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Entscheid

RRB Nr. 449/2009

Kantonsspital Winterthur, Operationssäle, Lüftungssanierung, Ausgabe, Bewilligung

25. März 2009Deutsch4 min

Source zh.ch

Kantonsspital Winterthur, Operationssäle, Lüftungssanierung, Ausgabe, Bewilligung

Auszug aus dem Protokoll des Regierungsrates des Kantons Zürich Sitzung vom 25. März 2009

449. Kantonsspital Winterthur (Operationssäle, Lüftungssanierung) Das Kantonsspital Winterthur verfügt über acht Operationssäle (OPS) für ein breiteres Eingriffsspektrum sowie über fünf Säle vorwiegend für spezialisierte Eingriffe in den Bereichen Gynäkologie, Ophtalmologie und Urologie. Pro Jahr werden rund 12 300 Operationen durchgeführt, davon 3400 ungeplante Notfall-Operationen. In den allgemeinen Operationssälen sollte aus Gründen der betrieb- lichen Flexibilität jeder OPS für alle Eingriffe genutzt werden können. Dies ist zurzeit nicht der Fall. Die OPS 3 und 4 im 5. Obergeschoss des Verbindungstraktes sowie die Säle 7 und 8 im Erdgeschoss des Polikli- niktraktes erfüllen die lufthygienischen Anforderungen an einen multi- funktionalen OPS nicht. Dadurch sind Eingriffe, die ein sehr hohes Mass an Keimfreiheit erfordern (wie beispielsweise die Implantation von Hüftgelenkprothesen), in diesen OPS nicht durchführbar, was im Betrieb sehr nachteilig ist. Zur Behebung der Mängel und damit zur Verbesserung der betrieb- lichen Flexibilität sind in den OPS 3 und 4 folgende Massnahmen vor- gesehen: – Die Lüftungsanlagen werden auf den neuesten Stand der Technik umgebaut. – Die Zuluft-, Umluft- und Fortluftanlagen in der Lüftungszentrale im

Erwägungen

6. Obergeschoss sowie die Sterilfelder-Auslässe in den Operationssä- len werden durch neue Lüftungsanlagen und Umluftdecken ersetzt. – Die Luftleitungen werden in den OP-Räumen, Sterilguträumen und in der Zentrale den neuen Umständen angepasst. – Die Heiz- und Kälteinstallationen für die Lufterhitzer und -kühler werden ersetzt. In den OPS 7 und 8 sind folgende Massnahmen geplant: – Die Lüftungsanlagen werden erneuert. – Die Sterilfeld-Auslässe werden durch neue Umluftdecken ersetzt. – Die Luftleitungen werden in den OPS und den Sterilguträumen den neuen Umständen angepasst. Im Zusammenhang mit den Umbauten an den Lüftungsanlagen müs- sen Anpassungen an den Elektroinstallationen vorgenommen werden, vor allem an den EDV- und Brandmeldeanlagen. Die Unterverteilun- gen werden mit zusätzlichen Sicherungsgruppen, Lichtsteuerungen und Steuerungen des Gebäudeleitsystems ergänzt. Die Metalldecken in den

Operationssälen werden vollständig und die Wandbeläge teilweise er- neuert. Die Beschaffung der neuen OPS-Geräte (OP-Leuchten, Baterie- Back-up-Anlagen sowie Audio- und Videogeräte) erfolgt über das Mobi- lienbudget des KSW. Das Kantonale Hochbauamt hat durch das Architekturbüro Stutz, Bolt und Partner, Winterthur, ein Projekt mit Kostenvoranschlag ausar- beiten lassen. Die Kosten der Massnahmen betragen gemäss Kosten- voranschlag der Architekten vom Februar 2008 Fr. 2 217 000 (Kosten- stand 1. April 2008). Sie setzen sich wie folgt zusammen: Baukosten Kapitalfolgekosten Kontierung Kalkulatorische Abschreibung Abschreibung Zinsen (3,25% (Hplus) auf ½ Kapital) % Fr. Fr. % Fr. Konto 5041 1 00000 Hochbauten Rohbau 1 15% 332 000 5 395 3% 9 960 Konto 5041 2 00000 Hochbauten Rohbau 2 1% 18 000 293 3% 540 Konto 5041 3 00000 Hochbauten Ausbau 9% 191 000 3 104 3% 5 730 Konto 5041 4 00000 Hochbauten Installationen 75% 1 676 000 27 235 5% 83 800 Konto 5069 0 00000 Anschaffung Mobilien – – – – – Total (einschliesslich MWSt 7,6%) 100% 36 026 100 030 Total Baukosten 2 217 000 Total Kapitalfolgekosten 136 056 Die Abwicklung des Projektes erfolgt gemäss Standardprozess der Immobilienverordnung. Der Projektantrag wurde mit Beschluss Nr. 1241/ 2008 vom Regierungsrat genehmigt. Für das Vorhaben ist eine gebundene Ausgabe von Fr. 2 217 000 zu be- willigen. Die Kosten gehen zulasten des Kontos 6340.5041, Erneue- rungsunterhalt Hochbauten (gebundene Ausgaben). Im Budget 2009 sind für das Vorhaben Fr. 1 000 000 eingestellt. Der restliche Betrag ist im Konsolidierten Entwicklungs- und Finanzplan (KEF) 2009–2012 für das Jahr 2010 eingestellt. Die Kapitalfolgekosten aus dieser Ausgabe betragen gesamthaft Fr. 136 056. Es entstehen keine personellen und betrieblichen Folgekos- ten.

Dispositiv

Auf Antrag der Gesundheitsdirektion und der Baudirektion beschliesst der Regierungsrat:

I. Für die Lüftungssanierung der Operationssäle 3, 4, 7 und 8 des Kan- tonsspitals Winterthur wird eine gebundene Ausgabe von Fr. 2 217 000 bewilligt (Kostenstand 1. April 2008). Dieser Betrag erhöht oder ver- mindert sich entsprechend der Entwicklung des Zürcher Baukostenin- dexes.

II. Die Ausgaben gehen zulasten der Investitionsrechnung der Leis- tungsgruppe Nr. 6300, Somatische Akutversorgung und Rehabilitation.

III. Die Baudirektion wird ermächtigt, die entsprechenden Verträge abzuschliessen.

IV. Mitteilung an die Finanzdirektion, die Baudirektion und die Ge- sundheitsdirektion.

Vor dem Regierungsrat Der Staatsschreiber:

Husi