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Entscheid

RRB Nr. 170/2015

Lotteriefonds, Allgemeine Fondsmittel, Beiträge 2015, 1. Serie

25. Februar 2015Deutsch37 min

Source zh.ch

Lotteriefonds, Allgemeine Fondsmittel, Beiträge 2015, 1. Serie

Auszug aus dem Protokoll des Regierungsrates des Kantons Zürich Sitzung vom 25. Februar 2015

170. Lotteriefonds des Kantons Zürich (Allgemeine Fondsmittel, Beiträge 2015, 1. Serie) Gemäss § 61 Abs. 3 des Gesetzes über Controlling und Rechnungsle- gung kann der Regierungsrat in eigener Zuständigkeit aus den allgemei- nen Mitteln des Lotteriefonds pro Jahr Beiträge bis 20 Mio. Franken be- willigen. Der einzelne Beitrag darf dabei Fr. 500 000 nicht übersteigen. Zulasten der Quote 2015 wurden bis anhin noch keine Beiträge bewil- ligt. Da aufgrund von RRB Nr. 1503/2007 zugunsten der Staatskanzlei (Konto «Staatsbeiträge an Kongresse, Veranstaltungen usw.») ein Beitrag von Fr. 200 000 von der Jahresquote in Abzug zu bringen ist, stehen dem Regierungsrat zulasten der Quote 2015 somit insgesamt noch Fr. 19 800 000 zur Verfügung. Die Finanzdirektion beantragt im Einvernehmen mit den zuständigen Fachdirektionen im Rahmen einer 1. Serie 2015 die folgenden Beitrags- leistungen aus dem Lotteriefonds:

1. Restaurierung Orgel Bereich Kultur Gesuchstellende Gesellschaft Ortsmuseum Hinwil (GOH): Die Organisation GOH besteht seit 1925. Sie bezweckt u. a. die Erforschung der Geschichte der Gemeinde Hin- wil. Zudem führt die GOH das Ortsmuseum Hinwil. Ausgangslage Die GOH besitzt eine historische Hausorgel aus dem Jahr 1856. Sie steht im Museum. Es handelt sich dabei um eine Greutert-Orgel aus Wernetshausen in hervorragender handwerk- licher Ausführung. Als Zeuge des regionalen Orgelbaus kommt ihr entsprechende Bedeu- tung zu. Die Orgel soll renoviert werden. Projektziel Ziel ist es, das Orgelgehäuse zu restaurieren und das Orgelwerk wieder vollkommen spiel- bar zu machen. Projektbeschrieb Die Restaurierung des Instrumentes umfasst die Bestandesaufnahme und Dokumentation, das Anbringen eines neuen Motors, die Restau- rierung der Orgelkasten-Bemalung sowie die Regelung des künftigen Unterhalts. Offen ist

noch, ob das Orgelgehäuse (Bemalung) nur res- tauriert oder vollständig abgelaugt werden soll. Durch regelmässige kleine Hauskonzerte soll die restaurierte Orgel der Bevölkerung zugäng- lich gemacht werden. Kosten Fr. 42 000 Gewünschter Betrag Fr. 5 000 Übrige Finanzierung Die Eigenleistung beträgt Fr. 5000. Die Gemein- de engagiert sich ebenfalls mit Fr. 5000. Der Restbetrag muss durch Dritte gedeckt werden. Würdigung Das Projekt entspricht den Richtlinien des Lot- teriefonds. Die Orgel ist ein kulturgeschichtli- cher Zeuge und hat in der Region Seltenheits- wert. Aufgrund der Bedeutung des Instrumentes und der Absicht, ein möglichst rascher Beginn der Sanierungsarbeiten zu ermöglichen, ist es gerechtfertigt, das Vorhaben mit einem etwas höheren Beitrag zu unterstützen. Bewilligter Betrag Fr. 7 000 Auflage Falls bei der Restaurierung des Orgelkastens eine Freilegung und Restaurierung der Original- fassung aus konservatorischen Gründen nicht möglich ist, soll der Erhalt der heute bestehen- den, 1945 angebrachten Fassung anstelle einer vollständigen Ablaugung bis auf das Naturholz geprüft werden. Diese Bemalung zeugt von einer stetigen Wertschätzung und Nutzung der Hausorgel bis weit ins 20. Jahrhundert hinein und hat, wenn auch nicht eine hohe künstleri- sche, doch eine kulturgeschichtliche Bedeutung.

2. «SimplyNano 1®» Experimentierkoffer Bereich Bildung Gesuchstellende SimplyScience Stiftung: Die Stiftung entstand Organisation aus einer Initiative des Schweizer Wirtschafts- verbandes Chemie Pharma Biotech. Sie hat zum Ziel, bei Jugendlichen das Verständnis für wis- senschaftlich-technische Fragen zu fördern und die Jugendlichen dabei auch über mögliche Aus- bildungs- und Laufbahnmöglichkeiten zu orien- tieren.

Ausgangslage Bisher gab es keine praktischen Lehrmittel zum Thema Nanotechnologie. Aus diesem Grund hat SimplyScience einen Experimentierkoffer (SimplyNano 1®) entwickelt, der Materialien für acht Nanotechnologie-Experimente enthält. Projektziele Das Projekt hat einerseits die Wissensvermitt- lung im Nanotechnologie-Bereich zum Ziel, an- derseits die Rekrutierung von Nachwuchs für naturwissenschaftliche und technische Berufe. Projektbeschrieb Der Experimentierkoffer wurde für die Se- kundarstufe I entwickelt. Der Koffer eignet sich sowohl für Demonstrationsexperimente als auch für praktische Schülerversuche. Die Instruktion für die Nutzung des Koffers er- folgt jeweils in halbtägigen Lehrerbildungs- kursen, in denen die Lehrpersonen das not- wendige Hintergrundwissen erhalten. Geplant ist die Produktion von 5000 Koffern zu Fr. 600 für eine gesamtschweizerische Abdeckung. Kosten (bei 5000 Koffern) Fr. 3 000 000 Hinweis Dem Kanton Zürich sollen 150 Koffer abgege- ben werden. Damit kann ein Grundbedarf ab- gedeckt bzw. es können sechs Lehrerfortbil- dungskurse mit je 25 Teilnehmenden angebo- ten werden. Gewünschter Betrag (für 150 Koffer) Fr. 90 000 Finanzierung Die Stiftung hat mit der Unterstützung von des Gesamtvorhabens Sponsoren bis anhin 850 Koffer produziert, die an rund 40 Lehrlingskurse abgegeben wurden. Einzelne Kantone wurden nun angefragt, eine Grundausstattung für ihre Schulen zu finan- zieren. Würdigung Das Projekt entspricht den Richtlinien des Lot- teriefonds. Gemäss Lehrplan des Kantons Zü- rich sollen Schülerinnen und Schüler im Un- terrichtsbereich Mensch und Umwelt auf der Sekundarstufe I Gelegenheit zu unmittelbarer Anschauung, direkter Begegnung, selbstständi- ger Erforschung und Verfolgung eigener Frage- stellungen erhalten. Die Informationen und das Wissen über Chancen und Risiken neuer Tech- nologien wie der Nanotechnologie sind wichtig für den Umgang mit diesen. Bewilligter Betrag Fr. 90 000

Auflagen Die Gewährung des Beitrages ist an folgende Auflagen gebunden: – Der Bildungsdirektion ist eine ausführliche Darstellung zur Gestaltung der halbtägigen Lehrerbildungskurse oder Workshops einzu- reichen. Die Auszahlung des Beitrages erfolgt erst nach Zustimmung der Bildungsdirektion zur Gestaltung der Kurse. – Die kostenlose Abgabe des Experimentier- koffers an die Lehrpersonen erfolgt nur nach Teilnahme an einem der erwähnten Lehrer- bildungskurse (Workshops). – Für die Auszahlung des Betrages hat die Stif- tung nachzuweisen, dass die Koffer für Leh- rerfortbildungskurse für zürcherische Lehre- rinnen und Lehrer verwendet werden.

