugendliche und Mütter der Berg- völker – 630 Lehrlinge in drei Jahren Gesamtkosten Fr. 243 501 Davon 37% PBK Fr. 89 989 Gewünschter Beitrag Fr. 150 000 Beitrag des Kantons (einschliesslich 10% PBK) Fr. 150 000 24) Armutsbekämpfung durch die Aufwertung und Bildung von Frauen in Bangladesch Organisation Horyzon Staat/Region Bangladesch, 13 Regionen Grundinformationen Bangladesch gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. Zwei Drittel der Kinder sind unter- ernährt. In ländlichen Gebieten hat ein Gross- teil der Bevölkerung keinen Zugang zur Ge- sundheitsversorgung und zu sauberem Wasser. Drei Viertel der Menschen besitzen keine Toiletten. Insbesondere Mädchen und Frauen sind von Armut und sozialer Diskriminierung betroffen. Hauptziele – Verbesserung der Gesundheit und der Hy- giene von über 20 000 Kindern und Müttern – soziale und wirtschaftliche Besserstellung von Frauen in Slumquartieren Projektinhalte – Alphabetisierung von 300 Frauen und Mäd- chen; Ausbildung in Einkommen schaffen- der Handarbeit; Kochkurse – Gesundheitserziehungsprogramm an Schu- len; Impfungen – Aufklärung zu den Themen Familienpla- nung, Frauenrechte, Kleinkindererziehung und -ernährung, Kinderkrankheiten, HIV/ Aids – Unterstützung beim Bau von Latrinen und Reparatur von Brunnen – Schaffung von Mikrokreditgruppen; Betreu- ung der bereits bestehenden Gruppen Begünstigte – 27 000 Begünstigte in den Slums von 13 Städ- ten und Dörfern Gesamtkosten Fr. 850 000 Davon 10% PBK Fr. 85 000 Gewünschter Beitrag Fr. 270 000 Beitrag des Kantons (einschliesslich 10% PBK) Fr. 270 000
25) Marktorientierte Berufsbildung zur Schaffung von Arbeit und Einkommen Organisation Swisscontact Staat/Region Bangladesch, Dhaka Grundinformationen 40% der Bevölkerung verfügen über keine Schulbildung. Die Hälfte der Männer und Frauen im arbeitsfähigen Alter sind Analpha- beten. Die Arbeitslosenquote beträgt 30%. Eine genügende Ausbildung bildet eine grund- legende Voraussetzung für Wirtschaftswachs- tum und die damit einhergehende Schaffung von Arbeitsplätzen. Hauptziel – Armutsreduktion durch Schaffung von marktgerechten Arbeitsplätzen Projektinhalte – Ausarbeitung von marktgerechten Ausbil- dungslehrgängen in Zusammenarbeit mit den lokalen Ausbildungsinstitutionen und Unternehmen im Tourismus- und Gastge- werbe sowie in der Baubranche und dem Energiesektor – Schaffung von Arbeitsplätzen für die Lehr- abgängerinnen und -abgänger Begünstigte – 5000 arbeitslose Jugendliche über 18 Jahre mit einem Mindestanteil von 40% Frauen; 20 000 Personen im Umfeld der Lehrabgän- gerinnen und -abgänger Gesamtkosten Fr. 387 600 Davon 12% PBK Fr. 47 600 Gewünschter Beitrag Fr. 350 000 Beitrag des Kantons (einschliesslich 10% PBK) Fr. 120 000 26) Sichere Mutterschaft und Unterstützung von Müttern, um akute Unterernährung bei Säuglingen und jungen Kindern zu verhindern Organisation Terre des hommes – Kinderhilfe Staat/Region Bangladesch, Region Kurigam Grundinformationen Im Projektgebiet haben Mütter und Kinder kein Anrecht auf öffentliche Dienste. Sie leben unter schlechten sozioökonomischen Bedingun- gen, die zu hohen Schwangerschaftsrisiken, akuter Mangelernährung und Krankheiten führen. In Bangladesch ist Mangelernährung ein grosses Problem: 43% der Kinder leiden unter verzögertem Wachstum und 17% unter Auszehrung.
