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Entscheid

RRB Nr. 599/2009

Psychiatrie-Zentrum Hard, Sanierung Energiezentrale, Objektkredit

15. April 2009Deutsch4 min

Source zh.ch

Psychiatrie-Zentrum Hard, Sanierung Energiezentrale, Objektkredit

Auszug aus dem Protokoll des Regierungsrates des Kantons Zürich Sitzung vom 15. April 2009

599. Psychiatrie-Zentrum Hard (Sanierung Energiezentrale)

Erwägungen

Die Energiezentrale des Psychiatrie-Zentrums Hard (PZH) verfügt für die Beheizung und die Warmwasseraufbereitung über je einen mit Holz und Öl beheizten Kessel. Zusätzlich sind zwei Dampfkessel installiert, die ursprünglich der Versorgung der Wäscherei und der Küche dienten. Die Dampf- und die Warmwasseranlage sind aus Gründen der Redun- danz über Wärmetauscher miteinander verknüpft. Mittlerweile wurde der Hauptabnehmer dieser Hochtemperaturenergie, die Wäscherei, aus- gelagert und in der Küche werden die neuen Geräte mit Strom beheizt. Wegen dieser Veränderungen ist die Energiezentrale für die heutigen Bedürfnisse überdimensioniert, was wiederum zu grossem Energie- verlust führt. Zudem untersteht die heutige Dampfanlage dem Kessel- inspektorat und muss von diesem periodisch mit erheblichen Kosten geprüft werden. Die Energiezentrale soll aus diesen Gründen saniert werden. In diesem Zusammenhang soll die heute teilweise dezentrale, mit hygienischen Nachteilen verbundene Warmwassererzeugung zentralisiert werden. Dies erleichtert auch die Überwachung der Wasserqualität. Das neue Anlagenkonzept sieht vor, die beiden Dampfkessel durch einen mit Holz und einen mit Öl beheizten Kessel zu ersetzen. Nach der Sanierung wird das PZH über zwei Holz- und zwei Ölkessel verfügen. Mit dem zweiten Holzkessel kann die bestehende Holzschnitzelanlage ganzjährig betrieben werden. Die Warmwasseraufbereitung erfolgt neu für alle Verbraucher in der Energiezentrale. Während der kalten Jahres- zeit kann bei erhöhtem Bedarf der neue Ölkessel zugeschaltet werden. Die neue Wärmeerzeugungsanlage ist so ausgelegt, dass bei einem Aus- fall eines Wärmeerzeugers die restlichen Kessel 70% der Gesamtleis- tung abdecken können. Das kantonale Hochbauamt hat durch die RMB Engineering AG, Zürich, ein Projekt mit Kostenvoranschlag ausarbeiten lassen. Die Kos- ten der Massnahme betragen gemäss Kostenvoranschlag der Ingenieure vom März 2007 Fr. 2 500 000 (Kostenstand 1. April 2007, Genauigkeits- grad ±10%). Sie setzen sich wie folgt zusammen:

Baukosten Kapitalfolgekosten Kontierung Kalkulatorische Abschreibung Abschreibung Zinsen (Hplus) (3,25% jährlich) % Fr. Fr. % Fr. Konto 5041 4 00000 Hochbauten Installationen 100% 2 500 000 40 625 5% 125 000 Total Baukosten (einschliesslich MWSt 7,6%) 2 500 000 Total Kapitalfolgekosten 165 625

Für das Vorhaben ist eine gebundene Ausgabe von Fr. 2 500 000 zu bewilligen. Die Ausgaben gehen zulasten des Kontos 6460.5041, Er- neuerungsunterhalt Hochbau. Im Budget 2009 sind für das Vorhaben Fr. 2 000 000 eingestellt. Der restliche Betrag ist im Konsolidierten Ent- wicklungs- und Finanzplan (KEF) 2009–2012 enthalten. Die Kapitalfolgekosten aus dieser Ausgabe betragen gesamthaft Fr. 165 625. Die Folgekosten definieren sich aus den Abschreibungen, die sich aus den unterschiedlichen Abschreibungssätzen pro BKP-Gruppe (Baukostenpositionen) zusammensetzen, und den jährlichen kalkulato- rischen Zinsen von 3,25% der Baukosten. Bedingt durch die geringeren Betriebs- und Unterhaltskosten sowie den tieferen Heizölverbrauch können nach der Sanierung jährlich schätzungsweise rund Fr. 100 000 an Betriebskosten eingespart werden. Weitere personelle und betriebliche Folgekosten bzw. -erträge fallen nicht an. Mit Beschluss Nr. 1960/2008 hat der Regierungsrat ein neues statio- näres psychiatrisches Versorgungskonzept für die Regionen Winterthur und Zürcher Unterland festgesetzt. Dieses sieht vor, die beiden Regionen auf den 1. Januar 2010 in eine neue, gemeinsame Psychiatrieregion Winterthur-Zürcher Unterland (WZU) zu vereinigen. Dieser Ent- scheid führt auch zu einer betrieblichen Reorganisation. Die Klinik Schlosstal in Wülflingen soll in Zukunft die Funktion als Stammklinik für die Versorgungsregion WZU übernehmen. Allerdings wird auch das PZH bis auf Weiteres für die stationäre Versorgung benötigt, wenn auch gegenüber heute in bedeutend geringerem Umfang. Für die weitere Nutzung der in Embrach frei werdenden Gebäude werden seit Sommer 2006 Gespräche mit dem Krankenheimverband Zürcher Unterland (KZU) geführt; ein entsprechender Baurechtsvertrag ist in Vorberei- tung. Die Sanierung der Energiezentrale dient sowohl dem PZH für die weiterhin beanspruchten Gebäude als auch dem Nachnutzer der vom PZH nicht mehr benötigten Gebäude; der Investitionsschutz ist ent- sprechend gegeben.

Dispositiv

Auf Antrag der Gesundheitsdirektion und der Baudirektion beschliesst der Regierungsrat:

I. Für die Sanierung der Energiezentrale des Psychiatrie-Zentrums Hard wird eine gebundene Ausgabe von Fr. 2 500 000 (Kostenstand: 1. April 2007) bewilligt. Dieser Betrag erhöht oder vermindert sich ent- sprechend der Entwicklung des Zürcher Baukostenindexes.

II. Die Ausgabe geht zulasten der Investitionsrechnung der Leis- tungsgruppe Nr. 6400, Psychiatrische Versorgung.

III. Die Baudirektion wird ermächtigt, die entsprechenden Verträge abzuschliessen.

IV. Mitteilung an die Finanzdirektion, die Baudirektion und die Gesundheitsdirektion.

Vor dem Regierungsrat Der Staatsschreiber:

Husi