3. 750 Jahre Richterswil Bereich Freizeit und Feste Gesuchstellende Gemeinde Richterswil Organisation Ausgangslage Die Gemeinde Richterswil kann 2015 das 750- Jahre-Jubiläum ihrer Ersterwähnung feiern. Aus diesem Anlass sind zahlreiche Jubiläums- aktivitäten und -projekte geplant. Projektziele Das Jubiläumsjahr 2015 soll einerseits für die Bevölkerung (auch der Region) zu einem Er- lebnis werden. Anderseits soll das Jahr zur Ver- wirklichung von nachhaltigen Vorhaben genutzt werden. Projektbeschrieb Dazu zählen die Herausgabe einer Ortschronik (mit regionalen Bezügen, verfasst von einer Richterswiler Historikerin und einem Histori- ker), die Beschriftung historisch bedeutungs- voller Häuser im Ortskern mit Tafeln, die He- rausgabe eines Ortsführers sowie einer «Kul- tur-App». Das historische Tavernenschild des Hotels «Raben» soll neu erstellt und der Orts- kern damit um eine weitere Sehenswürdigkeit aufgewertet werden. Zudem sollen von der Be- völkerung gestaltete Beton-Bettsofas das Dorf beleben. Die Kosten für diese Teilprojekte be- tragen Fr. 325 000. Kosten Fr. 663 500 Gewünschter Betrag Fr. 250 000

Übrige Finanzierung Die Eigenleistung beträgt Fr. 250 000. Von Stif- tungen und Sponsoren werden Fr. 163 500 er- wartet. Der Restbetrag soll durch den Lotte- riefonds gedeckt werden. Würdigung Das Projekt entspricht den Richtlinien des Lot- teriefonds. Richterswil spielte in der Zürcher Geschichte als Grenz- und als Industriestand- ort sowie als Pilgerort am Weg nach Einsie- deln eine bedeutende Rolle. Dem Jubiläum kommt deshalb regionale Bedeutung zu. Bewilligter Betrag Fr. 250 000 Auflagen Die Auszahlung des Beitrages ist an folgende Auflagen gebunden: – Der Kantonalen Denkmalpflege ist vorab eine inhaltliche Durchsicht der Tafeltexte zu ermöglichen. – Der bewilligte Betrag darf nur für folgende Vorhaben eingesetzt werden: Ortschronik, Beschriftung der historischen Häuser im Ortskern, Ortsführer, Kultur-App, Tavernen- schild Hotel «Raben» und Beton-Bettsofas. – Der Betrag wird erst nach Vorliegen der Ab- rechnung der einzelnen Vorhaben ausbezahlt und gilt als Kostendach für diese Vorhaben insgesamt.

4. Inventarisierung Objektbestand Bereich Kultur Gesuchstellende Stiftung Spielzeugmuseum Franz Carl Weber: Organisation Die Stiftung betreibt das seit 1978 bestehende Zürcher Spielzeugmuseum an der Fortunagasse in Zürich. Ausgangslage Das Spielzeugmuseum Franz Carl Weber sam- melt Spielwaren aus alter und neuerer Zeit, um sie der Öffentlichkeit sowie der historischen und soziologischen Forschung zugänglich zu machen. Bis anhin wurde der Betrieb des Mu- seums hälftig durch die Franz Carl Weber AG und eine Sponsorenfamilie finanziert. Diese Trägerschaft hat sich nun zurückgezogen. Eine neue Trägerschaft muss gefunden werden. Im Hinblick darauf soll der gesamte Museumsbe- stand elektronisch erfasst werden.

Projektziel Elektronische Inventarisierung des Museums- bestandes (rund 2000 Objekte) Projektbeschrieb Das Vorhaben umfasst die Aufnahme von rund 2000 Spielzeugen vor Ort, die Bearbeitung und Beschriftung der Fotos einschliesslich digitaler Bearbeitung für eine bestmögliche Archivie- rung. Kosten Fr. 161 000 Gewünschter Betrag Fr. 150 000 Übrige Finanzierung Die Stiftung leistet unentgeltliche Arbeit im Umfang von Fr. 10 000. Da die Stiftung über keine Eigenmittel verfügt, ist der Restbetrag durch Dritte zu decken. Würdigung Das Projekt entspricht den Richtlinien des Lot- teriefonds. Die Stiftung bemüht sich um eine neue Museums-Trägerschaft. Die elektronische Inventarisierung des Bestandes ist nur im Zu- sammenhang mit der Weiterführung des Mu- seumsbetriebes angezeigt. Die Stiftung hat sich auch um Drittmittel für das Vorhaben zu be- mühen, weshalb eine angemessene Kürzung am nachgesuchten Beitrag erfolgt. Bewilligter Betrag Fr. 120 000 Auflage Die Auszahlung des Beitrages ist an die Auf- lage gebunden, dass eine verbindliche Zusage für die mindestens dreijährige Finanzierung des Museumsbetriebes vorliegt. Die Stadt Zü- rich muss sich an den Projektkosten und/oder den Betriebskosten beteiligen.

5. Innenausbau Sans-Papier Anlaufstelle Zürich Bereich Soziales Gesuchstellende Verein Sans-Papier Anlaufstelle Zürich (SPAZ): Organisation Der Verein besteht seit 2005 und setzt sich da- für ein, dass jeder Mensch, unabhängig von seinem Aufenthaltsstatus, seine elementaren Grundrechte wahrnehmen und menschenwür- dig leben kann. Ausgangslage Gemäss Schätzungen leben rund 20 000 Sans- Papiers im Kanton Zürich. Die SPAZ berät Migrantinnen und Migranten ohne geregelten Aufenthaltsstatus. Sie ist die einzige Stelle die-

ser Art im Kanton. Nun bietet sich dem Verein in der Kalkbreite die Gelegenheit, zu erheb- lich geringeren Kosten als bis anhin ein neues Domizil in geeignetem Umfeld zu mieten. Projektziel Bestmögliche Erfüllung des Zweckartikels: Rechts- und Sozialberatung für Migrantinnen und Migranten ohne geregelten Aufenthalts- status. Projektbeschrieb Das Vorhaben umfasst den Innenausbau des neuen SPAZ-Domizils in der Kalkbreite mit der Errichtung von Trennwänden für die Raum- unterteilung (Beratungszimmer, Wartezimmer, Grossraumbüro), Elektroinstallationen und dem Einbau einer kleinen Teeküche. Kosten Fr. 81 540 Gewünschter Betrag Fr. 20 000 Übrige Finanzierung Die Eigenleistung beträgt Fr. 11 540. Die Stadt Zürich beteiligt sich mit einem Beitrag von Fr. 20 000. Der Restbetrag muss durch Dritte gedeckt werden. Würdigung Das Projekt entspricht den Richtlinien des Lot- teriefonds. Die Arbeit der Anlaufstelle erfolgt zugunsten von Menschen ohne einen regulä- ren Aufenthalt in der Schweiz bzw. im Kanton Zürich und wird damit in Ergänzung zu staat- lichen Aufgaben im Asylwesen geleistet. Im Vor- dergrund steht dabei die unentgeltliche Sozial- und Rechtsberatung. Bewilligter Betrag Fr. 20 000

6. Neuer Flyer «Leben mit Lupus» Bereich Gesundheit Gesuchstellende Schweizerische Lupus Erythematodes Vereini- Organisation gung (lupus-suisse): Die lupus-suisse bietet ge- samtschweizerisch Menschen Hilfe, die von der Krankheit Lupus Erythematodes und anderen Kollagenosen betroffen sind. Ausgangslage Um in der Öffentlichkeit das Wissen über Lupus zu verbreitern und für Interessierte ein- facher ansprechbar zu sein, soll das Erschei- nungsbild der Vereinigung modernisiert und ein direkter Bezug zu lupus-suisse eingeführt

werden. Hauptträger des neuen Auftrittes sind ein neu gestaltetes Magazin lupus, eine neue Homepage sowie andere neue Werbemittel wie auch ein neuer Flyer. Projektziel Angestrebt werden ein professionellerer Auf- tritt, grössere Bekanntheit und mehr Mitglie- der. Projektbeschrieb Für den neuen Flyer «Leben mit Lupus» ist eine Auflage von 5000 Exemplaren vorgesehen. Er soll an Ärztinnen und Ärzte, Spitäler, Mitglie- der, Interessentinnen und Interessenten, Apo- theken und Drogerien versandt werden. Kosten für den Flyer Fr. 10 000 Gesamtkosten Fr. 108 000 Gewünschter Betrag Fr. 7 000 Übrige Finanzierung Die Eigenleistung beträgt Fr. 37 800. Der Stand- ortkanton Aargau wurde um einen Beitrag von Fr. 7000 angefragt. Der offene Restbetrag ist durch Dritte zu decken. Würdigung Das Projekt entspricht den Richtlinien des Lot- teriefonds. Mit einem neuen Flyer kann eine breitere Öffentlichkeit angesprochen und die unberechenbare Krankheit Lupus Erythema- todes vertiefter ins Bewusstsein gebracht wer- den. Bewilligter Betrag Fr. 7 000 Auflage Die Auszahlung erfolgt erst, wenn der Standort- kanton mindestens einen Beitrag von Fr. 7000 leistet.