Hauptziel – Verbesserung der Gesundheit von Mutter und Kind mit den besonderen Schwerpunk- ten sichere Mutterschaft und Vorbeugung gegen Mangelernährung bei Neugeborenen und Kleinkindern Projektinhalte – Schaffung von Gesundheitsdiensten für die bessere Erreichbarkeit und Qualität der Gesundheitsfürsorge – Behandlung von Krankheiten sowie Behand- lung von Frauen vor und nach der Entbin- dung – Behandlung der schlimmsten Fälle von Mangelernährung – Informationsarbeit zur Förderung von Ge- sundheit, besserer Ernährung und Hygiene – Lobbyarbeit bei den lokalen Behörden Begünstigte – 4370 schwangere Frauen und 18 430 Kinder Gesamtkosten Fr. 849 980 Davon 9% PBK Fr. 77 271 Gewünschter Beitrag Fr. 200 000 Beitrag des Kantons (einschliesslich 9% PBK) Fr. 200 000 27) Unternehmertum fördern, Unterstützung innovativer Geschäftsideen Organisation Helvetas Staat/Region Bhutan, südliche Regionen Grundinformationen Bhutan verfügt über eine neue Verfassung, mit der die Dezentralisierung und Demokratisie- rung des Landes angestrebt wird. Die arme Landbevölkerung ist nicht gewohnt, Selbstver- antwortung zu übernehmen. Sie muss lernen, ihre Lebenssituation selbst zu verbessern. Der Staat unterstützt das Projekt finanziell und personell. Hauptziele – Verbesserung der Lebensumstände der länd- lichen Bevölkerung – Stärkung des Demokratisierungs- und De- zentralisierungsprozesses Projektinhalte – Unterstützung von innovativen Geschäfts- ideen von Bauern, Bauerngruppen, Koope- rativen, Händlern usw. mit finanziellen Mit- teln sowie Aus- und Weiterbildungen in den
Bereichen Qualitätssteigerung, Marketing, Organisationsentwicklung und Finanzierung; hälftige Kostenbeteiligung der Begünstigten – Vermittlung zwischen Produzenten, Händ- lern und Unternehmern – Unterstützung bei der Ausarbeitung von fairen Verträgen z. B. zwischen Bauerngrup- pen und Händlern Begünstigte – 30 000 von der Armut schwer betroffene Menschen Gesamtkosten Fr. 2 063 327 Davon 9% PBK Fr. 187 575 Gewünschter Beitrag Fr. 300 000 Beitrag des Kantons (einschliesslich 9% PBK) Fr. 300 000 28) Bauern verbessern ihre Selbstversorgung Organisation Caritas Staat/Region Myanmar, Nordregionen Grundinformationen Das Projektgebiet ist ein klassisches Anbauge- biet für Mohn zur Gewinnung von Opium. Bisher wurde ohne Erfolg versucht, durch Re- pression und Schaffung von Alternativein- kommen den Anbau zu bekämpfen. Die Folge sind Hungersnöte. Ein weiteres Problem ist das «Land Grabbing», bei dem sich in- und ausländische Geschäftsleute nicht registriertes Land sichern, das von Bäuerinnen und Bauern bewirtschaftet wird. Dadurch wächst die Armut. Hauptziele – Verbesserung der Ernährungslage der Be- völkerung – Landbesitz sowie die Verfügung über Ge- meindewälder sichern Projektinhalte – Einteilung von 800 interessierten Bäuerin- nen und Bauern in 20 Farmer Field Schools (FFS)-Gruppen – FFS-Gruppen erlernen verbesserte Metho- den im Reisbau; Ertragssteigerung um rund 40% – Einrichtung von 50 Baumschulen zur Pro- duktion von 20 000 Setzlingen – Bildung und Weiterentwicklung von Bauern- organisationsgruppen (Einfordern von Land- rechten)
Begünstigte – 7500 Menschen in 1500 Haushalten in 60 Ge- meinden, davon 50% Frauen und Mädchen Gesamtkosten Fr. 414 974 Davon 9% PBK Fr. 37 752 Gewünschter Beitrag Fr. 354 974 Beitrag des Kantons (einschliesslich 9% PBK) Fr. 100 000 29) Rehabilitierung von Kindern mit körperlicher Behinderung Organisation cbm Schweiz (christoffel blindenmission) Staat/Region Nepal, zentrale Region Grundinformationen 5,5% der Bevölkerung in Nepal lebt mit einer Behinderung. Körperlich behinderte Kinder ge- hören zu den bedürftigsten Menschen Nepals. Sie haben keine Rechte und werden von der Gesellschaft ausgeschlossen. Der Bevölkerung fehlt das Wissen über die Ursachen und die Folgen von Behinderung. Hilfsmittel wie Orthe- sen oder Prothesen sind unerschwinglich teuer. Hauptziele – Bessere Lebensbedingung für Kinder mit körperlicher Behinderung und deren Fami- lien – gleichberechtigte Kindheit für körperlich behinderte Kinder durch Zugang zu medizi- nischer Versorgung, Rehabilitation und so- ziale Integration Projektinhalte – Aufbau von Gesundheitsdiensten in den Gemeinden – Identifizierung von Kindern mit körper- licher Behinderung; bei Bedarf Behandlung der Kinder zu Hause mittels Physiothe- rapie; allfällige Überweisung der Kinder in ein Spital – Errichtung einer Werkstatt zur Herstellung und Anpassung von Orthesen und Prothe- sen; entsprechende Ausbildung lokaler Hand- werker – Ausbildung von Lehrerinnen und Lehrern zur besseren Integration behinderter Kin- der in den Unterricht Begünstigte – 3200 behinderte Kinder Gesamtkosten Fr. 656 416 Davon 8% PBK Fr. 54 899 Gewünschter Beitrag Fr. 467 303 Beitrag des Kantons (einschliesslich 8% PBK) Fr. 467 000
30) LINK - Lokale Märkte für Kleinbäuerinnen und Kleinbauern Organisation Helvetas Staat/Region Nepal, westliche Hügelgebiete Grundinformationen 31% der Nepalesen leben unter der Armuts- grenze, von diesen arbeiten vier Fünftel in der Landwirtschaft. Sie verfügen über wenig Land und der Ertrag reicht oft nicht für die ganzjäh- rige Ernährung der Familie. Hauptziele – Verbesserung der Einkommenssituation für 8000 Haushalte durch Gemüseverkauf – genügend Nahrung für das ganze Jahr Projektinhalte – Aufbau von 400 Bauernkooperativen – Ausbildung von zwölf lokalen Partnern für die Schulung der Bauernkooperativen in verbesserten Anbau-, Ernte- und Vermark- tungsmethoden – Nutzung von bestehenden Feldern als De- monstrationsanlagen – Einrichtung von 20 Verkaufszentren Begünstigte – 10 000 Kleinbauern, 600 Kooperativen, 76 Ge- meindeverwaltungen Gesamtkosten Fr. 1 331 878 Davon 9% PBK Fr. 121 080 Gewünschter Beitrag Fr. 300 000 Beitrag des Kantons (einschliesslich 9% PBK) Fr. 300 000 31) Wiedereingliederung für behinderte und traumatisierte Jugendliche in Palästina Organisation Horyzon Staat/Region Palästina, Westjordanland Grundinformationen Der palästinensisch-israelische Konflikt führte in den letzten Jahren zu Tausenden von Ver- letzten, die lernen müssen, mit einer dauern- den Behinderung (Querschnittlähmungen, Gehbehinderungen, Seh- und Wahrnehmungs- störungen nach Schussverletzungen sowie post- traumatische Störungen) zu leben. In Paläs- tina gibt es noch keine Institutionen, die den Menschen helfen, trotz Behinderung oder psy- chischen Problemen eine Perspektive für ein selbstständiges Leben zu finden.