7. Jubiläumspublikation «Züri-Metzgete – der Radklassiker» Bereich Freizeit und Feste Gesuchstellende Radfahrer-Verein Zürich (RVZ): Der Verein Organisation bezweckt die Förderung des Radsports und die Teilnahme an einschlägigen Wettbewerben. Ausgangslage Die «Züri-Metzgete» ist das älteste Strassen- rennen in der Schweiz und hat einen engen Bezug zum Kanton. Die Veranstaltung wurde 2014 zum 100. Mal ausgetragen. Projektziel Herausgabe eines Jubiläumsbuches

Projektbeschrieb Der RVZ ist seit der ersten Austragung von 1910 allein verantwortlicher Organisator. Es ist ihm deshalb ein grosses Anliegen, die 100. Durchfüh- rung mit einem Jubiläumsbuch zu würdigen. Die 160-seitige Publikation erschien in einer Auflage von 1500 Exemplaren im Eigenverlag des RVZ. Kosten Fr. 65 300 Gewünschter Betrag Fr. 5 000 Übrige Finanzierung Die Stadt Zürich beteiligt sich mit Fr. 5000 am Projekt. Von Stiftungen und Privaten wird ein Beitrag von Fr. 20 000 erwartet. Hinzu kommen die Einnahmen aus dem Verkauf von rund Fr. 14 000. Der offene Restbetrag muss durch Dritte gedeckt werden. Würdigung Das Projekt entspricht den Richtlinien des Lot- teriefonds. Angesichts der grossen Bedeutung des Anlasses ist ein Beitrag durch den Lotte- riefonds gerechtfertigt. Bewilligter Betrag Fr. 5 000 Hinweis Das Gesuch des RVZ wurde rechtzeitig vor Herausgabe des Buches eingereicht, konnte aber infolge fehlender Mittel nicht mehr be- rücksichtigt werden. Auflage Die Gewährung des Beitrages ist an die Auf- lage gebunden, dass dem Kanton neun Gratis- exemplare zugestellt werden.

8. Historisches Lexikon der Schweiz; Publikation des Bandes mit den Artikeln «Zürich» Bereich Bildung Gesuchstellende Stiftung Historisches Lexikon der Schweiz (Stif- Organisation tung HLS): Die Stiftung mit Sitz in Bern be- zweckt die Herausgabe des HLS sowie dessen Weiterführung in Form einer Datenbank. Ausgangslage Das HLS ist ein wissenschaftliches Nachschla- gewerk, das die Geschichte auf dem Gebiet der heutigen Schweiz von der Urgeschichte bis zur Gegenwart in allgemein verständlicher Form darlegt. Es ist das weltweit einzige wissenschaft- liche Lexikon, das gleichzeitig in drei Sprachen erscheint (Deutsch, Französisch, Italienisch).

Mit der Drucklegung von Band 13 des HLS findet das gesamtschweizerische Grossprojekt seinen Abschluss. Projektziel Druck des 13. und letzten HLS-Bandes mit den Artikeln zu Stadt und Kanton Zürich Projektbeschrieb Im letzten Band enthalten sind unter anderem der grosse Artikel zum Kanton Zürich sowie diejenigen zu den Städten Zürich und Winter- thur. Damit ist Zürich in diesem Band über- proportional stark vertreten. Es ist gängige Praxis der Stiftung HLS, den jeweiligen Kan- ton um einen Druckkostenbeitrag zu ersu- chen. Auch ist geplant, die Hauptvernissage für den Band in Zürich durchzuführen. Kosten (Druckkosten) Fr. 400 000 Gewünschter Betrag Fr. 150 000 Übrige Finanzierung Der Bund hat einen Beitrag von Fr. 150 000 zu- gesichert. Die Loterie Romande und die Lot- teria ticinese sowie der Kanton Zug wurden um einen Beitrag angefragt. Würdigung Das Projekt entspricht den Richtlinien des Lot- teriefonds. Mit dem 13. Band des HLS erhält die zürcherische und schweizerische Öffentlich- keit eine kurz gefasste Geschichte des Kan- tons und der Städte Zürich und Winterthur. Aufgrund der Übersetzung der beiden Artikel ins Französische und Italienische wird die Zür- cher Geschichte weit über die Sprach- und Lan- desgrenzen hinaus bekannt gemacht. Bewilligter Betrag Fr. 150 000 Auflage Die Gewährung des Beitrages ist an die Auf- lage gebunden, dass dem Kanton Zürich elf Belegexemplare zugestellt werden.

9. Planung «Zürich im Landesmuseum» Bereich Bildung Gesuchstellende Interessengemeinschaft Zürich im Landesmu- Organisation seum (IG ZiL): Die aus Stadt Zürich, Kanton Zürich und dem Landesmuseum bestehende Trägerschaft bezweckt die Schaffung einer blei- benden interaktiven Einrichtung im Landes- museum, die über das bestehende kulturhisto- rische Angebot im Kanton orientiert.

Ausgangslage Die Stadt und der Kanton Zürich verfügen über keinen zentralen Ort, wo gebündelt auf ihre Geschichte und auf kulturhistorisch be- deutende Stätten hingewiesen wird. Das Pro- jekt «Zürich im Landesmuseum» soll diese Lücke schliessen. Projektziel Im Landesmuseum soll eine dauerhafte Ein- richtung geschaffen werden, mit der das kultur- historische Angebot in Kanton und Stadt Zü- rich aktuell aufgezeigt wird. Projektbeschrieb Das Landesmuseum reserviert in seinem Er- gänzungsbau 400 m2 Ausstellungsfläche für «Zü- rich im Landesmuseum». Zurzeit laufen Pla- nungsarbeiten für diese interaktive, dauerhaf- te Einrichtung. In einem nächsten Schritt soll das Vorhaben bis zum Feinkonzept ausgear- beitet werden. Für die Ausstellungs-Investitio- nen hat die IG ZiL bereits ein Gesuch einge- reicht, über das der Kantonsrat zu entscheiden hat. Kosten der jetzigen Planungsphase Fr. 360 000 Gewünschter Betrag Fr. 360 000 Finanzierung Die Stadt Zürich hat alle bisher geleisteten Vorarbeiten im Umfang von Fr. 233 000 finan- ziert. Es erscheint angemessen, dass der Kan- ton nun, da seine inhaltliche Beteiligung im Projekt sichergestellt ist, seinerseits einen subs- tanziellen Beitrag an die Planung und Organi- sation beisteuert. Würdigung Das Projekt entspricht den Richtlinien des Lot- teriefonds. Für den Kanton stellt «Zürich im Landesmuseum» eine gute Möglichkeit dar, sein reiches, aber räumlich breit verteiltes kul- turhistorisches Erbe an einem zentralen Ort vorstellen zu können. Bewilligter Betrag Fr. 360 000 Auflage Die bisherigen jährlichen Betriebskosten wur- den mit Fr. 750 000 veranschlagt. Im neusten Budgetplan der Stadt Zürich vom Juli 2014 wird auf jährliche Betriebskosten von Fr. 900 000 hingewiesen, von denen der Kanton Zürich 1⁄3 übernehmen soll. Bezüglich Höhe und Anteil besteht zwischen Kanton und Stadt Zürich

noch keine Einigung. Aus diesem Grund wird der bewilligte Beitrag erst ausbezahlt, wenn eine von der Baudirektion akzeptierte Eini- gung mit der Stadt Zürich über die Beteili- gung des Kantons an den Betriebskosten vor- liegt. Die Gewährung des Beitrages bedeutet keineswegs eine stillschweigende Zustimmung zu den gegenwärtig budgetierten Betriebskos- tenbeiträgen.

10. RoadCross Klientendatenbank Bereiche Sicherheit und Verwaltung Gesuchstellende Stiftung RoadCross Schweiz: Die Stiftung be- Organisation steht seit 2005. Sie bezweckt die allgemeine Verbesserung der Verkehrssicherheit, die För- derung einer gesunden und massvollen Ent- wicklung des Strassenverkehrs, die Verminde- rung der Anzahl der Opfer und Geschädigten durch den Strassenverkehr sowie die Bera- tung, Begleitung und Unterstützung der Opfer und ihrer Angehörigen. Ausgangslage Die Stiftung arbeitet seit vielen Jahren mit pri- vaten wie öffentlichen Stellen zusammen. Die Fachberatung der Geschädigten nimmt einen hohen Stellenwert ein. Dafür benötigt die Stif- tung eine neue Klientendatenbank, die profes- sionelle Beratungsdienstleistungen ermöglicht. Projektziel Entwickeln und Installieren einer auf die Road- Cross Schweiz Fachberatung zugeschnittenen Klientendatenbank Projektbeschrieb Das Projekt umfasst umfangreiche Abklärun- gen zu bestehenden Programmen, das Definie- ren von Anforderungen, das Entwickeln und Austesten eines Pilotsystems sowie die Instal- lation des Systems und die Schulung der Mit- arbeitenden. Kosten Fr. 90 878 Gewünschter Betrag Fr. 20 883 Übrige Finanzierung Die Eigenleistung beträgt rund Fr. 13 500. Von den Kantonen AG, BE, SG und SH werden Fr. 50 852 gewünscht. Der Restbetrag soll über Dritte gedeckt werden.

Würdigung Das Projekt entspricht den Richtlinien des Lot- teriefonds. RoadCross leistet einen Beitrag an die Verkehrssicherheit und unterstützt oder ergänzt damit die Bemühungen der Kantons- polizei Zürich bzw. der Verkehrspolizei. Bewilligter Betrag Fr. 21 000 Auflage Die Gewährung des Beitrages ist an die Aufla- ge gebunden, dass der Beitrag erst ausbezahlt wird, wenn die Gesamtfinanzierung des Vor- habens gesichert ist.

11. Buchprojekt «Allein lebende Frauen im Alter» Bereich Bildung Gesuchstellende Autorinnenteam «Allein lebende Frauen im Organisation Alter» Ausgangslage Die Mehrzahl der Frauen über 75 lebt allein (von den Männern sind es rund 20%). Berufs- ende, Tod des Partners oder Scheidung lassen Frauen aus wichtigen Bezügen fallen und ver- ändern ihre Lebensgestaltung und ihr Lebens- gefühl. Projektziel Mit einem Buch, das wichtige Themen weibli- cher Lebensgestaltung allein lebender Frauen im Alter aufnimmt, soll diesen Frauen mehr öffentliche Präsenz gegeben werden. Zudem sollen die Wertschätzung und das Selbstbe- wusstsein der allein lebenden Frauen im Alter gestärkt und ihre Bedeutung für eine berei- chernde Alterskultur aufgezeigt werden. Projektbeschrieb Grundlage für die Publikation bildet die Studie «Neue Frauen-Alterskultur konkret». Dazu er- schien bisher eine Broschüre, in der die Ergeb- nisse der Studie zusammengefasst wurden. Das umfangreiche Interviewmaterial der Studie soll aufgearbeitet und ergänzt werden. Zurzeit sucht das Autorinnenteam einen geeigneten Verlag. Der voraussichtliche Verkaufspreis des Buches steht noch nicht fest. Das Buch soll jedoch für alle Interessierten erschwinglich sein. Kosten Fr. 67 800 Gewünschter Betrag Fr. 10 000 Übrige Finanzierung Die Eigenleistung beträgt Fr. 26 400. Von Spon- soren wird ein Beitrag von Fr. 15 000 erwartet. Der Restbetrag muss durch Dritte und den Verkauf gedeckt werden.

Würdigung Das Projekt entspricht den Richtlinien des Lot- teriefonds. Es wird insbesondere auch dem Kan- ton Zürich zugutekommen, da es ein Thema behandelt, das in den nächsten Jahren in ver- schiedener Hinsicht an Bedeutung (u. a. die Armutsprävention im Alter) gewinnen wird. Bewilligter Betrag Fr. 10 000 Auflage Die Auszahlung des Beitrages ist an die Auflage gebunden, dass dem Lotteriefonds gratis zehn Belegexemplare der Publikation zugestellt wer- den.

12. EDV-Erneuerung Bereich Soziales Gesuchstellende Verein Die Dargebotene Hand Telefonseel- Organisation sorge Zürich: Der Verein besteht seit 1981. Er hat das Ziel, rat- und hilfesuchenden Men- schen ein helfendes Gespräch anzubieten. Er arbeitet gemäss den Richtlinien des Interna- tionalen Verbandes für Telefonseelsorge. Sein Dienst erfolgt auf christlicher Grundlage ohne konfessionelle Bindung. Ausgangslage Die Dargebotene Hand ist zur Erfüllung ihrer Aufgabe auf eine gut funktionierende EDV angewiesen. Die Hardware ist veraltetet, die Betriebssysteme können nicht mehr aktuali- siert werden. Wichtige Programme (Adress- verwaltung Gönner, Mitglieder, Fundraising) sind nicht kompatibel und ebenfalls veraltet. Projektziel Die Funktionstüchtigkeit der EDV muss er- halten bzw. wieder verbessert werden. Durch Zeitersparnis beim administrativen Aufwand können frei werdende Mittel für andere Auf- gaben eingesetzt werden. Projektbeschrieb Der Server und zwei Arbeitsstationen müssen ersetzt werden. Hinzu kommt der Kauf einer Administrationssoftware, die der Schweizer Verband der Dargebotenen Hand entwickeln liess. Der Verband übernimmt die Lizenzkos- ten. Kosten Fr. 34 000 Gewünschter Betrag Fr. 16 000

Übrige Finanzierung Die Eigenleistung beträgt Fr. 7000. Die Stadt Zürich und eine stadtnahe Stiftung leisten ins- gesamt Fr. 11 000. Der Restbetrag soll durch den Lotteriefonds gedeckt werden. Würdigung Das Projekt entspricht den Richtlinien des Lot- teriefonds. Die Investitionen erweisen sich als notwendig und angemessen. Als niederschwel- liges Angebot leistet die Dargebotene Hand einen wichtigen Beitrag, um Krisensituationen aufzufangen, Kurzschlusshandlungen zu ver- hindern oder Alltagsprobleme zu bewältigen. Ihr Angebot entlastet die öffentliche Hand wir- kungsvoll. Bewilligter Betrag Fr. 16 000

13. Renovation der Ferienhäuser Chaumont und Magliaso Bereich Bildung Gesuchstellende Stiftung Zürcher Schülerferien: Die Stiftung Organisation organisiert Ferien für schulpflichtige Kinder der Stadt Zürich. Die von pädagogisch geschulten und erfahrenen Personen durchgeführten Lager sind so gestaltet, dass sie die Gesundheit der Kinder fördern, erzieherisch wertvoll und er- schwinglich sind. Ausgangslage Die meisten Lager werden in den vier stiftungs- eigenen Ferienhäusern durchgeführt. In der Zeit ausserhalb der Schulferien stehen die Häuser in erster Linie für Klassenlager der Volksschule des gesamten Kantons zur Verfügung. Das über 100 Jahre alte Gebäude auf dem Chaumont wie auch die 1960 erstellte Anlage in Magliaso weisen ihrem Alter entsprechenden Sanierungs- bedarf auf. Projektziel Ziel der Sanierungsvorhaben sind eine deutliche Bausubstanz-Verbesserung sowie Einsparung von Heizenergie. Projektbeschrieb Im Ferienhaus Chaumont sollen die Heiz- und Tankanlage ersetzt sowie das Dach instand ge- stellt werden. In der Anlage Magliaso müssen Fenster und Fensterläden erneuert und Flach- dächer saniert werden. Kosten Fr. 676 000 Gewünschter Betrag Fr. 486 000