Hauptziele – besserer Umgang der behinderten und trau- matisierten Kinder, Jugendlichen und jun- gen Erwachsenen mit einer Behinderung – psychische und wirtschaftliche Selbstständig- keit der Begünstigten Projektinhalte – Beratungs- und Rehabilitationsprogramm für die Begünstigten – bauliche Anpassungen und Unterstützung bei der schulischen Eingliederung; Abklä- rung der beruflichen Fähigkeiten – Vermittlung der Begünstigten an Lehrbe- triebe oder Ausbildung in Ausbildungswerk- stätten des YMCA in Ostjerusalem; Unter- stützung bei der Arbeitsvermittlung – Unterstützung von ausgewählten Begüns- tigten beim Aufbau und Betrieb von Klein- unternehmen Begünstigte – 500 behinderte und traumatisierte Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene und deren Angehörige Gesamtkosten Fr. 522 000 Davon 10% PBK Fr. 52 500 Gewünschter Beitrag Fr. 210 000 Beitrag des Kantons (einschliesslich 10% PBK) Fr. 130 000 32) Open-Forum-Programm für zivilgesellschaftliche Initiativen und Konfliktlösung Organisation Heks Staat/Region Palästina, Westbank einschliesslich Ostjeru- salem Grundinformationen Der seit mehr als einem halben Jahrhundert andauernde Konflikt führt zu Unterdrückung und eingeschränkten Lebensbedingungen der palästinensischen Bevölkerung. Organisationen beider Seiten, die sich für den Frieden und die Menschenrechte einsetzen, haben Mühe, ihre Tätigkeiten zu koordinieren. Hauptziele – Stärkung der Zivilgesellschaft und Entwick- lung von effektiveren Interventionsmöglich- keiten – Sensibilisierung der Zivilgesellschaft für Menschenrechtsthemen
Projektinhalte – Partnerorganisationen treffen sich dreimal pro Jahr für Schulungen zu Menschenrechts- themen und die strategische Entwicklung gemeinsamer Menschenrechtsaktivitäten – Partnerorganisationen treffen sich regel- mässig, um eine gemeinsame Aktivität zur Umsetzung der Hauptziele durchzuführen (z. B. eine Dorfgemeinschaft in ihrem Kampf um Zugang zu Land zu unterstützen). Begünstigte – 5000 Personen aus den besonders benach- teiligten und gefährdeten Bevölkerungs- gruppen in Israel und den besetzten palästi- nensischen Gebieten Gesamtkosten Fr. 1 592 800 Davon 9% PBK Fr. 144 800 Gewünschter Beitrag Fr. 300 000 Beitrag des Kantons (einschliesslich 9% PBK) Fr. 300 000 33) Orthopädieprojekte für Kinder und junge Erwachsene Organisation Green Cross Staat/Region Vietnam, mehrere Provinzen Grundinformationen Gemäss vietnamesischem Gesetz haben nur Kriegsveteranen Anspruch auf medizinische Behandlung. Die übrigen Menschen mit Kriegs- schädigungen bleiben sich selbst überlassen und haben kaum eine Chance auf Ausbildung und Arbeit. Viele leben unter schwierigsten Bedingungen. Hauptziel – nachhaltige Verbesserung der Lebensbedin- gung für körperbehinderte Kinder und junge Erwachsene Projektinhalte – medizinische Bedürfnisabklärung bei den Kindern und Jugendlichen mit Behinderun- gen – Organisation des Transports zu den Reha- bilitationszentren – Anpassung von orthopädischen Hilfsmitteln – Durchführung von kurzen Berufsbildungs- programmen für junge Erwachsene mit Be- hinderungen – Vergabe von Mikrokrediten für junge Er- wachsene mit Behinderungen – Weiterbildung von medizinischem Fachper- sonal
Begünstigte – Kinder und junge Erwachsene mit Behinde- rung und ihre Familien Gesamtkosten Fr. 550 800 Davon 7% PBK Fr. 37 500 Gewünschter Beitrag Fr. 350 000 Beitrag des Kantons (einschliesslich 7% PBK) Fr. 350 000
2.3 Projekte in Lateinamerika (Projekte Nrn. 34–38) 34) Menschenwürdige Arbeit für alle Organisation Solidar Suisse Staat Bolivien Grundinformationen Die Reformpolitik der Regierung steht vor der grossen Herausforderung, die Armut zu ver- mindern und ein verträgliches Wirtschafts- wachstum zu fördern. Noch immer lebt die Hälfte der Bevölkerung in Armut. Hauptziele – Sensibilisierung der Gesellschaft für den Zusammenhang zwischen der Schaffung neuer Arbeitsplätze, fairen Arbeitsbedin- gungen und Armutsbekämpfung – Vertrautheit der Gewerkschafter mit den geltenden Gesetzen und den Möglichkei- ten, ihre Rechte durchzusetzen Projektinhalte – Sensibilisierung der Öffentlichkeit, Radio- programme zum Thema Recht; öffentliche Veranstaltungen zum Thema menschen- würdige Arbeit – Lobbyarbeit bei Arbeitgebern und Behör- den zur Aufnahme der Landarbeiterinnen und Landarbeiter in die staatliche Kranken- kasse – Durchführung von runden Tischen zum Thema menschenwürdige Arbeit mit Ge- werkschaften, Arbeitgebern, Regierung, Fachleuten und anderen sozialen Akteuren – Durchführung von sechs öffentlichen Dis- kussionsforen mit Journalistinnen und Jour- nalisten – jährlich mehrere Weiterbildungsprogramme mit nationalen Gewerkschaftsführern – Organisation von Kampagnen und anderen Aktivitäten
Begünstigte – 72 500 Gewerkschafterinnen und Gewerk- schafter, Hausangestellte und Landarbeite- rinnen und -arbeiter (davon 10 000 Zucker- rohrschneiderinnen und -schneider) – langfristig die gesamte arbeitende Bevölke- rung Gesamtkosten Fr. 854 700 Davon 10% PBK Fr. 85 470 Gewünschter Beitrag Fr. 300 000 Beitrag des Kantons (einschliesslich 10% PBK) Fr. 300 000 35) Steigerung der wirtschaftlichen Aktivitäten dank Spar- und Kreditmöglichkeiten Organisation Swisscontact Staat/Region Ecuador, Küstengebiete und Einzugsgebiet des Amazonas Grundinformationen In der Projektregion, wo Agrarwirtschaft be- trieben wird, leben 60% der Menschen unter der Armutsgrenze. Die Armutsreduktion be- dingt, dass die Menschen ihre landwirtschaftli- chen Tätigkeiten ausbauen oder ein Kleinun- ternehmen gründen können. Dazu fehlen die nötigen finanziellen Mittel und der Zugang zu Kleinkrediten, da die Landbevölkerung von den Banken als Risikogruppe wahrgenommen wird. Hauptziel – Haushalte können ihr Einkommen und ihr Sparguthaben um einen Drittel steigern Projektinhalte – Aufbau eines Kredit- und Sparangebots (mit Beratung) – Ausbau der landwirtschaftlichen Tätigkei- ten und Gründung von Kleinunternehmen durch Zugang zu attraktiven Finanzierungs- möglichkeiten Begünstigte – 33 000 Bäuerinnen und Bauern und Kleinst- unternehmer durch Zugang zu Finanzdienst- leistungen – 60 Angestellten der Banken durch bedürf- nisgerechte Aus- und Weiterbildung im Be- reich Mikrokredite Gesamtkosten Fr. 592 800 Davon 12% PBK Fr. 72 800 Gewünschter Beitrag Fr. 380 000 Beitrag des Kantons (einschliesslich 10% PBK) Fr. 380 000
36) Interculturality and Maya education in secondary schools Organisation Stiftung Kinderdorf Pestalozzi Staat/Region Guatemala, Nordwesten Grundinformationen In Guatemala hat ein Drittel der Bevölkerung im Alter von sieben Jahren und älter keinen Zugang zu Bildung. Die Qualität der Bildung ist mangelhaft und es gibt zu wenig Lehrper- sonen. Die Zahl der Schulabbrüche und Klas- senwiederholungen ist hoch. Hauptziele – Zugang zu einer qualitativ besseren Bildung – Anpassung der Lehrpläne an die ländlichen Verhältnisse unter Berücksichtigung der in- digenen Kultur Projektinhalte – Entwicklung von zweisprachigen, bedarfs- gerechten Lehrmitteln – Lese- und Schreibkurse für Jugendliche – Kurse für Maya-Mädchen – Workshops für Lehrkräfte, Eltern, Gemein- de- und Behördenmitglieder zu Diskrimi- nierung, Toleranz usw. Begünstigte – 4870 Kinder (davon 51% Mädchen) im Sekundarschulalter – 44 Lehrpersonen (davon 52% Frauen) – 72 Mitglieder aus sieben Gemeinde- und Elternvereinigungen Gesamtkosten Fr. 363 450 Davon 20% PBK Fr. 75 246 Gewünschter Beitrag Fr. 100 000 Beitrag des Kantons (einschliesslich 10% PBK) Fr. 100 000 37) Trinkwasser und Siedlungshygiene in Forêt des Pins Organisation Helvetas Schweiz Staat/Region Haiti, Südosten Grundinformationen Die Projektregion liegt im Südosten Haitis und befindet sich zwischen 1500 und 2500 Me- tern über Meer in einer schwer erreichbaren, abgelegenen Region. Das Graben von Brun- nen in dieser Karstlandschaft ist nicht mög- lich. Zur Deckung des Wasserbedarfs müssen Frauen und Kinder oft einen mehrstündigen Marsch unternehmen. Hauptziele – Zugang zu Wasser und sanitären Einrich- tungen und dadurch Verminderung von Durchfallerkrankungen – Ankurbelung der lokalen Wirtschaft
Projektinhalte – Bau von 105 Anlagen zur Sammlung von Regenwasser; Instandsetzung von zehn be- reits bestehenden Anlagen – Bau von 55 Latrinen, je eine Latrine für zwei Familien – Weiterbildung von Handwerkern – Informationskampagne für Familien zu den Themen Hygiene und Wasseraufbereitung sowie Unterhalt der Latrinen Begünstigte – 1150 bedürftige und zu Engagement bereite Personen Gesamtkosten Fr. 1 619 189 Davon 9% PBK Fr. 147 199 Gewünschter Beitrag Fr. 200 000 Beitrag des Kantons (einschliesslich 9% PBK) Fr. 100 000 38) Arbeitende Kinder schützen und stärken Organisation Terre des hommes Schweiz Staat/Region Nicaragua, Bezirke Jinotega und Yali Grundinformationen Nicaragua ist das drittärmste Land in Latein- amerika: 48% der