Übrige Finanzierung Die Eigenleistung beträgt Fr. 190 000. Der Restbetrag soll durch den Lotteriefonds des Kantons Zürich gedeckt werden. Würdigung Das Projekt entspricht den Richtlinien des Lot- teriefonds. Die geplanten Arbeiten sind not- wendig und ohne unnötigen Luxus geplant. Mit dem Zur-Verfügung-Stellen der Lager- häuser als günstige Unterkünfte für Klassen- lager von Volks- und Kantonsschulen erbringt die Stiftung eine gemeinnützige Leistung, die den Schülerinnen und Schülern des Kantons Zürich zugutekommt. Bewilligter Betrag Fr. 486 000 Auflage Die Stadt Zürich leistet zwar einen jährlichen Betriebsbeitrag an die Stiftung, jedoch keinen Investitionsbeitrag an die vorliegenden Pro- jekte. Die Stiftung muss bei einem allfälligen nächsten Gesuch an den Kanton Zürich nach- weisen, dass sich die Stadt Zürich an den Inves- titionskosten beteiligt. Nur unter dieser Voraus- setzung werden zukünftig Gesuche entgegen- genommen.

14. Lange Nacht der Museen 2015–2019 Bereiche Politik, Verwaltung Gesuchstellende Staatskanzlei, Parlamentsdienste des Kantons- Organisation rates Ausgangslage Der Regierungsrat und die Geschäftsleitung des Kantonsrates haben Anfang 2012 eine Ar- beitsgruppe beauftragt, während dreier Jahre den Anlass «Rathaus in der Langen Nacht der Museen» durchzuführen und anschliessend aus- zuwerten. Nach zwei Anlässen kann in einer Zwischenbilanz in Bezug auf die Anzahl der Besuchenden sowie deren Rückmeldungen (Akzeptanz, Interesse) ein grosser Erfolg fest- gestellt werden. Eine Weiterführung der Öff- nung des Rathauses in der Langen Nacht der Museen für 2015–2019 wird daher angestrebt. Projektziel Das Projekt «Rathaus in der Langen Nacht der Museen» hat zum Ziel, sowohl die Zürcher Politik als auch das Zürcher Rathaus der Be- völkerung näherzubringen.

Projektbeschrieb An diesem Anlass können die Geschichte des Rathauses (bedeutender Renaissance-Profan- bau) und die Politik mit künstlerischen Mit- teln dargestellt werden, was der Bevölkerung einen leichteren Zugang dazu erlaubt. Damit dieses Projekt weiterhin Erfolg hat, ist eine thematische Gestaltung von besonderer Be- deutung. Sowohl der Einsatz von Filmen wie auch Lesungen und Podiumsveranstaltungen sowie Theatervorführungen sind vorgesehen. Kosten Fr. 430 000 Gewünschter Betrag für fünf Jahre Fr. 400 000 Übrige Finanzierung Es wird eine erhebliche Eigenleistung (Zu- satzarbeit) erbracht. 35 bis 40 Personen der Staatskanzlei, der Parlamentsdienste und der Polizeischule stehen im Einsatz. Könnte man für den Sicherungseinsatz nicht auf die Polizei- aspirantinnen und -aspiranten zählen, so würde ein Abend in diesem Teilbereich rund Fr. 25 000 bis Fr. 30 000 kosten. Den Mitarbeitenden wer- den die Einsätze für die «Lange Nacht der Museen» als Arbeitszeit angerechnet. Würdigung Die Teilnahme an der «Langen Nacht der Mu- seen» ermöglicht es dem Kanton, das Rathaus und die kantonale Politik einer breiten Öffent- lichkeit näherzubringen. Bewilligter Betrag für die Jahre 2015–2019, insgesamt Fr. 400 000 Auflage Der Lotteriefonds richtet in der Regel keine Betriebsbeiträge aus und finanziert keine wie- derkehrenden Veranstaltungen mit. Die Gewäh- rung des Beitrages stellt deshalb eine Ausnahme dar, die es der Staatskanzlei ermöglichen soll, für eine allfällige Durchführung der «Langen Nacht der Museen» ab 2020 andere Finanzie- rungsquellen zu suchen.

15. Professionalisierung und Vernetzung der TIR-Bibliothek Bereich Bildung Gesuchstellende Stiftung für das Tier im Recht (TIR): Die Stif- Organisation tung unterstützt und fördert die umfassende Anwendung und Weiterentwicklung von Recht und Ethik zum Schutz der Tiere und in der Mensch-Tier-Beziehung in der Schweiz und im Ausland.

Ausgangslage Die TIR unterhält eine eigene Bibliothek mit derzeit gegen 15 000 Werken rund um Gesichts- punkte des menschlichen Umgangs mit Tieren. Sie ist die wohl umfassendste Sammlung ihrer Art im gesamten deutschsprachigen Raum und beherbergt insbesondere auch ältere, schwer zugängliche Publikationen von erheblichem wissenschaftlichem Wert. Als grosser Informa- tionsfundus ist die TIR-Bibliothek Grundlage für zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten weit über die Kantonsgrenzen hinaus. Das zuneh- mende Interesse von Studierenden und For- schenden an Tierthemen zwingt die TIR, ihre einfache Bibliotheksinfrastruktur zu professio- nalisieren. Unumgänglich ist überdies die Ver- netzung im Bibliotheksverbund NEBIS. Projektziel Verbesserung des Zugangs zum TIR-Biblio- theksbestand für ein wachsendes Zielpublikum und Umwandlung in eine Ausleihbibliothek sowie Förderung des Wissenschafts- und For- schungsstandorts Zürich Projektbeschrieb Vorgesehen sind die Umstrukturierung der Bibliothek einschliesslich Aufbau und Inbe- triebnahme des NEBIS-Systems sowie die In- tegration der elektronischen Dossiers. Im Wei- teren sind die Etablierung der Fachbibliothek und die Überführung in die Selbstständigkeit bezüglich Unterhalt und laufender Erweite- rung geplant. Kosten Fr. 1 590 000 Gewünschter Betrag Fr. 500 000 Übrige Finanzierung Die Eigenleistung beträgt Fr. 190 000. Von zahl- reichen Vergabestiftungen werden insgesamt Fr. 870 000 erwartet. Der offene Restbetrag ist durch Dritte zu decken. Würdigung Das Projekt entspricht den Richtlinien des Lot- teriefonds. Es handelt sich um ein nachhaltiges Vorhaben, das durch die Umstrukturierung Interessierten aus allen beruflichen und aka- demischen Disziplinen und ebenso einer brei- ten Öffentlichkeit die Bibliotheksnutzung er- möglicht. Der verbesserte Zugang zum Biblio-

theksbestand bedeutet auch eine Aufwertung des Wissenschafts- und Forschungsstandorts Zürich. Da davon auszugehen ist, dass Einspa- rungen möglich sind, erscheint ein Beitrag von Fr. 450 000 angebracht. Bewilligter Betrag Fr. 450 000 Auflage Die Gewährung des Beitrages ist an die Auflage gebunden, dass das Vorhaben in Zusammen- arbeit mit der Zentralbibliothek durchgeführt wird.

16. Schlauer Bauer Openair Bereich Kultur Gesuchstellende Verein Schlauer Bauer Openair: Der Verein Organisation organisiert seit 1990 jährlich das Schlauer Bauer Musik Openair auf dem Gelände eines Bauern- hofes in Wetzikon. Ausgangslage Das Openair ist ein fester Bestandteil der alter- nativen Schweizerischen Musikfestival-Land- schaft. Die wechselhafte Geschichte der Veran- staltung soll zum 25-Jahre-Jubiläum in einem Buch aufgezeigt werden. Projektziel Die Publikation will Vielfalt und Eigenheit des Openairs aufzeigen, sowie das langjährige so- ziokulturelle Engagement des Vereins Schlauer Bauer widerspiegeln. Projektbeschrieb Vorgesehen ist ein reich bebildertes und fun- diert recherchiertes Buch über die 25-jährige Geschichte des Schlauer Bauer Openairs. Die 120-seitige Publikation soll im Eigenverlag in einer Auflage von voraussichtlich 300 Exemp- laren erscheinen. Der angestrebte Verkaufs- preis beträgt Fr. 25. Kosten Fr. 29 500 Gewünschter Betrag Fr. 10 000 Übrige Finanzierung Die nicht budgetierte Eigenleistung des Ver- eins beträgt rund Fr. 27 000. Die Einnahmen aus dem Verkauf sind mit Fr. 2500 budgetiert. Von der Standortgemeinde, Stiftungen und Pri- vaten wird ein Beitrag von Fr. 17 000 erhofft. Der Restbetrag soll durch den Lotteriefonds gedeckt werden.

Würdigung Das Projekt entspricht den Richtlinien des Lot- teriefonds. Ein Bezug zum Kanton Zürich ist gegeben. Bewilligter Betrag Fr. 10 000 Auflage Die Gewährung des Beitrages ist an die Auflage gebunden, dass dem Kanton fünf Exemplare des Buches zugestellt werden.

17. Projekt «Child-friendly Justice 2020» Bereiche Soziales/Verwaltung Gesuchstellende Verein Kinderanwaltschaft Schweiz: Der Ver- Organisation ein wurde 2006 gegründet. Er bietet Kindern und Jugendlichen in allen sie betreffenden Verfahren unabhängige Hilfe und Unterstüt- zung. Er fördert und unterstützt die Sensibili- sierung und die Umsetzung einer kindgerech- ten Justiz in der Schweiz. Ausgangslage Der Verein stützt sich insbesondere auf die UN-Konvention über die Rechte des Kindes und die schweizerische Rechtsordnung. Haupt- anliegen sind die Partizipation von Kindern und Jugendlichen in Rechtsverfahren und die Förderung einer unabhängigen und qualifizier- ten Kindesverfahrensvertretung. Diese werden evaluiert und entsprechende Standards weiter- entwickelt. Der Verein bearbeitet drei Berei- che: Beratung für Kinder & Jugendliche, Fort- und Weiterbildung für Kinderanwältinnen und -anwälte sowie die Zusammenarbeit mit Ge- richten, Kinderschutzbehörden und der Polizei zur Umsetzung einer kindgerechten Justiz. Das vorliegende Gesuch betrifft den dritten Teil- bereich: Die besonderen Bedürfnisse der Kin- der im Verfahren vor Behörden und Gerichten werden oft vergessen. An dieser Stelle setzt das Projekt an. Projektziel Bis 2020 sollen die Leitlinien des Europarates unter vollständiger Berücksichtigung der UN- Kinderrechtskonvention für eine kindgerechte Justiz in der Schweiz bei allen zuständigen Be- hörden, Gerichten und der Polizei umgesetzt sein.

Projektbeschrieb Dabei geht es vor allem darum, Kinder und Ju- gendliche in allen sie betreffenden Angelegen- heiten anzuhören. Dies bedeutet, dass das Schweizer Rechtssystem, die zuständigen Be- hörden, Gerichte und die Polizei «kindgerech- ter» werden. Dieses bis 2020 befristete Pro- gramm hat Modellcharakter für die Zusam- menarbeit einer privaten NGO mit der öffent- lichen Hand. Kosten Fr. 2 540 000 Gewünschter Betrag Fr. 412 000 Übrige Finanzierung 10% der Kosten werden vom Bund und 90% der Kosten sollen von den Kantonen getragen werden. Würdigung Das Projekt entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Es strebt in einem klar gesetz- ten Zeitrahmen die einheitliche gesamtschwei- zerische Anwendung von Leitlinien an. Von der Child-friendly Justice sind zivilrechtliche, strafrechtliche und verwaltungsrechtliche Ver- fahren betroffen. Nicht bekannt ist, wie viele Kinder schweizweit davon profitieren. Eine Studie des Nationalfonds aus dem Jahr 2007 weist aus, dass z. B. 15 000 Kinder und Jugend- liche von Scheidungsverfahren betroffen waren, wobei davon lediglich 10% im entsprechen- den Verfahren angehört wurden und lediglich in 0,85% der Verfahren eine Kinderanwältin oder ein Kinderanwalt eingesetzt wurde. Bewilligter Betrag Fr. 412 000 Auflagen Die Auszahlung des Beitrages wird an folgende Auflagen gebunden: – Bund und Kantone (ohne Zürich) beteiligen sich mit mindestens 1,3 Mio. Franken am Vorhaben. – Das Projekt ist durch einen wissenschaft- lichen Beirat zu begleiten. Dieser hat u. a. fachliche und methodische Standards (z. B. aus der Entwicklungspsychologie) bei der Konzeption und Einführung von Verfahrens- abläufen festzulegen.

18. Pilotprojekt «Büro für Leichte Sprache» Bereich Soziales Gesuchstellende Verein Pro Infirmis: Der Verein besteht seit Organisation 1921 (und die Zweigstelle Zürich seit 1972). Er setzt sich dafür ein, dass Menschen mit einer Behinderung ihr Leben selbstständig und selbst- bestimmt führen sowie aktiv am sozialen Le- ben teilnehmen können und nicht benachtei- ligt werden. Die Organisation erbringt und för- dert Dienstleistungen für Menschen mit einer Behinderung und deren Bezugspersonen. Ausgangslage Vielen Menschen fällt es schwer, behördliche oder andere komplizierte Texte zu verstehen, sei es aufgrund von Fremdsprachigkeit oder feh- lendem Verständnis. Ihnen soll mit Texten in «leichter Sprache» geholfen werden. «Leichte Sprache» meint eine Verdichtung des Inhalts auf wesentliche Aussagen. Projektziel Mehr Leserinnen und Leser sollen vor allem behördliche Unterlagen, Informationen und Texte verstehen, nachvollziehen und ihre per- sönlichen Überlegungen und Rückschlüsse da- raus ziehen können. Projektbeschrieb Mit dem zweijährigen Pilotprojekt «Büro für Leichte Sprache» will Pro Infirmis im Kanton Zürich eine neue Dienstleistung aufbauen. Pro Infirmis wird für die eigentlichen Übersetzun- gen fachkundige Übersetzerinnen und Über- setzer anstellen, die mit der «Leichten Spra- che» vertraut sind. Eine Kontrollgruppe wird die Texte jeweils prüfen. Nach der Pilotphase soll das Angebot «Büro für Leichte Sprache» selbsttragend sein. Kosten Fr. 350 000 Gewünschter Betrag Fr. 150 000 Übrige Finanzierung Die Eigenleistung beträgt Fr. 150 000. Das Mi- gros-Kulturprozent soll Fr. 50 000 beitragen. Der offene Restbetrag soll durch den Lotteriefonds gedeckt werden. Würdigung Das Projekt entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Das Projekt ist für die Kundin- nen und Kunden der Pro Infirmis von erhebli- cher Bedeutung, etwa im Zusammenhang mit

dem Lesen und Verstehen von IV-Erlassen und -Verfügungen. Dadurch wird ihre Selbst- ständigkeit und Selbstbestimmung gefördert. Mit der Umsetzung des Projektes können auch Sozialberatungsstellen wirkungsvoll entlastet werden. Bewilligter Betrag Fr. 150 000