Bevölkerung leben in Armut. Vergewaltigung gilt als Kavaliersdelikt. Die Anzahl der Strassenkinder nimmt zu. 300 000 Kinder arbeiten oft unter widrigen Bedingun- gen, um die Einnahmen der Familie zu stützen. Hauptziel – Verbesserung der Lebenssituation von arbei- tenden Kindern und Jugendlichen Projektinhalte – Identifizierung der von Ausbeutung und Gewalt betroffenen Kinder und jungen Er- wachsenen – psychosoziale und juristische Unterstützung der Knaben und Mädchen – Aufklärung der Kaben und Mädchen über ihre Rechte und die Einschätzung von Risi- kosituationen – Sensibilisierungsarbeit bezüglich der Rechte der Kinder und Jugendlichen bei Eltern, Lehrpersonen, Polizei, Gemeindevertretun- gen und Justiz Begünstigte – rund 7000 Kinder und Jugendliche – 600 am Projekt beteiligte Mütter, Väter, Lehrpersonen und andere Akteure im Um- feld der Kinder
Gesamtkosten Fr. 575 000 Davon 10% PBK Fr. 57 500 Gewünschter Beitrag Fr. 500 000 Beitrag des Kantons (einschliesslich 10% PBK) Fr. 300 000
2.4 Projekte in (Süd-)Osteuropa 39) Frauenhaus für gewaltbetroffene Frauen und Mädchen Organisation Iamaneh Schweiz Staat Albanien Grundinformationen In Albanien tritt häusliche Gewalt in mehr als 50% der Haushalte auf und gilt nach wie vor als Privatsache. Vor allem im patriarchalisch geprägten Norden ist sie verbreitet. Hauptziel – Opfer häuslicher Gewalt erhalten Unter- stützung durch Beratung, Stärkung, Ausbil- dung und Bewusstseinsförderung Projektinhalte – Bereitstellung eines sicheren Raumes für die Klientinnen des Frauenhauses zur Er- holung von Misshandlungen, Unterernäh- rung und psychischen Traumata – Betreuung der Opfer durch Fachpersonen, Arbeitstherapie – gesonderte Betreuung der Kinder der Opfer – Öffentlichkeits- und Aufklärungsarbeit Begünstigte – jeweils 50 Frauen und 60–70 Kinder – die Gesellschaft durch die veränderte Ein- stellung zu häuslicher Gewalt Gesamtkosten Fr. 399 325 Davon 10% PBK Fr. 38 268 Gewünschter Beitrag Fr. 200 000 Beitrag des Kantons (einschliesslich 10% PBK) Fr. 140 000 40) Living and Learning Democracy Organisation Pädagogische Hochschule Zürich (PHZH) Staaten Südosteuropa mit den Schwerpunktländern Bosnien-Herzegowina, Mazedonien, Kosovo Grundinformationen In früheren Projekten der PHZH wurden in Bosnien Lehrmittel zur Demokratiebildung im Auftrag des Europarates geschrieben und Lehr- kräfte ausgebildet und zertifiziert. Danach wurden die Basismodelle für Unterricht und Demokratische Schulführung weiterentwickelt und breit getestet. Daraufhin hat die PHZH
vom Europarat den Auftrag erhalten, eine Serie von Unterrichtsmaterialien zu entwi- ckeln, die allen 47 Mitgliedländern des Euro- parates zur Verfügung stehen können. Nun steht die Planungs- und Realisierungsphase an, und zwar vorab in Bosnien, Mazedonien und Kosovo. Die PHZH arbeitet mit der DEZA und Schweizer Botschaften in der Re- gion zusammen. Aufgrund der Beurteilung durch die Bildungs- direktion gilt dieses Vorhaben als Schwer- punktvorhaben. Hauptziele – Fachpersonen sind auf allen Ebenen sen- sibilisiert, ausgebildet und bereit, die ange- strebten Ziele der Demokratiebildung zu verwirklichen – Fördern der Haltung, dass Demokratie- bildung eine pädagogische Grundhaltung voraussetzt, die das Handeln der Lehrper- sonen und Schuldirektorinnen und Schul- direktoren leitet Projektinhalte – Erstellen von Demokratielehrmitteln für Primarstufe, Sekundarstufe I und II in bos- nisch, kroatisch, serbisch, albanisch, maze- donisch und gegebenenfalls eine zu definie- rende Fassung für Roma – Erprobung von Probefassungen an lokalen Schulen – Zertifizierung der Endfassungen für die Kantone der Föderation und der bosni- schen Serbenrepublik – Kontaktnahme mit den Lehrerausbildungs- stätten und erste Erarbeitung eines Kon- zeptes für die Grundausbildung – Adaptierung eines Handbuches für demo- kratische Schulführung für Schulleiterinnen und Schulleiter und Schuldirektorinnen und -direktoren Begünstigte – kurzfristig (zwei Jahre): Schülerinnen und Schüler, Lehrpersonen und Direktorinnen und Direktoren der Testschulen – mittelfristig (fünf Jahre): Tausende von Schülerinnen und Schüler und deren Lehr- personen