19. Filmclub Xenix – Jubiläumsinvestitionen Bereich Kultur Gesuchstellende Verein Filmclub Xenix: Der Verein besteht seit Organisation 35 Jahren. Er bezweckt, seinen Mitgliedern das Medium Film auf nicht kommerzielle Weise näherzubringen. Ausgangslage Das 1980 gegründete Kino Xenix gehört zu den profiliertesten Programmkinos der Schweiz. Es zeigt vorwiegend künstlerisch und filmgeschicht- lich bedeutende Werke, die von den kommer- ziellen Kinos nicht oder nicht mehr angeboten werden. Projektziel Aus Anlass des Jubiläums soll das Programm des Kinos verstärkt ins Bewusstsein des Zür- cher Publikums gerückt werden. Projektbeschrieb Zum Jubiläum plant der Filmclub Xenix einer- seits Anschaffungen (vorgesehen sind der Er- satz der Open-Air-Bestuhlung und die Moder- nisierung der technischen Infrastruktur im Pro- jektionsraum sowie ein neues Kassensystem). Anderseits ist ein neues Programmgefäss mit Dokumentarfilmen geplant. Hinzu kommen ein Jubiläumsfest und ausserordentliche Werbeak- tionen in Trams, Bussen und auf Plakatsäulen. Kosten Fr. 288 500 Gewünschter Betrag Fr. 103 000 Übrige Finanzierung Die Eigenleistungen betragen rund Fr. 136 000. Von Sponsoren wird ein Beitrag von Fr. 15 000 erwartet. Eine stadtnahe Stiftung hat bereits Fr. 20 000 zugesichert. Der offene Restbetrag muss durch Dritte gedeckt werden. Würdigung Das Projekt entspricht den Richtlinien des Lot- teriefonds. Aus filmkultureller Sicht handelt es sich beim Xenix um eine wichtige Einrichtung im Kanton. Das Kino Xenix erweitert mit sei-

nen Reprisen-Programmen die kulturelle Viel- falt im Kanton. Da von städtischer Seite nur ein Beitrag von Fr. 20 000 geleistet wird, ist eine Kürzung am nachgesuchten Beitrag auf Fr. 90 000 angebracht. Bewilligter Betrag Fr. 90 000

20. Kulturbetrieb «scala», Erneuerung technische Infrastruktur Bereich Kultur Gesuchstellende Verein Scala, Wetzikon: Der Verein feierte 2014 Organisation sein zehnjähriges Jubiläum. Er betreibt in Wet- zikon ein Kulturlokal und organisiert kulturelle Veranstaltungen für alle Generationen. Ausgangslage Der Verein organisiert pro Jahr 50 bis 60 Ver- anstaltungen (Konzerte, Theater-, Tanz- und Kleinkunstvorstellungen). Sie finden in einem Saal statt, der Platz für bis zu 400 Personen bie- tet. Er wird zudem lokalen Kulturgruppen zu günstigen Konditionen zur Verfügung gestellt. Projektziel Aus Anlass des Jubiläums soll ein Teil der tech- nischen Infrastruktur erneuert und auf den aktuellen Stand der Technik gebracht werden. Zudem soll mit der Anschaffung zweier mobi- ler Bars der Umsatz erhöht werden. Projektbeschrieb Ein grosser Teil der technischen Anlagen ist 20 Jahre alt, störanfällig und entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen. Um den Kulturbetrieb professionell betreiben zu kön- nen, braucht der Verein eine neue Saalbeschal- lung mit Mischpult und Mikrofonsystem, eine Lichtanlage mit verschiedenen Scheinwerfern, Effektgeräten und der entsprechenden Steue- rung, ausserdem einen Projektor und eine Lein- wand. Zudem wird die Infrastruktur um zwei Bars für den Getränkeverkauf in den Pausen erweitert. Kosten Fr. 348 370 Gewünschter Betrag Fr. 320 000 Übrige Finanzierung Die Eigenleistung besteht aus freiwilliger Mit- arbeit der Vereinsmitglieder. Aus Einnahmen des Billett- und Getränkeverkaufs werden Fr. 13 370 erwartet. Die Standortgemeinde be- teiligt sich mit Fr. 5000 am Projekt. Spenden

wurden mit einem Betrag von Fr. 10 000 bud- getiert. Der offene Restbetrag ist durch Dritte zu decken. Würdigung Das Projekt entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Das Kulturlokal Scala ist das einzige Lokal mit einer konzertfähigen Licht- und Ton-Infrastruktur der Region und trägt damit wesentlich zu einem attraktiven Kultur- angebot im Zürcher Oberland bei. Durch die geplanten Erneuerungen werden die Betriebs- und die Wettbewerbstauglichkeit nachhaltig verbessert. Verglichen mit dem Beitrag der Standortgemeinde ist der vom Kanton ge- wünschte Beitrag unverhältnismässig hoch. Des- halb ist eine Kürzung des nachgesuchten Bei- trages angebracht. Bewilligter Betrag Fr. 200 000 Auflage Die Gewährung des Beitrages des Kantons ist an die Auflage gebunden, dass der Lotterie- fondsbeitrag ausschliesslich für die Erneuerung der technischen Infrastruktur gemäss Projekt- beschrieb und nicht für die mobilen Bars ver- wendet wird.

21. Neuer Nutzpflanzengarten – Botanischer Garten Zürich Bereiche Ökologie/Bildung Gesuchstellende Botanischer Garten der Universität Zürich: Organisation Der Garten dient einerseits der universitären Forschung und Lehre und anderseits der Öffent- lichkeit. Ausgangslage Der in den 70er-Jahren angelegte Botanische Garten weist pro Jahr rund 130 000 Besuche- rinnen und Besucher aus. Seit 2009 wurde er einer Gesamtrenovation unterzogen und schritt- weise nach Kriterien moderner Museumspä- dagogik umgestaltet. Eine neue Gestaltung er- fährt auch der Garten mit Nutzpflanzen. Projektziel Mit dem neuen Nutzpflanzengarten soll die Bedeutung dieser Pflanzen für Besucherinnen und Besucher erlebbar gemacht werden.

Projektbeschrieb Im nordöstlichen Teil des Botanischen Gartens entstehen auf einer Fläche von rund 1500 m2 drei Gartenbereiche mit den Schwerpunkten Heilpflanzen, restliche Nutzpflanzen und Er- lebnisgarten für Kinder. Dazu gehört auch ein überdachter Sitzbereich für Gruppen. Kosten Fr. 850 000 Gewünschter Betrag Fr. 500 000 Übrige Finanzierung Die Eigenleistung beträgt Fr. 100 000. Der of- fene Restbetrag ist durch Dritte zu decken. Würdigung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Gegenwärtig fehlt in Zürich ein Lehr- und Lernort, an dem die Bedeutung der Pflanzen für die Menschen erlebbar ist. Der neue Garten mit Nutzpflanzen wird den Besu- cherinnen und Besuchern die Herkunft und Vielfalt der Nutzpflanzen zeigen. Da der Bota- nische Garten Teil der Universität Zürich ist, kann auf eine Kostenbeteiligung seitens der Stadt Zürich verzichtet werden. Bewilligter Betrag Fr. 500 000

22. Publikation «Schlieren in der Sattelzeit 1750–1850» Bereich Bildung Gesuchstellende Interessengemeinschaft (IG) Schlieren in der Organisation Sattelzeit 1750–1850: Die IG besteht aus meh- reren Historikern. Die Co-Trägerschaft für das Vorhaben übernehmen das Staatsarchiv des Kantons Zürich und das Staatsarchiv des Kan- tons Aargau. Ausgangslage Mit Sattelzeit wird die Übergangsperiode 1750– 1850 mit dem Scheitelpunkt der Französischen Revolution bezeichnet, in der sich Gesellschaft, Lebensumstände und Mentalität der Europäer zur Moderne hin entwickelt haben. Das Staatsarchiv des Kantons Zürich hat 2011 ein Legat im Betrag von Fr. 221 500 erhalten, verbunden mit der Auflage, diese Mittel einzu- setzen für «historische Forschungen zur Ge- schichte der Gemeinde Schlieren durch kom- petente Historiker». Nach verschiedenen Ab- klärungen entschloss sich das Staatsarchiv, die Sattelzeit des Raumes Schlieren untersuchen zu lassen.

Projektziel Herausgabe eines Buches zur Geschichte des Raumes Schlieren zwischen 1750 und 1850. Projektbeschrieb Die politischen Wegmarken dieser Zeit waren die Helvetische Revolution von 1798, die Me- diation von 1803 (Schlieren wird dem Kanton Zürich zugeteilt) und die liberale Revolution von 1830/1831. Dieser übergeordnete politische, wirtschaftliche und soziale Wandel soll im ge- planten Buch zum Thema gemacht werden. Die Publikation umfasst rund 120–150 Seiten mit 120 Bildern, Tabellen und Diagrammen. Kosten Fr. 271 500 Gewünschter Betrag Fr. 25 000 Übrige Finanzierung Das Legat wird vollumfänglich eingesetzt. Der Kanton Aargau hat einen Betrag von Fr. 15 000 zugesichert. Der Verkaufserlös wird auf Fr. 10 000 geschätzt. Der offene Restbetrag muss durch den Lotteriefonds gedeckt werden. Würdigung Das Projekt entspricht den Richtlinien des Lot- teriefonds. Das Vorhaben ist aus kulturpoliti- scher Sicht zu begrüssen. Die regionale Be- deutung und der inhaltliche Bezug zum Kan- ton sind gegeben. Bewilligter Betrag Fr. 25 000 Auflage Die Gewährung des Beitrages ist an die Auf- lage gebunden, dass dem Kanton Zürich gratis 15 Belegexemplare zugestellt werden.