– langfristig (zehn Jahre und mehr): die ganze Region durch die Entwicklung der Demo- kratie – die PHZH durch Aufbau von Fachwissen Gesamtkosten Fr. 800 500 Davon 7% PBK Fr. 54 000 Gewünschter Beitrag Fr. 500 000 Beitrag des Kantons (einschliesslich 7% PBK) Fr. 500 000 41) Beratungs- und Therapiearbeit mit Männern Organisation Iamaneh Schweiz Staat/Region Bosnien-Herzegowina, Region Doboj Grundinformationen In Bosnien-Herzegowina herrscht eine Arbeits- losigkeit von 43%, rund 20% der Bevölkerung leben unter der Armutsgrenze. Viele Männer haben die Traumata des Krieges noch nicht verarbeitet und Mühe damit, dass Frauen wäh- rend des Krieges die Familie ernährt und nun eine stärkere Rolle haben. Die häusliche Ge- walt und die Selbstmordrate sind in den letz- ten Jahren stark gestiegen. Hauptziele – professionelle Hilfe für traumatisierte Män- ner – langfristig wirkende Rehabilitierung von Gewalttätern Projektinhalte – Ausbau der Beratungsangebote (Anwälte und Psychologen) – Telefondienst für akut gefährdete Männer – wöchentliche Workshops/Selbsthilfegruppen für gewalttätige Männer – Ausbau der Zusammenarbeit mit Polizei und Sozialämtern Begünstigte – 110 potenzielle Gewalttäter aus der Ge- meinde – 80 Gewalttäter, deren Frauen im Frauenhaus untergebracht sind Gesamtkosten Fr. 366 537 Davon 10% PBK Fr. 36 990 Gewünschter Beitrag Fr. 260 000 Beitrag des Kantons (einschliesslich 10% PBK) Fr. 260 000
42) Aufklärungskampagnen und Gesundheitsverbesserung der Einwohnerinnen und Einwohner in verseuchten Gebieten Organisation Green Cross Staat/Region Moldawien, Südwesten Grundinformationen Moldawien ist der ärmste Staat Europas. Das Land wurde von der Tschernobyl-Katastrophe schwer getroffen. In den letzten Jahren ist die Zahl der Neugeborenen mit schweren Missbil- dungen und Krebserkrankungen stetig gestie- gen. Das Gesundheitswesen ist wenig ausge- baut: Diagnosen und Behandlungen sind nur eingeschränkt möglich. Für die betroffenen Kinder bedeutet eine solche Erkrankung die soziale Ausgrenzung. Hauptziele – Verbesserung der Gesundheit der Bevölke- rung – Rehabilitation und Integration von Kindern und Jugendlichen mit Behinderung Projektinhalte – Datenerhebung zu Umweltbelastungen des Trinkwassers und der Lebensmittel – Informationskampagne zum Umgang mit chemisch und radioaktiv belastetem Wasser – medizinische Untersuchungen bei der Be- völkerung – Betrieb und Ausbau eines Kinderzentrums; Rehabilitation von Kindern und Jugendli- chen mit Behinderungen durch individuelle Förder- und Ausbildungsprogramme Begünstigte – rund 1350 Kinder und Jugendliche, 500 Fa- milien – 30–40 Fachpersonen – zehn lokale Netzwerkpartner (z. B. Gesund- heitsministerium) Gesamtkosten Fr. 348 983 Davon 7% PBK Fr. 25 088 Gewünschter Beitrag Fr. 200 000 Beitrag des Kantons (einschliesslich 7% PBK) Fr. 100 000 43) Handwerkliches Ausbildungsprogramm in Rumänien Organisation Schweizerische Stiftung für Orgeln in Rumä- nien (SSOR) Staat/Region Rumänien, Siebenbürgen
Grundinformationen Siebenbürgen ist eine «Orgellandschaft» mit 1500 Orgeln von meist historischem und kul- turellem Wert. Die SSOR besitzt im sieben- bürgischen Honigberg eine Produktionsge- sellschaft, die von einer rumänischen Stiftung gegründet wurde. Diese Stiftung ist zuständig für die Orgelbau-Ausbildung von Jugendlichen. Hauptziele – qualitativ gute Ausbildung im Orgelbau für junge Menschen aus armen Verhältnissen – Etablierung des Orgelbaus in einer interna- tional bekannten «Orgellandschaft» Projektinhalte – Ausbildung von Lehrlingen – Unterstützung bei der Einrichtung und beim Betrieb des stiftungseigenen Lehrlingsheims – Durchführung des theoretischen Unter- richts nach gemeinsam erarbeitetem Pro- gramm durch die Fakultät für Holzindustrie der Universitate Transilvania Brasov – ab 2015 schrittweise Übergabe des Produk- tionsbetriebs an die Mitarbeiter der Produk- tionsgesellschaft Begünstigte – alle ausgebildeten Lehrlinge – Kirchgemeinden, Musikhochschulen, Kon- zertsäle Gesamtkosten pro Jahr Fr. 170 000 Davon 6% PBK Fr. 10 000 Gewünschter Beitrag Fr. 140 000 Beitrag des Kantons (einschliesslich 6% PBK) Fr. 140 000 44) Sozialdialog und Gewerkschaftsunterstützung: Ein neuer Weg für Serbiens Entwicklung Organisation Solidar Suisse Staat Serbien Grundinformationen Trotz des schwierigen Umfelds in Serbien ist die Weiterentwicklung des Sozialdialogs – so- wohl für die Behörden als auch für die Sozial- partner – prioritär geworden: Probleme wie die Arbeitslosenquote von rund 20% und feh- lende ausländische Investitionen können mit regelmässigem Sozialdialog zwischen Sozial- partnern und Behörden besser bewältigt wer- den.