23. Ausstellung «Alles in Allem – Zürich im Spiegel von Kurt Guggenheims Romanchronik» Bereich Kultur Gesuchstellende Kuratorenteam Charles Linsmayer und Urs Organisation Bernet Ausgangslage Vom 29. Januar bis zum 31. Mai 2015 wird im Museum Strauhof die Ausstellung «Alles in Allem – Zürich im Spiegel von Kurt Guggen- heims Romanchronik und von weiteren litera- rischen Werken des 20. Jahrhunderts» gezeigt. «Alles in Allem» ist das wohl wichtigste litera- rische Buch über die Stadt Zürich im 20. Jahr- hundert. Die Stadt Zürich hat dem Kuratoren- team Linsmayer/Bernet kurzfristig den ent- sprechenden Zuschlag zur Kuratierung der Ausstellung erteilt.

Projektziel Die Ausstellung will das Werk des Zürcher Schriftstellers Kurt Guggenheim sowie insbe- sondere dessen grossen Zürcher Roman «Alles in Allem» (aus den Jahren 1952–1955) einem breiten Publikum zugänglich machen. Projektbeschrieb Das Parterre des Strauhofs wird vollständig dem Werk Guggenheims gewidmet (Rekons- truktion seines Arbeitszimmers, Vitrinen zu einzelnen Werken, grosse Fotoinstallation). Im ersten Stock wird das Wohnzimmer des Vieh- händlers Mejer aus Lewinskys «Melnitz» re- konstruiert. Zudem werden in einzelnen Vitri- nen und einer Diaschau andere Autoren in ihrem Verhältnis zu Zürich vorgestellt (Anne- marie Schwarzenbach, James Joyce, Elias Ca- netti, Guido Looser, Urs Widmer, Franz Kafka, Ricarda Huch, William Wolfensberger, Jenö Marton, Hermann Hesse, Charles Lewinsky). Kosten Fr. 208 759 Gewünschter Betrag Fr. 50 000 Übrige Finanzierung Die Eintritte sind mit Fr. 28 500 budgetiert. Die Stadt Zürich beteiligt sich mit Fr. 50 000 am Vor- haben. Von Sponsoren wird ein Beitrag von Fr. 80 259 erwartet. Der Restbetrag soll durch den Lotteriefonds gedeckt werden. Würdigung Auch wenn die Stadt Zürich für den Strauhof eine neue (unabhängige) Trägerschaft sucht, erfolgt die Durchführung dieser Ausstellung in einer städtischen Institution, was bis anhin nicht unterstützt wurde und in den Richtlinien nicht vorgesehen ist. Da die geplante Ausstel- lung aus kulturpolitischer Sicht sehr zu begrüs- sen ist, zumal dem Werk von Kurt Guggen- heim eine grosse Bedeutung für die Literatur- geschichte des Kantons Zürich zukommt und eine hohe Qualität der Ausstellung erwartet werden darf, ist im Sinne einer Ausnahme eine Beitragsleistung gerechtfertigt. Bewilligter Betrag Fr. 50 000

24. Publikation «Zürich und der Wiener Kongress» Bereiche Bildung und Verwaltung Gesuchstellende Staatskanzlei des Kantons Zürich Organisation Ausgangslage Am 20. März 2015 jährt sich zum 200. Mal die Erklärung über die Angelegenheiten der Schweiz im Rahmen des Wiener Kongresses, in der die territioriale Gestalt der heutigen Schweiz und deren Neutralität festgelegt wur- den. Aus diesem Anlass führt der Regierungs- rat einen Festanlass durch, bestehend aus einem Festvortrag und einem wissenschaftlichen Kol- loquium. Projektziel Das Ereignis und vor allem die Rolle Zürichs sollen durch eine Publikation einem breiteren Publikum bekannt gemacht werden. Projektbeschrieb Vorgesehen sind eine Publikation im Chronos- Verlag von rund 120 Seiten mit einer Einfüh- rung durch die Regierungspräsidentin, ein Fest- vortrag von alt Bundesrat Moritz Leuenberger, fünf Kolloquiumsbeiträgen und allenfalls einer kurzen Zusammenfassung der Diskussion. Die Publikation richtet sich an die historisch und politisch interessierte Öffentlichkeit. Die vorgesehene Auflage beträgt 800 Exemplare. Der vorgesehene Verkaufspreis beträgt Fr. 28. Kosten Fr. 18 500 Gewünschter Betrag Fr. 16 750 Übrige Finanzierung Der Herausgeber leistet rund 300 unbezahlte Arbeitsstunden. Aus dem Verkauf werden Fr. 1750 erwartet. Der Grossteil der Publika- tionen geht unentgeltlich an die Staatskanzlei. Wegen der ausgeprägt kantonalzürcherischen Ausrichtung sind keine Beiträge von Dritten zu erwarten. Würdigung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Das Thema ist wissenschaftlich und publizistisch wenig erforscht, auch in sei- nen Auswirkungen auf die Ostschweiz. Mit der Publikation können verschiedene zentrale Ge- sichtspunkte des Wiener Kongresses und sei- ner Auswirkungen auf die Schweiz und der Rolle Zürichs beleuchtet werden. Bewilligter Betrag Fr. 16 750

Auf Antrag der Finanzdirektion beschliesst der Regierungsrat: I. Die Finanzdirektion wird ermächtigt, folgende Beiträge zulasten des Lotteriefonds auszurichten (Konto 3636 3 000): in Franken

1. Verein Ortsmuseum Hinwil Sanierungsbeitrag 7 000

2. «SimplyNano 1®» Experimentierkoffer Investitionsbeitrag 90 000

3. Gemeinde Richterswil Investitionsbeitrag 250 000

4. Spielzeugmuseum Franz Carl Weber Beitrag für Inventarisierung 120 000

5. Verein Sans-Papier Anlaufstelle Zürich Investitionsbeitrag 20 000

6. Schweizerische Lupus Erythematodes Vereinigung Druckkostenbeitrag 7 000

7. Radfahrer-Verein Zürich Druckkostenbeitrag 5 000

8. Stiftung Historisches Lexikon der Schweiz Druckkostenbeitrag 150 000

9. Zürich im Landesmuseum Investitionsbeitrag 360 000

10. RoadCross Klientendatenbank Projektbeitrag 21 000

11. Buchprojekt «Allein lebende Frauen im Alter» Druckkostenbeitrag 10 000

12. Die Dargebotene Hand Infrastrukturbeitrag 16 000

13. Stiftung Zürcher Schülerferien Investitionsbeitrag 486 000

14. Staatskanzlei Projektbeitrag «Lange Nacht der Museen» 400 000

15. Stiftung Tier im Recht Investitionsbeitrag 450 000

16. Festival Schlauer Bauer Jubiläumsbeitrag 10 000

17. Verein Kinderanwaltschaft Schweiz Projektbeitrag 412 000

18. Pro Infirmis – «Büro für Leichte Sprache» Projektbeitrag 150 000

19. Filmclub Xenix – Jubiläumsinvestitionen Investitionsbeitrag 90 000

20. Verein Scala Investitionsbeitrag 200 000

21. Botanischer Garten Zürich Investitionsbeitrag 500 000

22. IG Schlieren in der Sattelzeit 1750–1850 Druckkostenbeitrag 25 000

23. Kuratorenteam «Alles in Allem» Ausstellungsbeitrag 50 000

24. Staatskanzlei des Kantons Zürich Druckkostenbeitrag 16 750 Total 3 845 750

II. Mitteilung an die Mitglieder des Regierungsrates und die Finanz- direktion.

Vor dem Regierungsrat Der stv. Staatsschreiber:

Hösli