Hauptziele – bessere Einhaltung der Arbeitsrechte mit positiver Auswirkung auf das Wirtschafts- klima und Verringerung der Arbeitslosigkeit – Stärkung der serbischen Sozialpartner (er- weiterte Fähigkeiten und Kompetenzen bei Konfliktlösungen) Projektinhalte – Publikationen, öffentliche Debatten, Fern- sehdebatten – Durchführung von Projektwettbewerben zu Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz – Informationsarbeit zum Thema Diskriminie- rung von Frauen am Arbeitsplatz – Weiterbildungskurs der Gewerkschaftsju- gend für junge Führungskräfte – Betriebsbesuche und Workshops zum The- ma Sicherheit und Gesundheit am Arbeits- platz; Studienreise von zehn Vertreterinnen und Vertretern der Jugendsektionen in die Schweiz Begünstigte – 400 Gewerkschaftsmitglieder, einige Dut- zend Arbeitgeber, 100 Mitglieder von Kom- missionen für Arbeitsschutz und -sicherheit, 150 Frauen und Jugendliche aus verschiede- nen Gewerkschaftssektionen – Arbeiterinnen und Arbeiter derjenigen Be- triebe, in denen sich am Projekt beteiligte Personen für gute Arbeitsbedingungen ein- setzen. Gesamtkosten Fr. 900 300 Davon 10% PBK Fr. 90 000 Gewünschter Beitrag Fr. 400 000 Beitrag des Kantons (einschliesslich 10% PBK) Fr. 400 000 45) Weiterführung und geografischer Ausbau von Frauen- kooperativen und Vergabe von Mikrokrediten Organisation Green Cross Staaten Ukraine und Weissrussland, Gebiete, die 1986 vom Reaktorunfall in Tschernobyl betroffen waren Grundinformationen In den radioaktiv versuchten Regionen beste- hen nach wie vor grosse gesundheitliche, wirt- schaftliche und soziale Probleme. Aufgrund der Kontamination lassen sich die landwirt-
schaftlichen Produkte nur schwer verkaufen. Viele Unternehmen sind abgewandert, mit ihnen Fachleute und Kapital. Hauptziele – Aufbau einer neuen Existenz für Frauen und ihre Familien durch neue Arbeitsmög- lichkeiten – nachhaltige Verbesserung der gesundheit- lichen, wirtschaftlichen und sozialen Situa- tion der in den kontaminierten Gebieten lebenden Menschen Projektinhalte – Gründung von 18 neuen Frauenkooperativen – Prüfung neuer Geschäftsideen; Vergabe von 200 Mikrokrediten zu deren Umsetzung; Ko- ordination der Aktivitäten – Information und Ausbildung von neuen Teilnehmenden – Aufbau von lokalen Ansprechpartnern zur Unterstützung der Frauenkooperativen Begünstigte – Frauen mit ihren Familien (rund 2000 Men- schen) Gesamtkosten Fr. 420 609 Davon 2% PBK Fr. 9 759 Gewünschter Beitrag Fr. 250 000 Beitrag des Kantons (einschliesslich 2% PBK) Fr. 250 000
3. Übersichtstabellen
3.1 Beiträge zugunsten der einzelnen Organisationen Organisation Nr. Staat(-en) Total in Franken in Franken Biovision 3 Äthiopien, Kenia 290 000 4 Äthiopien, Kenia, Tansania, Uganda 300 000 590 000 Brücke – Le Pont 18 Togo 400 000 400 000 Caritas 16 Südsudan 300 000 28 Myanmar 100 000 400 000 cbm 29 Nepal 467 000 467 000 CO-OPERAID 5 Kenia 250 000 19 Uganda 200 000 23 Bangladesch 150 000 600 000 Fastenopfer 10 Madagaskar 160 000 160 000
Organisation Nr. Staat(-en) Total in Franken in Franken Green Cross 33 Vietnam 350 000 42 Moldawien 100 000 45 Ukraine, Weissrussland 250 000 700 000 Heks 14 Südsudan 200 000 32 Palästina, Israel 300 000 500 000 Helvetas 27 Bhutan 300 000 30 Nepal 300 000 37 Haiti 100 000 700 000 Horyzon 24 Bangladesch 270 000 31 Palästina 130 000 400 000 Iamaneh 39 Albanien 140 000 41 Bosnien-Herzegowina 260 000 400 000 IKRK 22 Afghanistan 200 000 200 000 PHZH 40 Bosnien-Herzegowina, Kosova, Mazedonien 500 000 500 000 Solidar Suisse 34 Bolivien 300 000 44 Serbien 400 000 700 000 Solidarität Dritte Welt 1 Äthiopien 210 000 6 Kenia, Sambia, Simbabwe, Philippinen 230 000 11 Namibia 260 000 700 000 SolidarMed 7 Lesotho 100 000 17 Tansania 300 000 400 000 SSOR 43 Rumänien 140 000 140 000 Stiftung Kinderdorf 2 Äthiopien 200 000 Pestalozzi 36 Guatemala 100 000 300 000 Swisscontact 21 Uganda 200 000 25 Bangladesch 120 000 35 Ecuador 380 000 700 000 TearFund 15 Südsudan 200 000 20 Uganda 300 000 500 000 Terre des hommes – 12 Senegal 200 000 Kinderhilfe 26 Bangladesch 200 000 400 000 Terre des hommes 13 Südafrika 100 000 Schweiz 38 Nicaragua 300 000 400 000 WWF Schweiz 8 Madagaskar 400 000 9 Madagaskar 300 000 700 000 Total 10 957 000
3.2 Übersicht zum Engagement in den einzelnen Staaten Kontinent/Staat Nr. Betrag Projekt Total Land Total Kontinent in Franken in Franken in Franken Afrika Äthiopien 1 210 000 2 200 000 410 000 Kenia 5 250 000 250 000 Lesotho 7 100 000 100 000 Madagaskar 8 400 000 9 300 000 10 160 000 860 000 Namibia 11 260 000 260 000 Senegal 12 200 000 200 000 Südafrika 13 100 000 100 000 Südsudan 14 200 000 15 200 000 16 300 000 700 000 Tansania 17 300 000 300 000 Togo 18 400 000 400 000 Uganda 19 200 000 20 300 000 21 200 000 700 000 Äthiopien, Kenia 3 290 000 290 000 Äthiopien, Kenia, Tansania, Uganda 4 300 000 300 000 Kenia, Sambia, 6 (¾ von 230 000) Simbabwe (Philippinen) 172 500 172 500 Afrika total 5 042 500 5 042 500 Asien Afghanistan 22 200 000 200 000 Bangladesch 23 150 000 24 270 000 25 120 000 26 200 000 740 000 Bhutan 27 300 000 300 000 Myanmar 28 100 000 100 000 Nepal 29 467 000 30 300 000 767 000 Palästina 31 130 000 130 000 Vietnam 33 350 000 350 000 Palästina, Israel 32 300 000 300 000 Philippinen (Kenia, 6 (¼ von 230 000) Sambia, Simbabwe) 57 500 57 500 Asien total 2 944 500 2 944 500
Kontinent/Staat Nr. Betrag Projekt Total Land Total Kontinent in Franken in Franken in Franken Lateinamerika Bolivien 34 300 000 300 000 Ecuador 35 380 000 380 000 Guatemala 36 100 000 100 000 Haiti 37 100 000 100 000 Nicaragua 38 300 000 300 000 Lateinamerika total 1 180 000 1 180 000 (Süd-)Osteuropa Albanien 39 140 000 140 000 Bosnien-Herzegowina 41 260 000 260 000 Moldawien 42 100 000 100 000 Rumänien 43 140 000 140 000 Serbien 44 400 000 400 000 Bosnien-Herzegowina, Kosovo, Mazedonien 40 500 000 500 000 (Süd-)Osteuropa total 1 790 000 1 790 000 Total 10 957 000
3.3 Übersicht zu den Projektinhalten Ein Grossteil der berücksichtigten Projekte ist mehreren Sachberei- chen zuzuordnen. Deshalb enthält die folgende Übersicht, welche die Schwerpunkte des jeweiligen Projektes wiedergibt, auch Mehrfachnen- nungen: Bereiche Projekte Land-, Wald-, Wasserwirtschaft 3, 4, 8, 9, 14, 15, 16, 18, 20, 21, 24, 28, 37, 42 Ernährung, Umwelt 4, 8, 9, 10, 14, 15, 16, 18, 20, 21, 26, 28, 30, 42 Gewerbe, Handwerk, Kleinunternehmen, 5, 8, 15, 16, 18, 19, 20, 21, 22, 23, 24, 25, 27, Einkommensförderung 28, 30, 30, 31, 34, 35, 37, 39, 45 Sozialpolitik, Bildung, Verwaltung 1, 2, 5, 7, 9, 10, 11, 13, 14, 15, 19, 20, 22, 24, 25, 27, 28, 29, 30, 31, 32, 33, 33, 35, 36, 37, 38, 39, 40, 41, 42, 44 Gesundheit 1, 3, 6, 7, 9, 12, 14, 17, 22, 24, 26, 29, 31, 33, 37, 38, 42 Frauenförderung 5, 10, 12, 13, 23, 26, 36, 39, 41, 42
Dispositiv
Auf Antrag der Finanzdirektion beschliesst der Regierungsrat:
I. Die Finanzdirektion wird ermächtigt, folgenden Organisationen EZA-Beiträge zulasten des Lotteriefonds auszurichten (Konto 4980 3636 3 00000): in Franken – Biovision 590 000 – Brücke – Le Pont 400 000 – Caritas 400 000 – cbm Schweiz (Christoffel Blindenmission) 467 000 – CO-OPERAID 600 000 – Fastenopfer 160 000 – Green Cross 700 000 – Heks 500 000 – Helvetas 700 000 – Horyzon 400 000 – IAMANEH Schweiz 400 000 – IKRK 200 000 – Pädagogische Hochschule Zürich 500 000 – Solidar Suisse 700 000 – Solidarität Dritte Welt 700 000 – SolidarMed 400 000 – Schweiz. Stiftung für Orgeln in Rumänien 140 000 – Stiftung Kinderdorf Pestalozzi 300 000 – Swisscontact 700 000 – TearFund 500 000 – Terre des hommes - Kinderhilfe 400 000 – Terre des hommes Schweiz 400 000 – WWF Schweiz 700 000 Total 10 957 000
II. Mitteilung an die Mitglieder des Regierungsrates, die Finanzkom- mission des Kantonsrates sowie an die Finanzdirektion.
Vor dem Regierungsrat Der Staatsschreiber:
Husi